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Montag, 23. Dezember 2024

Rhein Klinik Bad Honnef - Station 1 (junge Erwachsene)

 Rhein Klinik Bad Honnef - Station 1 (junge Erwachsene)

(C) Rhein Klinik

Die Rhein Klinik in Bad Honnef ist eine psychsomatische Klinik für Erwachsene ab 18 Jahren mit verschiedenen Stationen mit unterschiedlichen Schwerpunkten (u.a auch eine Schwerpunktstation für komplexe Traumafolgestörungen). Die Einsenderin wurde auf Station 1 behandelt, welche seit 2022 einen Schwerpunkt auf der Behandlung von jungen Erwachsenen von ca. 18-30 Jahren hat. Behandelt werden verschiedene Krankheitsbilder wie Depressionen, Ängste, Traumafolgestörungen, Essstörungen oder somatoforme Störungen, nicht behandelt werden Psychosen, Abhängigkeitserkrankungen sowie Eigen- und/oder Fremdgefährdung. Die Einsenderin wurde aufgrund einer kPTBS und atypischen Anorexie behandelt.

Es gibt Doppelzimmer mit eigenem Bad, aktuell wird die Klinik umfangreich renoviert, manche Bereiche sind daher noch etwas abgenutzt. Für Privatpatienten stehen Einzelzimmer zur Verfügung.

Für die Aufnahme ist eine hohe Eigenmotivation notwendig, weil das Setting recht frei ist und viel Mitarbeit gefordert wird. Man sollte sich selbst strukturieren können und in der Lage sein an möglichst allen Therapien teilzunehmen, da sonst der Aufenthalt auch schonmal verfrüht beendet wird. Natürlich kann man mal nach Absprache und gutem Grund eine Therapie ausfallen lassen.

Die Klinik arbeitet schwerpunktmäßig psychodynamisch orientiert.

Therapien: Einzeltherapie, Gesprächsgruppe, Kunsttherapie oder Tanz- und Bewegungstherapie, Skillsgruppe, Imagination, Stationssport, Psychoedukationsgruppe

Außerdem gibt es eine Morgenrunde. Es gibt extra Gruppentherapien für Menschen mit Essstörung, aber auch dort ist es ein sehr freies und offenes Konzept. Freiwillig und je nach Bedarf gibt es auch noch Wirbelsäulengymnastik, Atemgymnastik, beckenboden Gymnastik und ähnliches, welche von Physiotherapeuten geleitet wird und echt gut sind.

Die Wartezeit für die Station beträgt aktuell ca. 3 Monaten, bei Dringlichkeit kann es aber auch schneller gehen.

Es gibt viele Angebote für Freizeitaktivitäten auch am Wochenende. Wenn man allerdings aus näherer Umgebung kommt ist es gewünscht, dass man am Wochenende für eine Belastungserprobung nach Hause fährt.

Man bleibt 8 Wochen auf Station und kann bei Bedarf auf 10 Wochen verlängern.

Die Einsenderin schreibt:

Die Pflege ist wirklich super. Total kompetent und immer für Gespräche da. Die Therapeuten waren auch alle total nett und bemüht. Ich fand besonders gut, dass sich gut im Team besprochen wurde und nicht einer am anderen vorbeiarbeitet. Ich hab mich von Anfang an super wohl gefühlt. Bei einer kptbs ist der Therapie Plan eigentlich nicht perfekt geeignet trotzdem wurde gut und individuell auf meine Probleme eingegangen, die Pflege war überwiegend sehr vertraut mit der Arbeit mit Trauma Patienten. Das Essen ist inordnung. Es gibt immer zwei Menüs, eins vegetarisch, und zusätzlich eine salatbar. Vegane Ernährung gestaltet sich etwas schwierig und ich persönlich hatte oft Hunger und musste relativ viel auch private Lebensmittel zusätzlich essen.


(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 10. Juni 2024

Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz - Station PA2

Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz - Station PA2

Versorgungsgebiet:  Landkreis Delitzsch, den südwestlichen Teil des Leipziger Landkreises sowie die Leipziger Stadtbezirke Nord, Nordwest und Altwest.  

(C) SKH Altscherbitz

Das SKH Altscherbitz ist ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie und verfügt über 220 Betten.

Es gibt mehrere Stationen für Erwachsene ab 18 Jahren:

Station PA1: geschlossene Aufnahmestation
Station PA2: Station für junge Erwachsene sowie
Mutter-Kind-Bereich
Station PA3: offene Aufnahmestation für Patienten im mittleren Lebensalter
Station PA4: offene Aufnahmestation für Patienten in der zweiten Lebenshälfte
Station PA5: geschützte Aufnahmestation mit soziotherapeutischem Ansatz
Station PG1 & PG2: geschützte Aufnahmestationen mit Schwerpunkt Demenz
Station PG3: offene Aufnahmestation für Patienten im höheren Lebensalter
Station PS1 & PS2: Suchtstationen
Station PP1: Psychotherapiestation mit verschiedenen Therapiegruppen

Außerdem gibt es verschiedene Tageskliniken, u.a eine speziell für junge Erwachsene als auch eine DBT-Tagesklinik.

Die Einsenderin wurde auf Station PA2 behandelt.

Aufgenommen werden junge Erwachsene von ca. 18-25 Jahren mit jeglichen psychischen Krankheitsbildern die in einem offenen Setting behandelbar sind, es gibt 13 Behandlungsplätze. Außerdem gibt es 6 Mutter-Kind Plätze, wo Mütter jedes Alters mit Kleinstkindern bis zu einem Alter von zwölf Monaten stationär aufgenommen werden können, die unter psychische Störungen in der Schwangerschaft leiden wie z.B einer Wochenbett-Depression.

Die Mutter-Kind Einheiten sind Einzelzimmer mit Babybett, die restlichen Zimmer sind überwiegend Doppelzimmer.

Die Station ist aufgeteilt in zwei Gruppen:
Gruppe 1: Psychotherapiegruppe für Patient:innen mit schwerpunktmäßig einer Persönlichkeitsentwicklungsstörung, Aufenthalt auf Station 8 Wochen + 2 Wochen in der Tagesklinik (Aufnahme über eine Warteliste)
Gruppe 2: Kriseninterventions, Stabilisierungs- und Diagnostikgruppe für jegliche Krankheitsbilder, Aufenthaltsdauer etwa 4-6 Wochen, eventuell anschließend auch tagesklinischer Aufenthalt möglich (auch Krisenmäßige Aufnahme möglich)

Die Einsenderin wurde für 7 Wochen in Gruppe 2 behandelt aufgrund einer PTBS, Depressionen und einer Borderline-PS.

Es gibt zwei Essräume, wo Gruppe 1 und Gruppe 2 getrennt essen können. Es gibt eine Küche, einen Aufenthaltsraum, zwei Bewegungsräume u.a einen mit einer Tischtennisplatte und es gibt einen Besucherraum, wo man Besuch empfangen kann.

Der Tag startet jeden Tag um 06.30 Uhr, auch am Wochenende (man wird durch den Weckdienst bestehend aus wechselnden Mitpatient:innen geweckt), anschließend werden Vitalzeichen gemessen, um 07.30 Uhr gibt es Frühstück (in Büffet-Form).
Im Anschluss findet unter der Woche ein gemeinsamer Morgenspaziergang statt. Mittagessen findet gegen 11.30 / 11.45 Uhr statt, um 17.30 Uhr ist Abendessen (erneut in Büffet-Form). Man kann sich aber auch eigenes Essen kaufen, es gibt einen Patient:innen Kühlschrank.

