Montag, 12. Juni 2023

Helios Klinikum Aue - Station E4

 Helios Klinikum Aue - Station E4

(C) Einsenderin

Im Helios Klinikum Aue werden in der Psychiatrie Erwachsene ab 18 Jahren behandelt.

Es gibt 4 Stationen:

Station E3:  Allgemeine psychiatrische geschützte Station
Station E4: Allgemeine psychiatrische offene Station mit Schwerpunkt affektive Erkrankungen
Station E5: Suchtstation
Station für Psychotherapie

Die Einsenderin wurde auf der Station E4 behandelt aufgrund einer PTBS und Depressionen. Aufgenommen werden dort Erwachsene ab 18 Jahren, der Schwerpunkt liegt auf affektiven Erkrankungen wie Depressionen, es werden aber auch Patienten mit Krankheitsbildern wie Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen, PTBS, Psychosen oder Zwangsstörungen behandelt. Die Station wird offen geführt, alle Patienten müssen also soweit absprachefähig sein, dass sie keine akute Selbst- oder Fremdgefährdung mitbringen. Man kann sowohl geplant auf der Station aufgenommen werden, als auch im Notfall über die Vorstellung in der Notaufnahme.

Jeder Patient erhält einen individuell zusammen gestellten Therapieplan.

Mögliche Therapien: Einzeltherapie, Ergotherapie, Musiktherapie, Skills-Training, Psychoedukation, Entspannungsverfahren, Bewegungstherapie, Sporttherapie, Rückentraining, Gartentherapie

Für Patienten mit einer therapieresistenten Depression wird EKT angeboten.

Die Einsenderin schreibt:

Bin akut vor ein paar Tagen hier gelandet weil ich nicht wusste wie ich weiter machen sollte. Hatte massive Symptome von Depressivität bis hin zu Suizidgedanken auch Versuchen. Bis jetzt habe ich nur sehr gute Erfahrungen gemacht, die wollen mir hier wirklich helfen und ich muss dazu sagen das ich echt bereit bin mir helfen zu lassen.

 



(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 5. Juni 2023

RWTH Aachen - Station PS03

 RWTH Aachen - Station PS03 

(C) Foto: dpa

In der Erwachsenenpsychiatrie des Universitätsklinikums Aaachens gibt es 8 Stationen:

Station A / PS08: Psychiatrische Intensivstation
Station B / PS09: Psychiatrische Intensivstation
Station C / PS01: allgemeinpsychiatrische Station
Station D / PS02: Depressionen sowie Privatpatienten
Station E / PS03: Patienten mit Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, Essstörungen und affektiven Störungen
Station F / PS04: Alkoholabhängigkeit
Station G / PS05: Psychotische Erkrankungen
Station H / PS06: Psychosomatik

Die Einsenderin wurde auf der Station PS03 behandelt.

Aufgenommen werden dort Patienten ab 18 Jahren, die unter eine Borderline-Persönlichkeitsstörung und/oder Essstörung leiden sowie ggf. affektiven Störungen wie Depressionen oder Ängste. Die Einsenderin wurde aufgrund einer Borderline-Erkrankung sowie einer Anorexie behandelt.

Es gibt Doppelzimmer mit eigenem Bad. Insgesamt gibt es 16 Behandlungsplätze.

Zum Essstörungskonzept: Es gibt Frühstück, Mittag- und Abendessen nach Tablettsystem, man kann eigene Lebensmittel im Kühlschrank lagern. Essstörungspatienten müssen zu jeder Mahlzeit ihr Tablett vor und nach der Mahlzeit vorzeigen bei der Pflege, auch die Zwischenmahlzeiten. Es gibt drei Hauptmahlzeiten und drei Zwischenmahlzeiten. Eine Essbegleitung gibt es nicht. Montags findet ein Kontakt mit dem Ernährungsteam statt, wo die Essenspläne angepasst werden. Alle Essstörungspatienten werden 2x die Woche gewogen in Unterwäsche (auch Brillen, Schmuck etc. muss dafür abgelegt werden). Vor Beginn der Therapie unterschreibt man einen Essvertrag, wenn man im Untergewicht ist wird eine Mindest-Zunahme von 500g die Woche vereinbart, bei Normalgewicht verpflichtet man sich sein Gewicht zu halten. Wenn man die Zunahme nicht schafft, gibt es ein Gespräch, im Verlauf kann es z.B zu Fresubin, einer transnasale Magensonde, Verlegung auf die geschützte Station etc. kommen, wenn die Zunahme von "alleine" gar nicht funktioniert. Nachruhe für Esspatienten ist nach jeder Mahlzeit verpflichtend, wird aber selten kontrolliert und es sitzt auch niemand von der Pflege dabei. Jeder Patient soll ein Essprotokoll führen.

Um aufgenommen zu werden muss man einen festen Wohnsitz haben. Während des Aufenthalts dürfen keine Drogen oder Alkohol konsumiert werden. Wenn es zu Selbstverletzendem oder therapieschädlichem Verhalten kommt muss eine Verhaltensanalyse geschrieben werden.

Die Station arbeitet nach dem Konzept der DBT.

