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Montag, 27. November 2023

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

 Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

Versorgungsgebiet: Landkreis und Stadt Neuwied sowie aktuell Mayen-Koblenz, Östlicher Teil der Vulkaneifel sowie Koblenz (aufgrund der Flutkatastrophe kann die eigentlich zuständige Klinik DRK Fachklinik Bad Neuenahr z.Z keine Notfallversorung anbieten und das Versorgungsgebiet wurde auf andere KJPs in der Umgebung verteilt) 

(C) Johanniter

In der KJP Neuwied gibt es zwei Stationen mit insgesamt 24 Betten:

Kinderstation (3-12 Jahre, offiziell, wird aber oft anders gehandhabt)
Jugendstation (13-18 Jahre, fakultativ geschlossen)

Die Eindenderin wurde auf beiden Stationen behandelt.

Je nach Patientenlage wird die Kinderstation meistens offen geführt, dahingegen ist die Jugendstation weitgehend geschlossen. Somit kommen die Patienten mit Fremd- und oder Eigengefährdung auf die Jugendstation.

Aufgenommen werden jegliche Krankheitsbilder.

Es gibt nur Doppelzimmer. Auf beiden Stationen sind Krisenräume, sowie Räume mit einer Kameraüberwachung. Einen Time-Out-Raum gibt es auf der Kinderstation. Die Klinik besteht pro Station aus zwei Ebenen. Einer Wohnebene und einer Schlafebene, die mit einer Treppe verbunden sind. Wenn man morgens nach dem Fertigmachen die Ebenen wechselt, gibt es keine Möglichkeit nochmal auf sein Zimmer zu gehen. Somit verbringt man die Zeiten von 08:00-13:00 auf der Wohneben, von 13:00-15:30 auf dem Zimmer, von 16:30-19:00 auf der Wohnebene und danach die Zeit bis zum Morgen wieder auf dem Zimmer. Eine Rückzugsmöglichkeit gibt es auf der Wohnebene nicht. Zudem ist das Gelände sehr sehr klein, da die Klinik mitten in der Stadt liegt.

Man wird gegen 07.00 Uhr geweckt, anschließend gibt es um 07.30 Uhr Frühstück. Gegen 18:00 Uhr findet das Abendessen statt.

Therapien: Einzel- und Gruppentherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie, Erlebnispädagogik, Spieltherapie, Ergotherapie

Zur Visite wird man nicht immer gerufen. Je nach Stand der Dinge darf man am Wochenende nach Hause fahren.

Es gibt eine Klinikschule, die vormittags besucht wird.

Handys sind nicht erlaubt und es gibt keine Handyzeiten, sowie wenig Ausgänge, die man nur selten erhält (Stand 2021)

Die Einsenderin schreibt:

Ich war 2020-21 in der Klinik und würde die Klinik persönlich niemanden weiterempfehlen. Ich habe dort ein Jahr verbracht auf beiden Stationen im Alter von 16. Wenn die Behandler gut deutsch sprechen hat man Glück. Zudem sind die Pfleger sehr jung und unerfahren, was deutlich zur Lasten der Patienten geht. Es wird viel mit Beschlüssen gearbeitet und sehr realitätsfern. Wenn man einmal im System dieser Klinik gefangen ist, kommt man dort nicht mehr raus. Es werden Medikamente in hohen Dosierungen gegeben. Allgemein ist die Aufteilung der Stationen in verschiedene Ebenen ziemlich mies, da man so gezwungen wird, sich konstant mit den anderen über mehrere Stunden zu beschäftigen ohne eine Rückzugsmöglichkeit. Diese Klinik hat vieles in meinem Leben kaputt gemacht, aber man muss ihr zu Gute halten, dass die Personen dort zu jeder Zeit das beste für die Patienten wollen. Die Umsetzung ist jedoch mehr als Katastrophal!

(C) Johanniter

Donnerstag, 11. August 2022

Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Koblenz

 Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Koblenz

(C) Johanniter

In Koblenz gibt es eine Tagesklinik für Kinder und Jugendliche, welche zur KJP Neuwied gehört. Aufgenommen werden Kinder und Jugendliche von ca. 6-18 Jahre, es gibt 20 Plätze, welche sich auf zwei Gruppen verteilen, eine für Kinder bis ca. 12 Jahren und eine für Jugendliche ab ca. 12 Jahren. Behandelt werden jegliche Störungsbilder des Kindes- und Jugendalters mit der Ausnahme von Krankheitsbildern, die mit Eigen- und/oder Fremdgefährdenen Verhalten einher gehen.

Jede Gruppe hat ihre eigenen Räume, es gibt außerdem den "Rittersaal" zum Auszeit nehmen und einen Weichraum (der aber laut der Einsenderin so gut wie nie genutzt wird). Die Tagesklinik grenzt an einen Garten, wo man spielen und toben kann.

Es gibt 4 Therapeuten, eine Musik- und Ergotherapeutin, 1 Erlebnistherapeut, 1 Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie den Pflege- und Erziehungsdienst (PED).

Jeden Morgen startet die Tagesklinik um 08.00 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück (am Freitag gibt es einen Brunch), anschließend starten die Therapien oder die Klinikschule. Um 16.15 Uhr endet die Tagesklinik.  Man wird mit einem Taxi zur Tagesklinik gebracht und auch wieder abgeholt.

Jeder Patient besucht jeden Tag für 1-3 Stunden täglich die Klinikschule. Es finden auch Angebote wie z.B gemeinsame Spaziergänge oder ein Ausflug zum Schwimmen statt.

Nach dem Aufenthalt kann man ca. 1x im Monat an einer Nachsorgegruppe teilnehmen.

Sein Handy bekommt man ca. 15-30 Minuten am Tag, bei "gutem Benehmen" (es wird mit einem Belohnungssystem gearbeitet) auch häufiger.

Die Einsenderin schreibt:

Ich hatte in der Tagesklinik eine schöne Zeit, aber leider hat es mir nicht wirklich geholfen. Die Wiedereingliederung in der Schule war aber gut. 

