Montag, 2. Dezember 2024

Klinikum Wahrendorff Standort Sehnde - Station 8

Klinikum Wahrendorff Standort Sehnde  - Station 8
 
(C) Klinikum Wahrendorff

 
Das Klinikum Wahrendorff bietet verschiedene Psychiatrische Stationen für Erwachsene an verschiedenen Standorten als auch Wohnangebote.

Am Standort Sehnde gibt es folgende Stationen:

Station 1:
Klinik für Seelische Gesundheit in Krisen
Station 2 und 3: Klinik für Abhängigkeitserkrankungen
Station 4 und 5: Klinik für seelische Gesundheit im Alter  (Gerontopsychiatrie)
Starion 6: Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
Station 7: Klinik für Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie
Station 8: Klinik für Kultursensible Psychotherapie
Station 9: Wahlleistungen
Station 10: Aufnahmestation
Station 11: Klinik und Station für Traumatherapie

Die Einsenderin wurde auf Station 8 behandelt.

Aufgenommen werden Erwachsene ab 18 Jahren, die Station will ein kultur- und sprachsensibles Therapieangebot bieten für Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft. Alle Mitarbeiter auf Station sprechen zwei oder mehrere Sprachen und viele haben selbst eine Migrationsbiographie. Es wird Deutsch auf Station gesprochen, aber viel mit Dolmetschern koorperiert.

Die Station befindet sich im sehr modernen Neubau, wo u.a Roboter durch die Gegend laufen und einem den Weg zeigen. Es gibt Einzel- und Doppelzimmer, für Pflegebedürftige Patienten kann es Zimmer mit "Krankenhausbetten" geben, die restlichen Zimmer sind sehr wohnlich eingerichtet. Alle Zimmer haben auch ein eigenes helles Bad. Rund um die Klinik gibt es ein großes Klinikgelände, wo man auch schön spazieren gehen kann.

Behandelt werden alle allgemeinpsychiatrische Krankheitsbilder wie Depressionen, Ängste, PTBS, Persönlichkeitsstörungen, Somatoforme Störungen, Zwangsstörungen oder Psychosen.

Das Therapieprogramm ist sehr vielfältig und wird individuell für jeden Patienten festgelegt. Es kommen Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, systemische aber auch Verhaltenstherapeutische Methoden zum Einsatz.

(mögliche) Therapien: Einzeltherapie, verschiedene Gruppentherapien (u.a Depressionsgruppe, Stresstoleranzgruppe, Skillsgruppe, Training sozialer Kompetenzen, Achtsamkeitsgruppe, offene psychotherapeutische und themenzentrierte psychoedukative Gruppe), Ergotherapie, verschiedene Sportangebote, Yoga, Tanztherapie, Stockkampfkunst, Musiktherapie

Normalerweise erfolgt die Aufnahme auf Station über eine Warteliste, die Einsenderin schreibt zuletzt war die Wartezeit etwa 4-6 Monate. Manchmal kann man aber bei einem freien Platz wie die Einsenderin von der geschlossenen Station anschließend auch auf diese Station zur weiteren Therapie verlegt werden.

Sein Handy darf man durchgängig haben. Tages- und Wochenendbeurlaubungen sind möglich und muss man mit seinem Therapeuten absprechen.

Die Einsenderin schreibt:

Ich muss für mich persönlich sagen, dass es die beste Klinik war, in der ich war. Top Personal, top Therapeuten, die Klinik schaut super gut aus, behindertengerecht, man wurde als Mensch gesehen und nicht als Akte. Ich hatte gefühlt alle Therapeutinnen schon mindestens einmal im Gespräch und diese Menschen dort sind einfach herzlich und menschlich. Bei den Pflegekräften war es halt mal so, mal so, aber zu 80% auch nur nette Leute.

(C) Fotos: GärtnerMöbel, Klinikum Wahrendorff, Einsenderin









 

Montag, 30. September 2024

LWL Klinik Münster - Station 16.1

 LWL Klinik Münster - Station 16.1 

Versorgungsgebiet: Stadtgebiet Münster mit Ausnahme der Bezirke: Münster-West (Gievenbeck, Sentrup, Mecklenbeck, Albachten, Roxel und Nienberge) Amelsbüren, Neutor, Schloß, Pluggendorf, Aaseestadt, Geist, Duesberg


In der LWL Klinik Münster werden Erwachsene ab 18 Jahren behandelt, es gibt verschiedene Stationen:

Station 16.1: Krisenintervention (geschlossen geführt)
Station 16.2: Schwerpunkt Depressionen
Station K3: Akut- und Notfallbehandlung (geschlossen geführt)
Station K2: Offene allgemeinpsychiatrische Station
Station 21.3: offene allgemeinpsychiatrische Station
Abteilung „Spezielle Psychotherapie“: Persönlichkeitsstörungen, Psychotraumastörungen, Ängsten, Depressionen, Verhaltensstörungen, Essstörungen, AD(H)S, Zwänge
Station K5: Schwerpunkt jüngere Patienten/-innen mit Persönlichkeitsstörungen sowie lebenserfahrenere Patienten/-innen mit dem Schwerpunkt auf neurotische Erkrankungen
Station K4: Krisenintervention, Stabilisierung, stationäre Diagnostik und Motivationsbehandlung

Außerdem gibt es eine psychosomatische Station, gerontopsychiatrische Stationen sowie Stationen für Suchterkrankungen.

Die Station 21.3 haben wir euch bereits vorgestellt. Heute geht es um die Station 16.1.

Die Station 16.1 wird geschlossen geführt und nimmt Patient:innen ab 18 Jahren mit jeglichen Erkrankungen auf, die mit akuter Eigen- und/oder Fremdgefährdung einher gehen.

Es gibt Doppel- und Dreibettzimmer mit eigenem Badezimmer, außerdem gibt es drei "Intensivzimmer", die entweder mit Kamera oder Sichtfenster zum Dienstzimmer ausgestattet sind, für Patient:innen die vorrübergehend besonders intensive Überwachung brauchen. 

