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Donnerstag, 4. April 2024

Fachklinik "JuLe" - Kinder- und Jugendpsychiatrie Lübeck

 Fachklinik "JuLe" - Kinder- und Jugendpsychiatrie Lübeck

Versorgungsgebiet: Kreis Ostholstein, Lübeck, Kreis Storman, Kreis Herzogtum Lauenburg

(C) Einsenderin

Es gab bereits vor einiger Zeit einen Beitrag über die KJP Lübeck, da die Klinik aber umgezogen ist in einen Neubau, sich dadurch die Stationsaufteilung und einige Dinge geändert haben gibt es nun einen neuen Post:

Im Neubau gibt es 50 Betten auf 5 Stationen:

Station 1: Akutaufnahmen, Therapiebereich für Psychosen sowie angeschlossener Subakutbereich
Station 2: Jugendstation von ca. 13-18 Jahren , Schwerpunkt Traumafolgestörungen
Station 3: Kinderstation von ca. 6-12 Jahren
Station 4: DBT-A Station für Mädchen von ca. 14-19 Jahren (Wellenreiter)
Station 5: DBT-A Station für Jungen von ca. 13-19 Jahren (Poseidon)

Die Einsenderin wurde auf Station 1 und Station 4 behandelt.

Auf Station 1 werden Jugendliche in akuten Krisen aufgenommen, die u.a mit Eigen- und/oder Fremdgefährdung einhergehen wie Suizidgedanken.
Es gibt Einzel- und Doppelzimmer und einen Krisenraum.
Es gibt kein festes Therapieangebot außer jeden Tag einen therapeutischen Kurzkontakt, wenn man längerfristig auf Station bleibt, hat man ein festes wöchentliches therapeutisches Einzelgespräch.
Handys sind auf Station 1 komplett verboten.
Es ist sehr individuell wie lange man auf Station ist, einige bleiben nur 1-2 Tage, anderer sind aufgrund Unterbringungsbeschluss mehrere Monate da.

Auf Station 4 werden Mädchen von ca. 14-19 Jahren aufgenommen, die Probleme aus dem emotional-instabilen Bereich haben (z.B Selbstverletzungen, Suizidgedanken, Anspannungszustände, Stimmungsschwankungen, Impulsivität, Identitätsunsicherheit, Dissoziationen, Traumata). Die Station Wellenreiter ist eine Therapiestation, die nach dem Konzept der Dialektisch-Behavioralen-Therapie für Adoleszente (DBT-A) arbeitet.

Die Dialektisch-Behavioralen-Therapie für Adoleszente ist eine verhaltenstherapeutische Therapie, die für Jugendliche mit einer Borderline-Persönlichkeitsentwicklungsstörung erfunden wurde, es gibt verschiedene Module (Stresstoleranz, Emotionsregulation, Zwischenmenschliche Kompetenzen, Innere Achtsamkeit) in denen man verschiedene Skills kennenlernt.

Die Station wird offen geführt, Ausschlusskriterien zur Aufnahme sind akute Drogenabhangigkeit (negativer Drogentest muss vorliegen), akute Suizidalität, akute Essstörungen (es gibt eine Essensvereinbarung die eingehalten werden muss sowie ein individueller Mindest-BMI), akute Suizidalität oder wenn kein fester Wohnort vorliegt.

Die Therapie dauert immer genau 3 Monate. Es gibt 10 Behandlungsplätze und ausschließlich Doppelzimmer mit eigenem Bad. Es gibt allerdings 6 Doppelzimmer, weshalb man teilweise ein Doppelzimmer zur alleinigen Nutzung hat.

Es gibt 3 feste Essenszeit um 7:30 Uhr (Frühstück), um 12:15 Uhr (Mittag essen) und um 18:00 Uhr Abendbrot. Die Mahlzeiten sind verpflichtend und es muss eine MIndest-Menge gegessen werden.  Einmal die Woche ist Therapiekochen, d.h eine Kleingruppe an Patienten kocht gemeinsam mit dem PED für die ganze Station, zweimal die Woche ist freies Essen, da kann man sich z.B was kaufen zum Essen oder kochen auf Station.
Einmal wöhentlich werden alle Patienten gewogen.

Es gibt jeden Morgen einen gemeinsamen Morgenspaziergang. Abends muss man um 21.15 Uhr auf seinem Zimmer sein.

Therapien:  Einzeltherapie (1x wöchentlich, wenn man Traumatherapie auf Station macht 2x wöchentlich), Skillsgruppe (2x wöchentlich,
wo die DBT Module behandelt werden), Kunsttherapie, Commitment Gruppe /Compassion-Gruppe, Bewegungstherapie, Sport, Skillsübungszeit (2x wöchentlich)

Außerdem gibt es Therapien die man individuell „verordnet“ bekommen kann wie Reittherapie, Hundetherapie, Musiktherapie, Ergotherapie, Band-Gruppe oder Garten-Gruppe. Und man hat eine
Bezugspersonenstunde.

Teilweise wird Trauma-Therapie angeboten, dann hat man 1 Einzeltherapiegespräch mehr die Woche.

Einmal die Woche findet die StaKo (Stationskonferenz) statt, wo das Zusammen leben auf Station besprochen wird. Außerdem gibt es einmal die Woche eine Außenaktivität wo man entweder einen Ausflug macht oder ein Projekt auf Station macht wie z.B Lagerfeuer, was kreatives etc. Zweimal die Woche gibt es auch noch gemeinsame Zeit, wo alle Patienten zusammen kommen und man z.B was spielt oder auch was kreatives macht.

Alle Patienten besuchen die Klinikschule, auch wenn man z.B die Schule schon abgeschlossen hat ist es verpflichtend die Klinikschule zu besuchen, dort wird dann individuell geguckt was man macht.

Bei Selbstverletzungen oder anderem schädlichen Verhalten (z.B Erbrechen, das wird individuell festgelegt) muss eine Verhaltensanalyse geschrieben werden, die anschließend in der Therapie besprochen wird. Jeden Abend wird die sogenannte Diary-Card mit dem PED besprochen, wo man z.B Selbstverletzungsdruck einträgt. Jeder Patient erstellt im Laufe seines Aufenthalts eine individuelle Skillskette.

 

Bei Beginn muss man einen Behandlungsvertrag unterschreiben und die Regeln und ggf. folgenden Konsequenzen akzeptieren. Im Gegensatz zu anderen Stationen fliegt man vielleicht relativ schnell, einfach da das DBT-A Konzept mit sehr klaren Regeln arbeitet, die aber transparent kommuniziert werden.

