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Montag, 8. September 2025

MediClin Klinik an der Lindenhöhe - Erwachsenenpsychiatrie - Station D2

MediClin Klinik an der Lindenhöhe - Erwachsenenpsychiatrie - Station D2 

Versorgungsgebiet: mittleren und nördlichen Ortenaukreis.


© MediClin

In der Psychiatrie in Offenburg gibt es mehrere Stationen:

Station C0: geschlossene Station bei akuter Eigen- oder Fremdgefährdung
Station C1: Schizophrenie und wahnhafte Störungen
Station C2: Depressionen
Station D0: Gerontopsychiatrie
Station D1: Sucht
Station D2: Angst-, Persönlichkeits-, und Traumafolgestörungen

Die Einsenderin wurde auf der D2 behandelt. 

Aufgenommen werden dort Patienten ab 18 Jahren schwerpunktmäßig mit Persönlichkeitsstörungen (insbesondere Borderline), Traumafolgestörungen, Dissoziative Störungen, Angststörungen, teilweise auch ADHS oder Zwangsstörungen.

Es gibt 9 Doppelzimmer und ein Einzelzimmer (für Privatpatienten).

Der Tag startet um 07.30 Uhr mit dem Frühstück, um 09.00 Uhr gibt es eine Morgenrunde mit den Pflegern und Therapeuten, anschließend hat man individuelle Therapien, um 12.30 Uhr ist Mittagessen, anschließend erneut Therapien, ab 17.00 Uhr findet die sogenannte Therapiemappen Besprechung statt sprich jeder Patient geht zur Pflege und bespricht wie die Anspannung den Tag über war, um 18.30 Uhr ist dann Abendessen.
Eine vegane Ernährung ist möglich.  

Die Station arbeitet nach dem Konzept der DBT, eine Therapieform die sich an Menschen richtet die Probleme mit ihrer Emotionsregulation haben. Es gibt auch einige Plätze für DBT-PTBS, für Menschen die unter der Kombi aus Borderline und (K)PTBS leiden oder einer reinen KPTBS. Es werden auch für Traumapatienten Stabilisierungsverfahren zur Vorbereitung einer Traumaexposition angeboten. Insbesondere bei komplexen Traumafolgestörungen verweist die Station auch oft ans Traumazentrum Durchbach, welches aber eine Privatklinik ist und eine Kostenübernahme individuell geklärt werden muss. 

Bei Aufnahme startet man mit einer Diagnostik- und Stabilisierungsphase, wo eine Diagnostik durchgeführt wird, individuelle Therapieziele erarbeitet werden und an Auslösern und Hintergründen der Erkrankung geguckt wird, bevor die richtige Therapiephase startet. 

Therapien: Einzeltherapie, Ergotherapie, Kunsttherapie, Skillsgruppe, DBT-Basisgruppe, Achtsamkeitsgruppe, SKT, Bewegungstherapie 

Außerdem gibt es inviduelle "freiwillige" Therapien die nicht jeder hat wie Klettern, Nordic Walking, Rückenschule, Akupunktur, Arbeitstherapie, Traumainformationsgruppe, Körperwahrnehmung etc. 

Jeden Donnerstag ist Visite. 

Außerdem der Therapien darf man jederzeit in den Ausgang zwischen 08.00 - 21.00 Uhr, von 06.00 - 23.00 Uhr kann man sich außerdem auf dem Klinikgelände bewegen z.B zum Rauchen.

Ab dem zweiten Wochenende kann man jeweils für eine Nacht zuhause übernachten, wenn man von weiter weg kommt darf man jedes zweite Wochenende nur nach Hause, dafür aber zwei Nächte bleiben. Tagesbeurlaubungen sind auch individuell möglich. 

Im laufe der Therapie kann man auch mal 2x die Woche Zuhause schlafen oder am Ende sogar 3x (nur nicht hintereinander), um sich auf die Entlassung optimal vorzubereiten. 

Die Wartezeit für die Station beträgt etwa 3-6 Monate und ein Aufenthalt geht immer 12 Wochen. 

Sein Handy kann man durchgängig haben, es gibt kostenpflichtiges WLAN. 

Die Einsenderin schreibt:

Pro: nette Pflege, kompetente Therapeuten, guter Oberarzt, viele Freiheiten, man bekommt Unterstützung wenn man danach fragt, gut durchgeplante Tagesstruktur, man lernt viele Skills kennen die man ausleihen darf oder auch abkaufen kann

Kontra: was Problemverhalten angeht wird streng mit Konsequenzen gearbeitet wie z.B Verhaltenanalyse und Time-Out, man hat viel Eigenverantwortung, das Essen ist so mittelmäßig 


© MediClin

© MediClin


Montag, 5. Mai 2025

Hospital zum heiligen Geist - Psychosomatik - 3. Nord

 Hospital zum heiligen Geist - Psychosomatik - 3. Nord


In der Psychosomatik im Hospital zum heiligen Geist in Frankfurt gibt es zwei psychosomatische Stationen (Station 5 Nord und Station 3 Nord). Vor einigen Jahren gab es schon einen Beitrag zu Station 5 Nord, heute geht es um Station 3 Nord.

Behandelt werden auf beiden Stationen jegliche psychosomatische Krankheitsbilder mit den Schwerpunkten auf komplexe Traumafolgestörungen, somatoformen Störungen und Schmerzstörungen, Esstörungen sowie Angsterkrankungen und Depressionen.

Es gibt 15 stationäre Behandlungsplätze in Doppelzimmern, es gibt ein einziges Einzelzimmer mit extra Warteliste (sehr viel länger). Auf der anderen Station gibt es auch ein Dreibettzimmer. Außerdem sind 5 tagesklinische Patienten auf Station.

Die Station wird in 2 Gruppen aufgeteilt a 10 Personen. Die jeweilige Gruppe hat dann alle Therapien zusammen (siehe Therapieplan). Der Plan ist jede Woche der selbe.

Die Klinik arbeitet nach einem einem psychoanalytischen, konfliktzentrierten Konzept. Es wird daher viel über die Dynamiken innerhalb der Gruppe gesprochen wird (wer was in wem auslöst, etc.).

