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Montag, 12. Mai 2025

Oberberg Somnia Fachklinik Köln Hürth

 Oberberg Somnia Fachklinik Köln Hürth

© Oberberg Kliniken





Die Oberberg Fachklinik in Hürth ist eine Privatklinik für Psychotherapie und Psychiatrie und behandelt Privatpatienten und Selbstzahler. Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren mit jeglichen Krankheitsbildern die in einem offenen Setting behandelbar sind wie Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen, Zwangsstörungen, Trauma, ADHS, Burn-Out, Essstörungen, Suchterkrankungen etc.
Die Einsenderin wurde wegen einer Borderline-PS, Traumafolgestörung und ADHS behandelt.

Es gibt Einzel- und Doppelzimmer, alle Zimmer werden aber als Einzelzimmer belegt.
Stationen gibt es nicht, die Zimmer sind über die ganze Klinik verteilt und man ist eine große Gemeinschaft. Es gibt 53 Betten sowie tagesklinische Betten.

Jeder Patient hat 3x wöchentlich Einzeltherapie (2x 50 Min., 1x 25 Min.) sowie 1-2 Gespräche mit dem behandelnden Arzt/Psychiater. (Jeder hat einen Bezugstherapeuten und Bezugsarzt). Den restlichen Therapieplan kann man sich im Prinzip individuell zusammen stellen, es gibt verschiedene Gruppenangebote und Fachtherapien. Einige Gruppenangebote sind offen also man jeder Zeit selber entscheiden ob man an dem Tag hin geht oder nicht, manche Gruppenangebote sind geschlossen und man muss sich über seinen Therapeuten dafür anmelden. Es gibt z.B SKT, eine psychodynamische Gruppe, eine Gruppe für junge Erwachsene, Depressionsbewältigungsgruppe, Angstbewältigungsgruppe, Emotions-Regulationstraining, Achtsamkeitstraining oder eine Suchtgruppe als Beispiele. Als Fachtherapien gibt es zum Beispiel verschiedene Kunst- und Ergotherapie Angebote, Tiergestützte Therapie mit einem Therapiehund, Therapeutisches Yoga und verschiedene Sportangebote (Walking, Wirbelsäulengymnastik, PMR, Fitness).
Wie viele Therapien man hat und wie voll der Tag ist hängt daher auch sehr von einem selber ab. Einmal wöchentlich gibt es außerdem eine feste Chefarzt Visite.

Jeder Patient entwickelt bei der Aufnahme zusammen mit dem Team einen individuellen Therapievertrag, der ggf. bei Verstößen zu Pausen oder sogar Abbruch führen kann.

Als Unterstützung kann man auch Medikamente bekommen.

Sein Handy kann man durchgängig haben. Beurlaubungen z.B über den Tag oder fürs Wochenende sind auch möglich und werden individuell abgesprochen, die Klinik achtet sehr darauf dass man einen Bezug zum "Leben außerhalb der Klinik" behält und auch aus der Klinik aus Dinge ausprobiert die einem später im Alltag helfen können, die Einsenderin berichtet, dass sie z.B im Rahmen ihrer Therapie probiert hat nicht-schädliche-Strategien zu entwickeln die trotzdem Adrenalin auslösen und dann für einen Tag beurlaubt wurde um ins Phantasialand zu gehen und das zu testen.

Die Einsenderin schreibt:

Ich finde die Klinik extrem gut, unteranderem durch das selbständige Aussuchen der Gruppe, das miteinander der Mitpatienten etc.
Ich kenne keinen der nicht mit seinem Therapeut zufrieden ist.  Kontra gibt es kaum, außer vielleicht das man das Zimmer nicht abschließen kann.




© Oberberg Kliniken


Montag, 31. März 2025

Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Wesel - Marien-Hospital gGmbH - Gruppe 2

 Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Wesel - Marien-Hospital gGmbH  - Gruppe 2 

n der Tagesklinik für KJP in Wesel gibt es 3 Gruppen/Stationen

Gruppe 1: Kinder von ca. 6-14 Jahren (in Ausnahmefällen auch bis 16 Jahren)
Gruppe 2: 14-18 Jährige (in Ausnahmefällen und bei vorheriger Bestätigung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse auch bis 21 Jahre)
Gruppe 3: Familientagesklinik (Kinder von 4-10 Jahren gemeinsam mit einem Elternteil)

Die Einsenderin wurde in Gruppe 1 und 2 behandelt, heute geht es um Gruppe 2.

Zur Gruppe 2:

In Gruppe 2 werden Patient:innen von ca. 14-18 Jahren aufgenommen (bei Kostenübernahme durch die Krankenkasse auch bis 21 Jahren), behandelt werden jegliche Krankheitsbilder des Jugendalters die in einem offenen tagesklinischen Setting behandelbar sind, wobei der Schwerpunkt auf Krankheitsbildern liegt die mit Schwierigkeiten in der Emotionsregulation, Selbstverletzden Verhalten etc. einher geht oder Traumatisierungen.

an bleibt Montag bis Donnerstag von 08.00 - 16.00 Uhr (in den Ferien nur bis 15.00 Uhr) in der Tagesklinik, am Freitag von 08.00 - 14.30 Uhr. Es gibt 6 Plätze.

Der Tag startet mit der Diary Card Besprechung vom Vorabend, anschließend gibt es Frühstück und eine Morgenrune mit Achtsamkeitsübung. Anschließend hat man Klinikschule (max. 13 Stunden die Woche) oder Therapien, um 12.00 Uhr gibt es Mittagessen, um 12.30 Uhr hat man Zeit seine Therapiehausaufgaben zu erledigen, anschließend gibt es erneut Angebote oder Therapien und es gibt eine Abschlussrunde mit Achtsamkeitsübung.

Die Station arbeitet nach dem Konzept der DBT-A, einer verhaltenstherapeutischen Therapieform die entwickelt wurde für Jugendliche, die Symptome einer Borderline Persönlichkeitsstörung zeigen. Bei Aufnahme formuliert man konkrete Therapieziele, die man in seiner Behandlung dort erreichen möchte.

Therapien: Skillsgruppe (2x wöchentlich), SKT, Einzeltherapie (1x wöchentlich), Achtsamkeitsgruppe, Lauftherapie/ aktiver Spaziergang, Fachtherapie, Yoga, Buddha-Gruppe, 3x während des Aufenthalts Family-Skillsgruppe (Patient*innen erklären ihren Bezugspersonen mit Unterstützung der PEDs & Oberärztin verschiedene Skills, die sie vorher selbst ausgewählt haben)

Dienstags ist Visite. Es wird viel Wert auf Eigenverantwortung gelegt. Elterngespräch mit Therapeut*in findet ca. alle 2 Wochen statt. Es gibt einen Hausbesuch durch Sozialarbeiterin zu Beginn der Behandlung. In den letzten 3 Wochen vor Entlassung gibt es ggf. eine Schulrückführung, wo man bis zu 4 Stunden seine Heimatschule besucht.

