Montag, 20. Januar 2025

Schönklinik Bad Arolsen - Team 2 (Essstörungen)

 Schönklinik Bad Arolsen - Team 2 (Essstörungen)

(C) Schön Klinik Arolsen

 Die Schön Klinik Bad Arolsen ist eine psychosomatische Fachklinik, aufgeteilt in den Erwachsenen und Jugendbereich. Es gibt bereits zu verschiedenen Teams- und Abteilungen der SK Bad Arolsen Beiträge auf unserer Seite.


Heute geht es um das Team 2, welches sich im Haus Hofgarten befindet. Behandelt werden dort Erwachsene ab 18 Jahren mit allen Formen der Essstörungen (ab einem BMI von 13), es sind hauptsächlich Privatversicherte bzw. Zusatzversicherte in diesem Team, manchmal auch gesetzlich versicherte. Alle Privatpatienten haben ein Einzelzimmer, als gesetzlich versicherte Person kann man auch im Doppelzimmer landen.

Man bekommt entweder einen Gewichtszunahmevertrag (bei einem BMI unter 18,5) oder einen Gewichthaltevertrag (ab BMI 18,5). Das Ziel ist es ein BMI von 20 zu erreichen.

Es wird mit einem Tisch-System gearbeitet:
Tisch 1: Frühstück- und Mittagessen begleitet
Tisch 2: Portionieren beim Mittagessen wird begleitet
Tisch 3: unbegleitet

Man kann Zwischenmahlzeiten bekommen.

Es gibt eine Richtmenge, die jeder Patient essen soll:
Frühstück: 2 Brötchen + Butter + flächendeckender Belag
Mittagessen: 1 Portion + Dessert
Abendessen: 3 Scheiben Kastenbrot/ 2 Scheibeb ovales Brot + Butter + flächendeckender Belag + 1 Salat mit 1 Kelle Dressing

Es kann individuelle Erhöhungen geben oder Fresubinauflagen bekommen. Patient:innen die größer als 1,75 m sind bekommen automatisch bei allen Mahlzeiten die 1,5x Richtmenge.

Therapieangebote: Einzeltherapie, Cotherapieeinzel, Einzel Ernährungsberatung, Basis Psychotherapiegruppe (2x 120 min.), Basis Essstörung (1x 50 Min.), Ernährungstheorie (6x während des Aufenthalts), Indikativ Esstörung (6x), Aufbau gesundes Bewegungsverhaltens (6x), Kunsttherapie, Körperbild, Achtsamkeit und Körperakzeptanz, Indoor- und Outdoorsport, Musiktherapie, Tanztherapie, Skillsgruppe (je 4 Termine)

Die Aufenthaltsdauer beträgt bei Patienten mit Aufnahme BMI > 18,5 6-10 Wochen, bei Patienten die im Untergewicht aufgenommen werden bis sie den BMI 20 erreicht haben + zwei Wochen die als Haltephase gilt.

Die Wartezeit ist sehr unterschiedlich, die Einsenderin hat ca. 4,5 Wochen gewartet. 

Handy darf man durchgängig haben; Beurlaubungen sind für 1 Nacht möglich und werden vor- und nachbesprochen.

Die Einsenderin schreibt:

Mir hat die Station den Arsch gerettet und mir extrem geholfen, das ganze Team arbeitet eng zusammen und ist sehr wohlwollend. Man wird als Mensch und nicht lediglich als Essstörung gesehen. Vor allem meine BT hat mir sehr geholfen und mich weiter gebracht. Besonders positiv: es wurde mir ermöglicht eine Traumatherapie zu machen ab BMI 20 sowie die Teilnahme an einer stationsübergreifenden PTBS-Gruppe.  Ich kann die Klinik nur sehr empfehlen!!!!

 

(C) Einsenderin

 






Montag, 13. Januar 2025

Bezirkskrankenhaus Bayreuth - Erwachsenenpsychiatrie - Station A3

Bezirkskrankenhaus Bayreuth - Erwachsenenpsychiatrie - Station A3

Im Bezirkskrankenhaus Bayreuth gibt es verschiedene Stationen für Erwachsene:

Stationen A2 und A3. (Akutpsychiatrie)
Stationen A 4.1 und A 4.2 (Psychotherapie und Psychosomatik)
Station A6: ozialtherapeutische Akutpsychiatrie ( psychosekranke Menschen)
Station A7: Klinische Sozialpsychiatrie ( psychosekranke Menschen)
Stationen A1 und A5: Depressionen
Station G1: im beschützten Setting Demenzerkrankungen und altersverwirrte Patienten
Station G2: halb offene, halb geschlossene Aufnahmestation und gerontopsychiatrische Akutstation
Station G3: Behandlung von Depressionserkrankungen im höheren Lebensalter
Station S1: Alkohol- und Medikamentenentzug
Station S2: beschützende Aufnahmestation bei Suchterkrankungen
Station S3: Drogenentzug
Station H: Psychiatrisch-Heilpädagogische Bereich, für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Einschränkungen der kognitiv-intellektuellen Leistungsfähigkeit, die vor dem Erwachsenenalter erworben wurde.