Therapien: Einzeltherapie (2x 50 Min.), 1-2x Bezugspflegegespräch, therapeutische Kleingruppe / Gruppentherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie, Atemtherapie, Körperpsychotherapie, Walking-Gruppe, Fitnessgruppe, PMR., Ernährungstherapie

Je nach Krankheitsbild kann man noch in die  DBT Gruppe, eSchmerzgruppe oder Traumagruppe eingeteilt werden. Es besteht die Möglichkeit einer Traumakonfrontation (EMDR oder IRRT).

Zusätzlich kann man Physiotherapie oder weitere Angebote (Körpertherapie alleine, Klangschalentherapie alleine, etc.) bekommen.

Zum Essstörungskonzept:
Es gibt keinen Mindest BMI, wenn man allerdings körperlich zu schlechte Werte hat kommt man erstmal auf die somatische Station im Haus. Es gibt ein Basisgewicht (+4kg zum Aufnahmegewicht). Bis dahin ist der Ausgang beschränkt auf 2-4 Stunden je nach Entwicklung und man kann am Wochenende nicht nach Hause. Ziel ist ein 18,5 BMI. Man muss mindestens 0,5kg pro Woche zunehmen, wenn man das nicht schafft gibt es Fortimel (überwacht+ Sitzzeit) und bei 3x wird man entlassen (wobei die mit sich reden lassen). Man kann auch eine Sonde bekommen. Wiegen ist 2x wöchentlich. Es gibt 3 Hauptmahlzeiten zu denen man anwesend sein muss, allerdings wird nichts kontrolliert. Im Untergewicht darf man an keinen Bewegungstherapien teilnehmen.Das Konzept ist sehr eigenverantwortlich. Man muss ein Essenstagebuch führen, was in der Bezugspflege besprochen wird.
Man kann essen was man möchte, solange man wöchentlich die 500g zunimmt. Über Essen/ Symptomatik wird wenig gesprochen, es geht um das dahinter. Oft wird ein Intervall angeboten, sodass man nach einigen Monaten nochmal kommt. Im Untergewicht ist es nicht möglich in den teilstationären Bereich zu wechseln.

Die meisten Patienten bleiben 8-10 Wochen mit Essstörung kann man maximal 12 Wochen bleiben. Häufig ist man die letzten 2-3 Wochen teilstationär, um einen sanften Übergang zu schaffen.

Man hat freien Ausgang außer wie geschildert teilweise als Essstörungspatient.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: Außergewöhnlich gute Pflege (kennen sich gut im Traumabereich aus), kompetente Therapeuten, guter Austausch innerhalb des Teams, viel Unterstützung (wenn man sie denn einfordert), kurze Wartezeiten, gute körperliche Betreuung (regelmäßige Blutabnahmen, EKG) Contra: Viel Eigenverantwortung, gerade bei Essstörungen nur empfehlenswert wenn man sehr reflektiert ist/ schon Vorbehandlung hatte, typisches Krankenhausessen, viel Therapieausfall Empfehlenswert für alle, die nichts mit verhaltenstherapeutischen Konzepten anfangen können und konstante Ansprechpartner brauchen. Besonders bei PTBS zur Stabilisierung (nicht unbedingt Konfrontation) und für Depressionen/ Ängste. Bei Essstörungen nur mit genug Eigenmotivation.





Donnerstag, 4. April 2024

Fachklinik "JuLe" - Kinder- und Jugendpsychiatrie Lübeck

 Fachklinik "JuLe" - Kinder- und Jugendpsychiatrie Lübeck

Versorgungsgebiet: Kreis Ostholstein, Lübeck, Kreis Storman, Kreis Herzogtum Lauenburg

(C) Einsenderin

Es gab bereits vor einiger Zeit einen Beitrag über die KJP Lübeck, da die Klinik aber umgezogen ist in einen Neubau, sich dadurch die Stationsaufteilung und einige Dinge geändert haben gibt es nun einen neuen Post:

Im Neubau gibt es 50 Betten auf 5 Stationen:

Station 1: Akutaufnahmen, Therapiebereich für Psychosen sowie angeschlossener Subakutbereich
Station 2: Jugendstation von ca. 13-18 Jahren , Schwerpunkt Traumafolgestörungen
Station 3: Kinderstation von ca. 6-12 Jahren
Station 4: DBT-A Station für Mädchen von ca. 14-19 Jahren (Wellenreiter)
Station 5: DBT-A Station für Jungen von ca. 13-19 Jahren (Poseidon)

Die Einsenderin wurde auf Station 1 und Station 4 behandelt.

Auf Station 1 werden Jugendliche in akuten Krisen aufgenommen, die u.a mit Eigen- und/oder Fremdgefährdung einhergehen wie Suizidgedanken.
Es gibt Einzel- und Doppelzimmer und einen Krisenraum.
Es gibt kein festes Therapieangebot außer jeden Tag einen therapeutischen Kurzkontakt, wenn man längerfristig auf Station bleibt, hat man ein festes wöchentliches therapeutisches Einzelgespräch.
Handys sind auf Station 1 komplett verboten.
Es ist sehr individuell wie lange man auf Station ist, einige bleiben nur 1-2 Tage, anderer sind aufgrund Unterbringungsbeschluss mehrere Monate da.

Auf Station 4 werden Mädchen von ca. 14-19 Jahren aufgenommen, die Probleme aus dem emotional-instabilen Bereich haben (z.B Selbstverletzungen, Suizidgedanken, Anspannungszustände, Stimmungsschwankungen, Impulsivität, Identitätsunsicherheit, Dissoziationen, Traumata). Die Station Wellenreiter ist eine Therapiestation, die nach dem Konzept der Dialektisch-Behavioralen-Therapie für Adoleszente (DBT-A) arbeitet.

Die Dialektisch-Behavioralen-Therapie für Adoleszente ist eine verhaltenstherapeutische Therapie, die für Jugendliche mit einer Borderline-Persönlichkeitsentwicklungsstörung erfunden wurde, es gibt verschiedene Module (Stresstoleranz, Emotionsregulation, Zwischenmenschliche Kompetenzen, Innere Achtsamkeit) in denen man verschiedene Skills kennenlernt.

Die Station wird offen geführt, Ausschlusskriterien zur Aufnahme sind akute Drogenabhangigkeit (negativer Drogentest muss vorliegen), akute Suizidalität, akute Essstörungen (es gibt eine Essensvereinbarung die eingehalten werden muss sowie ein individueller Mindest-BMI), akute Suizidalität oder wenn kein fester Wohnort vorliegt.

