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Montag, 12. Mai 2025

Oberberg Somnia Fachklinik Köln Hürth

 Oberberg Somnia Fachklinik Köln Hürth

© Oberberg Kliniken





Die Oberberg Fachklinik in Hürth ist eine Privatklinik für Psychotherapie und Psychiatrie und behandelt Privatpatienten und Selbstzahler. Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren mit jeglichen Krankheitsbildern die in einem offenen Setting behandelbar sind wie Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen, Zwangsstörungen, Trauma, ADHS, Burn-Out, Essstörungen, Suchterkrankungen etc.
Die Einsenderin wurde wegen einer Borderline-PS, Traumafolgestörung und ADHS behandelt.

Es gibt Einzel- und Doppelzimmer, alle Zimmer werden aber als Einzelzimmer belegt.
Stationen gibt es nicht, die Zimmer sind über die ganze Klinik verteilt und man ist eine große Gemeinschaft. Es gibt 53 Betten sowie tagesklinische Betten.

Jeder Patient hat 3x wöchentlich Einzeltherapie (2x 50 Min., 1x 25 Min.) sowie 1-2 Gespräche mit dem behandelnden Arzt/Psychiater. (Jeder hat einen Bezugstherapeuten und Bezugsarzt). Den restlichen Therapieplan kann man sich im Prinzip individuell zusammen stellen, es gibt verschiedene Gruppenangebote und Fachtherapien. Einige Gruppenangebote sind offen also man jeder Zeit selber entscheiden ob man an dem Tag hin geht oder nicht, manche Gruppenangebote sind geschlossen und man muss sich über seinen Therapeuten dafür anmelden. Es gibt z.B SKT, eine psychodynamische Gruppe, eine Gruppe für junge Erwachsene, Depressionsbewältigungsgruppe, Angstbewältigungsgruppe, Emotions-Regulationstraining, Achtsamkeitstraining oder eine Suchtgruppe als Beispiele. Als Fachtherapien gibt es zum Beispiel verschiedene Kunst- und Ergotherapie Angebote, Tiergestützte Therapie mit einem Therapiehund, Therapeutisches Yoga und verschiedene Sportangebote (Walking, Wirbelsäulengymnastik, PMR, Fitness).
Wie viele Therapien man hat und wie voll der Tag ist hängt daher auch sehr von einem selber ab. Einmal wöchentlich gibt es außerdem eine feste Chefarzt Visite.

Jeder Patient entwickelt bei der Aufnahme zusammen mit dem Team einen individuellen Therapievertrag, der ggf. bei Verstößen zu Pausen oder sogar Abbruch führen kann.

Als Unterstützung kann man auch Medikamente bekommen.

Sein Handy kann man durchgängig haben. Beurlaubungen z.B über den Tag oder fürs Wochenende sind auch möglich und werden individuell abgesprochen, die Klinik achtet sehr darauf dass man einen Bezug zum "Leben außerhalb der Klinik" behält und auch aus der Klinik aus Dinge ausprobiert die einem später im Alltag helfen können, die Einsenderin berichtet, dass sie z.B im Rahmen ihrer Therapie probiert hat nicht-schädliche-Strategien zu entwickeln die trotzdem Adrenalin auslösen und dann für einen Tag beurlaubt wurde um ins Phantasialand zu gehen und das zu testen.

Die Einsenderin schreibt:

Ich finde die Klinik extrem gut, unteranderem durch das selbständige Aussuchen der Gruppe, das miteinander der Mitpatienten etc.
Ich kenne keinen der nicht mit seinem Therapeut zufrieden ist.  Kontra gibt es kaum, außer vielleicht das man das Zimmer nicht abschließen kann.




© Oberberg Kliniken


Donnerstag, 12. Januar 2023

Kinder- und Jugendpsychiatrie Ulm - Jugendstation 1

 Kinder- und Jugendpsychiatrie Uniklinikum Ulm - Jugendstation 1

Versorgungsgebiet: Ulm, Alb-Donau Kreis

(C) Einsenderin

In der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Ulm gibt es 3 Stationen:

- Kinderstation (Patienten bis 14 Jahre)
- Jugendstation 1 (kann geschlossen geführt werden)
- Jugendstation 2 (Therapiestation, auch teilstationäre Behandlung möglich)

In einem anderen Post haben wir euch bereits die Kinderstation vorgestellt, heute geht es um die Jugendstation 1. Die Einsenderin wurde dort aufgrund einer Anorexie und Depressionen behandelt.

Aufgenommen werden dort Patient:innen ab 14 Jahren mit jeglichen Krankheitsbildern des Jugendalters. Es können auch Patienten mit akuter Eigen- und/oder Fremdgefährdung aufgenommen werden oder Patienten mit richterlichem Unterbringungsbeschluss, die Station wird daher i.d.R geschlossen geführt und es kann Maßnahmen wie 1:1 Betreuung oder Fixierungen geben. Es gibt 8 reguläre Plätze für Therapiepatienten/geplante Aufnahmen sowie 1-2 Kriseninterventionsplätze für Notfälle. Es gibt Doppel- und Dreibettzimmer, für Krisenpatienten gibt es Einzelzimmer ("Krisenzimmer").

Es gibt einen klar strukturierten Tagesablauf mit den gemeinsamen Mahlzeiten, Einzel- und Gruppentherapien, bis zu 5 Stunden Klinikschule am Tag, festen Handyzeiten und einem Blitzlicht nach dem Abendessen.

Die Klinik arbeitet systemisch orientiert, es gibt einen besonderen Behandlungsschwerpunkt auf Trauma (insbesondere nach sexuellem Missbrauch).

Therapien: Einzeltherapie, Physiotherapie, Musiktherapie, Band, Hundetherapie, Ergotherapie, Arbeitstherapie, Körpertherapie (bei Essstörungen)

Ausgang und Besuchszeiten werden invidiuell festgelegt, am Anfang darf man meistens 10 Minuten gemeinsam mit einem Betreuer raus und später dann bis zu 90 Min. am Stück alleine. Besuchszeiten sind Donnerstags von 16-17:45 Uhr und am Wochenende wird abgesprochen ob man Besuch auf der Station bekommt oder nach Hause darf. Es ist aber auch möglich Zuhause zu übernachten.

Sein Handy hat man von 13.00-14.00 Uhr sowie 19.00 - 20.30 Uhr.

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
-nette Therapeuten
-relativ individueller Behandlungsplan (Ausnahme Anorexie)
-sehr gute klinikschule

Kontra:
-Betreuer zum Teil unhöflich
-Übergang von klinik nach zuhause nicht gut geplant
-Gebäude sehr alt,wenig Platz und Privatsphäre
-Eltern werden schlecht behandelt
-Nur wenige Behandlungsplätze
-Man wird häufig nicht ernst genommen, wenn man nicht ins Behandlungsschema passt

Bei Anorexie ist es leider so das man nicht sehr individuell behandelt wird. Ist man im Untergewicht wird ein zielgewicht bestimmt, welches man erreichen muss mit Hilfe eines leiterplans. Was bedeutet das deine Freiheiten und Therapien einzig und alleine von deinem Gewicht abhängen und nicht von deinem psychischen Zustand.