Jeder Patient erhält einen bisschen individuellen Therapieplan. Alle Therapien (außer Einzeltherapie) finden als Gruppe statt.

Therapien: Einzeltherapie (unregelmäßig), Musiktherapie, Ergotherapie, Bewegungstherapie, Maltherapie, Achtsamkeit in der Natur / Gartenbau, Skillstraining, Kognitives Training, Kegeln, Therapiebeet, SKT, PMR, Autogenes Training, Biofeedback, Gruppen für individuelle Erkrankungen wie z.B Angstbewältigungsgruppe, Psychoedukation Psychosen / Bipolare Störungen, Psychoedukation Depressionen

Zweimal in der Woche gibt es eine gemeinsame Abendgestaltung, die von Patient:innen organisiert wird. Es gibt dreimal wöchentlich eine Visite. Es gibt spezielle Mutter-Kind Therapie Angebote.

Sein Handy kann man durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Ich kann die Station eher nicht weiterempfehlen, zumindest Gruppe 2, von Gruppe 1 habe ich viel positives gehört. Man kann für eine PTBS zwar eine Diagnostik machen, aber weitere Behandlung ist dann auch nicht möglich. Ich habe mich dort teilweise nicht wirklich gesehen gefühlt, gerade mit meiner PTBS Symptomatik. Auch, dass man dort fast keine Einzelgespräche bekommt sehe ich kritisch, da man als Akutfall mit vielen Problemen kommt, die man vielleicht nicht immer in der Gruppe ansprechen kann und will. Dennoch habe ich viel durch die Mitpatienten mitgenommen und bin stabiler geworden. Ein großes Lob gilt dem Ergotherapeuten, der wirklich ganz toll ist und super empathisch auf einen eingeht.


(C) SKH Altscherbitz

(C) SKH Altscherbitz

Montag, 29. April 2024

Schön Klinik Hamburg-Eilbek - Station 6D

 Schön Klinik Hamburg-Eilbek - Psychosomatik -  Station 6D 

(C) SK Eilbek

Die Schön Klinik Hamburg-Eilbek ist eine somatische, psychiatrische und psychosomatische Klinik und behandelt Patienten ab 18 Jahren. In diesem Beitrag wird es um die Station 6D gehen.

Aufgenommen auf dieser Station werden Patient*innen im jungen Erwachsenenalter von 18 Jahren bis ca. 27 Jahren. Es werden sowohl Kassen- als auch Privatpatienten behandelt. Es ist ein Altbau mit teilweiser Renovierung.

Die Station 6D knüpft noch an die Station 6C an, welche sich auf dem gleichen Stockwerk befindet und auf welcher Patient*innen der Allgemeinpsychosomatik behandelt werden. Die Zimmer für Patient*innen der Station 6D werden auch auf der Station 6C vergeben. Dadurch ergeben sich mehr freie Plätze. Beide Stationen sind aber genau nebenan. Es gibt hauptsächlich Doppelzimmer und einige Einzelzimmer. Letztere werden häufig für mobilitätseingeschränkte Patient*innen verwendet, im Einzelfall ist das Belegen eines Einzelzimmers auch aus anderen Gründen möglich, wie es auch bei der Einsenderin der Fall war.

Auf der Station 6D gibt es vier Teams:
Team D1A: Patient*innen mit Essstörung
Team D2A: Patient*innen mit Depressionen und Angsterkrankungen
Team D1B: Patient*innen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung und Essstörung
Team D2B: Patient*innen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung

Die Einsenderin wurde im Team D1B für ca. 11½ Wochen behandelt.

Wenn man mit einer Essstörung dort ist wird mit einem 3 Phasen Konzept gearbeitet.

Stufe 1: Essbegleitung beim Mittagessen mit Portionstraining. Mit dabei ist immer die Ernährungstherapeutin selbst, eine Pflegekraft, die Stationsärztin oder ein Psychotherapeut, allerdings nur von Dienstag bis Freitag. Frühstück und Abendessen findet gemeinsam mit der Gruppe in einem kleinen Essensraum statt.

Stufe 2: Keine Essbegleitung und Portionstraining mehr. Frühstück darf alleine auf dem Zimmer eingenommen werden. Abendessen findet gemeinsam mit der Gruppe in einem kleinen Essensraum statt. Man darf sich eigene Aufstriche, Beläge etc. kaufen. Zusätzlich kommt die Lehrküche, das wöchentliche Abendessen in einem Restaurant mit der Gruppe (DinersClub) und einem wöchentlichen Kaffe- und Kuchen Trinken in einem Café mit der Gruppe hinzu (Kaffeeklatsch).

Stufe 3: Keine Essbegleitung und Portionstraining mehr. Frühstück und Abendessen darf alleine auf dem Zimmer eingenommen werden. Lehrküche, DinersClub und Kaffeeklatsch ist nach wie vor Teil der Therapie.

Das Essen in der Klinik selbst wird in einem Buffetwagen serviert. Light-Produkte o.ä sind verboten zu kaufen. Zusätzlich muss täglich ein Essprotokoll geschrieben werden, ebenso nach dem DinersClub, dem Kaffeeklatsch und nach der Lehrküche (Reflexionsbogen). Bei zu niedrigen Gewicht wird ein Gewichtsvertrag geschlossen.

Im D1B-Team werden folgende Therapien fest angeboten: Einzeltherapie (1× 50 min. die Woche oder 2× 25 min.), Skillsgruppe 1 und 2, Basisgruppe, Morgenrunde (inkl. Wochenzielen), Achtsame Bewegungstherapie, Physiotherapie, SKT, Sozialtherapiegruppe, PMR, Basisernährungsgruppe, Lehrküche, Ernährungsberatung (ca 1x 30 MIn. die Woche), Körperskillsgruppe (1× pro Aufenthalt)

Außerdem hat man mindestens 1× Woche ein Bezugspflegegespräch (ca. 30 Minuten). Für die achtsame Bewegungstherapie findet ein Vorgespräch statt, um der Sporttherapeutin erste Informationen über sich selbst zu geben und um zu erfahren, wie die achtsame Bewegungstherapie abläuft. Die Visite findet wöchentlich am Donnerstag statt. Ebenso das wöchentliche Wiegen.

Es ist auch die Verordnung von individuellen Therapien möglich wie Maskengruppe, Kunsttherapie (offenes Atelier), Depressionsbewältigungsgruppe, Yoga, Körpererfahrungsgruppe und es gibt die Möglichkeit Gespräche beim Sozialdienst wahrzunehmen.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit nach vorheriger ärztlicher Absprache einen Kraft- und Trainingsraum zu nutzen.

Das DBT-Programm läuft dort in folgendem Konzept:

Es gibt eine Skills 1 (Stresstoleranz) und Skills 2 Gruppe (Emotionsregulation und zwischenmenschliche Fertigkeiten). Sobald man die Module der Skills 1 Gruppe abgeschlossen hat, stellt man in der nächsten Visite ein Plakat vor. Danach ist man in der Skills 2 Gruppe.

Selbstverletzungen werden dort geduldet, da es zum Krankheitsbild gehört. Allerdings muss natürlich eine Verhaltensanalyse geschrieben werden und man bekommt ein 2-Stunden-Timeout. Ist aber natürlich nicht gerne gesehen und umso länger man in der DBT-Therapie ist, umso weniger SVV wird erwartet.
Ist das nicht der Fall, könnte das als Problemverhalten/therapieschädigendes Verhalten angesehen werden und man wird darauf aufmerksam gemacht das Erlernte anzuwenden.

