Kinder- und Jugendpsychiatrie Wilhelmshaven
Versorgungsgebiet: Stadt Wilhelmshaven, Landkreise Friesland und Wittmund
| (C) Klinikum Wilhelmshaven |
Die KJP Wilhelmshaven besteht aus einer Station und einer Tagesklinik.
Die
Station bietet 12 reguläre Behandlungsplätze, hat aber mehr Betten für
Notfälle etc., es werden vorwiegend Jugendliche, teilweise aber auch
Kinder aufgenommen mit sämtlichen Krankheitsbildern der Kinder- und
Jugendpsychiatrie. Die Station wird offen geführt, nur in seltenen
Fällen wird sie kurzzeitig geschlossen geführt, die Einsenderin schreibt
dass die Station probiert die Patienten so lange wie möglich auf
Station zu behalten in Krisen, bei Suizidversuchen, richterlichem
Beschluss o.ä wird man aber in der Regel in einer der umliegenden
Kliniken verlegt (KJP Papenburg, KJP Wichernstift, Karl-Jaspers Klinik).
Es gibt Doppelzimmer sowie ein Einzelzimmer, welches für
Patienten mit mehr Überwachung gedacht ist (kein direktes
Überwachungszimmer, aber es liegt direkt neben dem Dienstzimmer).
Auf
Station gibt es zwei Therapeuten, eine Ärztin und den Chefarzt. Jeder
hat zwei Bezugsbetreuer, die Betreuer sowie Kunst- und Sporttherapeuten
werden geduzt, der Rest gesiezt.
Die Einsenderin wurde u.a wegen
Anorexie behandelt und schreibt über das Anorexie Konzept: es gibt
einen individuellen Essensplan und täglich bis mehrfach wöchentliches
Wiegen. In Krisen wird auch mit Fresubin gearbeitet, wenn das auch nicht
hilft mit einer Magensonde. Wenn man nicht mitarbeitet oder sich der
körperliche Zustand ändert gibt es Konsequenzen wie z.B kein Sport,
Blind wiegen, keine Beurlaubung
Therapien: Einzeltherapie (1x
die Woche), Familiengespräch (1x die Woche), Gruppentherapie, Sport und
Bewegung, Theatergruppe, Kunsttherapie,
Einmal die Woche wird
eine gemeinsame Stationsaktivität unternommen, einmal die Woche wird
zusammen gekocht. Am Vormittag besucht man die Klinikschule.
In den Ferien werden Ferienaktivitäten unternommen wie z.B eine Musical-Projektwoche oder ein Ausflug an den See.
Die
Klinik setzt mehr auf Therapie als auf Medikamente, aber wenn es anders
nicht geht, können auch Medikamente verschrieben werden. Dadurch, dass
dort auch ein Krankenhaus ist;
wird auch mit Ärzten gearbeitet und Physiotherapeuten. Es wird auch engmaschig mit dem Jugendamt gearbeitet.
Unter der Woche ist jeden Tag von 17.00 - 18.00 Uhr Besuchszeit, am Wochenende gibt es Tages- und Wochenendbeurlaubungen.
Unter der Woche ist jeden Tag von 17-18 Uhr Besuchszeit. Am Wochenende gibt es Tages- und Wochenendbeurlaubung (Sa-So).
Pro:
- Das Team ist bis auf Ausnahmen sehr nett
- Es ist ein familiäres Klima auf Station
-
Sehr individuelle Behandlung & man wird bzgl Familiäre Situation
sehr ernst genommen (Kontakt zu Jugendamt, Wünsche werden
berücksichtigt)
- Es gibt viele Angebote
Kontra:
- Ich
persönlich war viel zu lange dort und durch die lange
Magensondenbehandlung hat sich meine Anorexie verfestigt -> dies ist
keine Spezialklinik
- Manchmal zu intensiven/engen Kontakt zu Betreuern, manche können Arbeit & Privat nicht trennen
-
Wenn man merkt, dass die Therapie nichts mehr bringt, sollte man sich
Spezialkliniken oder eine andere Lösung überlegen, anstatt fast ein Jahr
sein Kind dort zu lassen
(C) Fotos: Einsenderin
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