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Montag, 21. August 2023

Schön Klinik Berchtesgadener Land - Essstörungsabteilung

Schön Klinik Berchtesgadener Land - Essstörungsabteilung

(C) Schön Klinik

Die Schön Klinik Berchtesgadener Land hat eine Rehaabteilung für Pneumologie sowie einen Akutbereich für Psychosomatik. Aufgenommen werden in der Psychosomatik Patienten ab 18 Jahren, die unter Angststörungen, Essstörungen, Burn-Out, chronischen Schmerzen, Depressionen (auch chronische, es wird CBASP angeboten), Angststörungen (auch Soziale Phobien und Panikstörungen), Somatoformen Störungen oder Zwangsstörungen leiden.

Die Einsenderin wurde in der Essstörungsabteilung behandelt.

Die Essstörungsabteilung ist noch relativ neu und im Vergleich zu den Essstörungsabteilungen der anderen Schön Kliniken ziemlich klein und persönlich. Es werden alle Formen von Essstörungen behandelt.

Jeder Patient hat ein Einzelzimmer mit eigenem Bad, alle Patienten mit Essstörungen sind im Dachgeschoss untergebracht.

Um aufgenommen zu werden gibt es einen Mindest BMI von 14. Es gibt 3 feste Hauptmahlzeiten. Es wird ähnlich wie in der Schön Klinik Roseneck mit einem Tischsystem gearbeitet.

Tisch 1: alle Mahlzeiten werden betreut, während der Mahlzeiten wird man streng beobachtet, Blitzlicht mit Therapeuten davor und danach (auch am WE), 1 Essensbefreiuung auf Antrag möglich, Vorportionierung mittags, morgens und abends Buffet

Tisch 2: Versetzung nach Absprache mit Therapeutin und Co-Therapie, Bedingungen dafür sind immer aufessen und im grünen Bereich sein, 2 EB möglich, weniger Kontrolle, kein Blitzlicht am WE, Rest gleich zu Tisch 1

Tisch 3: Bedingungen für Versetzung gleich zu Tisch 2, eigenständiges Portionieren am Mittag, morgens/abends Buffet, kaum Kontrolle hohe Selbstständigkeit 3EB möglich

Tisch 4: keine Einschränkungen, Essen mit den sonstigen psychosomatik Patienten, keine Essenszeiten uvm.

Das Ziel ist es mindestens 700 g die Woche zuzunehmen, man wird in den roten (abgenommen), grünen (passend zugenommen) und goldenen Bereich mehr als genug zugenommen) eingeteilt. Wenn man im roten Bereich ist kann man Konsequenzen bekommen wie z.B ein Bewegungsvertrag, Zwischenmahlzeiten oder die 150% Portion bei den Hauptmahlzeiten. Für Essensbefreiuungen muss man mindestens im grünen Bereich beim Wiegen sein. Nach dem Essen gibt es ein gemeinsames 30 MIn. Chill-Out.

Therapien: Einzeltherapie (1x 50 Min.), Problemlösegruppe, Körper- oder Kunsttherapie, Achtsamkeit, Essprotokoll, medizinische Trainingstherapie / Walking / Gymnastik (ab BMI 18.5), individuelle Physio-/Ergotherapie, Massagen, Reiznadelmatte, Bäder, Essbewältigungsgruppe, Depressionsbewältigungsgruppe (nach Absprache), Soziale Kompetenz, Lehrküche

Die Therapie läuft in 2 "Phasen", zunächst geht es um das Essverhalten sowie ein stabiles Gewicht, im zweiten Schritt widmet man sich dann den Ursachen der Essstörung.

Sein Handy darf man durchgängig haben. Solange man keinen Bewegungsvertrag etc. hat kann man außerhalb der Therapien und Mahlzeiten jederzeit in den Ausgang.

Die Aufenthaltsdauer bei Essstörungen sind etwa 8-12 Wochen, in der restlichen Psychosomatik 6-8 Wochen. Die Wartezeiten sind meistens relativ kurz, allgemein in der Psychosomatik um die 3 Wochen, bei Essstörungen etwa 1-3 Monate.

