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Montag, 15. September 2025

Schön Klinik Berchtesgadener Land - Abteilung für Zwangsstörungen

 Schön Klinik Berchtesgadener Land -  Abteilung für Zwangsstörungen


 

Die Schön Klinik Berchtesgadener Land hat eine Rehaabteilung für Pneumologie sowie einen Akutbereich für Psychosomatik. Aufgenommen werden in der Psychosomatik Patienten ab 18 Jahren, die unter Angststörungen, Essstörungen, Burn-Out, chronischen Schmerzen, Depressionen (auch chronische, es wird CBASP angeboten), Angststörungen (auch Soziale Phobien und Panikstörungen), Somatoformen Störungen oder Zwangsstörungen leiden.

Einen Beitrag zum Essstörungsbereich gab es bereits, heute geht es um die Behandlung von Patient*innen mit Zwangsstörungen.

Es gibt Einzelzimmer mit eigenem Bad für alle Patienten. 

Das Therapiekonzept arbeitet viel mit Expositionen. Diese werden im Einzel oder auch der Zwangsbewältigungsgruppe erarbeitet, dann eigenständig unter der Woche durchgeführt und in der Protokollgruppe und/oder dem Einzel nachbesprochen. Dadurch challenged man sich Woche für Woche und kann direkt darüber sprechen, was schwierig war. Allerdings setzt die Klinik auch viel auf Medikamente, da wird wirklich viel rumprobiert, welches Medikament passen könnte, weshalb man zT nicht soo gut auf die Therapie konzentriert ist wegen aufretenden Nebenwirkungen (Müdigkeit, ...) 

Therapien: Einzeltherapie (1x 50 Min.), Zwangsbewältigungsgruppe (2x 100 Min.),  täglich Gruppenvisite, Sport (3x 45 Min.), Entspannungsgruppe (Progressive Muskelentspannung oder QiGong),  Problemlösegruppe (quasi eine Art Selbsthilfegruppe mit Therapeut, 2x 90 Min.), Zwangsprotokollgruppe (hier kann man seine Expos mitteilen und wie es lief (symptombezogen)

Außerdem gibt es wöchentlich eine Oberarzt- und Stationsarztvisite (hier können Medikamente, körperliche Beschwerden etc. angesprochen werden) und 1x die Woche muss jeder zum Blutdruck messen und wiegen.

Individuell kann man auch noch an einer Klinikübergreifenden Skillsgruppe teilnehmen, die aber laut Einseinderin sehr oberflächlich ist und gemischt mit allen Krankheitsbildern. 

Die Wartezeit beträgt etwa 3-5 Monaten, der Aufenthalt dauert 12 Wochen, in Ausnahmefällen kann man nochmal um 1-2 Wochen verlängern. Es gibt auch die Möglichkeit einer Intervallbehandlung, sprich man kommt einige Wochen/Monate später wieder (dann allerdings nur noch für 6 Wochen), kann an Erlerntes anknüpfen und intensiver an den Dingen arbeiten, die Zuhause im Alltag vllt (wieder) schwierig waren.

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
Einzelzimmer, Kliniklage am Königssee, Zwangsprotokollgruppe, Schwestern/Pfleger sich eig alle nett, Intervalltherapie möglich, Sporttherapeuten alle Top, angemessen viele Therapien (weder zu viel, noch zu wenig), auf körperliche Beschwerden wird schnell eingegangen (zB durch Reiznadelmatte, Massagen, Physio, …)

Kontra:
Sauberkeit in der Klinik, Essen, viele unerfahrene Therapeuten/Ärzte, Verlängerungen werden nur selten gestattet, häufiger Medikamentenwechsel, zT unnötig vergebene Medikamente, zT wirklich unsensible Co-Therapeuten, begleitend andere (psychische) Erkrankungen wie zB Depressionen werden kaum beachtet (obwohl es auch ein Depressionskonzept gibt, welches man zT parallel mitmachen könnte).


