Montag, 29. April 2024

Schön Klinik Hamburg-Eilbek - Station 6D

 Schön Klinik Hamburg-Eilbek - Psychosomatik -  Station 6D 

(C) SK Eilbek

Die Schön Klinik Hamburg-Eilbek ist eine somatische, psychiatrische und psychosomatische Klinik und behandelt Patienten ab 18 Jahren. In diesem Beitrag wird es um die Station 6D gehen.

Aufgenommen auf dieser Station werden Patient*innen im jungen Erwachsenenalter von 18 Jahren bis ca. 27 Jahren. Es werden sowohl Kassen- als auch Privatpatienten behandelt. Es ist ein Altbau mit teilweiser Renovierung.

Die Station 6D knüpft noch an die Station 6C an, welche sich auf dem gleichen Stockwerk befindet und auf welcher Patient*innen der Allgemeinpsychosomatik behandelt werden. Die Zimmer für Patient*innen der Station 6D werden auch auf der Station 6C vergeben. Dadurch ergeben sich mehr freie Plätze. Beide Stationen sind aber genau nebenan. Es gibt hauptsächlich Doppelzimmer und einige Einzelzimmer. Letztere werden häufig für mobilitätseingeschränkte Patient*innen verwendet, im Einzelfall ist das Belegen eines Einzelzimmers auch aus anderen Gründen möglich, wie es auch bei der Einsenderin der Fall war.

Auf der Station 6D gibt es vier Teams:
Team D1A: Patient*innen mit Essstörung
Team D2A: Patient*innen mit Depressionen und Angsterkrankungen
Team D1B: Patient*innen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung und Essstörung
Team D2B: Patient*innen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung

Die Einsenderin wurde im Team D1B für ca. 11½ Wochen behandelt.

Wenn man mit einer Essstörung dort ist wird mit einem 3 Phasen Konzept gearbeitet.

Stufe 1: Essbegleitung beim Mittagessen mit Portionstraining. Mit dabei ist immer die Ernährungstherapeutin selbst, eine Pflegekraft, die Stationsärztin oder ein Psychotherapeut, allerdings nur von Dienstag bis Freitag. Frühstück und Abendessen findet gemeinsam mit der Gruppe in einem kleinen Essensraum statt.

Stufe 2: Keine Essbegleitung und Portionstraining mehr. Frühstück darf alleine auf dem Zimmer eingenommen werden. Abendessen findet gemeinsam mit der Gruppe in einem kleinen Essensraum statt. Man darf sich eigene Aufstriche, Beläge etc. kaufen. Zusätzlich kommt die Lehrküche, das wöchentliche Abendessen in einem Restaurant mit der Gruppe (DinersClub) und einem wöchentlichen Kaffe- und Kuchen Trinken in einem Café mit der Gruppe hinzu (Kaffeeklatsch).

Stufe 3: Keine Essbegleitung und Portionstraining mehr. Frühstück und Abendessen darf alleine auf dem Zimmer eingenommen werden. Lehrküche, DinersClub und Kaffeeklatsch ist nach wie vor Teil der Therapie.

Das Essen in der Klinik selbst wird in einem Buffetwagen serviert. Light-Produkte o.ä sind verboten zu kaufen. Zusätzlich muss täglich ein Essprotokoll geschrieben werden, ebenso nach dem DinersClub, dem Kaffeeklatsch und nach der Lehrküche (Reflexionsbogen). Bei zu niedrigen Gewicht wird ein Gewichtsvertrag geschlossen.

Im D1B-Team werden folgende Therapien fest angeboten: Einzeltherapie (1× 50 min. die Woche oder 2× 25 min.), Skillsgruppe 1 und 2, Basisgruppe, Morgenrunde (inkl. Wochenzielen), Achtsame Bewegungstherapie, Physiotherapie, SKT, Sozialtherapiegruppe, PMR, Basisernährungsgruppe, Lehrküche, Ernährungsberatung (ca 1x 30 MIn. die Woche), Körperskillsgruppe (1× pro Aufenthalt)

Außerdem hat man mindestens 1× Woche ein Bezugspflegegespräch (ca. 30 Minuten). Für die achtsame Bewegungstherapie findet ein Vorgespräch statt, um der Sporttherapeutin erste Informationen über sich selbst zu geben und um zu erfahren, wie die achtsame Bewegungstherapie abläuft. Die Visite findet wöchentlich am Donnerstag statt. Ebenso das wöchentliche Wiegen.

Es ist auch die Verordnung von individuellen Therapien möglich wie Maskengruppe, Kunsttherapie (offenes Atelier), Depressionsbewältigungsgruppe, Yoga, Körpererfahrungsgruppe und es gibt die Möglichkeit Gespräche beim Sozialdienst wahrzunehmen.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit nach vorheriger ärztlicher Absprache einen Kraft- und Trainingsraum zu nutzen.

Das DBT-Programm läuft dort in folgendem Konzept:

Es gibt eine Skills 1 (Stresstoleranz) und Skills 2 Gruppe (Emotionsregulation und zwischenmenschliche Fertigkeiten). Sobald man die Module der Skills 1 Gruppe abgeschlossen hat, stellt man in der nächsten Visite ein Plakat vor. Danach ist man in der Skills 2 Gruppe.

Selbstverletzungen werden dort geduldet, da es zum Krankheitsbild gehört. Allerdings muss natürlich eine Verhaltensanalyse geschrieben werden und man bekommt ein 2-Stunden-Timeout. Ist aber natürlich nicht gerne gesehen und umso länger man in der DBT-Therapie ist, umso weniger SVV wird erwartet.
Ist das nicht der Fall, könnte das als Problemverhalten/therapieschädigendes Verhalten angesehen werden und man wird darauf aufmerksam gemacht das Erlernte anzuwenden.