Es gibt eine feste Medienzeit jeden Tag, wo man sein Handy bekommt und in der Zeit nutzen kann.

Von Samstag auf Sonntag fahren alle Patienten für eine Nacht in die Beurlaubung, nur in sehr großen Ausnahmen kann man auf Station bleiben.

Rauchen ist erlaubt ab 14 Jahren wenn die Eltern das unterschreiben. (Max. 8 Zigaretten am Tag)

Die Einsenderin schreibt, sie würde die Station definitiv weiterempfehlen. 

 



 







Montag, 16. Oktober 2023

ZIP Kiel - Psychosomatik - Station R1.31

 ZIP Kiel - Psychosomatik - Station R1.31

(C) Einsenderin

Die Station R1.31 ist eine psychosomatische Station mit 25 Behandlungsplätzen. Aufgenommen werden Patienten ab 18 Jahren mit Angststörungen, Depressionen, somatoforme Störungen sowie Essstörungen (Mindest BMI 13).


Es gibt Doppelzimmer mit eigenem Badezimmer.

Es wird nicht mit Sonden gearbeitet. Es wird ein Essstörungsbehandlungsvertrag geschlossen. Wenn man mehr als 1,5 kg abnimmt fliegt man von Station. Der Mindest BMI ist 13, wobei es aber auch auf den körperlichen Zustand ankommt. Es wird mit Trinknahrung als Unterstützung zur Zunahme gearbeitet.

Es gibt zwei verschiedene Essbereiche, einen Bereich wo alle Patienten ohne Essstörung essen sowie einen Essbereich, wo Patienten mit Essstörung essen und wo das Essen Morgens und Mittags begleitet wird.

Der Tag startet mit einer Morgenrunde, wo jeder Patient sagt wie seine Stimmung ist und was man sich für den Tag vorgenommen hat, Abends gibt es eine Abendrunde wo man sagt wie der Tag war.

Die Station arbeitet verhaltenstherapeutisch orientiert.

Therapien: EInzeltherapie, Kunsttherapie, Ergotherapie, Gruppentherapie, Essgruppe, Sport

Sein Handy darf man durchgängig haben. Ausgang und Beurlaubungen werden individuell geregelt, meistens geht man aber am Wochenende für eine Nacht nach Hause.

Durchschnittlich dauert die Behandlung 6 Wochen, es ist möglich anschließend in die Tagesklinik zu wechseln.

Die Einsenderin schreibt sie würde die Station weiterempfehlen, wenn man bereit ist es etwas ändern zu wollen, sie wird bald zum zweiten Mal auf die Station aufgenommen werden.


(C) Einsenderin


Dienstag, 29. November 2022

Schön Klinik Bad Bramstedt - Station C3

 Schön Klinik Bad Bramstedt - Station C3

Die Schön Klinik Bad Bramstedt ist eine psychosomatische Klinik für Jugendliche und Erwachsene und besteht aus einem Reha- und Akutbereich. Aus dem Akutbereich haben wir euch bereits mehrere Stationen vorgestellt, heute geht es um eine der drei Rehastationen, die Station C3.

Aufgenommen werden dort Patienten ab 18 Jahren mit der Hauptdiagnose ADHS und/oder Depressionen. Es gibt 25 Behandlungsplätze in Einzelzimmern. Die Patienten sind in zwei Gruppen eingeteilt, in denen die Therapien statt finden.

Der Tag beginnt mit einer Morgenrunde, vorher sollte man bereits gefrühstückt haben und teilweise gibt es vorher schon ein physiotherapeutisches Angebot. Alle Patienten treffen sich zentral für die Morgenrunde auf der Station. Jemand nennt ein paar Fakten zum Tag , es folgt eine Achtsamkeitsminute, neue Patienten werden begrüßt oder alte verabschiedet, wenn Entlassungen anstehen. Im Anschluss kommt das Ärzte und Therapeuten Team. Falls Termine ausfallen/verschoben werden, wird das dort bekannt gegeben. Ebenso kann es passieren, dass die Ärzte/Therapeuten einen Patienten sprechen möchten, dass wird an dieser Stelle auch verkündet. Zum Schluss wird der Bedarf der Patienten abgefragt. Es gibt jeden Tag die Möglichkeit das Gespräch mit den Therapeuten/Ärzten zu suchen! Anschließend beginnen die Therapien. Meist endet der Therapietag gegen 15/16 Uhr.

Therapieangebote: 1x w. Einzeltherapie, Gruppentherapie (2x die Woche), SKT, Indikationsgruppe (insgesamt 4 Termine, dort erhält man Informationen über sein Krankheitsbild), verschiedene Physiotherapien (da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Qigong, HIIT, Fazientraining, Wassergymnastik), 2x Bewegungstherapie (unterschiedlichste Spiele in der Sporthalle oder auch draußen), 1x Laufen (Ziel ist es 3 Runden einer 700m langen Runde durch den Wald zu schaffen. Das Tempo ist dabei egal), 1x Achtsamkeitstraining, 1x PME, Ergotherapie (5 Termine pro Aufenthalt, also 1-2x wöchentlich), Biofeedback (1-2x während des Aufenthalts), ggf. Ernährungsberatung, ggf. Selbsthilfegruppe für ADHS-Patienten

Bis auf wenige Physiotherapien und die Indikationsgruppe "Depressionen" finden alle Therapien stationsintern statt. Bewegungstherapie und Laufen kann nach Absprache gegen andere Angebote getauscht werden. Einmal in der Woche treffen sich die beiden Therapiegruppen um die Themen für die nächsten Gruppentherapien zu besprechen. Einmal in der Woche gibt es auch eine Stationsrunde. Dort werden unterschiedliche Ämter verteilt. (die meisten Ämter erfüllen 2 Zwecke erstens etwas sinnvolles zum Stationsablauf bei zu tragen (z. B. Blumen gießen, neue Patienten begrüßen und durch die klinik führen, die Morgenrunde strukturieren,...), zum anderen können sie Therapieaufgaben darstellen (z.B. weil man vor der Gruppe reden 'muss').)

Es besteht immer die Möglichkeit die Therapien zu verlassen. Allerdings sollte man sich bei einer Person des Ärzte/Therapeutenteams auf Station melden.

Ab 16/17.00 Uhr sind die Patienten alleine auf Station, es gibt kein Pflegepersonal, die Medizinische Zentrale ist dann Ansprechpartner, dort gibt es auch für Notfälle jederzeit einen Arzt und man holt dort seine Medikamente ab.

Vor Aufnahme muss ein Antrag auf Rehabilitation gestellt werden. Die Aufenthaltsdauer ist auf 5 Wochen ausgelegt, im Gegensatz zu anderen Rehaeinrichtungen wird hier i.d.R nicht verlängert.