(C) Schön Klinik

© Einsenderin

Montag, 6. Januar 2025

Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn - Station Sonnenhaus

 Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn - Station Sonnenhaus

(C) Einsenderin

Das Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn ist eine Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Erwachsenenpsychiatrie. Es gibt unterschiedliche Stationen mit unterschiedlichsten Schwerpunkten.

In diesem Beitrag wird es die Station Sonnenhaus gehen.

Aufgenommen werden dort Erwachsene ab 18 Jahren mit psychotischen Störungen, Zwangserkrankungen sowie komplexen psychischen Erkrankungen, die von der Station als eine eine Kombination aus ganz unterschiedlichen seelischen Störungen, die sich gegenseitig verstärken und ambulant kaum behandelbar sind definiert werden.

Es gibt 18 Behandlungsplätzen in Einzel- und Doppelzimmern. Gemeinschaftsbadezimmer gibt es auf dem Flur. Außerdem gibt es einen Gruppenraum mit integrierter Küche.
Die Mahlzeiten werden allerdings in einem stationsübergreifenden Speisesaal eingenommen.

Die Aufnahme besteht aus einer therapeutischen Aufnahme, einer oberärztlichen Aufnahe sowie einer pflegerischen Aufnahme. Nach ca. drei Wochen erfolgt eine Zweitsicht durch die Oberärztin, in der die finalen Behandlungsziele festgelegt werden und weitere Therapien angeordnet werden. Jeden Morgen findet eine Morgenrunde und zweimal pro Woche eine Abendrunde statt.

Das Behandlungskonzept ist psychodynamisch ausgerichtet.  Je nach Therapiezielen erhält man einen unterschiedlichen Therapieplan.

Therapieangebote: Einzeltherapie (2x wöchentlich), Ergotherapie, Körpertherapie, Bewegungstherapie, Entspannungsverfahren wie PMR, Yoga oder QiGong, Stresstoleranzgruppe, Selbstregulation

Man hat jederzeit die Möglichkeit Kurzkontakte mit der Pflege wahrzunehmen.

Sein Handy darf man durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: vielfältige Therapien, nettes Personal

Kontra: Badezimmer auf den Fluren, sehr viel Eigenverantwortung, strenger Umgang mit Problemverhalten, sehr schlechtes Internet auf den Zimmern

Eine weitere Einsenderin schreibt:

Mir hat es leider gar nicht gut auf der Station gefallen. Es gab nicht viel Programm, man musste sich die meiste Zeit selber beschäftigen. Leider waren viele Mitarbeiter recht unfreundlich und wenig empathisch. Für Gespräche war meist keine Zeit. Die Therapiegespräche waren sehr oberflächlich und wurden nur super kurz gehalten. Man hatte nicht wirklich die Möglichkeit über eigene Themen oder Probleme zu sprechen. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass nicht richtig zugehört wurde. Generell gab es sehr viel Ausfall wegen Krankheit oder Urlaub und dann nie eine Vertretung. Einzelne Mitarbeiter haben sich stellenweise auch etwas unprofessionell benommen, haben z.B. bei Nachfragen gleich eingeschnappt oder sogar beleidigend reagiert. Als es mir während des Aufenthalts einmal sehr schlecht ging, wurde es ...leider auch überhaupt nicht aufgefangen und ich musste mich komplett alleine (also auch ohne Hilfestellung oder ähnliches) aus einer schweren Krise holen. Das hat mich am meisten enttäuscht, denn die Situation war wirklich brenzlich. Leider gab es auch keinerlei Nachsorge, z.B. war es am Ende des Aufenthaltes nicht möglich, einen Plan zu machen, wie es jetzt weitergeht. Generell hat einfach komplett der rote Faden gefehlt und man musste sich als Patient selbst um alles kümmern und allen hinterherrennen. Dennoch gibt es ein paar positive Aspekte z.B dass das Gelände mitten in der Natur liegt, mit viel Grün und einem kleinen Bach. Einzelne Mitarbeiter sind außerdem sehr freundlich und machen ihren Job gut. Nichtsdestotrotz würde ich insgesamt von der Station abraten, weil bei mir leider mehr kaputt gemacht wurde, als dass es geholfen hat. Ich hatte den Eindruck, die meisten haben mich nur als Nummer gesehen statt als Menschen. Und man hat einfach gemerkt, dass es letztlich Allen egal war, wie es einem geht. Wenn man also die Möglichkeit hat, woanders hinzugehen, kann ich jedem raten, sich lieber eine andere Klinik oder zumindest eine andere Station zu suchen