Der Konsum von Alkohol, Drogen o.ä. ist, mit Ausnahme von Zigaretten, strengstens untersagt. Bei geringsten Delikten diesbezüglich wird man rausgeworfen.

Nach dem DBT-Programm gibt es auch die Möglichkeit einer teilststionären Weiterbehandlung in einer Tagesklinik. (je nach Wohnort)

Es gibt Waschmaschinen (eine Wäsche 2€), Trockner (kostenlos) und Wäscheständer. Letztere sind aber heiß begehrt 😉

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
- Super nettes und größtenteils wirklich kompetentes Personal
- Lage (direkt an einem Park mit angrenzender S-Bahn Station)
- Man bekommt "Laufzettel", um in den ersten Tagen überall richtig zu sein
- Sehr toll umgesetztes DBT-Konzept, vor allem die Skills 2 Gruppe kann ich wirklich empfehlen
- Bei Bedarf werden auch umfangreiche körperliche Untersuchungen durchgeführt (z. B. Knochendichtemessungen, Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruckmessung)
- Die Diary-Card jeden Tag zu schreiben war für mich sehr wertvoll und gut für die Reflexion

Kontra:
- Essen ist dort leider echt nicht das Beste
- Einzelne Mitpatient*innen legten zu meiner Zeit dysfunktionales Verhalten an den Tag, welches andere mit schädigte
- Zimmer dort könnten sauberer sein
- Der Pflegestützpunkt dort hat "Öffnungszeiten ". Zwar kann man in dringenden Angelegenheiten natürlich immer klopfen, aber es gibt einen das Gefühl immer erst abwägen zu müssen ob das Anliegen wichtig genug ist.
- Station etwas heruntergekommen, man merkt dass sie ihre besten Zeiten hinter sich hat


Trotz einiger Nachteile kann ich das DBT-Programm dort empfehlen, wenn man bereit ist, etwas an sich zu ändern. Mir hat es sehr geholfen.
(Alle Informationen und Angaben ohne Gewähr.)

 
 




(C) Fotos: Einsenderin



 

Donnerstag, 4. April 2024

Fachklinik "JuLe" - Kinder- und Jugendpsychiatrie Lübeck

 Fachklinik "JuLe" - Kinder- und Jugendpsychiatrie Lübeck

Versorgungsgebiet: Kreis Ostholstein, Lübeck, Kreis Storman, Kreis Herzogtum Lauenburg

(C) Einsenderin

Es gab bereits vor einiger Zeit einen Beitrag über die KJP Lübeck, da die Klinik aber umgezogen ist in einen Neubau, sich dadurch die Stationsaufteilung und einige Dinge geändert haben gibt es nun einen neuen Post:

Im Neubau gibt es 50 Betten auf 5 Stationen:

Station 1: Akutaufnahmen, Therapiebereich für Psychosen sowie angeschlossener Subakutbereich
Station 2: Jugendstation von ca. 13-18 Jahren , Schwerpunkt Traumafolgestörungen
Station 3: Kinderstation von ca. 6-12 Jahren
Station 4: DBT-A Station für Mädchen von ca. 14-19 Jahren (Wellenreiter)
Station 5: DBT-A Station für Jungen von ca. 13-19 Jahren (Poseidon)

Die Einsenderin wurde auf Station 1 und Station 4 behandelt.

Auf Station 1 werden Jugendliche in akuten Krisen aufgenommen, die u.a mit Eigen- und/oder Fremdgefährdung einhergehen wie Suizidgedanken.
Es gibt Einzel- und Doppelzimmer und einen Krisenraum.
Es gibt kein festes Therapieangebot außer jeden Tag einen therapeutischen Kurzkontakt, wenn man längerfristig auf Station bleibt, hat man ein festes wöchentliches therapeutisches Einzelgespräch.
Handys sind auf Station 1 komplett verboten.
Es ist sehr individuell wie lange man auf Station ist, einige bleiben nur 1-2 Tage, anderer sind aufgrund Unterbringungsbeschluss mehrere Monate da.

Auf Station 4 werden Mädchen von ca. 14-19 Jahren aufgenommen, die Probleme aus dem emotional-instabilen Bereich haben (z.B Selbstverletzungen, Suizidgedanken, Anspannungszustände, Stimmungsschwankungen, Impulsivität, Identitätsunsicherheit, Dissoziationen, Traumata). Die Station Wellenreiter ist eine Therapiestation, die nach dem Konzept der Dialektisch-Behavioralen-Therapie für Adoleszente (DBT-A) arbeitet.

Die Dialektisch-Behavioralen-Therapie für Adoleszente ist eine verhaltenstherapeutische Therapie, die für Jugendliche mit einer Borderline-Persönlichkeitsentwicklungsstörung erfunden wurde, es gibt verschiedene Module (Stresstoleranz, Emotionsregulation, Zwischenmenschliche Kompetenzen, Innere Achtsamkeit) in denen man verschiedene Skills kennenlernt.

Die Station wird offen geführt, Ausschlusskriterien zur Aufnahme sind akute Drogenabhangigkeit (negativer Drogentest muss vorliegen), akute Suizidalität, akute Essstörungen (es gibt eine Essensvereinbarung die eingehalten werden muss sowie ein individueller Mindest-BMI), akute Suizidalität oder wenn kein fester Wohnort vorliegt.

Die Therapie dauert immer genau 3 Monate. Es gibt 10 Behandlungsplätze und ausschließlich Doppelzimmer mit eigenem Bad. Es gibt allerdings 6 Doppelzimmer, weshalb man teilweise ein Doppelzimmer zur alleinigen Nutzung hat.