Die Einsenderin wurde auf der Station A3 behandelt. Die Station A3 gehört zur Akutpsychiatrie und ist eine offene Station für Erwachsene ab 18 Jahren mit akuten psychischen Ausnahmesituationen. Es gibt 19 Behandlungsplätze.

Es gibt 3-Bett Zimmer, manchmal wenn die Station nicht voll belegt ist, ist man aber auch nur zu zweit oder sogar alleine auf dem Zimmer. Jedes Zimmer hat ein eigenes Bad.

Die Station verfügt außerdem über ein „Gemeinschaftsbad“ mit Badewanne, einen Aufenthaltsraum mit TV, einen Lichthof sowie einen Gruppenraum. Da es keine Küche gibt, muss man im Zimmer essen.

Die meisten Patienten bleiben nur kurz zur akuten Krisenintervention auf Station, weshalb es nur ein sehr kleines Therapieangebot gibt und die Patienten schnell wechseln.

Jeden zweiten Tag gibt es eine Morgenrunde, je 1x die Woche ist Gruppen- bzw. Ergotherapie und Einzel wird individuell ausgemacht. 1x die Woche kommt die Ernährungsberatung, für die man sich bei Bedarf (Unverträglichkeiten, Gewicht etc) anmelden kann.

Sein Handy darf man dauerhaft nutzen, außer bei den Therapien. Auch darf man (nach Absprache mit dem Therapeuten) die Station für bestimmte Zeiträume verlassen und Besuch bekommen.

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
-Schnelle Aufnahme ohne Wartezeit
-immerhin ein bisschen Therapie (für einen Akutbereich nicht selbstverständlich)
-helle Räume

Contra:
-3er Zimmer (ist schon heftig zum Teil)
-Essen (absolut nicht gut. Würde mir so oft es geht was bringen lassen)


(C) Fotos: Einsenderin

 

Montag, 6. Januar 2025

Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn - Station Sonnenhaus

 Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn - Station Sonnenhaus

(C) Einsenderin

Das Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn ist eine Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Erwachsenenpsychiatrie. Es gibt unterschiedliche Stationen mit unterschiedlichsten Schwerpunkten.

In diesem Beitrag wird es die Station Sonnenhaus gehen.

Aufgenommen werden dort Erwachsene ab 18 Jahren mit psychotischen Störungen, Zwangserkrankungen sowie komplexen psychischen Erkrankungen, die von der Station als eine eine Kombination aus ganz unterschiedlichen seelischen Störungen, die sich gegenseitig verstärken und ambulant kaum behandelbar sind definiert werden.

Es gibt 18 Behandlungsplätzen in Einzel- und Doppelzimmern. Gemeinschaftsbadezimmer gibt es auf dem Flur. Außerdem gibt es einen Gruppenraum mit integrierter Küche.
Die Mahlzeiten werden allerdings in einem stationsübergreifenden Speisesaal eingenommen.

Die Aufnahme besteht aus einer therapeutischen Aufnahme, einer oberärztlichen Aufnahe sowie einer pflegerischen Aufnahme. Nach ca. drei Wochen erfolgt eine Zweitsicht durch die Oberärztin, in der die finalen Behandlungsziele festgelegt werden und weitere Therapien angeordnet werden. Jeden Morgen findet eine Morgenrunde und zweimal pro Woche eine Abendrunde statt.

Das Behandlungskonzept ist psychodynamisch ausgerichtet.  Je nach Therapiezielen erhält man einen unterschiedlichen Therapieplan.

Therapieangebote: Einzeltherapie (2x wöchentlich), Ergotherapie, Körpertherapie, Bewegungstherapie, Entspannungsverfahren wie PMR, Yoga oder QiGong, Stresstoleranzgruppe, Selbstregulation

Man hat jederzeit die Möglichkeit Kurzkontakte mit der Pflege wahrzunehmen.

Sein Handy darf man durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: vielfältige Therapien, nettes Personal

Kontra: Badezimmer auf den Fluren, sehr viel Eigenverantwortung, strenger Umgang mit Problemverhalten, sehr schlechtes Internet auf den Zimmern

Eine weitere Einsenderin schreibt:

Mir hat es leider gar nicht gut auf der Station gefallen. Es gab nicht viel Programm, man musste sich die meiste Zeit selber beschäftigen. Leider waren viele Mitarbeiter recht unfreundlich und wenig empathisch. Für Gespräche war meist keine Zeit. Die Therapiegespräche waren sehr oberflächlich und wurden nur super kurz gehalten. Man hatte nicht wirklich die Möglichkeit über eigene Themen oder Probleme zu sprechen. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass nicht richtig zugehört wurde. Generell gab es sehr viel Ausfall wegen Krankheit oder Urlaub und dann nie eine Vertretung. Einzelne Mitarbeiter haben sich stellenweise auch etwas unprofessionell benommen, haben z.B. bei Nachfragen gleich eingeschnappt oder sogar beleidigend reagiert. Als es mir während des Aufenthalts einmal sehr schlecht ging, wurde es ...leider auch überhaupt nicht aufgefangen und ich musste mich komplett alleine (also auch ohne Hilfestellung oder ähnliches) aus einer schweren Krise holen. Das hat mich am meisten enttäuscht, denn die Situation war wirklich brenzlich. Leider gab es auch keinerlei Nachsorge, z.B. war es am Ende des Aufenthaltes nicht möglich, einen Plan zu machen, wie es jetzt weitergeht. Generell hat einfach komplett der rote Faden gefehlt und man musste sich als Patient selbst um alles kümmern und allen hinterherrennen. Dennoch gibt es ein paar positive Aspekte z.B dass das Gelände mitten in der Natur liegt, mit viel Grün und einem kleinen Bach. Einzelne Mitarbeiter sind außerdem sehr freundlich und machen ihren Job gut. Nichtsdestotrotz würde ich insgesamt von der Station abraten, weil bei mir leider mehr kaputt gemacht wurde, als dass es geholfen hat. Ich hatte den Eindruck, die meisten haben mich nur als Nummer gesehen statt als Menschen. Und man hat einfach gemerkt, dass es letztlich Allen egal war, wie es einem geht. Wenn man also die Möglichkeit hat, woanders hinzugehen, kann ich jedem raten, sich lieber eine andere Klinik oder zumindest eine andere Station zu suchen


(C) Einsenderin

 

Montag, 23. Dezember 2024

Rhein Klinik Bad Honnef - Station 1 (junge Erwachsene)

 Rhein Klinik Bad Honnef - Station 1 (junge Erwachsene)

(C) Rhein Klinik

Die Rhein Klinik in Bad Honnef ist eine psychsomatische Klinik für Erwachsene ab 18 Jahren mit verschiedenen Stationen mit unterschiedlichen Schwerpunkten (u.a auch eine Schwerpunktstation für komplexe Traumafolgestörungen). Die Einsenderin wurde auf Station 1 behandelt, welche seit 2022 einen Schwerpunkt auf der Behandlung von jungen Erwachsenen von ca. 18-30 Jahren hat. Behandelt werden verschiedene Krankheitsbilder wie Depressionen, Ängste, Traumafolgestörungen, Essstörungen oder somatoforme Störungen, nicht behandelt werden Psychosen, Abhängigkeitserkrankungen sowie Eigen- und/oder Fremdgefährdung. Die Einsenderin wurde aufgrund einer kPTBS und atypischen Anorexie behandelt.

Es gibt Doppelzimmer mit eigenem Bad, aktuell wird die Klinik umfangreich renoviert, manche Bereiche sind daher noch etwas abgenutzt. Für Privatpatienten stehen Einzelzimmer zur Verfügung.

Für die Aufnahme ist eine hohe Eigenmotivation notwendig, weil das Setting recht frei ist und viel Mitarbeit gefordert wird. Man sollte sich selbst strukturieren können und in der Lage sein an möglichst allen Therapien teilzunehmen, da sonst der Aufenthalt auch schonmal verfrüht beendet wird. Natürlich kann man mal nach Absprache und gutem Grund eine Therapie ausfallen lassen.

Die Klinik arbeitet schwerpunktmäßig psychodynamisch orientiert.

Therapien: Einzeltherapie, Gesprächsgruppe, Kunsttherapie oder Tanz- und Bewegungstherapie, Skillsgruppe, Imagination, Stationssport, Psychoedukationsgruppe

Außerdem gibt es eine Morgenrunde. Es gibt extra Gruppentherapien für Menschen mit Essstörung, aber auch dort ist es ein sehr freies und offenes Konzept. Freiwillig und je nach Bedarf gibt es auch noch Wirbelsäulengymnastik, Atemgymnastik, beckenboden Gymnastik und ähnliches, welche von Physiotherapeuten geleitet wird und echt gut sind.

Die Wartezeit für die Station beträgt aktuell ca. 3 Monaten, bei Dringlichkeit kann es aber auch schneller gehen.

Es gibt viele Angebote für Freizeitaktivitäten auch am Wochenende. Wenn man allerdings aus näherer Umgebung kommt ist es gewünscht, dass man am Wochenende für eine Belastungserprobung nach Hause fährt.

Man bleibt 8 Wochen auf Station und kann bei Bedarf auf 10 Wochen verlängern.

Die Einsenderin schreibt:

Die Pflege ist wirklich super. Total kompetent und immer für Gespräche da. Die Therapeuten waren auch alle total nett und bemüht. Ich fand besonders gut, dass sich gut im Team besprochen wurde und nicht einer am anderen vorbeiarbeitet. Ich hab mich von Anfang an super wohl gefühlt. Bei einer kptbs ist der Therapie Plan eigentlich nicht perfekt geeignet trotzdem wurde gut und individuell auf meine Probleme eingegangen, die Pflege war überwiegend sehr vertraut mit der Arbeit mit Trauma Patienten. Das Essen ist inordnung. Es gibt immer zwei Menüs, eins vegetarisch, und zusätzlich eine salatbar. Vegane Ernährung gestaltet sich etwas schwierig und ich persönlich hatte oft Hunger und musste relativ viel auch private Lebensmittel zusätzlich essen.