Der Konsum von Alkohol, Drogen o.ä. ist, mit Ausnahme von Zigaretten, strengstens untersagt. Bei geringsten Delikten diesbezüglich wird man rausgeworfen.

Nach dem DBT-Programm gibt es auch die Möglichkeit einer teilststionären Weiterbehandlung in einer Tagesklinik. (je nach Wohnort)

Es gibt Waschmaschinen (eine Wäsche 2€), Trockner (kostenlos) und Wäscheständer. Letztere sind aber heiß begehrt 😉

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
- Super nettes und größtenteils wirklich kompetentes Personal
- Lage (direkt an einem Park mit angrenzender S-Bahn Station)
- Man bekommt "Laufzettel", um in den ersten Tagen überall richtig zu sein
- Sehr toll umgesetztes DBT-Konzept, vor allem die Skills 2 Gruppe kann ich wirklich empfehlen
- Bei Bedarf werden auch umfangreiche körperliche Untersuchungen durchgeführt (z. B. Knochendichtemessungen, Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruckmessung)
- Die Diary-Card jeden Tag zu schreiben war für mich sehr wertvoll und gut für die Reflexion

Kontra:
- Essen ist dort leider echt nicht das Beste
- Einzelne Mitpatient*innen legten zu meiner Zeit dysfunktionales Verhalten an den Tag, welches andere mit schädigte
- Zimmer dort könnten sauberer sein
- Der Pflegestützpunkt dort hat "Öffnungszeiten ". Zwar kann man in dringenden Angelegenheiten natürlich immer klopfen, aber es gibt einen das Gefühl immer erst abwägen zu müssen ob das Anliegen wichtig genug ist.
- Station etwas heruntergekommen, man merkt dass sie ihre besten Zeiten hinter sich hat


Trotz einiger Nachteile kann ich das DBT-Programm dort empfehlen, wenn man bereit ist, etwas an sich zu ändern. Mir hat es sehr geholfen.
(Alle Informationen und Angaben ohne Gewähr.)

 
 




(C) Fotos: Einsenderin



 

Montag, 11. September 2023

Asklepios Klinikum Hamburg-Harburg - Erwachsenenpsychiatrie - Station 160B

Asklepios Klinikum Hamburg-Harburg - Erwachsenenpsychiatrie - Station 160B

Versorgungsgebiet: Bezirk Harburg
 
(C) Foto: Asklepios

 Im Asklepios Klinikum Hamburg-Harburg gibt es verschiedene psychiatrische Stationen u.a zwei geschlossene Station, zwei Stationen zur Depressionsbehandlung, eine Station für Abhängigkeitserkrankungen, eine Krisenstation für Patienten mit Regulations- und Persönlichkeitsstörung (160A), eine Bipolar-/Psychosenstation, eine Mutter-Kind Station sowie eine Station für junge Erwachsene (160B). Außerdem gibt es verschiedene tagesklinische Angebote und das Angebot einer Stationsäquivalenten Behandlung (StäB).

Die Einsenderin wurde auf der Station 160B für junge Erwachsene behandelt.

Aufgenommen werden Patient:innen im Alter von ca. 18-35 Jahren mit z.B Depressionen, Traumafolgestörungen, Ängsten, Persönlichkeitsstörungen (insbesondere emotional-instabilen), Selbstverletzendem Verhalten. Nicht aufgenommen werden Patienten mit psychotischen Symptomen, Bipolaren Störungen, Abhängigkeitserkrankungen, akuter Suizidalität sowie antisozialer Persönlichkeitsstörung.
Es gibt 20 Behandlungsplätze. 

Es gibt Doppelzimmer sowie zwei Einzelzimmer (diese bekommen Privatversicherte Patienten oder Patienten mit einer medizinischen Notwendigkeit für ein Einzelzimmer), die Station liegt im Erdgeschoss und hat einen eigenen Garten. Im Flur vor der Station gibt es einen Kiosk, Zigarettenautomat und Sitzgelegenheiten. Auf Station gibt es ein Wohn/Esszimmer mit Küchenbereich. Außerdem einen Kreativraum mit vielen Materialien.Im anderen Haus gibt es einen Sportraum, für den man sich 2x in der Woche eintragen kann.

Mittagessen kann man über die Klinik bestellen, Frühstück und Abendessen organisieren die Patienten sich überwiegend selber (es gibt in der Nähe verschiedene Einkaufsmöglichkeiten), auf Station werden aber Brötchen und Aufschnitt zur Verfügung gestellt. Während Corona wurden die Mahlzeiten auf den Zimmern eingenommen, mittlerweile ist aber ein gemeinsames einnehmen der Mahlzeiten erwünscht.
Vegetarische oder vegane Ernährung ist kein Problem. Genauso wie glutenfreie oder ähnliches.

Der Therapieplan wird inviduell zusammen gestellt. Die Station arbeitet verhaltenstherapeutisch ausgerichtet mit Elementen der DBT.

Therapien: Einzeltherapie, Yogagruppe, Ressourcengruppe, Kunsttherapie, Ergotherapie, Skillstraining, Arbeitstherapie, Männergruppe, Frauengruppe, SKT, Gesprächsgruppe, Bewegungstherapie

Für Patienten mit einer Traumafolgestörung wird Traumatherapie (EMDR, Prolonged Exposure) angeboten. Unterstützend kann man sich für eine Online Therapie (Mind District) anmelden.

Die Station arbeitet mit einem Punkte-System. Punkte gibt es für Fehlverhalten, zu spät kommen zu Therapien oder Handynutzung in Gemeinschaftsräumen.

Die stationäre Behandlung dauert i.d.R. 8-10 Wochen. Vor Aufnahme wird ein Vorgespräch geführt, wo Therapieziele besprochen werden und geguckt wird ob das Konzept der Station geeignet ist.

Am Wochenende kann man tagsüber nach Hause, kurz vor der Entlassung auch über Nacht. Sein Handy darf man durchgängig haben, nur während der Therapien muss es ausgeschaltet sein und darf nicht im Gemeinschaftsraum benutzt werden. Es gibt auf Station WLAN, was allerdings nicht in alle Zimmer reicht.

Die Einsenderin schreibt:

Ich selbst wurde wegen Depressionen behandelt und kann die Station nur bedingt empfehlen. Positiv ist auf jeden Fall die geringe Wartezeit. Allerdings fand ich die Kommunikation auf Station (unter dem Team/mit den Patient:innen) etwas schwierig.





(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 3. Juli 2023

Asklepios Westklinikum Hamburg - Psychosomatik - Station 7

 Asklepios Westklinikum Hamburg - Psychosomatik - Station 7

(C) Einsenderin

In der Psychosomatik vom Asklepios Westklinikum in Hamburg gibt es 3 Stationen:


Station 7: Junge Erwachsene bis 30 Jahre sowie Essstörungen
Station 16: Chronische Schmerzerkrankungen, somatoforme Störungen und Depressionen
Station 17: Ängste, Depressionen, Krankheitsverarbeitung

Die Einsenderin wurde auf Station 7 behandelt. Station 7 liegt abseits der anderen psychosomatischen Stationen in einem Gebäude, wo ansonsten somatische Stationen untergrbacht sind. Die Station ist aufgeteilt in den Essstörungsbereich (es wird sowohl Anorexie, Bulimie als auch Binge-Eating/Adipositas und Mischformen behandelt) sowie die allgemeine Gruppe, in der allgemeinen Gruppen sind die Patienten alle zwischen ca. 18-30 Jahren, im Essstörungsbereich gibt es manchmal Ausnahmen und auch ältere Patienten werden aufgenommen, da es keine andere Station innerhalb der Klinik gibt die Essstörungen behandelt. Im allgemeinen Bereich werden verschiedenste psychosomatische Krankheitsbilder behandelt wie Angststörungen, Panikstörungen, Depressionen, chronische Schmerzen, Somatisierungsstörungen, funktionelle Störungen, körperliche Erkrankungen mit seelischen Begleitfaktoren sowie Adoleszenzkrisen.

