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Montag, 20. Februar 2023

Klinik Hohe Mark - Traumastation

 Klinik Hohe Mark - Traumastation

 

(C) Klinik Hohe Mark

Die Klinik Hohe Mark ist eine Erwachsenenpsychiatrie in Hessen mit den verschiedensten offenen sowie geschlossene Stationen für die verschiedensten Krankheitsbilder, vor einiger Zeit hatten wir schonmal einen allgemeinen Post zur Klinik. Die Stationen sind in verschiedenen Häuser über ein großes Parkartiges Gelände verteilt.

Heute geht es um die Traumastation (Station Feldberg 4). Aufgenommen werden dort Frauen ab 18 Jahren mit einfachen oder komplexen Traumafolgestörungen. Außerdem werden Begleiterkrankungen wie dissoziative Störungen (bis hin zur dissoziativen Identitätsstörung), Depressionen oder Emotional-Instabile Persönlichkeitsstörungen mitbehandelt. Es werden Patientinnen aus ganz Deutschland aufgenommen. Es gibt 18 Behandlungsplätze. Während die Einsenderin dort war, war der Altersdurchschnitt bei ca. 30 Jahren, die jüngste Patientin war 19, die älteste um die 60.

Es gibt Doppelzimmer, nur für Privatpatienten oder in absoluten Ausnahmen sind auch Einzelzimmer möglich.

Um 07:00 - 08:00 Uhr gibts Frühstück als Büffett. Von 12:00 - 12:30 Uhr gibts Mittagessen.
Von 18:00 -19:00 Uhr gibts Abendessen auch als Büffett. Gekocht werden darf nur am Wochenende und nach Absprache. Am Wochenende darf man sich auch mal zu Mahlzeiten abmelden, muss dafür aber einen Zettel ausfüllen und spätestens einen Tag vorher einreichen

Es wird u.a mit EMDR und IRRT gearbeitet.

Therapien: Einzeltherapie (1x die Woche),
Bewegungstherapie, Musiktherapie, Tanztherapie, Theatertherapie, Gruppengesprächstherapie, GSK, Kunst- und Gestaltungstherapie, Maltherapie, Skillstraining, Psychoedukation, Achtsamkeitsübungen, Entspannungstherapie

Einige haben nach individueller Absprache auch noch andere Therapien wie z.B Innere-Kind Arbeit.  Jeden Freitagabend gibt es Kulturangebote wie Konzerte, Vorträge, etc.
Es gibt einen eigenen Fitnessraum mit Rudergeräten und Fahrrad-Crosstrainern

Es gibt wöchentlich eine Visite. Die eine Hälfte der Gruppe bekommt Einzelvisite und die andere Gruppe eine Gruppenvisite. Das wechselt wöchentlich.

Man bekommt zusätzlich zur Therapeutin eine Bezugsschwester/Bezugspfleger mit denen man auch wöchentliche Gespräche führt.

Es gibt Dienste die jeder mal gemacht haben muss. Die dauern zwei Wochen. Z.B. Wäschedienst, Essensdienste, Blumendienst, Kompostdienst,

Es gibt gewisse Voraussetzungen für die Aufnahme wie bei einer begleitenden Essstörung ein Mindest- Gewicht sowie ein stabiles Essverhalten, ein Ausstieg aus schädigenden Beziehungen und traumatisierenden Verhältnissen muss erreicht oder angestrebt sein. Außerdem muss für den Anschluss Zuhause eine ambulante Anbindung vorhanden sein oder zumindest in Aussicht sein und es darf in den letzten 3 Monaten vor Aufnahme keine stationäre psychiatrische Aufnahme gegeben haben. Es muss einen festen Wohnsitz geben und es darf keine laufenden Gerichtsverfahren geben. Eine akute Suchterkrankung, akutes gravierendes selbstschädigendes Verhalten, eigen- und/oder fremdgefährdenes Verhalten sowie psychotische Symptome stellen auch ein Ausschlusskriterium dar.

Oft wird ein Therapievertrag aufgestellt, wo z.B das Unterlassen von Selbstverletzendem Verhalten oder eine regelmäßige Teilnahme an den Therapien vereinbart wird sowie Konsequenzen und ggf. Entlassung bei Nicht-Einhaltung.

Sein Handy darf man durchgängig haben. WLAN gibt es in Form eines Zugangscodes der für 2 oder 4 Wochen gültig ist. Ersteres für 5 €, letzteres für 10 €. Es ist aber nicht das beste und stabilste Netz. YouTube/Streaming kann man eigentlich vergessen

Beurlaubung gibt es nur für ein Wochenende. Der sogenannte "Belastungsurlaub" um zu testen wie gut man Zuhause klar kommt. Für Weihnachten oder Neujahr machen sie auch mal ne Ausnahme. Ausgang ist jederzeit erlaubt solange man zu den Mahlzeiten erscheint und bis 21:30 Uhr wieder zurück ist.

Die Einsenderin schreibt:

Bis auf eine der psychologischen Therapeutinnen und wenige Kritikpunkte kann ich die Station und die ganze Klinik wirklich sehr empfehlen. Das Stationszimmer ist fast immer mit mehreren Pflegepersonen besetzt sodass man fast immer einen Ansprechpartner hat. Es ist auch gewünscht bei Problemem jederzeit das Gespräch beim Pflegepersonal zu suchen. Auch Kurzgespräche bei den Therapeutinnen sind fast immer möglich. Sie nehmen sich auch wirklich Zeit für einen und überziehen auch mal wenn nötig. Das Pflegepersonal ist sehr erfahren und gut ausgebildet. Sie legen auch Wert darauf die neusten Erkenntnisse der Forschung miteinzubeziehen. Leider gibt es wie überall auch Dinge die nicht so gut laufen. . Vor einer Person muss ich leider ausdrücklich warnen, da ich das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann über sie zu wissen und nicht zu warnen. Es handelt sich um die Therapeutin Fr. Dr. U. G. (aus Datenschutzgründen wird der Name hier nicht ausgeschrieben).  die noch nicht so lange auf der Station ist. Sie ist zwar schon quasi Inventar der Klinik Hohe Mark aber auf der Traumatherapiestation erst seit kurzem. Sie wirkt anfangs sehr freundlich und hilfsbereit aber wenn man sie mal etwas kennengelernt hat, zeigt sie ihre andere Seite. Sie mag ein toller Mensch sein aber sie ist noch nicht lange dabei mit Traumatherapie aber von ihrer zitiere: "fachlichen Kompetenz" sehr eingenommen. Sie hat zu mir und Mitpatientinnen Dinge gesagt die einfach fassungslos machen. Eine Patientin ist so retraumatisiert dass sie einen nervlichen Zusammenbruch hatte und Tage lang nicht mehr ansprechbar war. Insgesamt sind 3 Mitpatientinnen wegen ihr abgereist. In einer Gruppentherapie mit ihr sind mehrere Patientinnen disoziiert und eine bewusstlos geworden. Ja, es gab auch Beschwerden und auch Krisengespräche bei der Pflegeleitung mit ihr. Aber ich vermute nicht, dass sich so schnell etwas ändern wird. Ich hoffe einfach, dass sie wenigstens nicht mehr so viel Schaden anrichtet wie das wovon ich mitbekommen und teils selber erlebt habe. Wenn man akut depressiv ist, würde ich auch dringend von dieser Station abraten und eine Station die Depression behandelt empfehlen. Erstens sind die dort ebenfalls sehr gut und last but not least: alle Traumatherapeutinnen dort erwarten eine starke Grundstabilität. Insgesamt kann ich aber sagen: wenn ihr einen Platz bekommt schätzt euch glücklich und stellt euch entsprechend ein.
 
