Montag, 15. September 2025

Schön Klinik Berchtesgadener Land - Abteilung für Zwangsstörungen

 Schön Klinik Berchtesgadener Land -  Abteilung für Zwangsstörungen


 

Die Schön Klinik Berchtesgadener Land hat eine Rehaabteilung für Pneumologie sowie einen Akutbereich für Psychosomatik. Aufgenommen werden in der Psychosomatik Patienten ab 18 Jahren, die unter Angststörungen, Essstörungen, Burn-Out, chronischen Schmerzen, Depressionen (auch chronische, es wird CBASP angeboten), Angststörungen (auch Soziale Phobien und Panikstörungen), Somatoformen Störungen oder Zwangsstörungen leiden.

Einen Beitrag zum Essstörungsbereich gab es bereits, heute geht es um die Behandlung von Patient*innen mit Zwangsstörungen.

Es gibt Einzelzimmer mit eigenem Bad für alle Patienten. 

Das Therapiekonzept arbeitet viel mit Expositionen. Diese werden im Einzel oder auch der Zwangsbewältigungsgruppe erarbeitet, dann eigenständig unter der Woche durchgeführt und in der Protokollgruppe und/oder dem Einzel nachbesprochen. Dadurch challenged man sich Woche für Woche und kann direkt darüber sprechen, was schwierig war. Allerdings setzt die Klinik auch viel auf Medikamente, da wird wirklich viel rumprobiert, welches Medikament passen könnte, weshalb man zT nicht soo gut auf die Therapie konzentriert ist wegen aufretenden Nebenwirkungen (Müdigkeit, ...) 

Therapien: Einzeltherapie (1x 50 Min.), Zwangsbewältigungsgruppe (2x 100 Min.),  täglich Gruppenvisite, Sport (3x 45 Min.), Entspannungsgruppe (Progressive Muskelentspannung oder QiGong),  Problemlösegruppe (quasi eine Art Selbsthilfegruppe mit Therapeut, 2x 90 Min.), Zwangsprotokollgruppe (hier kann man seine Expos mitteilen und wie es lief (symptombezogen)

Außerdem gibt es wöchentlich eine Oberarzt- und Stationsarztvisite (hier können Medikamente, körperliche Beschwerden etc. angesprochen werden) und 1x die Woche muss jeder zum Blutdruck messen und wiegen.

Individuell kann man auch noch an einer Klinikübergreifenden Skillsgruppe teilnehmen, die aber laut Einseinderin sehr oberflächlich ist und gemischt mit allen Krankheitsbildern. 

Die Wartezeit beträgt etwa 3-5 Monaten, der Aufenthalt dauert 12 Wochen, in Ausnahmefällen kann man nochmal um 1-2 Wochen verlängern. Es gibt auch die Möglichkeit einer Intervallbehandlung, sprich man kommt einige Wochen/Monate später wieder (dann allerdings nur noch für 6 Wochen), kann an Erlerntes anknüpfen und intensiver an den Dingen arbeiten, die Zuhause im Alltag vllt (wieder) schwierig waren.

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
Einzelzimmer, Kliniklage am Königssee, Zwangsprotokollgruppe, Schwestern/Pfleger sich eig alle nett, Intervalltherapie möglich, Sporttherapeuten alle Top, angemessen viele Therapien (weder zu viel, noch zu wenig), auf körperliche Beschwerden wird schnell eingegangen (zB durch Reiznadelmatte, Massagen, Physio, …)

Kontra:
Sauberkeit in der Klinik, Essen, viele unerfahrene Therapeuten/Ärzte, Verlängerungen werden nur selten gestattet, häufiger Medikamentenwechsel, zT unnötig vergebene Medikamente, zT wirklich unsensible Co-Therapeuten, begleitend andere (psychische) Erkrankungen wie zB Depressionen werden kaum beachtet (obwohl es auch ein Depressionskonzept gibt, welches man zT parallel mitmachen könnte).


(C) Schön Klinik

© Einsenderin

Montag, 8. September 2025

MediClin Klinik an der Lindenhöhe - Erwachsenenpsychiatrie - Station D2

MediClin Klinik an der Lindenhöhe - Erwachsenenpsychiatrie - Station D2 

Versorgungsgebiet: mittleren und nördlichen Ortenaukreis.


© MediClin

In der Psychiatrie in Offenburg gibt es mehrere Stationen:

Station C0: geschlossene Station bei akuter Eigen- oder Fremdgefährdung
Station C1: Schizophrenie und wahnhafte Störungen
Station C2: Depressionen
Station D0: Gerontopsychiatrie
Station D1: Sucht
Station D2: Angst-, Persönlichkeits-, und Traumafolgestörungen

Die Einsenderin wurde auf der D2 behandelt. 

Aufgenommen werden dort Patienten ab 18 Jahren schwerpunktmäßig mit Persönlichkeitsstörungen (insbesondere Borderline), Traumafolgestörungen, Dissoziative Störungen, Angststörungen, teilweise auch ADHS oder Zwangsstörungen.

Es gibt 9 Doppelzimmer und ein Einzelzimmer (für Privatpatienten).