Es gibt 3 feste Essenszeit um 7:30 Uhr (Frühstück), um 12:15 Uhr (Mittag essen) und um 18:00 Uhr Abendbrot. Die Mahlzeiten sind verpflichtend und es muss eine MIndest-Menge gegessen werden.  Einmal die Woche ist Therapiekochen, d.h eine Kleingruppe an Patienten kocht gemeinsam mit dem PED für die ganze Station, zweimal die Woche ist freies Essen, da kann man sich z.B was kaufen zum Essen oder kochen auf Station.
Einmal wöhentlich werden alle Patienten gewogen.

Es gibt jeden Morgen einen gemeinsamen Morgenspaziergang. Abends muss man um 21.15 Uhr auf seinem Zimmer sein.

Therapien:  Einzeltherapie (1x wöchentlich, wenn man Traumatherapie auf Station macht 2x wöchentlich), Skillsgruppe (2x wöchentlich,
wo die DBT Module behandelt werden), Kunsttherapie, Commitment Gruppe /Compassion-Gruppe, Bewegungstherapie, Sport, Skillsübungszeit (2x wöchentlich)

Außerdem gibt es Therapien die man individuell „verordnet“ bekommen kann wie Reittherapie, Hundetherapie, Musiktherapie, Ergotherapie, Band-Gruppe oder Garten-Gruppe. Und man hat eine
Bezugspersonenstunde.

Teilweise wird Trauma-Therapie angeboten, dann hat man 1 Einzeltherapiegespräch mehr die Woche.

Einmal die Woche findet die StaKo (Stationskonferenz) statt, wo das Zusammen leben auf Station besprochen wird. Außerdem gibt es einmal die Woche eine Außenaktivität wo man entweder einen Ausflug macht oder ein Projekt auf Station macht wie z.B Lagerfeuer, was kreatives etc. Zweimal die Woche gibt es auch noch gemeinsame Zeit, wo alle Patienten zusammen kommen und man z.B was spielt oder auch was kreatives macht.

Alle Patienten besuchen die Klinikschule, auch wenn man z.B die Schule schon abgeschlossen hat ist es verpflichtend die Klinikschule zu besuchen, dort wird dann individuell geguckt was man macht.

Bei Selbstverletzungen oder anderem schädlichen Verhalten (z.B Erbrechen, das wird individuell festgelegt) muss eine Verhaltensanalyse geschrieben werden, die anschließend in der Therapie besprochen wird. Jeden Abend wird die sogenannte Diary-Card mit dem PED besprochen, wo man z.B Selbstverletzungsdruck einträgt. Jeder Patient erstellt im Laufe seines Aufenthalts eine individuelle Skillskette.

 

Bei Beginn muss man einen Behandlungsvertrag unterschreiben und die Regeln und ggf. folgenden Konsequenzen akzeptieren. Im Gegensatz zu anderen Stationen fliegt man vielleicht relativ schnell, einfach da das DBT-A Konzept mit sehr klaren Regeln arbeitet, die aber transparent kommuniziert werden.

Es gibt eine feste Medienzeit jeden Tag, wo man sein Handy bekommt und in der Zeit nutzen kann.

Von Samstag auf Sonntag fahren alle Patienten für eine Nacht in die Beurlaubung, nur in sehr großen Ausnahmen kann man auf Station bleiben.

Rauchen ist erlaubt ab 14 Jahren wenn die Eltern das unterschreiben. (Max. 8 Zigaretten am Tag)

Die Einsenderin schreibt, sie würde die Station definitiv weiterempfehlen. 

 



 







Montag, 4. März 2024

kbo-Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg - Station A3

 kbo-Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg - Station A3

Versorgungsgebiet: Landkreise Traunstein, Altötting, Mühldorf, Rosenheim und teilweise aus dem Landkreis Ebersberg. 
 
(C) kbo

 Im ko-Inn-Salzach-Klinikum in Wasserburg gibt es verschiedene Stationen darunter verschiedene geschlossen geführte Stationen (davon eine nur für Frauen mit einer Mutter-Kind Einheit), eine psychosomatische Abteilung mit 4 Stationen, ein Bereich für Gerontopsychiatrie, eine spezielle Station für  Menschen mit Intelligenzminderung und psychischen Erkrankungen, ein Suchtmedizinisches Zentrum. sowie das ZEPP (Zentrum für Psychose-Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen),

Die Einsenderin wurde auf der Station A3 (B2.2) behandelt.
Die Station befindet sich im Neubau und nimmt Patienten ab 18 Jahren in akuten Krisen auf, die u.a mit Eigen- und/oder Fremdgefährdung einher gehen. Die Station wird geschlossen geführt.

Es wird 24 Behandlungsplätze in Doppelzimmern mit eigenem Bad. Es gibt zwei Zimmer die als Überwachungszimmer dienen und einen Time-Out-Raum. Hinzu gibt es die Küche, wo man sich Rund um die Uhr Essen nehmen kann, jedoch sollten die Essenszeit en grundsätzlich eingehalten werden. Zudem gibt es zwei Aufenthaltsräume (einer mit Fernseher) und einen Raucher Bereich.

Da die Station keine Therapiestation ist und nur zur akuten Überwindung der Krise dient, gibt es wenig Angebote.

Therapieangebote: Einzelgespräche mit Psychologen auf Nachfrage, Ergotherapie, Outdoortherapie, Visite sowie Oberarztvisite

Die Aufenthaltsdauer auf Station variiert und ist individuell für jeden Patienten festgelegt, manche bleiben wenige Tage, andere mehrere Wochen. Nach Absprache ist es möglich nach Stabilisierung auf eine offene Station zur weiteren Therapie verlegt zu werden.

