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Montag, 9. Februar 2026

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Fachkrankenhaus Hubertusburg

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Fachkrankenhaus Hubertusburg

Versorgungsgebiet:

Aus Mittelsachsen: Döbeln, Erlau, Geringswalde, Großweitzschen, Hartha, Königsfeld, Kriebstein, Leisnig, Mochau, Ostrau, Reinsberg, Rochlitz, Roßwein, Seelitz, Waldheim, Zettlitz, Zschaitz-Ottewig 
LK Leipzig: Bad Lausick, Colditz
LK Meißen: Diera-Zehren, Glaubitz, Gröditz, Hirschstein, Käbschütztal, Lommatzsch, Meißen, Nossen, Nünchritz, Riesa, Röderaue, Stauchitz, Strehla, Wülknitz, Zeithain

In der KJP in Wermsdorf gibt es eine Kinder- und Jugendpsychiatrische Station wo Kinder und Jugendliche von ca. 5-18 Jahren behandelt werden. Auf der Station werden sowohl Akutpatienten aufgenommen als auch geplante Therapieaufnahmen, für die unterschiedlichen Gruppen gibt es unterschiedliche Aufenthaltsräume. Aufgrund der Akutpatienten sind die Türen der Station verschlossen.

Neben der Station gibt es eine Tagesklinik sowie ein ambulantes Skillstraining für Jugendliche.

Zur Station:

Es gibt Einzel-, Doppel-, und Dreibettzimmer sowie zwei Überwachungszimmer mit je zwei Betten, eins mit Kameraüberwachung und eins mit direktem Sichtfenster zum PED-Zimmer. In den Überwachungszimmern sind die Bäder abgeschlossen und müssen individuell aufgeschlossen werden. 

Der Tag startet um 06.30 Uhr, dort werden alle Patienten geweckt, anschließend gibt es Blutdruckmessen und Temperatur, bevor es um 07.15 Uhr Frühstück gibt. Danach werden die Tagesziele besprochen und um 07.45 Uhr gibt es einen gemeinsamen Morgenspaziergang über das Klinikgelände. Ab 08.00 Uhr gibt es individuell Klinikschule oder Therapien, um 11.30 Uhr gibt es Mittagessen (man kann jeden Tag zwischen 3 Gerichten wählen), um 12.00 Uhr ist Hausaufgabenzeit und anschließend bis 14.00 Uhr Mittagspause und Vesper Zeit. Nachmittags hat man dann erneut individuell Therapien oder Gruppenaktivitäten. Um 17.30 Uhr ist Abendessen, danach gibts eine Reflektionsrunde wie man sich fühlt und was für den kommenden Tag ansteht, danach musste jeder Patient noch duschen gehen und seinen Tagesbericht schreiben. Abends gibts dann noch ab 19.00 Uhr eine Medienzeit gestafelt nach Alter (bei den kleinen bis 19.30 Uhr, den mittleren bis 20.00 Uhr Uhr, den größeren bis 20.30 Uhr) und unmittelbar im Anschluss gab es gestafelt nach dem Alter Zimmer- und Schlafenszeit. Am Wochenende ist der Ablauf ein wenig anders und es gibt keine Schule nur Ergotherapie.  

Jeden Freitag wird jeder Patient gewogen und am Freitag gibt es noch einen gemeinsamen Einkauf. Einmal die Woche kommen alle Patienten zusammen und es werden die Dienste für die Woche verteilt. Manchmal gibt es noch weitere gemeinsame Spaziergänge in der Woche. An besonderen Tagen wie z.B Weihnachten oder Sylvester gibt es ein gemeinsames kleines Fest auf Station, wo man auch länger wach bleiben kann.

Therapieangebote: Einzeltherapie, Gruppentherapie, Bewegungstherapie, Ergotherapie, Entspannungstherapie, Sporttherapie, Reittherapie, Kegeln

1x wöchentlich gibt es außerdem eine Visite. 

Dienstags und Donnerstags von 16.30 - 17.30 Uhr kann man Besuch bekommen, am Wochenende kann man ggf. in Beurlaubung gehen von Samstag auf Sonntag.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: Nette Mitarbeiter

Kontra: teilweise schwierige Situationen mit einigen Mitarbeitern wenn man sich nicht an Regeln gehalten hat, Regeln waren teilweise nicht transparent, aus Sicherheitsgründen kamen manchmal Schwestern ins Bad, was die Einsenderin unangenehm fand.



Donnerstag, 28. August 2025

Oberberg Fachklinik Fasanenkiez Berlin

 Oberberg Fachklinik Fasanenkiez Berlin

© Oberberg Klinik

Die Oberberg Fachklinik Fasanenkiez ist eine private Kinder- und Jugendpsychiatrie, daher können im Regelfall nur Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene mit einer privaten Krankenversicherung aufgenommen werden.

Aufgenommen werden Patienten im Alter von ca. 6-21 Jahren,  behandelt wird das gesamte Spektrum an psychischen und psychosomatischen Erkrankungen mit der Ausnahme von akuter Eigen- und/oder Fremdgefährdung.

Die Klinik ist unterteilt in 3 Stationen:

Station Grün: 14-21 Jahre, es gibt die Möglichkeit am DBT Programm teilzunehmen
Station Blau: 8-21 Jahre, meistens aber eher bis ca. 16 Jahren, es gibt die Möglichkeit auf Englisch behandelt zu werden und richtet sich daher auch an internationale Patienten
Station Orange: 6-21 Jahre, Schwerpunkte sind Essstörungen sowie psychische Erkrankungen bei Kindern, die Station ist außerdem barrierefrei

Es gibt Einzel- und Doppelzimmer, es gibt auch die Möglichkeit teilstationär aufgenommen zu werden, dann wird aus einem Doppelzimmer tagsüber ein Dreibettzimmer. 