(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 16. Dezember 2024

Uniklinikum Erlangen - Psychosomatik Station P22

Uniklinikum Erlangen - Psychosomatik Station P22

(C) Uniklinikum Erlangen

 Im Uniklinikum Erlangen gibt es eine psychosomatische Station mit 22 Behandlungsplätzen. Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren mit verschiedensten psychosomatischen Erkrankungen wie Essstörungen, Depressionen, Angst-, Zwangs- & Persönlichkeitsstörungen, AD(H)S oder somatoforme Störungen.  Außerdem gibt es eine extra Gruppe für Post-Covid Patienten. Nicht aufgenommen werden Patienten mit Substanzabhängigkeiten, Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis, akuter Suizidalität oder Essstörungen bei einem BMI unter 13.

Die Einsenderin wurde schwerpunktmäßig wegen einer Essstörung behandelt.

Es gibt überwiegend Doppelzimmer mit eigenem Bad und Balkon, die beiden Einzelzimmer die es gibt (ohne Balkon), werden nur an Patienten vergeben, die einen bestimmten Grund haben, weshalb ein Doppelzimmer für sie schwierig ist. Die Zimmer werden willkürlich eingeteilt, also ist es nicht selten dass sich 20 jährige mit 60jährigen ein Zimmer teilen. Auch kann es sein, dass Bulimiker und Emetophobiker zusammen auf einem Zimmer sind. Die Zimmer werden täglich gereinigt.

Es gibt drei feste Mahlzeiten am Tag: Frühstück (07.30 - 08.30), Mittagessen (12.00 - 12.30) und Abendessen (18.00 - 18.30). Essstörungspatienten nehmen zusätzlich Zwischenmahlzeiten zu sich und essen am gemeinsamen Esstisch, der Mittags und Abends von Therapeuten oder jemandem von der Pflege betreut wird. Alle anderen können entweder gemeinsam im Aufenthaltsraum, im Zimmer oder bei schönem Wetter auch draußen auf dem Balkon essen.

Essstörungspatienten werden je nach BMI in verschiedene Programme eingeteilt, je niedriger das Programm, desto weniger Freiheiten hat man und bei desto weniger Therapien darf man teilnehmen. Das Essen muss (egal welcher BMI) immer ganz aufgegessen werden, wird das nicht gemacht bekommt man 24h Zimmerarrest, muss sein Handy abgeben und darf nicht bei den Therapien teilnehmen. Ziel BMI ist sehr individuell, aber mindestens 19.

Therapien: Einzeltherapie (1x 50 Min., 1x 25 Min.), Skillsgruppe (2x 50 Min.), Interaktionsgruppe (2x 90 Min.), Kunst- und Ausdruck (1x 165 Min.), Körper- und Bewegung (1x 165 Min.), Bewegung & Entspannung (2x 30 Min.)

Zudem kann man sich 1x/Woche bei der medizinischen Sprechstunde vorstellen, wenn man ein medizinisches Anliegen hat. Essstörungspatienten haben zudem 1x/Woche eine Essstörungsgruppe á 45min sowie eine Kochgruppe (an diesem Tag wird abends auch warm gegessen) Freitags trifft sich die gesamte Station zum Stationsforum, um die neuen Dienste zu losen und mögliche Verbesserungswünsche zu äußern. Am Sonntagabend erzählt jeder von seinem Wochenende. Neben den üblichen Therapien hat man die Möglichkeit in eine Bezugspflege zu gehen, mit der man individuell Termine vereinbaren kann (ca. 1-2 Termine pro Woche). Die Bezugspflege ist aber freiwillig, einige Patienten haben auch keine.

Ein Mal pro Woche ist Gruppenausgang, bei dem alle Patienten gemeinsam etwas unternehmen sollen. 2x/Woche ist fernsehfreier Abend, ansonsten steht der Fernseher im Aufenthaltsraum für Filmeabende bereit.

Durchschnittlich bleibt man etwa 8 Wochen auf Station, Post-Covid Patienten 5 Wochen. Manchmal wird verlängert. Die Ausnahme sind Essstörungspatienten, die im starken Untergewicht kamen, diese können länger bleiben.


Wenn der BMI unter 13.5 gerät, bei starken Selbstverletzungen, Suizidalität etc. oder nicht ausreichender Mitarbeit (zB Verweigerung von Mahlzeiten) wird man auf die geschlossene Station verlegt.

Die Wartezeit beträgt etwa 4-5 Monate.

Sein Handy kann man durchgängig haben, es gibt kostenloses WLAN im ganzen Haus. Besuch kann man jederzeit außerhalb der Therapien bekommen. Während seines Aufenthalts darf/soll man 2x übers Wochenende nach Hause fahren, um zu sehen wie es läuft. Das Wochenende wird in der darauffolgenden Woche nachbesprochen. 