 

(C) Johanniter

(C) Johanniter


Donnerstag, 7. Juli 2022

Mutterhaus Trier - Klinikum Mitte - Erwachsenenpsychiatrie

 Mutterhaus Trier - Klinikum Mitte - Erwachsenenpsychiatrie

Versorgungsgebiet: Stadt Trier, Landkreis Trier-Saarburg

 In der Erwachsenenpsychiatrie am Mutterhaus Trier gibt es 4 Stationen mit je 20 Betten. Alle Stationen sind vom Alter und Krankheitsbild komplett gemischt, es sind Akutstationen, die kein spezielles Behandlungskonzept verfolgen, sondern in die jeder gehen kann, der akut Hilfe benötigt. Behandelt werden dementsprechend alle Krankheitsbilder wie z.B Affektive Störungen, Psychosen, Suchterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, PTBS, Angst-/ Panik- und Zwangserkrankungen, ADHS, Demenzen etc. Die Stationen arbeiten nach einem „System der offenen Türen“, die Einsenderin schreibt allerdings, dass vor jeder Station jemand 24/7 vor der Tür sitzt und kontrolliert wer ein und aus geht, man kann also die Station nicht einfach verlassen.

Es gibt Doppelzimmer, oft werden die Zimmer aber mit 3 Personen belegt, da die Psychiatrie oft überbelegt ist. Auf jeder Station gibt es einen offenen Aufenthaltsraum, der auch gleichzeitig Speiseraum ist.

Therapien: Einzeltherapie (1x w. 50 Min.), verschiedene Gruppentherapien (z.B Depressionengruppe, Angstgruppe, Skillsgruppe, Adoleszentengruppe, Suchtgruppe), Ergo-, Kunst-, Musiktherapie, Sportangebote (einfaches Spazierengehen, Yoga, Schauspiel und Tanzen …), Märchengruppe, verschiedene Entspannungsangebote (z. B. Progressive Muskelentspannung, Meditationen, autogenes Training …), Stationsrunde 1x wöchentlich

Die Einzeltherapeuten kann man auch jederzeit für einen Kurzkontakt ansprechen.
Es wird auch EKT und rTMS angeboten.

Therapien werden gesteigert, am Anfang hat man nur 1, 2 pro Woche, nach 3 Monaten hatte die Einsenderin pro Tag 2–3 Therapien


Sein Handy und auch andere elektronische Geräte wie bspw. Spielekonsolen darf man dort ohne Probleme behalten. Ausgang wird einem zugeteilt – je nachdem, wie stabil man ist.

Die Einsenderin schreibt:

Die Therapeuten sind größtenteils super lieb. Auch so Menschen wie Kunsttherapeut und Musiktherapeut nehmen sich auch außerhalb ihrer Therapien gerne Zeit, um mit einem zu reden. Die Einzeltherapeuten, die ich kennen lernen durfte, waren fachlich super kompetent und das Team ist sehr jung und auf dem neusten Stand der Forschung.

 



(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 21. März 2022

DRK Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik Bad Neuenahr

 DRK Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik Bad Neuenahr

Versorgungsgebiet: Ahrweiler, Mayen-Koblenz, Cochem-Zell, Östlicher Teil der Vulkaneifel, Koblenz

(C) Klinikführer Bad Neuenahr

In der KJP Bad Neuenahr gibt es 3 Stationen:

Station 1: fakultativ geschlossen geführte Station für Kinder und Jugendliche
Station 2: Kinderstation bis ca. 13 Jahren
Station 3: Jugendstation, Schwerpunkt Essstörungen

Die Klinik wurde im Rahmen der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr schwer beschädigt, weshalb das Angebot aktuell etwas verändert ist. Zur Zeit gibt es nur zwei Stationen, diese werden im naheliegenden Krankenhaus Maria Hilf betrieben. Daher gibt es z.Z auch nur 20 stationäre Betten statt den eigentlichen 30. Die Aufnahme von akut gefährdeten Patienten mit Eigen- oder Fremdgefährdung ist z.Z nicht möglich, diese Patienten werden versorgt im DRK Krankenhaus Altenkirchen (zuständig aktuell für Patienten aus dem Landkreis Ahlweiler), dem Krankenhaus Mutterhaus (zuständig für Patienten aus dem Kreis Cochem-Zell) sowie dem Johanniter-Zentrum Neuwied (zuständig für Patienten aus der Verbandsgemeinde Andernach, Mendig, Pellenz, Vordereifel und der Stadt Mayen).

Die Einsenderin wurde vor der Flutkatastrophe in der Klinik behandelt. Die folgenden Informationen über das Therapieprogramm etc. bezieht sich also darauf und ist momentan möglicherweise etwas verändert.

Es gibt Doppel- und Dreibettzimmer. Manchmal wird man aber auch Alleine im Doppelzimmer untergebracht, auch je nach dem wie die Belegung gerade auf Station ist.

Der Tag beginnt gegen 06.00 Uhr mit dem Wecken, anschließend gibt es um 07.00 Uhr Frühstück. Danach gibt es eine Lernzeit für 45 Min., wo jeder Patient individuell lernt / Hausaufgaben erledigt. Dann geht es je nach Patient in die Klinikinterne Schule in zwei mal 45 min Blöcken. Vormittags und Nachmittags sind außerdem die verschiedenen Therapien.
Es gibt 6 Mahlzeit am Tag (3 Haupt, 3 Zwischenmahlzeiten). Abends ist ab 21:30 Zimmerzeit und 22:30 Bettruhe.

Therapien: Einzeltherapie, Ergotherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie, Sport, Hundetherapie, Pferdetherapie ,Yoga, Gesprächstherapie, Gruppentherapie, Achtsamkeitsgruppe, Körpertherapie

Es wird Traumatherapie angeboten, die Klinik hat ein besonderen Schwerpunkt in der Aufarbeitung von Traumata nach Misshandlung und sexuellem Missbrauch.

Sein Handy darf man im Ausgang haben. Teilweise bekommt man es auch am Wochenende für 1 Stunde. Ausgang wird bei jedem persönlich besprochen ist aber wenn man Stabil ist mit und ohne Betreuer möglich. Beurlaubungen sind möglich nach Absprache.

Besuchszeiten sind Mittwochnachmittags  sowie an den Wochenenden

Die Einsenderin schreibt:

Ich würde die Klinik definitiv weiterempfehlen da insbesondere die Betreuer eine sehr gute Arbeit dort leisten und insbesondere für Essstörungen ist Station 3 sehr gut geeignet aber auch für die anderen Problematiken.