Es gibt 3-4 Einzelzimmer, ansonsten Doppelzimmer, alle Zimmer haben ein eigenes Bad. Einzelzimmer werden meist nur vergeben an Privatpatienten, manchmal gibt es Ausnahmen z.B für Patienten, die eine Sonde haben oder wenn es von der Geschlechterverteilung anders gerade nicht aufgeht. Es gibt einen Aufenthaltsraum mit Billard-Tisch, ein Wohnzimmer mit Fernseher, eine Küche (wo man auch selber kochen kann wenn man möchte), einen seperater Essraum für die Essstörungspatienten (E-Patienten), die A-Patienten haben Tische zum Essen im Flur.

Zum Essstörungskonzept: Alle Essstörungspatienten werden 2x wöchentlich gewogen, bei einem BMI<14 3x wöchentlich. Bei der Aufnahme wird mit jedem Patienten ein Gewichtsvertrag geschlossen: bei Untergewicht verpflichtet man sich jede Woche mind. 500g die Woche zuzunehmen (bei einem BMI<14 gibt es Sonderregeln) bis zu einem Zielgewicht von BMI 18,5 + 2 kg, im Normalgewicht verpflichtet man sich sein Gewicht +/- 2kg zu halten sowie nicht unter einen BMI von 18,5 zu rutschen, ab einem BMI von über 25 sprich Übergewicht ist es das Ziel jede Woche mindestens 500 g abzunehmen bis zu einem Zielgewicht von BMI 25 - 2 kg.
Bei einem sehr niedrigen Gewicht und/oder schlechtem körperlichen Zustand wird mit Sonden gearbeitet, dafür gibt es Sonderregeln. Teilweise stellt die Station als Voraussetzung zur Aufnahme, dass ein Stabilisierungsaufenthalt in der Somatik voraus geht.
Es gibt 5 feste Mahlzeiten (3 Hauptmahlzeiten, 2 Zwischenmahlzeiten), sowie eine freiwillige Spätmahlzeit, die Hauptmahlzeiten dauern jeweils 30 Minuten, die Zwischenmahlzeiten je 25 Minuten, es ist Pflicht zu erscheinen und die volle Zeit am Tisch sitzen zu bleiben, Handys etc. sind während der Mahlzeiten verboten. Manchmal werden einige Mahlzeiten auch durch die Pflege begleitet (meistens eher das Mittagessen und die Zwischenmahlzeiten), das ist aber sehr individuell, je nach dem wie gut die Pflege besetzt ist. Es gibt keinen festen Essplan, jeder Patient bestellt seine Mahlzeiten jeweils am Wochenende für die ganze Woche vor und kann frei wählen was er haben möchte (wie viele Brötchen, Brot, Obst, Gemüse, Aufstriche etc.), mittags gibt es die Auswahl zwischen 3 Gerichten, welche aber selber (unter Aufsicht) geschöpft werden (Ausnahmen bei BMI<14). Man führt ein Ess- und Trinktagebuch, wo alle Mahlzeiten notiert werden inklusive Gefühle und Gedanken, die einen dabei begleitet haben. Dieses Tagebuch soll einmal die Woche mit der Pflege besprochen werden, wo dann geguckt wird wo man z.B sein Essen erhöhen könnte oder was man verbessern könnte (je nach Zunahme). Bei mangelnder Gewichtszunahme und/oder schlechtem körperlichen Zustand kann man festes Fortimel als Zwischenmahlzeit bekommen. Als Essstörungspatient darf man im Gegensatz zu den A-Patienten keine eigenen Lebensmittel mitbringen und auch außerhalb nichts Essen, einmal die Woche machen die Essstörungspatienten aber einen gemeinsamen Ausflug in die Klinik-Cafeteria, wo ein Snack für die Zwischenmahlzeit gekauft werden darf wie z.B eine Brezel, Franzbrötchen, Croissant, Eis, Kuchen, Mufffn etc. (auf Kosten der Klinik) und man hat die Möglichkeit sich etwas aus der Naschkiste der Station (z.B ein Schokoriegel) zur Zwischenmahlzeit zu holen.
Eine vegetarische Ernährung ist erlaubt, aber keine vegane. Bis zu einem BMI von 15 ist Sport komplett verboten, ab einem BMI von 15 kann der Arzt Sportanwendungen verordnen oder physikalische Anwendungen wie z.B Massagen oder Physiotherapie, das wird individuell entschieden. Nach dem Mittagessen gibt es für alle Patienten im Unter- und Normalgewicht eine Nachruhe von 30 Min. (man geht zusammen in einen Raum und kann dort entspannen, Musik hören, Lesen etc.), für Patienten im Übergewicht gibt es einen gemeinsamen 30 minütigen Spaziergang.

Alle Patienten werden in 3 Gruppen eingeteilt, durchmischt mit A und E Patienten (Blau, Gelb, Orange), nach diesen Gruppen richten sich die Gruppentherapien, jede Gruppe hat 3x wöchentlich Gesprächsgruppentherapie gemeinsam sowie je nach Gruppe entweder Kunsttherapie oder Tanz- und Bewegungstherapie (auch 3-4x die Woche). Es sind ca. 7-8 Patienten in einer Gruppe. Jeder Patient hat also fest 3x wöchentlich Gesprächsgruppentherapie, 3-4x wöchentlich Fachtherapie sowie 1x wöchentlich 50 Min. Einzeltherapie. Die Einzel- und Gruppentherapien sind meistens tiefenpsychologisch orientiert. Die Essstörungspatienten haben zusätzlich noch eine feste Ernährungsgruppe (dort wird manchmal was theoretisches gemacht, manchmal zusammen gekocht/gebacken) sowie eine Symptomzentrierte Gruppe, wo man über die Symptome und Probleme der Essstörung sprechen kann. (Vor Corona gab es auch noch eine Kochgruppe/Lehrküche, die Einsenderin weiß nicht genau ob es diese inzwischen wieder gibt).  Alle anderen Therapien werden individuell verteilt. Es gibt z.B verschiedene Sportangebote, Entspannung, Skills-Training sowie Reittherapie (für je 3-4 Patienten, meistens eher aus dem A-Bereich). Einmal wöchentlich ist eine Oberarztvisite, einmal wöchentlich eine Stationskonferenz, wo alle Patienten zusammen kommen, Dienste verteilt werden, Probleme im Zusammenleben angesprochen werden können etc.