Die Einsenderin wurde auf Station Grün für 4 Monate behandelt.

Der Tag startet um 08.00 Uhr mit dem Frühstück, um 12.15 Uhr gibt es Mittagessen, um 18.30 Uhr ist Abendessen und ab 22.00 Uhr ist Zimmerzeit.  Am Wochenende sind die Mahlzeiten individuell. 

Therapien: Einzeltherapie (4x 25 Minuten), Ernährungstherapie,Kunsttherapie,Sporttherapie,Ergotherapie, Musiktherapie, Yoga, Open Staff (eine Art Visite), Patient*innenrat, Sozialberatung und jeder Patient kriegt individuell zwei Gruppentherapien verordnet wie z.B Skillsgruppe, Selbstwertgruppe, Wahrnehmungsgruppe oder Achtsamkeitsgruppe 

Sein Handy darf man durchgängig haben und kann jederzeit in den Ausgang gehen außerhalb von Therapien und Mahlzeiten. Jedes zweite Wochenende kann man für eine Nacht Zuhause übernachten, an Feiertagen gibt es individuell Absprachen. 

Die Aufenthaltsdauer ist individuell, während die Einsenderin dort war war von 1-9 Monaten alles dabei, die Einsenderin hat auf ihre Aufnahme ca. 1 Monat gewartet, aber auch das ist individuell. 

Die Einsenderin schreibt:

Insgesamt mochte ich die Klinik sehr gerne, da sie sehr realitätsnah ist. Da ich es aus anderen Kliniken kannte, dass man dort sehr abgeschirmt war, dies war bei dieser Klinik nicht der Fall. Dort war man direkt in der Stadt und konnte auch jederzeit raus. Außerdem war das Therapieangebot sehr gut, wenn auch meiner Meinung nach etwas wenig. Die Therapeuten waren sehr nett, und auch das Pflegepersonal war insgesamt freundlich und bemüht, wobei es dort wie auch sonst überall ein paar Schwarze Schafe gab.  Mein einziges Manko ist, wie auch in anderen Oberberg Kliniken dass ich sehr häufig das Gefühl habe, nur das Geld wegen dort angenommen zu werden und nur ein zahlender Kunde zu sein und nicht wirklich ein zu behandelnder netter Mensch ,da es sehr viel um wie wird das jetzt gezahlt? Wer macht das jetzt wie? ging.Grundsätzlich würde ich aber dennoch wiederkommen. 

© Dietrich Kühne

© Dietrich Kühne

© Dietrich Kühne

© Dietrich Kühne

© Oberberg Klinik


© Einsenderin

Montag, 31. März 2025

Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Wesel - Marien-Hospital gGmbH - Gruppe 2

 Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Wesel - Marien-Hospital gGmbH  - Gruppe 2 

n der Tagesklinik für KJP in Wesel gibt es 3 Gruppen/Stationen

Gruppe 1: Kinder von ca. 6-14 Jahren (in Ausnahmefällen auch bis 16 Jahren)
Gruppe 2: 14-18 Jährige (in Ausnahmefällen und bei vorheriger Bestätigung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse auch bis 21 Jahre)
Gruppe 3: Familientagesklinik (Kinder von 4-10 Jahren gemeinsam mit einem Elternteil)

Die Einsenderin wurde in Gruppe 1 und 2 behandelt, heute geht es um Gruppe 2.

Zur Gruppe 2:

In Gruppe 2 werden Patient:innen von ca. 14-18 Jahren aufgenommen (bei Kostenübernahme durch die Krankenkasse auch bis 21 Jahren), behandelt werden jegliche Krankheitsbilder des Jugendalters die in einem offenen tagesklinischen Setting behandelbar sind, wobei der Schwerpunkt auf Krankheitsbildern liegt die mit Schwierigkeiten in der Emotionsregulation, Selbstverletzden Verhalten etc. einher geht oder Traumatisierungen.

an bleibt Montag bis Donnerstag von 08.00 - 16.00 Uhr (in den Ferien nur bis 15.00 Uhr) in der Tagesklinik, am Freitag von 08.00 - 14.30 Uhr. Es gibt 6 Plätze.

Der Tag startet mit der Diary Card Besprechung vom Vorabend, anschließend gibt es Frühstück und eine Morgenrune mit Achtsamkeitsübung. Anschließend hat man Klinikschule (max. 13 Stunden die Woche) oder Therapien, um 12.00 Uhr gibt es Mittagessen, um 12.30 Uhr hat man Zeit seine Therapiehausaufgaben zu erledigen, anschließend gibt es erneut Angebote oder Therapien und es gibt eine Abschlussrunde mit Achtsamkeitsübung.

Die Station arbeitet nach dem Konzept der DBT-A, einer verhaltenstherapeutischen Therapieform die entwickelt wurde für Jugendliche, die Symptome einer Borderline Persönlichkeitsstörung zeigen. Bei Aufnahme formuliert man konkrete Therapieziele, die man in seiner Behandlung dort erreichen möchte.

Therapien: Skillsgruppe (2x wöchentlich), SKT, Einzeltherapie (1x wöchentlich), Achtsamkeitsgruppe, Lauftherapie/ aktiver Spaziergang, Fachtherapie, Yoga, Buddha-Gruppe, 3x während des Aufenthalts Family-Skillsgruppe (Patient*innen erklären ihren Bezugspersonen mit Unterstützung der PEDs & Oberärztin verschiedene Skills, die sie vorher selbst ausgewählt haben)

Dienstags ist Visite. Es wird viel Wert auf Eigenverantwortung gelegt. Elterngespräch mit Therapeut*in findet ca. alle 2 Wochen statt. Es gibt einen Hausbesuch durch Sozialarbeiterin zu Beginn der Behandlung. In den letzten 3 Wochen vor Entlassung gibt es ggf. eine Schulrückführung, wo man bis zu 4 Stunden seine Heimatschule besucht.

