MediClin Klinik an der Lindenhöhe - Erwachsenenpsychiatrie - Station D2
Versorgungsgebiet: mittleren und nördlichen Ortenaukreis.
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In der Psychiatrie in Offenburg gibt es mehrere Stationen:
Station C0: geschlossene Station bei akuter Eigen- oder Fremdgefährdung
Station C1: Schizophrenie und wahnhafte Störungen
Station C2: Depressionen
Station D0: Gerontopsychiatrie
Station D1: Sucht
Station D2: Angst-, Persönlichkeits-, und Traumafolgestörungen
Die Einsenderin wurde auf der D2 behandelt.
Aufgenommen
werden dort Patienten ab 18 Jahren schwerpunktmäßig mit
Persönlichkeitsstörungen (insbesondere Borderline),
Traumafolgestörungen, Dissoziative Störungen, Angststörungen, teilweise
auch ADHS oder Zwangsstörungen.
Es gibt 9 Doppelzimmer und ein Einzelzimmer (für Privatpatienten).
Der
Tag startet um 07.30 Uhr mit dem Frühstück, um 09.00 Uhr gibt es eine
Morgenrunde mit den Pflegern und Therapeuten, anschließend hat man
individuelle Therapien, um 12.30 Uhr ist Mittagessen, anschließend
erneut Therapien, ab 17.00 Uhr findet die sogenannte Therapiemappen
Besprechung statt sprich jeder Patient geht zur Pflege und bespricht wie
die Anspannung den Tag über war, um 18.30 Uhr ist dann Abendessen.
Eine vegane Ernährung ist möglich.
Die
Station arbeitet nach dem Konzept der DBT, eine Therapieform die sich
an Menschen richtet die Probleme mit ihrer Emotionsregulation haben. Es
gibt auch einige Plätze für DBT-PTBS, für Menschen die unter der Kombi
aus Borderline und (K)PTBS leiden oder einer reinen KPTBS. Es werden
auch für Traumapatienten Stabilisierungsverfahren zur
Vorbereitung einer Traumaexposition angeboten. Insbesondere bei
komplexen Traumafolgestörungen verweist die Station auch oft ans
Traumazentrum Durchbach, welches aber eine Privatklinik ist und eine
Kostenübernahme individuell geklärt werden muss.
Bei
Aufnahme startet man mit einer Diagnostik- und Stabilisierungsphase, wo
eine Diagnostik durchgeführt wird, individuelle Therapieziele erarbeitet
werden und an Auslösern und Hintergründen der Erkrankung geguckt wird,
bevor die richtige Therapiephase startet.
Therapien:
Einzeltherapie, Ergotherapie, Kunsttherapie, Skillsgruppe,
DBT-Basisgruppe, Achtsamkeitsgruppe, SKT, Bewegungstherapie
Außerdem
gibt es inviduelle "freiwillige" Therapien die nicht jeder hat wie
Klettern, Nordic Walking, Rückenschule, Akupunktur, Arbeitstherapie,
Traumainformationsgruppe, Körperwahrnehmung etc.
Jeden Donnerstag ist Visite.
Außerdem
der Therapien darf man jederzeit in den Ausgang zwischen 08.00 - 21.00
Uhr, von 06.00 - 23.00 Uhr kann man sich außerdem auf dem Klinikgelände
bewegen z.B zum Rauchen.
Ab dem zweiten Wochenende
kann man jeweils für eine Nacht zuhause übernachten, wenn man von weiter
weg kommt darf man jedes zweite Wochenende nur nach Hause, dafür aber
zwei Nächte bleiben. Tagesbeurlaubungen sind auch individuell möglich.
Im
laufe der Therapie kann man auch mal 2x die Woche Zuhause schlafen oder
am Ende sogar 3x (nur nicht hintereinander), um sich auf die Entlassung
optimal vorzubereiten.
Die Wartezeit für die Station beträgt etwa 3-6 Monate und ein Aufenthalt geht immer 12 Wochen.
Sein Handy kann man durchgängig haben, es gibt kostenpflichtiges WLAN.
Die Einsenderin schreibt:
Pro:
nette Pflege, kompetente Therapeuten, guter Oberarzt, viele Freiheiten,
man bekommt Unterstützung wenn man danach fragt, gut durchgeplante
Tagesstruktur, man lernt viele Skills kennen die man ausleihen darf oder
auch abkaufen kann
Kontra: was Problemverhalten
angeht wird streng mit Konsequenzen gearbeitet wie z.B Verhaltenanalyse
und Time-Out, man hat viel Eigenverantwortung, das Essen ist so
mittelmäßig
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