Bei Vorkommen von SVV muss immer eine Verhaltensanalyse geschrieben werden, aber auch bei anderem Problemverhalten muss man diese teilweise schreiben (teilweise werden VAs auch nur zur Analyse von Gefühlen genutzt, durch die kein wirkliches Problemverhalten entstanden ist). Nach der Entlassung kann man noch an einer Skillsgruppe zum Erhalt der Fähigkeiten teilnehmen, die aus 3 Terminen besteht.

Man bleibt 12 Wochen in der Tagesklinik, in begründeten Ausnahmefällen ist manchmal eine Verlängerung möglich.

Die Einsenderin schreibt:

Ich war 13 Wochen in der Gruppe und kann sie sehr empfehlen, es ist allerdings auch ein sehr anstrengendes Konzept. Mir hat der Aufenthalt sehr geholfen. Die PEDs sind größtenteils sehr nett und die Oberärztin der Gruppe ist auch sehr cool und erfüllt mal nicht das typische Cliche einer Psychiaterin, außerdem leitet sie die Skillsgruppen größtenteils selbst. Es gibt zwei Therapeut*innen, häufig ist auch noch eine Therapeutin/ ein Therapeut in Ausbildung da, die im Alltag im Prinzip wie die PEDs und (falls die Person damit einverstanden ist) auch bei Therapieterminen dabei ist. Man hat meistens durch die vielen Therapietermine etc. nicht so viel Freizeit.





 

Montag, 24. März 2025

Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Wesel - Marien-Hospital gGmbH - Gruppe 1

 Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Wesel - Marien-Hospital gGmbH - Gruppe 1

In der Tagesklinik für KJP in Wesel gibt es 3 Gruppen/Stationen

Gruppe 1: Kinder von ca. 6-14 Jahren (in Ausnahmefällen auch bis 16 Jahren)
Gruppe 2: 14-18 Jährige (in Ausnahmefällen und bei vorheriger Bestätigung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse auch bis 21 Jahre)
Gruppe 3: Familientagesklinik (Kinder von 4-10 Jahren gemeinsam mit einem Elternteil)

Die Einsenderin wurde in Gruppe 1 und 2 behandelt, heute geht es um Gruppe 1.

Zur Gruppe 1:

In der Gruppe 1 werden Kinder von 6-14 Jahren aufgenommen, in Ausnahmefällen auch bis 16 Jahren. Behandelt werden jegliche Krankheitsbilder des Kinder- und Jugendalters die in einem offenen tagesklinischen Setting behandelbar sind. Die Gruppe hat einen eigenen kleinen Garten.

Man bleibt Montag bis Donnerstag von 08.00 - 16.00 Uhr (in den Ferien nur bis 15.00 Uhr) in der Tagesklinik, am Freitag von 08.00 - 14.30 Uhr. Es sind maximal 12 Patient:innen gleichzeitig da, häufig aber auch weniger.

Der Tag startet mit einer gemeinsamen Morgenrunde, anschließend gibt es Frühstück. Danach besucht man entweder in Kleingruppen die Klinikschule oder hat individuelle Therapien. Um 12.00 Uhr gibt es Mittagessen, anschließend erneut verschiedene Angebote, bevor der Tag mit einer Abschlussrunde endet.

Therapien: 1x w. Einzeltherapie, 1x w. Eltern/Familiengespräch, Wohlfühlgruppe, SKT, Kreativtherapiegruppe (Angstbewältigung), Bewegungsgruppe, Maltherapie, Projektgruppe, Gartengruppe, Jugendgruppe

Die Gruppentherapien werden je nach Krankheitsbild angepasst. Zu Beginn der Behandlung und kurz nach Entlassung erfolgt ein Hausbesuch durch die Sozialarbeiterin der Klinik.
In den Schulferien unternimmt man 1x wöchentlich einen gemeinsamen Ausflug und kocht 1x die Woche zusammen. Es werden verschiedene Ämter/Dienste an jeden Patienten verteilt, diese werden Montags in der Patientenkonferenz besprochen, zusammen mit anderen Themen. Je nach Krankheitsbild hat man die letzten 1-3 Wochen vor der Entlassung eine Schulrückführung, sprich man besucht seine Heimatschule und guckt wie das klappt.

Die Einsenderin schreibt:

Ich war 16 Wochen in der Tagesklinik. Die PEDs und Therapeuten waren größtenteils sehr nett. Mir hat der Aufenthalt ganz gut geholfen, allerdings hätte ich teilweise noch mehr Therapien gebraucht. Man hatte häufig sehr viel Freizeit, die man in der Regel aber gut mit den Mitpatient*inmen und PEDs verbringen konnte. Bei Problemen konnte man sich immer an den PED wenden und teilweise auch um ein kurzes Gespräch mit der Bezugstherapeutin bitten. Ich würde die Gruppe auf jeden Fall weiterempfehlen.


© Einsenderin

 

Montag, 23. Dezember 2024

Rhein Klinik Bad Honnef - Station 1 (junge Erwachsene)

 Rhein Klinik Bad Honnef - Station 1 (junge Erwachsene)

(C) Rhein Klinik

Die Rhein Klinik in Bad Honnef ist eine psychsomatische Klinik für Erwachsene ab 18 Jahren mit verschiedenen Stationen mit unterschiedlichen Schwerpunkten (u.a auch eine Schwerpunktstation für komplexe Traumafolgestörungen). Die Einsenderin wurde auf Station 1 behandelt, welche seit 2022 einen Schwerpunkt auf der Behandlung von jungen Erwachsenen von ca. 18-30 Jahren hat. Behandelt werden verschiedene Krankheitsbilder wie Depressionen, Ängste, Traumafolgestörungen, Essstörungen oder somatoforme Störungen, nicht behandelt werden Psychosen, Abhängigkeitserkrankungen sowie Eigen- und/oder Fremdgefährdung. Die Einsenderin wurde aufgrund einer kPTBS und atypischen Anorexie behandelt.

Es gibt Doppelzimmer mit eigenem Bad, aktuell wird die Klinik umfangreich renoviert, manche Bereiche sind daher noch etwas abgenutzt. Für Privatpatienten stehen Einzelzimmer zur Verfügung.

Für die Aufnahme ist eine hohe Eigenmotivation notwendig, weil das Setting recht frei ist und viel Mitarbeit gefordert wird. Man sollte sich selbst strukturieren können und in der Lage sein an möglichst allen Therapien teilzunehmen, da sonst der Aufenthalt auch schonmal verfrüht beendet wird. Natürlich kann man mal nach Absprache und gutem Grund eine Therapie ausfallen lassen.

Die Klinik arbeitet schwerpunktmäßig psychodynamisch orientiert.

Therapien: Einzeltherapie, Gesprächsgruppe, Kunsttherapie oder Tanz- und Bewegungstherapie, Skillsgruppe, Imagination, Stationssport, Psychoedukationsgruppe

Außerdem gibt es eine Morgenrunde. Es gibt extra Gruppentherapien für Menschen mit Essstörung, aber auch dort ist es ein sehr freies und offenes Konzept. Freiwillig und je nach Bedarf gibt es auch noch Wirbelsäulengymnastik, Atemgymnastik, beckenboden Gymnastik und ähnliches, welche von Physiotherapeuten geleitet wird und echt gut sind.