Die Therapie dauert immer genau 3 Monate. Es gibt 10 Behandlungsplätze und ausschließlich Doppelzimmer mit eigenem Bad. Es gibt allerdings 6 Doppelzimmer, weshalb man teilweise ein Doppelzimmer zur alleinigen Nutzung hat.

Es gibt 3 feste Essenszeit um 7:30 Uhr (Frühstück), um 12:15 Uhr (Mittag essen) und um 18:00 Uhr Abendbrot. Die Mahlzeiten sind verpflichtend und es muss eine MIndest-Menge gegessen werden.  Einmal die Woche ist Therapiekochen, d.h eine Kleingruppe an Patienten kocht gemeinsam mit dem PED für die ganze Station, zweimal die Woche ist freies Essen, da kann man sich z.B was kaufen zum Essen oder kochen auf Station.
Einmal wöhentlich werden alle Patienten gewogen.

Es gibt jeden Morgen einen gemeinsamen Morgenspaziergang. Abends muss man um 21.15 Uhr auf seinem Zimmer sein.

Therapien:  Einzeltherapie (1x wöchentlich, wenn man Traumatherapie auf Station macht 2x wöchentlich), Skillsgruppe (2x wöchentlich,
wo die DBT Module behandelt werden), Kunsttherapie, Commitment Gruppe /Compassion-Gruppe, Bewegungstherapie, Sport, Skillsübungszeit (2x wöchentlich)

Außerdem gibt es Therapien die man individuell „verordnet“ bekommen kann wie Reittherapie, Hundetherapie, Musiktherapie, Ergotherapie, Band-Gruppe oder Garten-Gruppe. Und man hat eine
Bezugspersonenstunde.

Teilweise wird Trauma-Therapie angeboten, dann hat man 1 Einzeltherapiegespräch mehr die Woche.

Einmal die Woche findet die StaKo (Stationskonferenz) statt, wo das Zusammen leben auf Station besprochen wird. Außerdem gibt es einmal die Woche eine Außenaktivität wo man entweder einen Ausflug macht oder ein Projekt auf Station macht wie z.B Lagerfeuer, was kreatives etc. Zweimal die Woche gibt es auch noch gemeinsame Zeit, wo alle Patienten zusammen kommen und man z.B was spielt oder auch was kreatives macht.

Alle Patienten besuchen die Klinikschule, auch wenn man z.B die Schule schon abgeschlossen hat ist es verpflichtend die Klinikschule zu besuchen, dort wird dann individuell geguckt was man macht.

Bei Selbstverletzungen oder anderem schädlichen Verhalten (z.B Erbrechen, das wird individuell festgelegt) muss eine Verhaltensanalyse geschrieben werden, die anschließend in der Therapie besprochen wird. Jeden Abend wird die sogenannte Diary-Card mit dem PED besprochen, wo man z.B Selbstverletzungsdruck einträgt. Jeder Patient erstellt im Laufe seines Aufenthalts eine individuelle Skillskette.

 

Bei Beginn muss man einen Behandlungsvertrag unterschreiben und die Regeln und ggf. folgenden Konsequenzen akzeptieren. Im Gegensatz zu anderen Stationen fliegt man vielleicht relativ schnell, einfach da das DBT-A Konzept mit sehr klaren Regeln arbeitet, die aber transparent kommuniziert werden.

Es gibt eine feste Medienzeit jeden Tag, wo man sein Handy bekommt und in der Zeit nutzen kann.

Von Samstag auf Sonntag fahren alle Patienten für eine Nacht in die Beurlaubung, nur in sehr großen Ausnahmen kann man auf Station bleiben.

Rauchen ist erlaubt ab 14 Jahren wenn die Eltern das unterschreiben. (Max. 8 Zigaretten am Tag)

Die Einsenderin schreibt, sie würde die Station definitiv weiterempfehlen. 

 



 







Montag, 9. Oktober 2023

Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margaret - Psychosomatik und Psychotherapie

 Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margaret - Psychosomatik und Psychotherapie

(C) Darmstädter Kinderkliniken

In
der Kinderklinik in Darmstadt gibt es eine psychosomatische Station für Kinder und Jugendliche mit 22 vollstationären Betten. Aufgenommen werden Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren mit den verschiedensten psychosomatischen Erkrankungen wie Essstörungen (insbesondere Anorexie), Somatoforme Störungen, dissoziative Störungen (z.B dissoziative Bewegungsstörungen), Anpassungsstörungen bei chronischen Erkrankungen (z.B Diabetis, Morbus Crohn), Emotionale Störungen im Kindesalter (z.B Ängste, Depressionen, soziale Interaktionsschwierigkeiten), Panikstörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen, Zwangsstörungen, Ausscheidungsstörungen (Einnässen/Einkoten), Schlafstörungen, dem Tourette-Syndrom oder AD(H)S.


Da die Station offen geführt wird wird eine Mindest-Motivation sowie eine Bereitschaft für Therapie erwartet, weshalb Patienten mit z.B akuter Suizidalität, schwerem Selbstverletzendem Verhalten, psychotischen Symptomen, schweren Borderline-Entwicklungsstörungen, starken aggressiven Durchbrüchen oder Suchterkrankungen nicht aufgenommen werden können. Wenn während der Behandlung z.B Suizidgedanken auftreten, kann es sein dass man vorübergehend verlegt wird in eine naheliegende Kinder- und Jugendpsychiatrie mit geschlossener Station.

Es gibt Doppelzimmer sowie Dreibettzimmer mit eigenem Bad sowie verschiedene Aufenthaltsräume.

Die Einsenderin wurde wegen einer Essstörung behandelt.

Jeder Patient bekommt einen individuellen Essplan für jeden Tag ( mit abwechselnde Zwischenmahlzeiten und Hauptmahlzeiten, mittags kann man jeden Tag zwischen drei Gerichten wählen), es gibt drei Hauptmahlzeiten sowie zwei-drei Zwischenmahlzeiten. Ziel ist es 2400 Kalorien am Tag zu essen, wenn man davon nicht genügend zunimmt wird der Plan auf 2700 Kalorien gesteigert, wenn die Zunahme und/oder Essen nicht klappt wird eine Sonde gelegt. Als Zwischenmahlzeiten kann man ein Fresubin bekommen.