Mittwoch, 13. Oktober 2021

Mutterhaus Trier - Erwachsenenpsychosomatik- und Psychotherapie - Station 2A

 Mutterhaus Trier
- Erwachsenenpsychosomatik- und Psychotherapie - Station 2A

(C) Mutterhaus

 Im Mutterhaus Klinikum Trier gibt es am Standort Mitte eine Psychiatrie mit 4 Stationen sowie eine Psychosomatik und Psychotherapie am Standort Nord, wo die Einsenderin auf Station 2A behandelt wurde.

Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren mit verschiedenen allgemeinpsychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen wie z.B Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen, Traumafolgestörungen, Zwangsstörungen oder Somatoforme Störungen, es darf nur keine Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegen.

Es gibt Doppelzimmer, die Zimmer haben einen Ausblick auf den angrenzenden Park.

Es gibt feste Essenszeiten (08.00 Uhr, 12.00 Uhr, 18.00 Uhr), die Teilnahme am Essen ist verpflichtend und teil des Therapieplans. Man bekommt jede Woche einen Plan und kann dann ankreuzen, was man essen möchte. Die Küche ist wirklich lecker und man hat 3 Gerichte zur Auswahl.

Jeder bekommt einen individuellen Therapieplan je nach Krankheitsbild, dieser wird jede Woche neu erstellt, manchmal fällt was altes weg und eine neue Therapie kommt hinzu zum Beispiel. Es wird kombiniert mit Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie gearbeitet.

Mögliche Therapien: 1x w. Einzeltherapie, verschiedene Gruppentherapien (z.B Depressionsgruppe, Ressourcengruppe), Ergotherapie, Ergotherapie im Garten, Meditation in der Klinikkapelle, Dehnung und Entspannung, Sport und Spaziergänge

Man hat jeden Tag 2 Stunden Ausgang, rauchen gehen darf man jederzeit.
Das Handy darf man durchgängig haben.

Besuch ist aktuell wegen Corona eingeschränkt auf 1 Stunde am Tag mit negativem Test des Besuchers.

Die Einsenderin schreibt:

Die Therapeutinnen sind sehr nett und auch das Pflegepersonal immer hilfsbereit und nett.




(C) Fotos: Einsenderin

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Kinder- und Jugendpsychiatrie Rheinhessen Fachklinik Alzey

 Kinder- und Jugendpsychiatrie Rheinhessen Fachklinik Alzey

Versorgungsgebiet: Rhein-Hunsrück Kreis, Bad Kreuzbach, Worms, Alzey-Worms, Mainz-Bingen 

Foto: Heuser

 In der KJP Alzey gibt es 4 Stationen:

H1: Kinderstation (6-11 Jahre)
H2: Jugendstation (12 - 14 Jahre)
P1: Jugendstation (15 - 18 Jahre)
P2: fakultativ geschlossene Jugendstation

Die Stationen verteilen sich auf zwei Häuser (Haus Hunsrück, Haus Petersberg), die auf einem parkähnlichen Gelände mit vielen weiteren Gebäuden der Erwachsenenpsychiatrie liegen. Es gibt ein Rehgehege und einen Therapiehof auf dem Gelände mit Pfauen, Ponys, Kaninchen, Hühnern, Enten, Vögeln, Schweinen, Eseln und Schafen. Außerdem gibt es eine Cafeteria.

Die Einsenderin wurde auf Station P2 behandelt. Die zweite Einsenderin auf der P1. Station P2 wird fakultativ geschlossen geführt, d.h es können Patienten mit Eigen- und/oder Fremdgefährdung aufgenommen werden. Die meisten Patienten kommen als Akutaufnahme und sind daher nur wenige Tage bis Wochen auf Station, für Patienten die länger bleiben gibt es auch Therapieangebote.

Es gibt 4 Einzelzimmer mit jeweils einer Kamera, ein Doppelzimmer mit Kamera und ein Doppelzimmer ohne. Die Doppelzimmer eigene haben Bäder.

Es gibt um 07.30 Uhr Frühstuck, anschließend Klinikschule oder Therapien, von 13.30 - 15.00 Uhr ist Mittagspause und Zimmerzeit, von 15.30 - 17.00 Uhr ist eine gemeinsame Gruppenaktivität, um 18.00 Uhr gibt es Abendessen, Abends werden immer gemeinsam die Kinder-Nachrichten geguckt (Logo), um 20.00 Uhr darf man wenn man möchte Süßigkeiten aus seinem Naschfach haben, bis 21.30 Uhr darf Fernseh geguckt werden, um 22.00 Uhr ist Schlafenszeit.

Die Station P1 ist eine offen geführte Therapiestation für Jugendliche von ca. 15-18 Jahren.

Es gibt vier Einzelzimmer (davon 2 mit Kamera) und drei Doppelzimmer (davon 2 mit eigener Dusche). Ansonsten sind die Bäder sind auf dem Flur.

Die Patienten sind in zwei Gruppen eingeteilt, jede Gruppe hat ihren eigenen Gruppenraum, tagsüber soll man sich dort auch aufhalten (außer in der Zimmerzeit), muss man aufs Zimmer um z.B was zu holen, muss auf Toilette etc. muss man den Betreuern immer Bescheid sagen

Dort gibt es um 07.15

Frühstück, ab 8.00 Uhr dann Therapien oder Klinikschule (man wird in 3 Gruppen unterteilt), auch hier ist von 13.30 - 15.00 Uhr Zimmerzeit und Mittagspause (wo man sein Zimmer nicht verlassen darf). Ab 16.00 Uhr finden gemeinsame Aktivitäten statt, die am Montag in der Jugendkonferenz gemeinsam beschlossen werden.
Nach dem Abendessen (18.00 Uhr) gibt es dann die Haushaltsstunde, wo jeder einen Dienst erledigen muss (z.B Flur kehren, Mädchen Bad putzen, Gruppenräume sauber machen). Um 20.00 Uhr wird gemeinsam die Tagesschau geguckt, danach gibt es Naschzeit, wo sich alle etwas zum Naschen holen können. Um 21.30 Uhr ist zimmerzeit, um 22.00 Uhr Schlafenszeit (Licht aus.)

Die Klinik arbeitet schwerpunktmäßig verhaltenstherapeutisch.