Der Tag startet um 07.30 Uhr mit dem Frühstück, um 09.00 Uhr gibt es eine Morgenrunde mit den Pflegern und Therapeuten, anschließend hat man individuelle Therapien, um 12.30 Uhr ist Mittagessen, anschließend erneut Therapien, ab 17.00 Uhr findet die sogenannte Therapiemappen Besprechung statt sprich jeder Patient geht zur Pflege und bespricht wie die Anspannung den Tag über war, um 18.30 Uhr ist dann Abendessen.
Eine vegane Ernährung ist möglich.  

Die Station arbeitet nach dem Konzept der DBT, eine Therapieform die sich an Menschen richtet die Probleme mit ihrer Emotionsregulation haben. Es gibt auch einige Plätze für DBT-PTBS, für Menschen die unter der Kombi aus Borderline und (K)PTBS leiden oder einer reinen KPTBS. Es werden auch für Traumapatienten Stabilisierungsverfahren zur Vorbereitung einer Traumaexposition angeboten. Insbesondere bei komplexen Traumafolgestörungen verweist die Station auch oft ans Traumazentrum Durchbach, welches aber eine Privatklinik ist und eine Kostenübernahme individuell geklärt werden muss. 

Bei Aufnahme startet man mit einer Diagnostik- und Stabilisierungsphase, wo eine Diagnostik durchgeführt wird, individuelle Therapieziele erarbeitet werden und an Auslösern und Hintergründen der Erkrankung geguckt wird, bevor die richtige Therapiephase startet. 

Therapien: Einzeltherapie, Ergotherapie, Kunsttherapie, Skillsgruppe, DBT-Basisgruppe, Achtsamkeitsgruppe, SKT, Bewegungstherapie 

Außerdem gibt es inviduelle "freiwillige" Therapien die nicht jeder hat wie Klettern, Nordic Walking, Rückenschule, Akupunktur, Arbeitstherapie, Traumainformationsgruppe, Körperwahrnehmung etc. 

Jeden Donnerstag ist Visite. 

Außerdem der Therapien darf man jederzeit in den Ausgang zwischen 08.00 - 21.00 Uhr, von 06.00 - 23.00 Uhr kann man sich außerdem auf dem Klinikgelände bewegen z.B zum Rauchen.

Ab dem zweiten Wochenende kann man jeweils für eine Nacht zuhause übernachten, wenn man von weiter weg kommt darf man jedes zweite Wochenende nur nach Hause, dafür aber zwei Nächte bleiben. Tagesbeurlaubungen sind auch individuell möglich. 

Im laufe der Therapie kann man auch mal 2x die Woche Zuhause schlafen oder am Ende sogar 3x (nur nicht hintereinander), um sich auf die Entlassung optimal vorzubereiten. 

Die Wartezeit für die Station beträgt etwa 3-6 Monate und ein Aufenthalt geht immer 12 Wochen. 

Sein Handy kann man durchgängig haben, es gibt kostenpflichtiges WLAN. 

Die Einsenderin schreibt:

Pro: nette Pflege, kompetente Therapeuten, guter Oberarzt, viele Freiheiten, man bekommt Unterstützung wenn man danach fragt, gut durchgeplante Tagesstruktur, man lernt viele Skills kennen die man ausleihen darf oder auch abkaufen kann

Kontra: was Problemverhalten angeht wird streng mit Konsequenzen gearbeitet wie z.B Verhaltenanalyse und Time-Out, man hat viel Eigenverantwortung, das Essen ist so mittelmäßig 


© MediClin

© MediClin


Montag, 1. September 2025

ZFP Weinsberg - Station P24

 ZFP Weinsberg -  Station P24

Versorgungsgebiet: Klinik für Allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie West: Stadt- und Landkreis Heilbronn
Klinik für Allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie Ost: nördlichen Landkreis Ludwigsburg, im Hohenlohekreis oder im Kreis Schwäbisch Hall

© Einsenderin

Im ZFP Weinsberg gibt es verschiedene Stationen für Erwachsene ab 18 Jahren:

Intensivbehandlungsstationen: P02 und P03
Geschützte halboffene Station: P16
offene Therapiestationen 
mit differenzierten therapeutischen Angeboten: P09, P17, P18, P19, P20 und P24
Clearing- und Kriseninterventionsstation: P01 

Außerdem gibt es noch Stationen im Bereich Sucht und Gerontopsychiatrie. 

Zur Station P17 gab es vor einiger Zeit schonmal einen Beitrag, heute geht es um die Station P24. 

Auf der Station werden Patienten im Alter von 18-65 Jahren aufgenommen, die an einem Krankheitsbild leiden was in einem offenen psychiatrischen Setting behandelbar ist. Die Einsenderin schreibt während sie dort war waren mehrere jüngere Patienten auf Station.
Die Station ist in einem großen Haus auf dem Gelände gegenüber von einem Cafe und einem Laden wo man alles mögliche kaufen kann, wenn man etwas braucht. Es gibt eine Etage, wo die Männer ihre Zimmer haben und eine Etage darüber die Frauen. Es gibt einen Wäscheraum mit Waschmaschine und Trockner auf Station.

Morgens startet der Tag mit einem Frühstück, was bis 08.00 Uhr geht, bis dahin sollte man spätestens eigenständig aufgestanden sein, anschließend hat man individuelle Therapieangebote bevor es um 11.30 Uhr Mittagessen gibt. Danach hat man nochmal Therapien oder Freizeit, um 17.30 Uhr gibt es Abendessen, zum Abendessen kann man wenn man will sich aber auch etwas vom eigenen Geld auf Station bestellen.

