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Montag, 5. Mai 2025

Hospital zum heiligen Geist - Psychosomatik - 3. Nord

 Hospital zum heiligen Geist - Psychosomatik - 3. Nord


In der Psychosomatik im Hospital zum heiligen Geist in Frankfurt gibt es zwei psychosomatische Stationen (Station 5 Nord und Station 3 Nord). Vor einigen Jahren gab es schon einen Beitrag zu Station 5 Nord, heute geht es um Station 3 Nord.

Behandelt werden auf beiden Stationen jegliche psychosomatische Krankheitsbilder mit den Schwerpunkten auf komplexe Traumafolgestörungen, somatoformen Störungen und Schmerzstörungen, Esstörungen sowie Angsterkrankungen und Depressionen.

Es gibt 15 stationäre Behandlungsplätze in Doppelzimmern, es gibt ein einziges Einzelzimmer mit extra Warteliste (sehr viel länger). Auf der anderen Station gibt es auch ein Dreibettzimmer. Außerdem sind 5 tagesklinische Patienten auf Station.

Die Station wird in 2 Gruppen aufgeteilt a 10 Personen. Die jeweilige Gruppe hat dann alle Therapien zusammen (siehe Therapieplan). Der Plan ist jede Woche der selbe.

Die Klinik arbeitet nach einem einem psychoanalytischen, konfliktzentrierten Konzept. Es wird daher viel über die Dynamiken innerhalb der Gruppe gesprochen wird (wer was in wem auslöst, etc.).

Therapien: Einzeltherapie (2x 50 Min.), 1-2x Bezugspflegegespräch, therapeutische Kleingruppe / Gruppentherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie, Atemtherapie, Körperpsychotherapie, Walking-Gruppe, Fitnessgruppe, PMR., Ernährungstherapie

Je nach Krankheitsbild kann man noch in die  DBT Gruppe, eSchmerzgruppe oder Traumagruppe eingeteilt werden. Es besteht die Möglichkeit einer Traumakonfrontation (EMDR oder IRRT).

Zusätzlich kann man Physiotherapie oder weitere Angebote (Körpertherapie alleine, Klangschalentherapie alleine, etc.) bekommen.

Zum Essstörungskonzept:
Es gibt keinen Mindest BMI, wenn man allerdings körperlich zu schlechte Werte hat kommt man erstmal auf die somatische Station im Haus. Es gibt ein Basisgewicht (+4kg zum Aufnahmegewicht). Bis dahin ist der Ausgang beschränkt auf 2-4 Stunden je nach Entwicklung und man kann am Wochenende nicht nach Hause. Ziel ist ein 18,5 BMI. Man muss mindestens 0,5kg pro Woche zunehmen, wenn man das nicht schafft gibt es Fortimel (überwacht+ Sitzzeit) und bei 3x wird man entlassen (wobei die mit sich reden lassen). Man kann auch eine Sonde bekommen. Wiegen ist 2x wöchentlich. Es gibt 3 Hauptmahlzeiten zu denen man anwesend sein muss, allerdings wird nichts kontrolliert. Im Untergewicht darf man an keinen Bewegungstherapien teilnehmen.Das Konzept ist sehr eigenverantwortlich. Man muss ein Essenstagebuch führen, was in der Bezugspflege besprochen wird.
Man kann essen was man möchte, solange man wöchentlich die 500g zunimmt. Über Essen/ Symptomatik wird wenig gesprochen, es geht um das dahinter. Oft wird ein Intervall angeboten, sodass man nach einigen Monaten nochmal kommt. Im Untergewicht ist es nicht möglich in den teilstationären Bereich zu wechseln.

Die meisten Patienten bleiben 8-10 Wochen mit Essstörung kann man maximal 12 Wochen bleiben. Häufig ist man die letzten 2-3 Wochen teilstationär, um einen sanften Übergang zu schaffen.