Therapien: Einzeltherapie, Ergotherapie, Mototherapie, Reittherapie, Tiergestützte Therapie, SKT Gruppe, Skillsgruppe, Achtsamkeitsgruppe

Für Essstörungspatienten wird außerdem eine Genussgruppe angeboten. Man kann die Klinikschule besuchen. Einige müssen ein Gefühlsprotokoll führen und müssen es jede Stunde den Betreuern zeigen und sagen, wie es denen geht

Am Mittwoch sowie am Wochenende kann man Besuch bekommen. Je nach Zustand kann man am Wochenende in die Tagesbeurlaubung oder für eine Nacht beurlaubt werden. Sein Handy bekommt man nur im Ausgang. Jeden Abend darf man für 2x 10 Min. telefonieren.

Es gibt verschiedene Ausgangsstufen, auf der Station P2 sind die folgendermaßen:
0 - kein Ausgang
1 - 1 zu 1 Betreuung (mit einem Betreuer o.ä.
2a - in der Gruppe MIT Betreuer
2 - in der Gruppe OHNE Betreuer
3 - 1x 15min
4 - 2x 15min
5 - 3x 15min
6 - 1x 30min
7 - 2x 30min
8 - 4x 30min
(Am Tag jeweils)

Auf der Station P1:
1. Ausgang mit Betreuern
2. 2x 15 Minuten in Ruf und Sichtweite
3. 2x 15 Minuten (ab da darf man das Handy ggf. mitnehmen)
4. 3 x 15 Minuten
5. 2 X 30 Minuten
6. 3X 30 Minuten
7. 4X 30 Minuten
(am Tag)

Man kann Meldesettings bekommen:
Jede 15 Minuten melden
Jede 30 Minuten und jede 60 Minuten.

Alzey und die KJP der Rheinhessen Fachklinik Mainz (darüber gibt’s bereits einen Beitrag) arbeiten eng zusammen.

Energy Drinks sind verboten, genauso wie Rauchen oder Alkohol.

Die Einsenderin 1 schreibt:

Das PED ist ganz okey. Es wird viel mit Skills gearbeitet was ich persönlich nicht so toll finde aber man kann jeder Zeit mit einem Betreuer reden. Meist ist min. 1 Person in der Schicht da die man leiden kann. Manche sind sehr unfair und streng aber man gewöhnt sich dran.
Die Therapeuten sind sehr nett und man kann mit jedem Therapeut gut Therapie machen. Die Ergo- und Mototherapeuten sind auch sehr nett. Die Therapien machen dort viel Spaß wenn man sich drauf einlässt. Es gibt außerdem 2 sehr nette Sekretärinnen. Es gibt 2 Lehrerinnen die einen bei den Aufgaben helfen und die Schulzeit beaufsichtigen. Das Gelände isf sehr schön.

Einsenderin 2 schreibt:

Pro: die Einzeltherapie mit meiner Therapeutin, Tiergestützte Therapie

Kontra: die Betreuer haben die Krankheiten jedes einzelnen nicht verstanden und nicht akzeptiert, Man wurde für seine Krankheit angemeckert und fertig gemacht, es ging alles sehr langsam von statten (wenn man eine Therapie haben wollte, hat es bis zu 4 Wochen gedauert, bis die mal was in Bewegung gesetzt haben), dort wird mit Tabletten um sich geschmissen, strengere regeln als auf der geschlossenen , Man wurde dort sehr schnell nach oben auf die geschlossene gebracht und fixiert
Leider habe ich zum größten Teil nur negative Erfahrungen gemacht. Die Therapie mit meiner Therapeutin war zwar echt gut aber der Rest drum herum war einfach nur eine Katastrophe. Wie dort mit einem umgegangen wurde, dass ging gar nicht. Und was dort teilweise abging. Es wurden einem gegen den Willen Tabletten zugeführt.



(C) Fotos: Einsenderin

Erwachsenenpsychiatrie Verbundkrankenhaus Bernkastel / Wittlich

 Erwachsenenpsychiatrie Verbundkrankenhaus Bernkastel / Wittlich

Versorgungsregion: Landkreis Bernkastel-Wittlich

(C) Verbundkrankenhaus Bernkastel

In der Erwachsenenpsychiatrie Bernkastel-Wittlich gibt es 4 Stationen:

Station B3 (Psychotherapiestation)
Station B4 (Gerontopsychiatrie)
Stationen B1 und B2 (Akutstationen)

Behandelt werden sämtliche Krankheitsbilder des Erwachsenenalters. Die Akutstationen können ggf. kurzfristig geschlossen geführt werden, wenn ein Patient mit Beschluss aufgenommen wird. Auf den Akutstationen werden auch Entgiftungsbehandlungen durchgeführt.

Im selben Haus gibt es eine Psychosomatische Abteilung mit 20 Betten.

Auf allen Stationen gibt es Einbettzimmer und Doppelzimmer. Es gibt für alle Stationen gemeinsam eine Terrasse.

Die Klinik arbeitet sowohl verhaltenstherapeutisch als auch tiefenpsychologisch orientiert.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapie, Bewegungstherapie, Walking-Gruppe, Kunsttherapie, Musiktherapie, Ergotherapie, PMR, Angstbewältigungsgruppe, Achtsamkeitsgruppe, Skillsgruppe/Spannungstraining, SKT, Suchtgruppe, Gruppe für psychotische Störungen, Depressionsgruppe

Auf allen Stationen gibt es einen begleiteten Morgenspaziergang.
Bei therapieresistenten Depressionen wird die EKT, Lichttherapie oder Schlafentzugsbehandlung angeboten.

Sein Handy darf man durchgängig haben auf der Psychotherapiestation.
Auf den beiden Akutstationen müssen diese von 22.00 - 07.00 Uhr abgegeben werden.

Es gibt feste Ausgangszeiten: auf der Psychotherapiestation sind die Mo-Fr von 09.00 - 09.15 Uhr, 12.30 - 13.30 Uhr, 18.30 - 21.30 Uhr, Montag bis Donnerstag zusätzlich von 16.30 - 17.45 Uhr, Freitag 15.30 - 17.45 Uhr, am Samstag und Sonntag von 12.30 - 17.45 Uhr und 18.30 - 21.30 Uhr.

Bei den Akutstationen richtet sich der Eingang je nach gesundheitlichem Zustand und wird individuell geregelt.