Die Wartezeit für die Station beträgt aktuell ca. 3 Monaten, bei Dringlichkeit kann es aber auch schneller gehen.

Es gibt viele Angebote für Freizeitaktivitäten auch am Wochenende. Wenn man allerdings aus näherer Umgebung kommt ist es gewünscht, dass man am Wochenende für eine Belastungserprobung nach Hause fährt.

Man bleibt 8 Wochen auf Station und kann bei Bedarf auf 10 Wochen verlängern.

Die Einsenderin schreibt:

Die Pflege ist wirklich super. Total kompetent und immer für Gespräche da. Die Therapeuten waren auch alle total nett und bemüht. Ich fand besonders gut, dass sich gut im Team besprochen wurde und nicht einer am anderen vorbeiarbeitet. Ich hab mich von Anfang an super wohl gefühlt. Bei einer kptbs ist der Therapie Plan eigentlich nicht perfekt geeignet trotzdem wurde gut und individuell auf meine Probleme eingegangen, die Pflege war überwiegend sehr vertraut mit der Arbeit mit Trauma Patienten. Das Essen ist inordnung. Es gibt immer zwei Menüs, eins vegetarisch, und zusätzlich eine salatbar. Vegane Ernährung gestaltet sich etwas schwierig und ich persönlich hatte oft Hunger und musste relativ viel auch private Lebensmittel zusätzlich essen.


(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 30. September 2024

LWL Klinik Münster - Station 16.1

 LWL Klinik Münster - Station 16.1 

Versorgungsgebiet: Stadtgebiet Münster mit Ausnahme der Bezirke: Münster-West (Gievenbeck, Sentrup, Mecklenbeck, Albachten, Roxel und Nienberge) Amelsbüren, Neutor, Schloß, Pluggendorf, Aaseestadt, Geist, Duesberg


In der LWL Klinik Münster werden Erwachsene ab 18 Jahren behandelt, es gibt verschiedene Stationen:

Station 16.1: Krisenintervention (geschlossen geführt)
Station 16.2: Schwerpunkt Depressionen
Station K3: Akut- und Notfallbehandlung (geschlossen geführt)
Station K2: Offene allgemeinpsychiatrische Station
Station 21.3: offene allgemeinpsychiatrische Station
Abteilung „Spezielle Psychotherapie“: Persönlichkeitsstörungen, Psychotraumastörungen, Ängsten, Depressionen, Verhaltensstörungen, Essstörungen, AD(H)S, Zwänge
Station K5: Schwerpunkt jüngere Patienten/-innen mit Persönlichkeitsstörungen sowie lebenserfahrenere Patienten/-innen mit dem Schwerpunkt auf neurotische Erkrankungen
Station K4: Krisenintervention, Stabilisierung, stationäre Diagnostik und Motivationsbehandlung

Außerdem gibt es eine psychosomatische Station, gerontopsychiatrische Stationen sowie Stationen für Suchterkrankungen.

Die Station 21.3 haben wir euch bereits vorgestellt. Heute geht es um die Station 16.1.

Die Station 16.1 wird geschlossen geführt und nimmt Patient:innen ab 18 Jahren mit jeglichen Erkrankungen auf, die mit akuter Eigen- und/oder Fremdgefährdung einher gehen.

Es gibt Doppel- und Dreibettzimmer mit eigenem Badezimmer, außerdem gibt es drei "Intensivzimmer", die entweder mit Kamera oder Sichtfenster zum Dienstzimmer ausgestattet sind, für Patient:innen die vorrübergehend besonders intensive Überwachung brauchen. 

Ein typischer Tag hängt ganz von der jeweiligen „Therapie-/Ausgangsstufe ab. Ab Stufe zwei nimmt man an der Beschäftigungstherapie (Ergotherapie), dem Morgenspaziergang und de anderen Beschäftigungsangeboten auf der Station teil. Die tägliche Visite bietet auch in Stufe 0 & 1 eine gewisse Struktur. Sofern man nicht in der Reizabschirmung ist, isst man bis Ausgangsstufe 4 alle Mahlzeiten im Aufenthaltsraum. Ab Stufe 4 geht man in die große Kantine. Einzeltherapie gibt es nicht, nur Visite. Individuell kann man auch Angebote wie Sport, Musiktherapie oder Entspannung verordnet bekommen.

Die Aufnahme auf Station erfolgt akut über die Notaufnahme. Wie lange man auf Station bleibt ist sehr unterschiedlich oft nur wenige Tage bis die akute Krise überwunden ist, teilweise z.B bei einem Unterbringungsbeschluss aber auch länger.

Ob man sein Handy haben darf oder nicht ist auch individuell, bei akuter Suizidalität und Aufenthalt im Intensivzimmer wird es einem z.B aus Reizabschirmungsgründen abgenommen. Es gibt strenge Regeln um die Sicherheit aller Patient:innen zu gewährleisten, alle Patienten werden "gefilzt", man darf nichts aus Glas haben, kein Sprühdeo, keine Rasierklingen, Kuscheltiere nur bis zu einer DINA4 Größe etc.

Man hat eine Ausgangssperre bis Ausgangsstufe 4 erreicht wird, Stufe 0 ist kein Ausgang, Stufe 1 ist Ausgang in 1:1 Begleitung, Stufe 2 ist allgemeiner Ausgang mit Personal, Stufe 3 ist Ausgang mit Besuch und Stufe 4 Einzelausgang. Es gibt feste Besuchszeiten, wo man auf Station Besuch erhalten kann (wochentags 16.00-20.00 Uhr, am Wochenende 10.00 - 20.00 Uhr) und je nach Ausgangsstufe auch gemeinsam mit dem Besuch die Station verlassen darf.

Die Einsenderin schreibt: Ich war sechs Tage auf der Station & hab mich gut aufgehoben gefühlt. Die Station ist für akute Krisen und so finde ich es sehr schade, dass es nicht wirklich Einzeltherapiegespräche gibt. Alles was man auf der Seele hat, wird in der täglichen Visite (max. 10 Min.) besprochen.
 




