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Montag, 23. Dezember 2024

Rhein Klinik Bad Honnef - Station 1 (junge Erwachsene)

 Rhein Klinik Bad Honnef - Station 1 (junge Erwachsene)

(C) Rhein Klinik

Die Rhein Klinik in Bad Honnef ist eine psychsomatische Klinik für Erwachsene ab 18 Jahren mit verschiedenen Stationen mit unterschiedlichen Schwerpunkten (u.a auch eine Schwerpunktstation für komplexe Traumafolgestörungen). Die Einsenderin wurde auf Station 1 behandelt, welche seit 2022 einen Schwerpunkt auf der Behandlung von jungen Erwachsenen von ca. 18-30 Jahren hat. Behandelt werden verschiedene Krankheitsbilder wie Depressionen, Ängste, Traumafolgestörungen, Essstörungen oder somatoforme Störungen, nicht behandelt werden Psychosen, Abhängigkeitserkrankungen sowie Eigen- und/oder Fremdgefährdung. Die Einsenderin wurde aufgrund einer kPTBS und atypischen Anorexie behandelt.

Es gibt Doppelzimmer mit eigenem Bad, aktuell wird die Klinik umfangreich renoviert, manche Bereiche sind daher noch etwas abgenutzt. Für Privatpatienten stehen Einzelzimmer zur Verfügung.

Für die Aufnahme ist eine hohe Eigenmotivation notwendig, weil das Setting recht frei ist und viel Mitarbeit gefordert wird. Man sollte sich selbst strukturieren können und in der Lage sein an möglichst allen Therapien teilzunehmen, da sonst der Aufenthalt auch schonmal verfrüht beendet wird. Natürlich kann man mal nach Absprache und gutem Grund eine Therapie ausfallen lassen.

Die Klinik arbeitet schwerpunktmäßig psychodynamisch orientiert.

Therapien: Einzeltherapie, Gesprächsgruppe, Kunsttherapie oder Tanz- und Bewegungstherapie, Skillsgruppe, Imagination, Stationssport, Psychoedukationsgruppe

Außerdem gibt es eine Morgenrunde. Es gibt extra Gruppentherapien für Menschen mit Essstörung, aber auch dort ist es ein sehr freies und offenes Konzept. Freiwillig und je nach Bedarf gibt es auch noch Wirbelsäulengymnastik, Atemgymnastik, beckenboden Gymnastik und ähnliches, welche von Physiotherapeuten geleitet wird und echt gut sind.

Die Wartezeit für die Station beträgt aktuell ca. 3 Monaten, bei Dringlichkeit kann es aber auch schneller gehen.

Es gibt viele Angebote für Freizeitaktivitäten auch am Wochenende. Wenn man allerdings aus näherer Umgebung kommt ist es gewünscht, dass man am Wochenende für eine Belastungserprobung nach Hause fährt.

Man bleibt 8 Wochen auf Station und kann bei Bedarf auf 10 Wochen verlängern.

Die Einsenderin schreibt:

Die Pflege ist wirklich super. Total kompetent und immer für Gespräche da. Die Therapeuten waren auch alle total nett und bemüht. Ich fand besonders gut, dass sich gut im Team besprochen wurde und nicht einer am anderen vorbeiarbeitet. Ich hab mich von Anfang an super wohl gefühlt. Bei einer kptbs ist der Therapie Plan eigentlich nicht perfekt geeignet trotzdem wurde gut und individuell auf meine Probleme eingegangen, die Pflege war überwiegend sehr vertraut mit der Arbeit mit Trauma Patienten. Das Essen ist inordnung. Es gibt immer zwei Menüs, eins vegetarisch, und zusätzlich eine salatbar. Vegane Ernährung gestaltet sich etwas schwierig und ich persönlich hatte oft Hunger und musste relativ viel auch private Lebensmittel zusätzlich essen.


(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 9. Dezember 2024

Uniklinikum Jena - Psychosomatik - Station 111

Uniklinikum Jena - Psychosomatik - Station 111

(C) Uniklinik Jena

Im Uniklinikum Jena gibt es in der psychosomatischen Abteilung eine Station. Aufgenommen werden Patient:innen von 18-65 Jahren. Behandelt wird das gesamte Spektrum der psychosomatischen Störungsbildern, der Schwerpunkt liegt auf Essstörungen (auch bei schweren Fällen mit einem BMI unter 12), Somatoformen Störungen und Depressionen.

Es gibt EInzel-, Doppel- und Dreibettzimmer mit eigenem Badezimmer.

Der Schwerpunkt liegt auf einem tiefenpsychologischen Ansatz, es wird überwiegend gruppenpsychotherapeutisch gearbeitet.

Therapien: Einzeltherapie, 2x die Woche tiefenpsychologische Gruppentherapie, Tanztherapie, "Naturraum", Bildgestaltung, Achtsamkeitsgruppe, Essstörungsgruppe, Entspannung

Man bleibt etwa 8-12 Wochen auf Station.

Sein Handy hat man durchgängig und auch Ausgang, aber erst ab 15.00 Uhr darf das Klinikgelände auch verlassen werden. Die ersten beiden Wochenenden muss man auf Station bleiben, ab dem 3. Wochenende MUSS man zur Beladtungserprobung nach Hause (was v.a. bei Essstörungen zu bedenken ist und für mich persönlich therapeutisch nicht sinnvoll war)

Die Einsenderin schreibt:

Das Essstörungskonzept kann ich nicht empfehlen. Was Ernährung angeht wird man komplett allein und in Selbstverantwortung gelassen. Das Personal ist zum Großteil unqualifiziert und unsensibel bzgl. Essstörungen. Ich war sehr unzufrieden und kann die Klinik mit Essstörung nicht empfehlen.


(C) Uniklinikum Jena


 

Montag, 3. Juli 2023

Asklepios Westklinikum Hamburg - Psychosomatik - Station 7

 Asklepios Westklinikum Hamburg - Psychosomatik - Station 7

(C) Einsenderin

In der Psychosomatik vom Asklepios Westklinikum in Hamburg gibt es 3 Stationen:


Station 7: Junge Erwachsene bis 30 Jahre sowie Essstörungen
Station 16: Chronische Schmerzerkrankungen, somatoforme Störungen und Depressionen
Station 17: Ängste, Depressionen, Krankheitsverarbeitung

Die Einsenderin wurde auf Station 7 behandelt. Station 7 liegt abseits der anderen psychosomatischen Stationen in einem Gebäude, wo ansonsten somatische Stationen untergrbacht sind. Die Station ist aufgeteilt in den Essstörungsbereich (es wird sowohl Anorexie, Bulimie als auch Binge-Eating/Adipositas und Mischformen behandelt) sowie die allgemeine Gruppe, in der allgemeinen Gruppen sind die Patienten alle zwischen ca. 18-30 Jahren, im Essstörungsbereich gibt es manchmal Ausnahmen und auch ältere Patienten werden aufgenommen, da es keine andere Station innerhalb der Klinik gibt die Essstörungen behandelt. Im allgemeinen Bereich werden verschiedenste psychosomatische Krankheitsbilder behandelt wie Angststörungen, Panikstörungen, Depressionen, chronische Schmerzen, Somatisierungsstörungen, funktionelle Störungen, körperliche Erkrankungen mit seelischen Begleitfaktoren sowie Adoleszenzkrisen.

Es gibt 3-4 Einzelzimmer, ansonsten Doppelzimmer, alle Zimmer haben ein eigenes Bad. Einzelzimmer werden meist nur vergeben an Privatpatienten, manchmal gibt es Ausnahmen z.B für Patienten, die eine Sonde haben oder wenn es von der Geschlechterverteilung anders gerade nicht aufgeht. Es gibt einen Aufenthaltsraum mit Billard-Tisch, ein Wohnzimmer mit Fernseher, eine Küche (wo man auch selber kochen kann wenn man möchte), einen seperater Essraum für die Essstörungspatienten (E-Patienten), die A-Patienten haben Tische zum Essen im Flur.