Für alle Patienten gibt es innerhalb der ersten Woche eine Art Sperre nach Außen, man darf kein Besuch bekommen, das Klinikgelände nicht verlassen und hat eingeschränkten Ausgang. Anschließend können die A-Patienten außerhalb der Therapien jederzeit in den Ausgang und gehen am Wochenende i.d.R auch in die Belastungserprobung für 1 Nacht oder in die Tagesbeurlaubung.
Bei Essstörungspatienten wird mit einem Stufenplan gearbeitet nach dem sich der Ausgang richtet. Bis zu einem BMI von 15 darf z.B das Klinikgelände nicht verlassen werden, ab einem BMI von 15 darf 1 Stunde Ausgang genommen werden, wo auch das Klinikgelände verlassen werden darf. (der genaue Stufenplan darf aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht werden). Bei Patienten mit Bulimie und Normalgewicht gibt es einen seperaten Stufenplan, wo es nicht nach Gewicht geht, sondern der Ausgang unabhängig vom Gewicht langsam gesteigert wird je nach Woche. Beurlaubungen am Wochenende werden bei E-Patienten individuell entschieden.

Sein Handy darf man durchgängig haben, es gibt kostenloses WLAN.

Die Aufenthaltsdauert ist sehr unterschiedlich, durchschnittlich etwa 6-8 Wochen, während die Einsenderin dort war war im A-Bereich die längste Patientin 13 Wochen dort, im Essstörungsbereich 5 Monate. Es wird eng mit der Tagesklinik koorperiert, die ebenfalls ein Angebote für junge Erwachsene und Essstörungen hat sowie mit Intervallbehandlungen gearbeitet. Auch Essstörungspatienten werden oft noch vor Erreichen des Normal oder Zielgewichts entlassen.

Die Wartezeiten sind relativ individuell, gerade aber im Essstörungsbereich oft nur bei etwa 2-6 Wochen (nach Vorgespräch).

Pro:
- tiefenpsychologischer Ansatz, gerade bei Essstörungen geht es sehr um das dahinter
- es werden Essstörungen bei jedem Gewicht ernst genommen und es ist auch meistens ganz durchmischt auf Station von den Essstörungsformen her
- einige von der Pflege sowie von den Therapeuten
- alle Patienten sind in einem ähnlichen Alter
- die Klinik liegt schön umgeben von Wald und ist trotzdem gut zu erreichen
- durch die Einteilung in die Therapie-Gruppen kann auch in den Gruppentherapien intensiv an individuellen Themen gearbeitet werden
- relativ gut gefüllter Therapieplan
- die Fachtherapeuten
- da das Essstörungskonzept relativ frei ist und wenn man nicht zunimmt oder nicht mitmacht relativ schnell gehen muss, bringen die meisten Essstörungspatienten Motivation mit wirklich was ändern zu wollen

Kontra:
- einige von der Pflege sowie den Ärzten (gerade auch von den leitenden Menschen)
- das Essen ist wirklich katastrophal und auch die Essensbestellungen funktionieren oft gar nicht
- man merkt, dass Asklepios als Konzern sparen muss wo es nur geht (und einen riesen Unterschied zwischen Privat und Gesetzlichversichert macht, z.B gibt es für gesetzliche Patienten keine Butter, keine Säfte und kein Salat)
- das Essstörungskonzept ist ziemlich alltagsfern (unter Umständen ist man mehrere Monate da ohne je auch nur einmal auswärts oder woanders gegessen zu haben) und allgemein verbesserungswürdig
- Personalmangel
- die Ernährungsberatung
- bei allem komplexeren wie Probleme mit (schwererem) Selbstverletzenden Verhalten, Traumatisierung, Persönlichkeitsstörungen, Dissoziationen, schweren Zwangsstörungen ist die Station schnell überfordert
- es wird nicht respektiert wenn man als Frau sich nicht von einem männlichen Arzt untersuchen lassen möchte
- medizinische Anliegen werden oft aus den Augen verloren und/oder nicht wirklich ernst genommen
- im Entlassbereicht waren einige Fehler, die echt nicht hätten passieren müssen/dürfen





(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 22. Mai 2023

Sonnenberg Klinik in Stuttgart - Gruppe Junge Erwachsene

 Sonnenberg Klinik in Stuttgart - Gruppe Junge Erwachsene

(C) Sonnenberg Klinik

Die Sonnenberg Klinik in Stuttgart ist eine psychosomatische Klinik und behandelt Erwachsene ab 18 Jahren. Die Klinik arbeitet nicht mit Stationen sondern in Behandlungsteams, manche Teams sind geordnet nach Alter, manche nach Krankheitsbildern. Die Abteilung für Essstörungen sowie die Gruppe für Spätadoleszenz und junge Erwachsene (18-25 Jahre) haben wir euch bereits vorgestellt. Heute geht es um die Gruppe der jungen Erwachsenen, wo Patienten von etwa 25-30 Jahren behandelt werden. Im Aufnahmegespräch vor Aufnahme bespricht man gemeinsam mit dem Team welche Gruppe für einen als bestes passt.

Aufgenommen werden kann mit Krankheitsbildern wie Depressionen, Angststörungen Zwangsstörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen, Dissoziative Störungen, Somatoforme Störungen oder chronischen Schmerzstörungen. Ausschlusskriterien sind Suchterkrankungen, akute Suizidalität, psychotische Symptome, gleichzeitiges Vorliegen schwerer somatischer Erkrankung oder Pflegebedürftigkeit.

Wenn man aufgenommen wird kommt man zunächst in ein Doppelzimmer, kann aber etwa nach 2-3 Wochen in ein Einzelzimmer wechseln. In den Zimmern gibt es eine kleine Badecke mit einem Waschbecken und einer Dusche und manche haben auch eine Toilette im Zimmer, aber das ist nicht in jedem Zimmer so.

Bei der Aufnahme kriegt man einen Paten aus seiner Gruppe und die Person zeigt einem dann alles wichtige und kann im besten Fall auch deine Fragen beantworten.

Morgens und Abends gibt es Essen in Büffetform, mittags kann man sich zwischen drei Mahlzeiten entscheiden, es gibt meistens zwei normale Essen und ein vegetarisches, komplett vegane Ernährung ist etwas schwierig.

Therapien: Psychodynamisch orientierte Einzeltherapie (1x 50 Min.), Psychodynamisch orientierte Gruppentherapie (4x 100 Min.),  Konzentrative Körper- und Bewegungstherapie (2x 100 Min.), Musiktherapie (2x 90 Min.), Sporttherapie (1x 60 Min.)

Die Therapien sind von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich. Alle Therapien abseits der Einzeltherapie finden im Behandlungsteam statt, auch die wöchentliche Visite ist mit den anderen Patientinnen im Team gemeinsam. Nur einmal im Monat gibt es eine Zimmervisite und da ist man dann alleine mit seinem Behandlerteam im Zimmer. Es gibt auch noch freiwillige Angebote, wie z.B Bogenschießen, Yoga und Pilates, offene Gestaltung etc.
Man kann auch vom Arzt individuelle Physio- oder Physikalische Therapiemaßnahmen verordnet bekommen wie z.B Sauna oder Aromabäder.

Außerdem muss man morgens, eventuell mittags und abends wenn man da auch Medikamente einnehmen muss und Nachts zum Kontakten gehen. Morgens und Mittags ist es bei der Bezugspflege und Abends/Nachts ist es bei einer Pflegezentrale, es gibt mehrere Zimmer davon.

Die Einsenderin sagt, Therapieplan ist jetzt nicht voll gepackt mit Therapien, was aber auch gut ist, weil Therapie kann sehr anstrengend sein, vorallem KBT.

Man darf sein Handy dauerhaft haben in der Klinik, es ist nur verboten das man in der Klinik Videoaufnahmen oder ähnliches macht und es sind andere Patienten oder Mitarbeiter darauf klar zu erkennen. In manchen Zimmern hat man auch gratis WLAN wenn in der Nähe ein Router ist, ansonsten gibt es in der Klinik aber auch bestimmte Plätze bei denen man gratis WLAN hat.