(C) Klinik Hohe Mark

(C) Klinik Hohe Mark

 

Dienstag, 27. Dezember 2022

Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn - Station Birkenhaus A

Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn - Station Birkenhaus A


Im Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn gibt es mehrere Stationen im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Erwachsenenpsychiatrie sowie Psychosomatik. Die Privatstation der Klinik sowie die Jugendstation der KJP und die psychosomatische Station haben wir euch bereits vorgestellt. Heute geht es um die Station Birkenhaus A.

Aufgenommen werden dort Patienten ab 18 Jahren mit Traumafolgestörungen (wie z.B Borderline-Persönlichkeitsstörung, (komplexe) Posttraumatische Belastungsstörung, dissoziative Störungen bis hin zur dissoziativen Identitätsstörung). Es gibt 22 Behandlungsplätze, es gibt 4 Doppelzimmer sowie 14 Einzelzimmer, davon befinden sich zwei Einzelzimmer in einem Nebengebäude (Haus am Kirschberg). Die Zimmer haben alle ein Waschbecken, Toiletten und Duschen befinden sich auf dem Flur. Während die Einsenderin dort war war die jüngste Patienten 19 Jahre alt, die älteste über 60.

Auf der Station gibt es einen großen Gruppenraum, einen kleinen, den Lichthof, wo man sich aufhalten kann, einen Fernsehraum und einen zur Station gehörigen Garten.
Ansonsten gibt es auf dem parkähnlich angelegten Gelände noch, neben weiteren Gebäuden, die andere Stationen beherbergen, einen Tennisplatz, einen Fußballplatz, ein Beachvolleyballfeld, ein Basketballfeld, eine Kegelbahn und Tischtennisplatten. Die Turnhalle und der MTT-Raum, sowie der Plenarsaal, in dem ein Klavier steht, und die Kegelbahn können nach Voranmeldung bei der Pflege in der Freizeit genutzt werden. Auf der Station gibt es zudem eine Patientenküche mit Herd, Backofen, Wasserkocher und Kaffeemaschine.

Jeder ist selber verantwortlich, morgens aufzustehen. Morgens holt sich jede*r die Medikamente für den Tag im Dienstzimmer, es sei denn, es gibt eine individuelle Absprache.
ontags früh ist immer eine Stationsversammlung, die therapeutisch geleitet wird, Dienstag bis Samstag früh gibt es eine kurze Morgenrunde mit der Pflege für organisatorische Absprachen.
Essen gibt es im Speisesaal im Hauptgebäude.

Es gibt in den ersten Tagen nach der Aufnahme eine pflegerische, eine therapeutische und eine medizinische Aufnahme, sowie die sogenannte Erstsicht durch den zuständigen Chefarzt. Dies dient einem kurzen Kennenlernen. Nach ca. 2 Wochen ist dann die Zweitsicht. In dieser wird mit der Therapeutin/ dem Therapeuten und dem Chefarzt die weitere Therapie geplant.

Die Station arbeitet psychodynamisch mit dem Schwerpunkt auf Gruppentherapie. Es werden verschiedene Traumatherapieformen angeboten, wie z.B die Bildschirmtechnik, narrative Expositionstherapie (NET) oder Imagery Rehearsal Therapy (IRT).

Die Therapiepläne sind sehr individuell. Freitags nachmittags werden die Pläne für die nächste Woche verteilt.

Mögliche Therapien: Einzeltherapie (2x 25 Min. oder während der Expophase 1x 50 Min.), 3x pro Woche Gruppentherapie, diverse körpertherapeutische Gruppen, 2x pro Woche Imaginationsgruppe, 1x pro Woche Stresstoleranzgruppe, Yoga, Nordic Walking, Tanztherapie, Qigong, HWS-Gruppe, therapeutisches Boxen, Ergotherapie, Musiktherapie und ggf. physiotherapeutische Einzelbehandlungen

Alle 2 Wochen ist Chefarztvisite, einmal wöchentlich ist medizinische Sprechstunde, wofür man sich anmelden kann bei Bedarf. Bei Krisen kann man sich über die Pflege für einen Kurzkontakt bei seinem Therapeuten anmelden.

Handy und Tablet/Laptop können genutzt werden außerhalb der Therapien, es sei denn, es gibt eine individuelle Absprache.

Ausgang ist nach Absprache mit der Therapeutin/ dem Therapeuten möglich, z.B. zum Spazierengehen in der Umgebung, nach Rosdorf mit den nächsten Einkaufsmöglichkeiten oder nach Göttingen. Beurlaubungen bzw. Belastungserprobungen gibt es im Einzelfall, aber in der Regel nicht jedes Wochenende.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt 12 Wochen, viele Patient*innen kommen auch mehrmals wieder zur Intervallbehandlung.

Die Einsenderin schreibt:

Das Gelände ist sehr schön. In einem großen Park sind einzelne Gebäude verstreut, die die Stationen, aber auch Funktionen beherbergen. Auf dem Gelände entspringt der Bach Rase. Dies wird genutzt, indem eine Wassertretstelle im Bachlauf angelegt ist. Diese wird gerne als Skill zur Anspannungsregulation genutzt.
Sehr positiv finde ich, dass weder SVV noch Suizidgedanken noch schwere dissoziative Zustände ein Hinderungsgrund für die Aufnahme sind. Sollte man sich im Verlauf der Behandlung selber verletzen, werden die Wunden versorgt, chirurgisch in einer Klinik in Göttingen, und man muss eine Verhaltensanalyse schreiben. Sollte es nötig sein, wird man für kurze Zeit ins Asklepios Fachklinikum Göttingen auf eine geschützte Station verlegt. Ich hatte von Anfang ein gutes Bauchgefühl. Das hat im Verlauf der Behandlung immer gehalten. Jetzt, nach 14 Wochen, gehe ich mit einem guten Gefühl nach Hause. Aber es ist auch eine erneute Aufnahme im nächsten Jahr geplant. Allgemein ist die Behandlung sehr am Patienten orientiert und individuell. Und es wird sich Zeit genommen. Wenn man bereit ist, aktiv mitzuarbeiten, kann man viel mitnehmen aus der Behandlung.




(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 26. September 2022

Traumazentrum Durbach

 Traumazentrum Durbach

(C) Traumazentrum Durbach

Das Traumazentrum Durchbach ist eine Privatklinik, spezialisiert auf Traumafolgestörungen. Teilweise können auch gesetzlich versicherte Patienten aufgenommen werden, die Verwaltung der Klinik unterstützt einem dabei.

Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren, die unter einer (komplexen) Posttraumatischen Belastungsstörung, Anpassungsstörung, dissoziativen Störungen (auch Dissoziative Identitätsstörung), Persönlichkeitsstörungen oder traumabasierten Angststörungen oder Depressionen leiden.

Jede*r Patient*inn hat ein Einzelzimmer mit Bad und Balkon, es gibt eine kleine Küche mit Mikrowelle, Kühlschrank und Kaffeemaschine. Die Station ist auf zwei Etagen eingeteilt, auf denen sich auch die Zimmer der Verwaltung, Ärztin und der drei Therapeutinnen befinden.. Bei diesen kann man jederzeit klopfen. Es gibt 15 Plätze. Die Klinik hat ein eigenes Schwimmbad.

Die Klinik arbeitet rein verhaltenstherapeutisch u.a auf Basis von DBT. Mit jedem Patienten wird ein individueller Behandlungsvertrag erstellt, welcher angepasst wird je nach Patient bezogen auf Selbstverletzung, Dissoziation und andere Kompensationsmechanismen.