Zum Essstörungskonzept: Alle Essstörungspatienten werden 2x wöchentlich gewogen, bei einem BMI<14 3x wöchentlich. Bei der Aufnahme wird mit jedem Patienten ein Gewichtsvertrag geschlossen: bei Untergewicht verpflichtet man sich jede Woche mind. 500g die Woche zuzunehmen (bei einem BMI<14 gibt es Sonderregeln) bis zu einem Zielgewicht von BMI 18,5 + 2 kg, im Normalgewicht verpflichtet man sich sein Gewicht +/- 2kg zu halten sowie nicht unter einen BMI von 18,5 zu rutschen, ab einem BMI von über 25 sprich Übergewicht ist es das Ziel jede Woche mindestens 500 g abzunehmen bis zu einem Zielgewicht von BMI 25 - 2 kg.
Bei einem sehr niedrigen Gewicht und/oder schlechtem körperlichen Zustand wird mit Sonden gearbeitet, dafür gibt es Sonderregeln. Teilweise stellt die Station als Voraussetzung zur Aufnahme, dass ein Stabilisierungsaufenthalt in der Somatik voraus geht.
Es gibt 5 feste Mahlzeiten (3 Hauptmahlzeiten, 2 Zwischenmahlzeiten), sowie eine freiwillige Spätmahlzeit, die Hauptmahlzeiten dauern jeweils 30 Minuten, die Zwischenmahlzeiten je 25 Minuten, es ist Pflicht zu erscheinen und die volle Zeit am Tisch sitzen zu bleiben, Handys etc. sind während der Mahlzeiten verboten. Manchmal werden einige Mahlzeiten auch durch die Pflege begleitet (meistens eher das Mittagessen und die Zwischenmahlzeiten), das ist aber sehr individuell, je nach dem wie gut die Pflege besetzt ist. Es gibt keinen festen Essplan, jeder Patient bestellt seine Mahlzeiten jeweils am Wochenende für die ganze Woche vor und kann frei wählen was er haben möchte (wie viele Brötchen, Brot, Obst, Gemüse, Aufstriche etc.), mittags gibt es die Auswahl zwischen 3 Gerichten, welche aber selber (unter Aufsicht) geschöpft werden (Ausnahmen bei BMI<14). Man führt ein Ess- und Trinktagebuch, wo alle Mahlzeiten notiert werden inklusive Gefühle und Gedanken, die einen dabei begleitet haben. Dieses Tagebuch soll einmal die Woche mit der Pflege besprochen werden, wo dann geguckt wird wo man z.B sein Essen erhöhen könnte oder was man verbessern könnte (je nach Zunahme). Bei mangelnder Gewichtszunahme und/oder schlechtem körperlichen Zustand kann man festes Fortimel als Zwischenmahlzeit bekommen. Als Essstörungspatient darf man im Gegensatz zu den A-Patienten keine eigenen Lebensmittel mitbringen und auch außerhalb nichts Essen, einmal die Woche machen die Essstörungspatienten aber einen gemeinsamen Ausflug in die Klinik-Cafeteria, wo ein Snack für die Zwischenmahlzeit gekauft werden darf wie z.B eine Brezel, Franzbrötchen, Croissant, Eis, Kuchen, Mufffn etc. (auf Kosten der Klinik) und man hat die Möglichkeit sich etwas aus der Naschkiste der Station (z.B ein Schokoriegel) zur Zwischenmahlzeit zu holen.
Eine vegetarische Ernährung ist erlaubt, aber keine vegane. Bis zu einem BMI von 15 ist Sport komplett verboten, ab einem BMI von 15 kann der Arzt Sportanwendungen verordnen oder physikalische Anwendungen wie z.B Massagen oder Physiotherapie, das wird individuell entschieden. Nach dem Mittagessen gibt es für alle Patienten im Unter- und Normalgewicht eine Nachruhe von 30 Min. (man geht zusammen in einen Raum und kann dort entspannen, Musik hören, Lesen etc.), für Patienten im Übergewicht gibt es einen gemeinsamen 30 minütigen Spaziergang.

Alle Patienten werden in 3 Gruppen eingeteilt, durchmischt mit A und E Patienten (Blau, Gelb, Orange), nach diesen Gruppen richten sich die Gruppentherapien, jede Gruppe hat 3x wöchentlich Gesprächsgruppentherapie gemeinsam sowie je nach Gruppe entweder Kunsttherapie oder Tanz- und Bewegungstherapie (auch 3-4x die Woche). Es sind ca. 7-8 Patienten in einer Gruppe. Jeder Patient hat also fest 3x wöchentlich Gesprächsgruppentherapie, 3-4x wöchentlich Fachtherapie sowie 1x wöchentlich 50 Min. Einzeltherapie. Die Einzel- und Gruppentherapien sind meistens tiefenpsychologisch orientiert. Die Essstörungspatienten haben zusätzlich noch eine feste Ernährungsgruppe (dort wird manchmal was theoretisches gemacht, manchmal zusammen gekocht/gebacken) sowie eine Symptomzentrierte Gruppe, wo man über die Symptome und Probleme der Essstörung sprechen kann. (Vor Corona gab es auch noch eine Kochgruppe/Lehrküche, die Einsenderin weiß nicht genau ob es diese inzwischen wieder gibt).  Alle anderen Therapien werden individuell verteilt. Es gibt z.B verschiedene Sportangebote, Entspannung, Skills-Training sowie Reittherapie (für je 3-4 Patienten, meistens eher aus dem A-Bereich). Einmal wöchentlich ist eine Oberarztvisite, einmal wöchentlich eine Stationskonferenz, wo alle Patienten zusammen kommen, Dienste verteilt werden, Probleme im Zusammenleben angesprochen werden können etc.

Für alle Patienten gibt es innerhalb der ersten Woche eine Art Sperre nach Außen, man darf kein Besuch bekommen, das Klinikgelände nicht verlassen und hat eingeschränkten Ausgang. Anschließend können die A-Patienten außerhalb der Therapien jederzeit in den Ausgang und gehen am Wochenende i.d.R auch in die Belastungserprobung für 1 Nacht oder in die Tagesbeurlaubung.
Bei Essstörungspatienten wird mit einem Stufenplan gearbeitet nach dem sich der Ausgang richtet. Bis zu einem BMI von 15 darf z.B das Klinikgelände nicht verlassen werden, ab einem BMI von 15 darf 1 Stunde Ausgang genommen werden, wo auch das Klinikgelände verlassen werden darf. (der genaue Stufenplan darf aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht werden). Bei Patienten mit Bulimie und Normalgewicht gibt es einen seperaten Stufenplan, wo es nicht nach Gewicht geht, sondern der Ausgang unabhängig vom Gewicht langsam gesteigert wird je nach Woche. Beurlaubungen am Wochenende werden bei E-Patienten individuell entschieden.

Sein Handy darf man durchgängig haben, es gibt kostenloses WLAN.

Die Aufenthaltsdauert ist sehr unterschiedlich, durchschnittlich etwa 6-8 Wochen, während die Einsenderin dort war war im A-Bereich die längste Patientin 13 Wochen dort, im Essstörungsbereich 5 Monate. Es wird eng mit der Tagesklinik koorperiert, die ebenfalls ein Angebote für junge Erwachsene und Essstörungen hat sowie mit Intervallbehandlungen gearbeitet. Auch Essstörungspatienten werden oft noch vor Erreichen des Normal oder Zielgewichts entlassen.

Die Wartezeiten sind relativ individuell, gerade aber im Essstörungsbereich oft nur bei etwa 2-6 Wochen (nach Vorgespräch).

