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Montag, 15. September 2025

Schön Klinik Berchtesgadener Land - Abteilung für Zwangsstörungen

 Schön Klinik Berchtesgadener Land -  Abteilung für Zwangsstörungen


 

Die Schön Klinik Berchtesgadener Land hat eine Rehaabteilung für Pneumologie sowie einen Akutbereich für Psychosomatik. Aufgenommen werden in der Psychosomatik Patienten ab 18 Jahren, die unter Angststörungen, Essstörungen, Burn-Out, chronischen Schmerzen, Depressionen (auch chronische, es wird CBASP angeboten), Angststörungen (auch Soziale Phobien und Panikstörungen), Somatoformen Störungen oder Zwangsstörungen leiden.

Einen Beitrag zum Essstörungsbereich gab es bereits, heute geht es um die Behandlung von Patient*innen mit Zwangsstörungen.

Es gibt Einzelzimmer mit eigenem Bad für alle Patienten. 

Das Therapiekonzept arbeitet viel mit Expositionen. Diese werden im Einzel oder auch der Zwangsbewältigungsgruppe erarbeitet, dann eigenständig unter der Woche durchgeführt und in der Protokollgruppe und/oder dem Einzel nachbesprochen. Dadurch challenged man sich Woche für Woche und kann direkt darüber sprechen, was schwierig war. Allerdings setzt die Klinik auch viel auf Medikamente, da wird wirklich viel rumprobiert, welches Medikament passen könnte, weshalb man zT nicht soo gut auf die Therapie konzentriert ist wegen aufretenden Nebenwirkungen (Müdigkeit, ...) 

Therapien: Einzeltherapie (1x 50 Min.), Zwangsbewältigungsgruppe (2x 100 Min.),  täglich Gruppenvisite, Sport (3x 45 Min.), Entspannungsgruppe (Progressive Muskelentspannung oder QiGong),  Problemlösegruppe (quasi eine Art Selbsthilfegruppe mit Therapeut, 2x 90 Min.), Zwangsprotokollgruppe (hier kann man seine Expos mitteilen und wie es lief (symptombezogen)

Außerdem gibt es wöchentlich eine Oberarzt- und Stationsarztvisite (hier können Medikamente, körperliche Beschwerden etc. angesprochen werden) und 1x die Woche muss jeder zum Blutdruck messen und wiegen.

Individuell kann man auch noch an einer Klinikübergreifenden Skillsgruppe teilnehmen, die aber laut Einseinderin sehr oberflächlich ist und gemischt mit allen Krankheitsbildern. 

Die Wartezeit beträgt etwa 3-5 Monaten, der Aufenthalt dauert 12 Wochen, in Ausnahmefällen kann man nochmal um 1-2 Wochen verlängern. Es gibt auch die Möglichkeit einer Intervallbehandlung, sprich man kommt einige Wochen/Monate später wieder (dann allerdings nur noch für 6 Wochen), kann an Erlerntes anknüpfen und intensiver an den Dingen arbeiten, die Zuhause im Alltag vllt (wieder) schwierig waren.

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
Einzelzimmer, Kliniklage am Königssee, Zwangsprotokollgruppe, Schwestern/Pfleger sich eig alle nett, Intervalltherapie möglich, Sporttherapeuten alle Top, angemessen viele Therapien (weder zu viel, noch zu wenig), auf körperliche Beschwerden wird schnell eingegangen (zB durch Reiznadelmatte, Massagen, Physio, …)

Kontra:
Sauberkeit in der Klinik, Essen, viele unerfahrene Therapeuten/Ärzte, Verlängerungen werden nur selten gestattet, häufiger Medikamentenwechsel, zT unnötig vergebene Medikamente, zT wirklich unsensible Co-Therapeuten, begleitend andere (psychische) Erkrankungen wie zB Depressionen werden kaum beachtet (obwohl es auch ein Depressionskonzept gibt, welches man zT parallel mitmachen könnte).


(C) Schön Klinik

© Einsenderin

Montag, 13. Januar 2025

Bezirkskrankenhaus Bayreuth - Erwachsenenpsychiatrie - Station A3

Bezirkskrankenhaus Bayreuth - Erwachsenenpsychiatrie - Station A3

Im Bezirkskrankenhaus Bayreuth gibt es verschiedene Stationen für Erwachsene:

Stationen A2 und A3. (Akutpsychiatrie)
Stationen A 4.1 und A 4.2 (Psychotherapie und Psychosomatik)
Station A6: ozialtherapeutische Akutpsychiatrie ( psychosekranke Menschen)
Station A7: Klinische Sozialpsychiatrie ( psychosekranke Menschen)
Stationen A1 und A5: Depressionen
Station G1: im beschützten Setting Demenzerkrankungen und altersverwirrte Patienten
Station G2: halb offene, halb geschlossene Aufnahmestation und gerontopsychiatrische Akutstation
Station G3: Behandlung von Depressionserkrankungen im höheren Lebensalter
Station S1: Alkohol- und Medikamentenentzug
Station S2: beschützende Aufnahmestation bei Suchterkrankungen
Station S3: Drogenentzug
Station H: Psychiatrisch-Heilpädagogische Bereich, für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Einschränkungen der kognitiv-intellektuellen Leistungsfähigkeit, die vor dem Erwachsenenalter erworben wurde.

Die Einsenderin wurde auf der Station A3 behandelt. Die Station A3 gehört zur Akutpsychiatrie und ist eine offene Station für Erwachsene ab 18 Jahren mit akuten psychischen Ausnahmesituationen. Es gibt 19 Behandlungsplätze.

Es gibt 3-Bett Zimmer, manchmal wenn die Station nicht voll belegt ist, ist man aber auch nur zu zweit oder sogar alleine auf dem Zimmer. Jedes Zimmer hat ein eigenes Bad.

Die Station verfügt außerdem über ein „Gemeinschaftsbad“ mit Badewanne, einen Aufenthaltsraum mit TV, einen Lichthof sowie einen Gruppenraum. Da es keine Küche gibt, muss man im Zimmer essen.

Die meisten Patienten bleiben nur kurz zur akuten Krisenintervention auf Station, weshalb es nur ein sehr kleines Therapieangebot gibt und die Patienten schnell wechseln.

Jeden zweiten Tag gibt es eine Morgenrunde, je 1x die Woche ist Gruppen- bzw. Ergotherapie und Einzel wird individuell ausgemacht. 1x die Woche kommt die Ernährungsberatung, für die man sich bei Bedarf (Unverträglichkeiten, Gewicht etc) anmelden kann.

Sein Handy darf man dauerhaft nutzen, außer bei den Therapien. Auch darf man (nach Absprache mit dem Therapeuten) die Station für bestimmte Zeiträume verlassen und Besuch bekommen.