Ein typischer Tag hängt ganz von der jeweiligen „Therapie-/Ausgangsstufe ab. Ab Stufe zwei nimmt man an der Beschäftigungstherapie (Ergotherapie), dem Morgenspaziergang und de anderen Beschäftigungsangeboten auf der Station teil. Die tägliche Visite bietet auch in Stufe 0 & 1 eine gewisse Struktur. Sofern man nicht in der Reizabschirmung ist, isst man bis Ausgangsstufe 4 alle Mahlzeiten im Aufenthaltsraum. Ab Stufe 4 geht man in die große Kantine. Einzeltherapie gibt es nicht, nur Visite. Individuell kann man auch Angebote wie Sport, Musiktherapie oder Entspannung verordnet bekommen.

Die Aufnahme auf Station erfolgt akut über die Notaufnahme. Wie lange man auf Station bleibt ist sehr unterschiedlich oft nur wenige Tage bis die akute Krise überwunden ist, teilweise z.B bei einem Unterbringungsbeschluss aber auch länger.

Ob man sein Handy haben darf oder nicht ist auch individuell, bei akuter Suizidalität und Aufenthalt im Intensivzimmer wird es einem z.B aus Reizabschirmungsgründen abgenommen. Es gibt strenge Regeln um die Sicherheit aller Patient:innen zu gewährleisten, alle Patienten werden "gefilzt", man darf nichts aus Glas haben, kein Sprühdeo, keine Rasierklingen, Kuscheltiere nur bis zu einer DINA4 Größe etc.

Man hat eine Ausgangssperre bis Ausgangsstufe 4 erreicht wird, Stufe 0 ist kein Ausgang, Stufe 1 ist Ausgang in 1:1 Begleitung, Stufe 2 ist allgemeiner Ausgang mit Personal, Stufe 3 ist Ausgang mit Besuch und Stufe 4 Einzelausgang. Es gibt feste Besuchszeiten, wo man auf Station Besuch erhalten kann (wochentags 16.00-20.00 Uhr, am Wochenende 10.00 - 20.00 Uhr) und je nach Ausgangsstufe auch gemeinsam mit dem Besuch die Station verlassen darf.

Die Einsenderin schreibt: Ich war sechs Tage auf der Station & hab mich gut aufgehoben gefühlt. Die Station ist für akute Krisen und so finde ich es sehr schade, dass es nicht wirklich Einzeltherapiegespräche gibt. Alles was man auf der Seele hat, wird in der täglichen Visite (max. 10 Min.) besprochen.
 




Montag, 23. September 2024

LWL Klinik Münster - Station 21.3

 LWL Klinik Münster - Station 21.3

Versorgungsgebiet: Stadtgebiet Münster mit Ausnahme der Bezirke: Münster-West (Gievenbeck, Sentrup, Mecklenbeck, Albachten, Roxel und Nienberge) Amelsbüren, Neutor, Schloß, Pluggendorf, Aaseestadt, Geist, Duesberg


 
In der LWL Klinik Münster werden Erwachsene ab 18 Jahren behandelt, es gibt verschiedene Stationen:

Station 16.1: Krisenintervention (geschlossen geführt)
Station 16.2: Schwerpunkt Depressionen
Station K3: Akut- und Notfallbehandlung (geschlossen geführt)
Station K2: Offene allgemeinpsychiatrische Station
Station 21.3: offene allgemeinpsychiatrische Station
Abteilung „Spezielle Psychotherapie“: Persönlichkeitsstörungen, Psychotraumastörungen, Ängsten, Depressionen, Verhaltensstörungen, Essstörungen, AD(H)S, Zwänge
Station K5: Schwerpunkt jüngere Patienten/-innen mit Persönlichkeitsstörungen sowie lebenserfahrenere Patienten/-innen mit dem Schwerpunkt auf neurotische Erkrankungen
Station K4: Krisenintervention, Stabilisierung, stationäre Diagnostik und Motivationsbehandlung

Außerdem gibt es eine psychosomatische Station, gerontopsychiatrische Stationen sowie Stationen für Suchterkrankungen.

Die Einsenderin wurde auf der Station 21.3 behandelt. Aufgenommen werden dort Patienten ab 18 Jahren mit jeglichen psychiatrischen Erkrankungen, solange keine akute Eigen- und/oder Fremdgefährdung besteht oder eine Suchterkrankung im Vordergrund steht. Die Einsenderin schreibt viele Patienten auf Station hatten Depressionen, eine Bipolare Störung oder eine Psychose. Teilweise können Säuglinge und Kleinkinder gemeinsam mit Mutter oder Vater mitaufgenommen werden.

Es gibt Einzel- und Doppelzimmer, teilweise mit eigenem Bad, viele Zimmer haben aber auch nur ein Waschbecken auf dem Zimmer und ansonsten gibt es 2 WCs und 2 Duschen auf dem Flur.

Der Tag startet um 07.45 Uhr mit dem Frühstück, um 12.30 Uhr geht es zum Mittagessen in die Kantine (es ist auch eine vegane Ernährung möglich), um 18.00 Uhr ist Abendessen.

Jeder Patient erhält einen individuell zusammen gestellten Therapieplan je nach Krankheitsbild.

Mögliche Therapien: 1x wöchentlich Einzeltherapie, Depressionsgruppe, MKT, Ergotherapie (4x w.), Sport, Kegeln, Schlafedukation, Skillsgruppe, Pilotprojekt, Yoga, Bildhauerwerkstatt, Musiktherapie, Kunsttherapie, Arbeitstherapie, Entspannung

Es gibt eine tägliche Visite.

Durchschnittlich bleibt man etwa 6-8 Wochen auf Station, es kann aber auch abweichen. Man kann geplant über eine Warteliste aufgenommen werden (Wartezeit ca. 2-3 Wochen), man kann aber auch von einer der Notaufnahmestationen oder der geschlossenen Station verlegt werden.