Das Essen wählt man jeden Sonntag aus,man hat drei Auswahlmöglichkeiten beim Mittagessen,zwei nicht vegetarische Gerichte und ein vegetarisches Gericht. Morgens gibt es Brötchen und Abends Brot, beides mit Belag den man auswählen kann.

Jeden Sonntag bekommt man einen individuellen Therapieplan mit seinen Therapien für die Woche.

Therapien: Einzeltherapie (1x die Woche), Arbeitstherapie (entweder  auf dem Bauernhof,der Parkanlage oder bei der Gemüsegärtnerei), Bewegungstherapie, Therapeutisches Boxen, Ergotherapie, Kunsttherapie sowie individuell verordnete Gruppentherapien wie z.B die Schlafgruppe, für Patienten mit Schlafstörungen

Dienstag ist Visite mit dem Oberarzt und Donnerstag ohne bei der man irgendwas ansprechen kann wenn man etwas hat. Montag und Freitag gibt es eine Abendrunde in der man sagt was man die Woche vor hat oder wie die Woche war.

Sein Handy darf man durchgängig haben, aber hat nicht immer guten Internetempfang. Am ersten Wochenende bleibt man auf Station, aber dann darf man auch nach Hause oder einen Tagesurlaub nehmen. Abseits der Therapien kann man jederzeit mit Abmelden in den Ausgang gehen und zum Beispiel spazieren gehen oder die Tiere, die auf dem Gelände leben besuchen. 

Die Einsenderin schreibt:

Leider gibt es sehr wenig Therapie.Es heißt man ist angemeldet aber ich war weder in der Arbeitstherapie,Kunsttherapie noch in der Ergotherapie.Ich hatte zwei Einzelgespräche mit einer Psychologin aber beide sind jung und gerade aus dem Studium raus und das merkt man auch.Der Oberarzt ist einfach unsympathisch und erhöht einfach nur die Medikamente.Die meisten Pfleger sind aber nett und haben im allgemeinen Verständnis. Also wenn man wirklich Therapie machen will und an sich arbeiten will,dann würde ich die Station aufjedenfall nicht empfehlen. Das Essen ist gut für eine Klinik. 


© Einsenderin


© Einsenderin

© Einsenderin

Donnerstag, 28. August 2025

Oberberg Fachklinik Fasanenkiez Berlin

 Oberberg Fachklinik Fasanenkiez Berlin

© Oberberg Klinik

Die Oberberg Fachklinik Fasanenkiez ist eine private Kinder- und Jugendpsychiatrie, daher können im Regelfall nur Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene mit einer privaten Krankenversicherung aufgenommen werden.

Aufgenommen werden Patienten im Alter von ca. 6-21 Jahren,  behandelt wird das gesamte Spektrum an psychischen und psychosomatischen Erkrankungen mit der Ausnahme von akuter Eigen- und/oder Fremdgefährdung.

Die Klinik ist unterteilt in 3 Stationen:

Station Grün: 14-21 Jahre, es gibt die Möglichkeit am DBT Programm teilzunehmen
Station Blau: 8-21 Jahre, meistens aber eher bis ca. 16 Jahren, es gibt die Möglichkeit auf Englisch behandelt zu werden und richtet sich daher auch an internationale Patienten
Station Orange: 6-21 Jahre, Schwerpunkte sind Essstörungen sowie psychische Erkrankungen bei Kindern, die Station ist außerdem barrierefrei

Es gibt Einzel- und Doppelzimmer, es gibt auch die Möglichkeit teilstationär aufgenommen zu werden, dann wird aus einem Doppelzimmer tagsüber ein Dreibettzimmer. 

Die Einsenderin wurde auf Station Grün für 4 Monate behandelt.

Der Tag startet um 08.00 Uhr mit dem Frühstück, um 12.15 Uhr gibt es Mittagessen, um 18.30 Uhr ist Abendessen und ab 22.00 Uhr ist Zimmerzeit.  Am Wochenende sind die Mahlzeiten individuell. 

Therapien: Einzeltherapie (4x 25 Minuten), Ernährungstherapie,Kunsttherapie,Sporttherapie,Ergotherapie, Musiktherapie, Yoga, Open Staff (eine Art Visite), Patient*innenrat, Sozialberatung und jeder Patient kriegt individuell zwei Gruppentherapien verordnet wie z.B Skillsgruppe, Selbstwertgruppe, Wahrnehmungsgruppe oder Achtsamkeitsgruppe 

Sein Handy darf man durchgängig haben und kann jederzeit in den Ausgang gehen außerhalb von Therapien und Mahlzeiten. Jedes zweite Wochenende kann man für eine Nacht Zuhause übernachten, an Feiertagen gibt es individuell Absprachen. 

Die Aufenthaltsdauer ist individuell, während die Einsenderin dort war war von 1-9 Monaten alles dabei, die Einsenderin hat auf ihre Aufnahme ca. 1 Monat gewartet, aber auch das ist individuell. 