Die Station arbeitet kombinierte Verhaltenstherapeutisch als auch Tiefenpsychologisch/Analytisch, für Patienten mit einer PTBS wird Traumatherapie angeboten (PITT/EMDR/NET).

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie, Tanztherapie, Ernährungsberatung

Es werden gemeinsame Aktivitäten unternommen wie z.B Ausflüge.

Sein Handy hat man von 13.00 - 15.00 Uhr sowie 18.30 - 20.00 Uhr. Ausgang wird individuell in einem individuellen Behandlungsvertrag geregelt, man kann max. 2 Stunden Einzelausgang am Stück bekommen. Am Wochenende kann man in die Beurlaubung gehen, auch das ist abhängig vom Behandlungsvertrag und/oder wie es einem geht.




Montag, 18. September 2023

Burghof Klinik Rinteln - Haus 1

 Burghof Klinik Rinteln - Haus 1

Versorgungsgebiet: Landkreis Schaumburg (südlicher Teil und westlicher inkl. Stadthagen)

(C) Burghof Klinik

Die Burghof Klinik besteht aus Haus 3 (geschlossene Station), Haus 1 (die Burg) Haus 2 (Berghaus) und Haus 4 ( offen geführte allgemein-psychiatrische Station mit dem Schwerpunkt Psychotherapie, die auch älteren Menschen geeignete Angebote bietet). Außerdem gibt es 2 Tageskliniken in Rinteln und Stadthagen.

Haus 3 und die Tagesklinik behandeln ausschließlich Patienten aus dem oben genannten Versorgungsgebiet, Haus 1, Haus 2 und Haus 4 nehmen Patienten aus ganz Deutschland auf.

Die Einsenderin wurde in Haus 1 "Die Burg" behandelt.

In Haus 1 gibt es ca. 76 Behandlungsplätze. Aufgenommen werden Patienten ab 18 Jahren mit jeglichen psychischen Krankheitsbildern wie Angststörungen, Bipolare Störungen, Borderline-Störungen sowie sonstige Persönlichkeitsstörungen, Depressionen, Essstörungen, Psychosomatischen Beschwerden wie z.B chronische Schmerzen oder somatoforme Störungen, Schizophrenien, Traumafolgestörungen (auch komplexe Traumafolgestörungen und Dissoziative Störungen), Suchterkrankungen oder Zwangserkrankungen.

Es gibt keine Stationen, die Zimmer sind in einem weitläufigen Gebäude verteilt. Es gibt Ein- und Zweibettzimmer sowie ein Dreierzimmer. Als gesetzlich versicherter kommt man fast immer in ein Doppelzimmer. Als Privatversicherter oder Selbstzahler kommt man in ein Einzelzimmer. Die Zimmer sind insgesamt wirklich schön. Die meisten haben auch eine eigenes Badezimmer mit Dusche oder Toilette. Falls nicht dann zumindest eines von beidem. Einige Zimmer sind frisch renoviert bzw. werden es gerade. Die Patienten sind dem Pflegeteam 1 und Team 2 zugeordnet. Pro Schicht sind pro Team jeweils 1-2 Pfleger da.

Es gibt einen großen Aufenthaltsraum, in welchem sich Sitzgelegenheiten und Spiele befinden. Angrenzend gibt es eine Teeküche mit Wasserkocher und auch einem Patientenkühlschrank.

Beim Essen kann man zwischen Vollkost und Vegetarisch entscheiden. Die Einsenderin schreibt das Essen sei wirklich gut. Mittags gibt es ein warmes Gericht und dazu dann noch einen Nachtisch und teilweise auch noch Salat. Morgens kann man zwischen Brötchen, Joghurt, Müsli und verschiedenen Aufstrichen bzw. Käse/Aufschnitt auswählen. Auch gibt es Obst. Abends ist es ähnlich wie morgens: verschiedene Brotsorten (2-3), eine Auswahl aus Käse/Wurst/Frischkäse/veg. Aufstrich, Rohkost(Tomate, Gurke etc.) und dann oft auch noch Salat und Obst. Nachmittags gibt es auch noch das Angebot von Kaffetrinken. Dort gibt es dann Kuchen,Kekse oder Gebäck sowie Kaffee/Tee/Kakao.

Wenn man wegen einer Essstörung dort ist, kann einen Essplan bekommen mit min. den 3 Hauptmahlzeiten. Es gibt teilweise fest angesetzte Zwischenmahlzeiten. Es wird nicht mit Sonden gearbeitet, allerdings ziemlich schnell und teilweise auch viel mit Fresubin. Das Essen wird nicht betreut. Es gibt die Möglichkeit gestelltes Essen zu bekommen und dies evtl. auch außerhalb des Speisesaals einzunehmen. Dabei ist allerdings dann kein Pfleger/Therapeut/oä. anwesend.

Für jeden Patient wird ein komplett individueller Behandlungsplan erstellt. Es ein wirklich großes und vielfältiges Therapieangebot. Verglichen mit anderen Klinik hat man auch viele Therapien. Das ist aber auch immer von Person zu Person unterschiedlich wie viele genau. Man kann immer ansprechen, wenn man das Gefühl hat zu viele oder auch zu wenige Therapien zu haben. Oder wenn man den Eindruck hat, dass eine Therapie einem nicht weiterhilft oder man sich für eine Therapie/Gruppe interessiert. Da wird dann auch darauf eingegangen und gemeinsam geschaut. Bei der Therapieplanung wird individuell auf jeden eingegangen. Jeder Patient hat 2x wöchentlich Einzeltherapie (1x 50 Min., 1x 25 Min.) sowie jede Woche Oberarztvisite. Es kommen verschiedene Therapieverfahren zum Einsatz wie Elemente der Verhaltenstherapie, aber auch Tiefenpsychologisch / Psychodynamisch sowie Traumatherapeutische Verfahren wie z.B EMDR.