Das Handy darf man durchgehend haben und Ausgang gibt es in verschiedenen Stufen. Es gibt feste Besuchszeiten, wo Angehörige oder Freunde einen besuchen kommen können.

Die Einsenderin schreibt:
- neues Gebäude, sehr modern und schöne Zimmer
- super liebe Pfleger*innen
- als junge Person ist die große Alterspanne etwas komisch
- leider wenig Aktivitäten, daher viel Langeweile
- man gewöhnt sich schnell an den Ablauf und fühlt sich den Umständen entsprechend wohl
- für akute Krisenintervention weiterzuempfehlen




(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 26. Februar 2024

Kinder- und Jugendpsychiatrie Regensburg - Station 25F (Tagesklinik)

 Kinder- und Jugendpsychiatrie Regensburg - Station 25F (Tagesklinik)

Versorgungsgebiet: Komplette Oberpfalz 

(C) medBO

In der KJP Regensburg gibt es drei Stationen:


Station 25a: Kinderstation bis ca. 12 Jahren
Station 25b: Jugendstation
Station 25c: stationäre Kriseninterventionsstation

Außerdem gibt es drei Tagesklinik, eine Tagesklinik für
Kindergartenkinder (Tigerlilly), eine für Kinder bis etwa 12 Jahre sowie eine für Jugendliche (Station 25F).

In diesem Post geht es um die Tagesklinik für Jugendliche (Station 25F).

Aufgenommen werden Jugendliche von ca. 14-18 Jahren, es gibt 8 Behandlungsplätze. Behandelt werden alle Krankheitsbilder die in einem offenen tagesklinischen Setting behandelbar sind wie z.B Depressionen, Ängste, Zwänge, PTBS, Persönlichkeitsentwicklungsstörungen etc.

Es gibt eine Küche, einen Aufenthaltsraum, sowie einen Chill-Raum in der Tagesklinik.

Die Tagesklinik geht von Mo bis Do von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr und am Freitag von 7:30 Uhr bis 14:30 Uhr.

Jeder Patient erhält einen individuellen Therapieplan und ist dafür verantwortlich selbstständig rechtzeitig zu den Therapien zu gehen. Jeder Patient hat auch einen festen Bezugsbetreuer aus dem PED, mit dem man jederzeit sprechen kann.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapie, Musiktherapie, Bewegungstherapie, Ergotherapie, Yoga, Skillsgruppe, Achtsamkeit, Stadtfahrt (1x die Woche fährt man in die Stadt um einkaufen zu gehen)

Außerdem besucht man die Klinikschule. Montags und Freitags gibts eine Visite.

Wenn man gerade keine Therapien hat kann man bis zu 3x eine Halbe Stunde in den Ausgang gehen. Sein Handy kann man mittags eine Stunde während des Chill-Outs haben.

Die Wartezeit ist sehr unterschiedlich und geht auch nach Dringlichkeit. Die Aufenthaltsdauer ist individuell.

Die Einsenderin schreibt:
Ich kann die Tagesklinik nur empfehlen. Ich war 3 Monate in der Tagesklinik wegen schwerer Depressionen Panikstörung und SVV sowie einer PTBS.


(C) medBo

Montag, 19. Februar 2024

Vitos Klinik Heppenheim - Station 0.2

 Vitos Klinik Heppenheim - Station 0.2 

Versorgungsgebiet: für Menschen der Gemeinden Seeheim-Jugenheim, Bickenbach, Alsbach und Oberbeerbach. 

(C) Vitos

In der Vitos Klinik Heppenheim werden Erwachsene ab 18 Jahren behandelt und es gibt verschiedene Stationen u.a eine geschlossene Station, eine Suchtstation und eine Gerontopsychiatrische Station. In diesem Beitrag geht es um Station 0.2.

Auf Station 0.2 werden ausschließlich Frauen v. 18-65 Jahren aufgenommen, die z.B an einer PTBS, Depressionen, Burn-Out, Persönlichkeitsstörung oder Angst-und Zwangserkrankungen leiden. Es ist möglich, dass Frauen gemeinsam mit ihren Babys und Kleinstkindern aufgenommen werden.

Die Station wird offen geführt, es ist aber auch möglich notfallmäißg zur Krisenintervention aufgenommen zu werden, solange man Absprachefähig ist und in einem offenen Setting behandelbar ist. Es gibt auch 3 tagesklinische Plätze.

Es gibt Doppelzimmer mit eigenem Bad. Frauen die mit einem Kind zusammen auf Station sind haben ein Einzelzimmer, wo es dann ein Zustellbett (Babybett) fürs Kind/Baby gibt.
Für die Begleitbabys/kinder gibt es ein Spielzimmer auf Station.

Frühstück und Abendessen wird in Büffet-Form serviert und steht eine Weile dort und jeder kann kommen wann er möchte, nur für das Mittagessen gibt es eine feste Zeit, wo das Essen begonnen wird und wo die Teilnahme verpflichtend ist. Es gibt jeden Tag um 17 Uhr eine Abendrunde, wo auch die Teilnahme verpflichtend ist. Dort werden auch immer die jeweiligen Therapietermine für den nächsten Tage verkündet.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapien, Ergotherapie, Physiotherapie, Musiktherapie,

Es ist möglich eine rTMS bei chronischen schweren Depressionen auf Station zu erhalten.

Für Frauen mit Kind werden die Therapien alle in Einzelform angeboten (auch Ergotherapie etc.), damit sie ihr Kind mitbringen können.

Sein Handy darf man durchgängig haben. Es gibt WLAN.

Man darf die Station jederzeit verlassen, die einzige Voraussetzung ist, dass man um 22.00 Uhr wieder zurück auf Station ist.

