Montag, 8. September 2025

MediClin Klinik an der Lindenhöhe - Erwachsenenpsychiatrie - Station D2

MediClin Klinik an der Lindenhöhe - Erwachsenenpsychiatrie - Station D2 

Versorgungsgebiet: mittleren und nördlichen Ortenaukreis.


© MediClin

In der Psychiatrie in Offenburg gibt es mehrere Stationen:

Station C0: geschlossene Station bei akuter Eigen- oder Fremdgefährdung
Station C1: Schizophrenie und wahnhafte Störungen
Station C2: Depressionen
Station D0: Gerontopsychiatrie
Station D1: Sucht
Station D2: Angst-, Persönlichkeits-, und Traumafolgestörungen

Die Einsenderin wurde auf der D2 behandelt. 

Aufgenommen werden dort Patienten ab 18 Jahren schwerpunktmäßig mit Persönlichkeitsstörungen (insbesondere Borderline), Traumafolgestörungen, Dissoziative Störungen, Angststörungen, teilweise auch ADHS oder Zwangsstörungen.

Es gibt 9 Doppelzimmer und ein Einzelzimmer (für Privatpatienten).

Der Tag startet um 07.30 Uhr mit dem Frühstück, um 09.00 Uhr gibt es eine Morgenrunde mit den Pflegern und Therapeuten, anschließend hat man individuelle Therapien, um 12.30 Uhr ist Mittagessen, anschließend erneut Therapien, ab 17.00 Uhr findet die sogenannte Therapiemappen Besprechung statt sprich jeder Patient geht zur Pflege und bespricht wie die Anspannung den Tag über war, um 18.30 Uhr ist dann Abendessen.
Eine vegane Ernährung ist möglich.  

Die Station arbeitet nach dem Konzept der DBT, eine Therapieform die sich an Menschen richtet die Probleme mit ihrer Emotionsregulation haben. Es gibt auch einige Plätze für DBT-PTBS, für Menschen die unter der Kombi aus Borderline und (K)PTBS leiden oder einer reinen KPTBS. Es werden auch für Traumapatienten Stabilisierungsverfahren zur Vorbereitung einer Traumaexposition angeboten. Insbesondere bei komplexen Traumafolgestörungen verweist die Station auch oft ans Traumazentrum Durchbach, welches aber eine Privatklinik ist und eine Kostenübernahme individuell geklärt werden muss. 

Bei Aufnahme startet man mit einer Diagnostik- und Stabilisierungsphase, wo eine Diagnostik durchgeführt wird, individuelle Therapieziele erarbeitet werden und an Auslösern und Hintergründen der Erkrankung geguckt wird, bevor die richtige Therapiephase startet. 

Therapien: Einzeltherapie, Ergotherapie, Kunsttherapie, Skillsgruppe, DBT-Basisgruppe, Achtsamkeitsgruppe, SKT, Bewegungstherapie 

Außerdem gibt es inviduelle "freiwillige" Therapien die nicht jeder hat wie Klettern, Nordic Walking, Rückenschule, Akupunktur, Arbeitstherapie, Traumainformationsgruppe, Körperwahrnehmung etc. 

Jeden Donnerstag ist Visite. 

Außerdem der Therapien darf man jederzeit in den Ausgang zwischen 08.00 - 21.00 Uhr, von 06.00 - 23.00 Uhr kann man sich außerdem auf dem Klinikgelände bewegen z.B zum Rauchen.

Ab dem zweiten Wochenende kann man jeweils für eine Nacht zuhause übernachten, wenn man von weiter weg kommt darf man jedes zweite Wochenende nur nach Hause, dafür aber zwei Nächte bleiben. Tagesbeurlaubungen sind auch individuell möglich. 

Im laufe der Therapie kann man auch mal 2x die Woche Zuhause schlafen oder am Ende sogar 3x (nur nicht hintereinander), um sich auf die Entlassung optimal vorzubereiten. 

Die Wartezeit für die Station beträgt etwa 3-6 Monate und ein Aufenthalt geht immer 12 Wochen. 

Sein Handy kann man durchgängig haben, es gibt kostenpflichtiges WLAN. 

Die Einsenderin schreibt:

Pro: nette Pflege, kompetente Therapeuten, guter Oberarzt, viele Freiheiten, man bekommt Unterstützung wenn man danach fragt, gut durchgeplante Tagesstruktur, man lernt viele Skills kennen die man ausleihen darf oder auch abkaufen kann

Kontra: was Problemverhalten angeht wird streng mit Konsequenzen gearbeitet wie z.B Verhaltenanalyse und Time-Out, man hat viel Eigenverantwortung, das Essen ist so mittelmäßig 


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