Montag, 23. September 2024

LWL Klinik Münster - Station 21.3

 LWL Klinik Münster - Station 21.3

Versorgungsgebiet: Stadtgebiet Münster mit Ausnahme der Bezirke: Münster-West (Gievenbeck, Sentrup, Mecklenbeck, Albachten, Roxel und Nienberge) Amelsbüren, Neutor, Schloß, Pluggendorf, Aaseestadt, Geist, Duesberg


 
In der LWL Klinik Münster werden Erwachsene ab 18 Jahren behandelt, es gibt verschiedene Stationen:

Station 16.1: Krisenintervention (geschlossen geführt)
Station 16.2: Schwerpunkt Depressionen
Station K3: Akut- und Notfallbehandlung (geschlossen geführt)
Station K2: Offene allgemeinpsychiatrische Station
Station 21.3: offene allgemeinpsychiatrische Station
Abteilung „Spezielle Psychotherapie“: Persönlichkeitsstörungen, Psychotraumastörungen, Ängsten, Depressionen, Verhaltensstörungen, Essstörungen, AD(H)S, Zwänge
Station K5: Schwerpunkt jüngere Patienten/-innen mit Persönlichkeitsstörungen sowie lebenserfahrenere Patienten/-innen mit dem Schwerpunkt auf neurotische Erkrankungen
Station K4: Krisenintervention, Stabilisierung, stationäre Diagnostik und Motivationsbehandlung

Außerdem gibt es eine psychosomatische Station, gerontopsychiatrische Stationen sowie Stationen für Suchterkrankungen.

Die Einsenderin wurde auf der Station 21.3 behandelt. Aufgenommen werden dort Patienten ab 18 Jahren mit jeglichen psychiatrischen Erkrankungen, solange keine akute Eigen- und/oder Fremdgefährdung besteht oder eine Suchterkrankung im Vordergrund steht. Die Einsenderin schreibt viele Patienten auf Station hatten Depressionen, eine Bipolare Störung oder eine Psychose. Teilweise können Säuglinge und Kleinkinder gemeinsam mit Mutter oder Vater mitaufgenommen werden.

Es gibt Einzel- und Doppelzimmer, teilweise mit eigenem Bad, viele Zimmer haben aber auch nur ein Waschbecken auf dem Zimmer und ansonsten gibt es 2 WCs und 2 Duschen auf dem Flur.

Der Tag startet um 07.45 Uhr mit dem Frühstück, um 12.30 Uhr geht es zum Mittagessen in die Kantine (es ist auch eine vegane Ernährung möglich), um 18.00 Uhr ist Abendessen.

Jeder Patient erhält einen individuell zusammen gestellten Therapieplan je nach Krankheitsbild.

Mögliche Therapien: 1x wöchentlich Einzeltherapie, Depressionsgruppe, MKT, Ergotherapie (4x w.), Sport, Kegeln, Schlafedukation, Skillsgruppe, Pilotprojekt, Yoga, Bildhauerwerkstatt, Musiktherapie, Kunsttherapie, Arbeitstherapie, Entspannung

Es gibt eine tägliche Visite.

Durchschnittlich bleibt man etwa 6-8 Wochen auf Station, es kann aber auch abweichen. Man kann geplant über eine Warteliste aufgenommen werden (Wartezeit ca. 2-3 Wochen), man kann aber auch von einer der Notaufnahmestationen oder der geschlossenen Station verlegt werden.

Sein Handy / Tablet / PC etc. darf man durchgängig haben.

Ausgang im bestimmten Radius für 2 Stunden, alles andere muss in der Kurzkontaktvisite angefragt werden, Besuch ab 16 Uhr möglich, Belastungserprobungen werden in der Therapie vorbesprochen, am 1. Wochenende nicht möglich, am 2. Wochenende tagsüber (6-8h), danach mit Übernachtung, keine Begrenzung der Stunden.

Die Einsenderin schreibt:

Positiv: sehr kompetenter Chefarzt, meine Regelmedikation wurde umgestellt, nachdem keinem Arzt vorher auffiel, dass durch die Kombination an Medikamenten (SSRis Antidepressiva mit Triptanen) starke Wechselwirkungen entstehen/ entstanden sind

Negativ: Vieles wird mit Bedarfsmedikation "geregelt", allgemein die LWL Klinik geht sehr locker mit Bedarfsmedikation wie Lorazepam, Neuroleptika und anderen Beruhigungsmitteln um

Ich wurde über die Notaufnahmestation aufgenommen, Hauptdiagnose Borderline, aufgenommen worden wegen schwerer depressiver Episode/ Symptome, mir hat die Station nicht geholfen, da das Pflegeteam sich nicht mit einer Borderlineerkrankung auskennt. Ich bin nach vier Wochen auf die Geschützt geführte Station gekommen, weil meine Borderlineerkrankung durch die nicht-Behandlung schlimmer wurde. Ich denke aber, für reine Depressionen und Psychosen ist die Station gut, einige Mitpatienten sind sehr zufrieden, das Pflegeteam bemüht sich, alle sind sehr nett, aber für Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen, Angststörung ist die Station nicht geeignet
 

 

Montag, 16. September 2024

Alexianer Krankenhaus Münster - Klinik Maria Brunn - Station Wendelin

 Alexianer Krankenhaus Münster - Klinik Maria Brunn - Station Wendelin 


 In der Klinik Maria Brunn werden Erwachsene ab 18 Jahren mit den verschiedensten psychischen Erkrankungen behandelt, die Schwerpunkte liegen auf (chronischen) Depressionen, Ängste, Zwänge, Borderline-PS und psychotische Störungen / Schizophrenie.


Es gibt 4 Stationen (Station Wendelin, Station Anna, Station Hildegardis rechts und Station Hildegardis links) ,wobei Station Hildesgardis links die Möglichkeit hat geschlossen geführt zu werden und 12 Patienten in einem geschützten Rahmen zu behandeln und über entsprechende Überwachungszimmer und einen geschlossenen Hof verfügt. Die Klinik hat aber keinen Sektor-Versorgungsbereich, sondern nimmt im geschützten Bereich entweder Patienten nach Vorgespräch auf oder Krisen-Patienten aus den eigenen Wohneinrichtungen, den eigenen Werkstätten oder den anderen Alexianer- Kliniken.

Die Klinik liegt auf dem großen Alexianer-Campus am Rande von Münster, wo sich u.a weitere Kliniken (Don Bosco Klinik - private KJP, Damian Klinik - Gerontopsychiatrie) befinden, aber auch Wohngruppen, Werkstätten, ein Hotel, eine Forensische Klinik, viel Natur und einen Bereich mit Tieren (u.a Esel, Hühner und Ziegen), außerdem gibt es einen Reitstall für die Reittherapeutischen Angebote, einen Garten der Stille und eine Gärtnerei. In 10 Minuten fußläufig ist man am Dortmund-Ems Kanal, ein Bus fährt einmal die Stunde ab an der Klinik und bringt einen in die Innenstadt von Münster.

Die Einsenderin wurde auf Station Wendelin behandelt. Aufgenommen werden dort Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörungen sowie Patienten mit Depressionen (bei Depressionen bis max. 35 Jahren). Für Borderline-Patienten stehen 12 Behandlungsplätze zur Verfügung.

Es gibt Doppelzimmer mit eigenem Bad, für Privatpatienten Einzelzimmer. Es gibt eine Patientenküche auf Station, wo man selbstständig kochen und backen kann sowie Lebensmittel lagern kann.