Therapien: Einzeltherapie (2x 50 Min.), Bezugspflegegespräch (1x 50 Min.), DBT-Gruppe (2x die Woche), SKT-Gruppe, Sporttherapie (2x die Woche), Achtsamkeitsgruppe, Musiktherapie, Körpertherapie, Ergotherapie

Zusätzlich gibt es Küchen- und Einkaufsdienste, die von den Patienten selbst organisiert werden zu festgelegten Zeiten in der Woche.

Der durchschnittliche Aufenthalt auf Station beträgt etwa 6-8 Wochen.

Besuch ist nach den Therapien möglich, genauso wie Ausgang. Das Handy kann man durchgehend haben. An den Wochenenden sind Beurlaubungen möglich.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: sehr schöne Umgebung, nahe der holländischen Grenze, DBT fand ich sehr gut

Kontra: ich würde nicht mehr wegen der Komorbidität Essstörung dorthin gehen. Es war deutlich zu wenig Unterstützung da, Pflegepersonal hing primär am Laptop und schaute Filme, es gab aber auch tolles und engagiertes Pflegepersonal. Ärzte waren häufig überfordert, Medikamente oft falsch gestellt. Handtücher manchmal 1 Woche lang nicht vorhanden.

Mir wurde die Klinik empfohlen, weil gleichzeitig Borderline und Anorexie behandelt werden könne, ich würde diese Empfehlung nicht weitergeben.


(C) Heinze 

 
(C) Einsenderin

Montag, 22. Mai 2023

Sonnenberg Klinik in Stuttgart - Gruppe Junge Erwachsene

 Sonnenberg Klinik in Stuttgart - Gruppe Junge Erwachsene

(C) Sonnenberg Klinik

Die Sonnenberg Klinik in Stuttgart ist eine psychosomatische Klinik und behandelt Erwachsene ab 18 Jahren. Die Klinik arbeitet nicht mit Stationen sondern in Behandlungsteams, manche Teams sind geordnet nach Alter, manche nach Krankheitsbildern. Die Abteilung für Essstörungen sowie die Gruppe für Spätadoleszenz und junge Erwachsene (18-25 Jahre) haben wir euch bereits vorgestellt. Heute geht es um die Gruppe der jungen Erwachsenen, wo Patienten von etwa 25-30 Jahren behandelt werden. Im Aufnahmegespräch vor Aufnahme bespricht man gemeinsam mit dem Team welche Gruppe für einen als bestes passt.

Aufgenommen werden kann mit Krankheitsbildern wie Depressionen, Angststörungen Zwangsstörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen, Dissoziative Störungen, Somatoforme Störungen oder chronischen Schmerzstörungen. Ausschlusskriterien sind Suchterkrankungen, akute Suizidalität, psychotische Symptome, gleichzeitiges Vorliegen schwerer somatischer Erkrankung oder Pflegebedürftigkeit.

Wenn man aufgenommen wird kommt man zunächst in ein Doppelzimmer, kann aber etwa nach 2-3 Wochen in ein Einzelzimmer wechseln. In den Zimmern gibt es eine kleine Badecke mit einem Waschbecken und einer Dusche und manche haben auch eine Toilette im Zimmer, aber das ist nicht in jedem Zimmer so.

Bei der Aufnahme kriegt man einen Paten aus seiner Gruppe und die Person zeigt einem dann alles wichtige und kann im besten Fall auch deine Fragen beantworten.

Morgens und Abends gibt es Essen in Büffetform, mittags kann man sich zwischen drei Mahlzeiten entscheiden, es gibt meistens zwei normale Essen und ein vegetarisches, komplett vegane Ernährung ist etwas schwierig.

Therapien: Psychodynamisch orientierte Einzeltherapie (1x 50 Min.), Psychodynamisch orientierte Gruppentherapie (4x 100 Min.),  Konzentrative Körper- und Bewegungstherapie (2x 100 Min.), Musiktherapie (2x 90 Min.), Sporttherapie (1x 60 Min.)

Die Therapien sind von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich. Alle Therapien abseits der Einzeltherapie finden im Behandlungsteam statt, auch die wöchentliche Visite ist mit den anderen Patientinnen im Team gemeinsam. Nur einmal im Monat gibt es eine Zimmervisite und da ist man dann alleine mit seinem Behandlerteam im Zimmer. Es gibt auch noch freiwillige Angebote, wie z.B Bogenschießen, Yoga und Pilates, offene Gestaltung etc.
Man kann auch vom Arzt individuelle Physio- oder Physikalische Therapiemaßnahmen verordnet bekommen wie z.B Sauna oder Aromabäder.

Außerdem muss man morgens, eventuell mittags und abends wenn man da auch Medikamente einnehmen muss und Nachts zum Kontakten gehen. Morgens und Mittags ist es bei der Bezugspflege und Abends/Nachts ist es bei einer Pflegezentrale, es gibt mehrere Zimmer davon.

Die Einsenderin sagt, Therapieplan ist jetzt nicht voll gepackt mit Therapien, was aber auch gut ist, weil Therapie kann sehr anstrengend sein, vorallem KBT.