Man hat freien Ausgang außer wie geschildert teilweise als Essstörungspatient.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: Außergewöhnlich gute Pflege (kennen sich gut im Traumabereich aus), kompetente Therapeuten, guter Austausch innerhalb des Teams, viel Unterstützung (wenn man sie denn einfordert), kurze Wartezeiten, gute körperliche Betreuung (regelmäßige Blutabnahmen, EKG) Contra: Viel Eigenverantwortung, gerade bei Essstörungen nur empfehlenswert wenn man sehr reflektiert ist/ schon Vorbehandlung hatte, typisches Krankenhausessen, viel Therapieausfall Empfehlenswert für alle, die nichts mit verhaltenstherapeutischen Konzepten anfangen können und konstante Ansprechpartner brauchen. Besonders bei PTBS zur Stabilisierung (nicht unbedingt Konfrontation) und für Depressionen/ Ängste. Bei Essstörungen nur mit genug Eigenmotivation.





Montag, 22. Mai 2023

Sonnenberg Klinik in Stuttgart - Gruppe Junge Erwachsene

 Sonnenberg Klinik in Stuttgart - Gruppe Junge Erwachsene

(C) Sonnenberg Klinik

Die Sonnenberg Klinik in Stuttgart ist eine psychosomatische Klinik und behandelt Erwachsene ab 18 Jahren. Die Klinik arbeitet nicht mit Stationen sondern in Behandlungsteams, manche Teams sind geordnet nach Alter, manche nach Krankheitsbildern. Die Abteilung für Essstörungen sowie die Gruppe für Spätadoleszenz und junge Erwachsene (18-25 Jahre) haben wir euch bereits vorgestellt. Heute geht es um die Gruppe der jungen Erwachsenen, wo Patienten von etwa 25-30 Jahren behandelt werden. Im Aufnahmegespräch vor Aufnahme bespricht man gemeinsam mit dem Team welche Gruppe für einen als bestes passt.

Aufgenommen werden kann mit Krankheitsbildern wie Depressionen, Angststörungen Zwangsstörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen, Dissoziative Störungen, Somatoforme Störungen oder chronischen Schmerzstörungen. Ausschlusskriterien sind Suchterkrankungen, akute Suizidalität, psychotische Symptome, gleichzeitiges Vorliegen schwerer somatischer Erkrankung oder Pflegebedürftigkeit.

Wenn man aufgenommen wird kommt man zunächst in ein Doppelzimmer, kann aber etwa nach 2-3 Wochen in ein Einzelzimmer wechseln. In den Zimmern gibt es eine kleine Badecke mit einem Waschbecken und einer Dusche und manche haben auch eine Toilette im Zimmer, aber das ist nicht in jedem Zimmer so.

Bei der Aufnahme kriegt man einen Paten aus seiner Gruppe und die Person zeigt einem dann alles wichtige und kann im besten Fall auch deine Fragen beantworten.

Morgens und Abends gibt es Essen in Büffetform, mittags kann man sich zwischen drei Mahlzeiten entscheiden, es gibt meistens zwei normale Essen und ein vegetarisches, komplett vegane Ernährung ist etwas schwierig.

Therapien: Psychodynamisch orientierte Einzeltherapie (1x 50 Min.), Psychodynamisch orientierte Gruppentherapie (4x 100 Min.),  Konzentrative Körper- und Bewegungstherapie (2x 100 Min.), Musiktherapie (2x 90 Min.), Sporttherapie (1x 60 Min.)

Die Therapien sind von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich. Alle Therapien abseits der Einzeltherapie finden im Behandlungsteam statt, auch die wöchentliche Visite ist mit den anderen Patientinnen im Team gemeinsam. Nur einmal im Monat gibt es eine Zimmervisite und da ist man dann alleine mit seinem Behandlerteam im Zimmer. Es gibt auch noch freiwillige Angebote, wie z.B Bogenschießen, Yoga und Pilates, offene Gestaltung etc.
Man kann auch vom Arzt individuelle Physio- oder Physikalische Therapiemaßnahmen verordnet bekommen wie z.B Sauna oder Aromabäder.

Außerdem muss man morgens, eventuell mittags und abends wenn man da auch Medikamente einnehmen muss und Nachts zum Kontakten gehen. Morgens und Mittags ist es bei der Bezugspflege und Abends/Nachts ist es bei einer Pflegezentrale, es gibt mehrere Zimmer davon.