(C) Einsenderin

 

Montag, 8. Januar 2024

Schönklinik Roseneck - Haus Rosenheim - Station R2

 Schönklinik Roseneck - Haus Rosenheim - Station R2

(C) Schön Klinik

Am Standort Rosenheim der Schönklinik Roseneck gibt es 5 Stationen für gesetzlich versicherte Erwachsene:

Station R1: Essstörungen
Station R2: Angst- und Zwangsstörungen
Station R3: Depressionen und Angststörungen bei jungen Erwachsenen (18-35 Jahre)
Station R4: Traumafolgestörungen sowie Depressionen (Schwerpunkt Depressionen ab 30 Jahren) 
Station R5: Essstörungen

(die Stationen wechseln immer mal wieder welchen Schwerpunkt sie aktuell haben)

Die Einsenderin wurde auf Station R2 behandelt. Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren, die gesetzlich versichert sind und unter einer Angststörungen und/oder Zwangsstörung und ggf. Begleiterkrankungen leiden. Es gibt 23 Behandlungsplätze, davon 4 Einzelzimmer, 8 Doppelzimmer und ein Dreibettzimmer (hier werden meistens die jüngeren Patienten untergebracht), alle Zimmer haben ein eigenes Badezimmer.

Man hat etwa 2-4 Therapien pro Tag. Es basiert sehr auf Eigenverantwortung, sprich man muss morgens selbstständig aufstehen und zu den Therapien und Mahlzeiten rechtzeitig erscheinen. Es gibt 3 Essenszeiten, man kann zu einer beliebigen Zeit zwischen den genannten Zeiten zum Essen gehen:
Frühstück: 7:00-8:30 Uhr
Mittagessen: 11:30-13:00 Uhr
Abendessen: 17:00-19:00 Uhr

lle Mahlzeiten finden in Buffetform statt, welches 15 Minuten vor Ende der Essenszeit abgeräumt wird. Mittags gibt es jeweils ein Vollkost- und ein vegetarisches Menü sowie ein Salatbuffet.

Ab 23 Uhr ist Nachtruhe, Freitag und Samstag ab 23:30 Uhr. Dann müssen alle Patienten auf den Zimmern sein und die Co-Therapie aus dem Nachtdienst geht durch jedes Zimmer, um zu schauen, ob alle da sind.

Der Schwerpunkt auf der Station R2 liegt auf der Verhaltenstherapie in Form von Expositionen. Diese werden mit dem jeweiligen Bezugstherapeuten, der Co-Therapie, in einer stationsinternen Expositionsgruppe oder in Eigenregie durchgeführt. In Einzelfällen kann auch eine Behandlung in Form einer Schematherapie erfolgen.

Jeder Patient hat 1x wöchentlich 50 Minuten Einzeltherapie sowie jeweils 1x wöchentlich Gruppentherapien: ACT (50min.),Zwangsbewältigungtherapie -  ZBT (100min.), themenoffene Gruppe (100min.) und Zwangsprotokollgruppe (50min.). Alle weiteren Therapien werden individuell für jeden Patienten entschieden.

Mögliche Therapien: Gruppe sozialer Kompetenzen (GSK), Gestaltungstherapie, Sport- und Bewegungstherapie (z.B.: therapeutisches Klettern, Walking, Fitnessgymnastik, Ergometertraining, Entspannung und achtsames Körpererleben, etc.), tiergestützte Therapie mit einem Hund, Physikalische Therapie (Massagen, Physiotherapie, Reizstromtherapie, Ultraschall, Fango)