Ein "normales" Patientenzimmer

Ein "Krisenzimmer"
(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 10. Oktober 2022

Bezirksklinikum Mainkofen - Station B10

 Bezirksklinikum Mainkofen - Station B10 

(C) Einsenderin

Das Bezirksklinikum Mainkofen besteht aus einer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie mit verschiedenen Stationen, einer psychosomatischen Station, einer forensischen Klinik und einer Rehabilitationseinrichtung für alkoholabhängige Patienten.

In der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie gibt es eine geschlossene Aufnahmestation, sechs Allgemeinpsychiatrische Stationen, vier Stationen für Menschen mit Suchterkrankungen (davon auch eine geschlossen geführte), fünf gerontopsychiatrische Stationen, eine Station für Entwicklungs- und Autismusspektrum Störungen, eine Station mit dem Schwerpunkt Depressionen sowie einer Privatstation.

Die Einsenderin wurde auf der Station B10, eine offene allgemeinpsychiatrische Station behandelt. Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren mit verschiedenen psychischen Erkrankungen wie z.B Depressionen, Ängste, Zwänge, Burn-Out, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen. Die Einsenderin wurde behandelt aufgrund Depressionen, einer sozialen Phobie und einer PTBS.

Die Station B10 ist die größte Station in der Psychiatrie mit knapp 40 Patienten, es gibt Doppel- und Dreibettzimmer, manche Zimmer haben ein eigenes Bad, manche Zimmer nur ein Gemeinschaftsbad auf dem Flur.

Therapien: Einzeltherapie (1x w.), Depressions-Gruppe, PMR, Skillsgruppe, Hundetherapie, Alpakatherapie, Sporttherapie, Ergotherapie

Jeder Patient bekommt einen individuellen Therapieplan. Die Einsenderin schreibt, dass die Therapien oft ausgefallen sind.

Die Behandlungsdauer ist individuell. Es gibt Patienten die nur 3-4 Wochen dort waren aber auch 10 Wochen und mehr.

Die Einsenderin schreibt:

Die Stationsärztin war sehr unfähig, das Pflegepersonal war nett.  Aber wenn die Station merkt dass es einem zur Zeit immer schlechter geht wird man einfach rausgeschmissen mit dem Grund dass man diese Person nicht Behandeln kann. Die Zimmer waren sehr dreckig mit Schimmel und das Gebäude war sehr alt. Ich kann die Klinik persönlich nicht empfehlen. Da man wie eine Nummer behandelt wird und mit seinen Problemen nicht ernstgenommen wird.



 
(C) Fotos: Einsenderin

Donnerstag, 22. September 2022

Kinder- und Jugendpsychiatrie SHG-Kliniken Sonnenberg

Kinder- und Jugendpsychiatrie SHG-Kliniken Sonnenberg

Versorgungsgebiet: St.Wendel, Merzig-Wadern, Saarlouis, Regionalverbund Saarbrücken
 
(C) SHG-Kliniken

(Es gab bereits einen Post zur KJP SHG-Kliniken Sonnenberg, da die Klinik aber zum 01.06.2022 hin umgezogen ist und es daher einige Änderungen gibt gibt es einen neuen Post)

In der KJP SHG-Kliniken Sonnenberg gibt es nun 4 Stationen:

Station 1: Geschlossene Station
Station 2: Therapiestation für Jugendliche, arbeitet nach dem DBT und DBT-Trauma Konzept
Therapiestation für Kinder
Therapiestation für Jugendliche

Im Neubau gibt es nun 39 stationäre Plätze. Es gibt Einzel- und Doppelzimmer mit jeweils eigenem Bad. Es gibt einen neuen Spiel- und Abenteuerplatz sowie einen Garten der Sinne. Die Station 2 hat einen Skillsraum.

Es kommen sowohl verhaltenstherapeutische als auch tiefenpsychologische Verfahren zum Einsatz, es wird ein Schwerpunkt auf den Einsatz der Erlebnistherapie gesetzt. Auf der Stationn 2 wird das Programm der DBT-A (drei unterschiedliche Formen für Borderline, Essstörungen und Trauma) angeboten, bestehend aus u.a Skillsgruppe, Achtsamkeitsgruppe und Körpertherapieskillsgruppe und die Klinik bietet einen traumatherapeutischen Schwerpunkt (u.a EMDR, NET oder START)

Therapien: Einzeltherapie, Achtsamkeitsgruppe, Körpertherapieskillsgruppe, Ergotherapie (Ergostefan-Holz und eher handwerk, Ergopetra-Textilarbeiten und eher beruhigende sachen), Reittherapie, Musiktherapie, Klettern, MTB, Cool Kids (umgang mit gefühlen), Entspannung, Waldgruppe, Sport, Erlebnistherapie

Sein Handy darf man 1 Stunde am Tag haben, am Wochenende 2 Stunden sowie im Ausgang.

Pro: nette Therapeuten und Betreuer, sehr viele Therapien wenn man sich eingelebt hat, selten Fixierungen, man kann sehr schön spazieren gehen mit einer mega aussicht, man wird herzlich aufgenommen und hat 2 feste Bezugspersonen neben dem festen Therapeuten

Kontra: Handyzeit (1 stunde am Tag und im Ausgang)

Eine weitere Einsenderin schreibt:

Ich finde das PED echt super und zum Größtenteil echt nett und sehr kompetent. Es ist eine echt offene Klinik und man hat viele Freiheiten wenn man gut mitarbeitet.
Würde die Klinik allen empfehlen die dbt machen wollen und auch bereit sind an sich zu arbeiten. Für essstörungen würde ich die Klinik allerdings nicht empfehlen, da es was das angeht echt sehr wenig unterstützt gibt
 
(C) Foto: Thomas Schäfer

(C) Foto: Thomas Schäfer

 

Montag, 8. August 2022

Kinder- und Jugendpsychiatrie Aachen - Station KJ02

 Kinder- und Jugendpsychiatrie Aachen - Station KJ02

Versorgungsgebiet: Städteregion Aachen, Kreis Düren

(C) Uniklinikum Aachen

In der KJP Aachen gibt es mehrere Stationen:

Station KJ01: Kinderstation bis ca. 13 Jahren (in einem eigenen Gebäude gemeinsam mit der Tagesklinik)
Station KJ02: Jugendstation mit offenem und geschlossenen Bereich
Station KJ03: Psychotherapiestation für Jugendliche mit dem Schwerpunkt Essstörungen
Station KJEK: Eltern-Kind Station

Außerdem gibt es in Zusammenarbeit mit der Pädiatrie eine psychosomatische Station für Kinder und Jugendliche. (Station KIPS)

Zur Station KJ03 gibt es bereits einen Beitrag. Heute geht es um die Station KJ03.