Die Einsenderin schreibt:
Ich würde die Station empfehlen. Ich war 6 Wochen zur Krisenintervention dort. Vorher war ich immer in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und fand diese Station deutlich besser.



(C) Vitos

(C) Einsenderin

Montag, 12. Februar 2024

Klinikum Chemnitz Standort Dresdner Straße - Kinder- und Jugendpsychiatrie - Station D071T

  Klinikum Chemnitz Standort Dresdner Straße - Kinder- und Jugendpsychiatrie - Station D071T

Versorgungsgebiet: für die Stadt Chemnitz und angrenzende Versorgungsgebiete der Landkreise Mittleres Erzgebirge und Mittelsachen

(C) Freie Presse

In der KJP Chemnitz gibt es 5 Stationen:


Station D081: Jugendaufnahme- und Krisenstation
Station D81S: Subakutstation
Station D083: Kindertherapiestation bis ca. 12 Jahre
Station D084: Kinder und Jugendliche von ca. 10-14 Jahren
Station D71t: Jugendliche von ca. 14-21 Jahren
Außerdem gibt es eine Tagesklinik und gemeinsam mit der Kinderklinik eine Psychosomatikstation.

Die Einsenderin wurde auf Station D071T behandelt. Aufgenommen werden dort Jugendliche von 14-18 Jahren, in Ausnahmefällen auch bis 21 Jahren. Behandelt werden alle Störungsbilder die in einem offenen therapeutischen Setting behandelbar sind wie z.B Angststörungen, Zwangserkrankungen, Depressionen, Essstörungen, Depressionen, Traumafolgestörungen, psychosomatische Störungsbilder, Pubertäts- und Ablösungskrisen oder Probleme wie SVV.

Es gibt ausschließlich Doppelzimmer. Meistens sind durchschnittlich 8 Patient:innen auf Station.

Die Station arbeitet tiefenpsychologisch, familientherapeutisch-systemisch orientiert, beinhaltet aber auch verhaltenstherapeutische Ansätze.

Jeder Patient erhält einen individuellen Therapieplan.

Mögliche Therapien: Einzeltherapie (2x wöchentlich), Gruppentherapien (z.B Psychodrama oder Psychoedukation), Mototherapie (Sporttherapie), Musiktherapie, Ergotherapie, Kunsttherapie, Tiergestützte Therapie, Intuitives Bogenschießen, Milieutherapie (z.B 1x im Jahr Paddeln)

Alle Patienten besuchen die Klinikschule.

Es wird mit einem Punkteplan gearbeitet, der 2x täglich ausgewertet wird (s.h Fotos).

Man kann 2x am Tag jeweils 30 Minuten in den Ausgang (wenn man eine gewisse Prozentzahl erreicht hat und es vom Therapeuten genehmigt ist). Am Wochenende hat man immer abwechselnd Besuchszeit oder geht in die Beurlaubung nach Hause (Samstag 8-Sonntag 20 Uhr), für besondere Anlässe kann man auch Sonderbeurlaubungen bekommen.

Es wird mit einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von 3-4 Monaten gerechnet. Aber es gibt auch Patienten die natürlich eher entlassen werden können oder auch länger brauchen.

Die Einsenderin schreibt:

Ich persönlich finde diese Station sehr gut. Ich war selber Patient und fast 5 Monate da. Das Personal und die verschiedenen Therapeuten sind sehr zugänglich und sind wirklich bemüht.Auch die angebotenen Therapien sind sehr auf einen zugeschnitten und wirklich hilfreich. Man lernt sich halt besser kennen und bekommt viele Dinge mit an die Hand die es einem einfacher mache und auch die Möglichkeit sich auszuprobieren. Viel haben sie mir auch geholfen an meinen Skills zu arbeiten und meine Panikattaken zu regulieren. Es sind alle sehr bemüht und wird sehr liebevoll aber auch fordernd voran gebracht. Also wer bereit ist an sich zu arbeiten hat dort eine sehr gute Möglichkeit dafür. Es gibt einen geregelten Tagesablauf der vielen wieder die Nötige Struktur gibt.


(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

(C) Einsenderin

Montag, 8. Januar 2024

Schönklinik Roseneck - Haus Rosenheim - Station R2

 Schönklinik Roseneck - Haus Rosenheim - Station R2

(C) Schön Klinik

Am Standort Rosenheim der Schönklinik Roseneck gibt es 5 Stationen für gesetzlich versicherte Erwachsene:

Station R1: Essstörungen
Station R2: Angst- und Zwangsstörungen
Station R3: Depressionen und Angststörungen bei jungen Erwachsenen (18-35 Jahre)
Station R4: Traumafolgestörungen sowie Depressionen (Schwerpunkt Depressionen ab 30 Jahren) 
Station R5: Essstörungen

(die Stationen wechseln immer mal wieder welchen Schwerpunkt sie aktuell haben)

Die Einsenderin wurde auf Station R2 behandelt. Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren, die gesetzlich versichert sind und unter einer Angststörungen und/oder Zwangsstörung und ggf. Begleiterkrankungen leiden. Es gibt 23 Behandlungsplätze, davon 4 Einzelzimmer, 8 Doppelzimmer und ein Dreibettzimmer (hier werden meistens die jüngeren Patienten untergebracht), alle Zimmer haben ein eigenes Badezimmer.