Sein Handy / Tablet / PC etc. darf man durchgängig haben.

Ausgang im bestimmten Radius für 2 Stunden, alles andere muss in der Kurzkontaktvisite angefragt werden, Besuch ab 16 Uhr möglich, Belastungserprobungen werden in der Therapie vorbesprochen, am 1. Wochenende nicht möglich, am 2. Wochenende tagsüber (6-8h), danach mit Übernachtung, keine Begrenzung der Stunden.

Die Einsenderin schreibt:

Positiv: sehr kompetenter Chefarzt, meine Regelmedikation wurde umgestellt, nachdem keinem Arzt vorher auffiel, dass durch die Kombination an Medikamenten (SSRis Antidepressiva mit Triptanen) starke Wechselwirkungen entstehen/ entstanden sind

Negativ: Vieles wird mit Bedarfsmedikation "geregelt", allgemein die LWL Klinik geht sehr locker mit Bedarfsmedikation wie Lorazepam, Neuroleptika und anderen Beruhigungsmitteln um

Ich wurde über die Notaufnahmestation aufgenommen, Hauptdiagnose Borderline, aufgenommen worden wegen schwerer depressiver Episode/ Symptome, mir hat die Station nicht geholfen, da das Pflegeteam sich nicht mit einer Borderlineerkrankung auskennt. Ich bin nach vier Wochen auf die Geschützt geführte Station gekommen, weil meine Borderlineerkrankung durch die nicht-Behandlung schlimmer wurde. Ich denke aber, für reine Depressionen und Psychosen ist die Station gut, einige Mitpatienten sind sehr zufrieden, das Pflegeteam bemüht sich, alle sind sehr nett, aber für Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen, Angststörung ist die Station nicht geeignet
 

 

Montag, 16. September 2024

Alexianer Krankenhaus Münster - Klinik Maria Brunn - Station Wendelin

 Alexianer Krankenhaus Münster - Klinik Maria Brunn - Station Wendelin 


 In der Klinik Maria Brunn werden Erwachsene ab 18 Jahren mit den verschiedensten psychischen Erkrankungen behandelt, die Schwerpunkte liegen auf (chronischen) Depressionen, Ängste, Zwänge, Borderline-PS und psychotische Störungen / Schizophrenie.


Es gibt 4 Stationen (Station Wendelin, Station Anna, Station Hildegardis rechts und Station Hildegardis links) ,wobei Station Hildesgardis links die Möglichkeit hat geschlossen geführt zu werden und 12 Patienten in einem geschützten Rahmen zu behandeln und über entsprechende Überwachungszimmer und einen geschlossenen Hof verfügt. Die Klinik hat aber keinen Sektor-Versorgungsbereich, sondern nimmt im geschützten Bereich entweder Patienten nach Vorgespräch auf oder Krisen-Patienten aus den eigenen Wohneinrichtungen, den eigenen Werkstätten oder den anderen Alexianer- Kliniken.

Die Klinik liegt auf dem großen Alexianer-Campus am Rande von Münster, wo sich u.a weitere Kliniken (Don Bosco Klinik - private KJP, Damian Klinik - Gerontopsychiatrie) befinden, aber auch Wohngruppen, Werkstätten, ein Hotel, eine Forensische Klinik, viel Natur und einen Bereich mit Tieren (u.a Esel, Hühner und Ziegen), außerdem gibt es einen Reitstall für die Reittherapeutischen Angebote, einen Garten der Stille und eine Gärtnerei. In 10 Minuten fußläufig ist man am Dortmund-Ems Kanal, ein Bus fährt einmal die Stunde ab an der Klinik und bringt einen in die Innenstadt von Münster.

Die Einsenderin wurde auf Station Wendelin behandelt. Aufgenommen werden dort Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörungen sowie Patienten mit Depressionen (bei Depressionen bis max. 35 Jahren). Für Borderline-Patienten stehen 12 Behandlungsplätze zur Verfügung.

Es gibt Doppelzimmer mit eigenem Bad, für Privatpatienten Einzelzimmer. Es gibt eine Patientenküche auf Station, wo man selbstständig kochen und backen kann sowie Lebensmittel lagern kann.

Der Tag startet um 08.00 Uhr mit dem Frühstück, anschließend folgen verschiedene Therapien, gegen 12.30 Uhr geht man gemeinsam in eine auf dem Gelände liegende Kantine (wo auch die anderen Kliniken essen) fürs Mittagessen, ab 14.30 Uhr sind dann erneut Therapien bis max. 16.00 Uhr, um 18.00 Uhr ist Abendessen, Abends oft Beisammensitzen in Patientengruppen.

Bei Borderline-Patienten arbeitet die Station nach dem DBT-Konzept.

Therapieangebote im DBT-Konzept: Einzeltherapie, Bezugspflegegespräch, Basisgruppe, Skillsgruppe, Achtsamkeitsgruppe, Bezugsgruppe, Körperwahrnehmung, 2x Sporttherapie, 3x Ergotherapie, Forum

In Absprache mit den Therapeuten kann man weitere Therapien bekommen wie Musiktherapie Einzel, Sportth. Einzel, Klettern, Bogenschießen, Körperwahrnehmung Einzel, physikalische Anwendungen oder Reittherapie (max. 5x).

Die Aufenthaltsdauer im DBT-Programm beträgt 8 Wochen, nach 12 Monaten kann man nochmal zu einer Auffrischung wiederkommen, wo man dann erneut 8 Wochen auf Station bleiben kann. 

Die aktuellen Wartezeiten liegen etwa bei 6-12 Monaten.