Aufgenommen werden Jugendliche ab ca. 14 Jahren mit jeglichen psychischen Krankheitsbildern wie z.B Depressionen, Ängste, Persönlichkeitsstörungen, Autismus-Spektrum-Störungen etc.

Die Station ist aufgeteilt in einen offenen Bereich sowie einen geschlossenen Bereich. Im geschlossenen Bereich werden Jugendliche aufgenommen, die akut Eigen- oder Fremdgefährdend sind und ggf. einen richterlichen Unterbringungsbeschluss haben.

Im offenen Bereich gibt es 12 Betten in Doppelzimmern (1 Zimmer ist behindertengerecht ausgestattet), im geschlossenen Bereich 4 Betten in Doppelzimmern.

Der Tag beginnt um 07:30 mit dem Frühstück, die Patienten aus dem offenen Bereich besuchen anschließend die Klinikschule, um 10:15 gibt es die erste Zwischenmahlzeit, um 12.00 Uhr gibt es Mittagessen, den Nachmittag über verschiedene Therapien oder Angebote. Um 15.00 Uhr ist die zweite Zwischenmahlzeit, um 18.00 Uhr Abendessen, um 20.00 Uhr Spätmahlzeit.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapien, Ergotherapie, Musiktherapie, Stationsrunde, Physiotherapie (Einzel und in der Gruppe), teilweise Reittherapie oder Klettern, je nach Bedarf Ernährungsberatung

Einmal wöchentlich findet eine Visite statt. Es gibt außerdem verschiedene Angebote auf Station wie z.B eine Kochgruppe oder gemeinsame Ausflüge.

Sein Handy bekommt man jeweils von 19.00 - 20.00 Uhr.

Patienten die im geschlossenen Bereich sind können bestimmte Zeiten bekommen, wo sie sich im offenen Bereich der Station aufhalten dürfen.

Ausgang und Beurlaubungen werden individuell mit den Therapeuten besprochen, im offenen Bereich sind Wochenendbeurlaubungen möglich.

Mittwochs, Samstags und Sonntags ist Besuchszeit.

Die Einsenderin schreibt:

Ich kann die Station nur bedingt empfehlen, da die Ärzte sehr oberflächlich arbeiten und nicht wirklich auf einen eingehen, versuchen einen so lange wie möglich da zu behalten, die meisten Pfleger sind aber ultra lieb und es ist sehr familiär auch mit den Mitpatienten.

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Uniklinikum Aachen

Donnerstag, 26. Mai 2022

Kinder- und Jugendpsychiatrie Aachen - Station KJ03

Kinder- und Jugendpsychiatrie Aachen - Station KJ03
 
Versorgungsgebiet: Städteregion Aachen, Kreis Düren

(C) Foto: UK Aachen

n der KJP Aachen gibt es mehrere Stationen:

Station KJ01: Kinderstation bis ca. 13 Jahren (in einem eigenen Gebäude gemeinsam mit der Tagesklinik)
Station KJ02: Jugendstation mit offenem und geschlossenen Bereich
Station KJ03: Psychotherapiestation für Jugendliche mit dem Schwerpunkt Essstörungen
Station KJEK: Eltern-Kind Station

Außerdem gibt es in Zusammenarbeit mit der Pädiatrie eine psychosomatische Station für Kinder und Jugendliche. (Station KIPS)

Auf der Station KJ03 werden Patienten ab ca. 13 Jahren aufgenommen, der Schwerpunkt liegt auf Jugendlichen mit Essstörungen, es werden aber auch Jugendlichen mit z.B Depressionen, Ängsten oder Zwängen aufgenommen.

Es gibt 6 Doppelzimmer mit eigenem Bad, ein Zimmer ist behindertengerecht / rollstuhlgerecht ausgestattet.

Neben den stationären Patienten kann man auch als tagesklinischer Patient auf die Station, die tagesklinischen Patienten haben einen extra Aufenthaltsraum.

Der Tag startet um 07.00 Uhr mit dem Frühstück, um 10.15 Uhr ist die erste Zwischenmahlzeit, um 12.15 Uhr ist das Mittagessen. Von 13.30 - 15.00 Uhr ist Zimmerzeit / Mittagspause, um 15.00 Uhr die zweite Zwischenmahlzeit, um 18.30 Uhr das Abendessen und um 20.00 Uhr die dritte Zwischenmahlzeit.

Zum Essstörungskonzept: Es gibt 3 Hauptmahlzeiten und 3 Zwischenmahlzeiten. Jeder Patient erstellt gemeinsam mit einem Ernährungsberater seinen individuellen Essplan, der Grundumsatz von dem ausgegangen wird sind 1900 (vorher ist kein Verlassen der Station möglich), von Woche zu Woche wird der Plan dann weiter gesteigert. Beim Mittagessen kann man zwischen drei verschiedenen Gerichten wählen. Wenn man mehrere Mahlzeiten nicht schafft wird eine Sonde in Erwähnung bezogen. Wenn man eine Sonde hat kann man individuell mitentscheiden ob man vollsondiert wird oder einen Teil sondiert bekommen und einen Teil isst. Sondierungen finden in einem seperaten Raum abseits der anderen Patienten statt. Hauptmahlzeiten dauern 30 Minuten, Zwischenmahlzeiten 15 Minuten. Patienten, die das Sportgewicht ( Sportgewicht > 3.Perzentile) noch nicht erreicht haben, sind verpflichtet nach den Mahlzeiten Ruhezeiten zu machen (HMZ: 30 Minuten, ZMZ: 15 Minuten). Gewogen werden Patienten unter dem Sportgewicht 3x die Woche (Mo, Mi, Fr), alle anderen 2x die Woche (Mo, Do).

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapie, Ergotherapie, Musiktherapie, Entspannung, SKT, Reittherapie (alle 2 Wochen), Sport, Körperbildtherapie, Kochgruppe

Für Patienten die noch nicht das Sportgewicht erreicht haben oder eine Sonde haben, gibt es jeden Tag einen gemeinsamen 30-minütigen Spaziergang. 

Alle Patienten besuchen die Klinikschule.

Sein Handy bekommt man nach dem Abendessen und muss es um 20.00 Uhr wieder abgeben. Außerdem kann man sein Handy mit in den Ausgang nehmen.

Am Mittwoch sowie am Wochenende kann man Besuch erhalten. Ausgang gibt es ab einem bestimmten Gewicht. Wenn eine Mahlzeit nicht geschafft wird gibt es automatisch eine 24h Ausgangssperre. Ausgang gibt es in 4 Stufen: Begleitung durch Betreuer (4er), mit anderen Patienten (3er), begrenzte Zeit alleine (2er), unbegrenzt (1er).

Die KJP Aachen bietet die besondere Behandlungsmöglichkeit eines "Home Treatments" bei Anorexie-Patienten an.