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
-Schnelle Aufnahme ohne Wartezeit
-immerhin ein bisschen Therapie (für einen Akutbereich nicht selbstverständlich)
-helle Räume

Contra:
-3er Zimmer (ist schon heftig zum Teil)
-Essen (absolut nicht gut. Würde mir so oft es geht was bringen lassen)


(C) Fotos: Einsenderin

 

Montag, 16. Dezember 2024

Uniklinikum Erlangen - Psychosomatik Station P22

Uniklinikum Erlangen - Psychosomatik Station P22

(C) Uniklinikum Erlangen

 Im Uniklinikum Erlangen gibt es eine psychosomatische Station mit 22 Behandlungsplätzen. Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren mit verschiedensten psychosomatischen Erkrankungen wie Essstörungen, Depressionen, Angst-, Zwangs- & Persönlichkeitsstörungen, AD(H)S oder somatoforme Störungen.  Außerdem gibt es eine extra Gruppe für Post-Covid Patienten. Nicht aufgenommen werden Patienten mit Substanzabhängigkeiten, Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis, akuter Suizidalität oder Essstörungen bei einem BMI unter 13.

Die Einsenderin wurde schwerpunktmäßig wegen einer Essstörung behandelt.

Es gibt überwiegend Doppelzimmer mit eigenem Bad und Balkon, die beiden Einzelzimmer die es gibt (ohne Balkon), werden nur an Patienten vergeben, die einen bestimmten Grund haben, weshalb ein Doppelzimmer für sie schwierig ist. Die Zimmer werden willkürlich eingeteilt, also ist es nicht selten dass sich 20 jährige mit 60jährigen ein Zimmer teilen. Auch kann es sein, dass Bulimiker und Emetophobiker zusammen auf einem Zimmer sind. Die Zimmer werden täglich gereinigt.

Es gibt drei feste Mahlzeiten am Tag: Frühstück (07.30 - 08.30), Mittagessen (12.00 - 12.30) und Abendessen (18.00 - 18.30). Essstörungspatienten nehmen zusätzlich Zwischenmahlzeiten zu sich und essen am gemeinsamen Esstisch, der Mittags und Abends von Therapeuten oder jemandem von der Pflege betreut wird. Alle anderen können entweder gemeinsam im Aufenthaltsraum, im Zimmer oder bei schönem Wetter auch draußen auf dem Balkon essen.

Essstörungspatienten werden je nach BMI in verschiedene Programme eingeteilt, je niedriger das Programm, desto weniger Freiheiten hat man und bei desto weniger Therapien darf man teilnehmen. Das Essen muss (egal welcher BMI) immer ganz aufgegessen werden, wird das nicht gemacht bekommt man 24h Zimmerarrest, muss sein Handy abgeben und darf nicht bei den Therapien teilnehmen. Ziel BMI ist sehr individuell, aber mindestens 19.

Therapien: Einzeltherapie (1x 50 Min., 1x 25 Min.), Skillsgruppe (2x 50 Min.), Interaktionsgruppe (2x 90 Min.), Kunst- und Ausdruck (1x 165 Min.), Körper- und Bewegung (1x 165 Min.), Bewegung & Entspannung (2x 30 Min.)

Zudem kann man sich 1x/Woche bei der medizinischen Sprechstunde vorstellen, wenn man ein medizinisches Anliegen hat. Essstörungspatienten haben zudem 1x/Woche eine Essstörungsgruppe á 45min sowie eine Kochgruppe (an diesem Tag wird abends auch warm gegessen) Freitags trifft sich die gesamte Station zum Stationsforum, um die neuen Dienste zu losen und mögliche Verbesserungswünsche zu äußern. Am Sonntagabend erzählt jeder von seinem Wochenende. Neben den üblichen Therapien hat man die Möglichkeit in eine Bezugspflege zu gehen, mit der man individuell Termine vereinbaren kann (ca. 1-2 Termine pro Woche). Die Bezugspflege ist aber freiwillig, einige Patienten haben auch keine.

Ein Mal pro Woche ist Gruppenausgang, bei dem alle Patienten gemeinsam etwas unternehmen sollen. 2x/Woche ist fernsehfreier Abend, ansonsten steht der Fernseher im Aufenthaltsraum für Filmeabende bereit.

Durchschnittlich bleibt man etwa 8 Wochen auf Station, Post-Covid Patienten 5 Wochen. Manchmal wird verlängert. Die Ausnahme sind Essstörungspatienten, die im starken Untergewicht kamen, diese können länger bleiben.


Wenn der BMI unter 13.5 gerät, bei starken Selbstverletzungen, Suizidalität etc. oder nicht ausreichender Mitarbeit (zB Verweigerung von Mahlzeiten) wird man auf die geschlossene Station verlegt.

Die Wartezeit beträgt etwa 4-5 Monate.

Sein Handy kann man durchgängig haben, es gibt kostenloses WLAN im ganzen Haus. Besuch kann man jederzeit außerhalb der Therapien bekommen. Während seines Aufenthalts darf/soll man 2x übers Wochenende nach Hause fahren, um zu sehen wie es läuft. Das Wochenende wird in der darauffolgenden Woche nachbesprochen. 

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
-
Team (besonders die Pflege) ist top
- Essen ist lecker
- die Sauberkeit

Kontra:
- das zweite Einzel die Woche fällt oft aus
-
zum Teil Gruppen-/Zimmereinteilung
- zeitlichbegrenzte Behandlung





(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 24. Juni 2024

Bezirkskrankenhaus Landshut

Bezirkskrankenhaus Landshut
 
(C) BKH

Im BKH Landhut gibt es verschiedene Stationen für Erwachsene ab 18 Jahren:

Station 1.2: offene Krisenintervention
Station 1.3: Station für Borderline sowie junge Erwachsene bis 30 Jahren
Station 2.2: Schwerpunkt Psychosen
Station 2.3: geschützt geführte allgemeinpsychiatrische Intensivstation
Station 2.4 und Station 2.5: Suchterkrankungen (offen und geschlossen)
Station 4.2 und Station 4.3: Gerontopsychiatrie (offen und geschlossen)
Station 4.4: Depressionsstation
Station 4.5: Privatstation / Wahlleistungsstation

Die Einsenderin wure auf der Station 2.3 behandelt.
Aufgenommen werden dort Erwachsene ab 18 Jahren bis ca. 70 Jahren mit jeglichen allgemeinpsychiatrischen Krankheitsbildern (keine primären Suchterkrankungen), die sich in akuten Krisensituationen befinden die mit Eigen- und/oder Fremdgefährdung einher gehen und daher eine Behandlung in einem geschlossenen Setting erforderlich ist. Die Station wird geschlossen geführt. Man kann jederzeit notfallmäßig auf der Station aufgenommen werden.