Die Einsenderin schreibt:

Insgesamt mochte ich die Klinik sehr gerne, da sie sehr realitätsnah ist. Da ich es aus anderen Kliniken kannte, dass man dort sehr abgeschirmt war, dies war bei dieser Klinik nicht der Fall. Dort war man direkt in der Stadt und konnte auch jederzeit raus. Außerdem war das Therapieangebot sehr gut, wenn auch meiner Meinung nach etwas wenig. Die Therapeuten waren sehr nett, und auch das Pflegepersonal war insgesamt freundlich und bemüht, wobei es dort wie auch sonst überall ein paar Schwarze Schafe gab.  Mein einziges Manko ist, wie auch in anderen Oberberg Kliniken dass ich sehr häufig das Gefühl habe, nur das Geld wegen dort angenommen zu werden und nur ein zahlender Kunde zu sein und nicht wirklich ein zu behandelnder netter Mensch ,da es sehr viel um wie wird das jetzt gezahlt? Wer macht das jetzt wie? ging.Grundsätzlich würde ich aber dennoch wiederkommen. 

© Dietrich Kühne

© Dietrich Kühne

© Dietrich Kühne

© Dietrich Kühne

© Oberberg Klinik


© Einsenderin

Montag, 12. Mai 2025

Oberberg Somnia Fachklinik Köln Hürth

 Oberberg Somnia Fachklinik Köln Hürth

© Oberberg Kliniken





Die Oberberg Fachklinik in Hürth ist eine Privatklinik für Psychotherapie und Psychiatrie und behandelt Privatpatienten und Selbstzahler. Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren mit jeglichen Krankheitsbildern die in einem offenen Setting behandelbar sind wie Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen, Zwangsstörungen, Trauma, ADHS, Burn-Out, Essstörungen, Suchterkrankungen etc.
Die Einsenderin wurde wegen einer Borderline-PS, Traumafolgestörung und ADHS behandelt.

Es gibt Einzel- und Doppelzimmer, alle Zimmer werden aber als Einzelzimmer belegt.
Stationen gibt es nicht, die Zimmer sind über die ganze Klinik verteilt und man ist eine große Gemeinschaft. Es gibt 53 Betten sowie tagesklinische Betten.

Jeder Patient hat 3x wöchentlich Einzeltherapie (2x 50 Min., 1x 25 Min.) sowie 1-2 Gespräche mit dem behandelnden Arzt/Psychiater. (Jeder hat einen Bezugstherapeuten und Bezugsarzt). Den restlichen Therapieplan kann man sich im Prinzip individuell zusammen stellen, es gibt verschiedene Gruppenangebote und Fachtherapien. Einige Gruppenangebote sind offen also man jeder Zeit selber entscheiden ob man an dem Tag hin geht oder nicht, manche Gruppenangebote sind geschlossen und man muss sich über seinen Therapeuten dafür anmelden. Es gibt z.B SKT, eine psychodynamische Gruppe, eine Gruppe für junge Erwachsene, Depressionsbewältigungsgruppe, Angstbewältigungsgruppe, Emotions-Regulationstraining, Achtsamkeitstraining oder eine Suchtgruppe als Beispiele. Als Fachtherapien gibt es zum Beispiel verschiedene Kunst- und Ergotherapie Angebote, Tiergestützte Therapie mit einem Therapiehund, Therapeutisches Yoga und verschiedene Sportangebote (Walking, Wirbelsäulengymnastik, PMR, Fitness).
Wie viele Therapien man hat und wie voll der Tag ist hängt daher auch sehr von einem selber ab. Einmal wöchentlich gibt es außerdem eine feste Chefarzt Visite.

Jeder Patient entwickelt bei der Aufnahme zusammen mit dem Team einen individuellen Therapievertrag, der ggf. bei Verstößen zu Pausen oder sogar Abbruch führen kann.

Als Unterstützung kann man auch Medikamente bekommen.

Sein Handy kann man durchgängig haben. Beurlaubungen z.B über den Tag oder fürs Wochenende sind auch möglich und werden individuell abgesprochen, die Klinik achtet sehr darauf dass man einen Bezug zum "Leben außerhalb der Klinik" behält und auch aus der Klinik aus Dinge ausprobiert die einem später im Alltag helfen können, die Einsenderin berichtet, dass sie z.B im Rahmen ihrer Therapie probiert hat nicht-schädliche-Strategien zu entwickeln die trotzdem Adrenalin auslösen und dann für einen Tag beurlaubt wurde um ins Phantasialand zu gehen und das zu testen.

Die Einsenderin schreibt:

Ich finde die Klinik extrem gut, unteranderem durch das selbständige Aussuchen der Gruppe, das miteinander der Mitpatienten etc.
Ich kenne keinen der nicht mit seinem Therapeut zufrieden ist.  Kontra gibt es kaum, außer vielleicht das man das Zimmer nicht abschließen kann.




© Oberberg Kliniken


Montag, 5. Mai 2025

Hospital zum heiligen Geist - Psychosomatik - 3. Nord

 Hospital zum heiligen Geist - Psychosomatik - 3. Nord


In der Psychosomatik im Hospital zum heiligen Geist in Frankfurt gibt es zwei psychosomatische Stationen (Station 5 Nord und Station 3 Nord). Vor einigen Jahren gab es schon einen Beitrag zu Station 5 Nord, heute geht es um Station 3 Nord.

Behandelt werden auf beiden Stationen jegliche psychosomatische Krankheitsbilder mit den Schwerpunkten auf komplexe Traumafolgestörungen, somatoformen Störungen und Schmerzstörungen, Esstörungen sowie Angsterkrankungen und Depressionen.

Es gibt 15 stationäre Behandlungsplätze in Doppelzimmern, es gibt ein einziges Einzelzimmer mit extra Warteliste (sehr viel länger). Auf der anderen Station gibt es auch ein Dreibettzimmer. Außerdem sind 5 tagesklinische Patienten auf Station.