Nach den Therapien und am Wochenende kann man die Klinik problemlos verlassen.

Die Einsenderin schreibt:

Der Patientengruppe kommt eine ganz besondere Bedeutung zu. Viele Erkenntnisse und Erfahrungen konnen zwischen den Therapien mitgenommen werden (das wird auch VOM Chefarzt so kommuniziert) . Das setzt allerdings voraus, dass man sich auf die Gruppe einlassen kann und sich nicht ausschließt, in den man sich permanent zurück zieht. Insgesamt gibt es in der Klinik bzw auf der Station sehr wenig Zwang und viel Selbstverantwortung selbst etwas herauszufordern. Zum einen weil die Therapeuten einen nicht aktiv herausfordern (das aber natürlich unterstützen, wenn Patienten darum bitten). Gleichzeitig bieten die verschiedenen Ämter ein großartiges Übungsfeld.
Auch in den Gruppentherapien ist es wichtig, dass man es schafft sich einzubringen und eigene Themen zu benennen...
Grundsätzlich kann ich die Klinik voll empfehlen. Die Lage ist super, die Klinik ist gut gepflegt und die Therapeuten sind großartig. Die Therapeuten lassen einen nicht 'alleine' auch wen viel Wert auf Eigenverantwortung gelegt wird. Da ist Offenheit nur sehr wichtig. Es gab einmal die Situation in der meine Therapeutin sagte:" Dann machen sie in der Situation xy!" und ich sagte, dass ich das nicht kann. Daraufhin versicherte sie mir, dass sie in der Situation auf mich achten würde und mich im Zweifelsfall dabei unterstützen würde yx zu machen.

 

(C) Foto: Einsenderin

 

Montag, 12. September 2022

Kinder- und Jugendpsychiatrie Lübeck Fachklinik JuLe (Fachklinik für junges Leben) - Station Wellenreiter

Kinder- und Jugendpsychiatrie Lübeck Fachklinik JuLe (Fachklinik für junges Leben)
- Station Wellenreiter
 
(C) Lübecker Nachrichten

 
Schon vor einigen Monaten haben wir euch die KJP in Lübeck und die Station Wellenreiter vorgestellt, da die gesamte Klinik aber nun umgezogen ist und sich die Stationen etwas geändert haben, gibt es heute einen erneuten bzw. aktualisierten Post.

Während es vorher 6 Stationen gab (Atlantis= geschlossene, Wellenreiter & Poseidon = DBT-A Stationen, Seeteufelchen, Blauer Ozean und Korallenriff = offene Therapiestationen), gibt es in der neuen Klinik 5 Stationen:

Station 1: Akutstation (aufgeteilt in einen geschlossenen Bereich und einen Subakut Bereich, der teilgeschlossen geführt wird)
Station 2: Therapiestation für Jugendliche ab 13 Jahren, Schwerpunkt PTBS
Station 3: Kinderstation bis 13 Jahren
Station 4: DBT-A Station für Mädchen von 14-19 Jahren (Wellenreiter)
Station 5: DBT-A Station für Jungen von 13-19 Jahren (Poseidon)

Station 4 / Wellenreiter ist eine Station für Mädchen von 14-19 Jahren, die Probleme aus dem emotional-instabilen Bereich haben (z.B Selbstverletzungen, Suizidgedanken, Anspannungszustände, Stimmungsschwankungen, Impulsivität, Wutausbrüche, Risikoverhalten, Identitätsunsicherheit, Dissoziationen, Traumata).

Es gibt Doppelzimmer mit eigenem Bad, insgesamt gibt es 10 Plätze. Die Küche wird sich mit der Station 5 geteilt.

Die Station wird offen geführt, Ausschlusskriterien zur Aufnahme sind akute Drogenabhangigkeit (negativer Drogentest muss vorliegen), akute Essstörungen (es gibt eine Essensvereinbarung die eingehalten werden muss und auch ein Mindest-BMI), akute Suizidalitat oder wenn kein fester Wohnort vorliegt.

Die Station arbeitet nach dem Konzept der Dialektisch-Behavioralen-Therapie für Adoleszente (DBT-A).

Therapien: Einzeltherapie (1x 45 Min.), 1x 90 Min. Skillsgruppe, Commitment-Gruppe (die ersten 5 Wochen), Ergotherapie, Skillsboxen bemalen, 2x pro Woche Skillsübungszeit
2x pro Woche gemeinsame Zeit (dort wird z.B was gemeinsam gespielt oder gebastelt),
1x Stationkonferenz (dort werden Dienste verteilt oder Anliegen besprochen), 1x pro Woche Bezugsgespräch und entweder Kunsttherapie, Musiktherapie oder Bogenschießen (1x die Woche).

Alle Patienten besuchen die Klinikschule. Es ist möglich Traumatherapie auf der Station zu machen, dafür gab es dann immer 2x wöchentlich Einzeltherapie, aber wir wissen nicht genau ob das immer noch so ist. Außerdem wird für 1 Patient pro Station Reittherapie angeboten.

Jeden Abend füllt jeder Patient eine Diary-Card aus, wo er einträgt wie ist der Selbstverletzungsdruck, wie habe ich geschlafen, was war positiv heute, wo war meine Anspannung etc. - diese wird jeden Abend mit dem PED besprochen.  Jeder Patient erstellt im Laufe seines Aufenthalts eine individuelle Skillskette.

Bei Beginn muss man einen Behandlungsvertrag unterschreiben und die Regeln und ggf. folgenden Konsequenzen akzeptieren. Im Gegensatz zu anderen Stationen fliegt man vielleicht schneller, einfach da das DBT-A Konzept mit sehr klaren Regeln arbeitet, die aber transparent kommuniziert werden und jeder daher genau weiß "wo er dran ist".

Wenn es zu einer Selbstverletzung oder sonstigem Problemverhalten kommt (z.B bei manchen Patienten bei einer Bulimischen Symptomatik das Erbrechen) muss man eine Verhaltensanalyse schreiben (und muss sich dafür 1 Stunde zurück ziehen), im nächsten Einzelgespräch wird die Verhaltensanalyse dann besprochen.

Sein Handy bekommt man 30 Min. am Tag, außerdem darf man es am Mittwoch mit in den Stadtausgang nehmen.

Ausgang gibt es immer 30 Minuten am Stück, mehrmals täglich. Am Mittwoch ist Stadtausgang, da kann man bis max. 20.00 Uhr in die Stadt bzw. die Station verlassen.

Am Wochenende muss man (bis auf das 1.Wochenende) von Samstag auf Sonntag nach Hause fahren.