Pro:
- tiefenpsychologischer Ansatz, gerade bei Essstörungen geht es sehr um das dahinter
- es werden Essstörungen bei jedem Gewicht ernst genommen und es ist auch meistens ganz durchmischt auf Station von den Essstörungsformen her
- einige von der Pflege sowie von den Therapeuten
- alle Patienten sind in einem ähnlichen Alter
- die Klinik liegt schön umgeben von Wald und ist trotzdem gut zu erreichen
- durch die Einteilung in die Therapie-Gruppen kann auch in den Gruppentherapien intensiv an individuellen Themen gearbeitet werden
- relativ gut gefüllter Therapieplan
- die Fachtherapeuten
- da das Essstörungskonzept relativ frei ist und wenn man nicht zunimmt oder nicht mitmacht relativ schnell gehen muss, bringen die meisten Essstörungspatienten Motivation mit wirklich was ändern zu wollen

Kontra:
- einige von der Pflege sowie den Ärzten (gerade auch von den leitenden Menschen)
- das Essen ist wirklich katastrophal und auch die Essensbestellungen funktionieren oft gar nicht
- man merkt, dass Asklepios als Konzern sparen muss wo es nur geht (und einen riesen Unterschied zwischen Privat und Gesetzlichversichert macht, z.B gibt es für gesetzliche Patienten keine Butter, keine Säfte und kein Salat)
- das Essstörungskonzept ist ziemlich alltagsfern (unter Umständen ist man mehrere Monate da ohne je auch nur einmal auswärts oder woanders gegessen zu haben) und allgemein verbesserungswürdig
- Personalmangel
- die Ernährungsberatung
- bei allem komplexeren wie Probleme mit (schwererem) Selbstverletzenden Verhalten, Traumatisierung, Persönlichkeitsstörungen, Dissoziationen, schweren Zwangsstörungen ist die Station schnell überfordert
- es wird nicht respektiert wenn man als Frau sich nicht von einem männlichen Arzt untersuchen lassen möchte
- medizinische Anliegen werden oft aus den Augen verloren und/oder nicht wirklich ernst genommen
- im Entlassbereicht waren einige Fehler, die echt nicht hätten passieren müssen/dürfen





(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 3. April 2023

Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe - Station H5

 Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe - Station H5

(C) Foto: Peter Sandbiller

Die Station H5 im Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe gehört zur Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Es gibt 24 Behandlungsplätze, davon sind 5 für teilstationäre Patienten gedacht. Behandelt werden Patienten schwerpunktmäßig mit Angst- und Panikstörungen, Essstörungen, Depressionen, chronischen Schmerzen, Somatoformen Störungen, Posttraumatischen Belastungsstörungen und Zwangsstörungen.

Es gibt überwiegend Doppelzimmer, einige wenige Einzelzimmer.

Die Einsenderin wurde aufgrund einer Anorexie und komplexer PTBS behandelt.

Für Essstörungspatienten gibt Ess- und Ruhebegleitung, außerdem muss man ein Esstagebuch führen. Allerdings gibt es keine Richtmenge und man muss das Essen selbst wählen und selbst portionieren. Das Ziel ist es 500g zuzunehmen jede Woche.

Der wesentlicher therapeutischer Ansatz der Station beruht auf der Tiefenpsychologie.

Therapien: Einzeltherapie (1x die Woche), Tanz und Bewegung (2x die Woche), Kunsttherapie (2x die Woche), PMR (1x die Woche), Visite

Sein Handy darf man durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: nette Pfleger, Mitpatienten, Ausstattung, Essen.

Kontra: Medikamente werden geändert ohne Patienten zu informieren, Unschlüssige Regelungen bei Essstörungen, sind dort leicht überfordert.

Empfehlen kann ich diese Klinik definitiv nicht. Sobald einmal keine 500g zugenommen werden, wird man direkt rausgeworfen. Mit Dissoziationen sind sie auch überfordert. War für sie ein Grund mich rauszuwerfen, obwohl sie angeblich PTBS behandeln.


(C) Foto: Einsenderin

 

Donnerstag, 16. Juni 2022

Universitätsklinikum Frankfurt - Psychosomatik - Station 97-12

 Universitätsklinikum Frankfurt - Psychosomatik - Station 97-12

(C) Foto: Eilmes, Wolfgang
  

Im Universitätsklinikum Frankfurt gibt es in der Psychosomatik zwei Stationen (Station 97-12, Station 97-13) sowie eine Tagesklinik.

Die Einsenderin wurde auf Station 97-12 behandelt.
Aufgenommen werden dort Patienten mit Essstörungen, Angststörungen oder Somatoforme Störungen.

Es gibt ausschließlich Doppelzimmer.

Es gibt keinen Mindest-BMI zur Aufnahme, es können auch Patienten mit einem sehr niedrigen BMI oder massiven Gegenregulationsmaßnahmen aufgenommen werden.
Da die Patienten aufgrund einer Bulimie behandelt wurde, kennt sie nur den Therapievertrag ausführlich, einige Ansätze gelten aber auch für beide Essstörungen. Es gibt 5 Mahlzeiten täglich (3 Hauptmahlezeiten, 2 ZMZ). Für die Hauptmahlzeiten hat man 25 Minuten Zeit. Vor und nach jeder Mahlzeit gibt es eine kleine Blitzlichtrunde, jeder gibt eine Einschätzung ab bezogen auf Hunger/Appetit/Sättigkeit. Nach jeder Mahlzeit gibt es außerdem eine Ruhezeit.
Für Patienten im Untergewicht wird eine wöchentliche Zunahme von 700 g angestrebt. Man wird 1x wöchentlich gewogen. Jeder Patient führt ein Esstagebuch. Es wird in einem individuellen 3-Phasen Konzept gearbeitet, je nach Phase richtet sich der Ausgang etc.
Bei der Einsenderin gab es folgende Absprachen in den jeweiligen Stufen:
(das individuelle 3-Phasen Konzept wird mit jedem Patienten in einem ambulanten Vorgespräch erarbeitet und festgelegt sowie ein "Basisgewicht", was mindestens erreicht werden sollte )

Stufe 1: Dauer mindestens 3 Wochen, mind. 2500 kcal werden gegessen, beim Mittagessen Essbegleitung und Ruhezeit, 2 Stunden Ausgang mit Begleitung, 30 Min. alleine, Klinikgelände darf nicht verlassen werden, keine Beurlaubung

Stufe 2: ebenfalls mindestens 3 Wochen, mind. 2500 kcal werden gegessen, beim Mittagessen Essbegleitung und Ruhezeit, freier Ausgang, Tagesbeurlaubungen möglich

Stufe 3: Dauer mindestens 2 Wochen, keine Mahlzeitenbegleitung und Ruhezeiten mehr, Belastungserprobungen sind möglich, freier Ausgang

Wenn man 3 Wochen lang es nicht schafft die Zunahme zu erreichen kann die Entlassung erfolgen.

Die Station hat eine psychodynamisch-ressourcenorientierte Ausrichtung.

Therapien: Einzeltherapie (2x w.), Essgespräch, allgemeine Gruppentherapie, verschiedene Gruppentherapien je nach Krankheitsbild (Essstörungsgruppe, Expo-Gruppe, Stresstolerenz, Emotionsregulationsgruppe, Achtsamkeit, Körperliche Belastungsstörungen), Gestaltungstherapie, kreatives Schreiben, Musiktherapie, Visite, Kochgruppe

Patienten abseits der Essgruppe haben freien Ausgang. Während die Einsenderin dort war, war für alle Patienten nur Ausgang in den Klinikgarten möglich aufgrund von Corona und auch keine Beurlaubungen.

Bei vielen Patienten wird mit einer Intervalltherapie gearbeitet, in jedem Intervall geht man ein weiteres Stück seiner Essstörungssymptomatik an.

