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Montag, 8. September 2025

MediClin Klinik an der Lindenhöhe - Erwachsenenpsychiatrie - Station D2

MediClin Klinik an der Lindenhöhe - Erwachsenenpsychiatrie - Station D2 

Versorgungsgebiet: mittleren und nördlichen Ortenaukreis.


© MediClin

In der Psychiatrie in Offenburg gibt es mehrere Stationen:

Station C0: geschlossene Station bei akuter Eigen- oder Fremdgefährdung
Station C1: Schizophrenie und wahnhafte Störungen
Station C2: Depressionen
Station D0: Gerontopsychiatrie
Station D1: Sucht
Station D2: Angst-, Persönlichkeits-, und Traumafolgestörungen

Die Einsenderin wurde auf der D2 behandelt. 

Aufgenommen werden dort Patienten ab 18 Jahren schwerpunktmäßig mit Persönlichkeitsstörungen (insbesondere Borderline), Traumafolgestörungen, Dissoziative Störungen, Angststörungen, teilweise auch ADHS oder Zwangsstörungen.

Es gibt 9 Doppelzimmer und ein Einzelzimmer (für Privatpatienten).

Der Tag startet um 07.30 Uhr mit dem Frühstück, um 09.00 Uhr gibt es eine Morgenrunde mit den Pflegern und Therapeuten, anschließend hat man individuelle Therapien, um 12.30 Uhr ist Mittagessen, anschließend erneut Therapien, ab 17.00 Uhr findet die sogenannte Therapiemappen Besprechung statt sprich jeder Patient geht zur Pflege und bespricht wie die Anspannung den Tag über war, um 18.30 Uhr ist dann Abendessen.
Eine vegane Ernährung ist möglich.  

Die Station arbeitet nach dem Konzept der DBT, eine Therapieform die sich an Menschen richtet die Probleme mit ihrer Emotionsregulation haben. Es gibt auch einige Plätze für DBT-PTBS, für Menschen die unter der Kombi aus Borderline und (K)PTBS leiden oder einer reinen KPTBS. Es werden auch für Traumapatienten Stabilisierungsverfahren zur Vorbereitung einer Traumaexposition angeboten. Insbesondere bei komplexen Traumafolgestörungen verweist die Station auch oft ans Traumazentrum Durchbach, welches aber eine Privatklinik ist und eine Kostenübernahme individuell geklärt werden muss. 

Bei Aufnahme startet man mit einer Diagnostik- und Stabilisierungsphase, wo eine Diagnostik durchgeführt wird, individuelle Therapieziele erarbeitet werden und an Auslösern und Hintergründen der Erkrankung geguckt wird, bevor die richtige Therapiephase startet. 

Therapien: Einzeltherapie, Ergotherapie, Kunsttherapie, Skillsgruppe, DBT-Basisgruppe, Achtsamkeitsgruppe, SKT, Bewegungstherapie 

Außerdem gibt es inviduelle "freiwillige" Therapien die nicht jeder hat wie Klettern, Nordic Walking, Rückenschule, Akupunktur, Arbeitstherapie, Traumainformationsgruppe, Körperwahrnehmung etc. 

Jeden Donnerstag ist Visite. 

Außerdem der Therapien darf man jederzeit in den Ausgang zwischen 08.00 - 21.00 Uhr, von 06.00 - 23.00 Uhr kann man sich außerdem auf dem Klinikgelände bewegen z.B zum Rauchen.

Ab dem zweiten Wochenende kann man jeweils für eine Nacht zuhause übernachten, wenn man von weiter weg kommt darf man jedes zweite Wochenende nur nach Hause, dafür aber zwei Nächte bleiben. Tagesbeurlaubungen sind auch individuell möglich. 

Im laufe der Therapie kann man auch mal 2x die Woche Zuhause schlafen oder am Ende sogar 3x (nur nicht hintereinander), um sich auf die Entlassung optimal vorzubereiten. 