Es gibt Doppelzimmer. Bei Überbelegung oder wenn „Sichtfeld“ (1:1 Betreuung) angeordnet hat kann man auch ein Bett auf dem Flur kriegen, die Einsenderin schreibt aber dass sich bemüht wird dass man schnellstmöglich ein Zimmer erhält. Es gibt ca. 25 Behandlungsplätze.

Frühstück gibt es unter der Woche um 07:30 Uhr - 08:30 Uhr. Samstags um 08:00 Uhr und Sonntags um 08:30 Uhr. Mittagessen findet um 12:30 Uhr - 13:30 Uhr statt & Abendessen um 17:30 Uhr - 18.30 Uhr. Es gibt Kioskzeiten die sind Mo, Mi & Fr von 10:00 Uhr -11:00 Uhr.

Therapieangebote gibt es nur stationsübergreifende, die auf freiwilliger Teilnahme basieren. Darunter Ergo-, Kunst-, Sportherapie. Montags und Freitags findet eine Oberarztvisite statt, aber man kann bei Anliegen auch jederzeit auf die Ärzte zugehen und nach einem Gespräch fragen. Es gibt auch Psychologen, die für ein Erstgespräch nach Aufnahme auf einen zukommen, auch die kann man danach selbstständig um ein Gespräch bitten. Die Pflege steht auch jederzeit für Gespräche zur Verfügung.

Bei Aufnahme werden alle Sachen durchsucht, unerlaubte Gegenstände (Glas, Scheren, Messer, Einwegrasierer etc.) und Wertgegenstände (Geldbeutel, Bargeld bis zu 40€) werden für einen aufbewahrt und bei Bedarf ausgehändigt.

Es gibt feste Besuchszeiten. Diese sind täglich von 08:30 Uhr - 12:00 Uhr, 15:00 Uhr -17:30 Uhr und 18:00 Uhr - 20:30 Uhr. Sein Handy darf man behalten, es gibt auch kostenloses WLAN über das BayernWLAN.
Es ist möglich Ausgang zu bekommen, das wird mit dem Arzt indiviuell abgesprochen. Es kann z.B. 30 minütigen (auch mehrmals täglich), stündlichen oder zweistündigen Ausgang geben. Außerdem kann es Stadt-Ausgang geben, bei dem man das Klinikgelände verlassen darf.

Die Aufenthaltsdauer ist sehr individuell, manche Patienten sind nur wenige Tage da, die meisten ein paar Wochen, einige auch mehrere Monate. Man kann teilweise auch nach einer Weile hausintern auf eine andere Station verlegt werden.

Die Einsenderin schreibt:

Meine Erfahrungen sind relativ positiv. Die Pflege und Ärzte sind alle sehr nett und bemüht. Manche Mitpatienten können mitunter anstrengend und bedrängend sein, aber wenn man sich um sich selbst kümmert und die anderen weitestgehend ausblendet, kommt man gut zurecht. Es ist eben eine geschlossene Akutstation. Das Essen ist auch in Ordnung. Es ist von Zeit zu Zeit nur echt ziemlich langweilig, weil es keinen festen Therapieplan gibt, aber hier ist vor allem ein Ort, zum runter kommen. Wenn man sich genug Beschäftigungsmaterial mitnimmt, bekommt man die Zeit gut rum. Mitunter kann es durch Mitpatienten lauter werden, man sollte gut auf seine Sachen aufpassen, da sie schnell geklaut oder verlegt werden können.



(C) Fotos: Einsenderin

Dienstag, 4. Juni 2024

Heiligenfeld Klinik Uffenheim

 Heiligenfeld Klinik Uffenheim


 Die Heiligenfeld Klinik in Uffenheim ist eine psychosomatische Klinik und behandelt Erwachsene ab 18 Jahren mit den verschiedensten psychischen Krankheitsbildern wie Depressionen, Angststörungen, PTBS, Burn-Out, Somatoforme Störungen, Dissoziative Störungen, Impulskontrollstörungen, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen oder Zwangsstörungen. Es darf keine akute Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegen zur Aufnahme.

Die Einsenderin wurde aufgrund einer PTBS und Essstörung behandelt.

Es gibt Einzel- und Doppelzimmer.

Es gibt drei feste Mahlzeiten, das Frühstück von 07.30-08.00 Uhr (an Feiertagen von 08.00-08.30 Uhr), Mittagessen von 12.30-13.00 Uhr und Abendessen von 18.00-18.30 Uhr.

Es gibt ein großes Therapieangebot, es wird individuell entschieden wer welche Therapien besucht, man kann auch Dinge ausprobieren und individuell entscheiden ob das zu einem passt.

Therapien: Einzeltherapie (1x 25 Min. die Woche), Kerngruppe (3x die Woche mit etwa 8-12 anderen Teilnehmern), Walking, Selbststeuerung, Bewegungstherapie, Meditation, Kreative Medien, Tanz- und Bewegungstherapie, Theatertherapie, Lebensführungsgruppe, Entspannung, verschiedene Indikationsgruppen (Depression und Lebensfreude, Trauma und Wachstum, Borderline und Selbstfindung, Sucht und Autonomie), Hochsensibilitätsgruppe, Schulter- und Nackenentspannung, Körperstruktur, Körperdynamatik, Transfergruppe, Rückenschule, Klinische Rythmustherapie, Heilsame Spiritualität, Heilraum Natur, Gartengruppe, Beziehung- und Kommunikationsgruppe, Boxsack-Therapie

Für Essstörungspatienten gibt es eine Essstrukturgruppe, die Einsenderin schreibt aber wenn man zu tief im Untergewicht ist oder viel "Kontrolle" braucht wird es schwierig, da bei Essstörungen der Fokus auf Eigenverantwortung liegt.

Es werden verschiedene Traumatherapieverfahren angeboten.

Man kann zur Krisenintervention aufgenommen werden (2 Wochen, nur für Patienten aus der näheren Umgebung) oder zur Langzeittherapie (Mindestens 6 Wochen).

Während der Aufenthalts darf man einmal in eine Belastungserprobung übers Wochenende fahren.

Patienten aus Bayern werden i.d.R deutlich schneller aufgenommen etwa innerhalb 4-6 Wochen, Patienten von außerhalb warten oft mehrere Monate bis hin zu einem Jahr.

Es gibt die Möglichkeit mit Haustier (Hund oder Katze) aufgenommen zu werden, dafür gibt es spezielle Zimmer und gesonderte Wartezeiten.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: Man wir total herzlich aufgenommen und die Therapeutin sind hier echt super lieb

Kontra: es gibt nur einen Pflegestützpunkt und da warte man meist immer sehr lange…










Montag, 4. März 2024

kbo-Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg - Station A3

 kbo-Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg - Station A3

Versorgungsgebiet: Landkreise Traunstein, Altötting, Mühldorf, Rosenheim und teilweise aus dem Landkreis Ebersberg. 
 