Man darf sein Handy dauerhaft haben in der Klinik, es ist nur verboten das man in der Klinik Videoaufnahmen oder ähnliches macht und es sind andere Patienten oder Mitarbeiter darauf klar zu erkennen. In manchen Zimmern hat man auch gratis WLAN wenn in der Nähe ein Router ist, ansonsten gibt es in der Klinik aber auch bestimmte Plätze bei denen man gratis WLAN hat.

Es gibt drei Waschmaschinen und zwei Trockner dort, kostet aber beides 1€. Aber man kann es natürlich auch aufhängen, gibt entweder im Zimmer Wäscheständer oder in der Waschküche.

Die Einsenderin schreibt:

Ich war 2 1/2 Monate dort und mir hat der Aufenthalt in gewissen Dingen auch ziemlich geholfen, die Gruppentherapie hat mir unter anderem geholfen das meine Sozialphobie etwas besser geworden ist und das ich auch mal meine Meinung sagen sollte wenn mich was stört. Ich fand es auch echt gut das man ein Einzelzimmer bekommen hat, so konnte man sich auch mal zurück ziehen wenn man wirklich Ruhe gebraucht hat und alleine sein wollte. Und das Essen dort war einfach toll, ohne zu übertreiben, aber für mich persönlich war es vom Essen wirklich die beste Klinik in der ich war. Es wird auch alles selbst gekocht dort und bei Feiertagen gibt es auch nochmal besondere Buffets, ich war über Weihnachten und Silvester dort.Es lief aber nicht alles immer gut dort, zB wegen meinen Selbstverletzungen, es wurde oft nicht richtig ernstgenommen, das in meinem Fall irgwas im Arm nicht stimmt. Es wurde immer gesagt das die Schmerzen nur psychosomatisch sind, was sie aber nicht waren bzw sind. In dem Punkt Selbstverletzung muss ich auch ehrlich sagen das die Klinik nicht ganz so gut weiter empfehlen würde. Es kommt aber auch drauf an wie „schlimm“ die Verletzungen sind. Jede Art von Selbstverletzung ist schlimm!! Aber bei eher oberflächlichen Verletzungen ist die Klinik wahrscheinlich besser geeignet. Sie kümmern sich schon um die Wunden, aber ich persönlich hab mich nicht so gut aufgehoben gefühlt mit meinen Verletzungen. Aber ich kann die Klinik an sich trotzdem weiter empfehlen, sie geben ihr bestes um einem weiterzuhelfen. Und ich konnte ja auch einige gute Sachen mitnehmen, auch wenn ich eine schlechte Erfahrung gemacht hab. Deswegen ist nicht gleich die ganze Klinik schlecht. Und in der Nähe der Klinik wohnt auch eine Familie mit Katzen, die Katzen kommen manchmal zu Besuch vorbei. Die Klinik an sich hat auch einen schönen Standort, es liegt direkt an einem Waldgebiet und es ist ziemlich ruhig dort. Degerloch ist ungefähr eine halbe Stunde zu Fuß entfernt und dort kann man auch mal bei DM einkaufen gehen wenn einem das Shampoo oder so ausgeht.






(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 15. Mai 2023

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Böblingen

 Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Böblingen

Versorgungsgebiet: Enzkreis, westlicher Teil Ludwigsburg-West, Pforzheim, Calw, Böblingen (ohne Böblingen-Süd und Sindelfingen)

(C) Foto: Calw Klinikum Nordschwarzwald

In der KJP Böblingen gibt es zwei Stationen:

Kinderstation (ca. 4-14 Jahre, 13 Betten)
Jugendstation (ca. 14-18 Jahre, 14 Betten)

Beide Stationen werden offen geführt, können aber bei Bedarf wenn sich Patienten mit akuter Eigen- und/oder Fremdgefährdung auf Station befinden auch geschlossen geführt werden.

Es gibt Doppelzimmer, sowie wenige Einzelzimmer, in die Einzelzimmer kommen überwiegend die Krisenpatienten. Auf beiden Stationen gibt es jeweils ein Isozimmer/Krisenzimmer.

Behandelt werden jegliche Krankheitsbilder des Kindes- und Jugendalters wie z.B Essstörungen, PTBS, ADHS, Persönlichkeitsentwicklungsstörungen, Depressionen oder Angststörungen.

Wenn man als Kriseninterventionspatient in einem Notfall auf Station kommt hat man zunächst 48 Stunden "Zimmerzeit", wo man sein Zimmer nicht verlassen darf und keinen Kontakt zu Mitpatienten haben darf um zur Ruhe zu kommen.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapien wie z.B SKT oder START-Gruppe (Emotionsregulationsgruppe), Bewegungstherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie

Es gibt eine Klinikschule.

Wenn man als Krisenpatient da ist bekommt man kein Handy, als Therapiepatient hat man eine Art Stufenplan und kann sich mehr und mehr Handyzeit erarbeiten. Wenn man noch kein Handy hat hat man die Möglichkeit 2x am Tag für 10 Minuten über das Stationstelefon zu telefonieren.

Beurlaubungen wie z.B am Wochenende sind möglich, das wird aber alles individuell entschieden.

