Donnerstag, 7. Oktober 2021

Kinder- und Jugendpsychiatrie Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda

 Kinder- und Jugendpsychiatrie Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda

Versorgungsgebiet: Fulda, Hersfeld-Rotenburg, östlicher Main-Kinzig-Kreis, Gelnhausen 

Foto: Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda


In der KJP Fulda gibt es 4 offen geführte Stationen sowie eine geschlossene Station.
Die Stationen werden altersgemischt (5-18 Jahre) als auch von den Krankheitsbildern gemischt belegt. Die Einsenderin schreibt, dass die offen geführten Stationen eigentlich aus zwei Stationen mit je zwei Flügeln bestehen, daher gibt es eigentlich nur zwei offene Stationen aufgeteilt in zwei Flügel. Die Klinik angegliedert ist auch eine Tagesklinik, ein nahtloser Übergang zur tagesklinischen Behandlung ist also möglich.

Auf den offenen Stationen gibt es 2-3 Bett Zimmer, auf der Geschlossenen Doppelzimmer. Einzelzimmer sind selten bis nie möglich, meist nur bei kleineren Kindern oder ungenutzten Kapazitäten. Jede Station hat einen Time-Out Raum mit Sichtfenster zum Stationszimmer, auf der geschlossenen Station gibt es zwei Ruheräume mit Kamera-Überwachung.
Für die offenen Stationen gibt es einen gemeinsamen Garten, die geschlossene hat einen kleinen (geschlossenen) Hof.
Die Stationen sind alle in einem Neubau, der 2012 eröffnet wurde, daher ist die ganze Klinik recht modern und hell.

Der Tag beginnt wochentags zwischen 7 und 7:30 Uhr, um 8 Uhr gibt es Frühstück. Unter der Woche gehen dann alle, die dürfen, in die Schule, insofern keine Therapien anstehen. Der Umfang des schulischen Angebots entscheidet sich je nach Anordnung des/der Therapeut:in zwischen 1-5 Schulstunden. Die 5. Stunde ist nach dem Mittagessen um 12 Uhr gegen 12:45 Uhr. Therapien finden zwischen 8-16 Uhr statt.
Mahlzeiten gibt es um 8 Uhr, um 10 Uhr, um 12 Uhr, 15 Uhr, 18 Uhr und 20 Uhr. Zu den Zwischenmahlzeiten müssen nur die essgestörten Patient:innen gemäß ihrem Ernährungsplan etwas essen, zu den Hauptmahlzeiten ist es verpflichtend für alle, etwas zu essen.

Therapien: Einzeltherapie, Gruppentherapien, Bewegungstherapie, Ergotherapie, verschiedene Sport AGs, Ernährungsberatung, Sozialberatung

Freitags gibt es einen Gruppenausflug an dem alle denen es zugetraut wird teilhaben dürfen (Bowling, Minigolf, Kino, Essen gehen). Zwei Mal in der Woche

wird neben dem allgemeinen Klinikessen auch von zwei Patient:innen für die ganze Station gekocht.

Es gibt Fernsehzeiten abends von 19 bis 20 Uhr für die Kleinen und für die Jugendlichen je nach Alter ab 20:30 Uhr bis zur festgelegten Schlafenszeit. 16- bis 18 Jährige dürfen bis 22 Uhr am längsten schauen.

Am Wochenende kann man die Beurlaubung, es gibt Tagesbeurlaubungen, Halbtagesbeurlaubungen und Wochenendbeurlaubungen. Besuchszeiten sind immer Mitwochs, Samstags und Sonntags von 14:30-17:30 Uhr. Handys sind generell verboten und dürfen nur im Ausgang mit dem Besuch oder später bei Ausgang alleine oder mit Mitpatient:innen genutzt werden. Telefonieren darf man mit einer Telefonkarte zwei Mal wöchentlich für 10 Minuten.

Nach Besuchen werden alle Sachen durchsucht, auf der geschlossenen Station muss sich hierbei hinter einem Sichtschutz komplett ausgezogen werden.

Bei SVV ist es möglich mit einem*einer Betreuer*in in die chirurgische Notaufnahme im Haus zu gehen, die KJP ist direkt an ein Krankenhaus angebunden. Bei akuter Gefährdung kommt auch Personal der somatischen Stationen auf die psychiatrischen Stationen.

Nach dem Aufenthalt wird man bei medikamentöser Behandlung meist direkt an die Institutsambulanz weiter angebunden. Auch Psychotherapie ist hier weiter möglich.

Die Einsenderin schreibt:
Generell dient das Konzept hauptsächlich der Stabilisierung und wenig der tiefgehenden Therapie. Es geht darum die Patient:innen wieder alltagsfähiger zu machen und eventuell Pläne für nach dem Aufenthalt zu machen.
Das Team ist weitestgehend nett und vergleichsweise jung. Auch das Verhältnis Männer:Frauen ist sehr ausgeglichen.
Es gibt eine sehr starke und getaktete Tagesstruktur, was sowohl hilfreich als auch überfordernd sein kann. Positiv war für mich tatsächlich der restriktive Umgang mit den Smartphones, da man sich wirklich viel auf sich besinnt hat und mehr in Kontakt mit anderen gekommen ist. Weiterempfehlen würde ich sie zur Stabilisierung auf jeden Fall.



(C) Herz Jesu Krankenhaus Fulda

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