Samstags morgens gibt man in der Gruppe „Therapieziele Wochenende“ anhand eines zuvor ausgefüllten Blattes seine Ziele, Unternehmungen, etc. für das Wochenende an. Immer donnerstags findet die Stationsvisite statt. Dort trifft sich die gesamte Station, die Oberärztin, 1-2 Stationstherapeuten und ein Co-Therapeut ca. 50min lang, um wichtige Anliegen zu besprechen und Dienste zu verteilen. ca. alle 2 Wochen hat man eine Einzelvisite mit der Oberärztin, wo über den Therapieverlauf, Ziele, ggf. Medikation oder wichtige Anliegen gesprochen wird • zusätzlich gibt es immer wechselnde Freizeitangebote für die man sich in einer Liste wöchentlich neu eintragen kann. Z.B.: Yoga, Seelsorge, Tanzen, Filmabende, HandPan Workshops, Singen - alle diese Angebote sind freiwillig.

Im Haus sind immer Co-Therapeuten, bei denen man sich je nach Bedarf zwischen 8:00 und 20:00 Uhr für ca. 10 minütige Gespräche eintragen kann. Ab 20 Uhr übernimmt der Nachtdienst dringliche Gespräche.

Zwischen den Terminen darf man, wenn nicht anders mit dem Therapeuten besprochen, immer raus gehen. Abends muss man bis 22 Uhr wieder im Haus sein, denn da wird die Tür abgeschlossen. Morgens wird sie ab 6 Uhr wieder geöffnet. Sein Handy/Laptop/Tablet etc. darf man immer bei sich haben, es gibt WLAN.

Alle 2 Wochen darf man eine therapeutische Belastungserprobung (TBE) machen. Zwischen samstags 6 Uhr und sonntags 22 Uhr darf man dann nach Hause fahren.

Die Wartezeit beträgt etwa 6-8 Monate, wenn man aber angibt dass man auch kurzfristig anreisen kann (24 Stunden Liste) kann man oft auch schneller aufgenommen werden.

Die Aufenthaltsdauer ist individuell, aber beträgt etwa 12-16 Wochen.

Die Einsenderin schreibt:

Mir persönlich hat das Konzept der Klinik sehr gut gefallen. Nach mehreren anderen Klinikaufenthalten mit wenig Erfolgen konnte ich aus der Schönklinik viel mitnehmen. Durch das auf Zwangsstörungen spezialisierte Konzept, konnte ich nochmal viel mehr über die Erkrankung erfahren und es wurde sich auf Exposition fokussiert, welche anfangs auch therapeutisch begleitet wurden. Auch den Austausch mit Mitpatienten mit ähnlichem Krankheitsbild fand ich sehr hilfreich und spannend. Insgesamt ist das Therapieangebot breit gefächert und man hat deutlich mehr/spezifischere Therapien als z.B. in der Psychiatrie. Die Therapeuten/Ärte sowie die Oberärztin sind alle sehr freundlich und versuchen das bestmögliche zu tun um einem zu helfen. Wobei der Wille zur Veränderung natürlich von einem selbst aus kommen muss. Auch die Gespräche mit der Co-Therapie können hilfreich sein. Ein paar Mitarbeiterinnen der MZ (Medizinischen Zentrale) empfand ich und auch einige meiner Mitpatienten als unfreundlich, wobei man mit ihnen nur wenig zu tun hat. Nur zum Medikamente abholen oder bei medizinischen Untersuchungen. Alles in allem würde ich die Klinik auf jeden Fall weiterempfehlen, wenn man selbst den Willen zur Veränderung hat und relativ eigenverantwortlich seinen Alltag bestreiten kann.


(C) Schön Klinik


Montag, 2. Januar 2023

Medizinische Hochschule Hannover - Station 51a

 Medizinische Hochschule Hannover - Station 51a

Versorgungsgebiet: Teile der Stadt Hannover

(C) MHH

In der MHH gibt es in der Erwachsenenpsychiatrie verschiedene Stationen:


Station 50b: geschlossene Station
Station 53a und 53b: allgemeinpsychiatrische Krisenstationen
Station 51a: Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen
Station 52: Persönlichkeitsstörungen, DBT Behandlung

Außerdem gibt es Stationen in der Gerontopsychiatrie und im Suchtbereich.

Die Einsenderin wurde auf der Station 51a behandelt.

Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren, schwerpunktmäßig mit Depressionen, Angst- oder Zwangserkrankungen.

Es gibt Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbädern auf dem Flur, es sind maximal 12 Patienten gleichzeitig auf Station. Die Station hat einen kleinen eigenen Außenbereich, wo man z.B Rauchen kann.

Teilnahme am Frühstück und Abendessen ist Pflicht, einmal die Woche kann man sich zum Abendessen entschuldigen lassen.

Jeder Patient erhält einen individuellen Therapieplan. Die Station arbeitet Verhaltenstherapeutisch.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapien (z.B Depressionsgruppe, SKT), Ernährungsberatung, Genuss- und Aktivitätstraining, PMR, Stresspräventionstraining, Ergotherapie, Spazieren gehen, Bewegungstherapeutische Angebote

Es werden gemeinsame Ausflüge unternommen z.B in den Zoo.

Außerhalb der Therapien kann man jederzeit in den Ausgang. Um 22.00 Uhr muss man zurück auf Station sein. Am Wochenende muss man eine Nacht zuhause übernachten.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: die Patienten waren zum großen Teil jung, die Pfleger und Therapeuten waren alle recht nett

Contra: Abendbrot Pflicht, dass man jedes Wochenende nachhause musste


(C) MHH



Montag, 9. Mai 2022

Zentrum für Integrative Psychiatrie Lübeck - Station B3.01

 Zentrum für Integrative Psychiatrie Lübeck
- Station B3.01

(C) ZIP Lübeck

 Im UKSH Lübeck gibt es mehrere psychiatrische und psychosomatische Stationen:
Station B2.01 - geschlossene Station
Station B3.01 - Angst- und Zwangsstörungen, Depressionen
Station B3.11 - Privatstation
Station B7.01 - Suchterkrankungen
Station B8.01 - Psychotische Störungen
Station B6.01 - psychosomatische Station mit dem Schwerpunkt auf Essstörungen und somatoforme Belastungsstörungen, arbeitet nach dem Konzept der ACT

Die Stationen B2.01 und B6.01 haben wir euch bereits vorgestellt.
Heute geht es um die Station B3.01.

Auf der Station B3.01 werden Erwachsene ab 18 Jahren aufgenommen, die unter Angststörungen, Zwangsstörungen und/oder Depressionen leiden. Es gibt 2 Einzelzimmer, ansonsten Doppelzimmer, insgesamt gibt es um die 30 Plätze. Alle Zimmer haben ein eigenes Bad.

Morgens und Abends gibt es immer dasselbe zur Auswahl; Brötchen mit Belag. Zum Mittag gibt es eine Auswahl zwischen 3 Gerichten, 1 davon ist Vegetarisch.

PatientInnen, die wegen Depression da sind, werden mithilfe der Metakognitiven Therapie (MCT) behandelt. Die Patienten werden durch Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Kommunikationsfähigkeit ergänzt. Im Laufe der Therapie gibt es Belastungstrainings in die häusliche und/oder berufliche Situation, um das ganze dann auch in den Alltag übertragen zu können.

Bei Angst- und Zwangsstörungen werden viele Expos und Übungen durchgeführt, bei denen die Betroffenen neue Einsichten und Bewältigungsstrategien im Kontext Zwang und Angst auslösender Situationen entwickeln; anfangs in Begleitung, im Verlauf immer eigenständiger.

Neben Einzeltherapien werden verschiedene Gruppentherapien (Metakognitive Therapie, MCT; Soziales Kompetenztraining; Erarbeitung aktivierender und tagesstrukturierender Handlungsspielräume) angeboten, außerdem gibt es Ergo- und Physiotherapie sowie die Informationsgruppe der Sozialberatung.

Man darf sein Handy 24/7 haben und bei Bedarf kann man am Wochenende SBT (selbstbelastungstraining) anmelden, wenn man nach Hause will.

Die Einsenderin schreibt:

Ich als Zwangspatientin, die Angst vor Kontamination hat würde ich die Station aufgrund der Hygiene und Sauberkeit sehr empfehlen! Das personal ist auch ganz nett und man hat viele Möglichkeiten in Kontakt zu treten.