Die Wartezeit für die Station beträgt etwa 3-6 Monate und ein Aufenthalt geht immer 12 Wochen. 

Sein Handy kann man durchgängig haben, es gibt kostenpflichtiges WLAN. 

Die Einsenderin schreibt:

Pro: nette Pflege, kompetente Therapeuten, guter Oberarzt, viele Freiheiten, man bekommt Unterstützung wenn man danach fragt, gut durchgeplante Tagesstruktur, man lernt viele Skills kennen die man ausleihen darf oder auch abkaufen kann

Kontra: was Problemverhalten angeht wird streng mit Konsequenzen gearbeitet wie z.B Verhaltenanalyse und Time-Out, man hat viel Eigenverantwortung, das Essen ist so mittelmäßig 


© MediClin

© MediClin


Montag, 8. Januar 2024

Schönklinik Roseneck - Haus Rosenheim - Station R2

 Schönklinik Roseneck - Haus Rosenheim - Station R2

(C) Schön Klinik

Am Standort Rosenheim der Schönklinik Roseneck gibt es 5 Stationen für gesetzlich versicherte Erwachsene:

Station R1: Essstörungen
Station R2: Angst- und Zwangsstörungen
Station R3: Depressionen und Angststörungen bei jungen Erwachsenen (18-35 Jahre)
Station R4: Traumafolgestörungen sowie Depressionen (Schwerpunkt Depressionen ab 30 Jahren) 
Station R5: Essstörungen

(die Stationen wechseln immer mal wieder welchen Schwerpunkt sie aktuell haben)

Die Einsenderin wurde auf Station R2 behandelt. Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren, die gesetzlich versichert sind und unter einer Angststörungen und/oder Zwangsstörung und ggf. Begleiterkrankungen leiden. Es gibt 23 Behandlungsplätze, davon 4 Einzelzimmer, 8 Doppelzimmer und ein Dreibettzimmer (hier werden meistens die jüngeren Patienten untergebracht), alle Zimmer haben ein eigenes Badezimmer.

Man hat etwa 2-4 Therapien pro Tag. Es basiert sehr auf Eigenverantwortung, sprich man muss morgens selbstständig aufstehen und zu den Therapien und Mahlzeiten rechtzeitig erscheinen. Es gibt 3 Essenszeiten, man kann zu einer beliebigen Zeit zwischen den genannten Zeiten zum Essen gehen:
Frühstück: 7:00-8:30 Uhr
Mittagessen: 11:30-13:00 Uhr
Abendessen: 17:00-19:00 Uhr

lle Mahlzeiten finden in Buffetform statt, welches 15 Minuten vor Ende der Essenszeit abgeräumt wird. Mittags gibt es jeweils ein Vollkost- und ein vegetarisches Menü sowie ein Salatbuffet.

Ab 23 Uhr ist Nachtruhe, Freitag und Samstag ab 23:30 Uhr. Dann müssen alle Patienten auf den Zimmern sein und die Co-Therapie aus dem Nachtdienst geht durch jedes Zimmer, um zu schauen, ob alle da sind.

Der Schwerpunkt auf der Station R2 liegt auf der Verhaltenstherapie in Form von Expositionen. Diese werden mit dem jeweiligen Bezugstherapeuten, der Co-Therapie, in einer stationsinternen Expositionsgruppe oder in Eigenregie durchgeführt. In Einzelfällen kann auch eine Behandlung in Form einer Schematherapie erfolgen.

Jeder Patient hat 1x wöchentlich 50 Minuten Einzeltherapie sowie jeweils 1x wöchentlich Gruppentherapien: ACT (50min.),Zwangsbewältigungtherapie -  ZBT (100min.), themenoffene Gruppe (100min.) und Zwangsprotokollgruppe (50min.). Alle weiteren Therapien werden individuell für jeden Patienten entschieden.