(C) kbo

 Im ko-Inn-Salzach-Klinikum in Wasserburg gibt es verschiedene Stationen darunter verschiedene geschlossen geführte Stationen (davon eine nur für Frauen mit einer Mutter-Kind Einheit), eine psychosomatische Abteilung mit 4 Stationen, ein Bereich für Gerontopsychiatrie, eine spezielle Station für  Menschen mit Intelligenzminderung und psychischen Erkrankungen, ein Suchtmedizinisches Zentrum. sowie das ZEPP (Zentrum für Psychose-Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen),

Die Einsenderin wurde auf der Station A3 (B2.2) behandelt.
Die Station befindet sich im Neubau und nimmt Patienten ab 18 Jahren in akuten Krisen auf, die u.a mit Eigen- und/oder Fremdgefährdung einher gehen. Die Station wird geschlossen geführt.

Es wird 24 Behandlungsplätze in Doppelzimmern mit eigenem Bad. Es gibt zwei Zimmer die als Überwachungszimmer dienen und einen Time-Out-Raum. Hinzu gibt es die Küche, wo man sich Rund um die Uhr Essen nehmen kann, jedoch sollten die Essenszeit en grundsätzlich eingehalten werden. Zudem gibt es zwei Aufenthaltsräume (einer mit Fernseher) und einen Raucher Bereich.

Da die Station keine Therapiestation ist und nur zur akuten Überwindung der Krise dient, gibt es wenig Angebote.

Therapieangebote: Einzelgespräche mit Psychologen auf Nachfrage, Ergotherapie, Outdoortherapie, Visite sowie Oberarztvisite

Die Aufenthaltsdauer auf Station variiert und ist individuell für jeden Patienten festgelegt, manche bleiben wenige Tage, andere mehrere Wochen. Nach Absprache ist es möglich nach Stabilisierung auf eine offene Station zur weiteren Therapie verlegt zu werden.

Das Handy darf man durchgehend haben und Ausgang gibt es in verschiedenen Stufen. Es gibt feste Besuchszeiten, wo Angehörige oder Freunde einen besuchen kommen können.

Die Einsenderin schreibt:
- neues Gebäude, sehr modern und schöne Zimmer
- super liebe Pfleger*innen
- als junge Person ist die große Alterspanne etwas komisch
- leider wenig Aktivitäten, daher viel Langeweile
- man gewöhnt sich schnell an den Ablauf und fühlt sich den Umständen entsprechend wohl
- für akute Krisenintervention weiterzuempfehlen




(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 26. Februar 2024

Kinder- und Jugendpsychiatrie Regensburg - Station 25F (Tagesklinik)

 Kinder- und Jugendpsychiatrie Regensburg - Station 25F (Tagesklinik)

Versorgungsgebiet: Komplette Oberpfalz 

(C) medBO

In der KJP Regensburg gibt es drei Stationen:


Station 25a: Kinderstation bis ca. 12 Jahren
Station 25b: Jugendstation
Station 25c: stationäre Kriseninterventionsstation

Außerdem gibt es drei Tagesklinik, eine Tagesklinik für
Kindergartenkinder (Tigerlilly), eine für Kinder bis etwa 12 Jahre sowie eine für Jugendliche (Station 25F).

In diesem Post geht es um die Tagesklinik für Jugendliche (Station 25F).

Aufgenommen werden Jugendliche von ca. 14-18 Jahren, es gibt 8 Behandlungsplätze. Behandelt werden alle Krankheitsbilder die in einem offenen tagesklinischen Setting behandelbar sind wie z.B Depressionen, Ängste, Zwänge, PTBS, Persönlichkeitsentwicklungsstörungen etc.

Es gibt eine Küche, einen Aufenthaltsraum, sowie einen Chill-Raum in der Tagesklinik.

Die Tagesklinik geht von Mo bis Do von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr und am Freitag von 7:30 Uhr bis 14:30 Uhr.

Jeder Patient erhält einen individuellen Therapieplan und ist dafür verantwortlich selbstständig rechtzeitig zu den Therapien zu gehen. Jeder Patient hat auch einen festen Bezugsbetreuer aus dem PED, mit dem man jederzeit sprechen kann.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapie, Musiktherapie, Bewegungstherapie, Ergotherapie, Yoga, Skillsgruppe, Achtsamkeit, Stadtfahrt (1x die Woche fährt man in die Stadt um einkaufen zu gehen)

Außerdem besucht man die Klinikschule. Montags und Freitags gibts eine Visite.

Wenn man gerade keine Therapien hat kann man bis zu 3x eine Halbe Stunde in den Ausgang gehen. Sein Handy kann man mittags eine Stunde während des Chill-Outs haben.

Die Wartezeit ist sehr unterschiedlich und geht auch nach Dringlichkeit. Die Aufenthaltsdauer ist individuell.

Die Einsenderin schreibt:
Ich kann die Tagesklinik nur empfehlen. Ich war 3 Monate in der Tagesklinik wegen schwerer Depressionen Panikstörung und SVV sowie einer PTBS.


(C) medBo

Montag, 8. Januar 2024

Schönklinik Roseneck - Haus Rosenheim - Station R2

 Schönklinik Roseneck - Haus Rosenheim - Station R2

(C) Schön Klinik

Am Standort Rosenheim der Schönklinik Roseneck gibt es 5 Stationen für gesetzlich versicherte Erwachsene:

Station R1: Essstörungen
Station R2: Angst- und Zwangsstörungen
Station R3: Depressionen und Angststörungen bei jungen Erwachsenen (18-35 Jahre)
Station R4: Traumafolgestörungen sowie Depressionen (Schwerpunkt Depressionen ab 30 Jahren) 
Station R5: Essstörungen

(die Stationen wechseln immer mal wieder welchen Schwerpunkt sie aktuell haben)

Die Einsenderin wurde auf Station R2 behandelt. Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren, die gesetzlich versichert sind und unter einer Angststörungen und/oder Zwangsstörung und ggf. Begleiterkrankungen leiden. Es gibt 23 Behandlungsplätze, davon 4 Einzelzimmer, 8 Doppelzimmer und ein Dreibettzimmer (hier werden meistens die jüngeren Patienten untergebracht), alle Zimmer haben ein eigenes Badezimmer.

Man hat etwa 2-4 Therapien pro Tag. Es basiert sehr auf Eigenverantwortung, sprich man muss morgens selbstständig aufstehen und zu den Therapien und Mahlzeiten rechtzeitig erscheinen. Es gibt 3 Essenszeiten, man kann zu einer beliebigen Zeit zwischen den genannten Zeiten zum Essen gehen:
Frühstück: 7:00-8:30 Uhr
Mittagessen: 11:30-13:00 Uhr
Abendessen: 17:00-19:00 Uhr

lle Mahlzeiten finden in Buffetform statt, welches 15 Minuten vor Ende der Essenszeit abgeräumt wird. Mittags gibt es jeweils ein Vollkost- und ein vegetarisches Menü sowie ein Salatbuffet.