Die Therapie dauert immer genau 3 Monate.

Einsenderin 1 schreibt: (bezieht sich darauf als die Station noch im Altbau war und einige Dinge noch anders waren)

Pro: reine Mädchenstation, sehr viele sehr kompetente, engagierte und liebe Mitarbeiter, sehr gute Therapeuten, sehr durchdachtes Konzept, die Station hat Ahnung davon was sie macht, man wird als Mensch gesehen und nicht als irgendeine Fallnummer, die wöchentliche Stationsaktivität

Kontra: das Essen, einige zu strenge Regeln (z.b 21.15 im Bett sein)

Einsenderin 2 schreibt: (bezieht sich auf den Neubau und einen Aufenthalt in 2022)

Ich habe auf Station 4 im Gegensatz zu anderen Kliniken gute Erfahrungen gesammelt. Sie behandeln auch sehr "komplexe" Fälle mit Svv ect und gehen damit meist sehr kompetent um.


(C) NDR

(C) NDR

Montag, 9. Mai 2022

Zentrum für Integrative Psychiatrie Lübeck - Station B3.01

 Zentrum für Integrative Psychiatrie Lübeck
- Station B3.01

(C) ZIP Lübeck

 Im UKSH Lübeck gibt es mehrere psychiatrische und psychosomatische Stationen:
Station B2.01 - geschlossene Station
Station B3.01 - Angst- und Zwangsstörungen, Depressionen
Station B3.11 - Privatstation
Station B7.01 - Suchterkrankungen
Station B8.01 - Psychotische Störungen
Station B6.01 - psychosomatische Station mit dem Schwerpunkt auf Essstörungen und somatoforme Belastungsstörungen, arbeitet nach dem Konzept der ACT

Die Stationen B2.01 und B6.01 haben wir euch bereits vorgestellt.
Heute geht es um die Station B3.01.

Auf der Station B3.01 werden Erwachsene ab 18 Jahren aufgenommen, die unter Angststörungen, Zwangsstörungen und/oder Depressionen leiden. Es gibt 2 Einzelzimmer, ansonsten Doppelzimmer, insgesamt gibt es um die 30 Plätze. Alle Zimmer haben ein eigenes Bad.

Morgens und Abends gibt es immer dasselbe zur Auswahl; Brötchen mit Belag. Zum Mittag gibt es eine Auswahl zwischen 3 Gerichten, 1 davon ist Vegetarisch.

PatientInnen, die wegen Depression da sind, werden mithilfe der Metakognitiven Therapie (MCT) behandelt. Die Patienten werden durch Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Kommunikationsfähigkeit ergänzt. Im Laufe der Therapie gibt es Belastungstrainings in die häusliche und/oder berufliche Situation, um das ganze dann auch in den Alltag übertragen zu können.

Bei Angst- und Zwangsstörungen werden viele Expos und Übungen durchgeführt, bei denen die Betroffenen neue Einsichten und Bewältigungsstrategien im Kontext Zwang und Angst auslösender Situationen entwickeln; anfangs in Begleitung, im Verlauf immer eigenständiger.

Neben Einzeltherapien werden verschiedene Gruppentherapien (Metakognitive Therapie, MCT; Soziales Kompetenztraining; Erarbeitung aktivierender und tagesstrukturierender Handlungsspielräume) angeboten, außerdem gibt es Ergo- und Physiotherapie sowie die Informationsgruppe der Sozialberatung.

Man darf sein Handy 24/7 haben und bei Bedarf kann man am Wochenende SBT (selbstbelastungstraining) anmelden, wenn man nach Hause will.

Die Einsenderin schreibt:

Ich als Zwangspatientin, die Angst vor Kontamination hat würde ich die Station aufgrund der Hygiene und Sauberkeit sehr empfehlen! Das personal ist auch ganz nett und man hat viele Möglichkeiten in Kontakt zu treten.


(C) Einsenderin

(C) UKSH

Montag, 18. April 2022

Schön Klinik Bad Bramstedt - Jugendstation B4

Schön Klinik Bad Bramstedt - Jugendstation B4

(C) Schön Klinik Bad Bramstedt

Die Schön Klinik Bad Bramstedt ist eine psychosomatische Klinik und hat neben verschiedenen Akut- und Rehastationen für Erwachsene auch eine Jugendstation, die Station B4.

Aufgenommen werden Jugendliche von 14-18 Jahren mit den verschiedensten psychosomatischen Erkrankungen wie Essstörungen (Anorexie, Bulimie, Binge-Eating sowie Mischformen), Zwangsstörungen, Angststörungen, Depressionen, PTBS oder Borderline.

Momentan können überwiegend Privatversicherte Patienten oder Selbstzahler aufgenommen werden, es gibt allerdings Einzelfallentscheidungen wo auch die gesetzliche Krankenkasse einen Aufenthalt dort finanziert.

Es gibt 4 Einzelzimmer, ansonsten Doppelzimmer (manche Zimmer sind schon renoviert, manche nicht, das auf dem Foto ist eins der unrenovierten Zimmer), insgesamt gibt es ca. 14 Behandlungsplätze.

Der Tag startet um 07.30 Uhr mit dem Frühstück, um 09.00 Uhr ist eine gemeinsame Morgenrunde. Um 12.10 Uhr gibt es Mittagessen, um 17.30 Uhr Abendessen.

Es wird überwiegend mit kongnitiver Verhaltens- und Schematherapie gearbeitet.

Therapien: Einzeltherapie (1-2x die Woche), verschiedene Krankheitsspezifische Gruppen (Essstörungen, Depressionen, Traumagruppe, Zwangsgruppe), Kunsttherapie (in der Gruppe und Einzel), Skillsgruppe, SKT, Bewegungstherapie, Ernährungsberatung, Lehrküche, Entspannungsverfahren

Es wird das DBT-A Programm angeboten, für Jugendliche mit Emotionsregulationsschwierigkeiten und Selbstverletzenden Verhaltensweisen.

Bei Essstörungen gibt es begleitetes Essen an einem extra Tisch mit einem 3 Phasen-Konzept, jede Stufe bringt einem mehr Freiheiten und auch mehr Ausgang. Es gibt 2-3 Zwischenmahlzeiten, bei stärkerem Untergewicht wird auch mit Fresubin gearbeitet.
Essstörungspatienten werden 2x die Woche gewogen. In der extra Essstörungsgruppe geht es u.a um Themen wie : Diagnostik, innerer Kritiker, Perfektionismus, Körperbildübungen, schwarze Liste etc.
Jeden Freitag findet Lehrküche statt, wo 4 Patienten gemeinsam kochen. Es werden Foto/Video und Spiegelexpos angeboten.

