Habichtswald Klinik
Die Habichtswald Klinik ist aufgeteilt in zwei Bereiche:
in die Habichtswaldprivatklinik, wo Privatpatienten aufgenommen werden
sowie die Habichtswaldrehaklinik, wo Kassenpatienten für eine
Rehabilitationsmaßnahme aufgenommen werden. Es ist allerdings alles ein
Gebäude. Aufgenommen werden Patienten ab 18 Jahren mit verschiedenen
psychosomatischen Krankheitsbildern wie z.B Angststörungen, Depressionen
oder Somatoforme Störungen. In der Privatklinik werden außerdem ADHS
sowie Essstörungen behandelt. Außerdem gibt es in beiden Klinikteilen
spezielle Behandlungssetting für komplexe Traumafolgestörungen,
Mediensucht sowie junge Erwachsene. Die Einsenderin wurde als
Privatpatientin in der Gruppe JET (junge Erwachsene, 18-28 Jahre)
behandelt.
Die Klinik ist aufgebaut wie ein Hotel, jeder hat ein
Einzelzimmer, die Privatklinikpatienten haben besondere Zimmer z.B auch
mit eigenem Fernseher. Es gibt keine richtigen Stationen, man ist aber
in Behandlungsgruppen / Behandlungssettings eingeteilt, wie die
Einsenderin eben in der Gruppe der jungen Erwachsenen, die
Behandlungsgruppen essen getrennt von einander, haben unterschiedliche
Therapien etc., weshalb es nicht viele Überschneidungspunkte mit
Patienten anderer Gruppen gibt. Die Behandlungssettings sind gemeinsam
mit Reha- sowie Privatpatienten belegt.
In der JET Gruppe werden
junge Erwachsene von ca. 18 - 28 Jahren aufgenommen, die
Krankheitsbilder sind dabei ganz unterschiedlich, der Schwerpunkt liegt
auf Adoleszenzkrisen und der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben im
jungen Erwachsenenalter (z.B Einstieg in Ausbildung / Beruf, ggf.
Auszug)
Therapien: Einzeltherapie (Rehapatienten 1x die Woche,
Privatpatienten 2x die Woche), 2x Gruppentherapie, 1x Körpertherapie in
der Gruppe, 1x Kunsttherapiegruppe, 1x ärztliche Visite, 1x ärztliches
Einzel, 2x Sportgruppe / Gymnastik
Außerdem werden individuell
für jeden Patienten noch Sachen angeboten wie z.B Yoga, Qi Gong,
Rückengymnastik, Entspannungsverfahren, Massagen, ggf.
Ernährungsberatung
Laut Homepage wird außerdem ein Stressbewältigungs- und Achtsamkeitstraining angeboten.
Die Therapien unterscheiden sich von Behandlungsgruppe zu Behandlungsgruppe, die Traumapatienten z.B haben andere Therapien.
Es
gibt einen Fitnessraum, die Kurhessen-Therme (eine
Thermal-Sole-Badeanlage) ist durch einen Lichtgang mit der Klinik
verbunden und kann von den Patienten kostenlos benutzt werden.
Sein
Handy hat man durchgängig, außerhalb der Therapien kann man jederzeit
in den Ausgang, um 22.00 Uhr wird die Klinik abgeschlossen.
Pro:
Schöner Park direkt neben der Klinik, gut besetztes Pflegepersonal, wo
man jederzeit Hilfe bekommen konnte, die Therapeuten haben einen ernst
genommen und sind auf einen auf Augenhöhe eingegangen
Kontra:
keine Krankheitsbild spezialiserte Therapie in der jung-Erwachsenen
Gruppe, es drehte sich hauptsächlich um die Bewältigung der
Entwicklungsaufgaben, z.B Traumata oder Essstörungen konnten in dem
Setting nicht gut bis gar nicht aufgefangen werden, es ist eher alles in
Richtung Reha mit vielen "Anwendungen" auch wenn man als Akutpatient
kommt, bei stark ausgeprägten Krankheitssymptomen nicht zu empfehlen
Die
Einsenderin würde die Klinik bedingt empfehlen, es gäbe einige gute
Angebote, insgesamt sei es aber bei allen etwas schwierigeren
Krankheitsbildern nicht hilfreich und hätte ihr langfristig leider gar
nichts gebracht.
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