Bei Vorkommen von SVV muss immer eine Verhaltensanalyse geschrieben werden, aber auch bei anderem Problemverhalten muss man diese teilweise schreiben (teilweise werden VAs auch nur zur Analyse von Gefühlen genutzt, durch die kein wirkliches Problemverhalten entstanden ist). Nach der Entlassung kann man noch an einer Skillsgruppe zum Erhalt der Fähigkeiten teilnehmen, die aus 3 Terminen besteht.

Man bleibt 12 Wochen in der Tagesklinik, in begründeten Ausnahmefällen ist manchmal eine Verlängerung möglich.

Die Einsenderin schreibt:

Ich war 13 Wochen in der Gruppe und kann sie sehr empfehlen, es ist allerdings auch ein sehr anstrengendes Konzept. Mir hat der Aufenthalt sehr geholfen. Die PEDs sind größtenteils sehr nett und die Oberärztin der Gruppe ist auch sehr cool und erfüllt mal nicht das typische Cliche einer Psychiaterin, außerdem leitet sie die Skillsgruppen größtenteils selbst. Es gibt zwei Therapeut*innen, häufig ist auch noch eine Therapeutin/ ein Therapeut in Ausbildung da, die im Alltag im Prinzip wie die PEDs und (falls die Person damit einverstanden ist) auch bei Therapieterminen dabei ist. Man hat meistens durch die vielen Therapietermine etc. nicht so viel Freizeit.





 

Montag, 24. März 2025

Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Wesel - Marien-Hospital gGmbH - Gruppe 1

 Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Wesel - Marien-Hospital gGmbH - Gruppe 1

In der Tagesklinik für KJP in Wesel gibt es 3 Gruppen/Stationen

Gruppe 1: Kinder von ca. 6-14 Jahren (in Ausnahmefällen auch bis 16 Jahren)
Gruppe 2: 14-18 Jährige (in Ausnahmefällen und bei vorheriger Bestätigung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse auch bis 21 Jahre)
Gruppe 3: Familientagesklinik (Kinder von 4-10 Jahren gemeinsam mit einem Elternteil)

Die Einsenderin wurde in Gruppe 1 und 2 behandelt, heute geht es um Gruppe 1.

Zur Gruppe 1:

In der Gruppe 1 werden Kinder von 6-14 Jahren aufgenommen, in Ausnahmefällen auch bis 16 Jahren. Behandelt werden jegliche Krankheitsbilder des Kinder- und Jugendalters die in einem offenen tagesklinischen Setting behandelbar sind. Die Gruppe hat einen eigenen kleinen Garten.

Man bleibt Montag bis Donnerstag von 08.00 - 16.00 Uhr (in den Ferien nur bis 15.00 Uhr) in der Tagesklinik, am Freitag von 08.00 - 14.30 Uhr. Es sind maximal 12 Patient:innen gleichzeitig da, häufig aber auch weniger.

Der Tag startet mit einer gemeinsamen Morgenrunde, anschließend gibt es Frühstück. Danach besucht man entweder in Kleingruppen die Klinikschule oder hat individuelle Therapien. Um 12.00 Uhr gibt es Mittagessen, anschließend erneut verschiedene Angebote, bevor der Tag mit einer Abschlussrunde endet.

Therapien: 1x w. Einzeltherapie, 1x w. Eltern/Familiengespräch, Wohlfühlgruppe, SKT, Kreativtherapiegruppe (Angstbewältigung), Bewegungsgruppe, Maltherapie, Projektgruppe, Gartengruppe, Jugendgruppe

Die Gruppentherapien werden je nach Krankheitsbild angepasst. Zu Beginn der Behandlung und kurz nach Entlassung erfolgt ein Hausbesuch durch die Sozialarbeiterin der Klinik.
In den Schulferien unternimmt man 1x wöchentlich einen gemeinsamen Ausflug und kocht 1x die Woche zusammen. Es werden verschiedene Ämter/Dienste an jeden Patienten verteilt, diese werden Montags in der Patientenkonferenz besprochen, zusammen mit anderen Themen. Je nach Krankheitsbild hat man die letzten 1-3 Wochen vor der Entlassung eine Schulrückführung, sprich man besucht seine Heimatschule und guckt wie das klappt.

Die Einsenderin schreibt:

Ich war 16 Wochen in der Tagesklinik. Die PEDs und Therapeuten waren größtenteils sehr nett. Mir hat der Aufenthalt ganz gut geholfen, allerdings hätte ich teilweise noch mehr Therapien gebraucht. Man hatte häufig sehr viel Freizeit, die man in der Regel aber gut mit den Mitpatient*inmen und PEDs verbringen konnte. Bei Problemen konnte man sich immer an den PED wenden und teilweise auch um ein kurzes Gespräch mit der Bezugstherapeutin bitten. Ich würde die Gruppe auf jeden Fall weiterempfehlen.


© Einsenderin

 

Montag, 15. Juli 2024

Kinder- und Jugendpsychiatrie im Klinikum Oldenburg - Station 2

 Kinder- und Jugendpsychiatrie im Klinikum Oldenburg - Station 2

Versorgungsgebiet: Stadt Oldenburg, LK Ammerland 

In der KJP Oldenburg gibt es 3 Stationen mit insgesamt 32 Betten:

Station 1: Krisenstation
Station 2: Jugendstation (ca. 14-18 Jahre)
Station 3: Kinderstation (ca. 6-13 Jahre)

Außerdem gibt es eine Tagesklinik. Die Einsenderin wurde auf Station 2 behandelt.