Die Therapie ist in drei Phasen aufgeteilt und geht 12 Wochen (es kann aber auch verlängert werden):
1) Stabilisierung (Frühwarnzeichen erkennen, Traumata Landkarte erarbeiten, Skillsketten erstellen, Problemverhalten analysieren)
2) Exposition (EMDR, NET, CPT, PE, Konfrontation)
3) Entlassvorbereitung (Terminen ausmachen, Wiedereingliederung planen, Notfallplan erstellen)

Manche Patienten machen bei ihrem ersten Aufenthalt ausschließlich Stabilisierung und bleiben in Stufe 1 und kommen für die weiteren Stufen zu einem Intervall-Aufenthalt wieder.

Therapien: Einzeltherapie (insgesamt 150 Min. die Woche), Bezugsgruppe, Traumainfo- und Traumaskillsgruppe, Bezugspflegegespräch, Ergotherapie, Bewegungstherapie, Körperwahrnehmung, PMR, Imagination

Ab Stufe 2 kommen außerdem SKT, 5-Sinne Gruppe sowie Traumakunsttherapie dazu.

Die Ärzte können auch individuelle Therapien verordnen wie Wassergymnastik, Ergotherapie Einzel, Krankengymnastik, Akupunktur oder Sozialberatung.

Ausschlusskriterium für eine Aufnahme sind ein BMI von weniger als 17,5, aktive Abhängigkeit, verbale oder Körperliche Gewalt Gegenüber anderen (dazu zählt schreien, Türeknallen, Gewaltandrohung etc.) oder Selbstschädigungen, die operativ versorgt werden müssen oder lebensgefährlich sind.

Die Wartezeiten sind meistens recht kurz, ca. 1-4 Wochen.

Es ist möglich mit Assistenzhund aufgenommen zu werden, dieser darf in alle Einzeltherapien mit, bei den Gruppen hängt es ein wenig von den Mitpatienten ab. Es können auch Mütter mit Kindern aufgenommen werden bis max. 5 Jahren.

Die Klinik liegt mitten in der Natur, im Ort gibt es nur einen kleinen Edeka (15-20min Fußweg). Die nächst größere Stadt (Offenburg) erreicht man innerhalb von 20min mit dem Auto oder Bus.

Die Einsenderin schreibt:

Ich würde die Klinik weiterempfehlen. Ich hab eine kPTBS + DIS und oft sind Kliniken dann direkt abgewand, auch wegen der Selbstschädigung und hier geben die sich echt Mühe, dass man bleiben kann, versuchen Kompromisse zu finden, aber lassen dennoch nicht alles durchgehend. Aber man muss es wollen und darf nicht akut ein Problem haben (bis auf die PTBS), also bieten kein Programm für aktive Esstörungen an und auch bei Depressionen bei denen jemand nichts schafft und nur im Bett liegt wird es schwierig, aber sonst sind die echt gewillt zu helfen. Ein großes Manko ist das Essen und das die Pflege leider unterbesetzt ist (diese geben sich aber Mühe, den Mangel auszugleichen, indem jemand zb länger bleibt).


(C) Traumazentrum Durbach

(C) Traumazentrum Durbach

(C) Traumazentrum Durbach

Donnerstag, 28. Juli 2022

Gezeiten Haus Schloss Eichholz - Traumaklinik

 Gezeiten Haus Schloss Eichholz - Wesseling bei Köln - Traumaklinik

(C) Einsenderin

 Die Gezeiten Haus Klinik "Schloss Eichholz" ist eine Privatklinik (aufgenommen werden können daher Privatpatienten, Selbstzahler sowie teilweise Patienten mit privater Zusatzversicherung) und besteht aus drei Abteilungen: der Kinder- und Jugendpsychiatrie (9-21 Jahre), der psychosomatischen Traumaklinik sowie einer Tagesklinik.

Die Einsenderin wurde in der Traumaklinik behandelt. Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren, die durch ein traumatisches Erlebnis psychisch oder psychosomatisch erkrankt sind. Das äußert sich in Krankheitsbildern wie z.B (K)PTBS, dissoziativen Störungen (bis hin zur DIS), Depressionen, Angst- und Panikstörungen oder Somatoforme und psychosomatische Störungen.

Es gibt 19 Einzelzimmer sowie 6 Doppelzimmer (je nach Versicherungsstatus), einige Zimmer sind in einem Nebengebäude untergebracht, wo es auch Zimmer für Patienten mit (Assistenz-)Hund gibt. Die Klinik liegt eingebettet in ein großes Parkgelände.

Der Tag startet mit einer Qi-Gong Einheit, anschließend gibt es aktuell regelmäßige Corona-Tests (für geimpfte Patienten alle 2 Tage, für ungeimpfte jeden Tag), um 08.15 Uhr gibt es Frühstück. Die Vormittage und Nachmittage werden durch individuelle Therapien gestaltet, um 12.45 Uhr gibt es Mittagessen mit anschließender Ruhezeit. Um 17.20 Uhr findet ein gemeinsamer Tagesausklang statt, um 18.30 Uhr gibt es Abendessen.

Die Klinik verbindet Therapiemethoden der klassischen westlichen Medizin mit Methoden aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Als Traumakonfrontationsmethoden bietet die Klinik EMDR, Ego-State Therapie sowie Somatic Experience (ein körperorientierter Ansatz) an.

Therapien: Einzeltherapie (3x wöchentlich), verschiedene Gruppentherapien, Psychoedukationsgruppe, Achtsamkeitstraining, Tanz-, Musik und Gestaltungstherapie, Frauengruppe, TCM-Therapie: Qi Gong, Tuina, Akupunktur

(siehe Musterwochenplan, copyright dessen liegt beim Gezeitenhaus)

Es gibt auch einige "offene" Angebote wie begleitete Spaziergänge, therapeutisches Gärtnern, Spiele-Nachmittag etc.

Die Aufenthaltsdauer ist sehr individuell, viele Patienten machen eine Intervall-Therapie. Die aktuelle Wartezeit beträgt etwa 3 Monate.

Während Corona hatte meinen keinen Ausgang bzw. nur auf das Gelände, außerhalb Corona ist das anders. Man kann an den Wochenenden nach Absprache eine Nacht nach Hause. Handy darf man immer haben, soll es aber während den Therapien im Zimmer lassen und in den öffentlichen Bereichen nicht nutzen. Es gibt auch WLAN (aber nur zu bestimmten Zeiten).

Die Einsenderin schreibt:

Pro: Schönes Gebäude, Essen ist gut, vielfältiges Therapieangebot, Schöner park mit Hühnern, Parkmöglichkeiten, Kunsttherapie

Kontra: viel Ausfall an Therapien, Zimmer sollten erneuert werden, Schweigepflicht wurde mehrfach verletzt,  kritikunfähig , Therapeutenwechsel ohne Absprache, schlechte Kommunikation innerhalb der Pflege und zu den Patienten, es gibt keinerlei 'kontrollen' bzw die Pflege betritt niemals das Zimmer der Patienten, dadurch entsteht viel das Gefühl, Alleine gelassen zu werden bzw es kriegt keiner mit wenn was ist, man wird nicht richtig über die Kosten dort aufgeklärt, ausgefallene Therapien werden nicht nachgeholt müssen aber bezahlt werden, man wird nicht ausreichend vor Täterkontakten geschützt

Für mich persönlich hat es sich nicht gelohnt dort hin zu gehen und ich war 4 Monate dort. Das was mir versprochen wurde wurde nicht eingehalten und nicht das therapiert, weshalb ich dort war. Mir ging es danach schlechter als vorher, ich wurde auch entlassen ohne dass man sich darum gekümmert hat ob ich eine Anschluss Behandlung bekomme und wie meine weitere Situation aussehen soll. Die Klinikleitung hält sich gegenüber Familienangehörigen nicht an die Schweigepflicht und ist kritikunfähig.