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
- Klinik sehr gut
- schöne Umgebung
- kompetente Therapeuten
- gute Therapeuten
- viel Eigenverantwortung
- viele Freiheiten
- Top Zimmer
- kleine Essstörungsabteilung -> keine Massenabfertigung
- Einzelzimmer

Kontra:
- keine Traumabehandlung möglich

Ich würde die Klinik empfehlen, insbesondere für Leute ab einem BMI von 16 (durch die hohe Eigenverantwortung und wenig Kontrolle, haben viele unter 16 es nicht geschafft gegen die ES zu kämpfen und mussten gehen) oder für Leute die bereits vorher in einer anderen Essstörungsklinik waren und schon relativ stabil essen können und daher mit Eigenverantwortung und Freiheiten gut umgehen können.



(C) Foto: Schön Klinik


(C) sonstige Fotos: Einsenderin

Samstag, 30. Oktober 2021

Universitätsklinikum Heidelberg - Erwachsenenpsychiatrie - Station Jaspers

Universitätsklinikum Heidelberg - Erwachsenenpsychiatrie
- Station Jaspers

(C) Einsenderin

In der Erwachsenenpsychiatrie Heidelberg gibt es verschiedene Stationen:

Station Jaspers: Affektive Störungen und Mutter-Kind Behandlung
Station Mayer-Gross: beschützte psychiatrische Akut- und Aufnahmestation
Station Roller: Schwerpunkt Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis
Station Tellenbach: Gerontopsychiatrie
Station von Baeyer: Schwerpunkt Persönlichkeitsstörungen
Station von Gebsattel: Schwerpunkt chronische Depressionen, Angst & Zwangsstörungen sowie Persönlichkeitsstörungen (insbesondere gehemmt-vermeidende)
Station Wilmanns: Bipolare Störungen und Affektive Störungen, Wahlleistungspatienten

Außerdem gibt es eine psychosomatische Station und Station Mitscherlich wo u.a auch Traumatherapie angeboten wird.

Die Einsenderin wurde auf Station Jaspers behandelt.
Aufgenommen werden Patienten ab 18 Jahren, schwerpunktmäßig mit Depressionen.
Außerdem gibt es ein Behandlungsangebot für Mütter und Kinder, wo Mütter mit ihren Kindern von 0-2 Jahren aufgenommen werden können.

Es gibt 9 Doppelzimmer und 2 Einzelzimmer, jeweils mit eigenem Bad.
Es gibt 1 Aufenthaltsraum, wo auch gegessen wird und die Visite stattfindet, dazu gibt es eine Küche und ein Spielzimmer für Begleitkinder.

Die Einsenderin schreibt, dass das Gebäude wo die Station drinnen ist schon älter ist, besonders der Boden würde sehr laut knarzten, insgesamt sein die Zimmer aber okay.

Therapien: 1x w. Einzeltherapie (50 Min.), 2x 60 Min. Ergotherapie, 1x Bewegungstherapie, 2x w. Gruppentherapie (entweder kognitive VT oder interpersonelle Psychotherapie), Abendrunde

Außerdem gibt es individuelle Therapien wie Musiktherapie, Genussgruppe, Ressourcengruppe, Skillsgruppe, Computertraining, Laufgruppe, Achtsamkeitsgruppe, Entspannung, Kunsttherapie, Yoga, Arbeitstherapie (Schreinerei), Atemngruppe, Infogruppe, SKT

Die Einsenderin schreibt:

Pro: man wird morgens geweckt, es ist immer jemand von der Pflege da, die Pflege ist sehr nett und hilfsbereich, man kann Mittags zwischen 3 verschiedenen Gerichten wählen, man braucht nur 5 Minuten bis zur Stadt

Kontra: ich musste selber herausfinden wo welche Therapien stattfinden etc., es fällt oft etwas aus oder wird kurzfristig verschoben, die Kommunikation innerhalb des Teams ist nicht die Beste, man muss jedes Wochenende nach Hause, alles ist extrem auf Depressionen ausgerichtet, keine Rückzugsmöglichkeiten wenn man auf einem Doppelzimmer ist, es passen aktuell nur max. 6 Personen zum Essen in den Aufenthaltsraum (Corona Schutzmaßnahmen), der Aufenthaltsraum ist oft belegt, man hat recht viel freie Zeit, man darf das Zimmer nicht wechseln

Einige Mitpatienten sind sehr zufrieden hier, aber ich denke wenn man mehrere Problematiken hat auch abseits der Depressionen oder eine intensive Therapie benötigt ist die Station nicht so gut geeignet, da man nur 1x die Woche Einzeltherapie hat und in den Gruppen eher informativ und psychoedukativ gearbeitet wird und keine persönlichen Themen bearbeitet werden. Allerdings bin ich auch nur 4 Wochen dort gewesen.