Für PTBS Patienten wird Traumakonfrontation angeboten.

Sein Handy darf man 24/7 haben.

Ausgang hat man den ganzen Tag wenn man keine Gruppen hat bis 20:00 (man hat erst ab einem bestimmten Gewicht freien Ausgang, darunter gibt es individuelle Absprachen oder manchmal auch keinen Ausgang)

Beurlaubungen sind nach Absprache möglich, aber max. für 1 Nacht.

Die Einsenderin schreibt:

Mir persönlich hat die Klinik sehr gut weitergeholfen.

Pro: Viele Therapieangebote, hilfreiche Gruppen, liebe TherapeutInnen und BetreuerInnen, gutes Therapiekonzept, super schöne Umgebung, große Zimmer

Kontra: Kleiderordnung, strenge Regeln bei SV, bei manchen schnelle disziplinarische Entlassungen

(C) Schön Klinik

(C) Schön Klinik

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Schön Klinik Bad Bramstedt

Donnerstag, 7. April 2022

Schön Klinik Bad Bramstedt - Station A4

 Schön Klinik Bad Bramstedt - Station A4

(C) Einsenderin

Die Schön Klinik Bad Bramstedt ist eine psychosomatische Klinik, aufgeteilt in einen Akut- und Rehabereich. Einige Stationen haben wir euch schon vorgestellt, heute geht es um die Station A4.

Aufgenommen werden dort gesetzlich versicherte Erwachsene ab 18 Jahren, die unter einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung und/oder einer Sozialen Phobie leiden.

Es gibt Doppelzimmer.

Dieser Post wird etwas anders aufgebaut sein, da die Einsenderin uns gebeten hat ihre Worte genauso zu übernehmen.

Die Einsenderin schreibt:

Der erste Eindruck, den ich von der Klinik hatte, war mit meiner Angst vor der Therapie und dem abgelegenen Bad Bramstedt etwas verunsichernd.
Jedoch zeigte sich mir schnell, dass die Menschen, die dort arbeiten zwischenmenschlich als auch Fachtherapeutisch wirklich was auf dem Kasten haben.

Ich fühlte mich schnell mit den Therapeut*innen auf meiner Station wohl & für mich waren gravierende Unterschiede zu meinem stationären Aufenthalt (in einer anderen Klinik) von vor 6 Jahren bemerkbar:

Wir wurden dazu angehalten, uns in Krisensituationen ans Team zu wenden, weil wir da nicht (schon wieder) alleine durch müssten.
Ich hatte sehr viel Validierung erfahren & das Patient*innen - Therapeut*innen Verhältnis wirkte für mich auf Augenhöhe anstatt stark autoritär oder über uns hinweg entscheidend.
Wenn Entscheidungen getroffen wurden oder Veränderungen stattfanden wurden diese nachvollziehbar erklärt, sodass für mich weitaus weniger Spielraum vorhanden war, mir diesbezüglich Sorgen zu machen oder mich angegriffen zu fühlen!

In der Klinik wurden verschiedene Krankheitsbilder mit verschiedenen Schwerpunkten behandelt.
Ich selbst nahm 11 Wochen an der DBT + ADHS - Gruppentherapie teil.
Auf meiner Station wurden 3 Gruppenmodule angeboten: Stresstoleranz, Emotionen & Zwischenmenschliche Interaktion.
Da ich mich bereits mit Stresstoleranz auskannte, besuchte ich zuerst, die Emotionsgruppe, durch die ich super wichtiges Wissen lernte & mir einige Fragen beantwortet wurden.

Unter der Woche hatten wir jeden Tag Visite bei der man Gesprächsbesarf an die Gruppe, das Therapeut*innenteam und an Bezugstherapeut*innen anmelden konnte.
Am Wochenende und Nachts bestand die Möglichkeit sich an der medizinischen Zentrale zu melden, um Unterstützung zu erhalten.

Achtsamkeit wurde als Grundlage der Therapie betrachtet & sowohl in der Visite als auch in einer Gruppe gemeinsam geübt.
Man konnte sich zusätzlich zur Kunsttherapie und zu verschiedenen Bewegungsangeboten eintragen lassen, sowie im Hauseigenen Schwimmbad. (+ jede Woche gab es 1x wöchentlich ein Einzeltherapie Gespräch)
Das Essen wurde im Buffet angeboten. Veganes Angebot gab es leider kaum, jedoch extra diverse vegetarische Auswahl.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich wirklich super zufrieden bin & mir der Klinikaufenthalt wirklich sehr geholfen hat.
Durch das Miteinander mit anderen Patient*innen hat für mich auch viel Lernprozess stattgefunden & beim Personal habe ich persönlich einfach gemerkt, dass diese Menschen Ahnung davon haben, was sie tun & das wirklich sehr gerne machen.

Danke für die Einsendung an @borderli0n

 

Donnerstag, 31. März 2022

AMEOS Klinikum Preetz - Erwachsenenpsychiatrie

 AMEOS Klinikum Preetz - Erwachsenenpsychiatrie

 Versorgungsgebiet: Kreis Plön

(C) worlds-architects

In der Psychiatrie in Preetz gibt es drei Stationen:

Station 1a: Gerontopsychiatrie
Station 1b: Krisenintervention (geschlossen geführt)
Station 2: Psychotherapiestation / Allgemeinpsychiatrie

Außerdem gibt es eine Tagesklinik.

Die Einsenderin wurde auf Station 1b und Station 2 behandelt.
Auf beiden Stationen gibt es Doppelzimmer mit eigenem Bad, manchmal werden die aber auch als Einzelzimmer genutzt.

Auf Station 2 werden jegliche Krankheitsbilder behandelt, die in einem offenen Setting behandelbar sind wie z.B Depressionen, Zwänge, Ängste, Persönlichkeitsstörungen oder Psychotische Erkrankungen.

Jeder Patient erhält einen individuellen Therapieplan:

Therapien: Einzeltherapie (2x w.), verschiedene Gruppentherapien, Ergotherapie, Sporttherapie (verschiedene Sportangebote), Tanztherapie, Musiktherapie

Sein Handy darf man durchgängig haben.

Die Einsendeirn schreibt:

Auf Station 2 wurde mir wirklich weitergeholfen. Es gibt nette Pfleger, das Gebäude ist sehr modern und auch die Therapeuten/Ärzte waren nett und kompetent. Station 1B würde ich nur sehr bedingt empfehlen, ist eben eine geschlossene Station.