Ich muss allerdings sagen, dass es auch Mitpatienten gab denen es dort gut geholfen hat und die zufrieden waren und es war ja auch nicht alles schlecht dort. Ich denke es kommt auch aufs Krankheitsbild ect an.
Es gab aber auch viele Patienten die ähnliche Probleme mit der Klinik hatten wie ich.
Ist also schwer zu sagen ob das positive oder das negative überwiegt.

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Gezeitenhaus
(C) Gezeitenhaus

Dienstag, 28. Juni 2022

Reha-Klinik Hüttenbühl

Reha-Klinik Hüttenbühl 
 
(C) Einsenderin

Die Reha-Klinik Hüttenbühl ist eine psychosomatische Rehaklinik und behandelt Patienten ab 18 Jahren mit den verschiedensten psychosomatischen Krankheitsbildern wie Somatisierungsstörungen, Angststörungen, Zwangserkrankungen, Affektive Störungen sowie Persönlichkeitsstörungen. Es gibt einen besonderen Behandlungsschwerpunkt auf (Komplexen) Posttraumatischen Behandlungsstörungen sowie dissoziativen Störungen (insbesondere auch dissoziativen Identitätsstörungen). Nicht aufgenommen werden Patienten mit einer Suchterkrankung,  psychotischen Symptomen oder eigengefährdenem Verhalten.

Es gibt 4 verschiedene Stationen mit ausschließlich Einzelzimmern.
Die Einsenderin wurde auf Station 4 behandelt, wo ausschließlich Patienten mit (K)PTBS und ggf. dissoziativen (Identitäts)störungen behandelt werden.

Alle Patienten werden in eine Bezugsgruppe eingeteilt (8-12 Personen), innerhalb dieser Gruppen hat man dann gemeinsam die Gruppentherapien.

Es gibt ein Schwimmbad in der Klinik.

Jeder Patient hat ein Postfach über das er jede Woche seinen individuellen Wochenplan erhält.

Die Klinik arbeitet mit tiefenpsychologischen und verhaltenstherapeutischen Ansätzen und arbeitet mit einem Modell, welches aus Modulen besteht: Achtsamkeit, Kreativität, Bewegung und Psychotherapie.

Therapieangebote: Achtsamkeit, Bewegungsgruppe, Körpertherapie, AquaFitness, Walkingtraining, Kreativtherapie, Back- und Kochwerkstatt, Musiktherapie, Gruppentherapie, Einzelpsychotherapie, Ernährungsberatung, Nichtrauchertraining, Hydrojet, Fango, Orthopädische Trainingsgruppe, Psychoedukation mittels Vorträgen, etliche Freizeitangebote (Intuitives Bogenschießen, Tonarbeit, Kreativer Tanz, Qi Gong etc.)

Sein Handy darf man immer haben und man kann außerhalb der Therapiezeiten kann man bis 23 Uhr rausgehen.

Als Voraussetzung für die Aufnahme muss man unterschreiben, dass man für die Therapiezeit keine Drogen oder Alkohol konsumieren wird, sich nicht selbstverletzen wird sowie keinen Suizidversuch begehen wird. (bei SVV/ Suizidversuchen wird die Behandlung beendet)

Die Aufenthaltsdauer beträgt je nach Kostenzusage etwa 5-8 Wochen.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: Extremst freundliches und kompetentes Personal von der Putzfrau bis zum Ärztlichen Direktor, Essen ist sehr lecker, Vielfalt an Therapien/Aktivitäten, Schöne Lage (Schwarzwald) aber nicht abgelegen, Angenehmer Umgang zwischen Mitpatienten (man ist automatisch per “Du”), Schönes Gebäude und Klinik-Gelände, Cooler und gut ausgestatteter Fitnessraum

Kontra: teils zu viele Termine, manchmal ein bisschen zu viel Modul Bewegung, manche Patienten fanden sie hatten zu wenige Einzelgespräche, das können wir aber nicht bestätigen (Anmerkung: wir da die Einsenderin unter einer DIS leidet), manchmal sind die Vorträge etwas langweilig

Wir würden die Klinik allen empfehlen, die wirklich an dem Kern ihrer Probleme arbeiten wollen. Es ist eine sehr intensive Therapie und man muss es wollen und sich darauf einlassen. Wir sind extrem zufrieden, es war sehr heilsam und eine gute Erfahrung, dass es auch solche Kliniken gibt


(C) qualitätskliniken.de

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

 

Montag, 18. Oktober 2021

Klinikum Wahrendorff - Tagesklinik für Frauen

 Klinikum Wahrendorff - Tagesklinik für Frauen

(C) Klinikum Wahrendorff

Im Klinikum Wahrendorff werden Erwachsene ab 18 Jahren mit verschiedensten psychischen Erkrankungen behandelt, es gibt geschlossene Stationen, einen Suchtbereich, einen allgemeinpsychiatrischen Bereich, eine Transitionsstation für junge Erwachsene, eine Psychotherapiestation, ein Traumazentrum sowie diverse Tageskliniken.
Außerdem gibt es verschiedene Wohnangebote, offene und geschlossene.
Sowohl die Stationen als auch die Wohnangebote verteilen sich über verschiedene Standorte der Klinik. Das Traumazentrum haben wir euch bereits in einem anderen Beitrag vorgestellt, heute geht es um die Tagesklinik für Frauen.

Die Tagesklinik befindet sich am Standort Ilten in einem schönen Park.

Aufgenommen werden Frauen ab 18 Jahren schwerpunktmäßig mit Depressionen, Angststörungen, chronischen Schmerzen oder Burn-Out. Da es eine extra Tagesklinik für junge Erwachsene gibt, schreibt die Einsenderin, dass viele jüngere eher in diese gehen und die meisten Frauen 25+ sind.

Die Therapiezeit ist von Montag bis Donnerstag 8:30-16:30 und freitags von 8:30-15:00.

Für Frauen die kleine Kinder zuhause haben können die Kinder während der Tagesklinik in einer mit der Klinik koorperierenden Kindereinrichtung unterbringen.

Therapien: Einzeltherapie, Umgang mit Gefühlen, PMR, Imagination, GSK, Lebenswelt
Schreibwerksrstt, Qi Gong, Trommeln, Körper Wahrnehmung, Gestaltungstherapie, Kreativgruppe, Info Gruppe seelische Erkrankungen, Konzentrationstraning, Sportgruppen
Lösungsorientiere Frauengruppe, Selbstwert, Genusstraning, Achtsamkeitstraning

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
Beim personal sind alle super freundlich, man kann jederzeit mit jemanden reden sie hören einem zu nehmen sich die Zeit die man braucht, die Therapien sind alle super hilfreich und wenn man sich drauf einlassen kann das hilft das einem ungemein, das Klima unter den mitpatienten ist total nett und jeder hilft einem wo man kann, die Frauen sind nur unter sich und es ist eine angenehme Atmosphäre, die Lage von der Klinik schön gelegen in einem Park,
Gute Anbindungen an den öffentliches Verkehrsmitteln, die Zeiten die man dort ist sehr hilfreich, die Therapeutin sind alle super man kann auch bei Bedarf

wenn es einem nicht gut geht seinen Therapeutin aufsuchen, dass die Länge wie lange man dort bleibt auf dich angepasst wird

Negativ gibt es nichts

Die Einsenderin würde die Tagesklinik auf jeden Fall weiterempfehlen

Freitag, 15. Oktober 2021

Zentrum für psychische Gesundheit Weißer Hirsch Dresden - Psychosomatik und Psychotherapie

 Zentrum für psychische Gesundheit Weißer Hirsch Dresden - Psychosomatik und Psychotherapie

Versorgungsgebiet: OA Loschwitz Seidnitz/Dobritz, OA Leuben, OA Prohlis

© Sven Ellger

In der Psychiatrie Weißer Hirsch gibt es verschiedene Stationen:

Station P1 - Akutpsychiatrie
Station P2 - Allgemeine Psychiatrie
Station P3 - Gerontopsychiatrie
Station P4 - Psychotherapie
Station P5 - Suchtstation
Station P6 - Depressionsstation
Psychosomatik Station

Die Einsenderin wurde auf der Psychosomatik Station behandelt.