(C) Fotos: Einsenderin

Dienstag, 19. Oktober 2021

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Greifswald

 Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Greifswald

(C) Einsenderin
 
In der Uniklinik Greifswald gibt es eine Ambulanz, Tagesklinik und Station im Bereich der Erwachsenenpsychiatrie. Während sich die Tagesklinik und Ambulanz abseits des Hauptklinikgeländes befinden (in der Greifswalder Fettenvorstadt), befindet sich die Station auf dem Hauptklinikgebäude und hat ein eigenes Therapiegebäude in der ehemaligen HNO-Klinik.

Die Einsenderin wurde sowohl in der Tagesklinik als auch auf der Station behandelt.

Zur Tagesklinik:

In der Tagesklinik werden Erwachsene ab 18 Jahren aufgenommen mit den verschiedensten psychosomatischen und psychiatrischen Krankheitsbildern wie z.B Depressionen, Ängsten, Zwängen, psychosomatische Störungen, Persönlichkeitsstörungen oder Traumafolgestörungen. Nicht behandelt werden Patienten mit akuter Eigengefährdung, akuten psychotischen Störungen oder Suchterkrankungen.

Die Tagesklinik findet immer Montags - Freitags von 07.30 - 15.30 Uhr statt.

Es gibt ca. 30 Plätze, die Patienten sind aufgeteilt in 3 Behandlungsgruppen.

Der Schwerpunkt liegt auf der Verhaltenstherapie, es wird schwerpunktmäßig in Gruppentherapien gearbeitet. Es gibt sowohl offene Gruppen, wo Patienten kontinuierlich entlassen und aufgenommen werden als auch eine geschlossene Gruppe, wo die Patienten alle am selben Tag aufgenommen werden und am selben Tag wieder entlassen werden. Der Tag startet mit einer Morgenrunde und endet mit einer Abschlussrunde. Diese werden von den Cotherapeutinnen geleitet.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapien, SKT, Ergotherapie, Sporttherapie, Entspannung, Achtsamkeit, Konzentration/Zeitgeschehen, Visite

Neben den Therapie gibt es viel Zeit sich mit den Mitpatienten auszutauschen schreibt die Einsenderin.

Zur Station:

Auf der Station werden ebenfalls Erwachsene ab 18 Jahren aufgenommen, es gibt drei Schwerpunktgruppen:
- Adipositas bei psychischen Erkrankungen
- akute und chronische Depressionen
- Angst- und Zwangsstörungen sowie Traumatisierungen

Alle Patienten sind in Doppelzimmern untergebracht. Es werden ausschließlich Therapiepatienten aufgenommen, eine Möglichkeit der Aufnahme von Krisenpatienten besteht

nicht.

Das Pflegepersonal ist in zwei "Teams" unterteilt und jeweils für 12 Zimmer zuständig.

Therapien: Einzelgespräche, Psychoedukation, interaktionelle Gruppe, SKT, Skillstraining, CBASP Gruppe, Ergo- und Sporttherapie, Achtsamkeit und als Wahlmöglichkeiten Nachmittags Konzentration, Entspannung und Genusstraining

Einmal die Woche wird i.d.R auch gemeinsam gekocht, für Patienten mit einer Essstörung gibt es therapeutisch begleitetes Mittagessen sowie Körperbild Therapie.

Zur Tagesklinik:

Das Personal ist wirklich sehr gut und erfahren. Jedoch sollte man wirklich was ändern wollen. Ich muss sagen, dass der Großteil der Therapie in der Gruppe passiert. Ich hatte bei beiden Malen eine wirklich gute Gruppe, die mir sehr geholfen hat. Was manchmal etwas schwierig ist, dass die Zeiten zwischen den Therapien zum Teil sehr lang sind.