Es gibt drei Waschmaschinen und zwei Trockner dort, kostet aber beides 1€. Aber man kann es natürlich auch aufhängen, gibt entweder im Zimmer Wäscheständer oder in der Waschküche.

Die Einsenderin schreibt:

Ich war 2 1/2 Monate dort und mir hat der Aufenthalt in gewissen Dingen auch ziemlich geholfen, die Gruppentherapie hat mir unter anderem geholfen das meine Sozialphobie etwas besser geworden ist und das ich auch mal meine Meinung sagen sollte wenn mich was stört. Ich fand es auch echt gut das man ein Einzelzimmer bekommen hat, so konnte man sich auch mal zurück ziehen wenn man wirklich Ruhe gebraucht hat und alleine sein wollte. Und das Essen dort war einfach toll, ohne zu übertreiben, aber für mich persönlich war es vom Essen wirklich die beste Klinik in der ich war. Es wird auch alles selbst gekocht dort und bei Feiertagen gibt es auch nochmal besondere Buffets, ich war über Weihnachten und Silvester dort.Es lief aber nicht alles immer gut dort, zB wegen meinen Selbstverletzungen, es wurde oft nicht richtig ernstgenommen, das in meinem Fall irgwas im Arm nicht stimmt. Es wurde immer gesagt das die Schmerzen nur psychosomatisch sind, was sie aber nicht waren bzw sind. In dem Punkt Selbstverletzung muss ich auch ehrlich sagen das die Klinik nicht ganz so gut weiter empfehlen würde. Es kommt aber auch drauf an wie „schlimm“ die Verletzungen sind. Jede Art von Selbstverletzung ist schlimm!! Aber bei eher oberflächlichen Verletzungen ist die Klinik wahrscheinlich besser geeignet. Sie kümmern sich schon um die Wunden, aber ich persönlich hab mich nicht so gut aufgehoben gefühlt mit meinen Verletzungen. Aber ich kann die Klinik an sich trotzdem weiter empfehlen, sie geben ihr bestes um einem weiterzuhelfen. Und ich konnte ja auch einige gute Sachen mitnehmen, auch wenn ich eine schlechte Erfahrung gemacht hab. Deswegen ist nicht gleich die ganze Klinik schlecht. Und in der Nähe der Klinik wohnt auch eine Familie mit Katzen, die Katzen kommen manchmal zu Besuch vorbei. Die Klinik an sich hat auch einen schönen Standort, es liegt direkt an einem Waldgebiet und es ist ziemlich ruhig dort. Degerloch ist ungefähr eine halbe Stunde zu Fuß entfernt und dort kann man auch mal bei DM einkaufen gehen wenn einem das Shampoo oder so ausgeht.






(C) Fotos: Einsenderin

Donnerstag, 9. Februar 2023

Universitätsklinikum Tübingen Erwachsenenpsychiatrie - Tagesklinik Wildermuthstraße

 Universitätsklinikum Tübingen Erwachsenenpsychiatrie - Tagesklinik Wildermuthstraße

(C) Foto: Universitätsklinikum Tübingen

Neben dem stationären Bereich, wo wir euch diese Woche schon zwei Stationen von vorgestellt haben bietet die Erwachsenenpsychiatrie in Tübingen in zwei Tageskliniken auch eine teilstationäre Behandlung an.

Die Tagesklinik Wildermuthstraße ist in einem extra Gebäude abseits der Psychiatrie untegebracht in einer "alten Villa" mit Garten (nur zur Sporttherapie muss man zum Hauptgebäude rüberlaufen).

Aufgenommen werden Patienten von ca. 18-50 Jahren mit allgemeinpsychiatrischen Krankheitsbildern, nicht aufgenommen werden Patienten mit einer stoffgebundenen Abhängigkeit oder einer akuten Psychose. Die Einsenderin schreibt ein Großteil der Patienten sind meist unter 30.

Die Tagesklinik findet von Montag-Freitag von 08.00 - 16.00 Uhr statt, jeden Montag wird gemeinsam gefrühstückt, am Freitag gibt es bevor es ins Wochenende geht gemeinsames Kuchen und Kaffee, ansonsten wird mittags das gelieferte Essen erwärmt und gemeinsam gegessen.

An den Vormittagen findet viel Ergotherapie statt, wo man zwischen verschiedenen Angeboten wählen kann wie z.B Weben, Nähen oder Holzwerkstatt.

Die Ausrichtung der Tagesklinik ist tiefenpsychologisch.

Therapien: Einzeltherapie, Sport, allgemeine Gesprächsgruppen, Bezugspflegegespräch, PMR, Kunsttherapie, Psychoedukation, Sozialdienstgruppe, entweder Rollenspielgruppe oder "etwas zusammen unternehmen", Oberarztvisite (alle 2 W.)

Der Therapieplan ist laut Einsenderin gut gefüllt.

Viele Patienten bleiben mehrere Monate, es gibt eine enge Koorperation mit der Reha "grund.stein", einige Patienten wechseln dort hin im Anschluss.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: durch die eigene Lage ist es ziemlich gemütlich und ruhig, gut gefülltes Programm, tiefenpsychologischer Ansatz, evtl. viel Unterstützung zb mit Reha.

Kontra: die Oberärztin wirkt oft desinteressiert, fragwürdige diagnostik und diagnosestellung, bei Entwicklungsstörungen massive fachliche Fehler, Druck und fragwürdiger Umgang mit patient*innen die andere Meinung/vorerfahrungen haben und/oder für sich einstehen oder anderweitig aus dem schema fallen.

In der TKW zieht sich der Grundsatz durch "das Team weiß" im Zweifelsfall auch besser als man selber oder vorbehandler. Es werden oft Diagnosen geändert obwohl nicht standardmäßig dafür eine ausführliche diagnostik gemacht wird. Wer nicht in das System dort passt wird passend gemacht oder bei für sich einstehen entlassen (eine mitpat trotz akuter Suizidalität noch am selben Tag ohne auf ihre Bedenken einzugehen) Symptome die nicht der diagnostischen Meinung des teams entsprechen werden abgetan, ignoriert oder sie werden sogar als nicht existent geleugnet. Zu Entwicklungsstörungen (im erwachsenenalter) kommen fachliche falschaussagen auf dem Niveau von "Erwachsenen Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung gibt es nicht". Wer sich allerdings in der Interpretation des teams wiederfinden kann und in das System passt wird großzügig unterstützt. Die Oberärztin weigert sich Patientenrechte anzuerkennen. (ich kann vor dieser Oberärztin auch aus anderen Kontexten nur warnen). Die Dokumentation in der patientenakte ist verhältnismäßig ausführlich. Ich kenne nur Leute die entweder total zufrieden oder aber mit Folgeschäden rauskamen.


 

Montag, 23. Januar 2023

Klinikum Nürnberg Nord - Adoleszentenpsychiatrie - Station 34b

 Klinikum Nürnberg Nord - Adoleszentenpsychiatrie - Station 34b


 Es gab bereits vor einigen Monaten schonmal einen Beitrag zur Adoleszentenstation in Nürnberg, da die Station aber unbenannt wurde und sich auch vom Konzept her ein wenig verändert hat gibt es heute einen neuen Post.