Das erste Wochenende wird auf Station verbracht, anschließend muss man am Wochenende für 24 Stunden über Nacht auf Belastungserprobung gehen. In den Ausgang gehen kann man außerhalb der Therapien jederzeit, sein Handy kann man auch durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Meine Erfahrungen sind sehr positiv! Patienten werden stets auf Augenhöhe behandelt, sehr wertschätzender Umgang mit Personal aber auch Mitpatienten, DBT-Therapieprogramm ist anstrengender als Depressionsbehandlung, weil wir mehr spezifische Therapietermine haben, ich bin nach 8 Wochen mit einem guten Gefühl entlassen worden und werde auch die Wiederauffrischung dort machen.







Montag, 2. September 2024

Tagesklinik in Lahr vom ZfP Emmendingen.

Tagesklinik in Lahr vom ZfP Emmendingen.

Die Tagesklinik in Lahr behandelt Erwachsene ab 18 Jahren, die aus Lahr und Umgebung kommen und den Weg zur Tagesklinik selbstständig bewältigen können. Der Schwerpunkt liegt auf Depressionen, Bipolare Störungen, Psychosen, Angsterkrankungen, Belastungsreaktionen und Persönlichkeitsstörungen. Nicht aufgenommen werden können PatientInnen mit Suchterkrankungen, Pflegebedürftigkeit oder akutem Eigen- oder Fremdgefährdenem Verhalten.

Es sind ca. 20 PatientInnen gleichzeitig in der Tagesklinik. Die PatientInnen kommen von Montag bis Freitag von circa 8:30 - 16:30 Uhr in die Tagesklinik. Frühstück und Mittagessen wird zusammen eingenommen. Zudem gibt es Freitags immer Kaffee und Kuchen, als kleine Abschlussfeier für die, welche die Klinik verlassen. Es gibt einen schönen und grpßen Aufenthaltsraum mit großem Garten und genügend Parkplätzen. Das Gebäude ist ein schöner Altbau mit viel Platz und freundlichen Räumen. Es werden verschiedene Therapie angeboten.

Wenn man (begleitend) eine Essstörung hat kann man auch aufgenommen werden, es gibt aber keine Mahlzeitenbegleitung oder eine störungspezifische Gruppe, man muss also eine gewisse Stabilität mitbringen.

Therapieangebote: Einzeltherapie (1x die Woche), Gruppentherapie, Ergotherapie und Kunstprojekt (täglich), Kognitives Training am PC, Psychoedukation, Metakognitives Training, Bewegungstherapie (2-3 x die Woche), Sensorische Integration, SKT, Stressbewältigung und Entspannung (1x die Woche)

Bei Bedarf werden Angehörigengespräche angeboten.

Man bleibt etwa 8 Wochen in der Tagesklinik, eine Verlängerung ist nur in Ausnahmen möglich.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: Das Gebäude ist schön, nettes Pflegepersonal, gute Ausstattung, guter Patientenzusammenhalt

Con: Wenig Einzeltherapie (ausfälle werden nicht vertreten), Therapie wird kaum Individualisiert, übermäßig viel Ergotherapie und Gestalten

 




(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 15. Juli 2024

Kinder- und Jugendpsychiatrie im Klinikum Oldenburg - Station 2

 Kinder- und Jugendpsychiatrie im Klinikum Oldenburg - Station 2

Versorgungsgebiet: Stadt Oldenburg, LK Ammerland 

In der KJP Oldenburg gibt es 3 Stationen mit insgesamt 32 Betten:

Station 1: Krisenstation
Station 2: Jugendstation (ca. 14-18 Jahre)
Station 3: Kinderstation (ca. 6-13 Jahre)

Außerdem gibt es eine Tagesklinik. Die Einsenderin wurde auf Station 2 behandelt.

Aufgenommen werden dort Jugendliche von ca. 14-18 Jahren mit jeglichen psychischen Erkrankungen, die in einem offenen Setting behandelbar sind wie Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, Persönlichkeitsentwicklungsstörungen, AD(H)S, Zwangserkrankungen usw.

Es gibt zwei Einzelzimmer sowie 6 Doppelzimmer, davon haben 2 ein eigenes Badezimmer. Meistens sind davon 12 Betten fest belegt.

Der Tag startet um 07.45 Uhr mit dem Frühstück, anschließend muss jeder seinen Vormittag planen. Ab 08.30 Uhr hat man entweder Klinikschule, Therapie oder manchmal auch Freizeit. Um 12.00 Uhr ist Mittagessen. Um 14:30 muss man dann seinen Nachmittag planen und hat dann am Nachmittag wieder Freizeit (manchmal aber auch Therapie). Um 18:00 Uhr gibt es Abendessen und dann eine Wochenzielrunde in der die PED kontrollieren ob man an seinen Wochenzielen gearbeitet hat. Danach wieder Freizeit und um 20:30 Uhr ist Zimmerzeit. Für Essstörungspatienten gibt es um 10:00 Uhr um 15:00 Uhr und um 20:00 Uhr Zwischenmahlzeiten.

Jeder Patient hat Einzel- und Gruppentherapie, außerdem hat man zwei der folgenden Therapien: Kunsttherapie, Tanztherapie, Musiktherapie oder Ergotherapie. Es ist außerdem möglich individuelle Therapien verordnet zu bekommen wie Reittherapie, Ernährungsberatung, Achtsamkeitsgruppe oder Skillsgruppe.

Die Wartezeit ist sehr unterschiedlich, es findet aber i.d.R immer ein Vorgespräch statt wo die Aufnahme geplant wird. Gerade mit Essstörungen wird man oft sehr akut aufgenommen genauso wie mit Suizidgedanken, es wird also die Dringlichkeit berücksichtigt. Die Einsenderin hat nach ihrem Vorgespräch etwa 2 Wochen gewartet, schreibt aber dass andere Patient:innen auch mehrere Monate gewartet haben. Patienten die außerhalb vom Versorgungsgebiet wohnen können sich theroetisch auch auf die Warteliste der Station setzen lassen, aber warten länger.