Die Station wird in 2 Gruppen aufgeteilt a 10 Personen. Die jeweilige Gruppe hat dann alle Therapien zusammen (siehe Therapieplan). Der Plan ist jede Woche der selbe.

Die Klinik arbeitet nach einem einem psychoanalytischen, konfliktzentrierten Konzept. Es wird daher viel über die Dynamiken innerhalb der Gruppe gesprochen wird (wer was in wem auslöst, etc.).

Therapien: Einzeltherapie (2x 50 Min.), 1-2x Bezugspflegegespräch, therapeutische Kleingruppe / Gruppentherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie, Atemtherapie, Körperpsychotherapie, Walking-Gruppe, Fitnessgruppe, PMR., Ernährungstherapie

Je nach Krankheitsbild kann man noch in die  DBT Gruppe, eSchmerzgruppe oder Traumagruppe eingeteilt werden. Es besteht die Möglichkeit einer Traumakonfrontation (EMDR oder IRRT).

Zusätzlich kann man Physiotherapie oder weitere Angebote (Körpertherapie alleine, Klangschalentherapie alleine, etc.) bekommen.

Zum Essstörungskonzept:
Es gibt keinen Mindest BMI, wenn man allerdings körperlich zu schlechte Werte hat kommt man erstmal auf die somatische Station im Haus. Es gibt ein Basisgewicht (+4kg zum Aufnahmegewicht). Bis dahin ist der Ausgang beschränkt auf 2-4 Stunden je nach Entwicklung und man kann am Wochenende nicht nach Hause. Ziel ist ein 18,5 BMI. Man muss mindestens 0,5kg pro Woche zunehmen, wenn man das nicht schafft gibt es Fortimel (überwacht+ Sitzzeit) und bei 3x wird man entlassen (wobei die mit sich reden lassen). Man kann auch eine Sonde bekommen. Wiegen ist 2x wöchentlich. Es gibt 3 Hauptmahlzeiten zu denen man anwesend sein muss, allerdings wird nichts kontrolliert. Im Untergewicht darf man an keinen Bewegungstherapien teilnehmen.Das Konzept ist sehr eigenverantwortlich. Man muss ein Essenstagebuch führen, was in der Bezugspflege besprochen wird.
Man kann essen was man möchte, solange man wöchentlich die 500g zunimmt. Über Essen/ Symptomatik wird wenig gesprochen, es geht um das dahinter. Oft wird ein Intervall angeboten, sodass man nach einigen Monaten nochmal kommt. Im Untergewicht ist es nicht möglich in den teilstationären Bereich zu wechseln.

Die meisten Patienten bleiben 8-10 Wochen mit Essstörung kann man maximal 12 Wochen bleiben. Häufig ist man die letzten 2-3 Wochen teilstationär, um einen sanften Übergang zu schaffen.

Man hat freien Ausgang außer wie geschildert teilweise als Essstörungspatient.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: Außergewöhnlich gute Pflege (kennen sich gut im Traumabereich aus), kompetente Therapeuten, guter Austausch innerhalb des Teams, viel Unterstützung (wenn man sie denn einfordert), kurze Wartezeiten, gute körperliche Betreuung (regelmäßige Blutabnahmen, EKG) Contra: Viel Eigenverantwortung, gerade bei Essstörungen nur empfehlenswert wenn man sehr reflektiert ist/ schon Vorbehandlung hatte, typisches Krankenhausessen, viel Therapieausfall Empfehlenswert für alle, die nichts mit verhaltenstherapeutischen Konzepten anfangen können und konstante Ansprechpartner brauchen. Besonders bei PTBS zur Stabilisierung (nicht unbedingt Konfrontation) und für Depressionen/ Ängste. Bei Essstörungen nur mit genug Eigenmotivation.





Montag, 31. März 2025

Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Wesel - Marien-Hospital gGmbH - Gruppe 2

 Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Wesel - Marien-Hospital gGmbH  - Gruppe 2 

n der Tagesklinik für KJP in Wesel gibt es 3 Gruppen/Stationen

Gruppe 1: Kinder von ca. 6-14 Jahren (in Ausnahmefällen auch bis 16 Jahren)
Gruppe 2: 14-18 Jährige (in Ausnahmefällen und bei vorheriger Bestätigung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse auch bis 21 Jahre)
Gruppe 3: Familientagesklinik (Kinder von 4-10 Jahren gemeinsam mit einem Elternteil)

Die Einsenderin wurde in Gruppe 1 und 2 behandelt, heute geht es um Gruppe 2.

Zur Gruppe 2:

In Gruppe 2 werden Patient:innen von ca. 14-18 Jahren aufgenommen (bei Kostenübernahme durch die Krankenkasse auch bis 21 Jahren), behandelt werden jegliche Krankheitsbilder des Jugendalters die in einem offenen tagesklinischen Setting behandelbar sind, wobei der Schwerpunkt auf Krankheitsbildern liegt die mit Schwierigkeiten in der Emotionsregulation, Selbstverletzden Verhalten etc. einher geht oder Traumatisierungen.

an bleibt Montag bis Donnerstag von 08.00 - 16.00 Uhr (in den Ferien nur bis 15.00 Uhr) in der Tagesklinik, am Freitag von 08.00 - 14.30 Uhr. Es gibt 6 Plätze.