Mögliche Therapien:  Psychodynamische Gruppenpsychotherapie, Psychodrama, Schematherapie-Gruppe, Emotionsgruppe, Interaktionelle Problembewältigungsgruppe, Depressionsgruppe nach IPT, Depressionsinfogruppe, DBT-Fertigkeitentraining, DBT-Körpertherapie, Trauma-Stabilisierungsgruppe, Trauma-Körperwahrnehmung, Gruppe für somatoforme Störungen, Sucht-Gruppe, Psychoedukationsgruppe Schizophrenie, verhaltenstherapeutisch orientierte Angstbewältigungsgruppe, Musiktherapie, Tanztherapie, Körperwahrnehmung, Feldenkrais, Kreativtherapie, Gestaltungstherapie, SKT, Pferdegestützte Therapie, Ergotherapie, PMR, Achtsamkeitsgruppe, Autogenes Training, Koch- und Backgruppe, Bewegungstherapie, Ergometer, Laufgruppe, Morgengymnastik, Walkinggruppe, Wassertreten

Wenn man ausschließlich oder hauptsächlich wegen eine Essstörung behandelt wird kommt man in die Anorexie-Bulimie-Gruppe. Diese setzt sich aus verschiedenen Einzelgruppen zusammen:
•2x pro Woche Gruppentherapie(60min)
•1x pro Woche Körperwahrnehmung
•1x pro Woche Kochgruppe (gemeinsames Planen Kochen und Essen einer Mahlzeit mit einer Ernährungsberatung; einer der Gruppe kauft im Vorfeld dafür ein)
•min. 2x pro Woche wiegen
•Essprotokolle führen
•Wochenkonfrontation (Besprechen der Protokolle/ wie die letzte Woche bezüglich der ES gelaufen ist)

Außerhalb der Therapien und Mahlzeiten darf man i.d.R immer die Klinik verlassen. Es gibt eine Liste in die man sich einträgt wie lange man weg ist und wohin man geht. Bei Patienten mit Essstörungen und sehr niedrigem Gewicht oder in anderen Sonderfällen kann es Ausgangsbeschränkungen / Ausgangssperren geben.

Sein Handy darf man durchgängig haben. Im Aufenthaltsraum gibt es kostenloses WLAN. Auf den Zimmern gibt es kein WLAN, aber Handyempfang.

Die Einsenderin schreibt:

Insgesamt finde ich, dass es sich bei der Burghofklinik um ein wirklich gutes Angebot handelt. Sofern man dazu bereit ist mitzuarbeiten kann man von den vielfältigen Angeboten wirklich profitieren. Grundsätzlich würde ich die Klinik daher empfehlen. Wenn man sich allerdings wegen einer Essstörung behandeln lassen möchte (sofern diese akute bzw. die "Hauptdiagnose" ist) würde ich die Klinik nur bedingt empfehlen. Sofern man ein schon stabiles Essverhalten hat ist sie sicherlich super geeignet. Ansonsten finde ich, dass man diesbezüglich wenig unterstützt wird bzw. krankhaftes/essgestörtes Verhalten teilweise ignoriert bzw. toleriert wird. Es gibt eine große Eigenverantwortung (bezüglich Essverhalten, Zunahme/Gewicht halten). Da sollte man ehrlich zu sich sein, ob man dies leisten kann oder ob man in dem Moment ein Angebot mit einem etwas "festeren" Rahmen braucht.





(C) Fotos: Burghof Klinik

Montag, 4. September 2023

Ökumenisches Hainich Klinikum - Haus 16/Psychosomatik

Ökumenisches Hainich Klinikum - Haus 16/Psychosomatik

(C) Ökumenisches Hainich Klinikum

Das Ökumenische Hainich Klinikum in Mühlhausen, Thüringen verfügt über Angebote im Bereich Erwachsenenpsychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik sowie Neurologie. Das Klinikgelände ist ein Parkartiges Gelände, die einzelnen Stationen sind auf verschiedene Häuser verteilt, viele Häuser haben ein eigenes kleines Außengelände / Terrassen. 

Die Einsenderin wurde in der Psychosomatik behandelt. Diese verfügt über 3 Stationen, die aufgeteilt sind ins Haus 16 und Haus 104 sowie die Station Psych N, welche einen Neuropsychosomatischen Schwerpunkt hat. Die Einsenderin wurde in Haus 16 behandelt.

Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren mit Krankheitsbildern wie Depressionen, Angststörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen oder Somatoforme Störungen.

Es gibt Einzel- und Doppelzimmer mit jeweils eigenem Bad. Es gibt um die 20 Betten, die Patienten werden aufgeteilt in 3 Behandlungsgruppen. Es ist auch möglich als tagesklinischer Patient am Stationsprogramm teilzunehmen. 

Der Tagesablauf ist dem Therapieplan in den Fotos zu entnehmen.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapie, Yoga, Hydrotherapie, Bewegungsbecken, SKT , Walken, Entspannung, Ergotherapie, Maltherapie, Kegeln, Schwimmen, Theatertherapie (auch als Einzel möglich), Kunsttherapie, Wirbelsäulengymnastik, Sport, Holzwerkstatt, textiles Gestalten, Rollenspiel, Körperwahrnehmung

Einmal wöchentlich gibt es eine Visite.

Man kann außerhalb der Therapien jederzeit in den Ausgang und darf auch in die Stadt etc., jedes zweite Wochenende ist außerhalb eine Wochenendbeurlaubung möglich.

Sein Handy kann man durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: schöne Umgebung, gutes Essen (in einem extra Restaurant/Cafeteria), gutes Klinikprogramm (mit verschiedenen Therapien und Gruppenaktivitäten)

Kontra: Gruppen sind bunt gemischt von Alter und Diagnosen, was manchmal schwierig aber manchmal auch hilfreich ist

Ich kann die Station/das Haus definitiv weiter empfehlen, mir hat es sehr geholfen



 



(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 14. August 2023

Klinik am Leisberg - Privatklinik für Psychotherapeutische Medizin - Kinder- und Jugendpsychiatrie

 Klinik am Leisberg - Privatklinik für Psychotherapeutische Medizin
- Kinder- und Jugendpsychiatrie

(C) Klinik am Leisberg

 Die Klinik am Leisberg ist eine Privatklinik für Psychotherapeutische Medizin und ist aufgeteilt in den Kinder- und Jugendbereich, den Bereich für junge Erwachsene sowie die allgemeine Erwachsenenabteilung. Es gab bereits eine Einsendung, da wir jedoch eine erneute mit einigen aktuellen Informationen bekommen haben, haben wir beide Einsendungen nun zusammen gefasst und einen neuen Post erstellt. Beide Einsenderinnen wurden im Jugendbereich behandelt.