Der Tag startet um 08.00 Uhr mit dem Frühstück, anschließend folgen verschiedene Therapien, gegen 12.30 Uhr geht man gemeinsam in eine auf dem Gelände liegende Kantine (wo auch die anderen Kliniken essen) fürs Mittagessen, ab 14.30 Uhr sind dann erneut Therapien bis max. 16.00 Uhr, um 18.00 Uhr ist Abendessen, Abends oft Beisammensitzen in Patientengruppen.

Bei Borderline-Patienten arbeitet die Station nach dem DBT-Konzept.

Therapieangebote im DBT-Konzept: Einzeltherapie, Bezugspflegegespräch, Basisgruppe, Skillsgruppe, Achtsamkeitsgruppe, Bezugsgruppe, Körperwahrnehmung, 2x Sporttherapie, 3x Ergotherapie, Forum

In Absprache mit den Therapeuten kann man weitere Therapien bekommen wie Musiktherapie Einzel, Sportth. Einzel, Klettern, Bogenschießen, Körperwahrnehmung Einzel, physikalische Anwendungen oder Reittherapie (max. 5x).

Die Aufenthaltsdauer im DBT-Programm beträgt 8 Wochen, nach 12 Monaten kann man nochmal zu einer Auffrischung wiederkommen, wo man dann erneut 8 Wochen auf Station bleiben kann. 

Die aktuellen Wartezeiten liegen etwa bei 6-12 Monaten.

Das erste Wochenende wird auf Station verbracht, anschließend muss man am Wochenende für 24 Stunden über Nacht auf Belastungserprobung gehen. In den Ausgang gehen kann man außerhalb der Therapien jederzeit, sein Handy kann man auch durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Meine Erfahrungen sind sehr positiv! Patienten werden stets auf Augenhöhe behandelt, sehr wertschätzender Umgang mit Personal aber auch Mitpatienten, DBT-Therapieprogramm ist anstrengender als Depressionsbehandlung, weil wir mehr spezifische Therapietermine haben, ich bin nach 8 Wochen mit einem guten Gefühl entlassen worden und werde auch die Wiederauffrischung dort machen.







Montag, 6. November 2023

LVR Klinik Essen - Wahlleistungsstation

 LVR Klinik Essen - Wahlleistungsstation

(C) LVR Essen

In der Erwachsenenpsychiatrie der LVR Klinik Essen gibt es verschieden Stationen:

Station P1: Psychosen aus dem endogenen Formenkreis
Station P2: Gerontopsychiatrie
Station P3: Akutstation
Station P4: Psychotherapiestation Schwerpunkt Persönlichkeits- und Traumafolgestörung
Station P5: Psychotherapiestation Schwerpunkt Affektive Störungen und Angststörungen
Komfortstation

In diesem Beitrag geht es um die Komfortstation.

Aufgenommen werden Patienten ab 18 Jahren, die privatversichert sind, privat zusatzversichert sind oder den Aufenthalt, als Selbstzahler bezahlen. Behandelt werden jegliche psychische Krankheitsbilder (auch Suchterkrankungen) bis auf Essstörungen sowie akute Eigen- und Fremdgefährdung.

Es gibt EInzel- und Doppelzimmer mit eigenem Bad, jeder Patient hat einen eigenen Kühlschrank im Zimmer sowie einen eigenen Fernseher. Es gibt verschiedene Aufenthaltsräume sowie einen Balkon.

Die Station bietet besondere Serviceleistungen wie kostenlose Tageszeitungen, eine extra Auswahl an Essen, Säfte werden aufs Zimmer gebracht, die Bettwäsche und Handtücher werden regelmäßig gewechselt etc.

Therapien: Einzeltherapie, verschiedene Gruppentherapien (u.a Depressionsgruppe, Allgemeine Gruppe), Morgenspaziergang, Ergotherapie, Bewegungsangebote, Tischtennis, Softball, Neurofeedback, Akupunktur, PMR, Musiktherapie

Außerdem gibt es regelmäßige Oberarzt - und Chefarztvisiten.

Man hat freien Eintritt in den Grugapark und die Grugatherme (Spa-, Fitness- und Wellnesseinrichtung).

Die Aufenthaltsdauer auf Station ist sehr individuell, während die Einsenderin auf Station war waren es zwischen 4 Wochen und 3 Monaten. Die Ausgangsregeln werden individuell nach Krankheitsbild und Patient entschieden, wenn man stabil ist bekommt man aber relativ schnell freien Ausgang, Patienten die für einen Entzug da sind haben oft zunächst eine Ausgangssperre / beschränkten Ausgang. Sein Handy hat man durchgängig, es gibt kostenloses WLAN.

Am Wochenende ist es möglich Zuhause zu übernachten, das darf man selbst entscheiden (außer es spricht etwas medizinisch dagegen).

Die Einsenderin schreibt:

Pro: die Pflege, die Servicekräfte sind super lieb, die Ausstattung, viel Privatsphäre möglich wenn man sie braucht

Ich würde die Station auf jeden Fall weiterempfehlen.

(C) LVR Essen

 

Montag, 24. Juli 2023

Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Gelsenkirchen

 Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Gelsenkirchen

(C): Kinderklinik Gelsenkirchen

In Gelsenkirchen gibt es eine Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, welche sich im Erdgeschoss der Kinderklinik in Gelsenkirchen-Buer befindet.

Aufgenommen werden Kinder und Jugendliche von ca. 5-18 Jahren mit den verschiedenstens Krankheitsbildern und Auffälligkeiten wie Ängste, Depressionen, Zwänge, Essstörungen, Selbstverletzendes Verhalten, AD(H)S, Einnässen/Einkoten, Schulvermeidung und absentismus, Störunges des Sozialverhaltens, Autismus-Spektrum-Störungen, psychomatische Beschwerden oder Traumafolgestörungen.

Nicht aufgenommen werden können KInder und Jugendliche, die eigen- und/oder fremdgefährdenes Verhalten zeigen, starke Weglauftendenzen zeigen oder psychotische Symptome zeigen.

Die Tagesklinik geht Montags bis Donnerstag von 08.00 - 16.00 Uhr, am Freitag von 08.00 - 15.00 Uhr.

Insgesamt gibt es 24 Behandlungsplätze, aufgeteilt in 3 Gruppen. (Gruppe 1, 1a und 2)
In Gruppe 1 werden Grundschulkinder behandelt, oft zusammen mit ihren Eltern oder einem Elternteil, in Gruppe 2 sind Jugendliche ab ca. 11/12 Jahren. Gruppe 1a bietet ein besonderes Angebot wo der Schwerpunkt auf chronifizierten Krankheitsbildern die mit ggf. Schulabsentismus einhergehen.

Die Einsenderin wurde in Gruppe 1a behandelt.

