Posts mit dem Label Sucht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sucht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 2. März 2023

Asklepios Klinik Nord - Psychiatrie Wandsbek - Station W3

 Asklepios Klinik Nord - Psychiatrie Wandsbek- Station W3

Versorgungsgebiet: die Hamburger Stadtteile Hamm, Rothenburgsort, Farmsen-Berne, Rahlstedt, Jenfeld, Billstedt, Horn, Billbrook

(C) asklepios

 In der Asklepios Klinik Wandsbek gibt es 6 Stationen:

Station W1: Kriseninterventionsstation (geschlossen)
Station W2: Psychosen
Station W3: Persönlichkeitsstörungen, Traumafolgestörungen, qualifizierter Entzug
Station W4: Gerontopsychiatrie
Station W5: Depressionen und Ängste
Station W6: Kriseninterventionsstation (geschlossen)

In diesem Beitrag geht es um die Station W3.

Die Station W3 wird offen geführt. Aufgenommen werden Patienten ab 18 Jahren mit allgemeinpsychiatrischen Krankheitsbildern, der Schwerpunkt liegt auf Persönlichkeitsstörungen (insbesondere emotional-instabile), Traumafolgestörungen sowie Suchterkrankungen.
Um auf diese Station aufgenommen zu werden, sollte man anrufen und sich auf die Warteliste setzen lassen oder man kommt als "Notfall" durch die Aufnahme auf die Station.

Es gibt Doppelzimmer mit eigenem Bad. Zudem gibt es ein großes Patientenbad mit Badewanne. Außerdem gibt es einen Aufenthaltsraum mit einem Tischkicker, Spielen/Puzzeln und eine Sofaecke mit einem Fernseher. Auf der gleichen Etagen ist eine weitere Station, beide sind mit einem großen Aufenthaltsraum mit Tischtennisplatte und Fahrstühlen verbunden.

Der Speiseraum ist rund um die Uhr geöffnet und viele nutzen ihn als Aufenthaltsraum, da zu Coronazeiten die Patienten auf den Zimmern essen.

Es gibt die Möglichkeit einer Krisenintervention, Diagnostik und die Planung der Anschlusstherapie auf der Station. Die Klinik koorperiert eng mit der Asklepios Psychiatrie Ochsenzoll, weshalb Patienten zu einer längerfristigen Anschlusstherapie häufig an diese Klinik vermittelt werden, wo es spezialisierte Therapiestationen gibt z.B für Adoleszente, Borderline, Trauma, Sucht, Kombi Persönlichkeitsstörung/Trauma/Sucht etc.. 
Am Anfang des Aufenthalts bekommt man ein Therapieplan, man ist einer Gruppe zugeordnet (gelb, orange, rot). Die passenden Angebote sind dann angekreuzt, man ist an der Teilnahme verpflichtet. Außerdem kann man individuell mit der Ergotherapeutin besprechen ob man auch noch zusätzlich Angebote wahrnehmen kann, da es nicht täglich so viele Angebote gibt.

Die Visite findet einmal in einer Woche statt, in dieser sind alle behandelnden Psychologen, Ergotherapeuten, Sozialarbeiter, Pflegekräfte und Stationsärzte vertreten.

Einmal in der Woche hat man ein Gespräch mit einen der Psychologen, bei Bedarf kann man die Pflegekräfte und Ärzte für ein (Krisen)-Gespräch ansprechen.

Je nach Gruppe in der man eingeteilt ist gibt es Gruppen wie Skillsgruppe, Handswerksgruppe, Suchtgruppe, Kognitives Training oder SKT.

Es gibt Medikamentenausgabezeiten, Essenszeiten und Ansprechzeiten für die Pflegekräften, die Aushänge, hängen im Stationsflur. Es gibt keine Regelungen bzgl. Handy. Abgabe, aber es gibt Laptop und Fernsehzeiten.

Außerdem gibt es eine Ausgangsregelung: zwischen 8:00 - 20:00 Uhr hat man in der Woche 2 Stunden Ausgang, man muss sich aber austragen. Außerhalb dieser 2 Stunden, kann man sich auf dem Klinikgelände aufhalten.
Am Wochende gibt es folgende Regel: in der 1. Woche 2 Stunden, ab der 2. Woche 6 Stunden und ab der 3.Woche 12 Stunden pro Tag/ Feiertags.
-> nur in Absprache mit dem Pflegekräften möglich, Patienten im Entzug haben andere Regeln.

Die Einsenderin schreibt:


Die Pflegekräfte gehen professionell im Umgang mit Eigengefährdung um, man kann gut seine Gedanken/Probleme loswerden und kann gut Gespräche führen. Die Pflegekräfte sind spezialisiert auf verschiedene Aromen und Skills die bei Bedarf angeboten werden. Auch die Ergotherapeutin und die Psychologen gehen professionell und menschlich mit einem um, so wie die Pflegekräfte und Stationsärzte. Ich habe mich dort sehr gut aufgehoben gefühlt und konnte Konflikte auch mit den Pflegekräften, zeitnah lösen. Es gibt die Möglichkeit bei Eigen- und Fremdgefährdung auf den geschützten Bereich verlegt zu werden, bei Krisen kann man auch nachts mit dem AVD sprechen.








(C) Fotos: Einsenderin

Donnerstag, 28. April 2022

Kinderkrankenhaus auf der Bult Hannover - Kinder und Jugendpsychiatrie - Teen Spirit Island (Station 18)

Kinderkrankenhaus auf der Bult Hannover
- Kinder und Jugendpsychiatrie - Teen Spirit Island (Station 18)

(C) dpa

In der KJP vom Kinderkrankenhaus auf der Bult gibt es verschiedene Stationen. Einen allgemeinen Post haben wir bereits veröffentlicht, heute wollen wir euch etwas näher die Station 18, auch genannt Teen Spirit Island vorstellen.

Auf der Station 18 werden Jugendliche (theoretisch bis 21 Jahren) aufgenommen, die unter einer Suchterkrankung (legale (z.B Alkohol) sowie illegale Drogen (z.B Cannabis, Heroin, Amphetaminen), als auch Mediensucht) leiden sowie an ggf. komorbiden psychischen Begleiterkrankungen. Es gibt 18 Behandlungsplätze.

Die Station arbeitet in einem Phasenkonzept (Phase A (Aufnahmephase), B (Behandlungsphase) und C (Verselbstständigungsphase)), alle Phasen zu durchlaufen dauert ca. 5-6 Monate. Da die Einsenderin Phase C nicht mehr durchlaufen hat, gibt es hierzu wenig Infos.

Man startet in Phase A, wo man seinen Entzug startet sowie sich an den Stationsalltag gewöhnt.

Jeden Morgen muss man zusammen mit den Mitpatienten der eigenen Phase Putzen, der jeweilige Küchendienst muss dann eine Putzkontrolle mit den PED machen. Man Isst immer mit seiner Phase zusammen, Abendbrot, Mittag und Frühstück. Wenn man verschläft muss die komplette Phase eine halbe Stunde früher ins Bett, die B Phase darf in der Woche bis 22:30 Uhr Wachbleiben und die A Phase bis 21:30 Uhr am Wochenende verlängert es sich um eine Stunde.

In der A-Phase hat man 3x wöchentlich Gruppentherapie (a 45 Minuten), Phase B und C haben gemeinsam Gruppentherapie (2x 90 Min.), die Gruppentherapie ist Analytisch-interaktionell. In jeder Phase hat man dazu 1x wöchentlich Kunsttherapie sowie Einzeltherapie, jeden Freitag haben Phase A und B gemeinsam Sport. In allen Phasen wird ca. 3x die Woche joggen gegangen.  Ab der B-Phase bekommt man immer mehr Therapien und hat mehr Programm, jeden Freitag kocht die B und C Phase. Man geht einmal die Woche einkaufen zusammen mit dem PED für die A-Phase, die nicht mitbekommen darf bringt man dann auch Einkäufe mit. Für die A Phase gibt es zweimal im Monat am Mittwoch Bogenschießen, die B Phase geht einmal die Woche Klettern mit den PEDs. In der C Phase gibt es Donnerstag immer Suchtprävention mit einem PED. In der A Phase hat man unteranderem zweimal die Woche Akupunktur zur Entspannung und um den Suchtdruck zu reduzieren.

In jeder Phase besucht man die Klinikschule, in Phase A hat man alleine mit einen der zwei Stationslehrer Schule ab, ab Phase B hat man mit anderen Patienten gemeinsam Schule.

Am Anfang hat man 4 Wochen Kontaktsperre (in der Zeit darf man weder telefonieren noch Besuch empfangen), wenn man wieder Besuch bekommen darf findet der erste immer auf Station statt, der zweite auf den Bult Gelände und auf der Bult Wiese der dritte dann außerhalb der Klinik. Ab der B Phase ist es möglich eine Belastungserprobung zu machen bei der ersten kommt ein Mitpatient aus der B oder C Phase mit damit man nicht alleine durch muss und um zu schauen wie es klappt.

Am Wochenende kann man ein Antragsbuch schreiben und da kann man sich Wünschen was man mit der Phase und dem PED am Samstag und Sonntag gerne machen möchte. In der A Phase hat man am ersten Sonntag des Monats auch Besuch und die B und C Phase hat jeden Sonntag zusätzlich noch Besuch.

Ab 16 Jahren darf man bis zu 8 Zigaretten am Tag rauchen. 

Sein Handy darf man auf Station nicht haben. 
 
Die Einsenderin schreibt:

Die Therapie dort ist wirklich Anstrengend. Und es wird von einem viel abverlangt. Ich persönlich würde diese Station einfach nicht weiter empfehlen. Die Pfleger sind wirklich Nett und versuchen dir auch weiter zu helfen. Die meisten Therapeuten und Ärzte sind in Ihrer Wortwahl aber meist recht ungeschickt und es wirkt sehr Kalt und Hart. Einige Regeln in den Phasen finde ich persönlich unsinnig und gemein das es in der A Phase so wenig Freiheiten gibt. Ich habe mich darunter selbst sehr Unterdruck gesetzt. Sobald man 18 Jahre alt wird muss man sich wirklich anstrengen sonst wird man einfach Entlassen. Bei mir gab es nach Entlassung keine wirkliche Therapeutische Nachsorge. Aber für Leute die wirklich zu 100% Stabil sind und zu 100% Motiviert sind, scheint die Station das richtige zu sein. Bei mir hat es alles nur noch schlimmer gemacht als ich mitten in der Therapie entlassen worden bin.


(C) Kinderkrankenhaus auf der Bult

(C) Kinderkrankenhaus auf der Bult

(C) Kinderkrankenhaus auf der Bult


© Quelle: Philipp von Ditfurth

© Quelle: Philipp von Ditfurth

Donnerstag, 24. Februar 2022

Kinder- und Jugendpsychiatrie Weinsberg - Station JADE

 Kinder- und Jugendpsychiatrie Weinsberg - Station JADE

(C) KJP Weinsberg

In der KJP Weinsberg gibt es 5 Stationen:

Station 27 (Schulkindstation von 7-13 Jahren)
Station 51 (Therapiestation für Jugendliche)
Station 53 und Station 54 (Akutbereich)
Station 52 - JADE (Suchtstation für Jugendliche von 14-19 Jahren)

Einen allgemeinen Post über die KJP haben wir bereits, heute geht es um die Station JADE.

Auf der Station JADE ("Jugend auf drogenfreiem Erfolgskurs") werden Jugendliche von 14-19 Jahren aufgenommen, die eine qualifizierte Entzugsbehandlung von substanzgebundenen Drogen wünschen. Es gibt 10 Betten. Es gibt Doppelzimmer und ein Einzelzimmer.

Es gibt eine Tischtennisplatte und einen Billardtisch auf Station, auf dem Klinikgelände gibt es Tiere.


Die Behandlung gliedert sich in 4 Phasen:

Stufe 1 (1 Woche): keine Besuch, kein Ausgang, feste Zeiten zum Rauchen
Stufe 2 (2 Wochen): Ausgang mit dem PED, Besuch auf dem Gelände möglich, man darf sich selber einteilen wann man rauchen möchte
Stufe 3 (3 Wochen): Ausgang gemeinsam mit Mitpatienten, am Wochenende Tagesbeurlaubung bis 19.30 Uhr
Stufe 4 (3 Wochen): man darf alleine in den Ausgang, am Wochenende Zuhause übernachten

Therapien: Einzeltherapie, Ergotherapie, Bewegungstherapue, Krafttraining, Musiktherapie, Skillsgruppe, SKT, Anti-Agressions Training, Psychoedukation, Einkaufs- und Alltagstraining, Psychoedukation, Erlebnispädagogik, Physio & Logopädie, Hundetherapie, Akupunktur, Koch- und Backtraining

Außerdem gibt es eine Klinikschule und Arbeitstherapie. Zweimal die Woche gibt es Visite (1x mit dem Chefarzt, 1x mit dem Therapeutenteam)

Man darf 7 Zigaretten pro Tag rauchen.

Man bleibt ca. 9 Wochen auf Station.

Sein Handy bekommt man auf Station nicht, erst ab Stufe 3 in den Beurlaubungen Zuhause.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: es werden auch Patienten von außerhalb des Sektorgebiets aufgenommen, der Chefarzt und die Therapeuten sind super nett und kompetent, die meisten vom PED sind auch nett und fürsorglich, es gibt ein sehr breites Therapieprogramm, der Tag ist gut strukturiert, man hat ein enges Verhältnis zu den PED

Kontra: kein Handy, es ist ziemlich streng und ggf. bekommt man "Strafen", kein Besuch unter der Woche, Jungs und Mädchen müssen alles getrennt machen und darauf wird sehr stark geachtet

(C) BJW Architekten


Montag, 18. Oktober 2021

Kinder- und Jugendpsychiatrie zfp Südwürttemberg Weissenau - Station Clean.Kids

Kinder- und Jugendpsychiatrie zfp Südwürttemberg Weissenau
- Station Clean.Kids 

(C) ZfP

 Es gibt bereits einen Allgemeinen Post über die KJP in Weissenau sowie über die dort angebotene Stationsäquivalente Behandlung für Jugendliche und junge Erwachsene, heute wird es um die Station 2085 gehen, eine der beiden Suchtstationen.

Stationen:

Station 2081 (Kinderstation, 5-13 Jahre)
Station 2082 (13-15 Jahre)
Station 2083 (15/16-18 Jahre)
Station 2084 / CleanKick (Entgiftung und Entzug, 16-19 Jahre)
Station 2085 / CleanKids (Entgiftung und Entzug, 13-15 Jahre)

Die Einsenderin wurde wie bereits geschrieben auf der Station 2085 "clean.kids" behandelt.
Die Station nimmt Jugendliche von ca. 12-15 Jahren auf, welche Alkohol- und Drogenerfahrungen gemacht haben und an einer Suchterkrankung sowie ggf. begleitenden Erkrankungen (z.B ADHS, Trauma) erkrankt sind. Die Station befindet sich in einem Anbau der anderen Suchtstation (CleanKick, 16-18 Jahre), es gibt ein extra Gebäude abseits des regulären KJP Gebäudes.

Es gibt zwei Einzelzimmer sowie drei Doppelzimmer.

Morgens um 07.00 Uhr startet der Tag mit einem gemeinsamen Morgenspaziergang, anschließend gibt es ein Frühstück und eine Morgenrunde. Um 21.30 Uhr ist unter der Woche Zimmerzeit.

Therapien: Einzeltherapie, Bewegungstherapie, Entspannungstherapie, Ergotherapie, SKT, LOS-Gruppe (Leben ohne Sucht), Reittherapie

Man darf am Tag 5 Zigaretten rauchen falls m
an raucht (10.00,13.45,17.00.18.30.20.20), nach 2 wochen wird es immer jeweils um eine Zigarette reduziert.

Die Therapie dauert 12 Wochen. Während der gesamten Therapiezeit darf man kein Handy haben. Nach 4 Wochen darf man übers Wochenende nach Hause fahren und nach 3 Wochen kann man stück für stück Ausgang beantragen.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: Sehr nette PEDs, sehr gute Therapeuten, viele Angebote

Kontra: kein Handy, wenig Zigaretten, Zimmerzeiten

Ich kann es jedem der ein drogenproblem hat empfehlen, mir hat es selber sehr geholfen weil man auch auf danach vorbereitet wird.

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) ZfP

(C) ZfP




Mittwoch, 13. Oktober 2021

Kinder- und Jugendpsychiatrie Asklepios Klinikum Lübben

 Kinder- und Jugendpsychiatrie
Asklepios Klinikum Lübben

Versorgungsgebiet: Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald Lausnitz, Spree-Neißen, Stadt Cottbus

(C) Asklepios Lübben

In der KJP in Lübben gibt es verschiedene Stationen:

Station 3.1 – Jugendsuchtstation INSULA mit Akut- und Therapiebereich
Station 3.2 - Akut- und Aufnahmestation
Station 3.3 - Jugendstation ab 13 Jahren
Station 3.4 - Kinderstation
Station 3.5 - Therapiestation für Jugendliche

Einsenderin 1 wurde auf der 3.2 behandelt, Einsenderin 2 auf der 3.5

Die Station 3.2 wird geschlossen geführt und behandelt Kinder und Jugendliche in akuten Krisen mit Eigen- und Fremdgefährdung. Behandelt werden jegliche Krankheitsbilder des Kindes und Jugendalters. Es gibt 6 Doppelzimmer, eins davon dient als Überwachungszimmer und hat ein Fixierbett.

Therapien: Einzeltherapie, Ergotherapie, Bewegungstherapie, Gruppentherapie und Musiktherapie

An den Wochenenden kann man Tagesbeurlaubungen sowie Wochenendbeurlaubungen (Samstag - Sonntag) bekommen, je nach Zustand.

Sein Handy kriegt man im Ausgang, Ausgang muss man sich "erarbeiten", zunächst gibt es 30 Min. Ausgang mit dem PED, dann 1 Stunde Ausgang mit dem PED, 30 Min. Ausgang mit Mitpatienten bis man schliesslich 2 Stunden alleine in den Ausgang kann.

Die Station 3.5 ist eine offen geführte Therapiestation für Jugendliche, die Patienten sind aufgeteilt in zwei Gruppen, eine allgemeine Gruppe für jegliche Krankheitsbilder, sowie eine Gruppe für Patienten mit Essstörungen (Anorexie und Bulimie).

Die Patienten wurde in der Essstörungsgruppe behandelt, es gibt 7 Plätze dort. Es gibt Doppelzimmer und auf dem Flur insgesamt 4 Badezimmer mit Duschen und 4 Badezimmer nur mit Toiletten. Außerdem gibt es einen Snoezelraum auf Station, ein Sportraum sowie ein Badezimmer mit Badewanne. Jede der beiden Gruppen hat einen eigenen Aufenthaltsraum.

Es wird mit einem Stufenplan gearbeitet, die Therapien richten sich je nach der Stufe in der man sich befindet.

Mögliche Therapien: Einzeltherapie (1x w.), Gruppentherapie (1x w.), Bewegungstherapie, Ernährungstherapie, Spiegelkonfrontation, zwei verschiedene
Ergotherapien, Einkaufstraining, Musiktherapie, Entspannungsverfahren, Kreislauftraining, Kochen, Reiten, Schwimmen

Klinikschule hat man entweder auf Station oder mit steigendem Gewicht in der Klinikschule selber. Der Ausgang richtet sich ebenfalls nach dem Stufenplan.

Sein Handy bekommt man nur im Ausgang.

Einsenderin 1 schreibt:

Pro: Essen schmeckt ganz gut, Pfleger sind offen und verständnisvoll, Ergotherapie ist immer total entspannt und man kann dort machen was man möchte

Kontra: die Einzelgespräche (zu kurz und manchmal wird nicht richtig auf einen eingegangen), Bäder sind immer abgesperrt sobald eine Neuaufnahme kommt (was halt auf einer geschlossenen sehr oft der Fall ist), Aufenthalte sind viel zu kurz, man wird zu schnell entlassen und wenn man dann schnell wiederkommt soll man oft in eine Wohngruppe

Einsenderin 2 schreibt:

Pro: Regenduschen, schönes Klinikgelände, kompetente Therapeuten

Kontra: Personalmangel, teilweise nicht so freundliche PEDs








(C) Fotos: Einsenderin

Dienstag, 12. Oktober 2021

Kinder- und Jugendpsychiatrie Helios Parkklinikum Leipzig

Kinder- und Jugendpsychiatrie Helios Parkklinikum Leipzig

Versorgungsgebiet: Nordsachsen, Stadt Leipzig (Stadtteile Alt-West, Nordwest, Ost, Süd, Südost, West), aus dem LK Leipzig: Belgershain, Bennewitz, Böhlen, Borna, Borsdorf, Brandis, Deutzen, Elstertrebnitz, Espenhain, Frohburg, Grimma, Groitzsch, Großpösna, Kitzscher, Kohren-Sahlis, Lossetal, Machern, Markkleeberg, Markranstädt, Naunhof, Neukieritzsch, Otterwisch, Parthenstein, Pegau, Regis-Breitingen, Rötha, Tallwitz, Trebsen/Mulda, Wurzen, Zwenkau 

(C) Helios


In der Kinder- und Jugendpsychiatrie Helios Leipzig gibt es verschiedene Stationen:

Kinderstation
TSI (Teen Spirit Island, Suchtstation für Jugendliche)
Jugendstationen 1 und 2

Der Einsender wurde auf der Jugendstation (J1) behandelt, daher beziehen sich die Therapien etc. nur auf diese Station.
Die Jugendstation ist vom räumlichen her eine Station mit zwei Flügeln, Station / Flügel 1 (J1) wird geschlossen geführt und behandelt Patienten in akuten Krisensituationen, Station 2 (J2) offen und nimmt Therapiepatienten auf. Aufgenommen werden Jugendliche von 14-18 Jahren mit jeglichen Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters, abgesehen von Suchterkrankungen (diese werden auf der TSI Station behandelt). Es gibt einen Behandlungsschwerpunkt auf Essstörungen und Traumafolgestörungen.

Auf beiden Seiten gibt es nur Doppelzimmer mit eigenem Bad, abgesehen von einem Einzelzimmer, welches als Time-Out Raum genutzt wird.

Die Patienten sind in 4 Gruppen unterteilt, auf der J1 in die Intensivgruppe (Patienten mit stärkerer Überwachung) und Sozialtherapeutische Gruppe, auf der J2 in die Orientierungsgruppe und die Psychotherapeutische Gruppe. Der Therapieplan richtet sich je nach Gruppe.

Auf der J1 wird man um 06.30 Uhr geweckt, um 07.00 Uhr gibt es Frühstück, anschließend eine Morgenrunde und dann Therapien oder Klinikschule. 2x täglich gibt es einen Zimmerundgang, wo geguckt wird ob man aufgeräumt hat. Um 13.00 Uhr ist Mittagsversammlung, anschließend bis 14.30 Uhr Mittagspause. 15:30 ist Vesper, wo man sich Süßigkeiten aus seiner Box nehmen kann. Süßigkeiten im Zimmer sind nicht erlaubt.
18 Uhr ist Abendbrot. 18:45 - 19:30 ist Abendgestaltung

dessen Teilnahme Pflicht ist.
Ab 19:30 werden Eigenberichtshefte geschrieben, in denen man alle seine Gedanken reinschreiben. Dieses wird vom Therapeuten regelmäßig gelesen. 19:30 bis 20:30 ist Telefonzeit, außer Dienstag und Donnerstag (Wer Besuch hatte). 21:30 ist Nachtruhe.

Therapien: Einzeltherapie, Sporttherapie, Ergotherapie, Gruppentherapie, Sozialtherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie, Schwimmen, Fitness

Am Montag ist Oberarztvisite. Es besteht die Möglichkeit die Klinikschule zu besuchen.

Handys sind auf der J1 verboten. Ausgang richtet sich je nach Zustand, Einzelausgang ist aber eher selten. Donnerstag, Samstag und Sonntag kann man Besuch bekommen.

Am Wochende geht man mit PED in den Billiardraum, in die Schwimm- und Turnhalle.

Pro: Therapeuten alle sehr verständnisvoll, tolerant, hilfsbereit und echt sehr liebevoll
Einige lustige, verständnisvolle Pfleger
Manche stecken viel Arbeit rein, damit es einem besser geht, interessieren sich für einen
Große Turnhalle

Kontra: es gibt einige sehr inkompetente Pfleger. Ich bin Transgender und wurde von 1-2 Schwestern ständig misgendert und sie haben sich keine Mühe gegeben. Deshalb hatte ich eine sehr starke Panikattacke auch wegen anderen unprofessionellen, un sensiblen Kommentaren einer bestimmten Schwester und ich würde gezwungen im Gruppenraum mit den anderen zu sein, obwohl ich eine wirklich starke Panikattacke hatte, allerdings hat es sie nicht interessiert und es ist dadurch nur noch schlimmer geworden.
Das hatte ich meiner Betreuerin erzählt, meine WG hat sich beschwert und meine Therapeutin warf mir nur Manipulation vor. Die Regeln sind allgemein sehr streng und

man hat wenig Freiheiten. Mir wurde sehr viel zugemutet und aufgetragen, trotz meiner hohen Belastung und das nur weil ich schon mehrmals da war.

Ich bin mir unsicher, ob ich diese Klinik empfehlen kann. Vor allem der letzte Aufenthalt hat bei mir manche Probleme verschlimmert.
An sich ist es keine schlechte Klinik, aber es gibt einfach manche Pfleger, die einem das Leben zur Hölle machen, wenn sie einen nicht mögen. Viele haben auch 2 Gesichter und können plötzlich wirklich super unsensibel und verletztend werden.

Die Therapie sind allerdings ganz gut und vor allem die Einzelgespräche mit meiner ersten Therapeuten haben mir sehr geholfen.



(C) Fotos: Einsender


Samstag, 9. Oktober 2021

Kinder- und Jugendpsychiatrie Bayreuth

 Kinder- und Jugendpsychiatrie Bayreuth

Versorgungsgebiet: Coburg, Kronach, Lichtenfels, Kulmbach, Hof, Wunsiedel, Fichtel Gebirge, Bayreuth, Bamberg, Forchheim

(C) Öffentlichkeitsarbeit Klinikum Bamberg


In der KJP Bayreuth gibt es 6 Stationen:

Station KJ1 (beschützende Aufnahmestation - geschlossen geführt)
Station KJ2 (offene Aufnahmestation / Kurzzeittherapie)
Station KJ3 (Suchtstation für Jugendliche)
Station KJ4 (Kinderstation, 5-12 Jahre)
Station KJ5 und KJ6 (Therapiestationen für Jugendliche von 12-17 Jahren)

Zudem gibt es am Bezirksklinikum Obermain eine speziell für Jugendliche und Heranwachsende im Alter zwischen 16 und 25 Jahren eingerichtete Adoleszentenstation mit der die KJP Bayreuth koorperiert.

Auf allen Stationen werden alle Krankheitsbilder behandelt, außer auf der Suchtstation, wo es 6 Plätze für Abhängigkeitserkrankungen im Jugendalter gibt.
Es gibt überwiegend Mehrbettzimmer, auf einigen Stationen besonders der geschlossenen auch Einzelzimmer. (diese bekommt man aber meistens nur wenn das Krankheitsbild das erfordert)

Therapieangebote: Einzeltherapie (überwiegend Verhaltenstherapie), Ergotherapie, Kunsttherapie, Sporttherapie, Sprachtherapie, Gruppentherapie, DBT-A Gruppe, SKT, Entspannungsverfahren, Aromatherapie, Ernährungsberatung, tiergestützte Therapie, Reittherapie, therapeutisches Klettern, Selbstsicherheitstraining, Achtsamkeit

Man darf an sich kein Handy haben, seit der Corona Krise und eingeschränkten Besuchsregelungen gibt es aber auf den meisten Stationen Handy Zeiten.

Die Einsenderin würde die KJP Bayreuth weiterempfehlen



(C) Öffentlichkeitsarbeit Klinikum Bamberg

(C) Öffentlichkeitsarbeit Klinikum Bamberg

(C) Öffentlichkeitsarbeit Klinikum Bamberg
(C) Klinikum Bamberg

(C) BR24

(C) BR24


Donnerstag, 7. Oktober 2021

Kinder- und Jugendpsychiatrie Riedstadt - Station 4

Kinder- und Jugendpsychiatrie Riedstadt
- Station 4

Versorgungsgebiet: Darmstadt, Offenbach, Darmstadt Dieburg, Groß Gerau, Bergstraße, Odenwaldkreis 

(C) Einsenderin


In der Kinder- und Jugendpsychiatrie Riedstadt gibt es 5 Stationen:

Station 1 - Offene Jugendstation
Station 2 - fakultativ geschlossene Jugendstation
Station 3 - Kinderstation
Station 4 - fakultativ geschlossene Jugendstation, Schwerpunkt Sucht
Station 5 - 13-18 Jahre, DBT-A Station

Außerdem gibt es eine Adoleszentenstation für Jugendliche und junge Erwachsene von 16-25 Jahren.

Zur Station 5 (DBT-A) gab es bereits vor einigen Wochen einen Beitrag, heute geht es um die Station 4.

Jede Station hat ihr eigenes Gebäude auf dem Klinikgelände, außerdem befindet sich eine Tagesklinik auf dem Gelände, eine Klinikschule, eine forensische Klinik sowie ein Tierhaus mit Pferden, Eseln und Ziegen.

Die Station ist aufgeteilt in einen offenen und einen geschlossenen Bereich. Aufgenommen werden Jugendliche ab ca. 13 Jahren, der Schwerpunkt der Station liegt auf der Behandlung von Suchterkrankungen, es werden aber je nach Platzkapazitäten auch Jugendliche mit anderen Störungsbildern aufgenommen. (eine Suchttherapie dauert ca. 5 Monate, die Einsenderin wurde aber nicht aufgrund einer Suchterkrankung dort behandelt weshalb dieser Beitrag nicht näher auf die Therapie eingehen wird)

Der Intensivbereich wird geschlossen geführt, es gibt zwei Doppelzimmer sowie zwei Einzelzimmer, die meist für Fixierungen gedacht sind. Im Intensivbereich werden Patienten mit Beschluss oder Eigen- und Fremdgefährdung aufgenommen.
Es gibt einen Aufenthaltsraum, der ein offenes Fenster zum Dienstzimmer hat, weshalb die Betreuer einen dort immer im Blick haben. Als Akutpatient im Intensivbereich hat man meistens nur sehr eingeschränkt Therapien. Der Intensivbereich ist mit einer geschlossenen Glastür vom offenen Bereich getrennt.

Auf der offen geführten Seite gibt es ein Doppelzimmer und zwei Dreibettzimmer und auch einen eigenen Aufenthaltsraum, wobei aber meistens die Patienten der offenen Seite zum Essen etc. mit auf der geschlossenen Seite sind.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapie, Ergotherapie, Tiertherapie, Mototherapie
Skillstraining, Therapeutisches Bogenschießen

Sein Handy kann man sich erarbeiten (für 2x 45 Min. am Tag), muss aber die Handy Kameras mit einem speziellen Kleber abkleben (die Einsenderin schreibt, dass die Station für diesen Kleber 1€ verlangt, ohne Geld = kein Sticker für die Kamera= kein Handy). Im offenen Bereich kann man sich auch Ausgang erarbeiten.

Die Einsenderin schreibt: Das einzig positive war die Tiertherapie / das Tierhaus auf dem Gelände. Die Betreuer waren der Horror. Sie waren echt streng, herzlos, wurden schnell wütend, schimpften und die Hälfte von ihnen hatten schon fast kein richtiges Mitgefühl mehr. Eine Betreuerin war auch sehr ausländerfeindlich wo zum Beispiel gerade ich mit offentsichtlicher anderen Herkunft und kultur einen großen Nachteil hatte. Wenn man auch angespannt war, es mal nicht gut ging oder nur die schranktür zuknallte kamen sofort die Betreuer. Klingt gut, ist es aber nicht denn sie versuchten fast garnicht mit den Patienten zu kommunizieren in solchen Momenten sondern sagten nur das sie viele Erfahrungen hätten, schon wissen was jetzt kommen könnte und wollen nur mal auf sicher gehen und fixieren. Ja die fixierten unglaublich schnell und dass dann auch nicht für ne halbe Stunde sondern für mehrere Stunden, über den ganzen Tag oder über die Nacht. Die Behandlungen an sich sind auch nicht so toll denn die behandler verschreiben einfach nur irgendwelche Medikamente, die auch jeder andere bekommt also egal wegen was die Patienten kamen ob Depressionen, Persönlichkeits oder Essstörung, wir bekamen alle das selbe und ich weiß nicht wie professionell das sein soll. Es gab auch ein Therapie Ordner wo man wöchentlich/täglich Sachen wie Stimmung oder Analysen ausfüllen konnte aber es bringt nichts. Es interessiert sowieso niemanden was du da schreibst, fühlst oder denkst. Sie haben nicht mal nach den Blättern gefragt. Also komplett überflüssig. Im Großen und Ganzen: schrecklich. Ich kann diese Station niemanden empfehlen und ich wünsche keinem dort auch fürs Notfall hinkommen zu müssen. Generell findet der Großteil die Vitos im allgemeinen überhaupt nicht gut und empfehlenswert. Viele vermeidender hin zu
gehen und haben einfach nur schlechte Erfahrungen.




(C) Fotos: Einsenderin

Kinder- und Jugendpsychiatrie Rodewisch

 Kinder- und Jugendpsychiatrie Rodewisch

Versorgungsgebiet: Vogtlandkreis, Erzgebirgskreis

(C) SKH Rodewisch


In der KJP Rodewisch gibt es 4 Stationen:

Station B 8/1: Kinder von 3-10 Jahre
Station B 8/2: Jugendstation, 13-18 Jahre
Station B 8/3: Kinder- und Jugendstation, ca. 8-13 Jahre
Station A15: Sucht- und Sozialtherapiestation (Jugendliche mit Suchterkrankungen)

Die ersten drei Stationen sind all gemeinsam in einem Gebäude, die Suchtstation für Jugendliche hat ein eigenes Gebäude.
Die Einsenderin wurde auf Station B 8/2 behandelt. Aufgenommen werden dort Jugendliche von 13-18 Jahren, mit sämtlichen Erkrankungen des Jugendalters (mit der Ausnahme von Suchterkrankungen), sowohl in Krisensituationen als auch für längere Therapieaufenthalte. Wenn ein Patient mit Beschluss auf Station ist wird die Station geschlossen geführt, ansonsten in der Regel offen.


Es gibt Drei-Bett Zimmer sowie einen Krisenraum. Es gibt einen Snoezelraum für Snoezeltherapie.

Bei Essstörungspatienten gibt es teils sehr strenge Regeln wie z.B durchgängige Liegezeit auf dem Zimmer, Rollstuhlpflicht, Badbegleitung etc.

Die Einzel- und Gruppentherapie ist tiefenpsychologisch ausgerichtet.

Therapien: Einzeltherapie (1x w.), Gruppentherapie (1x w.), Reittherapie, Ergotherapie, Sport und Bewegung, PMR, Skillstraining, Kunstgruppe, soziales Kompetenztraining und Beschäftigungstherapie, Snoezeln


Außerdem gibt es eine Klinikschule und es finden Aktivitäten durch den PED statt wie z.B eine Kochgruppe.

Es gibt 3 verschiedene Stufen, die rote, gelbe und grüne, nach denen sich die Freiheiten und Regeln richten, in der grünen Stufe z.B be kommt man 10 Minuten sein Handy und Ausgang. Ausgang bekommt man auch je nach Plan und Alter. Man darf 4 Anrufe die Woche bekommen. Samstag und Sonntag darf man von 10.00 - 13.00 Uhr Besuch bekommen.

Ansonsten gibt es das Handy nur in Beurlaubungen.

Ab der 3. Woche darf man jedes 2. Wochenende nach Hause sonst immer nur einen Tag.

Die Einsenderin schreibt: Ich war zur Krise dort und es gab sehr viele Trigger auf Station, die mich negativ beeinflusst haben. Bei mir hat es alles eher weiter verschlechtert, da die Pflege vieles auch nicht mitbekommen hat und man daher
sein Problemverhalten relativ frei ausleben kann. Dazu gibt es sehr strenge Regeln und man hat sehr wenige Freiheiten. Die Therapeuten und Pfleger waren zwar wirklich nett, aber insgesamt würde ich es eher nicht empfehlen.

(C) Fotos: SKH Rodewisch