Sein Handy darf man durchgängig haben, es gibt kostenloses WLAN.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: die Mitpatienten, die Gestaltungstherapie

Kontra: einige aus der Pflege, oft Therapieausfall und daher viel Leerlauf, sehr freies Essstörungskonzept weshalb es schnell zur völligen Überforderung führt außer man ist schon sehr weit vom Kopf her, ich hab mit meinem Therapeuten keine guten Erfahrungen gemacht

Kann die Station daher nicht unbedingt weiterempfehlen

(C) Einsenderin

Montag, 2. Mai 2022

Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach - Erwachsenenpsychiatrie - Station P1

 Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach - Erwachsenenpsychiatrie - Station P1

Versorgungsgebiet: Kreisgebiet Bergisch-Gladbach ohne die Städte Burscheid und Leichlingen

(C) Foto: EVK

In der Erwachsenenpsychiatrie vom Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach gibt es verschiedene Stationen:

Station P1: Schwerpunkt Persönlichkeitsstörungen und Traumafolgestörungen
Station P2: Schwerpunkt Psychosen
Station P3: offene Kriseninterventionsstation (aktuell bei Bedarf teilgeschlossen)
Station PE: geschlossene Akutstation (momentan aufgrund von Brandschäden geschlossen, laut Einsenderin)
Station P-1a: Gerontopsychiatrie
Station P-1d: Schwerpunkt Depressionen und Ängste

Die Einsenderin wurde auf Station P1 behandelt. Aufgenommen werden dort Patienten ab 18 Jahren die unter Persönlichkeitsstörungen und/oder Traumafolgestörungen leiden. Obwohl es keine Obergrenze gibt, waren die meisten Patienten eher zwischen 24-32, obwohl es auch ein paar ältere oder Jüngere (ab 18) Patient*innen gab.

Es gibt Doppelzimmer, das Bad wird jeweils mit einem anderen Zimmer geteilt. In Ausnahmefällen wie z.B als Transgender kann das Doppelzimmer auch als festes Einzelzimmer genutzt werden. Es gibt einen Flur mit Sofas und einen Balkon, sodass man gut Kontakte knüpfen konnte. Es gibt iele Spiele und auch einen Fernsehraum, sodass man Abends etwas zusammen schauen konnte.

Der Tag startet um 07.00 Uhr mit einer "Spazier-zeit", alle Patienten sollen von 07.00 - 07.20 Uhr einen Spaziergang machen. Anschließend gibt es Frühstück, bevor die Therapien gestartet sind.

Die Patient*innen sind immer in zwei Gruppen angeteilt, es waren max. 20 Patient*innen auf Station. Mit der Gruppe hatte man dann auch die meisten Therapien.

Essen wurde immer von Patienten ausgegeben. Das Essen war nicht besonders gut aber generell auch nicht grauenhaft. Vegane Optionen gibt es so gut wie keine, aber vegetarische Ernährung sowie laktosefreie Ernährung war möglich.

Die Station ist Tiefenpsychologisch ausgerichtet. 

Bei den Therapien gibt es Pflichttherapien sowie auch freiwillige Angebote.

Feste Therapien: Allgemeine Gruppentherapie (2x die Woche), Einzeltherapie (1x die Woche), Soziotherapie, Konzentrative Bewegungstherapie, Kunsttherapie, Großgruppe
Freiwillige / individuelle Therapien: Boxsacktherapie, Reittherapie, Ergotherapie und Ergo Einzel, DBT, Genussgruppe, Kunst Einzel, Bildhauen, Angst Expositionstraining, Rollenspielgruppe

3 mal in der Woche gab es Stationsversammlungen in denen Aufgaben verteilt und Probleme besprochen wurden, neue Patienten wurden begrüßt und die, die gingen, verabschiedet. Mittwochs ist ein Bunter Abend. Man musste vorher anmelden, was man machen wollte. Alle zwei Wochen gab es pro Gruppe Koch/Backgruppe.

Es gab ein Kartensystem und wenn man ohne wirklich guten Grund zu den Therapien nicht erschien, bekam man eine gelbe Karte und bei 3 wurde man rausgeworfen. Bei Missachtung der Corona-Hygienemaßnahmen wie z.B Tragen einer Maske oder Abstand halten kann man auch eine solche Karte kriegen und ggf. entlassen werden.

Außerhalb von Corona kann man jederzeit den Kunstraum nutzen, um dort z.B zu töpfern oder zu malen.

Außerhalb seiner Termine kann man jederzeit in den Ausgang gehen, es gibt eine kleine Innenstadt in der Nähe. Das Gelände ist auch recht grün, sodass man gut spazieren kann. Besuche sind aktuell aufgrund Corona eingeschränkt. Sein Handy hat man durchgängig, ab 19.00 Uhr darf man es auch "offen" außerhalb des Zimmers nutzen.

Es gibt zwei Gewichtsdecken auf Station, die man sich ausleihen kann.

Die Einsenderin schreibt:
Teilweise waren die Therapien für mich absolut unbrauchbar (z.B Sozialtherapie, in der es um Klärung von Problemen wie z.B Bewerbungen oder Wohnungssuche ging)
Die Ergo- und DBT-Therapeutin ist ein Engel, ihre Therapien haben mir persönlich am besten geholfen. Ansonsten waren die Therapien eher durchwachsen. Es fiel sehr viel aus, vor allem Einzeltherapie. Die Pfleger*innen waren auch unterschiedlich. Teilweise waren die sehr knauserig was Bedarf anging, man konnte aber immer zu ihnen und mit ihnen reden. Leider waren sie teilweise sehr ruppig, es fielen Sätze wie „Hör auf zu japsen, du bist doch kein Hund!“ , als eine Mitpatientin eine Panikattacke hatte. Es war aber definitiv auch nicht alles schlimm. Die Mitpatient*innen waren eigentlich alle sehr lieb und ich habe mich mit allem verstanden. Die Station war zwar angeblich auf Trauma ausgelegt, allerdings gab es keine einzige Therapie, die spezifisch darauf ausgerichtet war (außer Kunsttherapie), allgemein schien das Personal sich nicht allzu gut mit schweren Traumafolgen auszukennen. Es gab trotz mehrfacher Nachfrage keine Diagnostik, weshalb meine Entlassdiagnose für mich sehr aus der Luft gegriffen erschien. Allgemein schien mir das ganze ein wenig auf die Einstellung auf Dauermedikation abzuzielen also irgendetwas tieferes zu lösen. Auch wenn das alles teilweise auch negativ klingt, sind meine Erfahrungen insgesamt trotzdem auch positiv mit der Station.

(C) Praxis für Psychosomatische Medizin u. Psychotherapie Dr.Mück

Montag, 7. März 2022

Werner Schwidder Klinik - Akutpsychosomatik

Werner Schwidder Klinik - Akutpsychosomatik

(C) Foto: Werner Schwidder Klinik

Die Werner Schwidder Klinik ist eine psychosomatische Klinik in Bad Krozingen.


Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren mit den verschiedensten psychosomatischen Krankheitsbildern wie Essstörungen, Ängste, Phobien und Zwänge, Depressionen, Traumafolgestörungen oder chronischen Schmerzen.

Es gibt 61 Betten, überwiegend in Einzelzimmern. Alle Zimmer haben einen eigenen Balkon oder eine Terrasse.

Die Einsenderin wurde aufgrund einer KPTBS und Anorexie behandelt.

Es gibt keine Stationen in der Klinik, man wird jedoch einem Pflegeteam zugeordnet (Pflegeteam 1&2 sind für gesetzliche Patienten, Pflegeteam 3 für die privaten) und jeder wird bei Aufnahme einer Therapiegruppe zugewiesen (Unabhängig der Diagnose) und hat die Therapien dann gemeinsam in der Gruppe.

Bei einer Essstörung liegt der Mindest BMI bei 14. Patienten mit einer Essstörung werden 2x die Woche gewogen, alle anderen nur 1x.

Morgend und Abends gibt es ein Büffett, Mittags kann man aus verschiedenen Menüs wählen.