Aufgenommen werden dort Jugendliche von ca. 14-18 Jahren mit jeglichen psychischen Erkrankungen, die in einem offenen Setting behandelbar sind wie Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, Persönlichkeitsentwicklungsstörungen, AD(H)S, Zwangserkrankungen usw.

Es gibt zwei Einzelzimmer sowie 6 Doppelzimmer, davon haben 2 ein eigenes Badezimmer. Meistens sind davon 12 Betten fest belegt.

Der Tag startet um 07.45 Uhr mit dem Frühstück, anschließend muss jeder seinen Vormittag planen. Ab 08.30 Uhr hat man entweder Klinikschule, Therapie oder manchmal auch Freizeit. Um 12.00 Uhr ist Mittagessen. Um 14:30 muss man dann seinen Nachmittag planen und hat dann am Nachmittag wieder Freizeit (manchmal aber auch Therapie). Um 18:00 Uhr gibt es Abendessen und dann eine Wochenzielrunde in der die PED kontrollieren ob man an seinen Wochenzielen gearbeitet hat. Danach wieder Freizeit und um 20:30 Uhr ist Zimmerzeit. Für Essstörungspatienten gibt es um 10:00 Uhr um 15:00 Uhr und um 20:00 Uhr Zwischenmahlzeiten.

Jeder Patient hat Einzel- und Gruppentherapie, außerdem hat man zwei der folgenden Therapien: Kunsttherapie, Tanztherapie, Musiktherapie oder Ergotherapie. Es ist außerdem möglich individuelle Therapien verordnet zu bekommen wie Reittherapie, Ernährungsberatung, Achtsamkeitsgruppe oder Skillsgruppe.

Die Wartezeit ist sehr unterschiedlich, es findet aber i.d.R immer ein Vorgespräch statt wo die Aufnahme geplant wird. Gerade mit Essstörungen wird man oft sehr akut aufgenommen genauso wie mit Suizidgedanken, es wird also die Dringlichkeit berücksichtigt. Die Einsenderin hat nach ihrem Vorgespräch etwa 2 Wochen gewartet, schreibt aber dass andere Patient:innen auch mehrere Monate gewartet haben. Patienten die außerhalb vom Versorgungsgebiet wohnen können sich theroetisch auch auf die Warteliste der Station setzen lassen, aber warten länger.

Die Aufenthaltsdauer richtet sich je nach Krankheitsbild, beträgt aber ungefähr 3 Monate.

In den ersten 48 Stunden nach Aufnahme hat man eine Handysperre, anschließend kriegt man es aber zweimal am Tag, einmal von 15.30 Uhr - 16.30 Uhr und einmal von 19.00 - 20.00 Uhr.

Es gibt 5 verschieden Ausgangsstufen (A1 - A5), ab A3 darf man alleine in den Ausgang aufs Klinikgelände, ab A4 darf man auch das Klinikgelände im Ausgang verlassen. Die meisten Patienten auf Station 2 starten direkt bei A3, nur in Ausnahmen bekommt man A1 oder A2 (was begleiteten Ausgang darstellt).

Es ist möglich Tages- oder Wochenendbeuralubungen (genannt BÜN‘s), man beginnt meistens erstmal mit Tagesbeurlaubung (09.00 - 19.30 Uhr) und steigert sich dann von Wochenende zu Wochenende.

Die Einsenderin schreibt:

Mir persönlich hat die Klinik bei den Depressionen sehr geholfen aber bei meiner Anorexie garnicht. Ich war im Normalgewicht (Atypische Anorexie) und wurde von niemanden ernst genommen ich musste keine Zwischenmalzeiten essen und ausessen musste ist auch nicht. Die PED‘s haben teilweise auch sehr unsensible Dinge gesagt. Viele PED‘ sind wirklich sehr unfreundlich aber es gibt auch ein paar sehr nette mit denen man gut reden kann.








Donnerstag, 4. April 2024

Fachklinik "JuLe" - Kinder- und Jugendpsychiatrie Lübeck

 Fachklinik "JuLe" - Kinder- und Jugendpsychiatrie Lübeck

Versorgungsgebiet: Kreis Ostholstein, Lübeck, Kreis Storman, Kreis Herzogtum Lauenburg

(C) Einsenderin

Es gab bereits vor einiger Zeit einen Beitrag über die KJP Lübeck, da die Klinik aber umgezogen ist in einen Neubau, sich dadurch die Stationsaufteilung und einige Dinge geändert haben gibt es nun einen neuen Post:

Im Neubau gibt es 50 Betten auf 5 Stationen:

Station 1: Akutaufnahmen, Therapiebereich für Psychosen sowie angeschlossener Subakutbereich
Station 2: Jugendstation von ca. 13-18 Jahren , Schwerpunkt Traumafolgestörungen
Station 3: Kinderstation von ca. 6-12 Jahren
Station 4: DBT-A Station für Mädchen von ca. 14-19 Jahren (Wellenreiter)
Station 5: DBT-A Station für Jungen von ca. 13-19 Jahren (Poseidon)

Die Einsenderin wurde auf Station 1 und Station 4 behandelt.

Auf Station 1 werden Jugendliche in akuten Krisen aufgenommen, die u.a mit Eigen- und/oder Fremdgefährdung einhergehen wie Suizidgedanken.
Es gibt Einzel- und Doppelzimmer und einen Krisenraum.
Es gibt kein festes Therapieangebot außer jeden Tag einen therapeutischen Kurzkontakt, wenn man längerfristig auf Station bleibt, hat man ein festes wöchentliches therapeutisches Einzelgespräch.
Handys sind auf Station 1 komplett verboten.
Es ist sehr individuell wie lange man auf Station ist, einige bleiben nur 1-2 Tage, anderer sind aufgrund Unterbringungsbeschluss mehrere Monate da.