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
-
Team (besonders die Pflege) ist top
- Essen ist lecker
- die Sauberkeit

Kontra:
- das zweite Einzel die Woche fällt oft aus
-
zum Teil Gruppen-/Zimmereinteilung
- zeitlichbegrenzte Behandlung





(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 9. Dezember 2024

Uniklinikum Jena - Psychosomatik - Station 111

Uniklinikum Jena - Psychosomatik - Station 111

(C) Uniklinik Jena

Im Uniklinikum Jena gibt es in der psychosomatischen Abteilung eine Station. Aufgenommen werden Patient:innen von 18-65 Jahren. Behandelt wird das gesamte Spektrum der psychosomatischen Störungsbildern, der Schwerpunkt liegt auf Essstörungen (auch bei schweren Fällen mit einem BMI unter 12), Somatoformen Störungen und Depressionen.

Es gibt EInzel-, Doppel- und Dreibettzimmer mit eigenem Badezimmer.

Der Schwerpunkt liegt auf einem tiefenpsychologischen Ansatz, es wird überwiegend gruppenpsychotherapeutisch gearbeitet.

Therapien: Einzeltherapie, 2x die Woche tiefenpsychologische Gruppentherapie, Tanztherapie, "Naturraum", Bildgestaltung, Achtsamkeitsgruppe, Essstörungsgruppe, Entspannung

Man bleibt etwa 8-12 Wochen auf Station.

Sein Handy hat man durchgängig und auch Ausgang, aber erst ab 15.00 Uhr darf das Klinikgelände auch verlassen werden. Die ersten beiden Wochenenden muss man auf Station bleiben, ab dem 3. Wochenende MUSS man zur Beladtungserprobung nach Hause (was v.a. bei Essstörungen zu bedenken ist und für mich persönlich therapeutisch nicht sinnvoll war)

Die Einsenderin schreibt:

Das Essstörungskonzept kann ich nicht empfehlen. Was Ernährung angeht wird man komplett allein und in Selbstverantwortung gelassen. Das Personal ist zum Großteil unqualifiziert und unsensibel bzgl. Essstörungen. Ich war sehr unzufrieden und kann die Klinik mit Essstörung nicht empfehlen.


(C) Uniklinikum Jena


 

Montag, 2. Dezember 2024

Klinikum Wahrendorff Standort Sehnde - Station 8

Klinikum Wahrendorff Standort Sehnde  - Station 8
 
(C) Klinikum Wahrendorff

 
Das Klinikum Wahrendorff bietet verschiedene Psychiatrische Stationen für Erwachsene an verschiedenen Standorten als auch Wohnangebote.

Am Standort Sehnde gibt es folgende Stationen:

Station 1:
Klinik für Seelische Gesundheit in Krisen
Station 2 und 3: Klinik für Abhängigkeitserkrankungen
Station 4 und 5: Klinik für seelische Gesundheit im Alter  (Gerontopsychiatrie)
Starion 6: Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
Station 7: Klinik für Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie
Station 8: Klinik für Kultursensible Psychotherapie
Station 9: Wahlleistungen
Station 10: Aufnahmestation
Station 11: Klinik und Station für Traumatherapie

Die Einsenderin wurde auf Station 8 behandelt.

Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren, die Station will ein kultur- und sprachsensibles Therapieangebot bieten für Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft. Alle Mitarbeiter auf Station sprechen zwei oder mehrere Sprachen und viele haben selbst eine Migrationsbiographie. Es wird Deutsch auf Station gesprochen, aber viel mit Dolmetschern koorperiert.

Die Station befindet sich im sehr modernen Neubau, wo u.a Roboter durch die Gegend laufen und einem den Weg zeigen. Es gibt Einzel- und Doppelzimmer, für Pflegebedürftige Patienten kann es Zimmer mit "Krankenhausbetten" geben, die restlichen Zimmer sind sehr wohnlich eingerichtet. Alle Zimmer haben auch ein eigenes helles Bad. Rund um die Klinik gibt es ein großes Klinikgelände, wo man auch schön spazieren gehen kann.

Behandelt werden alle allgemeinpsychiatrische Krankheitsbilder wie Depressionen, Ängste, PTBS, Persönlichkeitsstörungen, Somatoforme Störungen, Zwangsstörungen oder Psychosen.

Das Therapieprogramm ist sehr vielfältig und wird individuell für jeden Patienten festgelegt. Es kommen Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, systemische aber auch Verhaltenstherapeutische Methoden zum Einsatz.

(mögliche) Therapien: Einzeltherapie, verschiedene Gruppentherapien (u.a Depressionsgruppe, Stresstoleranzgruppe, Skillsgruppe, Training sozialer Kompetenzen, Achtsamkeitsgruppe, offene psychotherapeutische und themenzentrierte psychoedukative Gruppe), Ergotherapie, verschiedene Sportangebote, Yoga, Tanztherapie, Stockkampfkunst, Musiktherapie

Normalerweise erfolgt die Aufnahme auf Station über eine Warteliste, die Einsenderin schreibt zuletzt war die Wartezeit etwa 4-6 Monate. Manchmal kann man aber bei einem freien Platz wie die Einsenderin von der geschlossenen Station anschließend auch auf diese Station zur weiteren Therapie verlegt werden.