Die Einsenderin sagt, Therapieplan ist jetzt nicht voll gepackt mit Therapien, was aber auch gut ist, weil Therapie kann sehr anstrengend sein, vorallem KBT.

Man darf sein Handy dauerhaft haben in der Klinik, es ist nur verboten das man in der Klinik Videoaufnahmen oder ähnliches macht und es sind andere Patienten oder Mitarbeiter darauf klar zu erkennen. In manchen Zimmern hat man auch gratis WLAN wenn in der Nähe ein Router ist, ansonsten gibt es in der Klinik aber auch bestimmte Plätze bei denen man gratis WLAN hat.

Es gibt drei Waschmaschinen und zwei Trockner dort, kostet aber beides 1€. Aber man kann es natürlich auch aufhängen, gibt entweder im Zimmer Wäscheständer oder in der Waschküche.

Die Einsenderin schreibt:

Ich war 2 1/2 Monate dort und mir hat der Aufenthalt in gewissen Dingen auch ziemlich geholfen, die Gruppentherapie hat mir unter anderem geholfen das meine Sozialphobie etwas besser geworden ist und das ich auch mal meine Meinung sagen sollte wenn mich was stört. Ich fand es auch echt gut das man ein Einzelzimmer bekommen hat, so konnte man sich auch mal zurück ziehen wenn man wirklich Ruhe gebraucht hat und alleine sein wollte. Und das Essen dort war einfach toll, ohne zu übertreiben, aber für mich persönlich war es vom Essen wirklich die beste Klinik in der ich war. Es wird auch alles selbst gekocht dort und bei Feiertagen gibt es auch nochmal besondere Buffets, ich war über Weihnachten und Silvester dort.Es lief aber nicht alles immer gut dort, zB wegen meinen Selbstverletzungen, es wurde oft nicht richtig ernstgenommen, das in meinem Fall irgwas im Arm nicht stimmt. Es wurde immer gesagt das die Schmerzen nur psychosomatisch sind, was sie aber nicht waren bzw sind. In dem Punkt Selbstverletzung muss ich auch ehrlich sagen das die Klinik nicht ganz so gut weiter empfehlen würde. Es kommt aber auch drauf an wie „schlimm“ die Verletzungen sind. Jede Art von Selbstverletzung ist schlimm!! Aber bei eher oberflächlichen Verletzungen ist die Klinik wahrscheinlich besser geeignet. Sie kümmern sich schon um die Wunden, aber ich persönlich hab mich nicht so gut aufgehoben gefühlt mit meinen Verletzungen. Aber ich kann die Klinik an sich trotzdem weiter empfehlen, sie geben ihr bestes um einem weiterzuhelfen. Und ich konnte ja auch einige gute Sachen mitnehmen, auch wenn ich eine schlechte Erfahrung gemacht hab. Deswegen ist nicht gleich die ganze Klinik schlecht. Und in der Nähe der Klinik wohnt auch eine Familie mit Katzen, die Katzen kommen manchmal zu Besuch vorbei. Die Klinik an sich hat auch einen schönen Standort, es liegt direkt an einem Waldgebiet und es ist ziemlich ruhig dort. Degerloch ist ungefähr eine halbe Stunde zu Fuß entfernt und dort kann man auch mal bei DM einkaufen gehen wenn einem das Shampoo oder so ausgeht.






(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 14. März 2022

Klinikum Werra-Meißner Eschwege

 Klinikum Werra-Meißner Eschwege - Erwachsenenpsychiatrie
Vollversorgungsauftrag für die Region die psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung der Bevölkerung des Werra-Meißner Kreises

(C) HNA

In der Erwachsenenpsychiatrie gibt es 77 Behandlungsplätze auf 3 Stationen;

Station 14 - Schwerpunkt Gerontopsychiatrie
Station 15 - Schwerpunkt Suchterkrankungen
Station 16 - Psychotherapie

Die Stationen 14 und 15 werden geschlossen geführt, Station 16 wird offen geführt.