(C) worlds-architects

(C) architekten-gsp

(C) architekten-gsp

Montag, 21. Februar 2022

Zentrum für integrative Psychiatrie Lübeck - Station B6.01

 Zentrum für integrative Psychiatrie Lübeck - Station B6.01

(C) ZIP Lübeck

 Im UKSH Lübeck gibt es mehrere psychiatrische und psychosomatische Stationen:

Station B2.01 - geschlossene Station
Station B3.01 - Angst- und Zwangsstörungen, Depressionen
Station B3.11 - Privatstation
Station B7.01 - Suchterkrankungen
Station B8.01 - Psychotische Störungen
Station B6.01 - psychosomatische Station mit dem Schwerpunkt auf Essstörungen und somatoforme Belastungsstörungen, arbeitet nach dem Konzept der ACT

Außerdem gibt es zwei Tageskliniken.

Die Geschlossene Station sowie die psychosomatische Tagesklinik haben wir euch bereits vorgestellt, heute geht es um die psychosomatische Station B6.01.

Aufgenommen werden Patient:innen ab 18 Jahren mit psychosomatischen Erkrankungen, sprich psychische Erkrankungen wo körperliche Symptome im Mittelpunkt stehen.
Ein besonderer Schwerpunkt der Station liegt dabei auf Essstörungen sowie somatischen Belastungsstörungen / Somatisierungsstörungen.

Es gibt Einzel- und Doppelzimmer, die Badezimmer sind Gemeinschaftsbadezimmer und werden jeweils von zwei Zimmern genutzt.

Die Gruppentherapie auf Station orientiert sich an der ACT (Acceptance and Commitment Therapy, eine moderne Form der Verhaltenstherapie), da die Station vorher einmal eine DBT Station war, sind alle Pfleger auch darin sehr geschult schreibt die Einsenderin.

Wiegen erfolgt abhängig vom Gewicht. Patienten mit einem BMI >17,5 werden jeden Montag gewogen, alle anderen jeden Montag und Donnerstag. Aktuell gibt es aufgrund Corona keine Essensbegleitung - alle Patienten essen allein auf ihrem Zimmer. Je nach Bedarf können jedoch gesonderte Regelungen mit der Pflege getroffen werden.

Therapien: Einzeltherapie (1x 45 Min.), Gruppentherapie (1x 90 Min.), Achtsamkeitsgruppe (feste Gruppe je 5 Termine a 60 Minuten), Bezugstherapeutengespräch, Kreativgruppe (2x je 90 Minuten), Entspannung (je 30 Minuten)

Abhängig vom BMI (>17,5), ist die Teilnahme am achtsamen Intervall bzw. dem konditionellen Intervall verpflichtend (jeden Werktag ca. 40 Minuten). Einmal in der Woche findet eine Kochgruppe für zwei Patienten statt, die Teilnahme ist freiwillig und umfasst je drei Termine. Für Patienten im Normalgewicht bestehen zudem Angebote der Physiotherapie (Rückenfit, Sportstart etc.).

Jeden Montag gibt es eine Visite mit dem Oberarzt.

Beurlaubungen (eine Nacht) an den Wochenenden sind möglich. Sein Handy kann man durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: schnelle Aufnahme, nettes Pflegepersonal, erfahrenes Team

Kontra: Mittagessen, altmodische Zimmer, kein WLAN, keine Mahlzeitenbetreuung


(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

Dienstag, 5. Oktober 2021

Schön Klinik Bad Bramstedt - Station F4

 Schön Klinik Bad Bramstedt
- Station F4

(C) Einsenderin

Die Schön Klinik Bad Bramstedt ist eine psychosomatische Klinik, aufgeteilt in einen Reha- und Akutbereich. Es gibt verschiedene Stationen für Erwachsene ab 18 Jahren mit den verschiedensten Krankheitsbildern. Zu einigen Stationen haben wir schon einen Beitrag. Heute geht es um die Station F4. Die Station ist eine Station im Akutbereich und nimmt Privatpatienten (sowie teilweise Gesetzlich Versicherte mit privater Zusatzversicherung) auf, der Schwerpunkt liegt auf Persönlichkeitsstörungen (insbesondere Borderline-PS), ADHS/ADS sowie sozialer Phobie.

Die Station liegt im 4.Geschoss des F-Hauses (ein extra Haus für die Privatpatienten) im EG des Gebäudes befindet sich eine Lounge mit Sonnenterasse, dort gibt es ein Kaffeevollautomat, Wasser, Tee, Säfte und Obst kostenlos. Es gibt für das F Haus auch Kompfortdamen die im Schichtdienst arbeiten und tagsüber immer kontaktiert werden können.

Es gibt ausschließlich Einzelzimmer mit elektronisch verstellbares Bett ,elektronische Jalousien, Schreibtisch, Sofa, Sofatisch, Sideboard mit Kühlschrank und eigenem Bad. Telefon und TV sind ebenfalls auf dem Zimmer. Der Kühlschrank ist zu Beginn mit Getränken und Snacks gefüllt (kostenlos). Schnelles WLAN ist für Privatpatienten kostenlos, ebenfalls der TV sowie die Waschmaschinen Benutzung.

Für die Privatpatienten gibt es einen extra Speisesaal, es gibt Mittags fünf verschiedene Menüs zur Auswahl, Morgens & Abends gibt es ein reichhaltiges Büffet.

Die Mahlzeiten sind freiwillig, die Anwesenheit wird nicht überprüft. Der Tag startet von daher verpflichtend erst um 08.40 Uhr täglich mit der Visite.

Die maximale Aufenthaltsdauer beträgt 12 Wochen.

Unter der Woche ist die Station bis Nachmittags mit Co-Therapeuten besetzt, außerhalb dieser Zeiten ist die Medizinische Zentrale zuständig.

Die Station arbeitet vom Konzept her nach der DBT, die Einsenderin schreibt aber der Therapieplan wird sehr individuell für jeden Patienten je nach Krankheitsbild zusammen gestellt. Das einzige was "fest" ist ist 2x 50 Min. Einzeltherapie die Woche sowie bei Chefarztbehandlung 2x 100 Min. Gruppentherapie beim Chefarzt die Woche. 


Weitere Therapieangebote: Kunsttherapie, Biofeedback, Commitment-Gruppe, Achtsamkeitsgruppe, Emotionsregulationsgruppe, Stresstoleranzgruppe (Skillsgruppe), Interaktionsgruppe, verschiedene Sportangebote, Bewegungstherapie, Massagen, Bewegungsbad, Physiotherapie, MTT

Außerdem werden verschiedene Freizeitangebote angeboten wie z.B freies Schwimmen, Yoga, qui gong, Basteln, freies Ateliers etc. - diese finden meistens am Abend statt und sind ein stationsübergreifendes Angebot für alle Patienten der Klinik. Die Klinik verfügt über ein Schwimmbad und eine Sauna. Draußen gibt es auch noch einen Tennisplatz.