Sein Handy darf man durchgängig haben. Tages- und Wochenendbeurlaubungen sind möglich und muss man mit seinem Therapeuten absprechen.

Die Einsenderin schreibt:

Ich muss für mich persönlich sagen, dass es die beste Klinik war, in der ich war. Top Personal, top Therapeuten, die Klinik schaut super gut aus, behindertengerecht, man wurde als Mensch gesehen und nicht als Akte. Ich hatte gefühlt alle Therapeutinnen schon mindestens einmal im Gespräch und diese Menschen dort sind einfach herzlich und menschlich. Bei den Pflegekräften war es halt mal so, mal so, aber zu 80% auch nur nette Leute.

(C) Fotos: GärtnerMöbel, Klinikum Wahrendorff, Einsenderin









 

Montag, 30. September 2024

LWL Klinik Münster - Station 16.1

 LWL Klinik Münster - Station 16.1 

Versorgungsgebiet: Stadtgebiet Münster mit Ausnahme der Bezirke: Münster-West (Gievenbeck, Sentrup, Mecklenbeck, Albachten, Roxel und Nienberge) Amelsbüren, Neutor, Schloß, Pluggendorf, Aaseestadt, Geist, Duesberg


In der LWL Klinik Münster werden Erwachsene ab 18 Jahren behandelt, es gibt verschiedene Stationen:

Station 16.1: Krisenintervention (geschlossen geführt)
Station 16.2: Schwerpunkt Depressionen
Station K3: Akut- und Notfallbehandlung (geschlossen geführt)
Station K2: Offene allgemeinpsychiatrische Station
Station 21.3: offene allgemeinpsychiatrische Station
Abteilung „Spezielle Psychotherapie“: Persönlichkeitsstörungen, Psychotraumastörungen, Ängsten, Depressionen, Verhaltensstörungen, Essstörungen, AD(H)S, Zwänge
Station K5: Schwerpunkt jüngere Patienten/-innen mit Persönlichkeitsstörungen sowie lebenserfahrenere Patienten/-innen mit dem Schwerpunkt auf neurotische Erkrankungen
Station K4: Krisenintervention, Stabilisierung, stationäre Diagnostik und Motivationsbehandlung

Außerdem gibt es eine psychosomatische Station, gerontopsychiatrische Stationen sowie Stationen für Suchterkrankungen.

Die Station 21.3 haben wir euch bereits vorgestellt. Heute geht es um die Station 16.1.

Die Station 16.1 wird geschlossen geführt und nimmt Patient:innen ab 18 Jahren mit jeglichen Erkrankungen auf, die mit akuter Eigen- und/oder Fremdgefährdung einher gehen.

Es gibt Doppel- und Dreibettzimmer mit eigenem Badezimmer, außerdem gibt es drei "Intensivzimmer", die entweder mit Kamera oder Sichtfenster zum Dienstzimmer ausgestattet sind, für Patient:innen die vorrübergehend besonders intensive Überwachung brauchen. 

Ein typischer Tag hängt ganz von der jeweiligen „Therapie-/Ausgangsstufe ab. Ab Stufe zwei nimmt man an der Beschäftigungstherapie (Ergotherapie), dem Morgenspaziergang und de anderen Beschäftigungsangeboten auf der Station teil. Die tägliche Visite bietet auch in Stufe 0 & 1 eine gewisse Struktur. Sofern man nicht in der Reizabschirmung ist, isst man bis Ausgangsstufe 4 alle Mahlzeiten im Aufenthaltsraum. Ab Stufe 4 geht man in die große Kantine. Einzeltherapie gibt es nicht, nur Visite. Individuell kann man auch Angebote wie Sport, Musiktherapie oder Entspannung verordnet bekommen.

Die Aufnahme auf Station erfolgt akut über die Notaufnahme. Wie lange man auf Station bleibt ist sehr unterschiedlich oft nur wenige Tage bis die akute Krise überwunden ist, teilweise z.B bei einem Unterbringungsbeschluss aber auch länger.

Ob man sein Handy haben darf oder nicht ist auch individuell, bei akuter Suizidalität und Aufenthalt im Intensivzimmer wird es einem z.B aus Reizabschirmungsgründen abgenommen. Es gibt strenge Regeln um die Sicherheit aller Patient:innen zu gewährleisten, alle Patienten werden "gefilzt", man darf nichts aus Glas haben, kein Sprühdeo, keine Rasierklingen, Kuscheltiere nur bis zu einer DINA4 Größe etc.

Man hat eine Ausgangssperre bis Ausgangsstufe 4 erreicht wird, Stufe 0 ist kein Ausgang, Stufe 1 ist Ausgang in 1:1 Begleitung, Stufe 2 ist allgemeiner Ausgang mit Personal, Stufe 3 ist Ausgang mit Besuch und Stufe 4 Einzelausgang. Es gibt feste Besuchszeiten, wo man auf Station Besuch erhalten kann (wochentags 16.00-20.00 Uhr, am Wochenende 10.00 - 20.00 Uhr) und je nach Ausgangsstufe auch gemeinsam mit dem Besuch die Station verlassen darf.