Die Einsenderin schreibt:

Diese Klinik ist für mich persönlich eine der schlimmsten Kliniken in den ich je war, ich hatte das Gefühl man wird behandelt als wäre man Dreck und als Interesse es die nicht wirklich wenn es dir scheiße geht. Es wurde viel mit Fixierungen gearbeitet, schon bei Kleinigkeiten kam man in die Fixierung, anschließend ins Isozimmer und dort wird wenig bis gar nicht nach einem geschaut, trotz Durchgangsfenster. Wenn ich Hilfe gebraucht habe wurde ich nicht beachtet und es hieß nur "ja stell dich nicht so an oder du musst auch immer ein Drama machen", dann bekommt man Medikamente wie Tavor oder was anderes beruhigendes und wenn ich Redebedarf hatte war keiner da. Man ist in dieser Klinik völlig auf sich allein gestellt du gehst gefühlt rein mit Depressionen und kommst mit einem Trauma wieder raus, man wusste nie wie lange du noch da bleiben musste und einem wird nichts gesagt und man bekam auch keine Antworten auf deine Fragen
Wenn man ein Gespräch mit der Chefärztin will, dann muss man erstmal Tage lang warten bis sie dann kommt dann ist sie 5 min im Zimmer bekommt einen Anruf und sagt dir ja sie kommt in 10 min wieder am Ende siehst du sie 3 Tage später wieder. Würde niemandem empfehlen in diese Klinik zu gehen.

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

C) Foto: Calw Klinikum Nordschwarzwald

(C) Foto: Calw Klinikum Nordschwarzwald

C) Foto: Calw Klinikum Nordschwarzwald

C) Foto: Calw Klinikum Nordschwarzwald

C) Foto: Calw Klinikum Nordschwarzwald

C) Foto: Calw Klinikum Nordschwarzwald

(C) Foto: Rubner Objektbau

Montag, 8. Mai 2023

Danuvius Tagesklinik in Ingolstadt

 Danuvius Tagesklinik in Ingolstadt


 In der Danuvius Tagesklinik in Ingolstadt werden Erwachsene ab 18 Jahren mit den verschiedensten Krankheitsbildern aufgenommen wie Angsterkrankungen, Depressionen, Essstörungen, PTBS, Persönlichkeitsstörungen, psychosomatische Erkrankungen, Schizophrene Erkrankungen sowie Suchterkrankungen nach Entgiftung.

Es gibt zwei Behandlungsteams, die offene-allgemeinpsychiatrische Gruppe (die Patienten "kommen und gehen", verschiedene Krankheitsbilder) sowie die geschlossene-Essstörungsgruppe (alle Patienten werden am selben Tag aufgenommen und entlassen, daurrt 10 Wochen, behandelt werden alle Formen von Essstörungen wie Anorexie, Bulimie, Binge-Eating). Es gibt max. 8 Behandlungsplätze in der Essstörungsgruppe. Der Mindest-BMI für die Essstörungsgruppe liegt bei 15.
Die Einsenderin wurde aufgrund einer kPTBS, Bulimie sowie Depressionen in der Essstörungsgruppe behandelt.

Das Programm wird individuell auf die Patienten abgestimmt, vor Beginn der 10 Wöchigen Therapie wird mit jedem Patientein ein Vertrag abgeschlossen, bei der Einsenderin z.B wurde ein Vertrag über das Halten des Gewichts vereinbart. Bei anderen Patienten ist es je nach Gewicht zuzunehmen, oder bei Adipositas Patienten abnehmen. Es gibt eine Gewichtskurve und man wird immer 1x in der Woche gewogen, um das Gewicht dort einzutragen dann wird gesehen ob man sich an den Vertrag gehalten hat. Erfüllt man 3x dem Vertrag nicht dann gibt es eine so genannte Therapiepause von 3 Tagen. Dannach darf man wieder im die Therapie kommen.

Die Therapie beginnt um 8 Uhr und Endet um 16 Uhr. Die Patienten aus der Essstörungsgruppe frühstücken gemeinsam (ohne Aufsicht, ohne Richtmenge), die anderen Patienten frühstücken noch Zuhause. Dann gibt es um 11 Uhr eine Zwischenmahlzeit die auch eigenverantwortlich in der Gruppe zusammen gegessen wird. Das Mittagessen ist um 12:30 Uhr und wird von Therpeuten oder der Pflege begleitet, hier wird anfangs das Essen von der Essbegleitung das Essen gereicht und hier gilt es sollte alles aufgegessen werden. Anschließend gibt es noch einen Nachtisch  der auch aufgegessen werden sollte.
Nach dem Mittagessen gibt es eine Befindlichkeitsrunde in der jeder Patient die Möglichkeit hat zu erzählen was ihm schwer oder leicht gefallen ist. Und um 14 Uhr gibt es eine erneute Zwischenmahlzeit, Abends wird dann eigenständig zu Hause gegessen, und um 21 Uhr soll man ein kleines Betthupferl zu sich nehmen, das kann ein Apfel, Banane, Joghurt etc sein.
Jeder schreibt ein Essprotokoll, was man gemeinsam mit seinem Therapeuten bespricht. Montags, Mittwochs und Freitags wird gemeinsam gekocht (mit der Pflege), man entscheidet in der Gruppe gemeinsam was gekocht wird, sucht ein Rezept raus und geht dafür einkaufen.
Morgens gibt es eine Morgenrunde und vor dem Heimgehen eine Abendrunde mit der Pflege wo auch Probleme Belastungen etc. angesprochen werden können.