Mögliche Therapien: Gruppe sozialer Kompetenzen (GSK), Gestaltungstherapie, Sport- und Bewegungstherapie (z.B.: therapeutisches Klettern, Walking, Fitnessgymnastik, Ergometertraining, Entspannung und achtsames Körpererleben, etc.), tiergestützte Therapie mit einem Hund, Physikalische Therapie (Massagen, Physiotherapie, Reizstromtherapie, Ultraschall, Fango)

Samstags morgens gibt man in der Gruppe „Therapieziele Wochenende“ anhand eines zuvor ausgefüllten Blattes seine Ziele, Unternehmungen, etc. für das Wochenende an. Immer donnerstags findet die Stationsvisite statt. Dort trifft sich die gesamte Station, die Oberärztin, 1-2 Stationstherapeuten und ein Co-Therapeut ca. 50min lang, um wichtige Anliegen zu besprechen und Dienste zu verteilen. ca. alle 2 Wochen hat man eine Einzelvisite mit der Oberärztin, wo über den Therapieverlauf, Ziele, ggf. Medikation oder wichtige Anliegen gesprochen wird • zusätzlich gibt es immer wechselnde Freizeitangebote für die man sich in einer Liste wöchentlich neu eintragen kann. Z.B.: Yoga, Seelsorge, Tanzen, Filmabende, HandPan Workshops, Singen - alle diese Angebote sind freiwillig.

Im Haus sind immer Co-Therapeuten, bei denen man sich je nach Bedarf zwischen 8:00 und 20:00 Uhr für ca. 10 minütige Gespräche eintragen kann. Ab 20 Uhr übernimmt der Nachtdienst dringliche Gespräche.

Zwischen den Terminen darf man, wenn nicht anders mit dem Therapeuten besprochen, immer raus gehen. Abends muss man bis 22 Uhr wieder im Haus sein, denn da wird die Tür abgeschlossen. Morgens wird sie ab 6 Uhr wieder geöffnet. Sein Handy/Laptop/Tablet etc. darf man immer bei sich haben, es gibt WLAN.

Alle 2 Wochen darf man eine therapeutische Belastungserprobung (TBE) machen. Zwischen samstags 6 Uhr und sonntags 22 Uhr darf man dann nach Hause fahren.

Die Wartezeit beträgt etwa 6-8 Monate, wenn man aber angibt dass man auch kurzfristig anreisen kann (24 Stunden Liste) kann man oft auch schneller aufgenommen werden.

Die Aufenthaltsdauer ist individuell, aber beträgt etwa 12-16 Wochen.

Die Einsenderin schreibt:

Mir persönlich hat das Konzept der Klinik sehr gut gefallen. Nach mehreren anderen Klinikaufenthalten mit wenig Erfolgen konnte ich aus der Schönklinik viel mitnehmen. Durch das auf Zwangsstörungen spezialisierte Konzept, konnte ich nochmal viel mehr über die Erkrankung erfahren und es wurde sich auf Exposition fokussiert, welche anfangs auch therapeutisch begleitet wurden. Auch den Austausch mit Mitpatienten mit ähnlichem Krankheitsbild fand ich sehr hilfreich und spannend. Insgesamt ist das Therapieangebot breit gefächert und man hat deutlich mehr/spezifischere Therapien als z.B. in der Psychiatrie. Die Therapeuten/Ärte sowie die Oberärztin sind alle sehr freundlich und versuchen das bestmögliche zu tun um einem zu helfen. Wobei der Wille zur Veränderung natürlich von einem selbst aus kommen muss. Auch die Gespräche mit der Co-Therapie können hilfreich sein. Ein paar Mitarbeiterinnen der MZ (Medizinischen Zentrale) empfand ich und auch einige meiner Mitpatienten als unfreundlich, wobei man mit ihnen nur wenig zu tun hat. Nur zum Medikamente abholen oder bei medizinischen Untersuchungen. Alles in allem würde ich die Klinik auf jeden Fall weiterempfehlen, wenn man selbst den Willen zur Veränderung hat und relativ eigenverantwortlich seinen Alltag bestreiten kann.