Die Ausrichtung der Klinik ist psychoanalytisch / tiefenpsychologisch.

Therapien: Einzeltherapie (1x 50 Min., 1x 25 Min., als Privatpatient 3x die Woche), psychodynamische Gruppentherapie / interaktionelle Gruppe, Körpertherapie, Visite, Gestaltungstherapie, PMR, Bezugspflegegespräch (1x w.)

Außerdem gibt es je nach Krankheitsbild verschiedene Indikativgruppen wie Informationsgruppe zum Umgang mit Schmerzen, Angstbewältigungsgruppe, SKT, Gruppe für Traumafolgestörungen, Gruppe für Essstörungen etc.

Man kann Physiotherapeutische Anwendungen bekommen, es gibt eine Sauna und ein Schwimmbad.

Außerhalb der Therapien kann man bis 22.30 Uhr jederzeit in den Ausgang. Die normale Aufenthaltsdauer beträgt 7-12 Wochen, bei Essstörung länger. Die Einsenderin war 7 Monate da.

Die Einsenderin schreibt:

Ich war im Pflegeteam 1 und die Pflege war zum großen Teil sehr nett. Die Klinik ist auch recht klein und alles geht familiärer zu. Es wird  teilweise mit Verträgen gearbeitet (hatte einen für Zimmerruhe nach dem Essen,Gewicht und Antisuizid).

Pro: Einzeltherapie, Atmosphäre, Lage,Gestaltungstherapie, Pflege, Mitpatienten,Zimmer mit Balkon und Bad

Kontra: Therapien sind teilweise sehr anstrengend, wegen Corona darf man am WE nicht mehr Heim,Essen war teilweise grenzwertig

Ich würde die Klinik weiterempfehlen.

Samstag, 22. Januar 2022

Danuvius Klinik Pfaffenhofen

 Danuvius Klinik Pfaffenhofen 

Versorgungsgebiet: Stadt und den Landkreis Pfaffenhofen 

(C) Einsenderin

In der Danuvius Klinik Pfaffenhofen gibt es 4 Stationen:

Station 1 – Akutpsychiatrie
(beschützter Bereich)
Station 2 – Allgemeinpsychiatrie / Psychosomatik
Station 3 – offen geführten Kriseninterventionsstation
Station 4 – Spezielle Psychotherapie
10 Behandlungsplätzen auf den Fachbereich Psychodynamische Therapie (PDT) mit tiefenpsychologisch fundierter Einzel- und Gruppentherapie, 10 Behandlungsplätze für DBT Behandlung

Die Einsenderin wurde auf Station 3 behandelt aufgrund einer KPTBS.

Es gibt 20 Behandlungsplätze in Einzel- und Doppelzimmern. (ein Einzelzimmer bekommt man u.a wenn man eine private Zusatzversicherung hat)
Behandelt werden im Prinzip alle Krankheitsbilder, solange man absprachefähig ist was Suizidalität oder Fremdgefährdenes Verhalten angeht, da die Station offen geführt wird. Manchmal wird man bei akuten Krisen für 1-2 Nächte auf die geschlossene Station (Station 1) verlegt.

Die Station hat ihren Schwerpunkt auf offener Krisenintervention, manchmal sind Patienten aber auch längerfristig zur Therapie dort. Aufgenommen werden kann man meist kurzfristig, z.B auch über den Dienstarzt.

Der Wochenplan und die Therapien werden individuell nach den Bedürfnissen eines jenen Patienten zugeschnitten und je nach Krankheitsbild.

Mögliche Therapien: Einzeltherapie (1x die Woche), Bewegungstherapie, Theater Therapie, Nordic Walking, Ergotherapie, Musiktherapie, Gruppentherapien (z.B Problemlösegruppe, Achtsamkeit, Depressionsbewältigung, Soziales Kompetenztraining, Psychoedukation)

Es gibt nicht direkt spezielle Traumatherapie auf dieser Station, aber die Therapien und Einzelgespräche werden darauf zugeschnitten was einem bei dieser Symptomatik helfen könnte, die Oberärztin selbst ist auch Traumatherapeutin und schaut schon mit auf diese Symptomatik.

Jeden Morgen gibt es eine Morgenrunde und einen Morgenspaziergang. Am Ende des Tages gibt es einen Tagesrückblick.

Sein Handy darf man durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
- kompetentes Therapeuten Team
- Sozialdienst
- Anbindung an die PIA wenn man im Umkreis lebt
- Kicker, Tischtennis, Musikraum

Kontra:
- ungemütliche Zimmer
- teils unfreundliche und herablassende Pflege
- Essen ist 90% aus der Dose

Aber alles in allem empfehle ich die Klinik weiter. Mir wurde bis jetzt immer geholfen.

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin







Freitag, 14. Januar 2022

Psychosomatische Fachklinik Simbach

 Psychosomatische Fachklinik Simbach

(C) Petra Höllbacher

 n der Psychosomatischen Fachklinik in Simbach werden Erwachsene ab 18 Jahren aufgenommen mit den verschiedensten psychosomatischen Krankheitsbildern wie z.B Depressionen, Burn-Out, Essstörungen, Traumafolgestörungen, Angsterkrankungen, mit Schmerzen unklarer Herkunft oder mit funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen und psychosomatischen Erkrankungen.

Es gibt spezielle Behandlungssettings für Essstörungen, Junge Erwachsene (von 18-28 Jahren), Schmerzpatienten, Stukturbezogene Psychotherapie sowie Traumafolgestörungen.

Insgesamt gibt es 190 Betten auf 6 Stationen. Es gibt überwiegend Doppelzimmer, für privat- und Zusatzversicherte oder Selbstzahler gibt es auch Einzelzimmer. Die Einsenderin schreibt, dass bei den Doppelzimmern darauf geachtet wird dass es Altersmäßig einigermaßen passt und man in einem ähnlichen Alter ist.

Die Klinik hat ein eigenes Schwimmbad und einen Saunebereich.

Die Einsenderin wurde in der strukturbezogenen Psychotherapie (Strukturgruppe) gehandelt. Die Strukturgruppe ist spezialisiert auf Patienten, die Schwierigkeiten im Umgang mit Gefühlen haben wie z.B Borderline-Patienten.

Man ist in eine Kerngruppe eingeteilt mit ca. 7-9 anderen Patienten, mit denen hat man alle Gruppentherapien gemeinsam.

Die Klinik hat eine tiefenpsychologische Ausrichtung, je nach Setting und Gruppe wird der Ansatz ergänzt, die Einzeltherapeuten arbeiten aber meist tiefenpsychologisch.

Therapien in der Strukturgruppe: 2x w. Skillsgruppe (wo nach dem DBT Konzept gearbeitet wird), 2x w. Einzeltherapie, Körpertherapie (1x Einzel, 1x in der Gruppe), Kunsttherapie, physiotherapeutische Angebote (z.B Qi Gong, Shiatsu, Pilates, Slow Walking, Rückenfit oder PMR)

Es gibt 3 Mahlzeiten am Tag, es ist verpflichtend daran teilzunehmen.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei 5-6 Wochen.

Die Einsenderin schreibt:

Ich würde die Klinik weiter empfehlen. Besonders in Erinnerung ist mir die Körpertherapie geblieben, die mir wirklich sehr geholfen hat.

(C) Foto: Einsenderin


Freitag, 15. Oktober 2021

Zentrum für psychische Gesundheit Weißer Hirsch Dresden - Psychosomatik und Psychotherapie

 Zentrum für psychische Gesundheit Weißer Hirsch Dresden - Psychosomatik und Psychotherapie

Versorgungsgebiet: OA Loschwitz Seidnitz/Dobritz, OA Leuben, OA Prohlis

© Sven Ellger

In der Psychiatrie Weißer Hirsch gibt es verschiedene Stationen:

Station P1 - Akutpsychiatrie
Station P2 - Allgemeine Psychiatrie
Station P3 - Gerontopsychiatrie
Station P4 - Psychotherapie
Station P5 - Suchtstation
Station P6 - Depressionsstation
Psychosomatik Station

Die Einsenderin wurde auf der Psychosomatik Station behandelt.