Der Tag startet mit der Diary Card Besprechung vom Vorabend, anschließend gibt es Frühstück und eine Morgenrune mit Achtsamkeitsübung. Anschließend hat man Klinikschule (max. 13 Stunden die Woche) oder Therapien, um 12.00 Uhr gibt es Mittagessen, um 12.30 Uhr hat man Zeit seine Therapiehausaufgaben zu erledigen, anschließend gibt es erneut Angebote oder Therapien und es gibt eine Abschlussrunde mit Achtsamkeitsübung.

Die Station arbeitet nach dem Konzept der DBT-A, einer verhaltenstherapeutischen Therapieform die entwickelt wurde für Jugendliche, die Symptome einer Borderline Persönlichkeitsstörung zeigen. Bei Aufnahme formuliert man konkrete Therapieziele, die man in seiner Behandlung dort erreichen möchte.

Therapien: Skillsgruppe (2x wöchentlich), SKT, Einzeltherapie (1x wöchentlich), Achtsamkeitsgruppe, Lauftherapie/ aktiver Spaziergang, Fachtherapie, Yoga, Buddha-Gruppe, 3x während des Aufenthalts Family-Skillsgruppe (Patient*innen erklären ihren Bezugspersonen mit Unterstützung der PEDs & Oberärztin verschiedene Skills, die sie vorher selbst ausgewählt haben)

Dienstags ist Visite. Es wird viel Wert auf Eigenverantwortung gelegt. Elterngespräch mit Therapeut*in findet ca. alle 2 Wochen statt. Es gibt einen Hausbesuch durch Sozialarbeiterin zu Beginn der Behandlung. In den letzten 3 Wochen vor Entlassung gibt es ggf. eine Schulrückführung, wo man bis zu 4 Stunden seine Heimatschule besucht.

Bei Vorkommen von SVV muss immer eine Verhaltensanalyse geschrieben werden, aber auch bei anderem Problemverhalten muss man diese teilweise schreiben (teilweise werden VAs auch nur zur Analyse von Gefühlen genutzt, durch die kein wirkliches Problemverhalten entstanden ist). Nach der Entlassung kann man noch an einer Skillsgruppe zum Erhalt der Fähigkeiten teilnehmen, die aus 3 Terminen besteht.

Man bleibt 12 Wochen in der Tagesklinik, in begründeten Ausnahmefällen ist manchmal eine Verlängerung möglich.

Die Einsenderin schreibt:

Ich war 13 Wochen in der Gruppe und kann sie sehr empfehlen, es ist allerdings auch ein sehr anstrengendes Konzept. Mir hat der Aufenthalt sehr geholfen. Die PEDs sind größtenteils sehr nett und die Oberärztin der Gruppe ist auch sehr cool und erfüllt mal nicht das typische Cliche einer Psychiaterin, außerdem leitet sie die Skillsgruppen größtenteils selbst. Es gibt zwei Therapeut*innen, häufig ist auch noch eine Therapeutin/ ein Therapeut in Ausbildung da, die im Alltag im Prinzip wie die PEDs und (falls die Person damit einverstanden ist) auch bei Therapieterminen dabei ist. Man hat meistens durch die vielen Therapietermine etc. nicht so viel Freizeit.





 

Montag, 24. März 2025

Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Wesel - Marien-Hospital gGmbH - Gruppe 1

 Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Wesel - Marien-Hospital gGmbH - Gruppe 1

In der Tagesklinik für KJP in Wesel gibt es 3 Gruppen/Stationen

Gruppe 1: Kinder von ca. 6-14 Jahren (in Ausnahmefällen auch bis 16 Jahren)
Gruppe 2: 14-18 Jährige (in Ausnahmefällen und bei vorheriger Bestätigung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse auch bis 21 Jahre)
Gruppe 3: Familientagesklinik (Kinder von 4-10 Jahren gemeinsam mit einem Elternteil)

Die Einsenderin wurde in Gruppe 1 und 2 behandelt, heute geht es um Gruppe 1.

Zur Gruppe 1:

In der Gruppe 1 werden Kinder von 6-14 Jahren aufgenommen, in Ausnahmefällen auch bis 16 Jahren. Behandelt werden jegliche Krankheitsbilder des Kinder- und Jugendalters die in einem offenen tagesklinischen Setting behandelbar sind. Die Gruppe hat einen eigenen kleinen Garten.

Man bleibt Montag bis Donnerstag von 08.00 - 16.00 Uhr (in den Ferien nur bis 15.00 Uhr) in der Tagesklinik, am Freitag von 08.00 - 14.30 Uhr. Es sind maximal 12 Patient:innen gleichzeitig da, häufig aber auch weniger.

Der Tag startet mit einer gemeinsamen Morgenrunde, anschließend gibt es Frühstück. Danach besucht man entweder in Kleingruppen die Klinikschule oder hat individuelle Therapien. Um 12.00 Uhr gibt es Mittagessen, anschließend erneut verschiedene Angebote, bevor der Tag mit einer Abschlussrunde endet.