(C) Schön Klinik


Montag, 13. März 2023

Schön Klinik Bad Arolsen - Privatstation Haus Hofgarten - Team 3 Depressionen und Angststörungen

Schön Klinik Bad Arolsen - Privatstation Haus Hofgarten
Team 3 Depressionen und Angststörungen

(C) Einsenderin

Die Schön Klinik Bad Arolsen ist eine psychosomatische Klinik und behandelt Jugendliche sowie Erwachsene auf verschiedenen Stationen und Behandlungsteams. Es gibt Stationen für gesetzliche Patienten, als auch für private Patienten. Einige Behandlungsteams (Essstörungen, Trauma) sowie Stationen (Jugendstationen) haben wir euch bereits vorgestellt, heute geht es um das Team 3 der Privatstation im Haus Hofgarten, wo Erwachsene ab 18 Jahren behandelt werden, die unter Depressionen und/oder Ängsten leiden sowie ggf. Begleiterkrankungen.

Es gibt überwiegend Einzelzimmer sowie 3 Doppelzimmer (da kommt es u.a auf den Versicherungsstatus an, ob man eine Ein-Bett-Versicherung hat oder nicht). Während die Einsenderin dort war war die jüngste Patientin auf der Station 18, die älteste etwa 65.

Der Tag startet mit dem Frühstück (entweder um 07.00, 07.30 oder 08.00, jedem Patienten wird mit seinem Therapieplan ein Essensslot zugewiesen, an den er sich halten muss), anschließend gibt es um 08.30 Uhr eine Visite mit den Co-Therapeuten, Therapeuten und Ärzten. Mittagessen ist entweder um 12.00, 12.30 Uhr oder 13.00 Uhr, Abendessen um 17.30, 18.00 oder 18.30 Uhr. Alle 3 Mahlzeiten werden in Büffet-Form serviert.

Es wird rein verhaltenstherapeutisch gearbeitet.

Jeder Patient erhält einen individuell zusammen gestellten Therapieplan, sprich nicht jede der folgenden aufgeführten Therapien hat dann auch jeder Patient.

Therapien: Einzeltherapie (2x 50 Min.), Basisgruppe Psychotherapie, PMR, Achtsamkeit, Indikativgruppe Angst, Indikativgruppe ACT (Akzeptanz- und Commitment-Therapie), Indikativgruppe KVT (Kognitive Verhaltenstherapie), Kunsttherapie, Musiktherapie, Muskelaufbautraining, Wirbelsäulengymnastik, Physiotherapie, Walking, Basis-Sporttherapie (dort geht man i.d.R Spazieren), Gruppentherapie Soziale Kompetenzen, Einzelgespräch mit der Co-Therapie (wie ein Bezugspflegegespräch), Chef-/Wahlarzt Einzeltherapie, Genusstherapie, Sozialberatung, Indikativgruppe EIS (Emotional-Instabile Symptomatik), Bewegungstherapie

Alle 2 Wochen findet am Wochenende eine Wochenendgruppe statt sowie je nach Erkrankung eine Patientengruppe, wo man sich mit Patienten mit dem gleichen Krankheitsbild trifft und sich gegenseitig austauscht (wie eine Art Selbsthilfegruppe). Ansonsten gibt es am Wochenende keine Angebote außer die Mahlzeiten, bis 10.00 Uhr muss man sich außerdem einmal an der medizinischen Zentrale gemeldet habe.

Manche der Therapien finden in einem anderen Gebäude statt (in der Großen Allee).

Sein Handy darf man durchgängig haben, nur während der Mahlzeiten und Therapien darf man es nicht benutzen. In den Ausgang kann man jederzeit außerhalb der Therapien gehen, die Türen sind von 06.00 - 22.30 Uhr geöffnet.