Therapien: Einzeltherapie (1x w. 50 Min.), Gruppentherapie, Musiktherapie, Ergotherapie, Entspannungstherapie, Bewegungstherapie

Es sind jederzeit etwa 2-3 Pfleger auf Station, die für Gespräche oder sonstiges ansprechbar sind. Einmal wöchentlich gibt es Visite mit dem Chefarzt und dem Team wo man Dinge wie Medikation, Therapieerfolg eigentlich alles ansprechen kann. Die Klinik bietet einen Sozialdienst an der bei der Bürokratie hilft.

Der Therapieplan ist nicht so eng gesetzt, das heißt man hat zwischendurch auch mal 1-2 Stunden Zeit in denen man sich frei bewegen und die Klinik auch verlassen kann.
Die Fußgängerzone mit Einkaufsmöglichkeiten ist zu Fuß in 10 Minuten erreichbar.

Bei der Essstörungsgruppe besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Therapienetz Essstörung.

Sein Handy darf man behalten, während der Therapien soll es ausgeschalten sein.

Die Einsenderin schreibt:

Ich würde die Tagesklinik auf jeden Fall weiter empfehlen und werde bald auch erneut aufgenommen. Zumal die Klinik die einzige Tagesklinik in der Region ist die ein Angebot für Essstörungen hat. Alle sind wirklich nett, von den Therapeuten, Pflegern, Ärzten bis hin zu den Reinigungskräften. Zur allgemeinen Gruppe kann ich nicht viel sagen.

Montag, 1. Mai 2023

Seepark Klinik Bad Bodenteich - Rehabereich - Kinder- und Jugendpsychosomatik

 Seepark Klinik Bad Bodenteich - Rehabereich - Kinder- und Jugendpsychosomatik

(C) MediClin

Die Seepark Klinik Bad Bodenteich ist eine psychosomatische Klinik, aufgeteilt in einen Akutbereich für Essstörungen (da haben wir euch bereits sowohl den Jugend- als auch den Erwachsenenbereich vorgestellt) sowie eine Rehaklinik, aufgeteilt in den Erwachsenenbereich, Jugendbereich sowie Kinder- und Elternbereich.

In der Kinder- und Jugendpsychosomatik im Rehabereich werden Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren aufgenommen mit den verschiedensten psychosomatischen Krankheitsbildern wie Depressionen, Schulangst, Somatoforme Störungen  (z.B. Kopf – und Bauchschmerzen), Zwangsstörungen, Angststörungen, Essstörungen, Störungen des Sozialverhaltens sowie Adipositas.

Bei jüngeren Kindern, die gemeinsam mit ihren Eltern anreisen werden außerdem ADHS, Interaktionsstörungen zwischen Eltern und Kind und Probleme mit Einnässen behandelt.

Es gibt etwa 40 Betten. Die Patienten sind aufgeteilt in 3 Gruppen: J1 (alle bis 14 Jahre), J3 (Essstörungen), J4 (Patienten ab 14 Jahren mit allen anderen Krankheitsbildern.)
Die Einsenderin wurde in der Gruppe J3 behandelt.

Es gibt Einzel- und Doppelzimmer mit eigenem Bad. Die medizinische Zentrale teilen sich die Jugendlichen mit den Erwachsenen.

Bei Essstörungen wird wie im Akutbereich auch mit einem Stufenplan gearbeitet, wo der Ausgang, die Bewegung, eventuelle Fahrstuhlbenutzungsplicht etc. geregelt wird.
Die Mahlzeiten sind begleitet. Es gibt 6 Mahlzeiten am Tag. Das Ziel ist es 500-700 g die Woche zuzunehmen, schafft man das nicht wird der Essplan erhöht. Jeden Dienstag ist wiegen, anschließend "Wiegerunde" , da muss man vor allen aus der Gruppe sein Gewicht sagen, die Stufe in der man sich befindet, wie der Bewegungsdrang dran ist etc.

Die Klinik arbeitet Verhaltenstherapeutisch.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapie, Ergotherapie, Kunsttherapie, Ernährungsberatung, Einkaufstraining, Lehrküche, Tanztherapie, Entspannungsverfahren, Sport- und Bewegungstherapie

Es ist möglich Schulunterricht in der Klinik zu bekommen.

Man hat sein Handy durchgängig und kann jederzeit raus außerhalb der Therapien. (außer man Ausgangsbeschränken aufgrund der Gewichtsstufe)

Die Einsenderin schreibt:

Pro: man hat viele Freiheiten und dauerhaft sein Handy, die Reinigungskräfte waren sehr süß

Kontra: die Pflege war selten verfügbar (oft in der Übergabe oder beschäftigt), bei Krisen haben wir Patienten uns viel untereinander helfen müssen weil die Pflege überfordert schien, das Eiweißbrot war oft schimmelig, der Therapeut der J3 war nicht wirklich hilfreich, zu wenig Pflege Personal für viel zu viele Patienten, habe als minderjährige Medikamente bekommen ohne dass meine Eltern informiert wurden, Ärzte sprechen oft schlechtes Deutsch, im Bad waren Silberfische

Ich würde die Klinik bzw. den Rehabereich nicht empfehlen, es hat bei mir alles viel schlimmer gemacht. Haben uns original gegenseitig selber mehr therapiert als der Therapeut es gemacht hat. Der hat nur mehr Wunden aufgerissen.