Da die Klinik wie oben beschrieben eine Privatklinik ist, ist es im Normalfall nur als Privatpatient möglich aufgenommen zu werden.

Behandelt werden in der Jugendabteilung Jugendliche von ca. 12-18 Jahren mit Essstörungen, Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen, ADHS, Posttraumatische Belastungsstörungen, Borderline Störungen sowie reaktive Störungen. Es muss ein Mindestmaß an Absprachefähigkeit und Freiwilligkeit bei den Jugendlichen vorliegen, da die Klinik offen geführt wird.

Die Patienten sind eingeteilt in kleine Gruppen von bis zu max. 12 Patienten, mit diesen hat man gemeinsam seine Gruppen.

Die Abteilung für die jungen Erwachsenen sowie Erwachsenen befindet sich im Erdgeschoss, die obere Etage ist für die Jugendlichen. Es gibt i.d.R Mehrbettzimmer, machmal kann man auch ein Einzelzimmer bekommen, die Zimmer haben Telefon, Dusche/WC und eine Schreibtischecke, alle Zimmer haben einen Balkon. Es gibt diverse Aufenthaltsräume, eine eigene Küche, ein Spielzimmer, ein Studierzimmer mit Computern etc.
Gegessen wird gemeinsam mit den Erwachsenen im Speisesaal. Die Therapieräume sind für Jugendliche und Erwachsenen die gleichen. Es gibt neben dem Dienstzimmer ein Krisenzimmer, wo man wenn man sich vorübergehend nicht von z.B suizidalen Gedanken distanzieren kann übernachten kann, wenn man länger nicht absprachefähig ist oder einen Suizidversuch unternimmt wird man verlegt in eine Klinik mit einer geschlossenen Station.

Es kommen sowohl Verhaltenstherapeutische als auch tiefenpsychologisch und psychoanalytische Ansätze zum Einsatz, das wird individuell auf den Patienten und sein Krankheitsbild angepasst. Für Traumapatienten werden auch Verfahren wie EMDR oder imaginative Traumatherapie nach Reddemann angeboten.

Therapien: 3x w. Einzeltherapie (50 Min.), Gruppentherapie, Reittherapie, Tiertherapie, Kunsttherapie, AB Gruppe (Anorexie/Bulimie/Binge eating - gemeinsam mit den Erwachsenen) Musiktherapie, Soziales Kompetenztraining, Essstrukturgruppe, Entspannungsverfahren, Körpertherapie, Tanztherapie, Dramatherapie, Lebensfreude-Gruppe, Erlebnispädagogische Angebote wie z.B Hochseilgarten

Es gibt eine Klinikschule, die stundenweise besucht werden kann.
Jeder Patient erhält einen Bezugsbetreuer mit dem man auch einmal wöchentlich ein Feedbackgespräch führt und seine Woche reflektiert. Zweimal mal in der Woche ist Gruppenabend (dieser geht 1,5 Stunden), hier wird ganz unterschiedliches unternommen wie z.B eine Nachtwanderung, etwas gemeinsam spielen, Musik hören, Film schauen oder Wii spielen, das wird mit der Gruppe abgestimmt, außerdem wird einmal im Monat wird ein Ausflug gemacht mit der ganzen Station zum Beispiel in den Kletterpark, Tierpark, Europa-Park etc.

Manchmal bringt der Chefarzt seinen Hund mit auf Station mit dem man dann gemeinsam spazieren gehen kann.

Die Patienten bleiben durchschnittlich 9-12 Wochen auf Station.

Die Klinik liegt im grünen aber man ist zu Fuss in 15 Minuten in der Stadt, es wird dort viel Wert darauf gelegt, nach der Entlassung gut zurecht zu kommen. Alle 14 Tage ist es möglich am Wochenende nach Hause zu fahren.

Die Klinik kann man sich vorher anschauen und es wird alles genau besprochen und auf den einzelnen zugeschnitten.

Tendenziell gibt es in der ganzen Klinik WLAN, für Jugendliche gibt es aber bestimmte Handyzeiten und Regeln für den Umgang mit den WLAN. Man kann alle 14 Tage das Wochenende heim, an den anderen Wochenenden gibt es Ausflüge etc.

Einsenderin 1 schreibt:

Positiv:
Tolles Konzept, gutes Essen, tolles und umfangreiches Therapie Angebot, nette Betreuer, Einzel, maximal Doppelzimmer, schönes Gelände

Negativ:
Paar Betreuer sind nicht so nett/ nehmen einen nicht so ernst, Handyzeiten, teilweise wird etwas zu wenig darauf geachtet ob sich die Patienten überhaupt an Regeln halten

Einsenderin 2 schreibt:

Ich war schon mehrmals in dieser klinik und ich kann wirklich nur positiv darüber sprechen man wird hier wirklich wahrgenommen es werden auf deine persönlichen Probleme eingegangen und man versucht immer eine Lösung mit dir zusammen zu finden auch in sehr schweren Zeiten ist immer jemand da man fühlt sich aufgehoben und sicher man fühlt sich verstanden und man wird akzeptiert jeder Betreuer/Pfleger hat einen anderen character so dass es immer einen geben wird mit dem man wirklich gut reden kann in dieser klinik sind alle super nett zueinander und man kann an seinen Problemen arbeiten die klinik Arbeiter sehr viel mit freiwillgkeit und einem starken Willen das heisst wenn du dort bist und dir eigentlich gar nicht sicher bist ob du Hilfe möchtest bist du dort falsch der Chefarzt wird wenn er dies bemerkt auch auf dich zu kommen und offen mit dir darüber reden ich kann die klinik wirklich nur weiter empfehlen!!!


(C) Einsenderin

Montag, 24. April 2023

Privatklinik Kitzberg Klinik Bad Mergentheim - Jugendbereich

 Privatklinik Kitzberg Klinik Bad Mergentheim - Jugendbereich

(C) Kitzberg Klinik

Die Kitzberg Klinik ist aufgeteilt in in das psychotherapeutische Zentrum (für gesetzliche Patienten), welches aufgeteilt ist in einen Akut-Psychosomatischen Bereich für Erwachsene, einen Rehabereich für Erwachsene, eine Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie eine Eltern-Kind Psychosomatik sowie die Privatklinik (für Privatversicherte und Selbstzahler) der Kitzberg Klinik, welche ebenfalls aufgeteilt ist in eine Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie für Erwachsene, eine Eltern-Kind Psychosomatik sowie eine Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Die Einsendeirn wurde in der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Privatklinik behandelt. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie für gesetzliche Patienten haben wir euch bereits in der Vergangenheit vorgestellt.