Auf der Station 34b werden Jugendliche und junge Erwachsene von ca. 17-24 Jahren aufgenommen mit verschiedenen Krankheitsbildern wie Affektive Störungen, Erkrankungen aus dem schizophrenieformen Spektrum, Anpassungsstörungen und akute Belastungsreaktionen, suizidale Krisen sowie die Entwicklung von Persönlichkeitsstörungen.
Nicht aufgenommen werden junge Erwachsene die schwerpunktmäßig an einer Essstörung oder Suchterkrankung leiden, bei Borderline-Persönlichkeitsstörungen wird i.d.R auf eine andere Station im Haus verwiesen.

Die Station wird offen geführt. Es gibt 3-Bett Zimmer mit Gemeinschaftsbädern auf dem Flur.
Es gibt eine große Stationsküche sowie zwei Aufenthaltsräume, wo es auch einen Fernseher mit Playstation gibt.

Die Patienten werden um 07.30 Uhr geweckt, um 08.00 Uhr gibt es ein gemeinsames Frühstück, anschließend gibt es Therapien oder wenn man noch zur Schule geht kann man die Klinikschule besuchen. Um 12.00 Uhr gibt es Mittagessen, um 16.30 Uhr Abendessen, das kann man sich aber auch zurück stellen lassen und später essen. Um 20.00 Uhr gibt es eine gemeinsame Abendrunde, ab 22.00 Uhr ist Nachtruhe.

Therapien: Einzeltherapie (1-2x die Woche), 2x w. ärztliche Visite, 1x w. Pflegevisite, Musiktherapie, Ergotherapie, Gestaltungstherapie, Bezugspflegegespräch, Gruppenangebote (Achtsamkeit, Psychoedukation, Gartengruppe, Männergruppe, Frauengruppe, Kochen, Stressbewältigung, Skillsgruppe, Wohlfühltagebuchgruppe), Singen, Sport, Körpertherapie

Man kann jeden Tag von 16.00-20.00 Uhr in den Ausgang, ansonsten zwischen den Therapien aufs Gelände. Wenn man morgens verschlafen hat und es nicht zur Morgenrunde geschafft hat hat man eine Ausgangssperre für den Tag.

Ab dem zweiten Wochenende kann man in eine Belastungserprobung gehen, jeweils von Samstag 08.00 Uhr bis Sonntag um 20.00 Uhr.

Sein Handy darf man durchgängig haben, es gibt kein WLAN auf Station. Rauchen ist erlaubt.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: sehr gute Therapeuten, die Pflege nimmt sich viel Zeit für jeden Patienten (Spaziergänge, Gespräche etc.), gute Gemeinschaft zwischen den Patienten, gutes Essen (für Krankenhaus)

Kontra: einige wenige transphobe Mitarbeiter, schnelle Überforderung bei Dissoziationen (arbeiten grundsätzlich nicht mit Ammoniak), Überforderung im Umgang mit SVV

Ich würde die Station bei Depressionen und Angststörung empfehlen (habe selber Depressionen, eine Angststörung, BPD und PTBS), in den Bereichen hat es mir auch gut geholfen (besonders die Körpertherapie, Ergotherapie und der Umgang mit dem Mitpatienten), bei anderen Erkrankungen ist das Team extrem schnell überfordert (sie versuchen trotzdem viel). Es wird Wert auf Eigeninitiative gelegt und vor allem Selbstständigkeit (auch nach der Klinik) wird gefördert, sowie der Wechsel zwischen dem KJP und Erwachsenen Setting erleichtert. Wenn man sich destruktiv verhalten möchte (SVV, Essstörung etc.) wird Besserung in dem Verhalten aber kaum unterstützt, man muss schon bereit sein etwas ändern zu wollen und auch aktiv auf das Team zugehen. Besonders positiv empfang ich, dass nicht mit Mitteln wie Fixierung oder Time-Out gearbeitet wird und alles probiert wird um einer Verlegung auf die Geschlossene zu verhindern (z.B eingeschränkter Ausgang, alle 15 Minuten melden, Krisengespräche beim Therapeuten, mehrmals pro Tag Spaziergänge zu der Pflege)



(C) Fotos: Einsenderin

Donnerstag, 12. Mai 2022

Heiligenfeld Klinik Waldmünchen - Patientengruppe junge Erwachsene

  Heiligenfeld Klinik Waldmünchen - Patientengruppe junge Erwachsene

(C) Heiligenfeld Kliniken
 

Die Heiligenfeld Klinik Waldmünchen ist eine psychosomatische Fachklinik für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Erwachsene und Familien.

Die Behandlungsgruppe der Jugendlichen haben wir euch bereits in einem separaten Post vorgestellt, heute geht es um die Behandlungsgruppe der jungen Erwachsenen.

Aufgenommen werden dort junge Erwachsene von ca. 18-27 Jahren mit den verschiedensten psychosomatischen Krankheitsbildern wie z.B Depressionen, Zwänge, Traumafolgestörungen, Angststörungen, Essstörungen oder Persönlichkeitsstörungen.

Es gibt keine Stationen in der Klinik, die Zimmer sind über das ganze Haus verteilt, man wird aber in sogenannte Kerngruppen aufgeteilt, es gibt 2-3 Kerngruppen, wo ausschließlich junge Erwachsene drinnen sind. Jede Kerngruppe hat einen Therapeuten der gleichzeitig dann auch dein Bezugstherapeut ist.

Während die Einsenderin da war hatten aufgrund Corona alle Patienten ein Einzelzimmer.

Der Tagesablauf war komplett unterschiedlich und richtete sich nach den individuellen Therapien. Morgens war ab 6:30 Medikamentenausgabe, Frühstück von 8:10-8:55, Mittag von 12:40-13:10 und Abend von 18:20-19:00. Am Wochenende waren die Zeiten ein wenig anders.

Therapien: 2x w. Kerngruppe / Gruppentherapie (je 90 Min.), 1x w. Kerngruppe / Bindungstherapie, verschiedene Interaktionsgruppen (z.B Autonomie und Abhängigkeit oder Angst und Mut), Einstellarbeit, Musiktherapie, Selbststeuerung, freiwillige Meditation, 1x w. Plenum gemeinsam mit den Jugendlichen, Lebensführungstraining, Einzeltherapie, Beziehung und Kommunikation

Zum Thema Essen: Es gibt eine Essstrukturgrupoe mit Essbegleitung (in drei verschiedenen Phasen aufgeteilt) und speziellen Therapien (z.B auch Lehrküche). Dort kommt aber nicht jeder rein, um da rein zu kommen muss man zu 100% motiviert sein seine Essstörung aufzugeben schreibt die Einsenderin. 1x wöchentlich ist Wiegen.

Wegen Corona durfte kein Besuch empfangen werden oder Beurlaubungen stattfinden, ggf. hat sich das aber inzwischen wieder geändert schreibt die Einsenderin.

Das Handy darf man den ganzen Tag haben, soll es aber offizell erst ab 16.00 Uhr nutzen und natürlich nur in der Therapiefreien Zeit. Es gibt einen bestimmten WLAN-Bereich, manchmal hat man aber auch Glück und das WLAN reicht bis ins Zimmer, wie z.B bei der Einsenderin.

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
- einige Therapien (z.B. Einstellarbeit) sind wirklich gut und förderlich
- Patientengemeinschaft
- Die umliegende Natur
- man muss für sich selbst Verantwortung übernehmen
- in seiner eigenen Altersgruppe therapiert zu werden

Contra:
-oft sehr chaotisch (ausgefallene Therapien ohne Informationen, Raumwechsel, sehr oft Vertretung)
- Therapeuten, Ärzte und Pfleger arbeiten nicht als Team (es gab sehr oft Unstimmigkeiten und teils Diskusionen, auch vor Patienten)
- hatte das Gefühl absolut nicht ernstgenommen zu werden
- wenig Einzeltherapie

Insgesamt würde ich die Klinik eher nicht weiterempfehlen. Vor allem nicht bei Essstörungen. (Ich habe auch eine und es hat niemanden gejuckt. Habe in der ganzen Zeit in der ich da war zwei Mal im Speisesaal gegessen und ansonsten auf meinem Zimmer was eigentlich verboten war).