Auf Station 4 werden Mädchen von ca. 14-19 Jahren aufgenommen, die Probleme aus dem emotional-instabilen Bereich haben (z.B Selbstverletzungen, Suizidgedanken, Anspannungszustände, Stimmungsschwankungen, Impulsivität, Identitätsunsicherheit, Dissoziationen, Traumata). Die Station Wellenreiter ist eine Therapiestation, die nach dem Konzept der Dialektisch-Behavioralen-Therapie für Adoleszente (DBT-A) arbeitet.

Die Dialektisch-Behavioralen-Therapie für Adoleszente ist eine verhaltenstherapeutische Therapie, die für Jugendliche mit einer Borderline-Persönlichkeitsentwicklungsstörung erfunden wurde, es gibt verschiedene Module (Stresstoleranz, Emotionsregulation, Zwischenmenschliche Kompetenzen, Innere Achtsamkeit) in denen man verschiedene Skills kennenlernt.

Die Station wird offen geführt, Ausschlusskriterien zur Aufnahme sind akute Drogenabhangigkeit (negativer Drogentest muss vorliegen), akute Suizidalität, akute Essstörungen (es gibt eine Essensvereinbarung die eingehalten werden muss sowie ein individueller Mindest-BMI), akute Suizidalität oder wenn kein fester Wohnort vorliegt.

Die Therapie dauert immer genau 3 Monate. Es gibt 10 Behandlungsplätze und ausschließlich Doppelzimmer mit eigenem Bad. Es gibt allerdings 6 Doppelzimmer, weshalb man teilweise ein Doppelzimmer zur alleinigen Nutzung hat.

Es gibt 3 feste Essenszeit um 7:30 Uhr (Frühstück), um 12:15 Uhr (Mittag essen) und um 18:00 Uhr Abendbrot. Die Mahlzeiten sind verpflichtend und es muss eine MIndest-Menge gegessen werden.  Einmal die Woche ist Therapiekochen, d.h eine Kleingruppe an Patienten kocht gemeinsam mit dem PED für die ganze Station, zweimal die Woche ist freies Essen, da kann man sich z.B was kaufen zum Essen oder kochen auf Station.
Einmal wöhentlich werden alle Patienten gewogen.

Es gibt jeden Morgen einen gemeinsamen Morgenspaziergang. Abends muss man um 21.15 Uhr auf seinem Zimmer sein.

Therapien:  Einzeltherapie (1x wöchentlich, wenn man Traumatherapie auf Station macht 2x wöchentlich), Skillsgruppe (2x wöchentlich,
wo die DBT Module behandelt werden), Kunsttherapie, Commitment Gruppe /Compassion-Gruppe, Bewegungstherapie, Sport, Skillsübungszeit (2x wöchentlich)

Außerdem gibt es Therapien die man individuell „verordnet“ bekommen kann wie Reittherapie, Hundetherapie, Musiktherapie, Ergotherapie, Band-Gruppe oder Garten-Gruppe. Und man hat eine
Bezugspersonenstunde.

Teilweise wird Trauma-Therapie angeboten, dann hat man 1 Einzeltherapiegespräch mehr die Woche.

Einmal die Woche findet die StaKo (Stationskonferenz) statt, wo das Zusammen leben auf Station besprochen wird. Außerdem gibt es einmal die Woche eine Außenaktivität wo man entweder einen Ausflug macht oder ein Projekt auf Station macht wie z.B Lagerfeuer, was kreatives etc. Zweimal die Woche gibt es auch noch gemeinsame Zeit, wo alle Patienten zusammen kommen und man z.B was spielt oder auch was kreatives macht.

Alle Patienten besuchen die Klinikschule, auch wenn man z.B die Schule schon abgeschlossen hat ist es verpflichtend die Klinikschule zu besuchen, dort wird dann individuell geguckt was man macht.

Bei Selbstverletzungen oder anderem schädlichen Verhalten (z.B Erbrechen, das wird individuell festgelegt) muss eine Verhaltensanalyse geschrieben werden, die anschließend in der Therapie besprochen wird. Jeden Abend wird die sogenannte Diary-Card mit dem PED besprochen, wo man z.B Selbstverletzungsdruck einträgt. Jeder Patient erstellt im Laufe seines Aufenthalts eine individuelle Skillskette.

 

Bei Beginn muss man einen Behandlungsvertrag unterschreiben und die Regeln und ggf. folgenden Konsequenzen akzeptieren. Im Gegensatz zu anderen Stationen fliegt man vielleicht relativ schnell, einfach da das DBT-A Konzept mit sehr klaren Regeln arbeitet, die aber transparent kommuniziert werden.

Es gibt eine feste Medienzeit jeden Tag, wo man sein Handy bekommt und in der Zeit nutzen kann.

Von Samstag auf Sonntag fahren alle Patienten für eine Nacht in die Beurlaubung, nur in sehr großen Ausnahmen kann man auf Station bleiben.

Rauchen ist erlaubt ab 14 Jahren wenn die Eltern das unterschreiben. (Max. 8 Zigaretten am Tag)

Die Einsenderin schreibt, sie würde die Station definitiv weiterempfehlen. 

 



 







Montag, 26. Februar 2024

Kinder- und Jugendpsychiatrie Regensburg - Station 25F (Tagesklinik)

 Kinder- und Jugendpsychiatrie Regensburg - Station 25F (Tagesklinik)

Versorgungsgebiet: Komplette Oberpfalz 

(C) medBO

In der KJP Regensburg gibt es drei Stationen:


Station 25a: Kinderstation bis ca. 12 Jahren
Station 25b: Jugendstation
Station 25c: stationäre Kriseninterventionsstation

Außerdem gibt es drei Tagesklinik, eine Tagesklinik für
Kindergartenkinder (Tigerlilly), eine für Kinder bis etwa 12 Jahre sowie eine für Jugendliche (Station 25F).