(C) Fotos: Einsenderin

Donnerstag, 27. April 2023

Bezirkskrankenhaus Passau - Station 3

 Bezirkskrankenhaus Passau - Station 3 

(C) Foto: Daniela Blöchinger

 Das BKH Passau ist eine Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik und behandelt Erwachsene ab 18 Jahren. Es gibt insgesamt 60 volllstationäre Behandlungsplätze auf 3 Stationen sowie 2 Tageskliniken und eine Ambulanz.

Station 1: Allgemeinpsychiatrische offene Station

Station 2: Doppeldiagnosen (Suchterkrankung sowie weitere psychiatrische Erkrankung(en))
Station 3: geschlossene Station

Die Einsenderin wurde auf Station 3 behandelt. Aufgenommen werden dort Patienten ab 18 Jahren die mit Eigen- und/oder Fremdgefährdenen Verhalten zu tun haben. Manche Patienten sind mit einem Unterbringungsbeschluss untergebracht, andere Patienten sind für einen freiwilligen Krisenaufenthalt dort.

Es gibt überwiegend Doppelzimmer, ein Einzelzimmer sowie ein Überwachungszimmer mit Fenster zum Pflegestützpunkt. Es gibt einen Essraum mit TV und mit Küche, wo man sich jederzeit Wasser, Tee und Snacks holen kann. Dann gibt 2 Aufenthaltsräume, von denen einer einen Smart TV, eine riesige Ledercoach, einen Kickertisch und ein Bücherregal hat. Es gibt ein Rauchzimmer sowie ein (gesicherter) Balkon, auf dem auch geraucht werden darf.

Neben den drei Hauptmahlzeiten wird am Nachmittag Kaffee und Kuchen angeboten.

Therapien: Einzeltherapie, 1x w. Visite, Ergotherapie, Suchtgruppe, Akupunktur, Schneckentherapie

Man kann sich jederzeit am die Pflege wenden und einen Psychologen anfordern bei Gesprächsbedarf. Eine tiergestützte Therapie mit Hunden in der Klinik ist in Planung.

Zu Beginn des Aufenthalts kommt außerdem eine Seelsorgerin zu einem auf Station, die einen auch Gespräche anbietet. Nach Wunsch nimmt sie einen auch mit zu einem kleinen Gottesdienst.

Ausgang wird inviduell geregelt. Bei längerer Aufenthaltsdauer und keinem Ausgang gehen die PflegerInnen auch mit den PatientInnen gemeinsam spazieren.

Es ist möglich nach einer Stabilisierung auf die offene Station und/oder Tagesklinik verlegt zu werden.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: Die wirklich sehr leckeren Mahlzeiten, Sauberkeit, recht modern und die wirklich liebe, fürsorgliche Pflege, nette Ärzte

Kontra: Es sind gezwungenermaßen wirklich alle Krankheitsbilder zusammen, von Demenz über Depression zu Psychosen.

(C) Foto: Einsenderin

Montag, 24. April 2023

Privatklinik Kitzberg Klinik Bad Mergentheim - Jugendbereich

 Privatklinik Kitzberg Klinik Bad Mergentheim - Jugendbereich

(C) Kitzberg Klinik

Die Kitzberg Klinik ist aufgeteilt in in das psychotherapeutische Zentrum (für gesetzliche Patienten), welches aufgeteilt ist in einen Akut-Psychosomatischen Bereich für Erwachsene, einen Rehabereich für Erwachsene, eine Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie eine Eltern-Kind Psychosomatik sowie die Privatklinik (für Privatversicherte und Selbstzahler) der Kitzberg Klinik, welche ebenfalls aufgeteilt ist in eine Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie für Erwachsene, eine Eltern-Kind Psychosomatik sowie eine Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Die Einsendeirn wurde in der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Privatklinik behandelt. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie für gesetzliche Patienten haben wir euch bereits in der Vergangenheit vorgestellt.

Aufgenommen werden Jugendliche von etwa 3-18 Jahren, bis zu einem gewissen Alter werden die Eltern mitaufgenommen. Behandelt werden sämtliche Krankheitsbilder der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit der Ausnahme von psychotischen Krankheitsbildern, Suchterkrankungen, akute Eigen- und/oder Fremdgefährdung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Traumafolgestörungen, Essstörungen (-> nennt sich A/B-Programm), Bindungsstörungen, emotionale Störungen, Angststörungen, dissoziative Störungen sowie somatoforme Störungen.