Aufgenommen werden Patienten mit den verschiedensten psychischen Erkrankungen wie z.B Depressionen, Angststörungen, Schmerzstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Dissoziative Störungen, Essstörungen, Traumafolgestörungen, Zwangserkrankungen, Somatisierungsstörungen oder Verhaltensstörungen.

Die Patienten sind in Einzel-, Doppel- und Dreibettzimmern untergebracht.
(1 Einzelzimmer, 2x Dreibettzimmer, ansonsten Doppelzimmer)
Es gibt eine Patientenküche, wo man sich auch selber was kochen kann.

Die Patienten sind in 4 Settings / Behandlungsgruppen eingeteilt:
Gruppe 1: Gemischtes Setting (u.a Essstörungen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen)
Gruppe 2: Angststörungen, Depressionen, Zwangsstörungen
Gruppe 3: Traumafolgestörungen und Dissoziative Störungen
Gruppe 4: Schmerzstörungen und Somatisierungsstörungen

Die Einsenderin wurde in Gruppe 1 behandelt. Jede Gruppe hat ihren eigenen Aufenthaltsraum, auch die Mahlzeiten und Therapien finden in den jeweiligen Gruppen statt. Je nach Gruppe unterscheidet sich der Therapieplan. Jede Gruppe hat zwei zuständige Therapeuten.

Der Schwerpunkt in allen Gruppen liegt auf der tiefenpsychologischen und interaktionellen Gruppentherapie.

Therapien: 1x w. Einzeltherapie, 3x w. Gruppentherapie (je 75 Min.), 1× Visite in der Gruppe, 2× Körpertherapie, 1× Kunsttherapie, 1× Imagination, 1× PMR, 1× Musiktherapie, 1× Walken/joggen, Skillsgruppe

Laut Homepage gibt es als weitere Angebote (teils in den anderen Settings) noch weitere Angebote wie Essgruppe, Angstgruppe, Schmerzgruppe, Genusstraining, Yoga sowie Achtsamkeit.

Jeder Patient hat außerdem einen Bezugspfleger, mit dem man regelmäßig Gespräche hat.

Sein Handy darf man durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Die Klinik liegt direkt an
der Heide, gute Anbindung zu Einkaufsmöglichkeiten & sehr viel Platz um seinen Kopf frei zu machen. Also ich hatte sehr große Angst in die Klinik zu gehen, weil ich davor immer nur in der Uniklinik war und ich Probleme mit neuen Umgebungen habe. ABER... diese Klinik/ Station ist der Wahnsinn, wirklich. Das komplette Therapeuten Team ist sehr kompetent, verstänisvoll, einfühlsam. Aber das allergrößte Lob bekommt die Pflege! Noch nie habe ich so ein krasses Team erlebt wie dieses. Total Familiärer Zusammenhalt, 24/7 für einen da, sehr sehr sehr lieb und verständnisvoll. Ich war wegen Essstörung, Schwerer Depressionen, PTBS, Borderline da und in den 8 Wochen welche ich da war, habe ich so viel erreichen können. Ich fühle mich sehr gestärkt und habe Hoffnung, dass ich es schaffen kann. Seit meiner Entlassung gehe ich die Pflege noch recht oft besuchen, weil sie es einfach verdient haben. Sie leisten so tolle Arbeit.
Ein riesen Lob an diese Station. Und an alle: traut euch und meldet euch an, es lohnt sich!!

Samstag, 9. Oktober 2021

Rehaklinik Bad Glotterbad

Rehaklinik Bad Glotterbad

(C) Rehaklinik Glotterbad


Die Rehaklinik Bad Glotterbad ist eine Fachklinik für Psychosomatik, Psychotherapie und Innere Medizin und bietet Rehabilitationsbehandlungen für Erwachsene an.

Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren mit verschiedenen psychosomatischen Krankheitsbildern wie z.B chronische Schmerzen, Burnout-Syndrom, Angsterkrankungen, Depressionen oder Zwangsstörungen, es gibt besondere Behandlungsangebote für Essstörungen (Bulimie und Binge Eating), posttraumatische Belastungs- und Persönlichkeitsstörungen sowie Borderline-Persönlichkeitsstörungen. Außerdem werden internistische Störungen behandel, die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben können wie z.B Diabetis, Asthma oder Allergien.

Es gibt drei verschiedene Häuser mit verschiedenen Stationen, alle Stationen sind Krankheitsbild- und Altersmäßig durchmischt. Jeder Patient hat ein Einzelzimmer mit eigenem Fernseher, viele Zimmer haben einen eigenen Balkon. Die Klinik hat einen eigenen Fitnessraum, ein Schwimmbad und eine Sauna, die kann man jederzeit nutzen.

Vor Aufnahme muss ein Reha-Antrag gestellt werden.

Die Einsenderin hat am DBT-Programm teilgenommen (die Klinik ist zertifizierte DBT Klinik), wie lange man in der Rehaklinik bleibt ist unterschiedlich, die Einsenderin war 8 Wochen da. Es sind max. 8 Teilnehmer im DBT Programm. Die Klinik ist außerdem zertifizierte Traumatherapie Klinik (auch KPTBS und ggf. eine Dissoziative Identitätsstörung wird behandelt).

Therapien (im DBT Programm): 2x die Woche Einzeltherapie, Kunsttherapie, Körpertherapie, Achtsamkeitsgruppe, Skillsgruppe, Infogruppe, Bezugsgruppe, PMR, Akupunktur, verschiedene Sportangebote (z.B Gymnastik, Wandern, Therapeutisches Klettern)

Bei Bedarf können die Einzeltherapiestunden auch erhöht werden.

Für Patienten mit anderen Krankheitsbildern gibt es auch Angebote wie z.B tiefenpsychologische Einzeltherapie, Musiktherapie, Schmerzbewältigungsgruppe, Stressbewältigungsgruppe, Angstgruppe, Depressionsgruppe, Schmerzgruppe, Stabilisierungsgruppe für Traumapatienten, Ernährungstherapie, Essstörungsgruppe oder Diabetisgruppe. Für Traumapatienten wird auch Traumatherapie angeboten.

Die Einsenderin schreibt:

Da das eine Reha ist, muss man schon stabil sein. Es gibt zwar einen Therapievertrag, aber die Verantwortung liegt bei einem selbst, auch das Medikamentenmanagement. Bei Bedarf können aber jederzeit Absprachen getroffen werden. Man kann nach den Therapiestd. hingehen wohin man möchte und ist da komplett frei. Ein großes Plus sind die Behandler dort. Super nettes und empathisches Personal, was von Verständnis für einen geprägt ist. Außerdem ist in mein Zimmer nie einer reingekommen. Auf jeder Station befinden sich DBT geschulte Pfleger, die sich viel Zeit nehmen. Contra wäre vielleicht, dass man stabil sein muss, weil die eigene Station nicht immer besetzt ist. Das hat mir wiederum aber geholfen.