Zur Station:

Leider ist das Personal im therapeutischen Bereich oft wechselnd, man hat also bei verschiedenen Aufenthalten teilweise nicht die selbe Therapeutin. Die Pflege ist zum Teil sehr Engagiert und versucht einen zu unterstützen. Ich habe mich immer sehr wohl auf der Station gefühlt. Was ein Nachteil ist, ist das die Station früher mal die Unfallchirurgie war, es ist also sehr wie im Krankenhaus. Es gibt also wenig Möglichkeiten zum gemeinsamen Zusammensein. Auch ist die Station zumindest vor Corona sehr voll. Aber an sich muss ich sagen, dass es wirklich eine gute Station ist und da einem wirklich geholfen wird. Es ist jedoch so, dass sehr viel auf Eigenverantwortung gesetzt wird und du auch wirklich motiviert sein musst etwas zu ändern, aber dann wirst du auch unterstützt dabei. Wenn man akut Suizidal ist wird man nicht aufgenommen. Die Klinik hat mir auf jeden Fall geholfen. Das Essen ist Ordnung, jedoch ist die Station eher weniger für stark Anorexie oder Bulimieerkrankte geeignet, da

in diesen Fällen leider keine so gute Begleitung erfolgt. Aber wenn du schon soweit bist eigenverantwortlich zu essen, dann geht es. Ein großer Vorteil ist, dass die Klinik an die Uniklinik angebunden ist, sodass auch ggf Konsile in anderen Fachbereichen stattfinden können. Jedoch ist es dadurch auch so, dass auch Lehre stattfindet, dass sowohl in der TK als auch auf Station regelmäßig Studierende sind.

 

(C) Einsenderin


Donnerstag, 7. Oktober 2021

Dr. Römer Klinik in Calw-Hirsau

Dr. Römer Klinik in Calw-Hirsau

(C) Dr. Römer Kliniken


In den Dr. Römer Kliniken werden Erwachsene ab 18 Jahren aufgenommen, es gibt einen Akutbereich sowie einen Rehabereich.

Der Schwerpunkt liegt auf Depressionen, Zwängen, Angststörungen, dem Burn-Out Syndrom, Trauerreakationen sowie auf der Behandlung von jungen Erwachsenen mit Depressionen, Borderline-Störungen und Adoleszentenkrisen.

Die Einsenderin wurde im Akutbereich behandelt.
Es gibt keine wirklichen Stationen, die Patienten "wohnen" über das Haus verteilt und sind in Bezugsgruppen eingeteilt, während Corona waren diese etwa 5-7 Personen groß. Für junge Erwachsene von ca. 18-25 Jahren gibt es eine eigene Gruppe, alle anderen Gruppen sind "integrative Gruppen" von 18-65 Jahren, man muss sich entscheiden welches Konzept einem mehr zu sagt, die Einsenderin schreibt, dass auch in den integrativen Gruppen oft viele junge Leute sind.

In der Regel bekommt man ein Doppelzimmer, teilweise auch Einzelzimmer, die meisten Zimmer haben kein eigenes Bad und auch keinen Fernseher.

Der Tag startet mit einem Morgenkontakt mit der Pflege sowie dem Frühstück, dabei gibt es keine feste Zeiten sondern Gleitzeiten innerhalb denen man kommen kann (beim Frühstück z.B 7:00-8:30 Uhr). Abends gibt es nochmal einen Pflegekontakt, ab 22.00 Uhr ist Nachtruhe.
Für jeden Patienten wird ein Therapieplan erstellt.

An den Mahlzeiten teilzunehmen ist Pflicht, es gibt immer ein Buffet. Auf besondere Ernährungsformen wie z.B Vegan oder auch Allergien wird Rücksicht genommen. Qualität und Auswahl des Essens ist sehr gut.

Die meisten Patienten bleiben etwa 6-8 Wochen.

Je nach Gruppe wird verhaltenstherapeutisch oder tiefenpsychologisch gearbeitet.

Innerhalb der Bezugsgruppe hat man 1x w. Einzeltherapie (50 Min.), 2x die Woche 100 Min. Gruppentherapie, alle 2 Wochen Visite sowie 2 x 2 dieser Spezialtherapien:
100min Ergotherapie , 100min Psychodrama/Sandspieltherapie, 100min Kunsttherapie oder 100min Musiktherapie.