Man bleibt etwa 6-8 Wochen in der Klinik.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: top Therapeuten und Ärzte, nette Mitarbeiter, Co-Therapeuten sind unter der Woche von 07.30 - 16.00 Uhr auf Station, jeder bekommt einen Bezugscotherapeuten für z.B Skillstraining oder Expositionen, modernisierte Zimmer, umfangreiche Behandlung auch bei körperlichen Erkrankungen, gutes Essen

Kontra: begrenzte Behandlungszeit (klassisch für die SK), 2 Klassen Gesellschaft (starke Unterschiede zwischen dem Angebot für Kassen- und Privatpatienten) 

 

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin





 

Montag, 2. Januar 2023

Medizinische Hochschule Hannover - Station 51a

 Medizinische Hochschule Hannover - Station 51a

Versorgungsgebiet: Teile der Stadt Hannover

(C) MHH

In der MHH gibt es in der Erwachsenenpsychiatrie verschiedene Stationen:


Station 50b: geschlossene Station
Station 53a und 53b: allgemeinpsychiatrische Krisenstationen
Station 51a: Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen
Station 52: Persönlichkeitsstörungen, DBT Behandlung

Außerdem gibt es Stationen in der Gerontopsychiatrie und im Suchtbereich.

Die Einsenderin wurde auf der Station 51a behandelt.

Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren, schwerpunktmäßig mit Depressionen, Angst- oder Zwangserkrankungen.

Es gibt Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbädern auf dem Flur, es sind maximal 12 Patienten gleichzeitig auf Station. Die Station hat einen kleinen eigenen Außenbereich, wo man z.B Rauchen kann.

Teilnahme am Frühstück und Abendessen ist Pflicht, einmal die Woche kann man sich zum Abendessen entschuldigen lassen.

Jeder Patient erhält einen individuellen Therapieplan. Die Station arbeitet Verhaltenstherapeutisch.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapien (z.B Depressionsgruppe, SKT), Ernährungsberatung, Genuss- und Aktivitätstraining, PMR, Stresspräventionstraining, Ergotherapie, Spazieren gehen, Bewegungstherapeutische Angebote

Es werden gemeinsame Ausflüge unternommen z.B in den Zoo.

Außerhalb der Therapien kann man jederzeit in den Ausgang. Um 22.00 Uhr muss man zurück auf Station sein. Am Wochenende muss man eine Nacht zuhause übernachten.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: die Patienten waren zum großen Teil jung, die Pfleger und Therapeuten waren alle recht nett

Contra: Abendbrot Pflicht, dass man jedes Wochenende nachhause musste


(C) MHH



Donnerstag, 15. September 2022

Clienia Littenheid - Station Park A

 Clienia Littenheid - Station Park A

(C) Clienia

 Die Clienia Klinik in Littenheid in der Schweiz bietet unterschiedliche Stationen sowohl für Kinder- und Jugendpsychiatrie (dazu gibt es bereits einen Beitrag) als auch für Erwachsene.

Im Erwachsenenbereich gibt es am Standort Littenheid folgende Stationen:

Panorama B: Depressionen sowie akute Krisen bei Menschen 60+
Panorama C: Traumatherapie
Panorama D: Privatstation
Park A: Schwerpunkt Depressionen und Angststörungen
Park B: Commitment-Therapie (ACT) und Recovery- und Empowerment-Konzept
Park C: Akute Krisen (geschlossen geführt)
Park D: Akute Krisen mit dem Schwerpunkt Suchterkrankungen (geschlossen geführt)
Pünt Mitte: Schwerpunkt Depressionen, Burn-Out, Ängste und Abhängigkeitserkrankungen
Pünt Nord: Psychotherapiestation für junge Erwachsene bis 35 Jahren, DBT Behandlung möglich
Pünt Süd: Störungsspezifische Traumatherapie

Die Einsenderin wurde auf Station Park A behandelt. Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren, die unter Depressionen und/oder einer Angststörung leiden.