(C) Fotos: Einsenderin

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Klinikum Wahrendorff - Traumazentrum

 Klinikum Wahrendorff - Traumazentrum

(C) Klinikum Wahrendorff

 Im Klinik Wahrendorff werden Erwachsene ab 18 Jahren mit verschiedensten psychischen Erkrankungen behandelt, es gibt geschlossene Stationen, einen Suchtbereich, einen allgemeinpsychiatrischen Bereich, eine Transitionsstation für junge Erwachsene, eine Psychotherapiestation sowie das Traumazentrum.
Außerdem gibt es verschiedene Wohnangebote, offene und geschlossene.
Sowohl die Stationen als auch die Wohnangebote verteilen sich über verschiedene Standorte der Klinik.

Das Traumazentrum besteht aus dem stationären Bereich, einer Tagesklinik, einer Traumaambulanz und einer therapeutischen Wohngruppe für Frauen, die Angebote arbeiten eng miteinander verknüpft. Die Einsenderin wurde im stationären Bereich behandelt.

Der stationäre Traumabereich befindet sich am Standort Köthenwald, dort befinden sich auch einige Wohnprojekte des Klinikums, es gibt dort einen eigenen Kiosk und verschiedene Arbeitstherapeutische Möglichkeiten. Die Klinik hat auch einen eignen Fahr- und Krankentransportdienst. Die Traumastation befindet sich in einem eigenen Gebäude, welches ein ehemaliges Hotel ist. Daher sieht die Station überhaupt nicht nach Krankenhaus aus. Aktuell wird aber an einem Neubau gebaut, in den alle Stationen vom Standort Köthenwald gemeinsam einziehen werden.

Auf der Traumastation werden Erwachsene ab 18 Jahren aufgenommen mit Traumafolgestörungen, insbesondere komplexe Traumafolgestörungen in Kombi mit einer Borderline-Symptomatik als auch dissoziative Störungen bis hin zur Dissoziativen Identitätsstörung.

Auf Station gibt es 3 Einzelzimmer, der Rest sind Doppelzimmer (es gibt über 20 Plätze auf der Station). Jedes Zimmer hat ein eigenes Bad, es gibt zusätzlich noch ein Stationsbadezimmer mit einer Badewanne. Wer unbedingt ein Einzelzimmer will, wartet dementsprechend viel länger. Die Wartezeiten sind unabhängig davon ob man gesetzlich oder privat versichert ist. Da die Station wegen Corona eine Weile geschlossen hatte, schreibt die Einsenderin, dass die Wartezeiten momentan u.U besonders lang sind.

Die Patienten werden in zwei Gruppen eingeteilt, in denen die Gruppentherapien stattfinden.

In den Doppelzimmern ist immer ein Patient in Gruppe 1 und einer in Gruppe 2, damit man auch mal Rückzugsmöglichkeiten hat und nicht die ganze Zeit mit seinem Zimmernachbarn zusammen ist.

Die Behandlung auf Station gliedert sich in zwei Phasen: die Stabilisierungsphase sowie die Traumakonfrontationsphase. Die Station arbeitet nach dem DBT-Trauma Konzept, die Konfrontationsphase wird ergänzt durch verschiedene Traumatherapeutische Verfahren.

Die Stabilisierungsphase dauert i.d.R 6 Wochen. In dieser Zeit wird sehr an den Symptomen gearbeitet, es geht darum destruktive Verhaltensweisen zu verringern und zu lernen Dissoziationen, emotionale Krisen etc. selbstständig zu regulieren. Außerdem geht es um den Aufbau einer Vertrauensbasis mit der zuständigen Therapeutin und man bespricht wie eine Konfrontation abläuft etc.
Nur wenn man die Stabilisierungsphase erfolgreich absolviert, sich mit Skills auskennt, einen Notfallkoffer erstellt hat etc., kann man eine Traumakonfrontation machen. Ansonsten kann die Stabilisierungsphase beliebig oft wiederholt werden, bis man bereit ist in die Konfrontation zu gehen. Zwischen den einzelnen Intervallen müssen aber mindestens vier Monate Entlassung dazwischen liegen.

Die Konfrontationsphase dauert i.d.R 12 Wochen. In seltenen Fällen kann man wenn man bereits DBT gemacht hat und die Bedingungen erfüllt direkt in der Konfrontationsphase starten ohne vorher die Stabilisierungsphase absolviert zu haben. Die Konfrontation findet mittels der prolongierten Exposition statt, ergänzt durch IRRT. Die prolongierte Exposition heißt, dass man ein Trauma sehr detailreich aufschreibt. Das nennt man Drehbuch. Dieses Drehbuch wird dann aufgenommen. Einmal spricht man es selber auf und einmal die Therapeutin. Man kann sich dann selbst aussuchen, mit welcher Version man arbeiten will. Entweder mit der eigenen Stimme, mit der der Therapeutin oder man liest es. Es geht darum, dass man die Version wählt, die am meisten Emotionen auslöst. Der Sinn dieser Methode ist, dass man das Trauma emotional (in sensu) aufarbeitet. Dadurch kann das Trauma in die eigene Biographie eingearbeitet werden und es sollte nicht mehr krassen
Auswirkungen auf einen haben, da man es emotional verarbeitet.
Erst bespricht man das Drehbuch nur im Einzel, dann wird man es unabhängig vom Einzel hören müssen. Es fängt mit 1x am Tag am und kann bis zu 3x am Tag gesteigert werden. Dabei muss man ein Protokoll ausfüllen, in das man schreibt, welche Emotionen es ausgelöst hat, wie man damit umgegangen ist, ob "therapieschädigendes" Verhalten aufgetreten ist und wie man damit umgegangen ist. In der Konfrontationsphase ist es möglich, dass man für die anderen Therapien entschuldigt wird, sodass man daran nicht zusätzlich teilnehmen muss. Alleine die Konfrontation raubt sehr viel Kraft und ist höchst anstrengend. Man ist mit der Konfrontation durch, wenn das Trauma beim Hören/Lesen, wenig bis nichts mehr auslöst. Dann wird ein Abschiedsritual durchgeführt (z.B. das Drehbuch verbrennen). Bei verschiedenen Traumata kann auch die Konfrontationsphase wiederholt werden, hier dauert ein Intervall (sprich die Zeit Zuhause vor Wiederaufnahme) mindestens 6 Monate. Es wird darauf geachtet, dass man bei jedem Intervall den selben Therapeuten hat.

Für Patienten mit einer DIS wird das Programm etwas abgewandelt und angepasst, die Einsenderin weiss aber nicht genau wie.

Ein Therapietag startet Morgens um 08.00 Uhr mit einem Achtsamkeitsspaziergang oder traumasensitiven Yoga. Um 17.45 Uhr ist der letzte Termin mit einer Achtsamkeitsrunde. Die Einsenderin schreibt, dass man oft sehr viele Termine hat.

Das Essen ist Pflicht und gehört zur Therapie. Morgens und Abends gibt es ein Buffet und Mittags kann man sich aus fünf Mahlzeiten eine aussuchen. Das Essen wird in der Klinikinternen Küche gekocht und an alle Stationen sowie Wohnheime ausgeliefert.