Die Einsenderin schreibt:

Freiwillig würde ich nicht nochmal dorthin gehen, jedoch wenn es gar nicht mehr geht (Gewicht und essen) ist die Klinik eine Möglichkeit. Es wird eben hauptsächlich aufs Gewicht geschaut. Helfen tut die Klinik in Bereichen mal mehr und mal weniger, wie jede Klinik.
 
(C) Einsenderin

(C) Einsenderin




(C) Videos: Einsenderin
 

Montag, 28. März 2022

Don Bosco Klinik - Station Gabriel

 Don Bosco Klinik - Station Gabriel

(C) Don Bosco Klinik, Alexianer

Die Don-Bosco Klinik ist eine private Kinder- und Jugendpsychiatrie in Münster, die Aufnahme ist i.d.R nur für privatversicherte Patienten möglich.

Es gibt 4 Stationen:

Station Helena: Kinderstation bis ca. 13 Jahren
Station Raphael: Jugendstation ab ca. 13 Jahren, Schwerpunkt Essstörungen, wird geschlossen geführt
Station Gabriel: Jugendstation ab ca. 14 Jahren
Station Sarah: Adoleszentenstation von ca. 16-22 Jahren

Station Raphael und Sarah haben wir euch bereits vorgestellt, heute geht es um die Station Gabriel.

Die Station hat ein eigenes Gebäude auf dem Gelände, auf dem Foto ist das Hauptgebäude der KJP abgebildet, wo sich Gabriel aber nicht befindet. Aufgenommen werden Jugendliche von ca. 14-18 Jahren, manchmal werden auch jüngere oder ältere Jugendliche aufgenommen. Der Behandlungsschwerpunkt der Schwerpunkt der Station liegt auf Krankheitsbildern, die mit einer emotional-instabilen Symptomatik einher geht, sowie auf Traumatisierungen und emotionalen Störungen. (z.B Depressionen).

Es gibt Mehrbettzimmer, für Patienten die eine Einzelbettversicherung haben auch Einzelzimmer. Es gibt 16 Betten. Die Station liegt in einem eigenen Haus auf einem sehr großen Gelände, wo sich noch andere Stationen befinden für Jugendliche und Erwachsene, außerdem vrschiedene Wohngruppen und Arbeitsstätten, die Reittherapie-Anlage, eine Gärtnerei, ein Café, eine Kirche, ein Fußballplatz, einen Sinnesgarten etc.

Der Schwerpunkt der Station liegt auf einem gruppentherapeutischen Konzept, es gibt die Behandlungsgruppen 3 und 4, Behandlungsgruppe 3 sind Patienten die an der MBT-A (mentalisierungsbasierte Psychotherapie für Adoleszente) teilnehmen, Gruppe 4 die Patienten, die an der DBT-A (Dialektisch-Behaviorale Therapie für Adoleszente) teilnehmen. Die Einsenderin hat an der DBT-A teilgenommen, weshalb sich das Therapieprogramm auf Gruppe 4 bezieht.

Therapien: Einzeltherapie (3x 50 Min.), Mototherapie, Ergotherapie, DBT-A Gruppe (3x die Woche), Reittherapie, Musikgruppe

Außerdem gibt es verschiedene Angebote auf Station direkt schreibt die Einsenderin.

Bei Selbstverletzungen muss man sich an den PED wenden und anschließend eine Verhaltensanalyse schreiben. Wenn man in akute Krisensituationen mit z.B Suizidalität gerät, kann man für ein paar Tage auf Station Raphael zur Stabilisierung verlegt werden, um dann seine Therapie auf Gabriel fortzusetzen. Bei zu ausgeprägter Essstörung muss man sich ggf. zunächst auf Raphael stabilisieren, bevor man auf Gabriel eine Therapie machen kann.

Sein Handy darf man durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: die PEDs, der Umgang mit SVV, Handynutzung erlaubt

Kontra: alte Bäder, keine Einzelzimmer außer man bezahlt die extra 



Montag, 21. März 2022

DRK Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik Bad Neuenahr

 DRK Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik Bad Neuenahr

Versorgungsgebiet: Ahrweiler, Mayen-Koblenz, Cochem-Zell, Östlicher Teil der Vulkaneifel, Koblenz

(C) Klinikführer Bad Neuenahr

In der KJP Bad Neuenahr gibt es 3 Stationen:

Station 1: fakultativ geschlossen geführte Station für Kinder und Jugendliche
Station 2: Kinderstation bis ca. 13 Jahren
Station 3: Jugendstation, Schwerpunkt Essstörungen

Die Klinik wurde im Rahmen der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr schwer beschädigt, weshalb das Angebot aktuell etwas verändert ist. Zur Zeit gibt es nur zwei Stationen, diese werden im naheliegenden Krankenhaus Maria Hilf betrieben. Daher gibt es z.Z auch nur 20 stationäre Betten statt den eigentlichen 30. Die Aufnahme von akut gefährdeten Patienten mit Eigen- oder Fremdgefährdung ist z.Z nicht möglich, diese Patienten werden versorgt im DRK Krankenhaus Altenkirchen (zuständig aktuell für Patienten aus dem Landkreis Ahlweiler), dem Krankenhaus Mutterhaus (zuständig für Patienten aus dem Kreis Cochem-Zell) sowie dem Johanniter-Zentrum Neuwied (zuständig für Patienten aus der Verbandsgemeinde Andernach, Mendig, Pellenz, Vordereifel und der Stadt Mayen).

Die Einsenderin wurde vor der Flutkatastrophe in der Klinik behandelt. Die folgenden Informationen über das Therapieprogramm etc. bezieht sich also darauf und ist momentan möglicherweise etwas verändert.

Es gibt Doppel- und Dreibettzimmer. Manchmal wird man aber auch Alleine im Doppelzimmer untergebracht, auch je nach dem wie die Belegung gerade auf Station ist.

Der Tag beginnt gegen 06.00 Uhr mit dem Wecken, anschließend gibt es um 07.00 Uhr Frühstück. Danach gibt es eine Lernzeit für 45 Min., wo jeder Patient individuell lernt / Hausaufgaben erledigt. Dann geht es je nach Patient in die Klinikinterne Schule in zwei mal 45 min Blöcken. Vormittags und Nachmittags sind außerdem die verschiedenen Therapien.
Es gibt 6 Mahlzeit am Tag (3 Haupt, 3 Zwischenmahlzeiten). Abends ist ab 21:30 Zimmerzeit und 22:30 Bettruhe.

Therapien: Einzeltherapie, Ergotherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie, Sport, Hundetherapie, Pferdetherapie ,Yoga, Gesprächstherapie, Gruppentherapie, Achtsamkeitsgruppe, Körpertherapie

Es wird Traumatherapie angeboten, die Klinik hat ein besonderen Schwerpunkt in der Aufarbeitung von Traumata nach Misshandlung und sexuellem Missbrauch.