Die Aufenthaltsdauer richtet sich je nach Krankheitsbild, beträgt aber ungefähr 3 Monate.

In den ersten 48 Stunden nach Aufnahme hat man eine Handysperre, anschließend kriegt man es aber zweimal am Tag, einmal von 15.30 Uhr - 16.30 Uhr und einmal von 19.00 - 20.00 Uhr.

Es gibt 5 verschieden Ausgangsstufen (A1 - A5), ab A3 darf man alleine in den Ausgang aufs Klinikgelände, ab A4 darf man auch das Klinikgelände im Ausgang verlassen. Die meisten Patienten auf Station 2 starten direkt bei A3, nur in Ausnahmen bekommt man A1 oder A2 (was begleiteten Ausgang darstellt).

Es ist möglich Tages- oder Wochenendbeuralubungen (genannt BÜN‘s), man beginnt meistens erstmal mit Tagesbeurlaubung (09.00 - 19.30 Uhr) und steigert sich dann von Wochenende zu Wochenende.

Die Einsenderin schreibt:

Mir persönlich hat die Klinik bei den Depressionen sehr geholfen aber bei meiner Anorexie garnicht. Ich war im Normalgewicht (Atypische Anorexie) und wurde von niemanden ernst genommen ich musste keine Zwischenmalzeiten essen und ausessen musste ist auch nicht. Die PED‘s haben teilweise auch sehr unsensible Dinge gesagt. Viele PED‘ sind wirklich sehr unfreundlich aber es gibt auch ein paar sehr nette mit denen man gut reden kann.








Montag, 1. Juli 2024

ZfP Reichenau - SINOVA Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie -Station 61

 ZfP Reichenau - SINOVA Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie -Station 61

In der Psychosomatik vom ZfP Reichenau gibt es zwei Stationen:

Station 60: Schwerpunkte Interpersonelle Therapie bei Depressionen sowie Traumatherapie bei Traumafolgestörungen (IRRT / NET)
Station 61: Schwerpunkt Emotionsregulationsstörungen

Die Einsenderin wurde auf Station 61 behandelt. Aufgenommen werden Patient:innen ab 18 Jahren, die unter Emotionsregulationsstörungen leiden und Probleme mit Selbstverletzendem Verhalten, Impulsivität, zwischenmenschlichen Beziehung, Umgang mit Gefühlen, Stimmungsschwankungen etc. haben wie z.B bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Die Einsenderin schreibt manchmal sind auch Patienten mit Depressionen oder Angst- und Zwangsstörungen auf Station.

Es gibt 20 Betten, hauptsächlich Doppelzimmer, diese sind bis auf ein Doppelzimmer mit einem eigenen Bad ausgestattet. Es gibt zusätzlich vier Einzelzimmer, die jedoch kein eigenes Bad auf dem Zimmer haben. Es gibt aber im Erdgeschoss ein großes Bad mit separater Dusche und einer Badewanne. Dieses Bad teilen sich zwei Einzelzimmer. Im 1. Stock gibt es ebenso ein Bad mit Badewanne und ein separates Bad mit zwei abschließbaren Duschkabinen. Zusätzlich befinden sich im 1. Stock noch zwei Einzelzimmer mit eigenem Bad für PrivatpatientInnen oder für PatientInnen mit einer Einzelzimmerzusatzversicherung. Es gibt auch eine stationseigene Waschmaschine und einen Trockner welche umsonst genutzt werden dürfen.

Die Mahlzeiten auf Station sind Teil vom Therapieprogramm und daher verpflichtend. Frühstück ist um 7.40 Uhr, Mittagessen um 11.45 Uhr und Abendessen um 18.00 Uhr. Es gibt bei jeder Mahlzeit ein paar Minuten Achtsamkeit, in dieser Zeit darf niemand aufstehen und mam darf sich nicht unterhalten. Am Wochenende an dem man in der Klinik bleiben muss, kann jeder individuell seine Mahlzeiten zu sich nehmen.

Die Station arbeitet nach dem Konzept der DBT (Dialektisch Behavioralen Therapie), welche zur Behandlung chronisch suizidaler Patient:innen entwickelt wurde.

Zum Therapieangebot gehöret Gruppentherapie in verschiedenen Stufen, je nach Stufe im DBT. Man startet mit weniger Therapien, erstmal mit der Grundlagengruppe und steigt dann von DBT 1 in DBT 2 und hat dann zusätzliche Therapeutische Gruppen (Achtsamkeit, Stresstoleranz, Umgang mit Gefühlen, Selbstwert und Zwischenmenschliche Fähigkeiten). Um in die nächste DBT Stufe zu kommen, hat jede/r PatientInnen eine Teamvorstellung. Hier wird einem Teil des Therapeutischen Teams das jeweilige Problemverhalten (SVV, Sucht, Aggressionen etc.) vorgestellt. Dazu kommt 1x die Woche ein therapeutisches Einzelgespräch, 1x die Woche ein festes Gespräch mit der Pflege, Körperskillsgruppe, Bewegungstherapie, Kunsttherapie und Musiktherapie.  Außerdem kann man aus folgenden Therapien wählen, man muss mindestens eine Sache wählen, kann nach Absprache aber auch mehr wählen: Pilates, Zumba, Yoga, PMR, Mediation im Gehen.