Es gibt Einzel- und Doppelzimmer mit eigenem Bad.

Die Station arbeitet nach dem Recovery-Ansatz und legt den Schwerpunkt auf Interpersonelle Psychotherapie (IPT).

Therapien: Einzeltherapie, Interpersonelle Gruppentherapie, Psychoedukation Depression, Milieugesprächsgruppe, SKT, Ohrakkupunktur, Ergotherapie Stein, Körpertherapie, PMR, Malen, Musiktherapie, QiGong, Werken, Achtsamkeit, Balance, Kognitives Training, Aktivitätengruppe

Nach der Aufnahme hat man ein Gespräch, wo einem die angebotenen Therapien vorgestellt werden und man kann relativ frei auswählen welche man gerne wählen möchte.

Vor Aufnahme findet kein Aufnahmegespräch statt, man füllt das Zuweisungsformular an oder ruft dort an und kommt dann auf die Warteliste.

Ein Aufenthalt dauert ca. 4-6 Wochen.

Die Einsenderin schreibt:

Ich weiß nicht genau ob ich die Klinik weiterempfehlen würde. Ein großer Vorteil ist, dass man auch ohne Zuzahlung ein Einzelzimmer bekommen kann. Außerdem liegt die Klinik sehr schön in der Natur (es gibt aber auch keinen Laden etc. in der Nähe). Ich war etwas überfordert damit, die Therapien frei wählen zu müssen und hatte am Anfang dann kaum Therapien. Und die ersten Nächte habe ich mich sehr erschrocken, dass alle 2 Stunden die Pflege ins Zimmer kommt. 

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

 

Montag, 8. August 2022

Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge Berlin - Station P4

 Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge Berlin - Station P4

Pflichtversorgung für den Bezirk Lichtenberg

(C) KEH

In der Erwachsenenpsychiatrie im KEH Berlin gibt es mehrere Stationen sowie Tageskliniken:


Station P1: psychotische Erkrankungen
Station P2: Schwerpunkt affektive Störungen, chronische Abhängigkeitserkrankungen, Doppeldiagnosen, akute psychische Krisen
Station P3: Abhängigkeitserkrankungen
Station P4: Schwerpunkt depressive Erkrankungen sowie Angststörungen
Station P5 und P6: psychischen Erkrankungen im höheren Lebensalter

Die Einsenderin wurde auf der Station P4 behandelt.

Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren schwerpunktmäßig mit Depressiven- und/oder Angststörungen. Außerdem werden Patienten mit z.B Persönlichkeitsstörungen oder Somatisierungsstörungen und Anpassungs- und Belastungsstörungen aufgenommen.

Es gibt 1-4 Bettzimmer, der hintere Teil der Station ist ein geschützter Frauenbereich mit 1x Vierbettzimmer und 2x Zweibettzimmer, sowie einem Aufenthalts- und Esszimmer nur für Frauen.

Unterhalb der Woche wird man um 7 Uhr geweckt und um 8:20 beginnt die Morgenrunde. Zwischen 7:00 und 8:20 hat man Zeit sich fertig zumachen, seine Medikamente zu holen, Vitalzeichen messen zu lassen und zu Frühstücken. Am Wochenende kann man ausschlafen.

Der Schwerpunkt der Station ist verhaltenstherapeutisch, insbesondere der Akzeptanz- und Commitmenttherapie.