Therapieangebote: 1x w. Einzeltherapie, 1x w. Oberarztvisite, 1x w. Bezugsgespräch, die DBT-Gruppen (Emotionsregulationstraining, Skillstraining, Achtsamkeitstraining, SKT, Überungsgruppe), Trauma-Infogruppe, Kunsttherapie, PMR, Imagination, Fantasiereisen, Aromatherapie, Psychoedukation, Sporttherapie

Die Sporttherapie findet im klinikeigenen Fitnessstudio statt, welches am Standort Ilten ist. Dorthin wird man mit dem klinikeigenen Fahrdienst hingebracht. Außerdem bietet die Klinik mehrere Sportangebote an wie Schwimmen, Joggen, Tischtennis, Fußball etc. Die Sportangebote sind stations- und wohnformüberschneidend. Jedoch ist es schwierig dort reinzukommen, denn man darf nur zu den Angeboten, die sich nicht mit der Therapie überschneiden. Da aber so viel Therapie am Tag ist, ist es kaum möglich.
Außerdem gibt es das Angebot der offenen Werkstatt, die wird von der Kunsttherapeutin geführt und dort kann man alles mögliche machen.


Am Freitag gibt es eine Vollversammlung. Dort ist dann jeder Mitarbeiter, auch der Oberarzt, und jeder Patient. Es werden über Probleme, Neuigkeiten etc. gesprochen und im Anschluss gibt's eine Achtsamkeitsübung. Dort werden auch die Dienste eingeteilt.

Jeder Mitarbeiter ist auf dem neuesten Stand der Therapie und jeder ist ausgebildet für DBT. Man bekommt seine Medikamente morgens für den ganzen Tag und muss diese eigenständig einnehmen. Nachts kommt niemand ins Zimmer. Der Nachtdienst macht gegen 21 Uhr eine Runde, um zu schauen, ob jeder da ist und wie es denen geht.

Nach der Therapiezeit, also ab ca. 18 Uhr. Kann man hingehen, wohin man will. Man muss sich halt ab- und anmelden und spätestens um 21 Uhr wieder da sein. Ab dem zweiten Wochenende kann man ins Wochenendtraining, aber man muss nicht.

Sein Handy darf man durchgängig haben, zu den Therapien muss es ausgeschaltet sein, es gibt kostenloses WLAN.

Die Einsenderin schreibt: Ich habe mich dort richtig gut aufgehoben gefühlt. Ich habe beide Phasen gemacht. Es hat mir richtig viel geholfen. Es war schwierig und hart, aber doch ganz sinnvoll. Ich kann die Station jedem weiterempfehlen und würde auch immer wieder dahin gehen. Die ganzen Mitarbeiter sind auf dem neuesten Forschungsstand und verstehen auch das, was sie machen. Ich hatte nie Zweifel. Jeder nimmt sich genügend Zeit für einen und unterstützen einen. Außerdem wird so wenig wie möglich mit Medikation gearbeitet. Zum Beispiel werden erst andere Dinge versucht ehe man Bedarf bekommt. Jeder akzeptiert die eigenen Grenzen und man kann über alles mit den Mitarbeitern sprechen. Für alles wird versucht so schnell wie möglich eine Lösung zu finden. Dort herrscht eine Atmosphäre, in der man auf jeden Fall neue positive Erfahrungen sammeln kann. Ich habe so viele Fortschritte machen können und bin seit dem vor allem mit meiner Suizidalität stabil geworden. Es waren für mich ganz wichtige Erfahrungen, die ich sammeln konnte. Dort wurde ich das aller erste Mal als kompletten Menschen wertgeschätzt, mit all meinen 
Stärken und Fähigkeiten. Ich konnte dort ein Stück weit Heilung finden.


Ich empfand alle als sehr kompetent und man kann wirklich zu jeder Zeit zu jedem hingehen. Auch kann man Kurzkontakte zu seiner Therapeutin bekommen. Jeder ist auch auf demselben Stand, was die Patienten angeht. Die Sozialarbeiterin oder die Kunsttherapeutin war immer auf demselben Stand wie meine Therapeutin und den Pflegern. Die Kommunitkation läuft dort sehr gut. Die Reinigungskraft ist außerdem auch sehr sensibel und weiß mit den Patienten umzugehen. Es ist immer dieselbe, die die Station putzt. Falls sie nicht da ist, dann kommt immer dieselbe Vertretungskraft. Die Sporttherapeuten wissen auch, wie sie mit den Patienten umzugehen haben. Außerdem nimmt immer dieselbe Person Blut ab und sie kann das richtig gut. Die Station liegt sehr ländlich, hat aber gute Busverbidnungen.










(C) Fotos und Videos: Einsenderin



Freitag, 1. Oktober 2021

Klinik Friedenweiler

 Klinik Friedenweiler
-
Privatklinik für Psychotherapie, Psychiatrie und Psychosomatik

(C) Privatklinik Friedenweiler

(C) Einsenderin

Die Klinik Friedenweiler ist eine Privatklinik für Erwachsene ab 18 Jahren und behandelt daher i.d.R nur Privatpatienten sowie Selbstzahler. Behandelt werden fast alle Krankheitsbilder, wie z.B Depressionen, Angststörungen, Bipolare Störungen, Traumafolgestörungen (auch komplexe PTBS und dissoziative Störungen), AHDS, Persönlichkeitsstörungen, psychosomatische Beschwerden oder psychotische Störungen.

Es gibt überwiegend Einzelzimmer sowie 9 Doppelzimmer und 2 Dreibettzimmer.

Es gibt zwar ein Überwachungszimmer, Patienten mit Eigen- oder Fremdgefährdung können aber nicht wirklich betreut werden weshalb die Klinik in Krisen mit der Psychiatrie Emmendingen zusammen arbeitet.
Eine Akutaufnahme ist im Notfall zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich, es sind aber genauso geplante Aufnahmen nach einem Vorgespräch möglich.

Insgesamt hat die Klinik Kapazität für etwa 80 Patienten, weshalb die Atmosphäre sehr familiör ist und man sich untereinander kennt. Die Patienten sind in drei veschiedene Gruppen eingeteilt. Innerhalb dieser Gruppen finden die Gruppentherapien statt. Jede Gruppe hat eigene Therapeuten, von denen einem dann einer zugewiesen wird, und einen Gruppenoberarzt.

Das Essen wird gemeinsam im Speisesaal eingenommen.

Es kommen verschiedene Psychotherapeutische Verfahren zum Einsatz wie z.B Verhaltenstherapie, interpersonelle Therapie, systemische Psychotherapie oder tiefenpsychologische Therapie.

Therapien: Einzeltherapie (2-4x die Woche), Gruppentherapie (4x die Woche), Oberarzt- und Chefarztvisite, Bewegungstherapie, Kunsttherapie, Bogenschießen, Achtsamkeitsgruppe, Walking, Tanztherapie, therapeutisches Boxen, Psychoedukationsgruppen, Musiktherapie, Traumagruppe

Für Traumapatienten wird EMDR angeboten. Bei Borderline Patienten kommen Ansätze der DBT zum Einsatz.

Es gibt sofern nicht anders abgesprochen keine Pflicht an Therapien teilzunehmen, jediglich die Einzeltermine und Visiten sind verpflichtend.

Man darf sofern nicht anders abgesprochen jederzeit raus, muss sich jediglich an-und abmelden und um 22 Uhr zurück sein.

Es gibt kostenloses WLAN.