Einmal wöchentlich gibt es außerdem Visite. Einmal die Woche findet eine Vollversammlung statt in der Probleme unter den PatientInnen, mit Therapeutinnen oder Pflege besprochen werden können, es werden Dienste verteilt, Informationen ausgetauscht, PatientInnen begrüßt und verabschiedet. Die Vollversammlung wird immer von einem Patienten geleitet und einem weiteren protokolliert.
Dienste die es auf Station gibt: - Küchendienst - Patendienst - Wäschedienst - Blumendienst - Balkondienst - Vollversammlung leiten - Vollversammlung protokollieren - Backdienst (am Visitentag wird von zwei PatientInnen gebacken und es gibt am Nachmittag Kaffee und Kuchen, dafür fällt das Abendessen aus und der Abend ist zur freien Verfügung) - Kochdienst ( freitags gibt es ein gemeinsames warmes Abendessen, welches von 2 PatientInnen gekocht wird) - Spieleabend vorbereiten ( ein Abend der Woche wird von 2 PatientInnen vorbereitet und durchgeführt)

Voraussetzung für eine Aufnahme ist ein negativer Drogentest und es dürfen keine Benzos als Medikamente genommen werden. Am ersten Morgen findet ein Urintest statt, sollte dieser positiv sein, muss man die Station noch am selben Tag wieder verlassen und kann zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.

Das erste Wochenende wird in der Klinik verbracht, ab dem zweiten Wochenende gehen alle PatientInnen von Samstagmorgen bis Sonntagabend zur Belastungserprobung nach Hause. Es können am Wochenende auch Tagesausflüge gemacht werden, dafür kann man sich vom Essen auch abmelden.

Die Station arbeitet mit Intervallbehandlungen. Der erste Aufenthalt beträgt 10 Wochen, ein erster Intervall dann 8 Wochen, ein Dritter und jeder weitere Intervall 6 Wochen.

Handys sind auf den Patientenzimmern durchgängig erlaubt, es gitb WLAN. Außerdem der Therapien kann man im Zeitraum von 07.30 - 21.15 Uhr die Station jederzeit verlassen, Nachts wird die Tür abgeschlossen.

Nachts befindet sich lediglich eine Nachtbereitschaft auf Station, die im eigenen Zimmer schläft und nur bei Bedarf geweckt wird.

Auf der Homepage des ZfP findet man einen ausführlichen PatientInnen Leitfaden, in dem sämtliche Infos zu finden sind. Auf der Homepage findet man auch den Ammeldebogen mit dem man sich über das Sekretariat für die Station anmeldet. Nach Eingang der Anmeldeunterlagen bekommt man einen Anruf der Klinik und wird ggf. zu einem Vorgespräch eingeladen. Die Wartezeiten sind sehr unterschiedlich.

Die Einsenderin schreibt:

Die Lage der Klinik ist total schön und in Seenähe. Es können im ZfP in der Fahrradwerkstatt Fahrräder ausgeliehen werden so ist man schnell auch mal für eine Runde Schwimmen am See. Lidl, DM, eine Kreissparkasse und der Bahnhof liegen in Laufweite. Auf dem Klinikgelände gibt es ansonsten auch ein Kiosk. Ich war 2021 und 2022 dort und beide male sehr zufrieden. Die strengen Regeln der DBT sind für manche PatientInnen nicht ganz einfach, ich kam damit aber sehr gut zurecht, bin aber jm. der gern strukturiert ist und sich ein einem festgelegten Rahmen sicher fühlt. Ich hatte ein tolles Bezugstandem und kam sowohl mit meiner Bezugspflegerin als auch mit meiner Bezugstherapeutin sehr gut zurecht. Ich konnte Inhaltlich für mich sehr vieles mitnehmen und bin seitdem gerade was das Problemverhalten angeht sehr viel stabiler und weiß wie ich mit hoher Anspannung oder auch Dissoziationen umgehen kann. Man bekommt dort sein Handwerkszeug und wenn man es schafft das gut umzusetzen ist der Aufenthalt dort sehr wertvoll. Es wird viel Eigenverantwortung erwartet aber ich denke, dass ist in den meisten Kliniken so. ch denke es macht Sinn, sich vorher mal mit dem Thema DBT auseinandersetzen um zu sehen was einen genau erwartet. Für Problemverhalten gibt es z.b. ein zweistündiges Timeout auf dem Zimmer um eine Verhaltensanalyse zu schreiben, die dann mit Mitpatientinnen besprochen und in der VA Gruppe vorgestellt wird. Die Termine, die in dieser Zeit stattfinden fallen ersatzlos aus.


 

Montag, 24. Juni 2024

Bezirkskrankenhaus Landshut

Bezirkskrankenhaus Landshut
 
(C) BKH

Im BKH Landhut gibt es verschiedene Stationen für Erwachsene ab 18 Jahren:

Station 1.2: offene Krisenintervention
Station 1.3: Station für Borderline sowie junge Erwachsene bis 30 Jahren
Station 2.2: Schwerpunkt Psychosen
Station 2.3: geschützt geführte allgemeinpsychiatrische Intensivstation
Station 2.4 und Station 2.5: Suchterkrankungen (offen und geschlossen)
Station 4.2 und Station 4.3: Gerontopsychiatrie (offen und geschlossen)
Station 4.4: Depressionsstation
Station 4.5: Privatstation / Wahlleistungsstation

Die Einsenderin wure auf der Station 2.3 behandelt.
Aufgenommen werden dort Erwachsene ab 18 Jahren bis ca. 70 Jahren mit jeglichen allgemeinpsychiatrischen Krankheitsbildern (keine primären Suchterkrankungen), die sich in akuten Krisensituationen befinden die mit Eigen- und/oder Fremdgefährdung einher gehen und daher eine Behandlung in einem geschlossenen Setting erforderlich ist. Die Station wird geschlossen geführt. Man kann jederzeit notfallmäßig auf der Station aufgenommen werden.

Es gibt Doppelzimmer. Bei Überbelegung oder wenn „Sichtfeld“ (1:1 Betreuung) angeordnet hat kann man auch ein Bett auf dem Flur kriegen, die Einsenderin schreibt aber dass sich bemüht wird dass man schnellstmöglich ein Zimmer erhält. Es gibt ca. 25 Behandlungsplätze.