Der Tag startet damit, dass man von der Pflege auf Station gebracht wird, es gibt eine Morgenrunde, wo jeder seine aktuelle Stimmung benennt. Um 08.00 Uhr gibt es ein gemeinsames Frühstück und es werden Dienste verteilt (z.B Zeitungsdienst, wo man die Zeitung holt). Den Vormittag über hat jeden dann individuelle Therapien sowie Klinikschulunterricht. Um 12.00 Uhr ist Mittagessen, anschließend ein gemeinsamer Spaziergang. Um 15:45 Uhr findet die Abschlussrunde statt, wo jeder noch einmal angibt, wie es ihm geht und wie er den Tag empfunden hat. Dann gehen alle nach Hause

Therapieangebote: Einzeltherapie (1-2x die Woche), SKT, verschiedene Gruppentherapien, Bewegungstherapie, Entspannungsverfahren, Kunsttherapie, Tiergestützte Therapie (u.a mit einem Hund), Sandspieltherapie für die jüngeren Kinder

Jede Woche gibt es 1x wöchentlich eine Visite.

Durchschnittlich bleibt man etwa 6-8 Wochen in der Tagesklinik, manche Patienten sind aber auch 12 Wochen da.

Sein Handy gibt man Morgens wenn man kommt ab und nachmittags wieder ausgegeben. In der Therapiefreienzeit kann man bis zu 1 Stunde in den Ausgang gehen und dort sein Handy auch mitnehmen.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: Der Pflege und Erziehungsdienst ist sehr nett. Immer wenn es jemanden akut schlecht geht, sei es psychisch oder physisch ist er zur Stelle und fragt nach was man brauchen könnte und was man machen könnte, damit es einem besser geht. Die Therapeuten schauen sehr oft nach ihren Patienten und unterhalten sich kurz mit ihnen oder sind auch in schwierigen Situationen, wie zum Beispiel bei einer Panikattacke dabei und versuchen bestmöglichst dem Betroffenen zu helfen.  Dazu werden auch 3 ausgebildete Therapiegunde mit einbezogen.

Kontra:
• Personalmangel
• Während der Ferienzeit kaum Therapie
• Lange Wartelisten bis zu mindestens 6 Monaten
• Nur 6 bis 8 Wochen sonst erfolgt die Verlegung in den vollstationären Bereich
•Sie verlegen einen auch sehr schnell, wenn man  nicht das gewünschte Ergebnis zeigt

(C) Kinderklinik Gelsenkirchen

(C) Kinderklinik Gelsenkirchen

Montag, 19. Juni 2023

LVR Klinik Bonn - Behandlungszentrum Meckenheim - Tagesklinik

 LVR Klinik Bonn - Behandlungszentrum Meckenheim - Tagesklinik

(C) Einsenderin

 
Die LVR Klinik Bonn hat eine Außenstelle in Meckenheim, wo eine Tagesklinik und Ambulanz betrieben wird. Die Tagesklinik bietet 18 Behandlungsplätze für Erwachsene ab 18 Jahren. Die Tagesklinik ist aufgeteilt in zwei Bereiche, es gibt 9 Plätze für eine DBT Behandlung für Patienten mit einer Emotional-Instabilen Persönlichkeitsstörung sowie 9 Allgemeinpsychiatrische Plätze für Patienten mit u.a Psychosen, Depressionen, Angststörungen, somatoformen Störungen wobei der Schwerpunkt auf Depressionen liegt.

Die Klinik ist gut mit dem ÖPNV erreichbar, Parkplätze kostenlos direkt vor der Tür. Taxischeine sind eher unüblich.


Die Einsenderin wurde in der DBT-Gruppe behandelt. Die Gruppe ist fortlaufend, man stößt immer einfach dazu, wenn ein Platz frei wird. Therapiezeiten sind Mo-Fr von 8:30 Uhr bis auf dem Papier 16 Uhr, meistens ist aber schon gegen 14 Uhr Schluss. Es wird viel Wert auf Pünktlichkeit und Anwesenheit gelegt!

Das Gebäude ist etwas abgelegen und durch einen Garten begrenzt, das Zentrum fußläufig erreichbar. Man hat einen eigenen kleinen abschließbaren Schrank.

Frühstücken soll man vor der Tagesklinik noch Zuhause, das Mittagessen wird gemeinsam eingenommen, Ernährungsformen wie vegan, laktosefrei usw kann man angeben.

Jeder Patient in der DBT-Gruppe schließt bei der Aufnahme einen Therapie-Vertrag ab wo z.B der Umgang mit Selbstverletzungen oder Suizidalität geregelt ist. Bei Verstoß darf man nicht an Therapien teilnehmen oder muss 3 Monate Pause machen.

Therapien: Einzeltherapie (1x die Woche 50 Minuten, man kann aber jederzeit jemanden ansprechen und alle Pflegekräfte und Therapeuten sind sehr kompetent in der DBT), 1x Bezugspflegegespräch, 2x wöchentlich DBT-Gruppe (davon 1x Achtsamkeitsgruppe), Ergo- und Kunsttherapie, Bewegungstherapie (z.B Badminton oder ein gemeinsamer Spaziergang), Sporttherapie, Körpertherapie, Imagination, 2x eine Gruppe in der man eigenverantwortlich zb Therapiehausaufgaben gemeinsam bearbeitet

(in der allgemeinpsychiatrischen "Gruppe" ist der Therapieplan etwas anders aufgebaut)

1x pro Woche ist Oberarztvisite, wo auch Therapeut und Pflege anwesend ist. Es wird erwartet, dass man vernünftig vorbereitet ist und man auch eigene Ideen hat.
1x Woche findet Blutdruck- und Gewichtskontrolle statt.

Medikamentenausgabe erfolgt immer für 1 Woche, auch Bedarfsmedikation. Regelmäßig finden Labor- und EKG Untersuchungen statt. Manchmal auch Drogentests im Urin unangekündigt.

Die Klinik hat ein eigenes Einzugsgebiet, man muss also aus Bonn/Rhein-Sieg-Kreis kommen/wohnen.

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
-Personal sehr kompetent, ansprechbar, empathisch aber auch streng
-Therapieplan gut gefüllt, man hat aber auch viele Pausen zum erholen, es gibt dafür auch einen Ruheraum
-Der Garten kann alleine oder für gemeinsame Aktivitäten nutzen
-individuelle Absprachen waren immer möglich

Kontra:

-Therapieschädigendes Verhalten wird nur bis zu einem gewissen Punkt geduldet, man sollte sich also gut überlegen, ob man stabil genug ist
-meine Gruppe hatte viele unterschiedliche Stationsärzte, das muss aber nicht immer so sein
-Im Sommer heiß wie im Brutschrank
-Pflege war nicht immer verfügbar, sodass man auch mal eine halbe Stunde warten muss

Ich würde die Klinik jedem weiterempfehlen, der DBT auffrischen möchte oder auch zum ersten mal macht.



(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 5. Juni 2023

RWTH Aachen - Station PS03

 RWTH Aachen - Station PS03 

(C) Foto: dpa

In der Erwachsenenpsychiatrie des Universitätsklinikums Aaachens gibt es 8 Stationen:

Station A / PS08: Psychiatrische Intensivstation
Station B / PS09: Psychiatrische Intensivstation
Station C / PS01: allgemeinpsychiatrische Station
Station D / PS02: Depressionen sowie Privatpatienten
Station E / PS03: Patienten mit Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, Essstörungen und affektiven Störungen
Station F / PS04: Alkoholabhängigkeit
Station G / PS05: Psychotische Erkrankungen
Station H / PS06: Psychosomatik

Die Einsenderin wurde auf der Station PS03 behandelt.