Besuch bekommen kann man auf der Psychotherapiestation Mo-Fr von 18.30 - 21.30 Uhr, sowie 16.30 - 17.45, am Samstag und Sonntag von 12.30 - 17.45 Uhr und 18.30 - 21.30 Uhr.

Am Wochenende kann man für eine Nacht in die Beurlaubung gehen.

Die Einsenderin würde die Klinik empfehlen.

(C) Verbundkrankenhaus Bernkastel

(C) Verbundkrankenhaus Bernkastel

(C) Verbundkrankenhaus Bernkastel

(C) Verbundkrankenhaus Bernkastel

Montag, 4. Oktober 2021

Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
St. Marien- und St. Annastiftskrankenhauses Ludwigshafen am Rhein


Versorgungsgebiet: Frankenthal, Ludwigshafen am Rhein, Norden und Mitte vom Rhein-Pfalz Kreis

(C) St.Marien- und St.Annastiftkrankenhaus

In der KJP Ludwigshafen gibt es 3 Stationen:

Station Jonas
Station Hannah
Station Lukas (Psychosomatik Station, Schwerpunkt Trauma)

Außerdem gibt es zwei Tagesklinische Stationen (Stationen Noah und Miriam).
Beide Stationen (Jonas und Hannah) können fakultativ geschlossen geführt werden. Meist werden die Krisenpatienten aber auf Station Jonas betreut, dort gibt es auch einen Krisenraum etc.

Die Einsenderin wurde in der Tagesklinik und auf Station Jonas behandelt.

Es gibt Doppelzimmer, teilweise werden diese als Dreibettzimmer belegt, einige Zimmer haben eigene Bäder. Es gibt einen auf dem Gelände einen Erlebnisspielplatz und einen Sinnesgarten.

Der Schwerpunkt des multimodalen Therapieansatzes liegt auf Verhaltens- und Familientherapie.

Auf der Psychosomatischen Station (Lukas) werden Kinder und Jugendliche von 6-18 Jahren aufgenommen, der Schwerpunkt liegt auf einer traumatherapeutischen Behandlung, außerdem werden z.B Somatisierungsstörungen, Diabetes mellitus mit psychosomatischen Begleiterkrankungen, chronische Erkrankungen mit psychischen Begleiterkrankungen Dissoziativen Störungen, Adipostias oder Belastungsreaktionen behandelt.

Therapien: Einzeltherapie, verschiedene Gruppentherapien z.B SKT, Ergotherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie, Sporttherapie, tiergestützte Therapie (Hunde), Klettern, DBT-A Gruppe, Entspannungsverfahren, Reittherapie, Schwimmen

Ab dem 2.Wochenende sind Beurlaubungen nach Hause möglich je nach Zustand.

Sein Handy kriegt man nur im Ausgang, teilweise kriegt man es auf Station allerdings ohne Sim-Karte nur zum Musik hören.

Die Einsenderin schreibt:

Die Station Jonas hat mir am meisten geholfen, die Station koorperiert eng mit der Tagesklinik Miriam. Die Ärzte und PEDs sind nett, aber manche Betreuer und auch der Chefarzt waren relativ streng und nicht so sensibel. Bei Essstörungen würde ich aber auf jeden Fall eine andere Klinik empfehlen.





(C) St.Annastift Krankenhaus, Sander Hofrichter Architekten

Samstag, 2. Oktober 2021

Kinder- und Jugendpsychiatrie Altenkirchen

 Kinder- und Jugendpsychiatrie Altenkirchen

 Versorgungsgebiet: Altenkirchen, Westerwaldkreis

(C) Rhein-Zeitung


In der KJP Altenkirchen gibt es 2 Stationen:

Station 1 - Kinderstation (5-12 Jahre)
Station 2 - Jugendstation (ab 13 Jahren)

Die Einsenderin wurde auf der Jugendstation behandelt, die Jugendstation wird geschlossen geführt, es werden sowohl geplante Therapiepatienten aufgenommen als auch Krisenpatienten. Behandelt werden im Prinzip alle Krankheitsbilder des Jugendalters, ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Essstörungen.

Die Patienten sind in zwei Gruppen unterteilt (Gruppe 5 und 6), in diesen Gruppen hat man die gemeinsamen Gruppentherapien.

Es gibt Doppelzimmer, alle Zimmer haben ein eigenes Badezimmer.

Essstörungspatienten haben nach dem Essen eine Nachbetreuung, eine Stunde nach dem Essen hat man Badbegleitung, 3x wöchentlich wird man gewogen, am Anfang kriegt man das Essen vorportioniert und bekommt dann mehr und mehr Freiheiten. Anfangs sind meist auch die Bäder auf den Zimmern abgeschlossen.

Geweckt werden die Patienten um 06.45 Uhr, 3x wöchentlich gibt es anschließend Frühsport. Mittags sind 1,5 Stunden "Mittagspause", wo man Zeit hat seine Hausaufgaben zu erledigen und wo es ein Reflektionsgespräch mit der Pflege gibt. Abends gibt es einen gemeinsamen Tagesrückblick und es wird zusammen die Tagesshow geguckt.

Es wird mit einem Notensystem gearbeitet, wenn man gegen bestimmte Regel verstößt, nicht zu Therapien erreicht, seine Medikamente vergisst zu nehmen etc. kriegt man eine Note Abzug und je nach Note darf man an den Gruppenaktivitäten teilnehmen. Außerdem gibt es gelbe Karten, diese bekommt man z.B wenn man 5x eine Therapie verpasst, Drogen konsumiert etc., nach der 4.gelben Karte fliegt man, bei jeder gelben Karte gibt es bestimmte Konsequenzen wie z.B keine Beurlaubungen.

Therapien: Einzeltherapie, Ergotherapie, SKT, Bewegungstherapie, Schwimmen, Körperwahrnehmung, Gruppentherapie, Back&Kochgruppe, tiergestützte Therapie

Alle Patienten besuchen die Klinikschule.

Handys sind auf Station komplett verboten. Abends kann man allerdings über das Stationstelefon telefonieren. Besuch kann man entweder Dienstags oder Donnerstags sowie am Wochenende
empfangen.

Je nach Gesundheitszustand kann man am Wochenende nach Hause.