Sein Handy darf man im Ausgang haben. Teilweise bekommt man es auch am Wochenende für 1 Stunde. Ausgang wird bei jedem persönlich besprochen ist aber wenn man Stabil ist mit und ohne Betreuer möglich. Beurlaubungen sind möglich nach Absprache.

Besuchszeiten sind Mittwochnachmittags  sowie an den Wochenenden

Die Einsenderin schreibt:

Ich würde die Klinik definitiv weiterempfehlen da insbesondere die Betreuer eine sehr gute Arbeit dort leisten und insbesondere für Essstörungen ist Station 3 sehr gut geeignet aber auch für die anderen Problematiken.


Donnerstag, 17. März 2022

LWL Klinik Marl-Sinsen - Kinder- und Jugendpsychiatrie - Station 1B

 LWL Klinik Marl-Sinsen - Kinder- und Jugendpsychiatrie - Station 1B

(C) LWL Marl-Sinsen

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie Marl-Sinsen haben wir euch schon in einem Übersichtspost vorgestellt. Gerne wollen wir euch aber auch noch die einzelnen Stationen vorstellen und stellen euch heute die Station 1B vor.

Auf der Station 1B werden Jugendliche von ca. 14-18 Jahren aufgenommen mit den verschiedensten Krankheitsbildern. Der Schwerpunkt liegt auf Zwangsstörungen, Depressionen, Ängsten, Phobien sowie Psychosomatischen Erkrankungen. Die Station wird offen geführt.

Es gibt zwei Einzelzimmer, ein Doppelzimmer und drei 3-Bett-Zimmer. Alle Zimmer haben ein eigenes Bad. Es gibt noch ein extra Stationsbad mit Badewanne, wo man Baden kann wenn man möchte. Es gibt eine Waschmaschine zum Waschen auf Station.

Es gibt drei Hauptmahlzeiten am Tag, bei denen Anwesenheitspflicht herrscht, außerdem zwei freiwillige Zwischenmahlzeiten. Man kann wählen zwischen Vollkost, Vegetarisch und Vegan. Das Essen ist gut, es wird in der Klinikeigenen Küche gekocht und als Nachtisch gibt es oft Obst, Joghurt oder Eis. Zum Frühstück gibt es Brot, Brötchen, Müsli und Cornflakes.
Abends kann man sich noch ein wenig vom Mittagessen aufwärmen oder auch Brot, Brötchen, Cornflakes usw. essen

Die Station arbeitet nach verhaltenstherapeutisch und familientherapeutischen Ansätzen.

Therapien: Einzeltherapie, Bezugsgespräch, SKT, Psychoedukation, Ergotherapie, Körpertherapie, Tanztherapie, Wochenendebesprechung, Reittherapie, Tiergestützte Therapie, PMR, Visite, Sport (2x die Woche, Turnhalle, Fitnessraum, Trampolin, Schwimmen), Nordic Walking

Außerdem kann man Lichttherapie, Marte Meo oder Skillstraining bekommen, je nach Krankheitsbild. Es gibt eine Klinikschule.

Zwischen 16.00 und 19.00 Uhr kann man Besuch bekommen. . Die Handys gibt es von 17 bis 21 Uhr und bei Bedarf (z.B Schule) auch Tagsüber. Ab 17 Uhr darf man Fernsehen gucken, es gibt eine Wii und eine PlayStation. Rauchen ist mit Unterschrift der Eltern 8x am Tag erlaubt. Am Wochenende kann man zur Belastungserprobung nach Hause fahren.

Die regulären Aufenthalte gehen ca. 8-12 Wochen, manchmal auch länger.

Die Einsenderin schreibt:

Die Betreuer sind wirklich super nett und lieb wenn man sich nicht voll daneben benimmt und die Therapeuten sind auch sehr gut. Man muss nicht alle Therapien mitmachen. Wenn man nicht will, dann meldet man sich einfach ab. Das Gelände ist wunderschön, es liegt mitten im Wald und die Anlage ähnelt einem großen Park. Ich würde die Station definitiv weiterempfehlen. 
 
(C) Einsenderin

(C) LWL Marl-Sinsen

(C) LWL Marl Sinsen

(C) LWL Marl-Sinsen

Montag, 28. Februar 2022

Oberberg Fachklinik Düsseldorf Kaarst - Abteilung für junge Erwachsene

Oberberg Fachklinik Düsseldorf Kaarst
- Abteilung für junge Erwachsene

(C) Einsenderin

Die Oberbergklinik in Düsseldorf Kaarst ist eine Privatklinik (d.h Aufnahme i.d.R nur für privatversicherte Patienten möglich) und behandelt Erwachsene ab 18 Jahren.
Aktuell ist auch noch eine Kinder- und Jugendpsychiatrie vorübergehend im Gebäude untergebracht.

Es gibt eine extra Gruppe für junge Erwachsene von ca. 18-25 Jahre, in der die Einsenderin behandelt wurde, weshalb sich die folgenden Infos darauf beziehen.

In der Gruppe der jungen Erwachsenen sind ca. 6-9 Patienten, alle Patienten haben ein Einzelzimmer. Es gibt keine Stationen, sondern die Zimmer sind übers Gebäude verteilt also gemeinsam mit den Erwachsenen. In Zukunft soll die Abteilung für junge Erwachsene eine eigene Station bekommen, wenn die KJP wieder ausgezogen ist.
Die jungen Erwachsenen haben einen eigenen Aufenthaltsraum mit verschiedenen Spielen, Puzzeln etc.

Man kann sowohl vollstationär als auch teilstationär in der Gruppe der jungen Erwachsenen sein. Die teilstationären Patienten haben auch alle ein eigenes Einzelzimmer, wo sie sich tagsüber aufhalten können.

Behandelt werden im Prinzip alle Krankheitsbilder des jungen Erwachsenenalters wie z.B Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen oder Zwangsstörungen, wobei aber viel auf Eigenverantwortung basiert weshalb es mit Essstörungen im Untergewicht oder Erkrankungen die mit starkem oder häufigen Selbstverletzendem Verhalten einher gehen vielleicht eher schwierig dort ist.

Der Tag startet um 08.15 Uhr mit einer Morgenrunde, anschließend gibt es Frühstück (es gibt einen Speisesaal für alle Patienten mit Büffet-Form). Um 12.45 Uhr gibt es Mittagessen, um 18.30 Uhr Abendessen.

Therapien: 2x w. Einzeltherapie, 1x w. Arztgespräch (je nach Bedarf)., Gruppentherapie, Ergotherapie, Yoga & Entspannungsgruppe, Kunsttherapie, Kochgruppe (1x w), verschiedene Sportangebote (Laufgruppe, Spazieren gehen, Sportspiele, Pilates, Zirkeltraining), Achtsamkeitsgruppe, 2x w. Visite, Alpaka-Therapie

Teilweise kann man auch Hunde-Therapie oder Musiktherapie bekommen.

Es gibt einen Raum mit einem großen Fernseher, wo man abends gemeinsam einen Film gucken kann.