Die Gruppe der jungen Erwachsenen hat 1x w. Einzeltherapie, 3x w. 100 Min. Gruppentherapie, 2x100min Ergo und 2x100min Psychodrama/Sandspieltherapie

Gruppenübergreifend gibt es außerhalb individuelle Angebote wie
Psychoedukation Angst, Psychoedukation Depression (mit App), Skillsgruppe, Sozialkompetenztraining, Progressive Muskelrelaxion, Autogenes Training, Kneippgüsse, Fußbäder, Gymnastik, Nordic Walking, Qigong/Tai Chi, Fango, Heiße Rolle, Genussgruppe, Gartentherapie, Orgagruppe

Direkt hinter der Klinik liegt ein Wald, wo man spazieren gehen kann, es gibt einen Raum wo man Klavier spielen kann, Rewe und Aldi sind 5 Minuten zu Fuß unterwegs.

Es gibt auf dem Gelände Schafe, Hühner und Gänse. Als Rehapatient kann man seinen Hund mitbringen sowie als Privatpatient im Akutbereich, daher sollte man keine Angst vor Hunden haben, wenn man in diese Klinik möchte.

Sein Handy darf man durchgängig haben, es gibt kostenpflichtiges WLAN.

Die Einsenderin schreibt: Das gesamte Personal (Therapeuten, Pflege, Küchenpersonal, Hauswirtschaft, Reinigungskräfte...) ist immer freundlich und hilfsbereit, es wird sich sehr viel Mühe gegeben und man wird ernstgenommen.
Das Therapeutenteam ist sehr kompetent, einfühlsam, engagiert, professionell.
Die Pflegekräfte hören einem immer zu, sind bemüht, man kann sich dort jederzeit melden.
Da die Klinik eher klein ist, kennt jeder jeden mit Name und es ist sehr familiär. Es wird viel Wert auf Eigenverantwortung und Vertrauen gelegt. Gerade bei Essstörungen sollte man schon ziemlich stabil sein, da es keinerlei Essbegleitung oder Kontrolle diesbezüglich gibt (nur 1x Wiegen pro Woche). Ich empfehle die Dr. Römer Kliniken auf jeden Fall für alle, die bereit sind an sich zu arbeiten und Eigenmotivation mitbringen!





 (C) Fotos: Einsenderin

Samstag, 2. Oktober 2021

Kinder- und Jugendpsychiatrie ZI Mannheim

 Kinder- und Jugendpsychiatrie ZI Mannheim

Versorgungsgebiete: Mannheim, nördlicher Rhein-Neckar Kreis 

(C) ZI Mannheim

In der Kinder- und Jugendpsychiatrie Mannheim gibt es 4 vollstationäre Stationen:

Station A-KJ (3a): Kinder und Jugendliche bis ca. 16 Jahren, Schwerpunkt Autismus, Zwangs- und Angststörungen, Depressionen
Station B-KJ (3b): geschlossen geführte Station für Jugendliche ab 14 Jahren, u.a Patienten mit Unterbringungsbeschluss, Schizophrenie, Eigen- und Fremdgefährdung, Drogenmissbrauch
Station C-KJ (3c): Kinder und Jugendlichentherapiestation u.a ADHS, Psychosomatische Störungen, chronische Schmerzen
Station D-KJ (3d): Langzeit Therapie Station für Jugendliche mit internalisierenden Störungen (z.B Depressionen, Borderline, Essstörungen), aufgeteilt in einen offenen und geschlossenen Teil

Die Einsenderin wurde auf allen 4 Stationen behandelt aufgrund einer KPTBS, Dissoziativen Störung, Borderline und Anorexie

Es gibt Doppelzimmer und Dreibettzimmer, auf der C-KJ auch ein Vierbett Zimmer.

Als Essstörungspatient hat man einen Essplan der nach und nach erhöht wird. 3 Hauptmahlzeiten und 2-3 Zwischenmahlzeiten. Für die HMz 30 min Zeit und danach 1h Sitz Zeit ZMz 15min Zeit und 30min Sitz Zeit. Man bekommt einen Gewichtsverstärkerplan und es wird ggf. mit Sonden gearbeitet.

Es wird tiefenpsychologisch und verhaltenstherapeutisch gearbeitet.

Therapien: Einzeltherapie (1-3x die Woche); SKT, Kreativ Gruppe, Befindlichkeitsgruppe, Kraftsport, Anorexiekraftsport, Holzwerkstatt, Fahrradwerkstatt, Ernährungsgruppe, Ballspiele, DBT-A Gruppe, Autismusgruppe, Essstörungsgruppe, Tanzen, Yoga, Theater-AG,

Sein Handy darf man nur im Ausgang haben. Ausgangs Zeiten sind von Station zu Station unterschiedlich.