Frühstück gibt es unter der Woche um 07:30 Uhr - 08:30 Uhr. Samstags um 08:00 Uhr und Sonntags um 08:30 Uhr. Mittagessen findet um 12:30 Uhr - 13:30 Uhr statt & Abendessen um 17:30 Uhr - 18.30 Uhr. Es gibt Kioskzeiten die sind Mo, Mi & Fr von 10:00 Uhr -11:00 Uhr.

Therapieangebote gibt es nur stationsübergreifende, die auf freiwilliger Teilnahme basieren. Darunter Ergo-, Kunst-, Sportherapie. Montags und Freitags findet eine Oberarztvisite statt, aber man kann bei Anliegen auch jederzeit auf die Ärzte zugehen und nach einem Gespräch fragen. Es gibt auch Psychologen, die für ein Erstgespräch nach Aufnahme auf einen zukommen, auch die kann man danach selbstständig um ein Gespräch bitten. Die Pflege steht auch jederzeit für Gespräche zur Verfügung.

Bei Aufnahme werden alle Sachen durchsucht, unerlaubte Gegenstände (Glas, Scheren, Messer, Einwegrasierer etc.) und Wertgegenstände (Geldbeutel, Bargeld bis zu 40€) werden für einen aufbewahrt und bei Bedarf ausgehändigt.

Es gibt feste Besuchszeiten. Diese sind täglich von 08:30 Uhr - 12:00 Uhr, 15:00 Uhr -17:30 Uhr und 18:00 Uhr - 20:30 Uhr. Sein Handy darf man behalten, es gibt auch kostenloses WLAN über das BayernWLAN.
Es ist möglich Ausgang zu bekommen, das wird mit dem Arzt indiviuell abgesprochen. Es kann z.B. 30 minütigen (auch mehrmals täglich), stündlichen oder zweistündigen Ausgang geben. Außerdem kann es Stadt-Ausgang geben, bei dem man das Klinikgelände verlassen darf.

Die Aufenthaltsdauer ist sehr individuell, manche Patienten sind nur wenige Tage da, die meisten ein paar Wochen, einige auch mehrere Monate. Man kann teilweise auch nach einer Weile hausintern auf eine andere Station verlegt werden.

Die Einsenderin schreibt:

Meine Erfahrungen sind relativ positiv. Die Pflege und Ärzte sind alle sehr nett und bemüht. Manche Mitpatienten können mitunter anstrengend und bedrängend sein, aber wenn man sich um sich selbst kümmert und die anderen weitestgehend ausblendet, kommt man gut zurecht. Es ist eben eine geschlossene Akutstation. Das Essen ist auch in Ordnung. Es ist von Zeit zu Zeit nur echt ziemlich langweilig, weil es keinen festen Therapieplan gibt, aber hier ist vor allem ein Ort, zum runter kommen. Wenn man sich genug Beschäftigungsmaterial mitnimmt, bekommt man die Zeit gut rum. Mitunter kann es durch Mitpatienten lauter werden, man sollte gut auf seine Sachen aufpassen, da sie schnell geklaut oder verlegt werden können.



(C) Fotos: Einsenderin

Montag, 10. Juni 2024

Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz - Station PA2

Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz - Station PA2

Versorgungsgebiet:  Landkreis Delitzsch, den südwestlichen Teil des Leipziger Landkreises sowie die Leipziger Stadtbezirke Nord, Nordwest und Altwest.  

(C) SKH Altscherbitz

Das SKH Altscherbitz ist ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie und verfügt über 220 Betten.

Es gibt mehrere Stationen für Erwachsene ab 18 Jahren:

Station PA1: geschlossene Aufnahmestation
Station PA2: Station für junge Erwachsene sowie
Mutter-Kind-Bereich
Station PA3: offene Aufnahmestation für Patienten im mittleren Lebensalter
Station PA4: offene Aufnahmestation für Patienten in der zweiten Lebenshälfte
Station PA5: geschützte Aufnahmestation mit soziotherapeutischem Ansatz
Station PG1 & PG2: geschützte Aufnahmestationen mit Schwerpunkt Demenz
Station PG3: offene Aufnahmestation für Patienten im höheren Lebensalter
Station PS1 & PS2: Suchtstationen
Station PP1: Psychotherapiestation mit verschiedenen Therapiegruppen

Außerdem gibt es verschiedene Tageskliniken, u.a eine speziell für junge Erwachsene als auch eine DBT-Tagesklinik.

Die Einsenderin wurde auf Station PA2 behandelt.

Aufgenommen werden junge Erwachsene von ca. 18-25 Jahren mit jeglichen psychischen Krankheitsbildern die in einem offenen Setting behandelbar sind, es gibt 13 Behandlungsplätze. Außerdem gibt es 6 Mutter-Kind Plätze, wo Mütter jedes Alters mit Kleinstkindern bis zu einem Alter von zwölf Monaten stationär aufgenommen werden können, die unter psychische Störungen in der Schwangerschaft leiden wie z.B einer Wochenbett-Depression.

Die Mutter-Kind Einheiten sind Einzelzimmer mit Babybett, die restlichen Zimmer sind überwiegend Doppelzimmer.

Die Station ist aufgeteilt in zwei Gruppen:
Gruppe 1: Psychotherapiegruppe für Patient:innen mit schwerpunktmäßig einer Persönlichkeitsentwicklungsstörung, Aufenthalt auf Station 8 Wochen + 2 Wochen in der Tagesklinik (Aufnahme über eine Warteliste)
Gruppe 2: Kriseninterventions, Stabilisierungs- und Diagnostikgruppe für jegliche Krankheitsbilder, Aufenthaltsdauer etwa 4-6 Wochen, eventuell anschließend auch tagesklinischer Aufenthalt möglich (auch Krisenmäßige Aufnahme möglich)

Die Einsenderin wurde für 7 Wochen in Gruppe 2 behandelt aufgrund einer PTBS, Depressionen und einer Borderline-PS.