Bei Selbstverletzungen muss man eine Verhaltensanalyse schreiben.

Am Wochenende kann man nach Hause fahren für eine Nacht, es gibt Samstags und Sonntags Morgens immer eine kurze Visite mit dem diensthabendene Arzt für die Patienten die am Wochenende in der Klinik bleiben.

Sein Handy darf man durchgängig haben, man kann jederzeit in den Ausgang gehen (bis 22.00 Uhr Abends), muss sich nur kurz bei der Pflege abmelden.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: die Zimmer, Patienten alle im ähnlichem Alter, die Alpaka-Therapie, die Hunde-Therapie, die Therapeuten der jungen Erwachsenen, die Bewegungstherapeutin der jungen Erwachsenen, das Essen, gut gefüllter Therapieplan

Kontra: teilweise die Pflege, die Klinik liegt in einer Art Industriegebiet (dafür ist man aber schnell in Düsseldorf), man muss einiges an Stabilität mitbringen, da eben sehr viel auf Eigenverantwortung basiert

(C) Verfuß

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin


Freitag, 14. Januar 2022

Universitätsklinikum Heidelberg - Erwachsenenpsychosomatik- und Psychotherapie - Station Mitscherlich

Universitätsklinikum Heidelberg - Erwachsenenpsychosomatik- und Psychotherapie
- Station Mitscherlich

(C) Universitätsklinikum Heidelberg

 
Die Station Mitscherlich ist eine psychotherapeutische Station am Universitätsklinikum Heidelberg. Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren mit z.B Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, somatoforme Störungen oder (komplexen) Traumafolgestörungen. Es gibt 22 Behandlungsplätze.

Es gibt Einzelzimmer und Doppelzimmer.

Es gibt zwei Settings auf Station: Die "Montagsgruppe" (welche sich auf Langzeitbelastungen wie Depressionen, Angststörungen, Essstörungen etc. spezialisiert) sowie die „Mittwochsgruppe“ (spezialisiert auf (komplexe) Traumafolgestörungen und ggf. begleitende Essstörungen). Der Einsender wurde im Zeitraum 05-06/21 in der Mittwochsgruppe behandelt, daher beziehen sich die Erfahrungen und folgenden Informationen ausschließlich darauf.

Das Konzept der Station ist Ressourcen- sowie am realen Alltag orientiert mit dem Ziel der Stabilisierung. Ich hatte auf der Station ca. 50% der Woche zur freien Verfügung in der Ich mich Kreativ an meinen Kunstprojekten austobte. "Ab und zu habe ich eine Kleinigkeit in der (ganzen Tag) frei zur Verfügung stehenden Stationswohnküche für mich gekocht. Des Weiteren durfte ich so oft wie ich wollte (genauso wie alle anderen) in die Innenstadt sofern ich mich stark genug fühlte" - schreibt der Einsender.

Therapien: Gestaltungstherapie (1x die Woche), 1x offenenes Atelier, 2x körperbasierte Therapie (in der man seine indiv. Grenze sowie der anderen (im geschützten Rahmen) kennenlernt), 4x Stabilisierungsgruppe ((ausgerichtet auf Imaginationsübungen) (2 kurze/2 lange Einheiten), 2x die Themenzentrierte Gruppe (in der aktuelle Themen besprochen werden, die einen in der Gruppe beschäftigen (wobei die besprochenen Inhalte nicht ausgetragen werden dürfen)) 1x die Ressourcengruppe (die vom Pflegepersonal geleitet werden). Ab und zu ist sogar Labrador „Bruno“ o. Goldenpudel „Bailey“ dabei. (die beiden Therapiehunde der Station), 2x die Woche a 30 Minuten Psychotherapie (bei seinem behandelnden Arzt)

Heimfahrten fanden jedes Wochenende statt. Im Gegenzug wurde jeden Abend die Temperatur gemessen.
Da während der Pandemie im Zimmer gegessen werden muss, gibt es keine Essbegleitung. Alle Patienten mit Essstörung / kritischem Gewicht werden aber 1x die Woche gewogen und es wird dabei unterstützt genügend Nahrung aufzunehmen.

Der Einsender schreibt:

Mich hat der Aufenthalt im Rahmen der Stabilisierung sehr weit gebracht, da ich im Vergleich zu 01-04/21 viel stabiler wurde. Ich habe gelernt noch stärker und bewusster (Achtsam!) auf die Signale meines Körpers zu achten und ihm das zugeben was er gerade braucht. Ein weiterer wichtiger Punkt den ich mir dort noch stärker eingeprägt habe ist, dass es überhaupt nicht schlimm ist, wenn mir wieder schlechter gehen sollte. In so einer Phase darf ich nicht vergessen, dass Ich schon mal bessere Zeiten hatte!

(C) Universitätsklinikum Heidelberg

Samstag, 27. November 2021

Schön Klinik Roseneck - Jugendbereich für Privatpatienten - Stationen A1 und A2

 Schön Klinik Roseneck - Jugendbereich für Privatpatienten - Stationen A1 und A2

(C) Einsenderin

 n der Schön Klinik Roseneck gibt es verschiedene Stationen sowohl für Erwachsenen als auch für Jugendliche. Für Jugendliche gibt es 5 Stationen für gesetzlich-versicherte Patienten (B1 - B5) sowie zwei Stationen für privat versicherte Patienten oder Patienten mit einer privaten Zusatzversicherung (Stationen A1 und A2).


Die Einsenderin wurde auf der Station A1 behandelt aufgrund Anorexie.

Aufgenommen werden Jugendliche von 14-18 Jahren, nach einem Vorgespräch und bei Aufnahmen wird teilweise auch schon ab 12 Jahren aufgenommen. Behandelt werden sämtliche psychosomatische Erkrankungen des Jugendalters wie z.B Essstörungen, Depressionen, Zwangsstörungen, Angststörungen oder PTBS.

Jeder Jugendliche hat ein Einzelzimmer mit Fernseher, eigenem Bad und kleinem Kühlschrank, die meisten haben auch einen Balkonzugang. Insgesamt gibt es 28 Zimmer.

Der Mindest-BMI bei Essstörungen liegt im Jugendbereich bei 12. 
Es wird mit den Phasentischen gearbeitet.
E-Tisch: komplett begleitet und vorportioniert
G-Tisch: vorportioniert aber nur mittags meistens begleitet
F-Tisch: unbegleitet und eigenes Portionieren, aber feste Zeiten und Anwesenheitskontrolle
Freier Bereich: alles Eigenverantwortung

Patienten die im Untergewicht kommen bekommen eine Gewichtskurve, es wird 2x wöchentlich gewogen, um im grünen Bereich zu sein muss man 700-1000 g die Woche zunehmen.