Pro: Viele nette Betreuer , viele Therapien, geregelter Ablauf , man wird als essgestörter nicht nur aufgefuttert

Kontra: wird anfangs viel mit Medikamenten gearbeitet, manche Betreuer , manche Therapeuten , Essen

Ich finde die Klinik kann man an sich schon empfehlen für Depressionen aber mit dissoziativen Störungen kennen sie sich zu wenig aus. Allerdings ist die Klinik für extreme Fälle von schizophrenen Störungen und sehr schweren Depressionen zu empfehlen
da sie auch mit EKT Therapie arbeiten und damit sehr erfolgreich sind.




(C) Fotos: ZI Mannheim

Donnerstag, 30. September 2021

Schön Klinik Roseneck Haus Rosenheim - Station für Depressionen

 Schön Klinik Roseneck Haus Rosenheim  - Station für Depressionen 

(C) Schön Klinik Roseneck


In der Schön Klinik Roseneck gibt es am Standort Roseneck 5 Stationen:

R1: Essstörungs - Komplexstation (dazu gibt es schon einen Beitrag)
R2: Zwangsstörungen
R3: Essstörungen
R4: Ängste und Depressionen
R5: Depressionen

Die oben genannten Stationen existieren in der Form erst seit letztem Jahr, als die Einsenderin dort behandelt wurde war die Station R3 auf Depressionen und PTBS spezialisiert und auf dieser wurde sie behandelt. PTBS wird jetzt nur noch in Prien behandelt.

Aufgenommen werden Patienten ab 18 Jahren, es gibt 12 Doppelzimmer mit eigenem Bad. Der Schwerpunkt der Station liegt auf Depressionen und ggf. Begleiterkrankungen.

Die Station arbeitet Verhaltenstherapeutisch orientiert.

Therapien: 1-2x wöchentlich Einzeltherapie, Depressionsbewältigungsgruppe, Skillsgruppe, verschiedene Sporttherapien, Achtsamkeitsgruppe, PMS, Atmetherapie, GSK, Kunsttherapie, Fahrradgruppe, Ergometer, Tanztherapie, Körperbildtherapie

Jeden Freitag ist außerdem Stationsvisite, welche immer von einem anderen Patienten geleitet wird, hier stellen sich z.B die neuen Patienten vor, manche werden verabschiedet, jeder berichtet kurz von seiner Woche. Wenn man bestimmte Verträge hat wie z.B Essens- oder Bewegungsvertrag, Kein-SVV-Vertrag oder Drogenkonsumvertrag wird man hier auch kurz gefragt ob man diesen einhalten konnte.

Des Weiteren gibt es Abends Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Film-, Spiel- und Strickabende beispielsweise. Es wird sich auch meist viel im Gruppenraum der Stations aufgehalten. Dort werden häufig Filme geschaut, gepuzzelt, gespielt etc. Kommt immer darauf an, welche Patienten gerade vor Ort sind.

Die Klinik ist Nachts von 06.00 - 23.00 Uhr abgeschlossen, tagsüber kann man außerhalb der Therapien und Mahlzeiten jederzeit in den Ausgang gehen. Es gibt die Möglichkeit Abends später zu kommen, dies muss allerdings von der Bezugstherapeutin genehmigt werden.

Wochenenden außer Haus sind für eine Nacht erlaubt, aber dies nur alle zwei Wochen. Auch hier sind Ausnahmen möglich.

Sein Handy darf man durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Die Co Therapeuten sind sehr

kompetent und haben zu jeder Zeit ein offenes Ohr für ihre Patienten. Es entsteht schnell ein Gruppengefühl und jeder ist für jeden da.

Ich kann die Klinik jedem empfehlen. Die Zeit dort hat mir sehr geholfen und ich würde jeder Zeit wieder gehen.