Aufgenommen werden Jugendliche von etwa 3-18 Jahren, bis zu einem gewissen Alter werden die Eltern mitaufgenommen. Behandelt werden sämtliche Krankheitsbilder der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit der Ausnahme von psychotischen Krankheitsbildern, Suchterkrankungen, akute Eigen- und/oder Fremdgefährdung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Traumafolgestörungen, Essstörungen (-> nennt sich A/B-Programm), Bindungsstörungen, emotionale Störungen, Angststörungen, dissoziative Störungen sowie somatoforme Störungen.

Die Privatklinik hat ein eigenes Gebäude. Es gibt insgesamt 39 Behandlungsplätze. Es gibt 6 Stockwerke, in den unteren beiden befindet sich ein Logopädiezentrum welches nichts direkt mit der Klinik zu tun hat, in Etage 3 befindet sich eine Waschküche, mehrere Aufenthaltsräume, die Büros der Therapeuten, die Kunsttherapie, die Bewegungstherapie, ein Multifunktionsraum sowie die Klinikschule. In Etage 4 sind überwiegend die Erwachsenen untergebracht, manchmal Kinder gemeinsam mit ihren Eltern sowie weitere Therapeutenbüros, in Etage 5 sind die Jugendlichen untergebracht, das Pflegebüro, eine Teeküche mit kleinem Kühlschrank sowie ebenfalls Therapeutenbüros. In Etage 6 ist der Speisesaal, der gemeinsam von den Jugendlichen sowie Erwachsenen genutzt wird.

Es gibt überwiegend Einzelzimmer, einige Doppelzimmer sowie Familienzimmer für Eltern-Kind Behandlungen. Jedes Zimmer besitzt einen Fernseher, ein Bad mit eigener Dusche, die meisten Zimmer haben auch Balkone und es gibt Kostenloses WLAN. Die Klinik verfügt über ein Schwimmbad und eine Lehrküche.

Die Klinik hat ein sehr offenes Konzept und es basiert vieles auf Absprache und Vertrauen.

Man trägt sich von Tag zu Tag selber in die Essensliste ein und kann wählen zwischen vegetarischer Kost oder Vollkost. Im Speisesaal stehen jederzeit Säfte, Kaffee, Tee, Obst, Joghurts und manchmal Kuchen zur Verfügung.

Für Patienten mit einer Essstörung, die im sogenannten A/B-Programm sind gibt es begleitete Mahlzeiten sowie anschließende Sitzzeit.

Therapien: Einzeltherapie, Bezugsgruppe, Bewegungstherapie, Körpererfahrung (für Patienten im A/B-Programm), PMR, Reittherapie, Ernährungstherapie, A/B-Gruppe, SKT, Emotionsregulationsgruppe, Walk&Talk, Empowerment Move and Slow Down,

Ab Mai 2023 startet auch ein Bezugspflege System und man hat 1x die Woche für ca. 25 min ein Gespräch. Morgens besuchen alle Jugendlichen die Klinikschule. Patienten unter 14 ohne Eltern verbringen den Tag bis 17 Uhr im Kinderzentrum (unter der Leitung von pädagogischen Mitarbeiterinnen gibt es unterschiedliche Angebote und die Kinder werden beaufsichtigt).

Sein Handy darf man tagsüber haben, voraussgesetzt man hat an allen Therapien teilgenommen (man hat eine Art "Therapiebuch", wo die Therapeuten unterschreiben, dass man teilgenommen hat oder sich abgemeldet hat). Je nach Alter variiert die Uhrzeit wann es abends abgegeben werden muss, bei der Einsenderin war es mit 17 Jahren um 21.30 Uhr. Freitags und Samstags darf man es auch über Nacht behalten. Einen Laptop oder ein iPad darf man ebenfalls mitbringen, beides darf man durchgängig haben, außer man hat an der Morgenhygiene nicht teilgenommen (dazu zählt Teilnahme am Frühstück, Medikamente abholen, zur Morgenrunde erscheinen und zur Klinikschule gehen), wenn eins davon verpasst wurde muss man es wie das Handy über Nacht abgeben.

Man kann in Therapiefreier Zeit immer Raus gehen, man trägt sich in einem Zettel aus und später wieder ein wenn man wieder da ist. Man darf bis 20 Uhr raus.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: gehen auf einen ein, wenn es einem mal nicht gut geht. Reden einem Mut zu. Struktur im Alltag. Viele Freiheiten. 3x Therapie die Woche

Kontra: manche Pfleger sprechen kaum Deutsch






(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 20. Februar 2023

Klinik Hohe Mark - Traumastation

 Klinik Hohe Mark - Traumastation

 

(C) Klinik Hohe Mark

Die Klinik Hohe Mark ist eine Erwachsenenpsychiatrie in Hessen mit den verschiedensten offenen sowie geschlossene Stationen für die verschiedensten Krankheitsbilder, vor einiger Zeit hatten wir schonmal einen allgemeinen Post zur Klinik. Die Stationen sind in verschiedenen Häuser über ein großes Parkartiges Gelände verteilt.

Heute geht es um die Traumastation (Station Feldberg 4). Aufgenommen werden dort Frauen ab 18 Jahren mit einfachen oder komplexen Traumafolgestörungen. Außerdem werden Begleiterkrankungen wie dissoziative Störungen (bis hin zur dissoziativen Identitätsstörung), Depressionen oder Emotional-Instabile Persönlichkeitsstörungen mitbehandelt. Es werden Patientinnen aus ganz Deutschland aufgenommen. Es gibt 18 Behandlungsplätze. Während die Einsenderin dort war, war der Altersdurchschnitt bei ca. 30 Jahren, die jüngste Patientin war 19, die älteste um die 60.

Es gibt Doppelzimmer, nur für Privatpatienten oder in absoluten Ausnahmen sind auch Einzelzimmer möglich.