Aufgenommen werden dort Patienten ab 18 Jahren, die unter eine Borderline-Persönlichkeitsstörung und/oder Essstörung leiden sowie ggf. affektiven Störungen wie Depressionen oder Ängste. Die Einsenderin wurde aufgrund einer Borderline-Erkrankung sowie einer Anorexie behandelt.

Es gibt Doppelzimmer mit eigenem Bad. Insgesamt gibt es 16 Behandlungsplätze.

Zum Essstörungskonzept: Es gibt Frühstück, Mittag- und Abendessen nach Tablettsystem, man kann eigene Lebensmittel im Kühlschrank lagern. Essstörungspatienten müssen zu jeder Mahlzeit ihr Tablett vor und nach der Mahlzeit vorzeigen bei der Pflege, auch die Zwischenmahlzeiten. Es gibt drei Hauptmahlzeiten und drei Zwischenmahlzeiten. Eine Essbegleitung gibt es nicht. Montags findet ein Kontakt mit dem Ernährungsteam statt, wo die Essenspläne angepasst werden. Alle Essstörungspatienten werden 2x die Woche gewogen in Unterwäsche (auch Brillen, Schmuck etc. muss dafür abgelegt werden). Vor Beginn der Therapie unterschreibt man einen Essvertrag, wenn man im Untergewicht ist wird eine Mindest-Zunahme von 500g die Woche vereinbart, bei Normalgewicht verpflichtet man sich sein Gewicht zu halten. Wenn man die Zunahme nicht schafft, gibt es ein Gespräch, im Verlauf kann es z.B zu Fresubin, einer transnasale Magensonde, Verlegung auf die geschützte Station etc. kommen, wenn die Zunahme von "alleine" gar nicht funktioniert. Nachruhe für Esspatienten ist nach jeder Mahlzeit verpflichtend, wird aber selten kontrolliert und es sitzt auch niemand von der Pflege dabei. Jeder Patient soll ein Essprotokoll führen.

Um aufgenommen zu werden muss man einen festen Wohnsitz haben. Während des Aufenthalts dürfen keine Drogen oder Alkohol konsumiert werden. Wenn es zu Selbstverletzendem oder therapieschädlichem Verhalten kommt muss eine Verhaltensanalyse geschrieben werden.

Die Station arbeitet nach dem Konzept der DBT.

Therapien: Einzeltherapie (2x 50 Min.), Bezugspflegegespräch (1x 50 Min.), DBT-Gruppe (2x die Woche), SKT-Gruppe, Sporttherapie (2x die Woche), Achtsamkeitsgruppe, Musiktherapie, Körpertherapie, Ergotherapie

Zusätzlich gibt es Küchen- und Einkaufsdienste, die von den Patienten selbst organisiert werden zu festgelegten Zeiten in der Woche.

Der durchschnittliche Aufenthalt auf Station beträgt etwa 6-8 Wochen.

Besuch ist nach den Therapien möglich, genauso wie Ausgang. Das Handy kann man durchgehend haben. An den Wochenenden sind Beurlaubungen möglich.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: sehr schöne Umgebung, nahe der holländischen Grenze, DBT fand ich sehr gut

Kontra: ich würde nicht mehr wegen der Komorbidität Essstörung dorthin gehen. Es war deutlich zu wenig Unterstützung da, Pflegepersonal hing primär am Laptop und schaute Filme, es gab aber auch tolles und engagiertes Pflegepersonal. Ärzte waren häufig überfordert, Medikamente oft falsch gestellt. Handtücher manchmal 1 Woche lang nicht vorhanden.

Mir wurde die Klinik empfohlen, weil gleichzeitig Borderline und Anorexie behandelt werden könne, ich würde diese Empfehlung nicht weitergeben.


(C) Heinze 

 
(C) Einsenderin

Montag, 30. Januar 2023

Florence Nightingale Krankenhaus Düsseldorf

 Florence Nightingale Krankenhaus Düsseldorf der Kaiserswerther Diakonie
Abteilung Psychiaterie und Psychotherapie

Versorgungsgebiet: Nördliche Stadtteile der Stadt Düsseldorf (Stadtbezirk 5 (Stockum, Lohausen, Kaiserswerth, Wittlaer, Angermund, Kalkum), Stadtteil 61 (Lichtenbroich), Stadtteil 62 (Unterrath))

(C) Florence Nightingale Krankenhaus


Die Psychiatrie am Florence Nightingale Krankenhaus in Düsseldorf hat über 80 vollstationäre Betten auf verschiedenen Stationen:

Station J1: Angst-/Zwangsstörungen, affektive Erkrankungen
Station J2: stabilisierende Psychotherapie schwerpunktmäßig für affektive Störungen
Station P1: geschützt-geschlossene Station
Station P2: psychotische Erkrankungen
Station Landhaus: Wahlleistungs-/Depressionsstation

Die Stationen sind auf drei verschiedene Häuser verteilt (Landhaus, Haus im Park, Haus Johannisberg). Die Einsenderin wurde auf verschiedenen Stationen, zuletzt auf Station J2 behandelt, um welche es hier im Beitrag gehen wird.

Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren mit den verschiedensten allgemeinpsychiatrischen Krankheitsbildern wie z.B Affektive Störungen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen.

Es gibt 1-2 Einzelzimmer, ansonsten Doppelzimmer. Das Haus ist ein Altbau aber alles ist vor ein paar Jahren renoviert wurden. Jedes Zimmer hat ein eigenes Badezimmer.

Die Einzel- und Gruppentherapien sind verhaltesntherapeutisch ausgerichtet, ergänzt durch Schematherapie.

Therapieangebote: Einzeltherapie, Kreativtherapie, Lichttherapie, Boxen, Walking, Bezugspflegegespräch, Rückengymnastik, Sport, Gruppenaktivität, Skillsgruppe, medizinische Sprechstunde, 1x w. Oberarztvisite, ca. 1x pro Monat Chefarztvisite

Laut Homepage gibt es für einige Patienten auch das Angebot einer pferdegestützten Bewegungstherapie.

Sein Handy darf man durchgängig haben, nur zu den Mahlzeiten und Therapien sollte man es ausgeschaltet lassen / zur Seite legen.

Die Einsenderin schreibt:

Für leichte und nicht chronifizierte Störungen ist die Klinik eine ganz gute stützte die Pfleger:innen sind zu 90% alle sehr nett und steht's bemüht einem zu helfen und betonen immer man macht alles Schritt für Schritt und bekommt wenig mecker wenn Mal etwas nicht klappt. Die OÄ ist eine ganz tolle steht's bemüht und sehr einfühlsam.