In diesem Post geht es um die Tagesklinik für Jugendliche (Station 25F).

Aufgenommen werden Jugendliche von ca. 14-18 Jahren, es gibt 8 Behandlungsplätze. Behandelt werden alle Krankheitsbilder die in einem offenen tagesklinischen Setting behandelbar sind wie z.B Depressionen, Ängste, Zwänge, PTBS, Persönlichkeitsentwicklungsstörungen etc.

Es gibt eine Küche, einen Aufenthaltsraum, sowie einen Chill-Raum in der Tagesklinik.

Die Tagesklinik geht von Mo bis Do von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr und am Freitag von 7:30 Uhr bis 14:30 Uhr.

Jeder Patient erhält einen individuellen Therapieplan und ist dafür verantwortlich selbstständig rechtzeitig zu den Therapien zu gehen. Jeder Patient hat auch einen festen Bezugsbetreuer aus dem PED, mit dem man jederzeit sprechen kann.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapie, Musiktherapie, Bewegungstherapie, Ergotherapie, Yoga, Skillsgruppe, Achtsamkeit, Stadtfahrt (1x die Woche fährt man in die Stadt um einkaufen zu gehen)

Außerdem besucht man die Klinikschule. Montags und Freitags gibts eine Visite.

Wenn man gerade keine Therapien hat kann man bis zu 3x eine Halbe Stunde in den Ausgang gehen. Sein Handy kann man mittags eine Stunde während des Chill-Outs haben.

Die Wartezeit ist sehr unterschiedlich und geht auch nach Dringlichkeit. Die Aufenthaltsdauer ist individuell.

Die Einsenderin schreibt:
Ich kann die Tagesklinik nur empfehlen. Ich war 3 Monate in der Tagesklinik wegen schwerer Depressionen Panikstörung und SVV sowie einer PTBS.


(C) medBo

Montag, 12. Februar 2024

Klinikum Chemnitz Standort Dresdner Straße - Kinder- und Jugendpsychiatrie - Station D071T

  Klinikum Chemnitz Standort Dresdner Straße - Kinder- und Jugendpsychiatrie - Station D071T

Versorgungsgebiet: für die Stadt Chemnitz und angrenzende Versorgungsgebiete der Landkreise Mittleres Erzgebirge und Mittelsachen

(C) Freie Presse

In der KJP Chemnitz gibt es 5 Stationen:


Station D081: Jugendaufnahme- und Krisenstation
Station D81S: Subakutstation
Station D083: Kindertherapiestation bis ca. 12 Jahre
Station D084: Kinder und Jugendliche von ca. 10-14 Jahren
Station D71t: Jugendliche von ca. 14-21 Jahren
Außerdem gibt es eine Tagesklinik und gemeinsam mit der Kinderklinik eine Psychosomatikstation.

Die Einsenderin wurde auf Station D071T behandelt. Aufgenommen werden dort Jugendliche von 14-18 Jahren, in Ausnahmefällen auch bis 21 Jahren. Behandelt werden alle Störungsbilder die in einem offenen therapeutischen Setting behandelbar sind wie z.B Angststörungen, Zwangserkrankungen, Depressionen, Essstörungen, Depressionen, Traumafolgestörungen, psychosomatische Störungsbilder, Pubertäts- und Ablösungskrisen oder Probleme wie SVV.

Es gibt ausschließlich Doppelzimmer. Meistens sind durchschnittlich 8 Patient:innen auf Station.

Die Station arbeitet tiefenpsychologisch, familientherapeutisch-systemisch orientiert, beinhaltet aber auch verhaltenstherapeutische Ansätze.

Jeder Patient erhält einen individuellen Therapieplan.

Mögliche Therapien: Einzeltherapie (2x wöchentlich), Gruppentherapien (z.B Psychodrama oder Psychoedukation), Mototherapie (Sporttherapie), Musiktherapie, Ergotherapie, Kunsttherapie, Tiergestützte Therapie, Intuitives Bogenschießen, Milieutherapie (z.B 1x im Jahr Paddeln)

Alle Patienten besuchen die Klinikschule.

Es wird mit einem Punkteplan gearbeitet, der 2x täglich ausgewertet wird (s.h Fotos).

Man kann 2x am Tag jeweils 30 Minuten in den Ausgang (wenn man eine gewisse Prozentzahl erreicht hat und es vom Therapeuten genehmigt ist). Am Wochenende hat man immer abwechselnd Besuchszeit oder geht in die Beurlaubung nach Hause (Samstag 8-Sonntag 20 Uhr), für besondere Anlässe kann man auch Sonderbeurlaubungen bekommen.

Es wird mit einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von 3-4 Monaten gerechnet. Aber es gibt auch Patienten die natürlich eher entlassen werden können oder auch länger brauchen.

Die Einsenderin schreibt:

Ich persönlich finde diese Station sehr gut. Ich war selber Patient und fast 5 Monate da. Das Personal und die verschiedenen Therapeuten sind sehr zugänglich und sind wirklich bemüht.Auch die angebotenen Therapien sind sehr auf einen zugeschnitten und wirklich hilfreich. Man lernt sich halt besser kennen und bekommt viele Dinge mit an die Hand die es einem einfacher mache und auch die Möglichkeit sich auszuprobieren. Viel haben sie mir auch geholfen an meinen Skills zu arbeiten und meine Panikattaken zu regulieren. Es sind alle sehr bemüht und wird sehr liebevoll aber auch fordernd voran gebracht. Also wer bereit ist an sich zu arbeiten hat dort eine sehr gute Möglichkeit dafür. Es gibt einen geregelten Tagesablauf der vielen wieder die Nötige Struktur gibt.