Positiv: Viele Therapien, nettes Setting, nette Betreuer

Negativ: es gibt Lieblinge diese werden besser behandelt als die restlichen


Freitag, 1. Oktober 2021

Rheinhessen Fachklinik Mainz - Kinder- und Jugendpsychiatrie

 Rheinhessen Fachklinik Mainz
- Kinder- und Jugendpsychiatrie

Versorgungsgebiet: Stadt Mainz

(C) Einsenderin

In der KJP Mainz gibt es 3 Stationen:

Kinderstation (bis 12 Jahren)
Station 1b (offen geführte Station für Jugendliche)
Station 1a (geschlossen geführte Station für Jugendliche)

Die Einsenderin wurde auf der 1a und 1b behandelt aufgrund einer Essstörung.
Behandelt werden alle Krankheitsbilder des Kindes und Jugendalters, ein besonderer Schwerpunkt der Klinik liegt auf Essstörungen.

Auf Station 1b gibt es zwei 3-Bett Zimmer und zwei Doppelzimmer mit Bädern auf dem Flur. Auf der 1a gibt es drei Kamerazimmer und eins ohne Kameras. Es gibt einen Gruppenraum.

Bei Anorexie wird mit einem 5 Phasen gearbeitet, die Phasen sind ans Gewicht gekoppelt. Du bekommst nach und nach mehr Freiheiten, bist in den ersten beiden Phasen jedoch sehr eingeschränkt. Es gibt Sitz -und Liegezeiten (je nach Schweregrad) nach den Mahlzeiten. Außerdem ist einem anfangs nur Besuch auf Station gestattet. Ab Therapiephase 2 darf man über Zwischenmahlzeiten und in manchen Fällen auch über eine Hauptmahlzeit die Station verlassen bzw nachhause. Ab der Stabilisierungsphase darf man auch von Samstag - Sonntag zuhause schlafen. Auf der Geschlossenen Station wird bei Anorexie auch mit Sonden und Rollstuhl gearbeitet.

Auf der geschlossenen wird mit Setting Phasen gearbeitet:
Setting 1: permanente Sichtkontrolle (Dusch/Toilettenbegleitung, durchgehend bei den Betreuern sitzen oder im Zimmer sein mit Kameraüberwachung, manchmal bekommt man auch ein Flurbett vor dem Pflegestützpunkt). Gruppenraum nur wenn ein Betreuer anwesend ist.)
Setting 2: alle 15min beim Pflegepersonal melden (in manchen Fällen noch Dusch/Toilettenbegleitung)
Setting 3: alle 30min melden
Setting 4: alle 60min melden

Manchmal ist ein Setting auch auf der offenen möglich. Jedoch ohne Permanente Sichtkontrolle, weil es dort nicht geleistet werden kann, denn die Zimmer sind nicht mit Kameras ausgestattet. Auf der offenen findet man lediglich das Meldesetting.

Geweckt wird man auf Station 1b um 6:45 Uhr (auf der 1a immer unterschiedlich, aber meistens gegen 7:30 Uhr). Dann wird sich fertig gemacht, gewogen, Vitalzeichen gemessen
und dann gibt es eine Morgenaktivität (z.b spazieren gehen, etwas spielen, oder wenn lustige Betreuer im Dienst sind, wird auch mal eine Klopapierrolle ausgemessen) um 08:00 findet dann im Anschluss das Frühstück statt. Die Esspatienten haben 30min Zeit für die Hauptmahlzeiten. Was nicht geschafft wird, wird nachgetrunken mit Fortimel. Dann finden Therapien und Kliniksschule statt. Montags findet mittags die sog. JuKo statt (Jugendkonferenz), dort wird der Verlauf der Woche bestimmt (z.B die Gruppenaktivität am Freitag, oder der Tv Tag in der Woche), im Anschluss findet der Stationsputz statt. Abendessen gibt es um 18 Uhr. Die Zwischenmahlzeiten finden jeweils um 10 Uhr, um 15 Uhr und um 20:30 statt.
Um 21:30 sollte man fertig im Bett liegen. Ab 22 Uhr das Licht aus sein.

Die Klinik arbeitet verhaltenstherapeutisch.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppengesprächstherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie, Sporttherapie, Ergotherapie, Psychoedukation, Körperbildgruppe, Ernährungstherapie, Kochgruppe, SKT, Reittherapie, Skillsgruppe.

Morgens besuchen die Kinder und Jugendlichen i.d.R die Klinikschule. Im Verlauf ist es möglich, auch stundenweise in seine Aussenschule zu gehen.

Je nach Krankheitsverlauf kann man am Wochenende Zuhause schlafen.

Die Handyregelung ist auf beiden Stationen streng. Auf der offenen Station darf man (je nach Betreuer) abends ca 20-30min eine Handyzeit machen. Ansonsten wird das Handy nur mit in den Ausgang gegeben (wenn man Ausgang hat). Auf der geschlossenen hat man sein Handy gar nicht, nur im Ausgang (den die wenigstens haben) oder eben in Beurlaubungen (ebenfalls selten). Ansonsten gibt es auf beiden Stationen eine Telefonzeit, dort kann man täglich von 19-20 Uhr angerufen werden. Auf der geschlossen geht die Telefonzeit sogar von 19-21:15 Uhr.