Die Einsenderin wurde auf den Stationen 14 und 15 behandelt.
Beide Stationen werden geschlossen geführt und nehmen neben Therapiepatienten Patienten mit akuter Gefährdung auf.

Zur Station 15:

Es gibt Doppelzimmer, die ganze Klinik ist sehr hell, freundlich und modern. Manchmal werden die Zimmer zu 3-Bett-Zimmern aufgestockt, wenn viele Patienten notfallmäßig kommen. Es gibt einen großen Raucher-Balkon mit Blick auf den Garten. Und ein „Multi Zimmer“ das ist ein Einzelzimmer mit Bad auf dem Gang.

Die Therapien sind je nach dem analytisch oder verhaltenstherapeutisch ausgerichtet.

Therapien: Einzeltherapie, Ergotherapie, Bewegungstherapie

Außerdem gibt es 4x die Woche einen gemeinsamen Spaziergang mit allen Patienten und Therapeuten. Es gibt verschiedene Dienste, die einmal wöchentlich in der Morgenrunde besprochen werden. Beispielsweise küchendienst, balkondienst, gruppenraumdienst oder Weckdienst.

Sein Handy darf man haben, allerdings nur auf dem Zimmer benutzen, Fotos und Videos sind verboten.

Pro: Die Pflege ist sehr nett und menschlich.

Kontra: Patienten bekommen sehr schnell einen Beschluss und kommen nicht so schnell wieder raus, sobald man mal eigengefährdung gezeigt hat.
Zu schnelle Maßnahmen wie Fixierung, Handyverbot ect.
Personal hat oft keine Ahnung von psychischen Erkrankungen wie borderline, Depressionen oder PTBS.

Montag, 7. März 2022

Werner Schwidder Klinik - Akutpsychosomatik

Werner Schwidder Klinik - Akutpsychosomatik

(C) Foto: Werner Schwidder Klinik

Die Werner Schwidder Klinik ist eine psychosomatische Klinik in Bad Krozingen.


Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren mit den verschiedensten psychosomatischen Krankheitsbildern wie Essstörungen, Ängste, Phobien und Zwänge, Depressionen, Traumafolgestörungen oder chronischen Schmerzen.

Es gibt 61 Betten, überwiegend in Einzelzimmern. Alle Zimmer haben einen eigenen Balkon oder eine Terrasse.

Die Einsenderin wurde aufgrund einer KPTBS und Anorexie behandelt.

Es gibt keine Stationen in der Klinik, man wird jedoch einem Pflegeteam zugeordnet (Pflegeteam 1&2 sind für gesetzliche Patienten, Pflegeteam 3 für die privaten) und jeder wird bei Aufnahme einer Therapiegruppe zugewiesen (Unabhängig der Diagnose) und hat die Therapien dann gemeinsam in der Gruppe.

Bei einer Essstörung liegt der Mindest BMI bei 14. Patienten mit einer Essstörung werden 2x die Woche gewogen, alle anderen nur 1x.

Morgend und Abends gibt es ein Büffett, Mittags kann man aus verschiedenen Menüs wählen.

Die Ausrichtung der Klinik ist psychoanalytisch / tiefenpsychologisch.

Therapien: Einzeltherapie (1x 50 Min., 1x 25 Min., als Privatpatient 3x die Woche), psychodynamische Gruppentherapie / interaktionelle Gruppe, Körpertherapie, Visite, Gestaltungstherapie, PMR, Bezugspflegegespräch (1x w.)

Außerdem gibt es je nach Krankheitsbild verschiedene Indikativgruppen wie Informationsgruppe zum Umgang mit Schmerzen, Angstbewältigungsgruppe, SKT, Gruppe für Traumafolgestörungen, Gruppe für Essstörungen etc.

Man kann Physiotherapeutische Anwendungen bekommen, es gibt eine Sauna und ein Schwimmbad.

Außerhalb der Therapien kann man bis 22.30 Uhr jederzeit in den Ausgang. Die normale Aufenthaltsdauer beträgt 7-12 Wochen, bei Essstörung länger. Die Einsenderin war 7 Monate da.