Die Einsenderin schreibt, dass Parkplätze an der Klinik nicht kostenlos sind. Es empfielt sich aber trotzdem damit anzureisen, dann kann man am Wochenende z.B einen Ausflug an die Ostsee unternehmen.

Außerhalb der Therapien (von 07.00 - 22.00 Uhr) kann man die Klinik jederzeit verlassen. Ab 23 Uhr ist Nachtruhe und man sollte sich in sein Zimmer begeben. Auch am Wochenende. Zur Zeit sind Beurlaubungen aufgrund von Corona eingeschränkt.

Die Einsenderin schreibt: Wichtig zu wissen ist, dass man einigermaßen stabil sein sollte, da man schon sehr auf sich alleine gestellt ist. Die MZ (medizinische Zentrale) befindet sich im Haupthaus. Sollte es einem mal nicht gut gehen ist der Weg sehr weit.
Die Therapeuten dort waren unterschiedlich gut aber sie arbeiten sehr eng zusammen und es gibt regelmäßige Team Gespräche, sodass jeder Therapeut über jeden Patienten gut Bescheid weiß. Ich kann die Station empfehlen und komme gerne nochmal wieder, wenn es nötig wird.

(C) "obs/Schön Klinik/Julia Knop"

Sonntag, 3. Oktober 2021

Psychosomatische Tagesklinik B20 - ZIP Lübeck

 Psychosomatische Tagesklinik B20 - ZIP Lübeck


 In der Psychosomatischen Tagesklinik gibt es 20 Behandlungsplätze für Patienten ab 18 Jahren die unter einer Störung der Emotionsregulation leiden und/oder Essstörung oder Somatoforme Störung. Außerdem gibt es teilweise Plätze für Patienten mit einer PTBS.

Die Station verteilt sich über zwei Stockwerke, im Erdgeschoss gibt es zwei Umkleiden mit Toiletten, das Dienstzimmer, ein Untersuchungszimmer, ein Gesprächsraum, einen Ergotherapie-Kunstraum und einen großen Gruppenraum (zum Essen) sowie eine Küche, in welcher innerhalb der Gruppen auch selbst gekocht werden kann. Im ersten Stock befindet sich 1 Gruppenraum und drei Ruheräume. Außerdem haben die Therapeuten dort ihre Büros. Im zweiten Stock befinden sich weitere Büros und ein großer Gruppenraum.
Draußen vor der Klinik ist ein kleines Stück Rasen, auf welchem man gut sitzen kann und wo auch eine Raucherecke ist. Außerdem befindet sich dort auch die Sporthalle. Die Tagesklinik befindet sich auf dem Gelände des Krankenhauses.

Vor Aufnahme gibt es ein Vorgespräch, wo die Rahmenbedingungen der Behandlungs besprochen werden. Zu Beginn der Aufnahme erfolgt dann ein Augnahmegespräch und eine komplette körperliche Untersuchung findet statt. Betreut wird man während des Aufenthalts von einem Team aus Pflege, Ärzten und Psychotherapeuten, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Sozialpädagogen.

Der Tag in der TK beginnt um 08.00 Uhr und endet gegen 16.00 Uhr. Den Abend sowie die Wochenenden werden im häuslichen Umfeld verbracht. Jeder Tag startet mit der Morgenachtsamkeit. Danach wird gemeinsam gefrühstückt und es folgt ein Spaziergang. Anschließend folgen verschiedene Einzel- und Gruppentherapien, bis es um 12.00 Uhr Mittagessen gibt. Für Essstörungspatienten wird das Essen begleitet.

Alle Patienten werden jeden Montag gewogen. Es gibt einen Mindest BMI.

Die Behandlungsbasis stellt die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT nach M. Linehan) dar, welche für Patienten mit der Symptomatik einer Borderline Störung entwickelt wurde, es werden in verschiedenen Modulen verschiedene Skills vorgestellt. Der Aufenthalt beträgt i.d.R 12 Wochen. '

Es gibt gewisse Regeln
angelehnt an die DBT wie z.B dass Gespräche über Problemverhalten oder andere Themen, welche Mitpatienten triggern können untersagt sind. Während der gesamten Zeit muss auf Alkohol verzichtet werden, genau wie auf neue Piercings oder Tattoos. Außerdem muss jede Art von Selbstverletzung mitgeteilt werden und durch eine Verhaltensanalyse reflektiert werden.

Therapien: Einzeltherapie (1x w.), Bezugspflegegespräch (1x w.), Ergotherapie, Bewegungsgruppe, Physiotherapie, DBT-Gruppe, DBT-Bezugsgruppe, Achtsamkeitsgruppe, Skillsgruppe, Alltagstrainingsgruppe, Metta Meditation, ggf. Sozialberatung

Außerdem findet 1x die Woche Supervision statt, in welcher man mit der Oberärztin die Woche und Fortschritte reflektiert. Und es findet 2x die Woche ein Plenum statt, in welchem mit allen Patienten und der Pflege die Woche reflektiert wird. Dort auch Aufgaben verteilt, denn jeder Patient hat pro Woche einen Dienst, um welchen er oder sie sich kümmern muss. (Essen aufdecken, abdecken, Pflanzen gießen, Tische wischen usw.)

Während des Aufenthalts müssen verschiedene Zettel wöchentlich ausgefüllt werden (Diary Card, Trinkprotokoll, Essensprotokoll).

Während der Zeit in der Klinik darf das Handy nicht genutzt werden.

Wenn man es möchte kann man nach dem Aufenthalt für eine ambulante Therapie in der PIA angegliedert werden. In dieser gibt es auch ein spezielles Borderline intensiv Programm.

Die Einsenderin schreibt: Ich war 2020 für drei Monate in der Tagesklinik, mein Schwerpunkt lag auf der Behandlung von Borderline. Mir hat der Aufenthalt sehr geholfen. Das Pflegeteam ist toll und immer für einen da, wenn man Hilfe benötigt. Die Therapeuten (sowie das Pflegeteam) sind sehr gut geschult und sehr kompetent. Ich hatte immer das Gefühl ernst genommen zu werden. Das DBT Konzept der Klinik ist großartig und dir Behandlung dort ist super auf Borderline und auch Esstörungen zugeschnitten. Einzig der Essenslieferant zur Zeit meines Aufenthaltes war unterirdisch. Ganz schlimm. Das ist wirklich der einzige Makel, ansonsten kann ich die Klinik durch und durch empfehlen. Ich würde diese Tagesklinik definitiv empfehlen. Ganz groß wird auch das Thema Achtsamkeit geschrieben. Für alle, die damit eventuell nichts anfangen können, könnte das ein Problem werden. Deswegen sollte man da möglichst unvoreingenommen ran gehen. Mir hat vor allem Alltagstraining, DBT und dir Achtsamkeitsgruppe gut gefallen. Und natürlich die Einzeltherapie.