Um 07:00 - 08:00 Uhr gibts Frühstück als Büffett. Von 12:00 - 12:30 Uhr gibts Mittagessen.
Von 18:00 -19:00 Uhr gibts Abendessen auch als Büffett. Gekocht werden darf nur am Wochenende und nach Absprache. Am Wochenende darf man sich auch mal zu Mahlzeiten abmelden, muss dafür aber einen Zettel ausfüllen und spätestens einen Tag vorher einreichen

Es wird u.a mit EMDR und IRRT gearbeitet.

Therapien: Einzeltherapie (1x die Woche),
Bewegungstherapie, Musiktherapie, Tanztherapie, Theatertherapie, Gruppengesprächstherapie, GSK, Kunst- und Gestaltungstherapie, Maltherapie, Skillstraining, Psychoedukation, Achtsamkeitsübungen, Entspannungstherapie

Einige haben nach individueller Absprache auch noch andere Therapien wie z.B Innere-Kind Arbeit.  Jeden Freitagabend gibt es Kulturangebote wie Konzerte, Vorträge, etc.
Es gibt einen eigenen Fitnessraum mit Rudergeräten und Fahrrad-Crosstrainern

Es gibt wöchentlich eine Visite. Die eine Hälfte der Gruppe bekommt Einzelvisite und die andere Gruppe eine Gruppenvisite. Das wechselt wöchentlich.

Man bekommt zusätzlich zur Therapeutin eine Bezugsschwester/Bezugspfleger mit denen man auch wöchentliche Gespräche führt.

Es gibt Dienste die jeder mal gemacht haben muss. Die dauern zwei Wochen. Z.B. Wäschedienst, Essensdienste, Blumendienst, Kompostdienst,

Es gibt gewisse Voraussetzungen für die Aufnahme wie bei einer begleitenden Essstörung ein Mindest- Gewicht sowie ein stabiles Essverhalten, ein Ausstieg aus schädigenden Beziehungen und traumatisierenden Verhältnissen muss erreicht oder angestrebt sein. Außerdem muss für den Anschluss Zuhause eine ambulante Anbindung vorhanden sein oder zumindest in Aussicht sein und es darf in den letzten 3 Monaten vor Aufnahme keine stationäre psychiatrische Aufnahme gegeben haben. Es muss einen festen Wohnsitz geben und es darf keine laufenden Gerichtsverfahren geben. Eine akute Suchterkrankung, akutes gravierendes selbstschädigendes Verhalten, eigen- und/oder fremdgefährdenes Verhalten sowie psychotische Symptome stellen auch ein Ausschlusskriterium dar.

Oft wird ein Therapievertrag aufgestellt, wo z.B das Unterlassen von Selbstverletzendem Verhalten oder eine regelmäßige Teilnahme an den Therapien vereinbart wird sowie Konsequenzen und ggf. Entlassung bei Nicht-Einhaltung.

Sein Handy darf man durchgängig haben. WLAN gibt es in Form eines Zugangscodes der für 2 oder 4 Wochen gültig ist. Ersteres für 5 €, letzteres für 10 €. Es ist aber nicht das beste und stabilste Netz. YouTube/Streaming kann man eigentlich vergessen

Beurlaubung gibt es nur für ein Wochenende. Der sogenannte "Belastungsurlaub" um zu testen wie gut man Zuhause klar kommt. Für Weihnachten oder Neujahr machen sie auch mal ne Ausnahme. Ausgang ist jederzeit erlaubt solange man zu den Mahlzeiten erscheint und bis 21:30 Uhr wieder zurück ist.

Die Einsenderin schreibt:

Bis auf eine der psychologischen Therapeutinnen und wenige Kritikpunkte kann ich die Station und die ganze Klinik wirklich sehr empfehlen. Das Stationszimmer ist fast immer mit mehreren Pflegepersonen besetzt sodass man fast immer einen Ansprechpartner hat. Es ist auch gewünscht bei Problemem jederzeit das Gespräch beim Pflegepersonal zu suchen. Auch Kurzgespräche bei den Therapeutinnen sind fast immer möglich. Sie nehmen sich auch wirklich Zeit für einen und überziehen auch mal wenn nötig. Das Pflegepersonal ist sehr erfahren und gut ausgebildet. Sie legen auch Wert darauf die neusten Erkenntnisse der Forschung miteinzubeziehen. Leider gibt es wie überall auch Dinge die nicht so gut laufen. . Vor einer Person muss ich leider ausdrücklich warnen, da ich das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann über sie zu wissen und nicht zu warnen. Es handelt sich um die Therapeutin Fr. Dr. U. G. (aus Datenschutzgründen wird der Name hier nicht ausgeschrieben).  die noch nicht so lange auf der Station ist. Sie ist zwar schon quasi Inventar der Klinik Hohe Mark aber auf der Traumatherapiestation erst seit kurzem. Sie wirkt anfangs sehr freundlich und hilfsbereit aber wenn man sie mal etwas kennengelernt hat, zeigt sie ihre andere Seite. Sie mag ein toller Mensch sein aber sie ist noch nicht lange dabei mit Traumatherapie aber von ihrer zitiere: "fachlichen Kompetenz" sehr eingenommen. Sie hat zu mir und Mitpatientinnen Dinge gesagt die einfach fassungslos machen. Eine Patientin ist so retraumatisiert dass sie einen nervlichen Zusammenbruch hatte und Tage lang nicht mehr ansprechbar war. Insgesamt sind 3 Mitpatientinnen wegen ihr abgereist. In einer Gruppentherapie mit ihr sind mehrere Patientinnen disoziiert und eine bewusstlos geworden. Ja, es gab auch Beschwerden und auch Krisengespräche bei der Pflegeleitung mit ihr. Aber ich vermute nicht, dass sich so schnell etwas ändern wird. Ich hoffe einfach, dass sie wenigstens nicht mehr so viel Schaden anrichtet wie das wovon ich mitbekommen und teils selber erlebt habe. Wenn man akut depressiv ist, würde ich auch dringend von dieser Station abraten und eine Station die Depression behandelt empfehlen. Erstens sind die dort ebenfalls sehr gut und last but not least: alle Traumatherapeutinnen dort erwarten eine starke Grundstabilität. Insgesamt kann ich aber sagen: wenn ihr einen Platz bekommt schätzt euch glücklich und stellt euch entsprechend ein.
 
(C) Klinik Hohe Mark

(C) Klinik Hohe Mark