Die Einsenderin schreibt:

Ich war im Pflegeteam 1 und die Pflege war zum großen Teil sehr nett. Die Klinik ist auch recht klein und alles geht familiärer zu. Es wird  teilweise mit Verträgen gearbeitet (hatte einen für Zimmerruhe nach dem Essen,Gewicht und Antisuizid).

Pro: Einzeltherapie, Atmosphäre, Lage,Gestaltungstherapie, Pflege, Mitpatienten,Zimmer mit Balkon und Bad

Kontra: Therapien sind teilweise sehr anstrengend, wegen Corona darf man am WE nicht mehr Heim,Essen war teilweise grenzwertig

Ich würde die Klinik weiterempfehlen.

Dienstag, 12. Oktober 2021

Sinova Sonnenberg Klinik Stuttgart - Gruppe für Spätadoleszenz und junge Erwachsene

 Sinova Sonnenberg Klinik Stuttgart - Gruppe für Spätadoleszenz und junge Erwachsene

(C) Sinova Sonnenberg Klinik

 Die Sonnenberg Klinik in Stuttgart ist eine psychosomatische Klinik für psychoanalytische Psychotherapie und hat verschiedene Behandlungsschwerpunkte für verschiedene Krankheitsbilder und Altersstufen:
Gruppe Spätadoleszenz und junge Erwachsene (ca. 18-25 Jahre)
Gruppe junge Erwachsene (ca. 25-30 Jahre)
Psychotherapie der zweiten Lebenshälfte
Traumafolgestörungen und Persönlichkeitsstörungen
Essstörungen (hierzu gibt es bereits einen Post)
Schmerzstörungen und Somatoforme Störungen
Angststörungen
Allgemeine Psychosomatik
Depressive Störungen

Die Einsenderin wurde in der Gruppe Spätadoleszenz und junge Erwachsene behandelt.
Die Klinik ist nicht in Stationen eingeteilt, die Zimmer sind über die ganze Klinik verteilt und dann ist man in eine der oben genannten Behandlungsgruppen eingeteilt.
Die Einteilung in eine Therapiegruppe findet individuell im persönlichen Vorgespräch mit dem Chefarzt statt. Insgesamt gibt es 102 Behandlungsplätze.

In der Gruppe Spätadoleszenz und junge Erwachsene werden Patienten von ca. 18-25 Jahren behandelt mit den verschiedensten Krankheitsbildern wie z.B Essstörungen, Depressionen oder Persönlichkeitsstörungen, das Krankheitsbild spielt in dieser Gruppe nicht die ausschlaggebende Rolle (abgesehen von Sucht oder Psychosen, was die Klinik gar nicht behandelt), es geht eher um die Gemeinsamkeit der Patienten, noch in Entwicklungsaufgaben des jungen Erwachsenenalters "festzustecken" und daher das entwicklungsorientierte Konzept zu benötigen. Wie schon oben genannt wird in einem Vorgespräch geprüft welche Gruppe die passendste ist.

Bei seiner Anreise kommt man in ein Doppelzimmer, nach ca. 2 Wochen kann man dann in ein Einzelzimmer wechseln.

Neben den Therapien hat man 2x täglich Pflichtkontakte mit der Pflege (07.45 - 08.45 sowie 20.30 - 22.15 Uhr), jeder hat auch eine Bezugspflege. Die 3 Mahlzeiten sind auch fester Teil des Therapieplans. Die Klinik arbeitet wie oben schon genannt psychoanalytisch. Es geht also wirklich um das dahinter, rein auf Symptomebene muss man sich ein wenig zu helfen wissen, wenn man z.B zu oft
verschläft und dadurch Therapien verpasst oder ähnliches kann man rausfliegen.