Ab 23 Uhr ist Nachtruhe, Freitag und Samstag ab 23:30 Uhr. Dann müssen alle Patienten auf den Zimmern sein und die Co-Therapie aus dem Nachtdienst geht durch jedes Zimmer, um zu schauen, ob alle da sind.

Der Schwerpunkt auf der Station R2 liegt auf der Verhaltenstherapie in Form von Expositionen. Diese werden mit dem jeweiligen Bezugstherapeuten, der Co-Therapie, in einer stationsinternen Expositionsgruppe oder in Eigenregie durchgeführt. In Einzelfällen kann auch eine Behandlung in Form einer Schematherapie erfolgen.

Jeder Patient hat 1x wöchentlich 50 Minuten Einzeltherapie sowie jeweils 1x wöchentlich Gruppentherapien: ACT (50min.),Zwangsbewältigungtherapie -  ZBT (100min.), themenoffene Gruppe (100min.) und Zwangsprotokollgruppe (50min.). Alle weiteren Therapien werden individuell für jeden Patienten entschieden.

Mögliche Therapien: Gruppe sozialer Kompetenzen (GSK), Gestaltungstherapie, Sport- und Bewegungstherapie (z.B.: therapeutisches Klettern, Walking, Fitnessgymnastik, Ergometertraining, Entspannung und achtsames Körpererleben, etc.), tiergestützte Therapie mit einem Hund, Physikalische Therapie (Massagen, Physiotherapie, Reizstromtherapie, Ultraschall, Fango)

Samstags morgens gibt man in der Gruppe „Therapieziele Wochenende“ anhand eines zuvor ausgefüllten Blattes seine Ziele, Unternehmungen, etc. für das Wochenende an. Immer donnerstags findet die Stationsvisite statt. Dort trifft sich die gesamte Station, die Oberärztin, 1-2 Stationstherapeuten und ein Co-Therapeut ca. 50min lang, um wichtige Anliegen zu besprechen und Dienste zu verteilen. ca. alle 2 Wochen hat man eine Einzelvisite mit der Oberärztin, wo über den Therapieverlauf, Ziele, ggf. Medikation oder wichtige Anliegen gesprochen wird • zusätzlich gibt es immer wechselnde Freizeitangebote für die man sich in einer Liste wöchentlich neu eintragen kann. Z.B.: Yoga, Seelsorge, Tanzen, Filmabende, HandPan Workshops, Singen - alle diese Angebote sind freiwillig.

Im Haus sind immer Co-Therapeuten, bei denen man sich je nach Bedarf zwischen 8:00 und 20:00 Uhr für ca. 10 minütige Gespräche eintragen kann. Ab 20 Uhr übernimmt der Nachtdienst dringliche Gespräche.

Zwischen den Terminen darf man, wenn nicht anders mit dem Therapeuten besprochen, immer raus gehen. Abends muss man bis 22 Uhr wieder im Haus sein, denn da wird die Tür abgeschlossen. Morgens wird sie ab 6 Uhr wieder geöffnet. Sein Handy/Laptop/Tablet etc. darf man immer bei sich haben, es gibt WLAN.

Alle 2 Wochen darf man eine therapeutische Belastungserprobung (TBE) machen. Zwischen samstags 6 Uhr und sonntags 22 Uhr darf man dann nach Hause fahren.

Die Wartezeit beträgt etwa 6-8 Monate, wenn man aber angibt dass man auch kurzfristig anreisen kann (24 Stunden Liste) kann man oft auch schneller aufgenommen werden.

Die Aufenthaltsdauer ist individuell, aber beträgt etwa 12-16 Wochen.

Die Einsenderin schreibt:

Mir persönlich hat das Konzept der Klinik sehr gut gefallen. Nach mehreren anderen Klinikaufenthalten mit wenig Erfolgen konnte ich aus der Schönklinik viel mitnehmen. Durch das auf Zwangsstörungen spezialisierte Konzept, konnte ich nochmal viel mehr über die Erkrankung erfahren und es wurde sich auf Exposition fokussiert, welche anfangs auch therapeutisch begleitet wurden. Auch den Austausch mit Mitpatienten mit ähnlichem Krankheitsbild fand ich sehr hilfreich und spannend. Insgesamt ist das Therapieangebot breit gefächert und man hat deutlich mehr/spezifischere Therapien als z.B. in der Psychiatrie. Die Therapeuten/Ärte sowie die Oberärztin sind alle sehr freundlich und versuchen das bestmögliche zu tun um einem zu helfen. Wobei der Wille zur Veränderung natürlich von einem selbst aus kommen muss. Auch die Gespräche mit der Co-Therapie können hilfreich sein. Ein paar Mitarbeiterinnen der MZ (Medizinischen Zentrale) empfand ich und auch einige meiner Mitpatienten als unfreundlich, wobei man mit ihnen nur wenig zu tun hat. Nur zum Medikamente abholen oder bei medizinischen Untersuchungen. Alles in allem würde ich die Klinik auf jeden Fall weiterempfehlen, wenn man selbst den Willen zur Veränderung hat und relativ eigenverantwortlich seinen Alltag bestreiten kann.


(C) Schön Klinik


Montag, 20. November 2023

Tagesklinik Roth - Bezirkskliniken Mittelfranken

Tagesklinik Roth - Bezirkskliniken Mittelfranken

(C) Bezirkskliniken Mittelfranken 

Die Tagesklinik befindet sich direkt neben der Kreisklinik Roth, aber in einem separaten Haus. In dem selben Haus ist die Institutsambulanz.

Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren die aus Roth und Umgebung kommen mit verschiedensten psychiatrischen Krankheitsbildern wie z.B Depressionen, Borderline, Angststörungen, andere affektive Störungen, Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis etc.

Nicht behandelt werden Essstörungen (wenn man einigermaßen stabil ist von der ES her kann man trotzdem aufgenommen werden, aber diese Symptomatik wird dann nicht behandelt, aber man wird trotzdem 1x die Woche an einem zufälligen Tag gewogen) sowie Patienten mit akuter Eigen- und/oder Fremdgefährdung. Außerdem muss man stabil genug sein um die Zeit wo die Tagesklinik zu hat (Wochenende, Nachmittage, Abende, Nächte, Feiertage) im häuslichen Umfeld zu verbringen und jeden Morgen zur Tagesklinik zu kommen pünktlich.

Es gibt 24 Plätze.

Der Tag startet um 08.30 Uhr mit einer Morgenrunde jeweils in 3 Gruppen aufgeteilt, wo man erzählt wie der Tag gestern war. Um 12Uhr ist Mittagessen. Der Tag endet 15.45Uhr mit einer Abschlussrunde, wo man erzählt wie der heutige Tag war und was man heute noch macht. Die Nachmittage, Wochenenden sowie Feiertage verbringt man Zuhause im häuslichen Umfeld.

Es gibt verschiedene Therapien, welche in Gruppen aufgeteilt sind (Gruppe 1,2 und 3).
Die Tagesklinik arbeitet verhaltenstherapeutisch orientiert. Es gibt das Angebot am DBT Programm teilzunehmen.

Therapien: Einzeltherapie (1x die Woche), Ergotherapie, Entspannungstherapie, SKT, Fitness, Kognitives Training, Achtsamkeit, Aktivierung, Allgemeine Psychotherapie, Psychoedukation

Jeden Mittwoch Nachmittag gibt es eine Aktivierung die die Patienten alleine machen, z.b Café trinken gehen, zum rothsee gehen, Bogenschießen, ...

Jeden Montag ist Oberarztvisite. Es gibt die Möglichkeit Termine bei einer Sozialpädagogin zu bekommen, wenn man dort ein Anliegen hat.

In der Regel dauert eine Behandlung in der Tagesklinik vier bis sechs Wochen.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: Super nette Pfleger, Gute Gemeinschaft, gute Ablenkung durch viele Therapien aber auch Zeiten für Auszeit, Entspannungsraum um abzuschalten, es gibt ein Rotlicht, welches man benutzen darf

Kontra: Sehr schlechtes Essen, kleine Räume (z.b ein gruppenraum für 24 Patienten)

Ich bin gerade noch in der Tagesklinik und kann diese nur weiterempfehlen!! Sehr kompetentes Personal und man ist super aufgehoben dort


(C) Einsenderin

(C) Bezirkskliniken Mittelfranken

(C) Bezirkskliniken Mittelfranken

(C) Bezirkskliniken Mittelfranken

(C) Bezirkskliniken Mittelfranken

Montag, 2. Oktober 2023

LMU Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie München - Station B2

 LMU Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie München -  Station B2

(C) LMU München

In der Psychiatrie der LMU München gibt es verschiedene Stationen:

Station B1a: Privatstation
Station B1b: Schwerpunkt Affektive Erkrankungen
Station B2: Schwerpunkt Schizophrenie
Station B3: Schwerpunkt Emotional-Instabile PS und Bipolare Störungen
Station C0: Privatstation
Station C1: Depressionen und Angststörungen
Station C2 und C3: Akutstationen, geschlossen geführt
Station C4: Suchterkrankungen
Station D1: Adoleszentenstation, Schwerpunkt Schizophrenie
Station D2: Gerontopsychiatrie
Station I11: Akutpsychosomatik

Die Einsenderin wurde auf der Station B2 behandelt. Zur Station B3 gibt es bereits einen Beitrag.

Aufgenommen werden Patienten ab 18 Jahren mit schwerpunktmäßig psychotischen Symptomen sowie Schizophrenie. Es gibt einen besonderen Schwerpunkt auf Früherkennung von psychotischen Erkrankungen bei jungen Erwachsenen.

Es gibt 4-Bett Zimmer, jedoch sind manchmal nicht alle Betten belegt, weshalb es dann manchmal auch 2-3 Bett Zimmer sind. Es gibt 24 stationäre und fünf teilstationäre Therapieplätze.

Der Tag startet um 07.00 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück, anschließend gibt es verschiedene Therapieangebote. Von 11.30 - 12..00 Uhr ist Mittagessen. Ab 13.00 Uhr kann man wenn man in Kliniknähe wohnt und keine Therapien hat nach Hause fahren für ein paar Stunden. Um 17.30 Uhr gibt es Abendessen.

Therapien: Einzeltherapie, Ergotherapie, Gruppentherapien zur Psychoseprophylaxe, Sporttherapie, kognitive Therapie am Computer

Man kann ab dem zweiten Wochenende jedes Wochenende zuhause schlafen, wenn man es mit dem Arzt abspricht und nichts dagegen spricht. Sein Handy darf man durchgehend haben.

Die Wartezeit liegt meistens bei etwa 2 - 4 Wochen. Man bleibt etwa 4-6 Wochen auf Station.

Die Einsenderin schreibt:

Mir hat die klinik nicht wirklich geholfen, trotz das Pflegepersonal und die Mitpatienten größtenteil wirklich lieb waren. Die Gruppentherapien waren okay aber man wusste vieles schon, wenn man sich mit seiner Krankheit auseinandergesetzt hat. Der Oberarzt im speziellen war echt schlimm und man hat sich garnicht aufgehoben und ernst genommen gefühlt. Trotz es eigentlich eine reine Psychosestation sein sollte, waren auch ein paar da, die “nur” depressionen haben. das hat das bild dann ein bisschen geändert
 
(C) Einsenderin

(C) LMU München

Montag, 21. August 2023

Schön Klinik Berchtesgadener Land - Essstörungsabteilung

Schön Klinik Berchtesgadener Land - Essstörungsabteilung

(C) Schön Klinik

Die Schön Klinik Berchtesgadener Land hat eine Rehaabteilung für Pneumologie sowie einen Akutbereich für Psychosomatik. Aufgenommen werden in der Psychosomatik Patienten ab 18 Jahren, die unter Angststörungen, Essstörungen, Burn-Out, chronischen Schmerzen, Depressionen (auch chronische, es wird CBASP angeboten), Angststörungen (auch Soziale Phobien und Panikstörungen), Somatoformen Störungen oder Zwangsstörungen leiden.

Die Einsenderin wurde in der Essstörungsabteilung behandelt.

Die Essstörungsabteilung ist noch relativ neu und im Vergleich zu den Essstörungsabteilungen der anderen Schön Kliniken ziemlich klein und persönlich. Es werden alle Formen von Essstörungen behandelt.

Jeder Patient hat ein Einzelzimmer mit eigenem Bad, alle Patienten mit Essstörungen sind im Dachgeschoss untergebracht.

Um aufgenommen zu werden gibt es einen Mindest BMI von 14. Es gibt 3 feste Hauptmahlzeiten. Es wird ähnlich wie in der Schön Klinik Roseneck mit einem Tischsystem gearbeitet.

Tisch 1: alle Mahlzeiten werden betreut, während der Mahlzeiten wird man streng beobachtet, Blitzlicht mit Therapeuten davor und danach (auch am WE), 1 Essensbefreiuung auf Antrag möglich, Vorportionierung mittags, morgens und abends Buffet

Tisch 2: Versetzung nach Absprache mit Therapeutin und Co-Therapie, Bedingungen dafür sind immer aufessen und im grünen Bereich sein, 2 EB möglich, weniger Kontrolle, kein Blitzlicht am WE, Rest gleich zu Tisch 1

Tisch 3: Bedingungen für Versetzung gleich zu Tisch 2, eigenständiges Portionieren am Mittag, morgens/abends Buffet, kaum Kontrolle hohe Selbstständigkeit 3EB möglich

Tisch 4: keine Einschränkungen, Essen mit den sonstigen psychosomatik Patienten, keine Essenszeiten uvm.

Das Ziel ist es mindestens 700 g die Woche zuzunehmen, man wird in den roten (abgenommen), grünen (passend zugenommen) und goldenen Bereich mehr als genug zugenommen) eingeteilt. Wenn man im roten Bereich ist kann man Konsequenzen bekommen wie z.B ein Bewegungsvertrag, Zwischenmahlzeiten oder die 150% Portion bei den Hauptmahlzeiten. Für Essensbefreiuungen muss man mindestens im grünen Bereich beim Wiegen sein. Nach dem Essen gibt es ein gemeinsames 30 MIn. Chill-Out.

Therapien: Einzeltherapie (1x 50 Min.), Problemlösegruppe, Körper- oder Kunsttherapie, Achtsamkeit, Essprotokoll, medizinische Trainingstherapie / Walking / Gymnastik (ab BMI 18.5), individuelle Physio-/Ergotherapie, Massagen, Reiznadelmatte, Bäder, Essbewältigungsgruppe, Depressionsbewältigungsgruppe (nach Absprache), Soziale Kompetenz, Lehrküche

Die Therapie läuft in 2 "Phasen", zunächst geht es um das Essverhalten sowie ein stabiles Gewicht, im zweiten Schritt widmet man sich dann den Ursachen der Essstörung.

Sein Handy darf man durchgängig haben. Solange man keinen Bewegungsvertrag etc. hat kann man außerhalb der Therapien und Mahlzeiten jederzeit in den Ausgang.

Die Aufenthaltsdauer bei Essstörungen sind etwa 8-12 Wochen, in der restlichen Psychosomatik 6-8 Wochen. Die Wartezeiten sind meistens relativ kurz, allgemein in der Psychosomatik um die 3 Wochen, bei Essstörungen etwa 1-3 Monate.

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
- Klinik sehr gut
- schöne Umgebung
- kompetente Therapeuten
- gute Therapeuten
- viel Eigenverantwortung
- viele Freiheiten
- Top Zimmer
- kleine Essstörungsabteilung -> keine Massenabfertigung
- Einzelzimmer

Kontra:
- keine Traumabehandlung möglich

Ich würde die Klinik empfehlen, insbesondere für Leute ab einem BMI von 16 (durch die hohe Eigenverantwortung und wenig Kontrolle, haben viele unter 16 es nicht geschafft gegen die ES zu kämpfen und mussten gehen) oder für Leute die bereits vorher in einer anderen Essstörungsklinik waren und schon relativ stabil essen können und daher mit Eigenverantwortung und Freiheiten gut umgehen können.



(C) Foto: Schön Klinik


(C) sonstige Fotos: Einsenderin

Montag, 8. Mai 2023

Danuvius Tagesklinik in Ingolstadt

 Danuvius Tagesklinik in Ingolstadt


 In der Danuvius Tagesklinik in Ingolstadt werden Erwachsene ab 18 Jahren mit den verschiedensten Krankheitsbildern aufgenommen wie Angsterkrankungen, Depressionen, Essstörungen, PTBS, Persönlichkeitsstörungen, psychosomatische Erkrankungen, Schizophrene Erkrankungen sowie Suchterkrankungen nach Entgiftung.

Es gibt zwei Behandlungsteams, die offene-allgemeinpsychiatrische Gruppe (die Patienten "kommen und gehen", verschiedene Krankheitsbilder) sowie die geschlossene-Essstörungsgruppe (alle Patienten werden am selben Tag aufgenommen und entlassen, daurrt 10 Wochen, behandelt werden alle Formen von Essstörungen wie Anorexie, Bulimie, Binge-Eating). Es gibt max. 8 Behandlungsplätze in der Essstörungsgruppe. Der Mindest-BMI für die Essstörungsgruppe liegt bei 15.
Die Einsenderin wurde aufgrund einer kPTBS, Bulimie sowie Depressionen in der Essstörungsgruppe behandelt.

Das Programm wird individuell auf die Patienten abgestimmt, vor Beginn der 10 Wöchigen Therapie wird mit jedem Patientein ein Vertrag abgeschlossen, bei der Einsenderin z.B wurde ein Vertrag über das Halten des Gewichts vereinbart. Bei anderen Patienten ist es je nach Gewicht zuzunehmen, oder bei Adipositas Patienten abnehmen. Es gibt eine Gewichtskurve und man wird immer 1x in der Woche gewogen, um das Gewicht dort einzutragen dann wird gesehen ob man sich an den Vertrag gehalten hat. Erfüllt man 3x dem Vertrag nicht dann gibt es eine so genannte Therapiepause von 3 Tagen. Dannach darf man wieder im die Therapie kommen.

Die Therapie beginnt um 8 Uhr und Endet um 16 Uhr. Die Patienten aus der Essstörungsgruppe frühstücken gemeinsam (ohne Aufsicht, ohne Richtmenge), die anderen Patienten frühstücken noch Zuhause. Dann gibt es um 11 Uhr eine Zwischenmahlzeit die auch eigenverantwortlich in der Gruppe zusammen gegessen wird. Das Mittagessen ist um 12:30 Uhr und wird von Therpeuten oder der Pflege begleitet, hier wird anfangs das Essen von der Essbegleitung das Essen gereicht und hier gilt es sollte alles aufgegessen werden. Anschließend gibt es noch einen Nachtisch  der auch aufgegessen werden sollte.
Nach dem Mittagessen gibt es eine Befindlichkeitsrunde in der jeder Patient die Möglichkeit hat zu erzählen was ihm schwer oder leicht gefallen ist. Und um 14 Uhr gibt es eine erneute Zwischenmahlzeit, Abends wird dann eigenständig zu Hause gegessen, und um 21 Uhr soll man ein kleines Betthupferl zu sich nehmen, das kann ein Apfel, Banane, Joghurt etc sein.
Jeder schreibt ein Essprotokoll, was man gemeinsam mit seinem Therapeuten bespricht. Montags, Mittwochs und Freitags wird gemeinsam gekocht (mit der Pflege), man entscheidet in der Gruppe gemeinsam was gekocht wird, sucht ein Rezept raus und geht dafür einkaufen.
Morgens gibt es eine Morgenrunde und vor dem Heimgehen eine Abendrunde mit der Pflege wo auch Probleme Belastungen etc. angesprochen werden können.

Therapien: Einzeltherapie (1x w. 50 Min.), Gruppentherapie, Musiktherapie, Ergotherapie, Entspannungstherapie, Bewegungstherapie

Es sind jederzeit etwa 2-3 Pfleger auf Station, die für Gespräche oder sonstiges ansprechbar sind. Einmal wöchentlich gibt es Visite mit dem Chefarzt und dem Team wo man Dinge wie Medikation, Therapieerfolg eigentlich alles ansprechen kann. Die Klinik bietet einen Sozialdienst an der bei der Bürokratie hilft.

Der Therapieplan ist nicht so eng gesetzt, das heißt man hat zwischendurch auch mal 1-2 Stunden Zeit in denen man sich frei bewegen und die Klinik auch verlassen kann.
Die Fußgängerzone mit Einkaufsmöglichkeiten ist zu Fuß in 10 Minuten erreichbar.

Bei der Essstörungsgruppe besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Therapienetz Essstörung.

Sein Handy darf man behalten, während der Therapien soll es ausgeschalten sein.

Die Einsenderin schreibt:

Ich würde die Tagesklinik auf jeden Fall weiter empfehlen und werde bald auch erneut aufgenommen. Zumal die Klinik die einzige Tagesklinik in der Region ist die ein Angebot für Essstörungen hat. Alle sind wirklich nett, von den Therapeuten, Pflegern, Ärzten bis hin zu den Reinigungskräften. Zur allgemeinen Gruppe kann ich nicht viel sagen.

Donnerstag, 27. April 2023

Bezirkskrankenhaus Passau - Station 3

 Bezirkskrankenhaus Passau - Station 3 

(C) Foto: Daniela Blöchinger

 Das BKH Passau ist eine Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik und behandelt Erwachsene ab 18 Jahren. Es gibt insgesamt 60 volllstationäre Behandlungsplätze auf 3 Stationen sowie 2 Tageskliniken und eine Ambulanz.

Station 1: Allgemeinpsychiatrische offene Station

Station 2: Doppeldiagnosen (Suchterkrankung sowie weitere psychiatrische Erkrankung(en))
Station 3: geschlossene Station

Die Einsenderin wurde auf Station 3 behandelt. Aufgenommen werden dort Patienten ab 18 Jahren die mit Eigen- und/oder Fremdgefährdenen Verhalten zu tun haben. Manche Patienten sind mit einem Unterbringungsbeschluss untergebracht, andere Patienten sind für einen freiwilligen Krisenaufenthalt dort.

Es gibt überwiegend Doppelzimmer, ein Einzelzimmer sowie ein Überwachungszimmer mit Fenster zum Pflegestützpunkt. Es gibt einen Essraum mit TV und mit Küche, wo man sich jederzeit Wasser, Tee und Snacks holen kann. Dann gibt 2 Aufenthaltsräume, von denen einer einen Smart TV, eine riesige Ledercoach, einen Kickertisch und ein Bücherregal hat. Es gibt ein Rauchzimmer sowie ein (gesicherter) Balkon, auf dem auch geraucht werden darf.

Neben den drei Hauptmahlzeiten wird am Nachmittag Kaffee und Kuchen angeboten.

Therapien: Einzeltherapie, 1x w. Visite, Ergotherapie, Suchtgruppe, Akupunktur, Schneckentherapie

Man kann sich jederzeit am die Pflege wenden und einen Psychologen anfordern bei Gesprächsbedarf. Eine tiergestützte Therapie mit Hunden in der Klinik ist in Planung.

Zu Beginn des Aufenthalts kommt außerdem eine Seelsorgerin zu einem auf Station, die einen auch Gespräche anbietet. Nach Wunsch nimmt sie einen auch mit zu einem kleinen Gottesdienst.

Ausgang wird inviduell geregelt. Bei längerer Aufenthaltsdauer und keinem Ausgang gehen die PflegerInnen auch mit den PatientInnen gemeinsam spazieren.

Es ist möglich nach einer Stabilisierung auf die offene Station und/oder Tagesklinik verlegt zu werden.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: Die wirklich sehr leckeren Mahlzeiten, Sauberkeit, recht modern und die wirklich liebe, fürsorgliche Pflege, nette Ärzte

Kontra: Es sind gezwungenermaßen wirklich alle Krankheitsbilder zusammen, von Demenz über Depression zu Psychosen.

(C) Foto: Einsenderin

Montag, 20. März 2023

BKH Ansbach - Stationen 2.0 und 2.1

BKH Ansbach - Stationen 2.0 und 2.1

(C) BKH Ansbach

Das Bezirksklinikum Ansbach ist eine psychiatrische Klinik mit einer Abteilung für Kinder- und Jugendliche als auch für Erwachsene. Die Einsenderin wurde im Bereich der Erwachsenenpsychiatrie behandelt.

Im Haus 1 und 2 gibt es vier geschlossene Stationen (Stationen 1/1, 2/0, 2/1 und S2) eine dafür speziell für Sucht, die anderen sind allgemeinpsychiatrisch. In weiteren Häusern gibt es eine offene allgemeinpsychiatrische Station, zwei sozialpsychiatrischen Stationen (für Patienten mit affektiven- und schizophrenen Störungen), einer Psychotherapiestation im Haus 22 (schwerpunktmäßig für Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen, Zwangsstörungen und somatoformen Störungen) sowie eine Depressionsstation. Außerhalb gibt es Stationen im Bereich der Sucht- und Gerontopsychiatrie.

Die Einsenderin wurde auf der 2.0 und 2.1 behandelt. Beides sind allgemeinpsychiatrische Stationen und werden geschlossen geführt. Aufgenommen werden Patienten zwischen ca. 18-59 Jahren (ab dem Alter kommt man in den Bereich Gerontopsychiatrie), die sich in akuten Krisensituationen mit Eigen- und/oder Fremdgefährdung befinden, ein Krankheitsbild haben welches in einem geschlossenen Setting behandelt werden muss und/oder einen Unterbringungsbeschluss haben.

Es gibt Doppelzimmer bis hin zu 6-Bett Zimmern. Es gibt Isolations- und Überwachungszimmer, die Isolationszimmer sind Einzelzimmer, dort bleibt man aber nicht lange.

Unter der Woche gibt es jeden Tag 2mal Ergotherapie. Ansonsten Kunst-, Sport-, Musik- und Arbeitstherapie. Ausserdem hat man Visiten mit den Ärzten und Psychologen.

Sein Handy darf man durchgängig haben, außer man ist in Isolation oder in der Fixierung.

Man kann Ausgang bekommen, je nach Zustand, gerade am Anfang hat man meistens keinen Ausgang.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: Nette pfleger (die meisten), viel Ergotherapie

Contra: viele Fixierungen, meist laut und überbelegt, oft muss man auf den Gang schlafen

Viele Patienten bleiben hier sehr lange, und da jedes Krankheitsbild vor kommt, kann es sehr unangenehm und laut werden. Natürlich wird mit Fixierungen gearbeitet, aber diese können auch gut umgangen werden.
 




 (C) Fotos: Einsenderin