Die Richtmenge die gegessen werden muss ist:
Frühstück: 2 Brötchen, 20g Butter, 4x Flächendeckender Belag
Mittagessen: 1 normale Portion mit Nachtisch, optional Suppe oder Salat
Abendessen: 3 Brote, 20 g Butter, 3x Flächendeckender Belag

Wenn man nicht genügend zunimmt kann man Erhöhungen bei den Hauptmahlzeiten bekommen (z.B 1,5x Richtmenge) oder Zwischenmahlzeiten.

Es gibt sehr viele verschiedene Therapien, die individuell vom Therapeuten zusammengestellt werden. Seinen Behandlungsplan holt man immer am Freitag vorher.

Therapien: Einzeltherapie (2x 50 Min., teilweise auch 3x), 2x die Woche je 100 Min. Gruppentherapie, „Bewältigungstherapien“ (also z.B Essstörungsbewältigung, Zwangsbewältigung, Depressionsbewältigung,…), Bewegungstherapien: Klettern (ab bestimmten BMI), Entspannung-&Achtsames Körpererleben, allgemeine Bewegungstherapie, Aufbau gesundes Bewegungsverhalten, sonstiges: Biofeedback, Fango, Krankengymnastik, Massage etc., Familiengespräche, Kunsttherapie, Reittherapie, Boxen, Outdoor-Therapie

An den Wochenenden hat man an jedem Tag eine Co-Gruppe (also Zimmer aufräumen und was mit anderen machen). Es gibt eine Klinikschule die besucht werden kann.

Nach Vereinbarung darf man immer raus. Ggf. kann man bei einer Essstörung und einem sehr niedrigen BMI Einschränkungen im Ausgang bekommen.  Sein Handy hat man immer.
Es gibt kostenloses WLAN.

Die Einsenderin schreibt:

Ich kann die Klinik auf jeden Fall empfehlen! Man muss viel Motivation mitbringen weil des meiste auf Eigenverantwortung und Ehrlichkeit basiert.
Ich hab mich auf jeden Fall immer aufgehoben gefühlt und konnte nachhaltig was ändern. Meine Sicht aufs Leben hat sich in diesem Monaten um 180 Grad gedreht, ohne zu übertreiben.
Des einzig negative is diese teils ewige Wartezeit…



(C) Fotos: Einsenderin

Mittwoch, 10. November 2021

Kinder- und Jugendpsychiatrie Psychiatrisches Klinikum Lüneburg

 Kinder- und Jugendpsychiatrie Psychiatrisches Klinikum Lüneburg


Versorgungsgebiet: Stadt und LK Lüneburg, LK Harburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen, Stade, Heidekreis 

(C) Einsenderin

 In der KJP Lüneburg gibt es verschiedene Stationen:
Station K56 (Jugendlichenstation mit DBT-A-Schwerpunkt)
Station K55 (Jugendlichenstation mit dem Schwerpunkt Psychosomatik)
Station K58 und K59 (Allgemeine Jugendstationen)
Haus 3 (Geschlossene Station)

Kinderstation

Die Einsenderin wurde auf Station K55 sowie der Geschlossenen Station behandelt.

Jede Station ist in ihrem eigenen Haus mit eigenem Außengelände / Terasse, teilweise gehen diese über zwei Stockwerke, die Häuser sind gemeinsam mit den Häusern der anderen Psychiatrischen Abteilungen (wie z.B die Erwachsenenpsychiatrie) auf einer Parkgelände verteilt.

Auf den meisten Therapiestationen gibt es überwiegend Doppelzimmer, auf der Geschlossenenstation überwiegend Einzelzimmer, sowie ein Doppel- und Dreibettzimmer

Station K56 - Haus 15: Auf der Station K56 werden Jugendliche von ca. 14-17 Jahren aufgenommen, die Symptome einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung aufweisen wie z.B Emotionsregulationsschwierigkeiten, Selbstverletzendes Verhalten, Traumatisierungen oder Hochrisikoverhalten. Es gibt 12 Behandlungsplätze in Doppelzimmern. Es wird nach dem Konzept der Dialektisch-Behavioralen-Therapie für Adoleszente (DBT-A) gearbeitet. Außerdem kommen Elemente aus Traumatherapeutischen Verfahren zum Einsatz und es ist möglich traumatherapeutisch zu arbeiten. Das Therapieprogramm setzt sich u.a aus Einzeltherapie, Achtsamkeitsgruppe, Bewegungstherapie, Ergotherapie, tiergestützte Therapie (Therapiehund) sowie dem Skillstraining zusammen. Wenn man eine begleitende Essstörung hat (es gibt aber einen Mindest BMI) kann man Ernährungsberatung bekommen. Die Therapie dauert 3 Monate und gliedert sich in drei Phasen.

Alle Patienten besuchen i.d.R die Klinikschule.

Station K55: Auf Station K55 werden Jugendliche ab 13 Jahren mit schwerpunktmäßig psychosomatischen Erkrankungen aufgenommen wie z.B Essstörungen, Somatoforme Störungen, chronische Schmerzstörungen, Traumafolgestörungen / Belastungsstörungen, Depressionen oder Ängste. Es gibt 6 Doppelzimmer sowie ein Einzelzimmer.
Für Essstörungspatienten wird ein individueller Essplan sowie Stufenplan erstellt.

Mögliche Therapien: Einzeltherapie (60-90 Min. die Woche), therapeutische Gesprächsgruppe, verschiedene Gruppentherapien (SKT, Schmerzgruppe, Trauergruppe), PMR, Musiktherapie, Ergotherapie, Sporttherapie, Wahrnehmungstherapie, tiergestützte Therapie, Ernährungsberatung, Einkaufstraining, Genusstraining
Jeder erhält einen Therapieplan, der individuell erstellt und nach und nach ergänzt wird.
Es wird nach einem verhaltenstherapeutisch-systemischen Konzept gearbeitet

Alle Patienten besuchen i.d.R die Klinikschule. Mit der Zeit sind auch Außenschulversuche oder Praktika möglich.  Sein Handy darf man von 17.00 - 20.00 Uhr haben, bei den Essstörungspatienten richtet sich das nach dem Stufenplan.

Station K58 und K59: Auf den Stationen K58 und K59 werden Jugendliche ab 13 Jahren mit jeglichen psychiatrischen Störungsbildern des Jugendalters aufgenommen.
Jeder Patient erhält einen individuellen Therapieplan mit z.B Einzeltherapie, verschiedenen Gruppentherapien, Musiktherapie, tiergestützter Therapie, SKT, Yoga, Gesprächsgruppentherapie, Ergotherapie, Gruppensport.
Einmal die Woche gibt es eine Kochgruppe und einmal die Woche gibt es "City-Training", wo z.B ein Supermarktbesuch, Fahrten mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln oder sich in der Stadt orientieren geübt werden kann.
Beide Stationen werden fakultativ geschlossen geführt.
Auf Station K58 gibt es 4 Doppelzimmer, zwei Einzelzimmer, ein Intensivzimmer sowie einen Time-Out-Raum. Auf Station K59 gibt es 6 Doppelzimmer und ein Einzelzimmer sowie ebenfalls einen Time-Out-Raum.