Therapien: 1x w. Einzeltherapie (50 Min.), 3x w. Psychodynamische Gruppe (100 Min.), 1x w. Gruppenvisite, 1xw. 75 min Sozialtherapie Gruppe, 2x w. 90min Konzentrative Bewegungstherapie, 2x w. 120min Kunsttherapie, 1x w. 60 Min. Sporttherapie,

Neben diesen festen Angeboten die im Rahmen der Therapiegruppe stattfinden gibt es für alle Patienten Therapiegruppen übergreifend offene Therapieangebote wie z.B Yoga und Pilates, Entspannungsverfahren, Physiotherapie oder Bogenschießen. Außerdem gibt es einen Kunstraum, einen Sportraum und eine Saune, die man jederzeit nutzen kann. An Feiertagen und am Wochenende finden Bedarfsgruppen statt.

Wer eine Essstörung hat in dieser Gruppe hat zusätzlich eine Symptom Gruppe in der es um das Essverhalten geht. Die Gruppe hat einen eigenen Tisch, etwas separat, im Speisesaal aber keinen Therapeuten beim Essen dabei. Es gibt Gewichtsverträge. Die psychodynamische Gruppentherapie ist allerdings danach ausgerichtet die dahinterliegenden Thematik zu therapieren, es geht also nicht ausschließlich um das Essen (Normalgewicht = Geheilt) sondern die gesamte Psyche.

Das Therapiekonzept versucht Medikation und Psychopharmaka weitestgehend zu vermeiden und zu verringern.

Das Handy darf man behalten und es gibt kostenloses WLAN aber nur an bestimmten Orten.

Man darf die Klinik immer verlassen außer während den Therapien, den Mahlzeiten, der Nachtruhe und man muss zum Kontakt mit der Pflege kommen. Nach 4 Wochen darf man am Wochenende über Nacht weg.

Die Einsenderin schreibt:

3× 100 min psychodynamische Gruppentherapie in Kombination mit den anderen Therapien kann extrem viel sein. Die Art der Therapie kann sehr Konfrontativ und Provokativ sein. Die eigene Therapie kann sehr von der Gruppe abhängig sein.
Meine Fazit: Meine Bezugstherapeutin war toll. Der Chefarzt war konfrontativ aber therapeutisch sehr gut. Die Pflege war sehr unterschiedlich, teilweise genial, teilweise nicht hilfreich. Das offene Konzept ohne Stationen und die Lage der Klinik ist sehr schön. Die Therapie ist sehr intensiv und anstrengend, alles wird hinterfragt, analysiert und kritisiert. Die Therapie also 3 mal, Gruppe und psychodynamisch statt 1 mal, Einzel und verhaltenstherapeutisch, war für mich genau das Richtige. Die Aufenthalt hat mir sehr geholfen.

(C) Sinova Sonneberg Klinik


Sonntag, 3. Oktober 2021

Sonnenberg Klinik Stuttgart - Abteilung für Essstörungen

 Sonnenberg Klinik Stuttgart - Abteilung für Essstörungen

(C) Sonnenberg Klinik

 Die Sonnenberg Klinik in Stuttgart ist eine psychosomatische Klinik für psychoanalytische Psychotherapie und hat verschiedene Behandlungsschwerpunkte für verschiedene Krankheitsbilder und Altersstufen (Junge Erwachsene, Spätadoleszenz, Traumafolgestörungen und Persönlichkeitsstörungen, Psychotherapie in der 2. Lebenshälfte, Essstörungen, Schmerzstörungen und Somatoforme Störungen, Angststörungen, Depressionen, Allgemeine Psychosomatik)

Die Einsenderin wurde in der Abteilung für Essstörungen behandelt.

Aufgenommen werden dort Erwachsene ab 18 Jahren mit einer Anorexie oder Bulimie. Der Mindest BMI für die Aufnahme beträgt 14,5.

Es gibt in der Klinik keine wirklichen Stationen sondern nur die oben genannten Behandlungsgruppen, die Zimmer sind über die Klinik verteillt.
Am Anfang kommt man in der Regel in ein Doppelzimmer, kann dann aber nach 2 Wochen in ein Einzelzimmer wechseln.

In einer Behandlungsgruppe sind 8 Patienten.