(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

Dienstag, 2. Januar 2024

Helios Klinikum Erfurt - Kinder- und Jugendpsychiatrie

 Helios Klinikum Erfurt - Kinder- und Jugendpsychiatrie

Versorgungsgebiet: Stadt Erfurt, Ilmkreis 

(C) MDR

In der KJP Erfurt gibt es 3 Stationen:

Station 61 / PSK1: Akutstation für Kinder und Jugendliche mit Eigen- und/oder Fremdgefährdung
Station 63 / PSK2: Jugendstation ab ca. 12 Jahren
Station 64 / PSK3: Kinderstation

Außerdem gibt es eine Tagesklinik (Station 62).

Die Einsenderin wurde auf der PSK1 und PSK2 behandelt.

Auf der PSK1 werden Kinder und Jugendliche aufgenommen, die sich in akuten Krisen befinden, die u.a mit Eigen- und/oder Fremdgefährdung einher gehen. Man kann bis maximal 17 Jahren aufgenommen werden, wenn man auf Station 18 wird und nicht stabil genug für eine Entlassung ist wird man wenige Tage nach dem 18.Geburtstag in die Erwachsenenpsychiatrie verlegt. Es gibt 6 Zimmer auf Station, davon 4 "normale" Doppelzimmer, ein Doppelzimmer mit Videoüberwachung sowie ein Einzelzimmer mit Videoüberwachung. Toilette und Dusche gibt es insgesamt 4, je eine für weiblich gelesene und eine für männlich gelesene Personen (wenn keine männlichen* oder weiblichen * Personen auf Station sind, dürfen alle alle Bäder benutzen). Die Station grenzt an einen  Hof mit Schaukel und Basketball-Platz, welcher sich mit der PSK2 geteilt wird.

Auf der PSK2 werden Jugendliche ab ca. 12 Jahren mit den verschiedensten Krankheitsbildern aufgenommen, es gibt ein Schwerpunkt-Angebot für Anorexie Patienten. Es gibt Einzel- und Doppelzimmer.

Die Nachtruhe abends ist für Patienten ab 14 Jahren bei 21.00 Uhr, bei unter 14 Jahren bei 20.30 Uhr, wenn man gegen Regeln verstößt oder Termine vergisst kann es sein, dass man um 20.00 Uhr ins Bett muss. Auf beiden Stationen gibt es einen Fernsehraum, wo man abends Fernseh gucken kann.

Es wird kombiniert mit Verhaltenstherapie, tiefenpsychologischer Therapie und systemischer Therapie gearbeitet.

Welche Therapien man bekommt wird individuell entschieden. Auf der PSK1 kommt es auch darauf an wie stabil man ist und wie lange man dort ist sowie ob man einen Beschluss hat oder nicht. Bei Beschluss darf man z.B nicht am Nordic Walking oder Morgenspaziergang teilnehmen oder auf den Hof.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapie, Kunsttherapie, Ergotherapie, Physiotherapie, Entspannungsverfahren, Nordic Walking, Musiktherapie, Hundetherapie

Es gibt eine Klinikschule, die alle Patienten besuchen für max. 3 Stunden am Tag.

Auf der PSK1 sind Handys komplett verboten, Ausgang kann man sich individuell erarbeiten, nach jedem Ausgang wird man gefilzt wenn man zurück auf Station kehrt. Auf der PSK2 gibt es feste Handyzeiten. Am Wochenende kann man ggf. für 1 Nacht nach Hause. Patienten von der PSK1 und PSK2 die am Wochenende auf Station bleiben werden von einem gemischten Team auf der Station PSK1 betreut.

Die Einsenderin schreibt:
Ich würde die Klinik eher weiterempfehlen. Normalerweise ist dort ein echt krass familiäres Umfeld, die Leute nehmen neue Patienten direkt wie Geschwister an, es ist meistens echt sehr herzig. Besonders toll ist Schw Winnie von der PSK1. Eigenmotivation ist aber auf jeden Fall wichtig und man bekommt schnell Konsequenzen, aber es ist eigentlich ganz okay.




(C) Fotos: Helios Klinikum

Montag, 11. Dezember 2023

Vitos Kinder- und Jugendklinik für psychische Gesundheit Marburg - Station 15D

Vitos Kinder- und Jugendklinik für psychische Gesundheit Marburg - Station 15D

Versorgungsgebiet: Vogelsberg Kreis
 
(C) Vitos

 
In der Vitos Klinik in Marburg gibt es 4 Stationen. Zwei Stationen sind dabei für Kinder (15A & 15B), zwei Stationen für Jugendliche ab ca. 12 Jahren (15C & 15D). Die Einsenderin wurde auf Station 15D behandelt. Da es keine Fotos der Station 15D gibt, werden in diesem Beitrag als Zimmerbilder Fotos von der Station 15A benutzt.

Aufgenommen werden dort Jugendliche von ca. 12-18 Jahren, behandelt werden jegliche Krankheitsbilder des Jugendalters wie z.B Depressionen, Essstörungen, Angststörungen, Schizophrenie oder Persönlichkeitsentwicklungsstörungen.

Die Station ist aufgeteilt in 2 Gruppen, in jeder Gruppe gibt es Platz für 7 Patienten in je 3 Doppelzimmern und 1 Einzelzimmer. Pro Gruppe gibt es ein Badezimmer sowie eine seperate Toilette. Die Klinik verfügt über eine Kletterwand, einen Fitnessraum, ein Entspannungsraum, ein Bällebad, ein Billardraum, ein Tischtennisraum und Discokeller, die Patientenbibliothek, ein Trampolinraum und die Turnhalle, bietet also viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.