Therapien: 1x w. Einzeltherapie, 1x w. Eltern/Familiengespräch, Wohlfühlgruppe, SKT, Kreativtherapiegruppe (Angstbewältigung), Bewegungsgruppe, Maltherapie, Projektgruppe, Gartengruppe, Jugendgruppe

Die Gruppentherapien werden je nach Krankheitsbild angepasst. Zu Beginn der Behandlung und kurz nach Entlassung erfolgt ein Hausbesuch durch die Sozialarbeiterin der Klinik.
In den Schulferien unternimmt man 1x wöchentlich einen gemeinsamen Ausflug und kocht 1x die Woche zusammen. Es werden verschiedene Ämter/Dienste an jeden Patienten verteilt, diese werden Montags in der Patientenkonferenz besprochen, zusammen mit anderen Themen. Je nach Krankheitsbild hat man die letzten 1-3 Wochen vor der Entlassung eine Schulrückführung, sprich man besucht seine Heimatschule und guckt wie das klappt.

Die Einsenderin schreibt:

Ich war 16 Wochen in der Tagesklinik. Die PEDs und Therapeuten waren größtenteils sehr nett. Mir hat der Aufenthalt ganz gut geholfen, allerdings hätte ich teilweise noch mehr Therapien gebraucht. Man hatte häufig sehr viel Freizeit, die man in der Regel aber gut mit den Mitpatient*inmen und PEDs verbringen konnte. Bei Problemen konnte man sich immer an den PED wenden und teilweise auch um ein kurzes Gespräch mit der Bezugstherapeutin bitten. Ich würde die Gruppe auf jeden Fall weiterempfehlen.


© Einsenderin

 

Montag, 17. Februar 2025

Uniklinikum Dresden - Erwachsenenpsychiatrie - Station PSY-S4

 Uniklinikum Dresden - Erwachsenenpsychiatrie -  Station PSY-S4

Versorgungsgebiet: Dresden - Innere Altstadt Pirnaische Vorstadt Seevorstadt Johannstadt-Nord Johannstadt-Süd Blasewitz Striesen-Ost Striesen-Süd Striesen-West Tolkewitz/Seidnitz-Nord Gruna


Im Uniklinikum Dresden gibt es im Bereich der Erwachsenenpsychiatrie 4 Stationen sowie zwei Tageskliniken, eine davon für junge Erwachsene dazu findet ihr schon einen Beitrag auf unserer Seite.

Station PSY-S1: Akutstation (geschlossen geführt)
Station PSY-S2: Allgemeinpsychiatrie mit dem Schwerpunkt Psychosen
Station PSY-S3: Allgemeinpsychiatrie mit dem Schwerpunkt Suchterkrankungen
Station PSY-S4: Allgemeinpsychiatrie mit dem Schwerpunkt Affektive Störungen

Die Einsenderin wurde auf Station PSY-S4 behandelt.

Aufgenommen werden auf Station PSY-S4 Patienten ab 18 Jahren, der Schwerpunkt liegt auf affektiven Störungen (Depressionen und Bipolare Störungen), es sind aber Patienten mit verschiedensten Krankheitsbildern dort. Es gibt max. 30 Behandlungsbetten in Zwei- und Dreibettzimmern. Die Zimmer haben Fernseher. Es gibt den Zugang zu einer Dachterrasse. Die Psychiatrie befindet sich in einem Altbau, weshalb es Gemeinschaftsbäder auf dem Flur gibt. Im kommenden Jahr (2026) wird die Psychiatrie aber in ein neues extra gebautes Gebäude umziehen, wo sich vieles ändern soll.

Bei den Mahlzeiten kann man sich selber zusammenstellen was man möchte und beim Mittagessen wählen zwischen Vollkost, Leichte Vollkost, Vegetarisch oder Kindermenü. Um 07.00 Uhr steht man auf, um 07.30 Uhr gibt es eine Morgenrunde und anschließend Frühstück, um 11.30 Uhr Mittagessen und um 17.30 Uhr Abendessen. 3x die Woche gibt es ein Kuchenangebot.

Jeder kriegt einen individuellen Therapieplan, gerade wenn man nur zur Krise da ist hat man sehr wenig Programm. An welchen Gruppen man teilnimmt wird individuell angeordnet.

Therapien: Einzeltherapie, Ergotherapie, Laufgruppe, verschiedene Gruppentherapien (Depressionsbewältigungsgruppe, Bipolar-Gruppe, Suchtgruppe, Psychosegruppe, Stresstoleranzgruppe), Frühsport (2x die Woche).

Dienstags ist immer Oberarztvisite.

Ausgang wird inviduell entschieden, aber meistens kann man unter der Woche nur aufs Gelände und nur am Wochenende ggf. vom Gelände runter. Sein Handy darf man durchgängig haben, es gibt kostenloses WLAN.

Die Einsenderin schreibt:

Ich fand die Station okay, Aber es ist Mehr ein aufbewahrungsort, nicht Therapie und kommt stark auf die patientengruppe an. 
 

 

Montag, 10. Februar 2025

 Therapeutikum Heilbronn - Rehabilitation psychisch Kranker (RPK)


 Heute stellen wir euch eine RPK Einrichtung vor, was weder Klinik noch Wohneinrichtung ist, sondern eine Art Langzeit-Reha (Medizinisch-Beruflich) für psychisch kranke, wo man wohnt, im Alltag unterstützt wird, Therapien hat und gleichzeitig daran arbeitet wieder fit für den Arbeitsmarkt zu werden durch Arbeistherapien und Arbeitserprobung. Dieses Angebot gibt es an verschiedenen Standorten Deutschlands, manche sind spezialisiert auf spezielle Krankheitsbilder, der Kostenträger sind die Rentenversicherung oder die Krankenkassen. Je nach RPK Einrichtung und Ziel beträgt die Behandlungsdauer 6-24 Monate und stellt oft eine gute Möglichkeit dar.