(C) Fotos Schön Klinik Roseneck

 

 

Samstag, 25. September 2021

𝐔𝐧𝐢𝐤𝐥𝐢𝐧𝐢𝐤𝐮𝐦 𝐅𝐫𝐚𝐧𝐤𝐟𝐮𝐫𝐭 - 𝐊𝐥𝐢𝐧𝐢𝐤 𝐟ü𝐫 𝐏𝐬𝐲𝐜𝐡𝐢𝐚𝐭𝐫𝐢𝐞, 𝐏𝐬𝐲𝐜𝐡𝐨𝐬𝐨𝐦𝐚𝐭𝐢𝐤 𝐮𝐧𝐝 𝐏𝐬𝐲𝐜𝐡𝐨𝐭𝐡𝐞𝐫𝐚𝐩𝐢

 𝐔𝐧𝐢𝐤𝐥𝐢𝐧𝐢𝐤𝐮𝐦 𝐅𝐫𝐚𝐧𝐤𝐟𝐮𝐫𝐭 - 𝐊𝐥𝐢𝐧𝐢𝐤 𝐟ü𝐫 𝐏𝐬𝐲𝐜𝐡𝐢𝐚𝐭𝐫𝐢𝐞, 𝐏𝐬𝐲𝐜𝐡𝐨𝐬𝐨𝐦𝐚𝐭𝐢𝐤 𝐮𝐧𝐝 𝐏𝐬𝐲𝐜𝐡𝐨𝐭𝐡𝐞𝐫𝐚𝐩𝐢e
Versorgungsgebiet: Frankfurt Sektor Süd


Es gibt 9 Stationen sowie eine Ambulanz, die über unterschiedlichste Angebote verfügt. Schwerpunkte der Klinik liegen in therapieresistenten Depressionen, Bipolar Störungen, Stimmungsschwankungen, Schizophrenie und Alkoholabhängigkeit.

𝑆𝑡𝑎𝑡𝑖𝑜𝑛 93-2: 𝐷𝑒𝑝𝑟𝑒𝑠𝑠𝑖𝑜𝑛𝑠𝑠𝑡𝑎𝑡𝑖𝑜𝑛 𝑚𝑖𝑡 𝑑𝑒𝑚 𝑆𝑐ℎ𝑤𝑒𝑟𝑝𝑢𝑛𝑘𝑡 𝑠𝑐ℎ𝑤𝑒𝑟 𝑧𝑢 𝑏𝑒ℎ𝑎𝑛𝑑𝑒𝑙𝑛𝑑𝑒 𝐷𝑒𝑝𝑟𝑒𝑠𝑠𝑖𝑜𝑛𝑒𝑛 (𝐾𝑒𝑡𝑎𝑚𝑖𝑛𝑖𝑛𝑓𝑢𝑠𝑖𝑜𝑛𝑒𝑛 𝑤𝑒𝑟𝑑𝑒𝑛 𝑎𝑛𝑔𝑒𝑏𝑜𝑡𝑒𝑛 𝑠𝑜𝑤𝑖𝑒 𝐸𝑙𝑒𝑘𝑡𝑟𝑜𝑘𝑟𝑎𝑚𝑝𝑓𝑡ℎ𝑒𝑟𝑎𝑝𝑖𝑒), 𝐿𝑖𝑐ℎ𝑡𝑡ℎ𝑒𝑟𝑎𝑝𝑖𝑒

Pro: moderne Station; nette Pfleger
Kontra: wechselnde Ärzte, teilweise lange Wartezeit auf Therapien

𝑆𝑡𝑎𝑡𝑖𝑜𝑛 93-3: 𝑆𝑐ℎ𝑤𝑒𝑟𝑝𝑢𝑛𝑘𝑡 𝐵𝑖𝑝𝑜𝑙𝑎𝑟𝑒 𝑆𝑡ö𝑟𝑢𝑛𝑔𝑒𝑛 𝑠𝑜𝑤𝑖𝑒 𝑊𝑎ℎ𝑙𝑙𝑒𝑖𝑠𝑡𝑢𝑛𝑔𝑠𝑝𝑎𝑡𝑖𝑒𝑛𝑡𝑒𝑛 𝑆𝑡𝑎𝑡𝑖𝑜𝑛

93-4: 𝐴𝑘𝑢𝑡𝑝𝑠𝑦𝑐ℎ𝑖𝑎𝑡𝑟𝑖𝑠𝑐ℎ𝑒 𝐴𝑢𝑓𝑛𝑎ℎ𝑚𝑒𝑠𝑡𝑎𝑡𝑖𝑜𝑛

Auf der Akutstation gibt es 2-,3-, und 4-Bettzimmer.