Die Einsenderin schreibt: Ich war sechs Tage auf der Station & hab mich gut aufgehoben gefühlt. Die Station ist für akute Krisen und so finde ich es sehr schade, dass es nicht wirklich Einzeltherapiegespräche gibt. Alles was man auf der Seele hat, wird in der täglichen Visite (max. 10 Min.) besprochen.
 




Montag, 23. September 2024

LWL Klinik Münster - Station 21.3

 LWL Klinik Münster - Station 21.3

Versorgungsgebiet: Stadtgebiet Münster mit Ausnahme der Bezirke: Münster-West (Gievenbeck, Sentrup, Mecklenbeck, Albachten, Roxel und Nienberge) Amelsbüren, Neutor, Schloß, Pluggendorf, Aaseestadt, Geist, Duesberg


 
In der LWL Klinik Münster werden Erwachsene ab 18 Jahren behandelt, es gibt verschiedene Stationen:

Station 16.1: Krisenintervention (geschlossen geführt)
Station 16.2: Schwerpunkt Depressionen
Station K3: Akut- und Notfallbehandlung (geschlossen geführt)
Station K2: Offene allgemeinpsychiatrische Station
Station 21.3: offene allgemeinpsychiatrische Station
Abteilung „Spezielle Psychotherapie“: Persönlichkeitsstörungen, Psychotraumastörungen, Ängsten, Depressionen, Verhaltensstörungen, Essstörungen, AD(H)S, Zwänge
Station K5: Schwerpunkt jüngere Patienten/-innen mit Persönlichkeitsstörungen sowie lebenserfahrenere Patienten/-innen mit dem Schwerpunkt auf neurotische Erkrankungen
Station K4: Krisenintervention, Stabilisierung, stationäre Diagnostik und Motivationsbehandlung

Außerdem gibt es eine psychosomatische Station, gerontopsychiatrische Stationen sowie Stationen für Suchterkrankungen.

Die Einsenderin wurde auf der Station 21.3 behandelt. Aufgenommen werden dort Patienten ab 18 Jahren mit jeglichen psychiatrischen Erkrankungen, solange keine akute Eigen- und/oder Fremdgefährdung besteht oder eine Suchterkrankung im Vordergrund steht. Die Einsenderin schreibt viele Patienten auf Station hatten Depressionen, eine Bipolare Störung oder eine Psychose. Teilweise können Säuglinge und Kleinkinder gemeinsam mit Mutter oder Vater mitaufgenommen werden.

Es gibt Einzel- und Doppelzimmer, teilweise mit eigenem Bad, viele Zimmer haben aber auch nur ein Waschbecken auf dem Zimmer und ansonsten gibt es 2 WCs und 2 Duschen auf dem Flur.

Der Tag startet um 07.45 Uhr mit dem Frühstück, um 12.30 Uhr geht es zum Mittagessen in die Kantine (es ist auch eine vegane Ernährung möglich), um 18.00 Uhr ist Abendessen.

Jeder Patient erhält einen individuell zusammen gestellten Therapieplan je nach Krankheitsbild.

Mögliche Therapien: 1x wöchentlich Einzeltherapie, Depressionsgruppe, MKT, Ergotherapie (4x w.), Sport, Kegeln, Schlafedukation, Skillsgruppe, Pilotprojekt, Yoga, Bildhauerwerkstatt, Musiktherapie, Kunsttherapie, Arbeitstherapie, Entspannung

Es gibt eine tägliche Visite.

Durchschnittlich bleibt man etwa 6-8 Wochen auf Station, es kann aber auch abweichen. Man kann geplant über eine Warteliste aufgenommen werden (Wartezeit ca. 2-3 Wochen), man kann aber auch von einer der Notaufnahmestationen oder der geschlossenen Station verlegt werden.

Sein Handy / Tablet / PC etc. darf man durchgängig haben.

Ausgang im bestimmten Radius für 2 Stunden, alles andere muss in der Kurzkontaktvisite angefragt werden, Besuch ab 16 Uhr möglich, Belastungserprobungen werden in der Therapie vorbesprochen, am 1. Wochenende nicht möglich, am 2. Wochenende tagsüber (6-8h), danach mit Übernachtung, keine Begrenzung der Stunden.