Die Einsenderin schreibt:

Ich weiß nicht genau ob ich die Klinik weiterempfehlen würde, die geschlossene hat für mich alles weiter verschlimmert, auf der Station K55 wurde mir allerdings sehr weitergeholfen.


(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) PKL

(C) PKL

(C) Einsenderin

Samstag, 30. Oktober 2021

Kinder- und Jugendpsychiatrie Uniklinikum Münster - Stationen 2 und 3

 Kinder- und Jugendpsychiatrie Uniklinikum Münster - Stationen 2 und 3

Versorgungsgebiet: Stadt Münster, Kreis Steinfurt

(C) Uniklinikum Münster

In der KJP Münster gibt es verschiedene Stationen:

- psychosomatische Station Czerny (diese haben wir euch bereits vorgestellt)
- Station 1: Kinderstation (ca. 6-13 Jahre)
- Station 2: Jugendstation (14-18 Jahre, Schwerpunkt Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung, DBT-A Therapie)
- Station 3: Notfall- und Intensivstation (geschlossen geführt)
- Station 4: offene Jugendstation (diese haben wir euch bereits vorgestellt)
- Station 5: Spezialstation für Essstörungen

Die Einsenderin wurde auf den Stationen 2 und 3 behandelt. Daher beziehen sich die folgenden Infos auf diese Stationen. Eine weitere Einsenderin wurde ebenfalls auf Station 2 behandelt.

Zu Station 2:

Auf Station 2 werden Jugendliche von 14-18 Jahren aufgenommen. Der Schwerpunkt liegt auf sich möglich entwickelnden Persönlichkeitsstörungen / Symptomen einer Emotional-Instabilen Persönlichkeitsstörung (z.B Selbstverletzungen, Stimmungsschwankungen, Impulskontrollschwierigkeiten, Suizidgedanken, Kontakt- und Beziehungsschwierigkeiten, Dissoziationen) sowie Traumafolgestörungen.

Es gibt 9 Plätze in 3 Doppelzimmern und 3 Einzelzimmern.

Die Station arbeitet mit psychodynamische Therapiekonzepte, kombiniert mit dem Konzept der DBT-A.

Therapien: 2x w. Einzeltherapie (60 Min.), Kunsttherapie (1x w.), Musiktherapie (1x w.), Sportgruppe, Entspannungsgruppe (im Snoezel Raum), Skillstraining (2x die Woche)

Alle Patienten brauchen außerdem die Klinikschule, dort betreuen 2 Lehrer die Patienten der Station 2. Jeden Freitag wird eine Gruppenaktivität unternommen z.B ein gemeinsamer Ausflug.

Der Ausgang ist in 5 Stufen gestaffelt, normalerweise steigt man bei Aufnahme in Stufe 2 ein.
Stufe 1: Nur in Begleitung vom PED oder Erziehungsberechtigten
Stufe 2: 30 Minuten mit Mitpatienten
Ausgang 3: 1 Stunde alleine
Ausgang 4: Mit Mitpatienten in die Stadt (unbegrenzt)
Ausgang 5: Alleine in die Stadt (unbegrenzt)

Sein Handy hat man täglich für eine Stunde. Mittwochs ist Besuchsnachmittag dort kann man Besuch von Freunden und Familie bekommen, sein Handy hat man dort von 16-20Uhr. An den Wochenenden kann man nach Hause fahren, außer am ersten Wochenende dort bleibt man auf Station und macht eine DBT-A Schulung.

Vor Aufnahme erfolgt ein Vorgespräch. Die normale Therapiezeit auf Station beträgt 12 Wochen, sie kann aber bei Gründen verkürzt oder verlängert werden.

Pro: viele Freiheiten auf Station, man kann viele Entscheidungen selber treffen, wirkliche tolle Mitarbeiter / PEDs

Kontra: Das Essen, viele Mitpatienten können ihre Probleme nicht für sich behalten, die Regeln werden oft nicht eingehalten, manche Mitarbeiter, manche PEDs sind nicht einfühlsam genug

Eine weitere Einsenderin schreibt:

Die PEDs auf Station 2 haben mein Leben wieder in die richtige Richtung gebracht. Sie haben mir sehr geholfen, auch bei praktischen Alltagsdingen wie z.B wieder Bus fahren können.

Zu Station 3:

Station 3 wird geschlossen geführt und nimmt Patienten in akuten Krisen auf, Patienten die einen Unterbringungsbeschluss haben sowie Patienten deren Krankheitsbild nur in einem geschlossenen Setting behandelbar ist und dort daher eine Therapie machen.

Es gibt 16 Betten, davon 5 Doppelzimmer, ein 3er Zimmer, 1 Intensivzimmer, 1 Time-Out Raum sowie das Karree (das ist überwacht, und dort hat man 1zu1 Betreuung, dort kommen Akut Suizidale hin die mehr schutz brauchen als das Intensiv zimmer geben kann).

Der Tagesablauf ist:
7:00 Aufstehen
7:20 Frühstück
8:10 Schule für die Therapie Patienten für die anderen kommt eine Lehrerin auf Station
ab 9:00 Therapien
12:00 Mittagessen
12:45-14:00 Silencium
15:00 Teerunde
18:30 Abendessen
22:00 Schlafenszeit


Mögliche Therapieangebote: Einzeltherapie, Reittherapie, Ergotherapie, Körpertherapie (für Leute mit Essstörungen), Musik-und Kunsttherapie, Entspannungsgruppe, Mädchengruppe, Gruppentherapie, Sporttherapie, Kochgruppe

Der Ausgang ist auch hier gestaffelt.

Ausgang 1: Nur mit PED
Ausgang 2: 30 Minuten mit Mitpatienten
Ausgang 3: 30 Minuten alleine raus
Ausgang 4: Mit Mitpatienten in die Stadt + Handy
Ausgang 5: Alleine in die Stadt + Handy

Pro:
- die verschiedenen Therapieangebote
- man hat immer etwas zu tun (keine Langeweile kommt auf)
- sehr gute PEDs: sehr einfühlsam & verständnissvoll

Kontra:
- es ist sehr streng und es gibt sehr viele Regeln
- man kriegt sehr viele krasse Dinge mit durch schwererkrankte Mitpatienten
- teilweise sind kleine Kinder dort (6-7 Jahre)

- es sind enorm viele Trigger und Reize aufgrund der anderen Mitpatienten

Die Einsenderin schreibt:

Ich würde die Klinik den Leuten ans Herz legen die das erste mal Stationär gehen. Die Leute die schonmal eine stationäre Therapie gemacht haben werden auf Station 2 sehr ins kalte Wasser geschmissen weil es heißt “du musst das alles können, du hast das alles schon gelernt…” das finde ich verdammt schade und blöd. auf Station 3 ist es überhaupt nicht so.

 







(C) Fotos: Einsenderin