Die Einsenderin schreibt:
Das Pflegepersonal ist größtenteils super, sehr lieb, kompetent und fürsorglich. Bei den Ärzten/Psychologen, ist es Personenabhängig. Ich hatte keine besonders gute Therapeutin. Ein weiterer Nachteil ist, dass häufig Bulimie/Binge Eating Erkrankte nicht ernst genommen werde, weil kein Untergewicht besteht. Meiner Meinung nach sehr toxisch für diese Patienten.
Ein weiterer Nachteil ist, das ein paar (aber wirklich nicht viele) Therapeuten einem oft Vorwürfe und einen regelrecht fertig machen. Therapeutenwechsel sind nicht gestattet. zur Station 1a:Das Pflegepersonal ist ebenfalls sehr gut und versteht zum Größtenteil viel Humor. Da es eben die geschlossen geführte Station ist, wird sie natürlich durch zwei Schleusentüren verschlossen. Es gibt nur wenig Therapien auf dieser Station, was ein Nachteil ist. Einmal die Woche kommt die Kunst Therapeutin auf die Station und macht ca 1,5 h Therapie. Manchmal kommt auch die Musiktherapeutin zum Singen auf die Station. Wenn keine Eigen/Fremdgefährdung und keine Settingstufe besteht, darfst du mit zur regulären Kunst/Musiktherapie. Bei der Kliniksschule ist es ähnlich geregelt. Wenn du aufgrund oben genannter Einschränkungen nicht mit zur Schule darfst, kommt nachmittags die Klinikslehrerin auf Station und macht Einzelunterricht Ausgang zu bekommen ist möglich, aber eher selten.Es ist jedoch möglich, dass einer der Betreuer mit einem oder mehreren in den Innenhof geht, oder eine Runde spazieren.
ch finde die Klinik an sich gut. Wie jede andere auch, hat sie Vor-und Nachteile. Aber größtenteils habe ich doch eher positive Erfahrungen gesammelt. Man findet sehr schnell in die Gruppe rein, es herrscht meistens eine ruhige Gruppendynamik und keiner wird ausgeschlossen. Es ist immer ein sehr familiäres Gefühl und jeder ist für jeden da, was ich persönlich sehr schön finde. Die Kreativtherapeuten sind meiner Meinung nach die Besten im Haus (vor allem auf Kunst bezogen, Frau G.). Die Klinikslehrerin ist ebenfalls sehr sehr lieb und nimmt auf alles sehr viel Rücksicht, macht keine Druck und bearbeitet mit einem Schritt für Schritt, im individuellen Tempo, den Unterrichtsstoff. Außerdem ist sie sehr engagiert Gespräche mit den Aussenschulen zu organisieren und sich ggf um Schulwechsel zu kümmern.
Man fühlt sich meistens sehr gut aufgehoben, auf beiden Stationen.
Das sind allerdings auch nur meine Erfahrungen, ich denke jeder tritt dem anders gegenüber.

 

(C) Einsenderin

(C) Rheinhessen Klinik


Freitag, 24. September 2021

𝑲𝒊𝒏𝒅𝒆𝒓- 𝒖𝒏𝒅 𝑱𝒖𝒈𝒆𝒏𝒅𝒑𝒔𝒚𝒄𝒉𝒊𝒂𝒕𝒓𝒊𝒆 𝑰𝒅𝒂𝒓-𝑶𝒃𝒆𝒓𝒔𝒕𝒆𝒊𝒏

 𝑲𝒊𝒏𝒅𝒆𝒓- 𝒖𝒏𝒅 𝑱𝒖𝒈𝒆𝒏𝒅𝒑𝒔𝒚𝒄𝒉𝒊𝒂𝒕𝒓𝒊𝒆 𝑰𝒅𝒂𝒓-𝑶𝒃𝒆𝒓𝒔𝒕𝒆𝒊𝒏

Versorgungsgebiet: Kreis Birkenfeld 

Die KJP in Idar-Oberstein hat zwei Stationen, Station 1 und 2.1 ist Kinder und Krise, Station 2 ist Jugend. Auf Station 1 gibt es 5 Zimmer, davon sind zwei Krisenzimmer, auf Station 2 gibt es 5 3er Zimmer. Die Jugendstation hat einen Schwerpunkt als DBT Behandlungseinheit.

Der Einsender war das erste Mal wegen Depressionen und einer sozialen Phobie dort, das zweite Mal wegen Anorexie. Bei Anorexie Patienten gibt es nach jeder Mahlzeit 30 Min. Sitzzeit, Ausgang erst ab BMI 15.
Beim allgemeinen Ausgang wird in 6 Stufen unterschieden:
Stufe 1 - Stationsaufenthalt
Stufe 2 - Ausgang begleitet auf dem Gelände
Stufe 3 - Ausgang mit Mitpatienten
Stufe 4 - Ausgang alleine auf dem Gelände
Stufe 5 - Stadtausgang mit Mitpatienten
Stufe 6 - Stadtausgang alleine

Fast jeder Patient führt dort einen Ordner mit Diary Card und Anspannungsprotokoll.

Therapieangebote: Reittherapie, Kunsttherapie, Klettertherapie, Sporttherapie, Skillsgruppe, Achtsamkeitsgruppe, START-Gruppe,
2x wöchentlich Einzeltherapie

Erfahrungen beim ersten Aufenthalt:

Pro: viel Therapie, nettes Personal, gute Schule

Beim zweiten Aufenthalt:

Kontra: viel zu strenges Personal, wenig Therapien, es geht ausschließlich um die Zunahme

Fazit vom Einsender:
In dem Fall Depression hat mir die Klinik sehr sehr gut geholfen. Das Personal war größtenteils sehr lieb und auch die Schule war richtig gut. Nur für Anorexie ist die Klinik auf gar keinen Fall empfehlenswert. Es ist wie in einem Gefängnis, es wird nicht auf die Ursache geschaut sondern einfach nur zugenommen und das Personal ist schon fast gemein

Eine weitere Einsenderin berichtet, dass Patienten sehr schnell im Akutraum „eingesperrt“ werden und es auf der geschlossenen Station drunter und drüber geht. Als einzig positives erzählt sie von einem geschlossenen Garten, so dass auch Patienten ohne Ausgang an die frische Luft können. 


 

𝐃𝐢𝐞 𝐊𝐢𝐧𝐝𝐞𝐫- 𝐮𝐧𝐝 𝐉𝐮𝐠𝐞𝐧𝐝𝐩𝐬𝐲𝐜𝐡𝐢𝐚𝐭𝐫𝐢𝐞 𝐯𝐨𝐦 𝐌𝐮𝐭𝐭𝐞𝐫𝐡𝐚𝐮𝐬 𝐢𝐧 𝐓𝐫𝐢𝐞𝐫

 Kinder- und Jugendpsychiatrie Mutterhaus Trier
Versorgungsgebiet: Eifelkreis Bitburg-Prüm, Bernkastel-Wittlich, Trier, Trier-Saarburg, Westlicher Kreis der Vulkaneifel

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie vom Mutterhaus besteht aus einer Tagesklinik, einer Kinderstation (E3), der offenen Jugendstation (E2) und der geschlossenen Station für Jugendlichen (E4).

Die Einsenderin wurde auf der E4 behandelt, alle folgenden Informationen beziehen sich auf diese Station.