Therapien: Einzeltherapie (wie oft ist sehr unterschiedlich je nach Therapeut und Krankheitsbild, aber etwa 2-3x die Woche), Gruppentherapie (1x die Woche), Ergotherapie (2x w.), Motologie (1-2x w.), Musiktherapie, Hundetherapie, Reittherapie

Alle Patienten besuchen die Klinikschule, die Einsenderin schreibt, dass der Schwerpunkt aber nicht so sehr auf Leistung und Lernen liegt, sondern vor allen Dingen wieder eine Tagesstruktur zu entwickeln, es gibt auch die Möglichkeit von Arbeitstherapie.

Alle zwei Wochen kann man übers Wochenende nach Hause, muss das aber mit dem Oberarzt absprechen. Handys sind auf Station komplett verboten. Ausgang kann man sich erarbeiten, die höchste Stufe sind 3 Stunden am Stück Alleinausgang mit Handy.

Die Wartezeiten sind sehr unterschiedlich, da es u.a auch nach Dringlichkeit geht. Die Aufenthaltsdauer auf Station ist auch sehr unterschiedlich, der Durchschnitt ist etwa 10-14 Wochen.

Die Einsenderin schreibt:

Es ist eine sehr gute Station um wieder auf die Beine zu kommen. Die Pflege ist weitestgehend super nett und die meisten total lieb. Therapeuten sind auch alle sehr nett. Sie geben alle ihr bestes. Meistens auch eine sehr angenehme Gruppen Stimmung. Ich bin dieser Station wirklich von Herzen dankbar da sie mir schon mehrfach so enorm geholfen haben. Diese Station wird immer einen Platz in meinem Herzen haben.


(C) Vitos

(C) Vitos

(C) Vitos

Montag, 27. November 2023

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

 Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

Versorgungsgebiet: Landkreis und Stadt Neuwied sowie aktuell Mayen-Koblenz, Östlicher Teil der Vulkaneifel sowie Koblenz (aufgrund der Flutkatastrophe kann die eigentlich zuständige Klinik DRK Fachklinik Bad Neuenahr z.Z keine Notfallversorung anbieten und das Versorgungsgebiet wurde auf andere KJPs in der Umgebung verteilt) 

(C) Johanniter

In der KJP Neuwied gibt es zwei Stationen mit insgesamt 24 Betten:

Kinderstation (3-12 Jahre, offiziell, wird aber oft anders gehandhabt)
Jugendstation (13-18 Jahre, fakultativ geschlossen)

Die Eindenderin wurde auf beiden Stationen behandelt.

Je nach Patientenlage wird die Kinderstation meistens offen geführt, dahingegen ist die Jugendstation weitgehend geschlossen. Somit kommen die Patienten mit Fremd- und oder Eigengefährdung auf die Jugendstation.

Aufgenommen werden jegliche Krankheitsbilder.

Es gibt nur Doppelzimmer. Auf beiden Stationen sind Krisenräume, sowie Räume mit einer Kameraüberwachung. Einen Time-Out-Raum gibt es auf der Kinderstation. Die Klinik besteht pro Station aus zwei Ebenen. Einer Wohnebene und einer Schlafebene, die mit einer Treppe verbunden sind. Wenn man morgens nach dem Fertigmachen die Ebenen wechselt, gibt es keine Möglichkeit nochmal auf sein Zimmer zu gehen. Somit verbringt man die Zeiten von 08:00-13:00 auf der Wohneben, von 13:00-15:30 auf dem Zimmer, von 16:30-19:00 auf der Wohnebene und danach die Zeit bis zum Morgen wieder auf dem Zimmer. Eine Rückzugsmöglichkeit gibt es auf der Wohnebene nicht. Zudem ist das Gelände sehr sehr klein, da die Klinik mitten in der Stadt liegt.

Man wird gegen 07.00 Uhr geweckt, anschließend gibt es um 07.30 Uhr Frühstück. Gegen 18:00 Uhr findet das Abendessen statt.

Therapien: Einzel- und Gruppentherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie, Erlebnispädagogik, Spieltherapie, Ergotherapie

Zur Visite wird man nicht immer gerufen. Je nach Stand der Dinge darf man am Wochenende nach Hause fahren.

Es gibt eine Klinikschule, die vormittags besucht wird.

Handys sind nicht erlaubt und es gibt keine Handyzeiten, sowie wenig Ausgänge, die man nur selten erhält (Stand 2021)

Die Einsenderin schreibt:

Ich war 2020-21 in der Klinik und würde die Klinik persönlich niemanden weiterempfehlen. Ich habe dort ein Jahr verbracht auf beiden Stationen im Alter von 16. Wenn die Behandler gut deutsch sprechen hat man Glück. Zudem sind die Pfleger sehr jung und unerfahren, was deutlich zur Lasten der Patienten geht. Es wird viel mit Beschlüssen gearbeitet und sehr realitätsfern. Wenn man einmal im System dieser Klinik gefangen ist, kommt man dort nicht mehr raus. Es werden Medikamente in hohen Dosierungen gegeben. Allgemein ist die Aufteilung der Stationen in verschiedene Ebenen ziemlich mies, da man so gezwungen wird, sich konstant mit den anderen über mehrere Stunden zu beschäftigen ohne eine Rückzugsmöglichkeit. Diese Klinik hat vieles in meinem Leben kaputt gemacht, aber man muss ihr zu Gute halten, dass die Personen dort zu jeder Zeit das beste für die Patienten wollen. Die Umsetzung ist jedoch mehr als Katastrophal!

(C) Johanniter