Hospital zum heiligen Geist - Psychosomatik - 3. Nord
Behandelt werden auf beiden Stationen jegliche psychosomatische Krankheitsbilder mit den Schwerpunkten auf komplexe Traumafolgestörungen, somatoformen Störungen und Schmerzstörungen, Esstörungen sowie Angsterkrankungen und Depressionen.
Die Station wird in 2 Gruppen aufgeteilt a 10 Personen. Die jeweilige Gruppe hat dann alle Therapien zusammen (siehe Therapieplan). Der Plan ist jede Woche der selbe.
Die Klinik arbeitet nach einem einem psychoanalytischen, konfliktzentrierten Konzept. Es wird daher viel über die Dynamiken innerhalb der Gruppe gesprochen wird (wer was in wem auslöst, etc.).
Zusätzlich kann man Physiotherapie oder weitere Angebote (Körpertherapie alleine, Klangschalentherapie alleine, etc.) bekommen.
Es gibt keinen Mindest BMI, wenn man allerdings körperlich zu schlechte Werte hat kommt man erstmal auf die somatische Station im Haus. Es gibt ein Basisgewicht (+4kg zum Aufnahmegewicht). Bis dahin ist der Ausgang beschränkt auf 2-4 Stunden je nach Entwicklung und man kann am Wochenende nicht nach Hause. Ziel ist ein 18,5 BMI. Man muss mindestens 0,5kg pro Woche zunehmen, wenn man das nicht schafft gibt es Fortimel (überwacht+ Sitzzeit) und bei 3x wird man entlassen (wobei die mit sich reden lassen). Man kann auch eine Sonde bekommen. Wiegen ist 2x wöchentlich. Es gibt 3 Hauptmahlzeiten zu denen man anwesend sein muss, allerdings wird nichts kontrolliert. Im Untergewicht darf man an keinen Bewegungstherapien teilnehmen.Das Konzept ist sehr eigenverantwortlich. Man muss ein Essenstagebuch führen, was in der Bezugspflege besprochen wird.
Man kann essen was man möchte, solange man wöchentlich die 500g zunimmt. Über Essen/ Symptomatik wird wenig gesprochen, es geht um das dahinter. Oft wird ein Intervall angeboten, sodass man nach einigen Monaten nochmal kommt. Im Untergewicht ist es nicht möglich in den teilstationären Bereich zu wechseln.
Die meisten Patienten bleiben 8-10 Wochen mit Essstörung kann man maximal 12 Wochen bleiben. Häufig ist man die letzten 2-3 Wochen teilstationär, um einen sanften Übergang zu schaffen.
Pro: Außergewöhnlich gute Pflege (kennen sich gut im Traumabereich aus), kompetente Therapeuten, guter Austausch innerhalb des Teams, viel Unterstützung (wenn man sie denn einfordert), kurze Wartezeiten, gute körperliche Betreuung (regelmäßige Blutabnahmen, EKG) Contra: Viel Eigenverantwortung, gerade bei Essstörungen nur empfehlenswert wenn man sehr reflektiert ist/ schon Vorbehandlung hatte, typisches Krankenhausessen, viel Therapieausfall Empfehlenswert für alle, die nichts mit verhaltenstherapeutischen Konzepten anfangen können und konstante Ansprechpartner brauchen. Besonders bei PTBS zur Stabilisierung (nicht unbedingt Konfrontation) und für Depressionen/ Ängste. Bei Essstörungen nur mit genug Eigenmotivation.