Man hat etwa 2-4 Therapien pro Tag. Es basiert sehr auf Eigenverantwortung, sprich man muss morgens selbstständig aufstehen und zu den Therapien und Mahlzeiten rechtzeitig erscheinen. Es gibt 3 Essenszeiten, man kann zu einer beliebigen Zeit zwischen den genannten Zeiten zum Essen gehen:
Frühstück: 7:00-8:30 Uhr
Mittagessen: 11:30-13:00 Uhr
Abendessen: 17:00-19:00 Uhr

lle Mahlzeiten finden in Buffetform statt, welches 15 Minuten vor Ende der Essenszeit abgeräumt wird. Mittags gibt es jeweils ein Vollkost- und ein vegetarisches Menü sowie ein Salatbuffet.

Ab 23 Uhr ist Nachtruhe, Freitag und Samstag ab 23:30 Uhr. Dann müssen alle Patienten auf den Zimmern sein und die Co-Therapie aus dem Nachtdienst geht durch jedes Zimmer, um zu schauen, ob alle da sind.

Der Schwerpunkt auf der Station R2 liegt auf der Verhaltenstherapie in Form von Expositionen. Diese werden mit dem jeweiligen Bezugstherapeuten, der Co-Therapie, in einer stationsinternen Expositionsgruppe oder in Eigenregie durchgeführt. In Einzelfällen kann auch eine Behandlung in Form einer Schematherapie erfolgen.

Jeder Patient hat 1x wöchentlich 50 Minuten Einzeltherapie sowie jeweils 1x wöchentlich Gruppentherapien: ACT (50min.),Zwangsbewältigungtherapie -  ZBT (100min.), themenoffene Gruppe (100min.) und Zwangsprotokollgruppe (50min.). Alle weiteren Therapien werden individuell für jeden Patienten entschieden.

Mögliche Therapien: Gruppe sozialer Kompetenzen (GSK), Gestaltungstherapie, Sport- und Bewegungstherapie (z.B.: therapeutisches Klettern, Walking, Fitnessgymnastik, Ergometertraining, Entspannung und achtsames Körpererleben, etc.), tiergestützte Therapie mit einem Hund, Physikalische Therapie (Massagen, Physiotherapie, Reizstromtherapie, Ultraschall, Fango)

Samstags morgens gibt man in der Gruppe „Therapieziele Wochenende“ anhand eines zuvor ausgefüllten Blattes seine Ziele, Unternehmungen, etc. für das Wochenende an. Immer donnerstags findet die Stationsvisite statt. Dort trifft sich die gesamte Station, die Oberärztin, 1-2 Stationstherapeuten und ein Co-Therapeut ca. 50min lang, um wichtige Anliegen zu besprechen und Dienste zu verteilen. ca. alle 2 Wochen hat man eine Einzelvisite mit der Oberärztin, wo über den Therapieverlauf, Ziele, ggf. Medikation oder wichtige Anliegen gesprochen wird • zusätzlich gibt es immer wechselnde Freizeitangebote für die man sich in einer Liste wöchentlich neu eintragen kann. Z.B.: Yoga, Seelsorge, Tanzen, Filmabende, HandPan Workshops, Singen - alle diese Angebote sind freiwillig.

Im Haus sind immer Co-Therapeuten, bei denen man sich je nach Bedarf zwischen 8:00 und 20:00 Uhr für ca. 10 minütige Gespräche eintragen kann. Ab 20 Uhr übernimmt der Nachtdienst dringliche Gespräche.

Zwischen den Terminen darf man, wenn nicht anders mit dem Therapeuten besprochen, immer raus gehen. Abends muss man bis 22 Uhr wieder im Haus sein, denn da wird die Tür abgeschlossen. Morgens wird sie ab 6 Uhr wieder geöffnet. Sein Handy/Laptop/Tablet etc. darf man immer bei sich haben, es gibt WLAN.

Alle 2 Wochen darf man eine therapeutische Belastungserprobung (TBE) machen. Zwischen samstags 6 Uhr und sonntags 22 Uhr darf man dann nach Hause fahren.

Die Wartezeit beträgt etwa 6-8 Monate, wenn man aber angibt dass man auch kurzfristig anreisen kann (24 Stunden Liste) kann man oft auch schneller aufgenommen werden.

Die Aufenthaltsdauer ist individuell, aber beträgt etwa 12-16 Wochen.

Die Einsenderin schreibt:

Mir persönlich hat das Konzept der Klinik sehr gut gefallen. Nach mehreren anderen Klinikaufenthalten mit wenig Erfolgen konnte ich aus der Schönklinik viel mitnehmen. Durch das auf Zwangsstörungen spezialisierte Konzept, konnte ich nochmal viel mehr über die Erkrankung erfahren und es wurde sich auf Exposition fokussiert, welche anfangs auch therapeutisch begleitet wurden. Auch den Austausch mit Mitpatienten mit ähnlichem Krankheitsbild fand ich sehr hilfreich und spannend. Insgesamt ist das Therapieangebot breit gefächert und man hat deutlich mehr/spezifischere Therapien als z.B. in der Psychiatrie. Die Therapeuten/Ärte sowie die Oberärztin sind alle sehr freundlich und versuchen das bestmögliche zu tun um einem zu helfen. Wobei der Wille zur Veränderung natürlich von einem selbst aus kommen muss. Auch die Gespräche mit der Co-Therapie können hilfreich sein. Ein paar Mitarbeiterinnen der MZ (Medizinischen Zentrale) empfand ich und auch einige meiner Mitpatienten als unfreundlich, wobei man mit ihnen nur wenig zu tun hat. Nur zum Medikamente abholen oder bei medizinischen Untersuchungen. Alles in allem würde ich die Klinik auf jeden Fall weiterempfehlen, wenn man selbst den Willen zur Veränderung hat und relativ eigenverantwortlich seinen Alltag bestreiten kann.