Es gibt zwei Essräume, wo Gruppe 1 und Gruppe 2 getrennt essen können. Es gibt eine Küche, einen Aufenthaltsraum, zwei Bewegungsräume u.a einen mit einer Tischtennisplatte und es gibt einen Besucherraum, wo man Besuch empfangen kann.

Der Tag startet jeden Tag um 06.30 Uhr, auch am Wochenende (man wird durch den Weckdienst bestehend aus wechselnden Mitpatient:innen geweckt), anschließend werden Vitalzeichen gemessen, um 07.30 Uhr gibt es Frühstück (in Büffet-Form).
Im Anschluss findet unter der Woche ein gemeinsamer Morgenspaziergang statt. Mittagessen findet gegen 11.30 / 11.45 Uhr statt, um 17.30 Uhr ist Abendessen (erneut in Büffet-Form). Man kann sich aber auch eigenes Essen kaufen, es gibt einen Patient:innen Kühlschrank.

Jeder Patient erhält einen bisschen individuellen Therapieplan. Alle Therapien (außer Einzeltherapie) finden als Gruppe statt.

Therapien: Einzeltherapie (unregelmäßig), Musiktherapie, Ergotherapie, Bewegungstherapie, Maltherapie, Achtsamkeit in der Natur / Gartenbau, Skillstraining, Kognitives Training, Kegeln, Therapiebeet, SKT, PMR, Autogenes Training, Biofeedback, Gruppen für individuelle Erkrankungen wie z.B Angstbewältigungsgruppe, Psychoedukation Psychosen / Bipolare Störungen, Psychoedukation Depressionen

Zweimal in der Woche gibt es eine gemeinsame Abendgestaltung, die von Patient:innen organisiert wird. Es gibt dreimal wöchentlich eine Visite. Es gibt spezielle Mutter-Kind Therapie Angebote.

Sein Handy kann man durchgängig haben.

Die Einsenderin schreibt:

Ich kann die Station eher nicht weiterempfehlen, zumindest Gruppe 2, von Gruppe 1 habe ich viel positives gehört. Man kann für eine PTBS zwar eine Diagnostik machen, aber weitere Behandlung ist dann auch nicht möglich. Ich habe mich dort teilweise nicht wirklich gesehen gefühlt, gerade mit meiner PTBS Symptomatik. Auch, dass man dort fast keine Einzelgespräche bekommt sehe ich kritisch, da man als Akutfall mit vielen Problemen kommt, die man vielleicht nicht immer in der Gruppe ansprechen kann und will. Dennoch habe ich viel durch die Mitpatienten mitgenommen und bin stabiler geworden. Ein großes Lob gilt dem Ergotherapeuten, der wirklich ganz toll ist und super empathisch auf einen eingeht.


(C) SKH Altscherbitz

(C) SKH Altscherbitz

Dienstag, 4. Juni 2024

Heiligenfeld Klinik Uffenheim

 Heiligenfeld Klinik Uffenheim


 Die Heiligenfeld Klinik in Uffenheim ist eine psychosomatische Klinik und behandelt Erwachsene ab 18 Jahren mit den verschiedensten psychischen Krankheitsbildern wie Depressionen, Angststörungen, PTBS, Burn-Out, Somatoforme Störungen, Dissoziative Störungen, Impulskontrollstörungen, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen oder Zwangsstörungen. Es darf keine akute Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegen zur Aufnahme.

Die Einsenderin wurde aufgrund einer PTBS und Essstörung behandelt.

Es gibt Einzel- und Doppelzimmer.

Es gibt drei feste Mahlzeiten, das Frühstück von 07.30-08.00 Uhr (an Feiertagen von 08.00-08.30 Uhr), Mittagessen von 12.30-13.00 Uhr und Abendessen von 18.00-18.30 Uhr.

Es gibt ein großes Therapieangebot, es wird individuell entschieden wer welche Therapien besucht, man kann auch Dinge ausprobieren und individuell entscheiden ob das zu einem passt.

Therapien: Einzeltherapie (1x 25 Min. die Woche), Kerngruppe (3x die Woche mit etwa 8-12 anderen Teilnehmern), Walking, Selbststeuerung, Bewegungstherapie, Meditation, Kreative Medien, Tanz- und Bewegungstherapie, Theatertherapie, Lebensführungsgruppe, Entspannung, verschiedene Indikationsgruppen (Depression und Lebensfreude, Trauma und Wachstum, Borderline und Selbstfindung, Sucht und Autonomie), Hochsensibilitätsgruppe, Schulter- und Nackenentspannung, Körperstruktur, Körperdynamatik, Transfergruppe, Rückenschule, Klinische Rythmustherapie, Heilsame Spiritualität, Heilraum Natur, Gartengruppe, Beziehung- und Kommunikationsgruppe, Boxsack-Therapie

Für Essstörungspatienten gibt es eine Essstrukturgruppe, die Einsenderin schreibt aber wenn man zu tief im Untergewicht ist oder viel "Kontrolle" braucht wird es schwierig, da bei Essstörungen der Fokus auf Eigenverantwortung liegt.

Es werden verschiedene Traumatherapieverfahren angeboten.

Man kann zur Krisenintervention aufgenommen werden (2 Wochen, nur für Patienten aus der näheren Umgebung) oder zur Langzeittherapie (Mindestens 6 Wochen).

Während der Aufenthalts darf man einmal in eine Belastungserprobung übers Wochenende fahren.

Patienten aus Bayern werden i.d.R deutlich schneller aufgenommen etwa innerhalb 4-6 Wochen, Patienten von außerhalb warten oft mehrere Monate bis hin zu einem Jahr.

Es gibt die Möglichkeit mit Haustier (Hund oder Katze) aufgenommen zu werden, dafür gibt es spezielle Zimmer und gesonderte Wartezeiten.

Die Einsenderin schreibt:

Pro: Man wir total herzlich aufgenommen und die Therapeutin sind hier echt super lieb

Kontra: es gibt nur einen Pflegestützpunkt und da warte man meist immer sehr lange…