(C) Einsenderin

(C) UKSH

Sonntag, 26. September 2021

AWO Psychiatriezentrum Halle

AWO Psychiatriezentrum Halle

(C) AWO Sachsen-Anhalt

Station 1 (Akutpsychiatrie, geschlossen geführt)
Station 2 (affektive Erkrankungen, Schwerpunkt Depression, mit Mutter-Kind Plätzen)
Station 3 (Schwerpunkt Psychosen)
Station 4 (Schwerpunkt Angst- und Zwangserkrankungen)
Station 5 (Gerontopsychiatrie)
Suchtstation

Die Einsenderin wurde auf Station 4 behandelt, der Schwerpunkt der Station liegt auf Angst- und Zwangserkrankungen, es werden aber auch z.B Depressionen oder somatoforme Störungen.

Es gibt 1-2 Bett Zimmer, die alle ein eigenes Bad haben.
Mittags essen die Patienten aller Stationen gemeinsam in einem Esssaal. Jede Station hat einen eigenen Ergoraum, zwei Aufenthaltsbereiche, einen Raucherraum und einen „Baderaum“ mit Badewanne.

Jeder Patient erhält einen eigen auf ihn angestimmten Therapieplan. Die Station arbeitet verhaltenstherapeutisch ausgerichtet.

Therapieangebote: Einzeltherapie, Musiktherapie, Sporttherapie, Kochgruppe, Ergotherapie, therapeutische Spaziergänge, spiele Therapie, Angsttherapien mit Expositionen, Visite

Am Wochenende kann man je nach Zustand nach Hause fahren.

Pro: moderne Zimmer, große station, eigene Patientenküche

Kontra: oft ist niemand da wenn man reden möchte, man wird gerade zu Beginn viel mit Medis vollgestopft und ist viel auf sich alleine gestellt



(C) Fotos: Einsenderin

Virchow-Klinikum der Charité - Kinder- und Jugendpsychiatrie

 Virchow-Klinikum der Charité - Kinder- und Jugendpsychiatrie
kein Versorgungsgebiet

(C) Charité  

Die KJP der Charité verfügt über 2 vollstationäre und eine tagesklinische Station:

Kinderstation S22 (6-14 Jahre)
Jugendstation S31 (14-17 Jahre)
TagesklinikT22 (6-17 Jahre)

Im ambulanten Bereich bietet die Klinik diverse Spezialsprechstunden wie z.B zu Essstörungen, Psychosen, Bipolar Störungen, Traumata und Babys- und Kleinkinder.

Die Tagesklinik ist zusammen mit der Kinderstation und der Ambulanz in einem Gebäude, die Jugendstation befindet sich im Gebäude der Kinderklinik.
Die Einsenderin wurde auf der Jugendstation aufgrund Anorexie behandelt.

Die Jugendstation gibt es 15 Behandlungsplätze, behandelt werden alle Jugendpsychiatrischen Krankheitsbilder die in einem offenen Rahmen behandelbar sind wobei ein Schwerpunkt auf Essstörungen (Anorexie und Bulimie) sowie Zwangsstörungen liegt. Es gibt ein Einzelzimmer, ansonsten Doppelzimmer.

Für Essstörungspatienten gibt es je nach Gewicht einen Stufenplan an welchen Therapien man teilnehmen darf oder wie viel Ausgang man hat. Die Einsenderin hatte z.B Anfangs 3x 15 Min. begleiteten Ausgang und durfte erst nach einem Monat die Klinikschule besuchen. Die Mahlzeiten werden durch die Betreuer begleitet.

Therapien: Musik- und Kunsttherapie, Körpertherapie, Bewegungstherapie, Ergotherapie, für Essstörungspatienten Ernährungsberatung

Außerdem besuchen alle Kinder und Jugendliche die Klinikschule.

Sein Handy darf man jeden Abend von 19.00-20.00 Uhr haben sowie im Ausgang.
Nicht-Essstörungspatienten und Patienten im Normalgewicht können am Wochenende eine Nacht zuhause schlafen.