Therapieangebote: Einzeltherapie, Gruppentherapie, Ergotherapie, Bewegungstherapie, Pilates, PMR, Kochgruppe, Skilltraining, Wahrnehmungstraining, Konfrontationstraining, Biofeedback, Meditation. Weitere Therapien nach Bedarf, zum Beispiel Physiotherapie

Die Therapien sind verpflichtend wenn man ohne Entschuldigung fernbleibt gibt es beim ersten Mal eine Verwarnung und beim zweiten Mal wird man entlassen oder auf eine andere Station verlegt. Wenn man sich vor der Therapie entschuldigt oder einen Mitpatienten bittet einen zu entschuldigen passiert aber nichts.
Man kann in der Visite auch besprechen, dass man bestimmte Therapien gar nicht mitmachen will weil sie einem nicht gut tun. (Die Meditationstherapie fiel vielen z.B. schwer weil man da relativ lange ruhig sitzen muss.) Von Therapieende bis 19 Uhr sind therapeutische Außenübungen. Man kriegt dafür mit seinem Wochenplan zusammen einen Zettel wo man für jeden Tag eintragen kann was man machen will. Diese Sachen müssen beitragen zur Heilung da die Krankenkasse das sonst nicht genehmigt. Da kann man eigentlich alles eintragen was die Genesung nicht beeinträchtigt. Zum Beispiel einkaufen gehen, Familie treffen, in den Tierpark gehen…

In Ausnahmefällen kann man auch beantragen länger als 19 Uhr weg zubleiben. Zum Beispiel wenn man ins Kino geht und der Film dauert länger oder so.
Am Wochenende kann man los sobald man wach ist, muss aber auch um 19 Uhr wieder zurück sein. Vor dem Ausgang wird immer besprochen ob man Bedarfsmedikation braucht, man kann immer auf Station anrufen und mit ihnen sprechen wenn es einem nicht gut geht.
Wenn man zu spät aus dem Ausgang kommt ohne auf Station Bescheid zugeben, dass man sich Verspätung kann es auch eine Verwarnung geben.

Im Gelände spazieren gehen darf man bis 22 Uhr.

Kurz vor der Entlassung gibt es Belastungserprobungen wo man zuhause schläft, meist am Wochenende. Da geht man dann Samstag früh ganz normal los und kommt Sonntag Abend wieder. Wenn es einem zu viel wird kann man jederzeit abbrechen und zurück zur Station.

Diese Freiheiten muss man sich allerdings erst verdienen. I.d.R. startet der Ausgang mit 3x30 Minuten im Gelände. Wenn das gut klappt wird es von Tag zu Tag gesteigert. Evtl. darf man Ausgänge außerhalb des Geländes anfangs nur in Begleitung mit Angehörigen/Freunden machen.

Viele Patienten wechseln nach ihrem stationären Aufenthalt in eine der drei Tageskliniken. Wenn man sich nicht sicher ist ob der Schritt von Station in die Tagesklinik zu groß ist gibt es auch die Möglichkeit Tagespatient auf Station zu werden.
Da kommt man dann morgens auf Station und macht ganz normal die Therapien mit, nach Therapie Ende darf man gehen. Man muss aber beachten, dass Tagespatienten auf Station keinen richtigen Rückzugsort haben, man hat nur die Aufenthaltsräume.

Die Aufenthaltsdauer ist unterschiedlich, bei Krisen wenige Tage bis zu mehreren Monaten.

Die Einsenderin schreibt:

Eigentlich kann ich ausschließlich nur positives über die Station sagen. Sie ist bei Patienten auch sehr beliebt, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.
Das Essen ist aber leider wirklich sehr schlecht, zum Teil ungenießbar. Am besten bringt man sich selber essen mit bzw. kauft sich was in den Ausgängen. Kühlschränke sind in den Aufenthaltsräumen vorhanden und die Schwestern machen einem auch essen warm wenn man danach fragt. Es gibt sonst auch viele Lieferdienste die ins Krankenhaus liefern.
Mittwochs gibt es noch eine Kochtherapie wo man freiwillig mitmachen kann. Da gibt es dann zum Glück wenigstens einmal die Woche gutes Essen. Ich kann die Station definitiv empfehlen.  Die Qualität der Tagesklinik hat meiner Meinung nach ihrem Umzug 2019 sehr nachgelassen. Es ist aber in jedem Fall hilfreich nicht von dieser Schutzblase die eine stationäre Behandlung bietet sofort wieder ins kalte Wasser geschmissen zu werden.
Ausserdem kann man wenn man in der Tagesklinik merkt, dass einem das zu viel ganz problemlos wieder auf Station aufgenommen werden. Ohne Wartezeiten oder Ähnliches, man bespricht das in der Tagesklinik mit seinem zuständigen Arzt und wird dann von seiner Bezugspflegekraft wieder auf Station gebracht. Ich war auf jeden Fall schon viermal auf der Station und war immer zufrieden. Aus Kinder- und Jugendpsychiatrie Zeiten kenne ich noch das Sankt Joseph Krankenhaus in Tempelhof. Und in meiner Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin hab ich auch etwa. 5 psychiatrische Klinik kennenlernen dürfen. Tatsächlich konnte keine mit dem KEH mithalten.

Montag, 9. Mai 2022

Zentrum für Integrative Psychiatrie Lübeck - Station B3.01

 Zentrum für Integrative Psychiatrie Lübeck
- Station B3.01

(C) ZIP Lübeck

 Im UKSH Lübeck gibt es mehrere psychiatrische und psychosomatische Stationen:
Station B2.01 - geschlossene Station
Station B3.01 - Angst- und Zwangsstörungen, Depressionen
Station B3.11 - Privatstation
Station B7.01 - Suchterkrankungen
Station B8.01 - Psychotische Störungen
Station B6.01 - psychosomatische Station mit dem Schwerpunkt auf Essstörungen und somatoforme Belastungsstörungen, arbeitet nach dem Konzept der ACT

Die Stationen B2.01 und B6.01 haben wir euch bereits vorgestellt.
Heute geht es um die Station B3.01.

Auf der Station B3.01 werden Erwachsene ab 18 Jahren aufgenommen, die unter Angststörungen, Zwangsstörungen und/oder Depressionen leiden. Es gibt 2 Einzelzimmer, ansonsten Doppelzimmer, insgesamt gibt es um die 30 Plätze. Alle Zimmer haben ein eigenes Bad.

Morgens und Abends gibt es immer dasselbe zur Auswahl; Brötchen mit Belag. Zum Mittag gibt es eine Auswahl zwischen 3 Gerichten, 1 davon ist Vegetarisch.

PatientInnen, die wegen Depression da sind, werden mithilfe der Metakognitiven Therapie (MCT) behandelt. Die Patienten werden durch Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Kommunikationsfähigkeit ergänzt. Im Laufe der Therapie gibt es Belastungstrainings in die häusliche und/oder berufliche Situation, um das ganze dann auch in den Alltag übertragen zu können.

Bei Angst- und Zwangsstörungen werden viele Expos und Übungen durchgeführt, bei denen die Betroffenen neue Einsichten und Bewältigungsstrategien im Kontext Zwang und Angst auslösender Situationen entwickeln; anfangs in Begleitung, im Verlauf immer eigenständiger.

Neben Einzeltherapien werden verschiedene Gruppentherapien (Metakognitive Therapie, MCT; Soziales Kompetenztraining; Erarbeitung aktivierender und tagesstrukturierender Handlungsspielräume) angeboten, außerdem gibt es Ergo- und Physiotherapie sowie die Informationsgruppe der Sozialberatung.

Man darf sein Handy 24/7 haben und bei Bedarf kann man am Wochenende SBT (selbstbelastungstraining) anmelden, wenn man nach Hause will.

Die Einsenderin schreibt:

Ich als Zwangspatientin, die Angst vor Kontamination hat würde ich die Station aufgrund der Hygiene und Sauberkeit sehr empfehlen! Das personal ist auch ganz nett und man hat viele Möglichkeiten in Kontakt zu treten.


(C) Einsenderin

(C) UKSH