Die Einsenderin schreibt:

Da die Klinik mitten im Hochschwarzwald liegt ist die Natur entsprechend sehr schön, ca. 45min von Freiburg entfernt.
Insgesamt würde ich die Klinik jedem empfehlen, der Verantwortung für sich übernehmen kann und wirklich an sich arbeiten will.
Ich persönlich habe mich in der Klinik sehr gut aufgehoben und ernst genommen gefühlt.


(C) Klinik Friedenweiler


(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

Schön Klinik Bad Arolsen - Team 11 (Trauma)

 Schön Klinik Bad Arolsen
- Team 11 (Trauma)

(C) bad-arolsen.de

Die Schön Klinik Bad Arolsen ist eine psychosomatische Fachklinik, im Team 11 werden Erwachsene ab 18 Jahren mit (komplexen) Traumafolgestörungen behandelt. Die Patienten sind nicht gemeinsam auf einer Station, sondern sind in Zimmern übers ganze Haus verteilt, man ist in ein Team eingeteilt, jedes Team hat einen Behandlungsschwerpunkt (in diesem Fall Trauma), mit seinem Team zusammen hat man die Gruppentherapien und einige spezielle Angebote wie z.B Psychoedukation zum jeweiligen Krankheitsbild. Das Essen findet gemeinsam mit allen anderen Teams im Speisesaal statt.

In der Regel gibt es Doppelzimmer, bei einer privaten Versicherung oder einer medizinischen Indikation gibt es auch Einzelzimmer.

Wenn begleitend eine Essstörung vorliegt gibt es einen Mindest BMI (meist 17-17,5) um ins Trauma-Team zu kommen, ansonsten muss vorerst ein Aufenthalt in einem Essstörung-Team erfolgen.

Die Traumabehandlung wird meist in 3 Phasen eingeteilt: Stabilisierung, Traumabearbeitung und Integration, manchmal geht man zwischen einer der Phasen auch in ein Intervall nach Hause und kommt dann wieder um eine weitere Phase abzuschliessen.

Ein Intervall dauert i.d.R 6 Wochen.

Der Therapieplan wird indivudell zusammen gestellt und kann u.a folgende Angebote umfassen:

Therapien: 2× Basisgruppe Psychotherapie, Indikativgruppe, Einzeltherapie, Bewegungstherapie, Nordic Walking, Ergometer, Joggen, Basisgruppe Sport, Emotionsregulations-Training, Kreativ-Therapie, Selbstsicherheitstraining, Musiktherapie, traumaspezifisiche Körpertherapie

Sein Handy darf man durchgängig haben, in den Ausgang kann man jederzeit außerhalb der Therapien.

Der Einsender schreibt:

Mir hat's sehr gut gefallen. Mein Therapeut war sehr erfahren und konnte mir viele Praxistipps an die Hand geben. In den Indikativgruppen wurde viel über die PTBS informiert, vermittelt und auch teils praktische Tipps mitgegeben, was den Umgang mit Gefühlen angeht. Die Sport- und Bewegungstherapien, sowie die Nutzung des Fitnessraums bieten einen sehr guten Ausgleich zu der ganzen "kopflichen" Arbeit.
Es wird individuell auf den Patienten eingegangen und in der wöchentlichen Leitungsvisite hat Mensch die
Möglichkeit mit dem Teamleiter, der Oberärztin und Stationsärztin die Fortschritte zu besprechen, wo es noch hakt und was dagegen unternommen werden kann.
Die Gegend ist sehr schön und man ist nach kurzem Fußweg direkt in der Innenstadt und hat dort quasi alle Läden, die man braucht.
Den einzigen Kritikpunkt, den ich aktuell habe, ist die vertrende Oberärztin.
Allerdings ist sie nur Vertretung, da der richtige Oberarzt der 11 jetzt länger krank ist. Und bei Medikamenten, die die Apotheke da nicht führt, kann es sehr schwer sein, diese zu bekommen.
Ich werde auf jeden Fall ein zweites Mal hingehen, da ich jetzt beim ersten Aufenthalt quasi nur die Basics an die Hand bekommen habe und beim nächsten Mal wird dann Konfrontation gemacht.

(C) Schön Klinik Bad Arolsen


Donnerstag, 30. September 2021

SRH Klinikum Karlsbad - psychiatrisches Zentrum

SRH Klinikum Karlsbad - psychiatrisches Zentrum 

(C) arcass

Im Klinikum Karlsbad gibt es zwei offen geführte psychiatrische Stationen:
Station Wiesental
Station Sternenfels

Außerdem gibt es eine Tagesklinik und eine Ambulanz mit verschiedenen Schwerpunkten (u.a Trauma).

Behandelt werden Patienten ab 18 Jahren, auf Station Sternenfels liegt der Schwerpunkt auf Schizophrenie, Autismus und ADHS, auf Station Wiesental werden Erkrankungen wie Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, Traumafolgestörungen, Ängste, Somatoforme Störungen, Zwänge oder dissoziativen Störungen behandelt. Die Einsenderin wurde auf Station Wiesenfels behandelt aufgrund einer PTBS, borderline und Depressionen.

Station Wiesenfels ist aufgeteilt in zwei Seiten: Seite Wiese und Seite Tal. Auf beiden Seiten gibt es jeweils 10 Doppelzimmer und insgesamt 10 Einzelzimmer für i.d.R privatversicherte Patienten für beide Seiten. Alle Zimmer haben eigene Bäder, außerdem gibt es ein extra Stationsbad mit Badewanne. Jede Seite hat einen Speiseraum, auf der Tal Seite gibt es zwei Aufenthaltsräume. Für jede Seite ist eine Oberärztin zuständig. Ursprünglich waren die Seiten mal nach Krankheitsbildern sortiert, momentan ist es aber sehr gemischt.

Therapieangebot: Einzeltherapie, verschiedene Gruppentherapien (u.a Traumabewältigungsgruppe
oder Depressionsgruppe), Musiktherapie, Bewegungs- und Sporttherapie,Ergotherapie, Konzentrative Bewegungstherapie (KBT), Boxen, Tiergestützte Therapie (Therapiehund), Jongliergruppe, Gestaltungstherapie, Biofeedback, Diary Card,Skills Gruppe, Stabi-Gruppe, SKT Gruppe, Achtsamkeitsgruppe, Selbstbehauptungsgruppe,
Neurokognitives Training, Morgenrunde, Visiten, Arbeitstherapie als Belastungserprobung und Vorbereitung für eine anschließende RPK (auch auf dem Klinikgelände)

Freizeitangebot: Freizeit-Ergo, Spaziergang mit dem Therapiehund, Qi Gong, Kraftraum, Tischtennis, Kicker, Sportbox( eingezäuntes Spielfeld mit Toren zum Fußballspielen&Co)

Man darf seinen Hund mitbringen, wenn er ein Assistenzhund ist.

Sein Handy darf man durchgängig haben.

Pro: nette und kompetente Pflege, nette Ärzte und Psychologen. Oberärztinnen sind auf Augenhöhe und nicht so Machthaberisch.

Man kann meistens relativ lange schlafen bis ca 8.15Uhr. Sehr gute Kommunikation unter Ärzten/Psychologen und Pflege. Großes Angebot der Arbeitstherapie. Direkt am Wald gelegen. Alles sehr modern, da Neubau. Intervall Therapie möglich.

Kontra: anfangs sehr wenige Therapien und sehr viel Freizeit. Schlechtes WLAN, Warteliste für versch. Gruppen. Teils lange Wartezeit bis zur Aufnahme.

Ich würde die Klinik auf alle Fälle weiterempfehlen. Besonders für Trauma und Borderline.


(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) arcass


(C) Einsenderin

(C) Einsenderin