(C) Schön Klinik


Dienstag, 2. Januar 2024

Helios Klinikum Erfurt - Kinder- und Jugendpsychiatrie

 Helios Klinikum Erfurt - Kinder- und Jugendpsychiatrie

Versorgungsgebiet: Stadt Erfurt, Ilmkreis 

(C) MDR

In der KJP Erfurt gibt es 3 Stationen:

Station 61 / PSK1: Akutstation für Kinder und Jugendliche mit Eigen- und/oder Fremdgefährdung
Station 63 / PSK2: Jugendstation ab ca. 12 Jahren
Station 64 / PSK3: Kinderstation

Außerdem gibt es eine Tagesklinik (Station 62).

Die Einsenderin wurde auf der PSK1 und PSK2 behandelt.

Auf der PSK1 werden Kinder und Jugendliche aufgenommen, die sich in akuten Krisen befinden, die u.a mit Eigen- und/oder Fremdgefährdung einher gehen. Man kann bis maximal 17 Jahren aufgenommen werden, wenn man auf Station 18 wird und nicht stabil genug für eine Entlassung ist wird man wenige Tage nach dem 18.Geburtstag in die Erwachsenenpsychiatrie verlegt. Es gibt 6 Zimmer auf Station, davon 4 "normale" Doppelzimmer, ein Doppelzimmer mit Videoüberwachung sowie ein Einzelzimmer mit Videoüberwachung. Toilette und Dusche gibt es insgesamt 4, je eine für weiblich gelesene und eine für männlich gelesene Personen (wenn keine männlichen* oder weiblichen * Personen auf Station sind, dürfen alle alle Bäder benutzen). Die Station grenzt an einen  Hof mit Schaukel und Basketball-Platz, welcher sich mit der PSK2 geteilt wird.

Auf der PSK2 werden Jugendliche ab ca. 12 Jahren mit den verschiedensten Krankheitsbildern aufgenommen, es gibt ein Schwerpunkt-Angebot für Anorexie Patienten. Es gibt Einzel- und Doppelzimmer.

Die Nachtruhe abends ist für Patienten ab 14 Jahren bei 21.00 Uhr, bei unter 14 Jahren bei 20.30 Uhr, wenn man gegen Regeln verstößt oder Termine vergisst kann es sein, dass man um 20.00 Uhr ins Bett muss. Auf beiden Stationen gibt es einen Fernsehraum, wo man abends Fernseh gucken kann.

Es wird kombiniert mit Verhaltenstherapie, tiefenpsychologischer Therapie und systemischer Therapie gearbeitet.

Welche Therapien man bekommt wird individuell entschieden. Auf der PSK1 kommt es auch darauf an wie stabil man ist und wie lange man dort ist sowie ob man einen Beschluss hat oder nicht. Bei Beschluss darf man z.B nicht am Nordic Walking oder Morgenspaziergang teilnehmen oder auf den Hof.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapie, Kunsttherapie, Ergotherapie, Physiotherapie, Entspannungsverfahren, Nordic Walking, Musiktherapie, Hundetherapie

Es gibt eine Klinikschule, die alle Patienten besuchen für max. 3 Stunden am Tag.

Auf der PSK1 sind Handys komplett verboten, Ausgang kann man sich individuell erarbeiten, nach jedem Ausgang wird man gefilzt wenn man zurück auf Station kehrt. Auf der PSK2 gibt es feste Handyzeiten. Am Wochenende kann man ggf. für 1 Nacht nach Hause. Patienten von der PSK1 und PSK2 die am Wochenende auf Station bleiben werden von einem gemischten Team auf der Station PSK1 betreut.

Die Einsenderin schreibt:
Ich würde die Klinik eher weiterempfehlen. Normalerweise ist dort ein echt krass familiäres Umfeld, die Leute nehmen neue Patienten direkt wie Geschwister an, es ist meistens echt sehr herzig. Besonders toll ist Schw Winnie von der PSK1. Eigenmotivation ist aber auf jeden Fall wichtig und man bekommt schnell Konsequenzen, aber es ist eigentlich ganz okay.




(C) Fotos: Helios Klinikum

Montag, 11. Dezember 2023

Vitos Kinder- und Jugendklinik für psychische Gesundheit Marburg - Station 15D

Vitos Kinder- und Jugendklinik für psychische Gesundheit Marburg - Station 15D

Versorgungsgebiet: Vogelsberg Kreis
 
(C) Vitos

 
In der Vitos Klinik in Marburg gibt es 4 Stationen. Zwei Stationen sind dabei für Kinder (15A & 15B), zwei Stationen für Jugendliche ab ca. 12 Jahren (15C & 15D). Die Einsenderin wurde auf Station 15D behandelt. Da es keine Fotos der Station 15D gibt, werden in diesem Beitrag als Zimmerbilder Fotos von der Station 15A benutzt.

Aufgenommen werden dort Jugendliche von ca. 12-18 Jahren, behandelt werden jegliche Krankheitsbilder des Jugendalters wie z.B Depressionen, Essstörungen, Angststörungen, Schizophrenie oder Persönlichkeitsentwicklungsstörungen.

Die Station ist aufgeteilt in 2 Gruppen, in jeder Gruppe gibt es Platz für 7 Patienten in je 3 Doppelzimmern und 1 Einzelzimmer. Pro Gruppe gibt es ein Badezimmer sowie eine seperate Toilette. Die Klinik verfügt über eine Kletterwand, einen Fitnessraum, ein Entspannungsraum, ein Bällebad, ein Billardraum, ein Tischtennisraum und Discokeller, die Patientenbibliothek, ein Trampolinraum und die Turnhalle, bietet also viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.