Kontra: Angst den Anschluss an die Heimatschule nicht mehr zu finden, da ich anfangs die Klinikschule aufgrund meines Gewichts nicht besuchen durfte, die Themen die in der Einzeltherapie und Ernährungsberatung besprochen wurden waren nicht wirklich hilfreich

Insgesamt würde die Einsenderin die Klinik nicht weiterempfehlen. 

(C) Charité

 
(C) Einsenderin

(C) Charité

Samstag, 25. September 2021

Uniklinikum Dresden - Kinder- und Jugendpsychiatrie

 Uniklinikum Dresden
- Kinder- und Jugendpsychiatrie

Versorgungsgebiet: Dresden südlich der Elbe


In der KJP in Dresden gibt es 4 Stationen:

KJP-S1: Spezialstation für Essstörungen bis ca. 21 Jahren - die Station habt ihr bereits kennengelernt

KJP-S2: Psychotherapiestation für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren mit einem speziellen Behandlungsangebot für Angststörungen

Auf der offenen Therapiestation gibt es 12 Behandlungsplätze für Kinder ab etwa 7 Jahren und Jugendliche bis 18 Jahren.

Behandelt werden alle Störungsbilder des Kindes- und Jugendalters die in einem offenen Setting behandelbar sind wie z.B ADHS, Depressionen, Ängste, mit Ausnahme der Krankheitsbilder die auf den Spezialstationen behandelt werden. Es gibt ein besonderes Angebot für Angststörungen, bestehend aus Psychoedukation (Aufklärung über das Krankheitsbild), Erstellung einer Angsthierarchie, Expositionen sowie einer angstspezifischen Gruppe.

Jeder Patient bekommt einen individuellen Therapieplan, es wird je nach Störungsbild systemischer, verhaltenstherapeutische oder tiefenpsychologische Einzeltherapie angeboten. Außerdem gibt es Familientherapie, Gruppentherapie, Ergotherapie, SKT, Bewegungstherapie, Tanztherapie, Reittherapie, Entspannungsangebote, Physiotherapie und Angebote auf der Station wie Sport, Kochen oder Gruppenaktivitäten

Außerdem besuchen alle die Klinikschule und mit der Zeit kann man auch seine Heimatschule besuchen

KJP-S3: Akutaufnahmestation ab ca. 12 Jahren

Die Station ist eine Krisenstation die geschlossen geführt wird und bietet 8 Behandlungsplätze für Jugendliche ab ca. 12 Jahren. Behandelt werden Jugendliche in akuten Krisen die z.B suizidal sind oder auch Jugendliche die über komplexe Krankheitsbilder verfügen und daher einen geschützten Rahmen benötigen.

Je nach Zustand kann man auch an Therapieangeboten teilnehmen wie Gruppentherapien / Themengruppen, Ergotherapie, Reittherapie, Sport, SKT, Bewegungstherapie oder Klinikschule.
Außerdem gibt es das Projekt „Fahrradwerkstatt“

Es gibt ein Überwachungszimmer mit Kamera und eine TIME-Out Raum.

Die Station grenzt an einen geschlossenen Innenhof mit Sportplatz, daher können auch Patienten ohne Ausgang 
an die frische Luft.

KJP-S4: Spezialstation für Patienten mit Tic- und/oder Zwangsstörungen

Auf der Station S4 werden Kinder und Jugendliche von ca. 7-18 Jahren mit Tic- und/oder Zwangsstörungen behandelt. Es gibt 6 Behandlungsplätze. Der Schwerpunkt liegt auf der Verhaltenstherapie.

Außerdem gibt es verschiedene Tageskliniken u.a eine Familientagesklinik für Essstörungen oder eine Familientagesklinik für Kinder ab 3 Jahren.

Sein Handy darf man auf allen Stationen nur im Ausgang haben, wobei eine Einsenderin berichtet dass man es teilweise wenn man alle Punkte erfüllt (es wird mit nem Punkte System gearbeitet) sein Handy auch eine ½ Stunde auf Station haben darf.







Copyright der Fotos liegt beim Uniklinikum Dresden