Aufgenommen werden Patienten mit den verschiedensten psychischen Erkrankungen wie z.B Depressionen, Angststörungen, Schmerzstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Dissoziative Störungen, Essstörungen, Traumafolgestörungen, Zwangserkrankungen, Somatisierungsstörungen oder Verhaltensstörungen.

Die Patienten sind in Einzel-, Doppel- und Dreibettzimmern untergebracht.
(1 Einzelzimmer, 2x Dreibettzimmer, ansonsten Doppelzimmer)
Es gibt eine Patientenküche, wo man sich auch selber was kochen kann.

Die Patienten sind in 4 Settings / Behandlungsgruppen eingeteilt:
Gruppe 1: Gemischtes Setting (u.a Essstörungen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen)
Gruppe 2: Angststörungen, Depressionen, Zwangsstörungen
Gruppe 3: Traumafolgestörungen und Dissoziative Störungen
Gruppe 4: Schmerzstörungen und Somatisierungsstörungen

Die Einsenderin wurde in Gruppe 1 behandelt. Jede Gruppe hat ihren eigenen Aufenthaltsraum, auch die Mahlzeiten und Therapien finden in den jeweiligen Gruppen statt. Je nach Gruppe unterscheidet sich der Therapieplan. Jede Gruppe hat zwei zuständige Therapeuten.

Der Schwerpunkt in allen Gruppen liegt auf der tiefenpsychologischen und interaktionellen Gruppentherapie.

Therapien: 1x w. Einzeltherapie, 3x w. Gruppentherapie (je 75 Min.), 1× Visite in der Gruppe, 2× Körpertherapie, 1× Kunsttherapie, 1× Imagination, 1× PMR, 1× Musiktherapie, 1× Walken/joggen, Skillsgruppe

Laut Homepage gibt es als weitere Angebote (teils in den anderen Settings) noch weitere Angebote wie Essgruppe, Angstgruppe, Schmerzgruppe, Genusstraining, Yoga sowie Achtsamkeit.

Jeder Patient hat außerdem einen Bezugspfleger, mit dem man regelmäßig Gespräche hat.

Sein Handy darf man durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Die Klinik liegt direkt an
der Heide, gute Anbindung zu Einkaufsmöglichkeiten & sehr viel Platz um seinen Kopf frei zu machen. Also ich hatte sehr große Angst in die Klinik zu gehen, weil ich davor immer nur in der Uniklinik war und ich Probleme mit neuen Umgebungen habe. ABER... diese Klinik/ Station ist der Wahnsinn, wirklich. Das komplette Therapeuten Team ist sehr kompetent, verstänisvoll, einfühlsam. Aber das allergrößte Lob bekommt die Pflege! Noch nie habe ich so ein krasses Team erlebt wie dieses. Total Familiärer Zusammenhalt, 24/7 für einen da, sehr sehr sehr lieb und verständnisvoll. Ich war wegen Essstörung, Schwerer Depressionen, PTBS, Borderline da und in den 8 Wochen welche ich da war, habe ich so viel erreichen können. Ich fühle mich sehr gestärkt und habe Hoffnung, dass ich es schaffen kann. Seit meiner Entlassung gehe ich die Pflege noch recht oft besuchen, weil sie es einfach verdient haben. Sie leisten so tolle Arbeit.
Ein riesen Lob an diese Station. Und an alle: traut euch und meldet euch an, es lohnt sich!!

Dienstag, 12. Oktober 2021

St. Barbara Krankenhaus Halle/ Saale - Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Station 10

St. Barbara Krankenhaus Halle/ Saale
- Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Station 10

(C) Klinikum St.Barbara

Station 10 ist eine psychosomatische Station und nimmt Erwachsene ab 18 Jahren auf mit z.B Depressionen, Essstörungen, Angststörungen, PTBS, somatoforme Störungen, Zwangsstörungen, Dissoziative Störungen oder Persönlichkeitsstörungen. Laut Homepage gibt es besondere Behandlungangebote für Komplexe Traumafolgestörungen (inkl. DESNOS) sowie Essstörungen.

Die Patienten sind in zwei Gruppen eingeteilt, die aber von den Krankheitsbildern und vom Alter bunt durchmischt sind. Die Einsenderin wurde auf Grund einer Essstörung und Depression behandelt.

Es gibt Einzel- und Doppelzimmer mit eigenem Bad, es gibt eine Patientenküche mit Essbereich.

Die Aufenthaltsdauer beträgt für ES-Patienten etwa 10-12 Wochen, für alle anderen ca. 8-10 Wochen. Bei einer Essstörung beträgt der Mindest BMI 13, wie viel man die Woche zunehmen muss wird individuell abgesprochen.

Die Klinik arbeitet gruppentherapeutisch tiefenpsychologisch.

Therapien: Musiktherapie, Körperwahrnehmung, Kommunikative Bewegungstherapie, Körperpsychotherapie, Rollenspiel, katatymes Bilderleben, Maltherapie, PMR, tanztherapie, Psychoedukation, imaginäre Stabilisierung, Skills, Tonarbeiten, Handwerken, Literaturtherapie, Einzelgespräche (alle 2 W., man kann aber jederzeit um einen Kurzkontakt beten)

Für Essstörungspatienten gibt es noch als gesonderte Angebote Essbegleitung, Führung von Essprotokollen, Körperbildarbeit und Körperschema Arbeit.

Für KPTBS Patienten Trauma Psychoedukation, Trauma Skillsgruppe und stabilisierende Traumakörperarbeit.

Aller 2 Wochen gibts ein Belastungswochenende und Mittwoch und Sonntags sind Besuchszeiten.

Pro: nettes Team, großer Garten, viele Therapieangebote, gute Strukturen.
Jeden Tag Gruppenstunden.

Kontra: man kommt als Esspatient schnell in Sanktionen (bewegungs-/ Therapieverbote), oft ist es schwierig nur Gruppentherapie zu haben

Die Einsenderin schreibt sie kann die Klinik empfehlen





(C) Fotos: Einsenderin


Universitätsklinik Ulm - Psychosomatik

 Universitätsklinik Ulm - Psychosomatik

(C) AKG Architekten


In der Psychosomatik Ulm werden Erwachsene ab 18 Jahren behandelt mit den verschiedenen psychosomatischen Krankheitsbildern wie Depressionen, Somatoforme Störungen, Essstörungen, chronische Schmerzstörungen, Angststörungen oder Persönlichkeitsstörungen.

Es gibt eine Station, wo verschiedene Settings angeboten werden. Aktuell werden zwei Settings angeboten: das Köpernahorientierte Setting (KN) sowie das Strukturorientiertes Setting.
Laut Homepage wird auch noch ein Ressourcenorientiertes Setting angeboten manchmal, welches nach der Schematherapie schwerpunktmäßig arbeitet sowie 1x jährlich ein 4 wöchiges Intensivsetting für Patienten mit chronischen Schmerzen.

Jeder Patient bekommt erstmal ein Einzelzimmer und zieht nach einiger Zeit (3-5 Wochen) in eins der 4 Doppelzimmer um. Man kann pro Tag einen gewissen Beitrag bezahlen, dann kann man das Einzelzimmer behalten. Als Privatpatient hat man Anspruch auf ein Einzelzimmer für die gesamte Zeit des Aufenthalts. Es gibt zwei Aufenthaltsräume, einen davon mit Fernseher. Im Bewegungsraum gibt es eine Tischtennisplatte und Bälle, die auch außerhalb der Therapien genutzt werden dürfen. Auch der Musikraum darf benutzt werden.