Man hat eine feste Bezugspflege, außerdem gibt es eine Pflegedienstzentrale die rund um die Uhr besetzt ist und für alle Patienten aus allen Gruppen Ansprechpartner ist.

Man wird 1x die Woche gewogen, wenn man im UG aufgenommen wird schließt man einen Gewichtsvertrag und muss mindestens 500 g die Woche zunehmen. Die Mahlzeiten werden gemeinsam in der Gruppe eingenommen.

Die Klinik arbeitet psychoanalytisch orientiert, wobei bei der Behandlung von Essstörungen auch Verhaltenstherapeutische Elemente wie z.B das Führen eines Esstagebuchs oder ein Gewichtsvertrag zum Einsatz kommt. Der Schwerpunkt liegt auf der psychodynamisch orientierten Gruppentherapie.

Therapien: Einzeltherapie (1x w. 50 Min.), Gruppentherapie (3x w. 100 Min.), Ernährungsgruppe, Symptomgruppe, Gestaltungsgruppe, Körper- und Bewegungstherapie

Abseits der oben genannten festen Therapieangebote die man in seinem Behandlungsteam hat, gibt es Therapieangebote die je nach Krankheitsbild Gruppenübergreifend angeboten werden wie z.B Skillsgruppe, verschiedene Sportangebote, Bogenschießen oder Entspannungsgruppe

Die Einsenderin schreibt:

Die Therapieangebote sind sehr Gruppenlastig, man muss sich öffnen können,

da nur 1x die Woche Einzel ist. Der Ansatz ist psychoanalytisch, was nicht immer ganz einfach ist. Teilweise wurden körperliche Probleme auch sofort auf die ES geschoben. Man muss generell sehr eigenverantwortlich mitmachen, sonst fliegt man bei den strengen Regeln, was das Gewicht angeht schnell raus. Die Therapeuten sind ok und die Bezigspflege war super, außerdem ist die Pflegedienstzentrale rund um die Uhr besetzt, falls man jmd zum reden braucht. An sich ist das Konzept ganz gut, wenn man viel Eigenmotivation mitbringt.

Die Klinik liegt im Grünen und es gibt schöne Möglichkeiten spazieren zu gehen.

ch kann die Klinik empfehlen, wenn man viel Eigenmotivation mitbringt. Ich fand das Konzept für Anorexie aber sehr locker. Es gibt einfach zu wenig Kontrolle, man muss zb nicht zu den Mahlzeiten erscheinen. Natürlich schadet man sich damit selbst, aber sie Krankheit ist einfach so. Wenn man aber wirklich gesund werden möchte und die Hintergründe herausfinden möchte, kann ich die Klinik schon empfehlen.

(C) Sonnenberg Klinik

 

Montag, 27. September 2021

München Klinik Harlaching - Psychosomatik - Essstörungstation

 

München Klinik Harlaching
- Psychosomatik
 
(C) deutsches-Krankenhaus-Verzeichnis.de

 In der Psychosomatik im Klinikum Harlaching werden Erwachsene ab 18 Jahren mit psychosomatischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen, sowie Essstörungen, Trauma-Folgen und Schmerzstörungen behandelt.
Es gibt 3 Stationen und 1 Tagesklinik:

Station 4n: Schwerpunkt Essstörungen
Station 6n: Schwerpunkt Traumafolgestörungen
Tagesklinik: Schwerpunkt von Störungen, die mit Arbeit und Beruf zusammenhängen

Die Einsenderin wurde auf der Station 4n aufgrund einer Essstörung behandelt.

Es gibt zwei Gruppen auf der Station, eine Essstörungsgruppe und die allgemeine Gruppe. Es gibt Einzelzimmer (für die Privatpatienten), Doppelzimmer und Dreierzimmer. Duschen und Toiletten sind gemeinschaftlich.

Für Essstörungspatienten gibt es eine Mindestmenge, die gegessen werden muss, Erhöhungen sind selbstständig. Es gibt einen Stufenplan und wenn man alle Verträge eingehalten hat, rückt man eine Stufe höher und hat entsprechend mehr Freiheiten. Es gibt insgesamt fünf Stufen. Der Mindest-BMI liegt bei 13, wenn man aber unter BMI 15 seinen Gewichtsvertrag nicht einhält, wird eine Sonde gelegt. Es gibt eine Essbegleitung.