Die Privatklinik hat ein eigenes Gebäude. Es gibt insgesamt 39 Behandlungsplätze. Es gibt 6 Stockwerke, in den unteren beiden befindet sich ein Logopädiezentrum welches nichts direkt mit der Klinik zu tun hat, in Etage 3 befindet sich eine Waschküche, mehrere Aufenthaltsräume, die Büros der Therapeuten, die Kunsttherapie, die Bewegungstherapie, ein Multifunktionsraum sowie die Klinikschule. In Etage 4 sind überwiegend die Erwachsenen untergebracht, manchmal Kinder gemeinsam mit ihren Eltern sowie weitere Therapeutenbüros, in Etage 5 sind die Jugendlichen untergebracht, das Pflegebüro, eine Teeküche mit kleinem Kühlschrank sowie ebenfalls Therapeutenbüros. In Etage 6 ist der Speisesaal, der gemeinsam von den Jugendlichen sowie Erwachsenen genutzt wird.

Es gibt überwiegend Einzelzimmer, einige Doppelzimmer sowie Familienzimmer für Eltern-Kind Behandlungen. Jedes Zimmer besitzt einen Fernseher, ein Bad mit eigener Dusche, die meisten Zimmer haben auch Balkone und es gibt Kostenloses WLAN. Die Klinik verfügt über ein Schwimmbad und eine Lehrküche.

Die Klinik hat ein sehr offenes Konzept und es basiert vieles auf Absprache und Vertrauen.

Man trägt sich von Tag zu Tag selber in die Essensliste ein und kann wählen zwischen vegetarischer Kost oder Vollkost. Im Speisesaal stehen jederzeit Säfte, Kaffee, Tee, Obst, Joghurts und manchmal Kuchen zur Verfügung.

Für Patienten mit einer Essstörung, die im sogenannten A/B-Programm sind gibt es begleitete Mahlzeiten sowie anschließende Sitzzeit.

Therapien: Einzeltherapie, Bezugsgruppe, Bewegungstherapie, Körpererfahrung (für Patienten im A/B-Programm), PMR, Reittherapie, Ernährungstherapie, A/B-Gruppe, SKT, Emotionsregulationsgruppe, Walk&Talk, Empowerment Move and Slow Down,

Ab Mai 2023 startet auch ein Bezugspflege System und man hat 1x die Woche für ca. 25 min ein Gespräch. Morgens besuchen alle Jugendlichen die Klinikschule. Patienten unter 14 ohne Eltern verbringen den Tag bis 17 Uhr im Kinderzentrum (unter der Leitung von pädagogischen Mitarbeiterinnen gibt es unterschiedliche Angebote und die Kinder werden beaufsichtigt).

Sein Handy darf man tagsüber haben, voraussgesetzt man hat an allen Therapien teilgenommen (man hat eine Art "Therapiebuch", wo die Therapeuten unterschreiben, dass man teilgenommen hat oder sich abgemeldet hat). Je nach Alter variiert die Uhrzeit wann es abends abgegeben werden muss, bei der Einsenderin war es mit 17 Jahren um 21.30 Uhr. Freitags und Samstags darf man es auch über Nacht behalten. Einen Laptop oder ein iPad darf man ebenfalls mitbringen, beides darf man durchgängig haben, außer man hat an der Morgenhygiene nicht teilgenommen (dazu zählt Teilnahme am Frühstück, Medikamente abholen, zur Morgenrunde erscheinen und zur Klinikschule gehen), wenn eins davon verpasst wurde muss man es wie das Handy über Nacht abgeben.

Man kann in Therapiefreier Zeit immer Raus gehen, man trägt sich in einem Zettel aus und später wieder ein wenn man wieder da ist. Man darf bis 20 Uhr raus.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: gehen auf einen ein, wenn es einem mal nicht gut geht. Reden einem Mut zu. Struktur im Alltag. Viele Freiheiten. 3x Therapie die Woche

Kontra: manche Pfleger sprechen kaum Deutsch






(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 10. April 2023

Vitos Kinder- und Jugendklinik für psychische Gesundheit Riedstadt - Station 2

Vitos Kinder- und Jugendklinik für psychische Gesundheit Riedstadt - Station 2

Versorgungsgebiet: Darmstadt, Offenbach, Darmstadt Dieburg, Groß Gerau, Bergstraße, Odenwaldkreis

In der Kinder- und Jugendpsychiatrie Riedstadt gibt es 5 Stationen:

Station 1 - Offene Jugendstation
Station 2 - fakultativ geschlossene Jugendstation
Station 3 - Kinderstation
Station 4 - fakultativ geschlossene Jugendstation, Schwerpunkt Sucht
Station 5 - 13-18 Jahre, DBT-A Station

Außerdem gibt es eine Adoleszentenstation für Jugendliche und junge Erwachsene von 16-25 Jahren.

Die Station 4 und 5 haben wir euch bereits in anderen Posts vorgestellt, heute geht es um die Station 2.

Jede Station hat ihr eigenes Gebäude auf dem Klinikgelände, außerdem befindet sich eine Tagesklinik auf dem Gelände, eine Klinikschule, eine forensische Klinik sowie ein Tierhaus mit Pferden, Eseln und Ziegen.

Die Station 2 ist aufgeteilt in einen Regelbereich und einen Intensivbereich. Aufgenommen werden Jugendliche mit den verschiedensten Krankheitsbildern die mit akuter Eigen-und/oder Fremdgefährdung einhergehen und die sich in akuten Krisen befinden (wie z.B Suizidgedanken, nach schweren Selbstverletzungen, psychotische Krisen). Der Intensivbereich ist durch eine durch eine geschlossene Tür vom Regelbereich abgetrennt.