Ich mit k-PTBS/ borderline / dissoziative Störung wurde aber auch sehr gut behandelt es wurde immer stehts darauf geachtet das ich meine körperlichen/ psychischen grenzen achte und wahre. Man war immer bemüht mir zu helfen, ein paar Pfleger:innen waren mehr geschult auf mein Krankheitsbild, andere weniger trotzdem wurde mir aus meiner Krise Geholfen und ich wurde teilstabilisiert entlassen in eine Traumaklinik.

Bin einer Schulnote würde ich der Klinik eine 3+ geben.

(C) Einsenderin

(C) Florence Nightingale Krankenhaus

(C) Einsenderin

Dienstag, 15. November 2022

LVR Klinik Essen - Psychosomatik - Station PM2

LVR Klinik Essen - Psychosomatik - Station PM2

(C) LVR 
 

Die Psychosomatik an der LVR Klinik besteht aus drei Stationen:

- Station PM1 (Schwerpunkt Trauma, Somatoforme Störungen, Arbeitspsychosomatik)
- Station PM2 (Schwerpunkt Essstörungen, Stress- und somatopsychischen Erkrankungen)
- Komfortstation für privatversicherte Patienten

Die Einsenderin wurde auf der Station PM2 behandelt aufgrund einer Anorexie.

Die Station befindet sich gemeinsam mit der Station PM1 auf einer Etage. Auf der PM2 kann man sowohl vollstationär als auch tagesklinisch sein als Patient. Es gibt dort Doppelzimmer mit eigenem Badezimmer und auch drei Einzelzimmer mit eigenem Bad.

Als Anorexie Patient bekommt man einen Plan, der je nach BMI entweder 5 (BMI <14,5) oder 3 Stufen (BMI >14,5) unterschiedlich ist. Am Anfang darfst man zum Beispiel nur in Begleitung raus, dann kriegt man immer mehr Freiheiten wie BEPs und eigenen Ausgang. Der Mindest-BMI um aufgenommen zu werden beträgt 13,5.  Gewogen wird man entweder Montags und Donnerstags oder ab einer bestimmten Stufe nur noch einmal Mittwochs. Die Hauptmahlzeiten werden begleitet von einem Pfleger, erst wird man intensiv beobachtet, so länger man da ist und desto besser das Essen klappt, desto weiter weg darf man von der Pflege später sitzen. Nach dem Mittagessen gibt es eine Nachruhe, wo man mit allen Anorexie und Bulimie Patienten eine halbe Stunde in einem Raum sitzt. Es wird ohne Sonden gearbeitet, bei fehlender Gewichtszunahme (700g pro Woche) bekommt man erst eine grüne, dann gelbe und irgendwann die rote Karte und muss dann gehen. Der Ziel-BMI ist 18,5.

Therapien: Einzeltherapie (3x 25 Min.), Gruppentherapie (2x 50 Min.), Psychoedukation zur Essstörung, Gestaltungstherapie, freies Atelier, Ernährungsberatung, Kochgruppe, Sport- und Bewegungstherapie, Visite

Man bekommt eine Art Stundenplan, wo die Therapien jede Woche feste Uhrzeiten haben. Nur Einzeltherapie, Termine mit der Sozialarbeiterin, Arzttermine werden individuell vereinbart.

Ab dem 4. Wochenende darf man in die Beurlaubung, vorher darf man nur 1-3 Stunden (je nach Stufe) Besuch bekommen.

Die Klinik liegt direkt am Uniklinikum, nah an Edeka und DM, direkt an einem Park und einer Terasse, also in einer sehr schönen Umgebung.

Die Einsenderin schreibt, dass sie wenn man genug Eigenverantwortung mitbringt die Station weiterempfehlen würde. 










Freitag, 11. November 2022

Klinik Königshof Krefeld - Station Theresia

 Klinik Königshof Krefeld - Station Theresia

Versorgungsgebiet: die Krefelder Stadtbezirke Kempener Feld/ Baackeshof, Benrath-Süd, Forstwald, Benrath-Nord, Fischeln, Hüls

(C) Foto: Ruffert Ingenieure

Die Klinik Königshof in Krefeld ist eine Erwachsenenpsychiatrie und behandelt Erwachsene ab 18 Jahren auf verschiedenen Stationen (u.a mehrere allgemeinpsychiatrische Stationen, eine Privatstation, eine psychosomatische Station, eine Suchtstation). Die Einsenderin wurde auf Station Theresia behandelt.


Auf Station Theresia liegt der Schwerpunkt auf depressiven Erkrankungen. Die Station liegt im Altbau im 1.Stock. Es gibt 2- und 3-Bett Zimmer. Insgesamt ist die Station relativ alt und nicht gerade modern eingerichtet, allerdings ist es sauber. Die Station wird offen geführt.

Am Aufnahmetag findet ein Gespräch mit der Stationspsychologin statt, danach folgt eine kurze körperliche Untersuchung bei der Stationärztin. Anschließend findet noch ein kurzes Gespräch mit der Oberärztin statt. Von der Pflege wird ein EKG durchführt und es werden Blutdruck und Gewicht gemessen. Auch am Aufnahmetag darf man die Klinik schon alleine für mehrere Stunden verlassen.

Jeder bekommt einen individuellen Therapieplan.

Mögliche Therapien: Einzeltherapie, Bewegungstherapie, Psychoedukation Depressionen, Ergotherapie, Frühsport, Entspannungsgruppe, Gesprächsgruppe, Visite

Aufgrund von Corona werden die Mahlzeiten alleine auf dem Zimmer gegessen. Es wird nicht kontrolliert, ob man sich Frühstück oder Abendessen holt und beim Mittagessen kann man sich auch abmelden.

Sobald man sein Zimmer verlässt ist das tragen einer FFP2-Maske Pflicht.

Die Wartezeit ist mit ca. 4 Wochen relativ kurz.

Sein Handy darf man durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
- viele verschiedene Therapien
- einmal pro Woche kann man sich ganz vom Abendessen abmelden und darf bis 20:50Uhr unterwegs sein
- schon am ersten Wochenende Tagesbeurlaubungen
- gute Ärztinnen

Kontra:
- viel Selbstständigkeit gefordert
- für Menschen mit schwerer Depression wird direkt viel Aktivität und Eigenständigkeit erwartet
- hat man als weitere Diagnose noch eine Essstörung ist diese Station vollkommen ungeeignet, da es keinen interessiert was, wie viel oder ob man überhaupt etwas isst
- kein WLAN auf der Station
- enges Badezimmer, in dem man fast Platzangst bekommt

Ich kann die Station bedingt empfehlen. Bei mittelschweren Depression oder auch Angststörungen kann ein Aufenthalt unter Umständen gut helfen. Bei sehr schweren Depressionen und weiteren schweren Diagnosen (z.B. Anorexie, Bulimie, Borderline, komplexe Ptbs) kann ich persönlich die Station nicht empfehlen, da man sehr auf sich alleine gestellt ist und der Rahmen in der die Behandlung stattfindet eher locker ist und die Therapien (zumindest bei mir) nicht sehr tiefgehend wirken.


(C) psychiatrietogo

(C) Einsenderin