Die Klinik arbeitet tiefenpsychologisch / psychoanalytisch.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapie, Kunsttherapie, Konzentrative Bewegungstherapie, Essstörungsgruppe, Soziale Kompetenz, Bezugspflegestunden, Kochgruppe

Die Behandlungsdauer liegt bei maximal 10 Wochen (2 Perioden a 5 Wochen). Die Gruppen sind fest und werden zusammen aufgenommen und auch entlassen (alle 5 Wochen wechselt sich also die Gruppe leicht).

Die Wartezeit für die Essstörungsstation liegt bei ca. 3-5 Wochen.


Die Einsenderin schreibt:
An sich kann ich die Klinik empfehlen, weil man von Anfang an weiß, wie viel Zeit man hat und nicht viel vor sich her schieben kann. Die Pflege ist sehr nett und verständnisvoll, jedoch nicht wirklich konfliktfähig. Jedoch kann man mit allen reden und Sachen dann auch klären.
 
(C) google user - Photo Sky

 

Hospital zum Heiligen Geist Frankfurt - Psychosomatik

 Hospital zum Heiligen Geist Frankfurt
- Psychosomatik

(C) Hospital zum Heiligen Geist
 

Die Abteilung für Psychosomatik umfasst 4 Tageskliniken und zwei psychosomatische Stationen. (Station 5 Nord und Station 3 Nord)
Behandelt werden alle psychosomatischen Krankheitsbilder wie Depressionen, Ängste, Zwänge, Essstörungen, Funktionelle psychosomatische Beschwerden, Dissoziative Störungen oder auch Organkrankheiten mit psychosomatischer Komponente. Außerdem gibt es einen Schwerpunkt auf Persönlichkeitsstörungen, internistisch-psychosomatischen Erkrankungen sowie multimodaler Schmerztherapie.

Die Einsenderin wurde auf Station Station 5.Nord aufgrund Anorexie und Depressionen behandelt.

Es gibt 11 Behandlungsplätze in 2-3 Bett Zimmern.

Für Anorexie/Essstörungspatienten gibt es extra Regelungen bzgl. Ausgang.

Die Klinik arbeitet nach einem einem psychoanalytischen, konfliktzentrierten Konzept.

Angebotene Therapien: 3x 50 Min. Einzeltherapie pro Woche, 2x therapeutische Kleingruppe (60 Min.), Gruppenspaziergang, PMR, Kunsttherapie, konzentrative Bewegungstherapie, Ernährungstherapie, Musiktherapie, Angstbewältigungstraining, DBT-Gruppe (Achtsamkeitstraining), EMDR, Psychoedukation/Psychosomatische Patientenschulungen

Sein Handy darf man den ganzen Tag haben. Normalerweise darf man den ganzen Tag raus außerhalb der Therapien, aber wegen Corona ist der Ausgang momentan für 3 Stunden begrenzt.

Pro: Sehr viel Einzeltherapie, viele Freiheiten, sehr gute Therapeuten, Kurzkontakte, gute Patientengemeinschaft wegen kleiner Patientengruppe, Kunsttherapie, sehr zentrale Lage in Frankfurt, kurze Wartezeit (bei mir waren es nur 2 Wochen), Fitnessraum.

Kontra: einige Pfleger, Therapien sind oft ausgefallen, das Anorexie Konzept (man hatte keine Essbegleitung, nur 1*30 min Ernährungstherapie, man musste viel auftrinken, unabhängig davon ob man aufgegessen hat oder nicht, es wurde mit Sonden gearbeitet, wenn man 3*nicht genug zugenommen hat, auch wenn man schon fast im Normalgewicht war.

Die Einsenderin schreibt: Insgesamt würde ich die Klinik für alle empfehlen, die vor allem eine gute Gesprächstherapie brauchen und viel über die Hintergründe ihrer Erkrankung erfahren wollen.

(C) Einsenderin