Im Intensivbereich gibt es 3 Einzelzimmer sowie 2 Dreibettzimmer. Neuaufnahmen kommen immer zunächst in ein Einzelzimmer und ziehen dann in ein Dreibettzimmer um. Es gibt einen Gruppenraum mit Sofa und Fernseher, der ein großes Fenster zum Dienstzimmer hat. Außerdem gibt es dort für jeden Jugendlichen ein Spint, wo Gegenstände, die zum Eigen- und Fremdschutz auf der Station verboten sind, eingeschlossen werden (wie z.B spitze Gegenstände oder Deo). Auch die Handys werden dort eingeschlossen.

Unter der Woche wird man um 06.50 Uhr geweckt, um 07.20 Uhr gibt es Frühstück, um 09.20 Uhr noch mal eine Zwischenmahlzeit (bei Hunger zwischendurch kann man die Betreuer aber auch jeder Zeit bitten dass sie einem einmal die Küche aufschließen, damit man sich etwas zu essen nehmen kann). Ansonsten finden am Vormittag verschiedene Therapien oder die Klinikschule statt. Um 12.30 Uhr gibt es Mittagessen, danach ist Still-stunde sowie Handyzeit. Von 14.30-14.45 Uhr war jeden Tag eine Gruppenbesprechung, wo man Aktivitäten für den Nachmittag plant, um 15.30 Uhr ist eine zweite Zwischenmahlzeit, um 18.00 Uhr Abendessen, danach erneute Stillstunde, danach kann man bis zur Schlafenszeit (nach dem Alters gestaffelt, bei 14-15 jährigen um 21.30 Uhr, bei ab 16 Jahren um 22.30 Uhr) noch Fernseh gucken oder ähnliches.

Therapien: Einzel- und Gruppentherapie, verschiedene tiergestützte Therapie-Angebote, Skillsgruppe, Kochgruppe, Ergotherapie, Mototherapie

Wenn man nur einige Tage zur akuten Krisenintervention da ist hat man in der Regel keine Therapien und höchstens Arztgespräche.

Handys bekommt man in der sogenannten "Stillstunde", einmal von 13.30-14.30 Uhr sowie von 18.45-20.00 Uhr, am Wochenende bekommt man es von 13.30-20.00 Uhr durchgängig. Die Kameras der Handys müssen mit Stickern überklebt werden um sein Handy benutzen zu dürfen, damit  aus Personenschutzgründen z.B keine anderen Mitpatienten oder Mitarbeiter fotografiert werden können. 

Die Einsenderin schreibt:

Pro: einige sehr nette Betreuer

Kontra: die Station sieht ziemlich unhygienisch aus, die Toiletten waren fast immer abgeschlossen und da es großen Personalmangel/Unterbesetzung gab musste man lange warten teilweise bis sie einem aufgeschlossen werden konnten, dazu gab es für den ganzen Intensivbereich nur eine Toilette und ein Bad, wo es oft weder Handtücher noch Seife gab, manche Betreuer sitzen viel im Dienstzimmer statt was mit den Patienten zu machen

Mir persönlich hat mein Krisenaufenthalt dort gar nicht geholfen und ich würde es daher nicht weiterempfehlen.





(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 3. April 2023

Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe - Station H5

 Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe - Station H5

(C) Foto: Peter Sandbiller

Die Station H5 im Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe gehört zur Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Es gibt 24 Behandlungsplätze, davon sind 5 für teilstationäre Patienten gedacht. Behandelt werden Patienten schwerpunktmäßig mit Angst- und Panikstörungen, Essstörungen, Depressionen, chronischen Schmerzen, Somatoformen Störungen, Posttraumatischen Belastungsstörungen und Zwangsstörungen.

Es gibt überwiegend Doppelzimmer, einige wenige Einzelzimmer.

Die Einsenderin wurde aufgrund einer Anorexie und komplexer PTBS behandelt.

Für Essstörungspatienten gibt Ess- und Ruhebegleitung, außerdem muss man ein Esstagebuch führen. Allerdings gibt es keine Richtmenge und man muss das Essen selbst wählen und selbst portionieren. Das Ziel ist es 500g zuzunehmen jede Woche.

Der wesentlicher therapeutischer Ansatz der Station beruht auf der Tiefenpsychologie.

Therapien: Einzeltherapie (1x die Woche), Tanz und Bewegung (2x die Woche), Kunsttherapie (2x die Woche), PMR (1x die Woche), Visite

Sein Handy darf man durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: nette Pfleger, Mitpatienten, Ausstattung, Essen.

Kontra: Medikamente werden geändert ohne Patienten zu informieren, Unschlüssige Regelungen bei Essstörungen, sind dort leicht überfordert.

Empfehlen kann ich diese Klinik definitiv nicht. Sobald einmal keine 500g zugenommen werden, wird man direkt rausgeworfen. Mit Dissoziationen sind sie auch überfordert. War für sie ein Grund mich rauszuwerfen, obwohl sie angeblich PTBS behandeln.


(C) Foto: Einsenderin