Das Körpernahe Setting ist tiefenpsychologisch orientiert und richtet sich schwerpunktmäßig an Patienten mit Krankheitsbildern die auch körperliche Beschwerden verursachen z.B Somatisierungsstörungen oder körperliche Symptomatik bei Depressionen oder Angststörungen. Auch Essstörungen werden in diesem Setting oft behandelt. Es gibt 4x die Woche konzentrative Bewegungstherapie in Gruppen, 2x die Woche Einzeltherapie (1x w. 50 Minuten, 1x w. 25 Minuten), 2x die Woche Gruppentherapie, Achtsamkeitstraining und PMR als Therapien. Außerdem gibt es individuelle Therapien wie Kunst- oder Musiktherapie.

Im Strukturorientierten Setting (MO) wird schwerpunktmäßig nach der Mentalisierungsbasierten Psychotherapie gearbeitet, behandelt werden z.B Patienten mit Depressionen, Ängsten, Zwängen, Persönlichkeitsstörungen oder Essstörungen. Der Schwerpunkt liegt auf der Gruppentherapie, diese findet 4x die Woche statt. Feste Einzeltherapietermine hat man

nach der Aufnahme zwei, anschließend hat man keine festen, jeder hat aber einen zuständigen Einzeltherapietherapeuten bei dem man jederzeit Gespräche einfordern kann. Es gibt 2x die Woche Bewegungstherapie sowie 2x die Woche Musiktherapie. Kunsttherapie wird individuell verordnet. Außerdem gibt es auch ein PMR Angebot.

Für Essstörungspatienten gibt es zusätzlich unabhängig davon in welchem Setting sie sind 1x w. eine Essstörungsgruppe.Außerdem findet 1x Woche ein Essgespräch (30 min, einzeln) mit der zuständigen Pflegekraft statt. Die Patienten müssen dafür Protokoll schreiben. Wenn es so angeordnet wird, findet das Mittagessen in Essbegleitung statt, Frühstück und Abendessen wird selbst gegessen. Für Essstörungen ist sehr viel Eigeninitiative erforderlich, hier wird niemand kontrolliert oder gezwungen.

Für KN und MO gibt es außerhalb der normalen angestellen Pfleger zuständige Pflegekräfte die unter der Woche während der Therapiezeiten Ansprechpartner für die Patienten sind und jederzeit da sind, um Gespräche zu führen. Diese Pfleger führen auch jeden Morgen mit ihrer Gruppe eine Morgenrunde durch.

Man darf außerhalb der Klinik und nur am Wochenende oder Feiertag angemeldeten Besuch empfangen, sowie Alltagserprobungen nach Hause unternehmen.


Die Einsenderin schreibt:

Durch die kleinen Gruppengrößen entsteht ein enger Zusammenhalt zwischen den Patienten.
Für Essstörungen und Traumafolgestörungen mit wirklich starker, ausgeprägter Symptomatik würde ich die Klinik jedoch nicht empfehlen (also zb essgestörte, die die Kontrolle Zweiter benötigen, da sie sonst ihr Verhalten gar nicht verändern können oder Traumapatienten, die stark dissoziieren - hiermit ist das Personal leider häufig etwas überfordert). Alles in allem finde ich die Klinik aber sehr gut, man hat engen Kontakt zu Pflegern und ist eigentlich nie allein.


(C) AKG Architekten

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin


(C) Video: Einsenderin

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Evangelisches Krankenhaus Ginsterhof - Station 2

 Evangelisches Krankenhaus Ginsterhof - Station 2

(C) Deutsches Krankenhausverzeichnis

Der Ginsterhof ist eine psychosomatische Klinik und behandelt
Patienten ab 18 Jahren. Es gibt 8 Stationen, zwei Stationen für junge Erwachsene von 18-30 Jahren (Station 2 und Station 8), eine davon psychosomatisch ausgerichtet (Schwerpunkt Essstörungen, Somatisierungsstörungen) einer eher psychiatrisch ausgerichtet (Schwerpunkt Depressionen, Ängste, Zwänge, Persönlichkeitsstörungen), zwei Stationen für Erwachsene im mittleren
Erwachsenenalter (ebenfalls eine psychiatrisch und psychosomatisch
ausgerichtet, Station 3 und Station 5), zwei für Erwachsene im hohen Erwachsenenalter
(ebenfalls eine psychiatrisch und psychosomatisch ausgerichtet, u.a Station 1), eine
weitere psychosomatische und eine Privatstation (Station 6).

Die Stationen sind über zwei Gebäude verteilt (Altbau und Neubau). Die Klinik liegt direkt am Wald. Station 8 hat ein eigenes kleines Gebäude mit einem Garten, der direkt an den Wald grenzt. Es gibt eine eigene Bibliothek in der Klinik. Aktuell wird an einem weiteren Neubau gebaut, weshalb teilweise Baulärm ist.

Die Einsenderin wurde auf der psychosomatischen Jung Erwachsenen Station (Station 2) behandelt aufgrund einer Essstörung.. Auf der Station gibt es ausschließlich Doppelzimmer. Nur für
Privatversicherte gibt’s ggf. Auch Einzelzimmer. Station 2 ist die einzige Station (abseits der Privatstation) wo jeder sein eigenes Bad hat.

Um aufgenommen zu werden muss man einen Mindest-BMI haben (dieser liegt bei 15,5), Essstörungspatienten werden in die Gruppen G1 - G4 eingeteilt, die Gruppen bestimmen wie viel Ausgang man z.B hat. Bis Gruppe 3 wird man 2-3x die Woche gewogen, hat begrenzten Ausgang, in Gruppe 4 nur noch alle 2 Wochen und hat komplett freien Ausgang. Die Mahlzeiten sind weitestgehend unbegleitet und es gibt auch z.B keine Richtmenge.

Es wird viel Eigenstandigkeit und Eigenmotivation erwartet, es wird erwartet dass man das mit dem Essen relativ selbstständig hinbekommt, es wird wenig auf Symptomebene gearbeitet, eher an dem dahinter, es
muss also eine gewisse Stabilität gegeben sein was die Symptomebene angeht um überhaupt aufgenommen zu werden.

Allgemein wird eine gewisse Stabilität erwartet, bei z.B chirurgisch versorgungspflichtiger SV fliegt man raus.

Die ganze Klinik arbeitet tiefenpsychologische orientiert, vereinzelt arbeiten Stationen verhaltenstherapeutisch.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapie, Kunsttherapie, Massagen,
Musiktherapie, Ergotherapie, Co-Therapie Gespräche, Heilsames Singen, Entspannungsverfahren, Skillstraining, Bewegungstherapie, Therapeutisches Boxen

Einmal die Woche gibt es außerdem ein Bilanzgesprach. 1-2x hat man
während des Aufenthalts auch Lehrküche, wo man gemeinsam mit der
Ernährungsberaterin Mittagessen kocht.

Aktuell sind Ausgang und Beurlaubungen aufgrund Corona eingeschränkt, normalerweise darf man ab 14.30 Uhr bis 22.30 Uhr die Klinik verlassen und am Wochenede in die Tagesbeurlaubung, teilweise auch in die Übernachtung.

Die Einsenderin schreibt:

Was Essstörungen angeht würde ich die Klinik auf keinen Fall empfehlen, für mich war das die schlimmste Klinik. Ich war auf einer psychosomatischen Station für Essstörungen und das war für mich
persönlich die schlimmste Klinik überhaupt. Man wird dort sehr mit dem Thema Essen alleine gelassen und das ist eine tiefenpsychologische Klinik, dass heißt, das die davon ausgehen das man es alleine schafft
mit dem Essen und die gehen auch relativ wenig auf die Symptomatik ein. Beim Mittag war es beispielsweise so, dass man Abfall Behälter hatte und man dort seine Reste entsorgen konnte, wenn man eben nicht mehr essen wollte und es wurde auch nicht kontrolliert wie viel man isst ect..