Die meisten Patienten kommen als Krise im akuten Notfall auf diese station, das Konzept ist also zunächst auf Kriseninterventionen ausgericht, die Patienten können aber auch eine Therapie auf dieser Station anschließend machen und so 6-8 Wochen bleiben. Einige Patienten kommen aber auch per Warteliste und machen dort eine geplante Therapie.

Da es eine geschlossen geführte Station ist wird man nach jedem Verlassen und Wiederkommen auf Station komplett durchsucht, bei Krisenpatienten gibt es außerdem Badbegleitungen und zwei Überwachungszimmer / Kamerazimmer.

Es gibt ein Einzelzimmer, ein Doppelzimmer, ansonsten 3-4 Bett Zimmer.

Therapien: 2x wöchentlich Gespräche mit dem Therapeuten, Kunsttherapie, Ergotherapie, Atelier, SKT Gruppe, Achtsamkeitsgruppe, 2x Sport

Außerdem haben alle Patienten Klinikschule auf Station, ab einer gewissen Stabilität darf man auch die Klinikschule auf dem Gelände besuchen.
Einmal die Woche wird auf Station gekocht.

3x wöchentlich ist von 16.00-20.00 Uhr Besuchszeit, in den Ferien gibt es meist unterschiedliche Aktivitäten wie z.B Klettern.

Morgens um 07.15 Uhr wird aufgestanden, ab 20.00 Uhr ist Fernsehzeit, ab 22.00 Uhr ist Zimmerzeit. (für unter 14 jährige um 21.00 Uhr)

Eine wirkliche Handyzeit gibt es nicht, aber man bekommt im Ausgang sein Handy.

Pro: sehr coole und nette Betreuer, es wird individuell auf den Patienten eingegangen

Negativ: einige Patienten wurden zu schnell entlassen, teilweise zu wenig Programm.



Dr. Von Ehrenwall‘sche Klinik - Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie

 Dr. Von Ehrenwall‘sche Klinik
- Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie
Versorgungsgebiet: Landkreis Ahrweiler

Die Klinik in Bad Neuenahr-Ahrweiler behandelt Patienten ab 18 Jahren und bietet 150 stationäre Plätze.
Es gibt zwei geschlossene Stationen, zwei Privatstationen und mehrere offene Stationen für Kassenpatienten, welche aber nicht unbedingt nach Krankheitsbild geordnet sind sondern eher nach Konzept.

Behandelt werden im Prinzip alle Psychiatrischen Krankheitsbilder, außer Suchterkrankungen.

Die Einsenderin wurde auf einer der Privatstationen behandelt (Villa Sophia). Auf dieser gibt es nur Einzelzimmer mit eigenem Fernseher, Kühlschrank und WLAN. Bei den Kassenpatienten gibt es 1-3 Bett Zimmer, WLAN ist kostenpflichtig.
Sein Handy und/oder Tablet darf man Durchgangig haben.

Es gibt einen großen Speisesaal für Kassenpatienten und einen etwas kleineren für Privatpatienten. Das Essen wird für alle Patienten in Büffet Form serviert, sprich jeder kann es sich selbst zusammen stellen, was die Einsenderin sehr lobt. .

Therapien: 2x 50 Min. Einzeltherapie (bei den privaten zusätzlich 1x Wochentlich Chefeinzel), integrative Gruppen, traumaspezifische Gruppen, Physiotherapie, Ergotherapie, Körperwahrnehmung, Bewegungstherapie, Therapie im Hochseilgarten, Sporttherapie, Ergometer, Rotlicht und Lichttherapie, Fango, Schwimmen (Klinik hat ein eigenes Schwimmbad), medizinische Bäder, Yoga, Qi Gong, Walking, Psychoedukationsgruppe, Ernährungstherapie, Imaginative Gruppe, Rythmik Gruppe, Tanztherapie

Die Einsenderin schreibt:

Gerade für Patienten mit einer PTBS würde ich die Klinik sehr empfehlen, da sie sich super auskennen, wobei auch alle Krsnkheitsbilder gut behandelt werden. Nur bei starken Essstörungen würde ich von der Klinik abraten, da man eben sehr selbstständig essen muss.






Pfalzklinikum Klingenmünster - Kinder- und Jugendpsychiatrie

 Pfalzklinikum Klingenmünster
- Kinder- und Jugendpsychiatrie 

Versorgungsgebiet: Kusel, Kaiserslautern, Südwestpfalz, Zweibrücken, Pirmasens, Südliche Weinstraße, Germersheim, Landau


In der KJP gibt es 5 Stationen, für Kinder- und Jugendliche von 4-18 Jahren:

- Clearing (Kinder und Jugendliche in akuten Krisen)
- Kinderstation (aufgeteilt in die Gruppen Bärengruppe, Tigergruppe und Löwengruppe, 4-11 Jahre)
- Jugendstation (Therapiestation mit dem Schwerpunkt Essstörungen)
- DBT-A Gruppe (aufgeteilt in Mädchen und Jugengruppe
- Station Intensiv (individuelles, beschützendes Behandlungskonzept, Aufnahme mit Beschluss möglich, Schwerpunkt auf Jugendlichen mit intellektuellen Beeintrachtigungen, Autismus-Spektrum Störungen, Psychosen und Tourette Syndrom)

Die Einsenderin war auf der DBT-A Station. Dort wird zunächst eine 3-4 wöchige Diagnostik gemacht, anschließend kann man sich entscheiden ob man die DBT-A Therapie anschließen möchte. Diese besteht aus der Skillsgruppe, wo die DBT-A Modulle durchgenommen werden und Einzeltherapie. Das DBT-A Programm dauert 12 Wochen. Am Wochenende fahren die Patienten nach Hause.
Es gibt Einzel, Doppel- und Dreierzimmer.

Therapien (je nach Station): Emotionsregulationsgruppe, Körpertherapie, Ernährungstherapie, Musik- und Kunsttherapie, Achtsamkeitstrsining, SKT, tiergestützte Pädagogik, Mototherapie, Ergotherapie, Erlebnispädagogik

Handys darf man am Tag für 1 Stunde haben.

Die Patienten der KJP Pfalzklinikum gestalten ein eigenes Radioprogramm, der Radiosender nennt sich „Peilsender“

Pro: Nette PEDs, unterstützend in Krisen

Kontra: PEDs waren zu manchen Patienten doof

Die Einsenderin schreibt, dass man Veränderung wollen muss, damit die Klinik Erfolg bringt.