Die Einsenderin schreibt:

Positiv: sehr kompetenter Chefarzt, meine Regelmedikation wurde umgestellt, nachdem keinem Arzt vorher auffiel, dass durch die Kombination an Medikamenten (SSRis Antidepressiva mit Triptanen) starke Wechselwirkungen entstehen/ entstanden sind

Negativ: Vieles wird mit Bedarfsmedikation "geregelt", allgemein die LWL Klinik geht sehr locker mit Bedarfsmedikation wie Lorazepam, Neuroleptika und anderen Beruhigungsmitteln um

Ich wurde über die Notaufnahmestation aufgenommen, Hauptdiagnose Borderline, aufgenommen worden wegen schwerer depressiver Episode/ Symptome, mir hat die Station nicht geholfen, da das Pflegeteam sich nicht mit einer Borderlineerkrankung auskennt. Ich bin nach vier Wochen auf die Geschützt geführte Station gekommen, weil meine Borderlineerkrankung durch die nicht-Behandlung schlimmer wurde. Ich denke aber, für reine Depressionen und Psychosen ist die Station gut, einige Mitpatienten sind sehr zufrieden, das Pflegeteam bemüht sich, alle sind sehr nett, aber für Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen, Angststörung ist die Station nicht geeignet
 

 

Montag, 16. September 2024

Alexianer Krankenhaus Münster - Klinik Maria Brunn - Station Wendelin

 Alexianer Krankenhaus Münster - Klinik Maria Brunn - Station Wendelin 


 In der Klinik Maria Brunn werden Erwachsene ab 18 Jahren mit den verschiedensten psychischen Erkrankungen behandelt, die Schwerpunkte liegen auf (chronischen) Depressionen, Ängste, Zwänge, Borderline-PS und psychotische Störungen / Schizophrenie.


Es gibt 4 Stationen (Station Wendelin, Station Anna, Station Hildegardis rechts und Station Hildegardis links) ,wobei Station Hildesgardis links die Möglichkeit hat geschlossen geführt zu werden und 12 Patienten in einem geschützten Rahmen zu behandeln und über entsprechende Überwachungszimmer und einen geschlossenen Hof verfügt. Die Klinik hat aber keinen Sektor-Versorgungsbereich, sondern nimmt im geschützten Bereich entweder Patienten nach Vorgespräch auf oder Krisen-Patienten aus den eigenen Wohneinrichtungen, den eigenen Werkstätten oder den anderen Alexianer- Kliniken.

Die Klinik liegt auf dem großen Alexianer-Campus am Rande von Münster, wo sich u.a weitere Kliniken (Don Bosco Klinik - private KJP, Damian Klinik - Gerontopsychiatrie) befinden, aber auch Wohngruppen, Werkstätten, ein Hotel, eine Forensische Klinik, viel Natur und einen Bereich mit Tieren (u.a Esel, Hühner und Ziegen), außerdem gibt es einen Reitstall für die Reittherapeutischen Angebote, einen Garten der Stille und eine Gärtnerei. In 10 Minuten fußläufig ist man am Dortmund-Ems Kanal, ein Bus fährt einmal die Stunde ab an der Klinik und bringt einen in die Innenstadt von Münster.

Die Einsenderin wurde auf Station Wendelin behandelt. Aufgenommen werden dort Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörungen sowie Patienten mit Depressionen (bei Depressionen bis max. 35 Jahren). Für Borderline-Patienten stehen 12 Behandlungsplätze zur Verfügung.

Es gibt Doppelzimmer mit eigenem Bad, für Privatpatienten Einzelzimmer. Es gibt eine Patientenküche auf Station, wo man selbstständig kochen und backen kann sowie Lebensmittel lagern kann.

Der Tag startet um 08.00 Uhr mit dem Frühstück, anschließend folgen verschiedene Therapien, gegen 12.30 Uhr geht man gemeinsam in eine auf dem Gelände liegende Kantine (wo auch die anderen Kliniken essen) fürs Mittagessen, ab 14.30 Uhr sind dann erneut Therapien bis max. 16.00 Uhr, um 18.00 Uhr ist Abendessen, Abends oft Beisammensitzen in Patientengruppen.

Bei Borderline-Patienten arbeitet die Station nach dem DBT-Konzept.

Therapieangebote im DBT-Konzept: Einzeltherapie, Bezugspflegegespräch, Basisgruppe, Skillsgruppe, Achtsamkeitsgruppe, Bezugsgruppe, Körperwahrnehmung, 2x Sporttherapie, 3x Ergotherapie, Forum

In Absprache mit den Therapeuten kann man weitere Therapien bekommen wie Musiktherapie Einzel, Sportth. Einzel, Klettern, Bogenschießen, Körperwahrnehmung Einzel, physikalische Anwendungen oder Reittherapie (max. 5x).

Die Aufenthaltsdauer im DBT-Programm beträgt 8 Wochen, nach 12 Monaten kann man nochmal zu einer Auffrischung wiederkommen, wo man dann erneut 8 Wochen auf Station bleiben kann. 

Die aktuellen Wartezeiten liegen etwa bei 6-12 Monaten.

Das erste Wochenende wird auf Station verbracht, anschließend muss man am Wochenende für 24 Stunden über Nacht auf Belastungserprobung gehen. In den Ausgang gehen kann man außerhalb der Therapien jederzeit, sein Handy kann man auch durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Meine Erfahrungen sind sehr positiv! Patienten werden stets auf Augenhöhe behandelt, sehr wertschätzender Umgang mit Personal aber auch Mitpatienten, DBT-Therapieprogramm ist anstrengender als Depressionsbehandlung, weil wir mehr spezifische Therapietermine haben, ich bin nach 8 Wochen mit einem guten Gefühl entlassen worden und werde auch die Wiederauffrischung dort machen.