(C) Ginsterhof

Dienstag, 5. Oktober 2021

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie- und Psychotherapie St. Elisabeth und St. Barbara in Halle Saale

 Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie- und Psychotherapie St. Elisabeth und St. Barbara in Halle Saale

Versorgungsgebiet: Stadt Halle

(C) Einsenderin


 In der KJP Halle (Saale) gibt es 4 Stationen (Station 11, Station 12, Station 13, Station 17) mit insgesamt 50 Betten. Die Station sind im Prinzip von den Krankheitsbildern her komplett gemischt, auf Station 11 sind aber meistens eher die Kinder und Station 17 wird geschlossen geführt, d.h es können Patienten in Krisen mit Eigen- und Fremdgefährdung aufgenommen werden. Außerdem gibt es eine Tagesklinik (Station 14)

Es gibt Doppelzimmer, teilweise auch Einzelzimmer oder 3-Bett Zimmer. Auf der geschlossenen Station gibt es entsprechende Krisenräume. Es gibt für alle Stationen einen Fitnessraum mit verschiedenen Geräten und auch einem Boxsack.

Der Tag beginnt um 07.15 Uhr mit dem Frühstück, anschließend hat man entweder Therapien oder geht in die Klinikschule. Um 11.45 Uhr gibt es Mittagessen, anschließend ist bis 14.30 Uhr Mittagspause im Zimmer. Um 14.30 Uhr ist dann Vesper, wo man was süßes essen darf (was bei der Pflege aufbewahrt wird und man nicht auf dem Zimmer haben darf). Am Nachmittag gibt es teilweise auch noch Therapien, ansonsten kann man mit den Schwestern spielen oder man geht mit der Station im Gelände auf die Freifläche. Abendbrot 17:30. Tagebuchzeit 18:00. Anschließend ist Handyzeit, 20:20 Uhr muss man ins Bett, ab 16 darf man 20:50 ins Bett

Die Klinik arbeitet tiefenpsychologisch orientiert.

Therapien: Einzeltherapie (2x die Woche), Familiengespräche (alle 2 Wochen), SKT, Sport, Volleyball, Basketball, Fußball, Gestalten, Maltherapie, Schmiertherapie, Tiertherapie, Ergotherapie, Motopädie, Physiotherapie, Konzentrationstraining, Körperwahrnehmungstraining, Schwimmen, Reiten, Tanzen und Therapie beim Schäfer

Man kriegt Gruppen- und Einzelausgang, den man sich pro Woche frei einteilen darf. Dann kriegt man Handy und darf außerhalb der Klinik 1-2h verbringen. Ansonsten gibt es eine feste Handyzeit am Abend (19.00 - 19.30 Uhr)

Die Einsenderin schreibt sie würde die Klinik nicht unbedingt empfehlen







Freitag, 1. Oktober 2021

Karl-Jasper-Klinik Bad Zwischenahn

Karl-Jasper-Klinik Bad Zwischenahn

Zuständig für den Landkreis Cloppenburg, Ammerland, Stadt Delmenhorst, Landkreis Westermarsch, Landkreis Oldenburg, Landkreis Wittmund sowie den Landkreis Vechta.

In der Karl-Jasper-Klinik gibt es verschiedene Stationen:

Station A1 - offene Allgemeinpsychiatrische Station
Station A2 - Akutbehandlung von depressiven und bipolaren Erkrankungen, Lebenskrisen und akuten Belastungsreaktionen.
Station A3 - Schwerpunkt Depressionen, Belastungsstörungen, Adolesenzentenkrisen
Station A4 & A5: geschlossener Aufnahmebereich
Station A6 - Schwerpunkt Patienten mit Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis
Station A7 - allgemein-psychiatrische Aufnahmestation, geschlossen geführt
Station A8 - geschlossene Station
Station A9 - Schwerpunkt Depressionen mit Mutter-Kind Einheit
Station A10 - Behandlungsschwerpunkt Doppeldiagnosen
Station S1 - Station mit DBT Angebot

Ausserdem gibt es mehrere Stationen aus dem Suchtbereich und der Alterspsychiatrie.

Die Stationen sind verteilt über mehrere Gebäude auf einem Park ähnlichen Gelände, einige Stationen haben ein ganz eigenes Haus. Es befindet sich auch ein See auf dem Gelände sowie ein Kiosk. Die Klinik hat eine Art kleinen Bauernhof auf dem Gelände und einen Kinderspielplatz, Bücherei, Wald, Barfußpfad, Kirche.

Es gibt überwiegend Doppelzimmer, auf einigen Stationen auch Einzelzimmer. Auf den geschlossenen geführten Stationen werden die Doppelzimmer teilweise zu Mehrbettzimmern umfungiert bei Bedarf. Alle Zimmer haben eigene Badezimmer.

Neben Psychiatern und Psychotherapeuten arbeiten dort mehrere Neurologen und es können viele neurologische Tests gemacht werden, wie eine Lumbalpunktion, verschiedene EEGs usw. Außerdem arbeitet dort auch ein Allgemeinmediziner und mehrere Wundexperten. Außerdem gibt es auch Physiotherapeuten.

Seinen Therapieplan kann man sich mehr oder weniger selber zusammen stellen, man bekommt eine Übersicht mit allen Therapien die es gibt und muss eine je für Morgens und eine für Nachmittags ankreuzen.

Therapien: verschiedene Ergotherapeutische Angebote, Kunsttherapie, sportliche Therapien (z.B. Tanz- und Theatertherapie), verschiedene Arbeitstherapien

(z.B Gartentherapie, Wäscherei, Hofarbeit (kümmern um die Hauseigenen Tiere)), Musiktherapie, Physikalische Therapien, Skillstraining, Psychoedukations-Gruppen, Entspannungsverfahren

Auf einigen Stationen gibt es auch "krankheitspezifische" Therapien wie die DBT oder TMS. Eine der Stationen arbeitet tiefenpsychologisch ausgerichtet.

Auf den geschlossenen Stationen wird in der Regel vormittags und nachmittags Ergotherapie und/oder Musiktherapie angeboten. Außerdem findet einmal in der Woche eine Außenaktivität statt, sollte man Ausgang mit Pfleger haben. Es ist auch so, wenn man alleinigen Ausgang hat, dass man an den "normalen" Therapien teilnehmen darf, jedoch ist es niedriger dosiert.

Man darf sein Handy jeder Zeit haben, jedoch sollte man während der Therapiezeit nicht ans Handy gehen. Es gibt vor allem auf den geschlossen geführten Stationen Ausnahmen. Das wird aber individuell geschaut.

In der Regel darf man das Gelände nicht verlassen, außer man hat eine Tagesbeurlaubung oder eine Belastungserprobung.

Die Einsenderin schreibt: Ich kann die Klinik als ganzes nicht beurteilen. Die Stationen fallen und stehen mit dem Behandlerteam. Wenn man einen blöden Oberarzt hat, dann ist die Station auch nicht unbedingt gut.
Meine Erfahrung ist aber, dass dort sehr viele kompetente Menschen arbeiten, die sich auch trauen ums Eck zu decken. Alle arbeiten miteinander und nicht gegeneinander, obwohl es eine so große Klinik ist. Man kann dort zur Ruhe kommen und ist einfach komplett aus dem alltäglichen Leben. In meinem Fall wurde sehr zukunftsoriert gearbeitet. Es ging nicht danach, wie man mich wieder stabilisiert sondern darum, wie man mich stabilisiert und stabil behält. Sie scheuen sich auch nicht, die Patienten an andere Kliniken zu überweisen, wenn die anderen dazu qualifizierter sind bzw. der Patient es auch benötigt. Ich persönlich kann nur positives berichten. Ich war aber auch nur auf zwei Stationen. Keine Ahnung, wie es auf den anderen Stationen ist.






(C) Fotos: Einsenderin