(C) Fotos: Schmiederdau Architekten

Samstag, 2. Oktober 2021

Helios Klinikum Schleswig - Station PC1 (Psychosomatik)

 Helios Klinikum Schleswig  - Station PC1 (Psychosomatik)

(C) Helios Schleswig

 Im Helios Klinikum Schleswig gibt es eine Psychosomatische Station. Diese ist aufgeteilt in den Traumabereich (den haben wir euch bereits vorgestellt), den Suchtbereich (Bereich A) sowie den allgemein psychosomatischen (Bereich B) - um diesen wird es heute gehen.

Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren mit psychosomatischen Erkrankungen wie z.B Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen, Depressionen, Lebenskrisen oder chronische Schmerzen.

Die Einsenderin wurde aufgrund einer Borderline Erkrankung, PTBS und Essstörung behandelt.

Man kann zum einen zu einer Krisenintervention kommen (8-10 Tage) oder zu einer (Intervall-)Therapie (4-8 Wochen).

Es gibt Einzel- und Doppelzimmer mit eigenem Bad. Insgesamt gibt es 13 Betten.

Der Umgang mit Sachen wie SVV oder Essproblemen werden mit den Therapeuten gemeinsam gesprochen solange Fortschritte erkennbar sind und es nicht jeden Tag passiert ist es aber kein Problem.


Die Behandlung ist verhaltenstherapeutisch und multimodal ausgerichtet

Therapien: Einzeltherapie, tägliche Morgenrunde, gemeinsamer Spaziergang, Kunsttherapie, Gruppentherapie, Achtsamkeitsgruppe, Skillsgruppe, Sporttherapie, Bewegungstherapie, Yoga, Ergotherapie, Maltherapie, Entspannungstherapie

Es gibt kostenloses WLAN.

Positiv ist: nette Pfleger und Ärzte.

Die Einsenderin schreibt sie würde die Klinik definitiv weiterempfehlen.





(C) Fotos: Einsenderin

Schön Klinik Bad Bramstedt - Station C4

 Schön Klinik Bad Bramstedt - Station C4

(C) RMN Ingenieure

 In der Schön Klinik Bad Bramstedt gibt es verschiedene psychosomatische Stationen im Akut- und Rehabereich. In diesem Beitrag geht es um die Station C4.

Station C4 ist eine Station im Akutbereich und behandelt ausschließlich Frauen von ca. 18-30 Jahren mit (Emotional-Instabilen) Persönlichkeitsstörungen und begleitetenden Essstörungen.

Es gibt Doppelzimmer mit eigenem Bad.

Die Station arbeitet nach dem Konzept der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT), in der Gruppentherapie werden die DBT-Module durchgenommen, bei Aufnahme wird ein Therapievertrag aufgesetzt wo der Umgang mit Therapieschädigendem Verhalten geregelt wird, jeder Patient erstellt eine individuelle Skillskette, führt eine Diary-Card, bei Selbstverletzungen wird eine Verhaltensanalyse geschrieben etc.

Die Therapeuten sind unter der Woche von 8-17Uhr auf der Station, es gibt dort keine Pfleger, wenn man ein Problem außerhalb dieser Zeiten hat muss man sich in der Medizinischen Zentrale melden.

Bei Essstörungen gibt es dreimal pro Woche Essen mit Unterstützung, in der Ernährungstherapie kann man einen Essplan aufstellen, aber es ist ansonsten ein sehr freies Konzept, wenn man keinen mindest BMI (16,5) hat oder es nicht schafft sein Gewicht von alleine zu halten wird man entlassen.

Therapien: 1x w. Einzeltherapie (50 Min.), 2x Gruppentherapie (DBT), Übungs- und Stationsgruppen (ohne Therapeuten), Kunsttherapie, Musiktherapie, ggf. Ernährungsberatung, Bewegungstherapie, verschiedene Sportangebote

Für einige Therapien z.B Kunsttherapie gibt es eine Warteliste.

Außerhalb der Therapien kann man jederzeit in den Ausgang, um 21.00 Uhr muss man unter der Woche wieder auf Station sein, am Wochenende um 22.00 Uhr.
Handy und Laptop/Tablet darf man durchgängig haben.

Man ist 8-12 Wochen dort.

Die Einsenderin schreibt:

Ich war dort weil ich aufgrund meiner PTBS eine DBT machen wollte und dafür ist es leider nicht geeignet. Ich glaube dass die Station für Patientinnen mit Borderline und/oder Essstörungen die nicht im Vordergrund stehen sehr hilfreich sein kann, leider wird man dort sofort auf das Krankheitsbild Borderline reduziert egal ob man es hat oder
nicht. Die Therapeuten sind super nett und oft auch sehr hilfreich, was Konfliktbewältigung auf der Station angeht gibt es aber einige Defizite und die Verantwortung wird vollkommen auf die Patientinnen abgeschoben auch wenn die Konflikte manchmal (eventuell auch unbeabsichtigt) vom Team hocheskaliert werden. Wenn man vorhat sich hier anzumelden sollte man auf jeden Fall relativ stabil sein, da es eben sehr offen und “unbetreut” ist aber im Großen und Ganzen ist immer jemand da wenn man Hilfe braucht und man wird nie komplett alleine gelassen, man muss sich nur eben Eigenverantwortlich melden. Ich habe viele Mitpatientinnen gehabt die sich dort sehr gut aufgehoben gefühlt haben und wirklich was davon hatten, ich hätte mir persönlich gewünscht von vornherein gesagt zu bekommen dass die Station für mich nicht geeignet ist, das hätte mir einiges an Stress und retraumatisierung erspart. Die Standards der Klinik sind im allgemeinen sehr hoch, es wird aber auch ein deutlicher Unterschied zwischen Privatpatienten und Kassenpatienten gemacht. Die Umgebung der Klinik ist wunderschön, sehr viel Natur und meiner Meinung nach sehr entspannend.
Ich kann die Station empfehlen, aber tatsächlich nur für die “vorgesehenen” Krankheitsbilder, auch wenn die Stationsleitung das anders sieht.



(C) Einsenderin