Therapien: Einzeltherapie (wie oft ist sehr unterschiedlich je nach Therapeut und Krankheitsbild, aber etwa 2-3x die Woche), Gruppentherapie (1x die Woche), Ergotherapie (2x w.), Motologie (1-2x w.), Musiktherapie, Hundetherapie, Reittherapie

Alle Patienten besuchen die Klinikschule, die Einsenderin schreibt, dass der Schwerpunkt aber nicht so sehr auf Leistung und Lernen liegt, sondern vor allen Dingen wieder eine Tagesstruktur zu entwickeln, es gibt auch die Möglichkeit von Arbeitstherapie.

Alle zwei Wochen kann man übers Wochenende nach Hause, muss das aber mit dem Oberarzt absprechen. Handys sind auf Station komplett verboten. Ausgang kann man sich erarbeiten, die höchste Stufe sind 3 Stunden am Stück Alleinausgang mit Handy.

Die Wartezeiten sind sehr unterschiedlich, da es u.a auch nach Dringlichkeit geht. Die Aufenthaltsdauer auf Station ist auch sehr unterschiedlich, der Durchschnitt ist etwa 10-14 Wochen.

Die Einsenderin schreibt:

Es ist eine sehr gute Station um wieder auf die Beine zu kommen. Die Pflege ist weitestgehend super nett und die meisten total lieb. Therapeuten sind auch alle sehr nett. Sie geben alle ihr bestes. Meistens auch eine sehr angenehme Gruppen Stimmung. Ich bin dieser Station wirklich von Herzen dankbar da sie mir schon mehrfach so enorm geholfen haben. Diese Station wird immer einen Platz in meinem Herzen haben.


(C) Vitos

(C) Vitos

(C) Vitos

Montag, 4. Dezember 2023

Medius Klinik Kirchheim unter Teck - Station 24

Medius Klinik Kirchheim unter Teck - Station 24 

Versorgungsgebiet: Landkreis Esslingen

(C) PAUL + GAMPE + PARTNER GmbH

In der Medius Klinik Kirchheim gibt es mehrere Stationen für Erwachsene ab 18 Jahren:

Stationen 24/34/44: geschlossen
Stationen 25/35/45: offen
Station 13: Psychosomatische Station, Schwerpunkt Depressionen
Station 23: Psychotherapiestation mit verhaltenstherapeutischer Ausrichtung
Stationen 11 und 12: teils offen teils geschlossen

Einen allgemeinen Post zur Klinik gab es bereits relativ am Anfang unserer Seite sowie einen Post zur Station 12, heute geht es um die Station 24.

Die Station 24 liegt im Neubau der Klinik, es gibt 11 Doppelzimmer, die alle eigene behindertengerechte Bäder haben. Die Station wird geschlossen geführt. Aufgenommen werden Patienten ab 18 Jahren, die ein geschlossenes Setting benötigen z.B im Fall akuter Eigen- oder Fremdgefährdung.

Es gibt drei feste Essenszeiten, von je 7:15-8:15 Uhr ist Frühstück, von 11.45 - 12.15 Uhr Mittagessen und von 17.30 - 18.15 Uhr Mittagessen. Medikamente gibt es von 7:30-8:30 uhr, von 11:30-12:45 Uhr, von 17:45-18:45 Uhr und ab 21 Uhr bis Mitternacht.

Jeder Patient erhält individuell Therapien verodnet, auch abhängig davon zu welchem Ziel man dort ist und wie lange. Man hat jede Woche Einzelkontakte zu einem Arzt oder Psychologen, die Einsenderin berichtet, dass diese allerdings aufgrund Personalmangel nicht zuverlässig stattfinden. Es gibt verschiedene Stationsinterne Gruppenangebote wie Klettern, Musiktherapie, Kunsttherapie, Sporttherapie und Physiotherapie. Es besteht aber auch die Möglichkeit an stationsübergreifenden Gruppen teilzunehmen, wo es ein sehr großes Angebot gibt (z.B Skillsgruppe, Achtsamkeitsgruppe, SKT, Suchtgruppe, Psychoedukation). Auf der offenen Station 25 gibt es einen Therapiehund, der bei Bedarf manchmal auch auf die Station 24 kommt.

Es gibt 3x wöchentlich eine Visite. Montags, Mittwochs (mit Oberarzt) und Freitags von 09.30 - 12.00 Uhr. Bei der Oberarzt Visite sitzen jeweils 1 Pflegekraft, der Sozialdienst, der Stationsarzt und der Psychologe dabei.

Man kann tagsüber von 09.00 - 23.00 Uhr jederzeit den TV nutzen, am Wochenende bis 02 Uhr nachts. Eigene Geräte wie Handy, Laptop, Tablet kann man auch jederzeit haben und benutzen, individuelle Absprachen sind möglich.

Energy Drinks sind auf Station verboten sowie Feuerzeuge (und weitere "gefährdende" Gegenstände).

Man kann Essen auf Station bestellen, solange man Ausgang hat oder Mitpatienten hat die das Essen abholen können, in Ausnahmen kann man auch die Pflege bitten das Essen abzuholen.

Ausgang wird individuell entschieden.

Die Einsenderin schreibt:

Dadurch, dass die Station geschlossen geführt wird wird leider auch oft auf Station fixiert, meiner Meinung nach zu schnell, zu lange und teilweise wegen überhaupt nicht nachvollziehbaren Gründen. Bis auf wenige Ausnahmen in der Pflege sind viele vom Personal unmenschlich, überfordert, teilweise arrogant, vorallem ältere Menschen sind dort leider komplett verloren. Die Oberärztin ist meiner Meinung nach sehr arrogant, überheblich, ist gegenüber Borderline dermaßen schlecht eingestellt und hält Menschen wochenlang in der Psychiatrie fest. Auch Zwangsmedikamente werden oft auf Station gesehen.

Ich kann diese Station nicht empfehlen!