(C) Einsenderin

 

Donnerstag, 24. März 2022

LWL Klinik Gütersloh

 LWL Klinik Gütersloh

Zuständig für den Kreis Gütersloh

(C) LWL Gütersloh

In der Psychiatrie Gütersloh gibt es verschiedene Stationen:

Station A1: geschlossene Akutstation
Station A2: offene Aufnahme- und Behandlungsstation
Station A3: Aufnahme- und Behandlungsstation mit dem Schwerpunkt ersterkrankte Patienten
Station A4: Schwerpunkt Depressions-, Angst- und Zwangsstörungen
Station A5: Station für junge Erwachsene
Station A6: spezialisiert auf die Stabilisierung und rehabilitative Begleitung psychisch Kranker im Integrierten Maßregelvollzug
Station S1: Geschlossene Suchtstation für den Entzug
Station S2 / 1: qualifizierte Entzugsbehandlung und Rehabilitationsvorbereitung
Station S2 / 2: Sucht und komorbide Erkrankungen
Station S3: Entzug von illegalen Drogen

Außerdem gibt es 3 Gerontopsychiatrische Stationen und eine Psychosomatik Station.

Die Einsenderin wurde auf den Stationen A1, A4 und A5 behandelt

Zur Station A1:

Die Station A1 wird geschlossen geführt und nimmt Patienten in akuten Krisen mit Eigen- und/oder Fremdgefährdung auf. Es gibt Einzel- und Doppelzimmer.
Als Therapieangebot gibt es nur Visiten sowie Ergotherapie.
Sein Handy darf man durchgängig haben. Ausgang ist i.d.R nur in Begleitung gestattet.

Zur Station A4:

Auf der A4 liegt der Schwerpunkt auf Depressionen, Zwängen sowie Ängsten.
Es gibt Einzelzimmer sowie Dreibettzimmer. Es gibt Einzeltherapie, Gruppentherapie sowie Kreativtherapien. Man hat freien Ausgang und darf sein Handy durchgängig haben.

Zur Station A5:

Auf der Station A5 werden junge Erwachsene mit den verschiedensten psychiatrischen Erkrankungen aufgenommen. Es gibt ein Einzelzimmer, ansonsten 3-Bett Zimmer.
Es gibt Einzeltherapie, Gruppentherapie, Sportangebote und Kreativtherapie.
Sein Handy darf man von 16-23 Uhr haben, ab 16.00 Uhr kann man in den freien Ausgang.

Die Einsenderin schreibt:

A1:
Pro: Nette Therapeuten
Kontra: die Pflege, man wird schnell fixiert

A4:
Pro: manche nette Pfleger, nette Therapeuten, locker geführt, achten auf selbstständigkeit
Kontra: manche unfreundliche Pfleger, Kaum jemand zum reden da, keine guten Tipps wenn es einem schlecht geht

A5:
Pro: Nette Pfleger, gute Therapien, nette Therapeuten
Kontra: keine spezialisierte Therapien für einzelne Krankheitsbilder

Ich würde die A5 sehr empfehlen. Die A4 eher weniger und die A1 auch weniger.


(C) LWL Gütersloh

(C) LWL Gütersloh

(C) Einsenderin

Montag, 28. Februar 2022

Oberberg Fachklinik Düsseldorf Kaarst - Abteilung für junge Erwachsene

Oberberg Fachklinik Düsseldorf Kaarst
- Abteilung für junge Erwachsene

(C) Einsenderin

Die Oberbergklinik in Düsseldorf Kaarst ist eine Privatklinik (d.h Aufnahme i.d.R nur für privatversicherte Patienten möglich) und behandelt Erwachsene ab 18 Jahren.
Aktuell ist auch noch eine Kinder- und Jugendpsychiatrie vorübergehend im Gebäude untergebracht.

Es gibt eine extra Gruppe für junge Erwachsene von ca. 18-25 Jahre, in der die Einsenderin behandelt wurde, weshalb sich die folgenden Infos darauf beziehen.

In der Gruppe der jungen Erwachsenen sind ca. 6-9 Patienten, alle Patienten haben ein Einzelzimmer. Es gibt keine Stationen, sondern die Zimmer sind übers Gebäude verteilt also gemeinsam mit den Erwachsenen. In Zukunft soll die Abteilung für junge Erwachsene eine eigene Station bekommen, wenn die KJP wieder ausgezogen ist.
Die jungen Erwachsenen haben einen eigenen Aufenthaltsraum mit verschiedenen Spielen, Puzzeln etc.

Man kann sowohl vollstationär als auch teilstationär in der Gruppe der jungen Erwachsenen sein. Die teilstationären Patienten haben auch alle ein eigenes Einzelzimmer, wo sie sich tagsüber aufhalten können.

Behandelt werden im Prinzip alle Krankheitsbilder des jungen Erwachsenenalters wie z.B Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen oder Zwangsstörungen, wobei aber viel auf Eigenverantwortung basiert weshalb es mit Essstörungen im Untergewicht oder Erkrankungen die mit starkem oder häufigen Selbstverletzendem Verhalten einher gehen vielleicht eher schwierig dort ist.

Der Tag startet um 08.15 Uhr mit einer Morgenrunde, anschließend gibt es Frühstück (es gibt einen Speisesaal für alle Patienten mit Büffet-Form). Um 12.45 Uhr gibt es Mittagessen, um 18.30 Uhr Abendessen.

Therapien: 2x w. Einzeltherapie, 1x w. Arztgespräch (je nach Bedarf)., Gruppentherapie, Ergotherapie, Yoga & Entspannungsgruppe, Kunsttherapie, Kochgruppe (1x w), verschiedene Sportangebote (Laufgruppe, Spazieren gehen, Sportspiele, Pilates, Zirkeltraining), Achtsamkeitsgruppe, 2x w. Visite, Alpaka-Therapie

Teilweise kann man auch Hunde-Therapie oder Musiktherapie bekommen.

Es gibt einen Raum mit einem großen Fernseher, wo man abends gemeinsam einen Film gucken kann.

Bei Selbstverletzungen muss man eine Verhaltensanalyse schreiben.

Am Wochenende kann man nach Hause fahren für eine Nacht, es gibt Samstags und Sonntags Morgens immer eine kurze Visite mit dem diensthabendene Arzt für die Patienten die am Wochenende in der Klinik bleiben.

Sein Handy darf man durchgängig haben, man kann jederzeit in den Ausgang gehen (bis 22.00 Uhr Abends), muss sich nur kurz bei der Pflege abmelden.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: die Zimmer, Patienten alle im ähnlichem Alter, die Alpaka-Therapie, die Hunde-Therapie, die Therapeuten der jungen Erwachsenen, die Bewegungstherapeutin der jungen Erwachsenen, das Essen, gut gefüllter Therapieplan

Kontra: teilweise die Pflege, die Klinik liegt in einer Art Industriegebiet (dafür ist man aber schnell in Düsseldorf), man muss einiges an Stabilität mitbringen, da eben sehr viel auf Eigenverantwortung basiert

(C) Verfuß

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin