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Montag, 10. Juni 2024

Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz - Station PA2

Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz - Station PA2

Versorgungsgebiet:  Landkreis Delitzsch, den südwestlichen Teil des Leipziger Landkreises sowie die Leipziger Stadtbezirke Nord, Nordwest und Altwest.  

(C) SKH Altscherbitz

Das SKH Altscherbitz ist ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie und verfügt über 220 Betten.

Es gibt mehrere Stationen für Erwachsene ab 18 Jahren:

Station PA1: geschlossene Aufnahmestation
Station PA2: Station für junge Erwachsene sowie
Mutter-Kind-Bereich
Station PA3: offene Aufnahmestation für Patienten im mittleren Lebensalter
Station PA4: offene Aufnahmestation für Patienten in der zweiten Lebenshälfte
Station PA5: geschützte Aufnahmestation mit soziotherapeutischem Ansatz
Station PG1 & PG2: geschützte Aufnahmestationen mit Schwerpunkt Demenz
Station PG3: offene Aufnahmestation für Patienten im höheren Lebensalter
Station PS1 & PS2: Suchtstationen
Station PP1: Psychotherapiestation mit verschiedenen Therapiegruppen

Außerdem gibt es verschiedene Tageskliniken, u.a eine speziell für junge Erwachsene als auch eine DBT-Tagesklinik.

Die Einsenderin wurde auf Station PA2 behandelt.

Aufgenommen werden junge Erwachsene von ca. 18-25 Jahren mit jeglichen psychischen Krankheitsbildern die in einem offenen Setting behandelbar sind, es gibt 13 Behandlungsplätze. Außerdem gibt es 6 Mutter-Kind Plätze, wo Mütter jedes Alters mit Kleinstkindern bis zu einem Alter von zwölf Monaten stationär aufgenommen werden können, die unter psychische Störungen in der Schwangerschaft leiden wie z.B einer Wochenbett-Depression.

Die Mutter-Kind Einheiten sind Einzelzimmer mit Babybett, die restlichen Zimmer sind überwiegend Doppelzimmer.

Die Station ist aufgeteilt in zwei Gruppen:
Gruppe 1: Psychotherapiegruppe für Patient:innen mit schwerpunktmäßig einer Persönlichkeitsentwicklungsstörung, Aufenthalt auf Station 8 Wochen + 2 Wochen in der Tagesklinik (Aufnahme über eine Warteliste)
Gruppe 2: Kriseninterventions, Stabilisierungs- und Diagnostikgruppe für jegliche Krankheitsbilder, Aufenthaltsdauer etwa 4-6 Wochen, eventuell anschließend auch tagesklinischer Aufenthalt möglich (auch Krisenmäßige Aufnahme möglich)

Die Einsenderin wurde für 7 Wochen in Gruppe 2 behandelt aufgrund einer PTBS, Depressionen und einer Borderline-PS.

Es gibt zwei Essräume, wo Gruppe 1 und Gruppe 2 getrennt essen können. Es gibt eine Küche, einen Aufenthaltsraum, zwei Bewegungsräume u.a einen mit einer Tischtennisplatte und es gibt einen Besucherraum, wo man Besuch empfangen kann.

Der Tag startet jeden Tag um 06.30 Uhr, auch am Wochenende (man wird durch den Weckdienst bestehend aus wechselnden Mitpatient:innen geweckt), anschließend werden Vitalzeichen gemessen, um 07.30 Uhr gibt es Frühstück (in Büffet-Form).
Im Anschluss findet unter der Woche ein gemeinsamer Morgenspaziergang statt. Mittagessen findet gegen 11.30 / 11.45 Uhr statt, um 17.30 Uhr ist Abendessen (erneut in Büffet-Form). Man kann sich aber auch eigenes Essen kaufen, es gibt einen Patient:innen Kühlschrank.

Jeder Patient erhält einen bisschen individuellen Therapieplan. Alle Therapien (außer Einzeltherapie) finden als Gruppe statt.

Therapien: Einzeltherapie (unregelmäßig), Musiktherapie, Ergotherapie, Bewegungstherapie, Maltherapie, Achtsamkeit in der Natur / Gartenbau, Skillstraining, Kognitives Training, Kegeln, Therapiebeet, SKT, PMR, Autogenes Training, Biofeedback, Gruppen für individuelle Erkrankungen wie z.B Angstbewältigungsgruppe, Psychoedukation Psychosen / Bipolare Störungen, Psychoedukation Depressionen

Zweimal in der Woche gibt es eine gemeinsame Abendgestaltung, die von Patient:innen organisiert wird. Es gibt dreimal wöchentlich eine Visite. Es gibt spezielle Mutter-Kind Therapie Angebote.

Sein Handy kann man durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Ich kann die Station eher nicht weiterempfehlen, zumindest Gruppe 2, von Gruppe 1 habe ich viel positives gehört. Man kann für eine PTBS zwar eine Diagnostik machen, aber weitere Behandlung ist dann auch nicht möglich. Ich habe mich dort teilweise nicht wirklich gesehen gefühlt, gerade mit meiner PTBS Symptomatik. Auch, dass man dort fast keine Einzelgespräche bekommt sehe ich kritisch, da man als Akutfall mit vielen Problemen kommt, die man vielleicht nicht immer in der Gruppe ansprechen kann und will. Dennoch habe ich viel durch die Mitpatienten mitgenommen und bin stabiler geworden. Ein großes Lob gilt dem Ergotherapeuten, der wirklich ganz toll ist und super empathisch auf einen eingeht.


(C) SKH Altscherbitz

(C) SKH Altscherbitz

Samstag, 30. Oktober 2021

Universitätsklinikum Heidelberg - Erwachsenenpsychiatrie - Station Jaspers

Universitätsklinikum Heidelberg - Erwachsenenpsychiatrie
- Station Jaspers

(C) Einsenderin

In der Erwachsenenpsychiatrie Heidelberg gibt es verschiedene Stationen:

Station Jaspers: Affektive Störungen und Mutter-Kind Behandlung
Station Mayer-Gross: beschützte psychiatrische Akut- und Aufnahmestation
Station Roller: Schwerpunkt Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis
Station Tellenbach: Gerontopsychiatrie
Station von Baeyer: Schwerpunkt Persönlichkeitsstörungen
Station von Gebsattel: Schwerpunkt chronische Depressionen, Angst & Zwangsstörungen sowie Persönlichkeitsstörungen (insbesondere gehemmt-vermeidende)
Station Wilmanns: Bipolare Störungen und Affektive Störungen, Wahlleistungspatienten

Außerdem gibt es eine psychosomatische Station und Station Mitscherlich wo u.a auch Traumatherapie angeboten wird.

Die Einsenderin wurde auf Station Jaspers behandelt.
Aufgenommen werden Patienten ab 18 Jahren, schwerpunktmäßig mit Depressionen.
Außerdem gibt es ein Behandlungsangebot für Mütter und Kinder, wo Mütter mit ihren Kindern von 0-2 Jahren aufgenommen werden können.

Es gibt 9 Doppelzimmer und 2 Einzelzimmer, jeweils mit eigenem Bad.
Es gibt 1 Aufenthaltsraum, wo auch gegessen wird und die Visite stattfindet, dazu gibt es eine Küche und ein Spielzimmer für Begleitkinder.

Die Einsenderin schreibt, dass das Gebäude wo die Station drinnen ist schon älter ist, besonders der Boden würde sehr laut knarzten, insgesamt sein die Zimmer aber okay.

Therapien: 1x w. Einzeltherapie (50 Min.), 2x 60 Min. Ergotherapie, 1x Bewegungstherapie, 2x w. Gruppentherapie (entweder kognitive VT oder interpersonelle Psychotherapie), Abendrunde

Außerdem gibt es individuelle Therapien wie Musiktherapie, Genussgruppe, Ressourcengruppe, Skillsgruppe, Computertraining, Laufgruppe, Achtsamkeitsgruppe, Entspannung, Kunsttherapie, Yoga, Arbeitstherapie (Schreinerei), Atemngruppe, Infogruppe, SKT

Die Einsenderin schreibt:

Pro: man wird morgens geweckt, es ist immer jemand von der Pflege da, die Pflege ist sehr nett und hilfsbereich, man kann Mittags zwischen 3 verschiedenen Gerichten wählen, man braucht nur 5 Minuten bis zur Stadt

Kontra: ich musste selber herausfinden wo welche Therapien stattfinden etc., es fällt oft etwas aus oder wird kurzfristig verschoben, die Kommunikation innerhalb des Teams ist nicht die Beste, man muss jedes Wochenende nach Hause, alles ist extrem auf Depressionen ausgerichtet, keine Rückzugsmöglichkeiten wenn man auf einem Doppelzimmer ist, es passen aktuell nur max. 6 Personen zum Essen in den Aufenthaltsraum (Corona Schutzmaßnahmen), der Aufenthaltsraum ist oft belegt, man hat recht viel freie Zeit, man darf das Zimmer nicht wechseln

Einige Mitpatienten sind sehr zufrieden hier, aber ich denke wenn man mehrere Problematiken hat auch abseits der Depressionen oder eine intensive Therapie benötigt ist die Station nicht so gut geeignet, da man nur 1x die Woche Einzeltherapie hat und in den Gruppen eher informativ und psychoedukativ gearbeitet wird und keine persönlichen Themen bearbeitet werden. Allerdings bin ich auch nur 4 Wochen dort gewesen.




(C) Fotos: Einsenderin