Die RPK im Therapeutikum Heilbronn ist ein stationär oder ambulant durchführbares Angebot, welches sich an volljährige Personen richtet, die z.B. an Schizophrenie,
Depressionen, Angst- und Zwangserkrankungen oder Persönlichkeitsstörungen leiden und
aufgrund dessen eine besondere Förderung benötigen, um zurück in Gesellschaft und
Arbeitsmarkt zu finden. Ausschlusskriterien sind akute Suchterkrankungen sowie Eigen- un
Fremdgefährdung. Die Maßnahme ist gegliedert in eine medizinische und in eine beruflich
Phase, wobei beide jeweils auf maximal 12 Monate begrenzt sind. In der medizinischen
Phase stehen die Stabilisierung, Perpsektivenklärung und therapeutische Behandlung im
Vordergrund; in der beruflichen Phase sollen Praktika durchgeführt um so die Belastbarkei
zu verbessern und zu überprüfen. Um in die RPK aufgenommen zu werden, findet ei
gemeinsames Kennenlerngespräch inklusive Indikationsstellung statt, dann muss ein
entsprechender Antrag bei der Rentenversicherung oder der Krankenkasse gestellt werden,
erst wenn dieser Antrag genehmigt wurde, wird man auf die Warteliste gesetzt.

Der Einsender war ingesamt 24 Monate dort in stationärer Behandlung, weshalb sich die
folgenden Einzelheiten, insbesondere der Tagesablauf, nicht auf die ambulante Maßnahme
beziehen.

Im stationären Bereich der RPK in Heilbronn gibt es 3 Wohngruppen, in denen die Teilnehmer der RPK leben. In jeder Wohngruppe stehen ausschließlich Einzelzimmer zur Verfügung, in einer der Wohngruppen
verfügt jedes Zimmer über ein eigenes Badezimmer. Jede Wohngruppe hat ein gemeinsames Wohn- und Esszimmer sowie eine Küche. Unter der Woche sind die Wohngruppen von 13-20 Uhr, am Wochenende von 10-18 Uhr, durch ein*e Betreuer*in besetzt. Alle Bewohner*innen wechseln sich mit den anfallenden Diensten (z.B. kochen und einkaufen) ab. In der Wohngruppe ist die Teilnahme am Abendessen verpflichtend; am Wochenende werden ein gemeinsames Frühstück und Mittagessen für die Anwesenden angeboten.

Hauptbestandteil der RPK ist die Arbeitstherapie. Diese findet unter der Woche meisten
zwischen 8-16 Uhr statt; an einem Tag dürfen die stationären Rehabilitanten früher gehen,
weil sie in dieser Zeit ihr Zimmer putzen müssen. In der Arbeitstherapie stehen
unterschiedliche Bereiche zur Verfügung, in welchen auf Grundlage von Anleitungen
verschiedene „Werkstücke“ aus Holz, Metall und Papier gefertigt werden. Auf diesem Wege
sollen die Belastbarkeit und die Grundarbeitsfähigkeiten gefördert werden.
Begleitend finden folgende Therapieangebote statt: Einzeltherapie (1x in der Woche)
Therapeutisches Boxen, Bewegungstherapie, Sporttherapie im eigenen Fitnessstudio,
verschiedene Gruppentherapien wie Soziales Kompetenztraining, Psychoedukation und
Entspannungsverfahren, 1x wöchentlich Termin bei der Sozialarbeit.
In der beruflichen Phase sollen die Rehabilitanten zuerst innerhalb des Therapeutikum in de
verschiedenen Werkstätten in einem geschützten Rahmen ihre Arbeitsfähigkeit steigern um
dann in externen Praktika die erlangte Arbeitsfähigkeit zu überprüfen und auszubauen. Hier
wird man beim Bewerbungsprozess unterstützt. Beim Wechsel in ein externes Praktikum fällt
die Arbeitstherapie weg, stattdessen arbeitet man dann an 4 Tagen in der Woche in der
Praktikumsstelle. Am fünften Tag findet die Einzeltherapie statt.
Außerhalb der Termine kann man ganz normal seinem Alltag nachgehen und z.B Freunde treffen.

Der Einsenderin schreibt:

Die Meinungen zur RPK im Therapeutikum waren zu meiner Zeit sehr geteilt, ich persönlich
habe nur positive Erfahrungen gemacht und der individuelle Eindruck ist meiner Ansicht nach
auch sehr von der persönlichen Motivation nach Veränderung abhängig. Alle Mitarbeitenden
waren super nett und bemüht, ich habe mich von Anfang an sehr wohl und unterstützt gefühlt. Mir ging es zwischenzeitlich sehr schlecht und wurde sehr gut aufgefangen und nicht einfach mir selbst überlassen oder sogar entlassen. Die Organisation und Kommunikation war manchmal etwas schleppend, da muss man auf jeden Fall hinterher sein.
Wichtig bei der RPK ist meiner Meinung nach, dass man eigene Motivation mitbringen muss,
weil das Ziel schon ist, (zurück) auf den Arbeitsmarkt zu finden. Wer wirklich an sich arbeite
möchte findet dort alles, was er braucht.