Pro: Raucherraum, kleiner Garten
Kontra: angespannte Atmosphäre, extrem laut, Renovierungsbedürftig, übergriffige Patienten, man bekommt schnell einen Beschluss

𝑆𝑡𝑎𝑡𝑖𝑜𝑛 93-5: 𝑆𝑐ℎ𝑤𝑒𝑟𝑝𝑢𝑛𝑘𝑡 𝐴𝑏ℎä𝑛𝑔𝑖𝑔𝑘𝑒𝑖𝑡𝑠𝑒𝑟𝑘𝑟𝑎𝑛𝑘𝑢𝑛𝑔𝑒𝑛 𝑆𝑡𝑎𝑡𝑖𝑜𝑛

93-8: 𝑆𝑐ℎ𝑤𝑒𝑟𝑝𝑢𝑛𝑘𝑡 𝑠𝑐ℎ𝑖𝑧𝑜𝑝ℎ𝑟𝑒𝑛𝑒 𝑃𝑠𝑦𝑐ℎ𝑜𝑠𝑒𝑛

𝑆𝑡𝑎𝑡𝑖𝑜𝑛 93-9: 𝐺𝑒𝑟𝑜𝑛𝑡𝑜𝑝𝑠𝑦𝑐ℎ𝑖𝑎𝑡𝑟𝑖𝑒

𝑆𝑡𝑎𝑡𝑖𝑜𝑛 93-10: 𝐼𝑛𝑡𝑒𝑟𝑚𝑒𝑑𝑖𝑎𝑡𝑒 𝐶𝑎𝑟𝑒 𝑆𝑡𝑎𝑡𝑖𝑜𝑛 𝑓ü𝑟 𝑃𝑎𝑡𝑖𝑒𝑛𝑡𝑒𝑛 𝑚𝑖𝑡 𝑠𝑐ℎ𝑤𝑒𝑟𝑒𝑛 𝐸𝑟𝑘𝑟𝑎𝑛𝑘𝑢𝑛𝑔𝑒𝑛

Pro: tolles Personal, schöner Garten mit Obstbäumen
Kontra: teilweise laut, altes Gebäude

𝑆𝑡𝑎𝑡𝑖𝑜𝑛 97-12: 𝑃𝑠𝑦𝑐ℎ𝑜𝑠𝑜𝑚𝑎𝑡𝑖𝑘𝑠𝑡𝑎𝑡𝑖𝑜𝑛 𝑚𝑖𝑡 𝑑𝑒𝑚 𝑆𝑐ℎ𝑤𝑒𝑟𝑝𝑢𝑛𝑘𝑡 𝐸𝑠𝑠𝑠𝑡ö𝑟𝑢𝑛𝑔𝑒𝑛, 𝑠𝑜𝑚𝑎𝑡𝑜𝑓𝑜𝑟𝑚𝑒 𝑆𝑡ö𝑟𝑢𝑛𝑔𝑒𝑛, 𝑇𝑟𝑎𝑢𝑚𝑎𝑓𝑜𝑙𝑔𝑒𝑒𝑟𝑘𝑟ankungen

Einzeltherapie (2x die Woche), verschiedene Gruppentherapie (Achtsamkeitstherapie, Acceptance und Commitment Therapy, Biofeedback, Gestaltungstherapie, Körpertherapie, Musiktherapie)

Pro: Nette Pfleger, große Station 

Kontra: bei Traumata überhaupt nicht geeignet, bei Essstörungen wird zu viel auf Eigenmotivation gesetzt

Station 97-13: Psychosomatikstation mit den Schwerpunkten Trauma (v.a bei Kindheitstraumata), dissoziative erkrankungen und Emotional-Instabile Persönlichkeitsstörung

Einzeltherapie (2x die Woche), verschiedene Gruppentherapie (Achtsamkeitstherapie, Acceptance und Commitment Therapy, Biofeedback, Gestaltungstherapie, Körpertherapie, Musiktherapie, Schematherapeutische Gruppentherapie, Skillstraining)

Pro: große Station; nettes Personal

Kontra: Skills werden unzureichend vermittelt, nicht für schwere Erkrankungen geeignet




(C) der Fotos: Einsenderin