Dienstag, 12. Oktober 2021

Habichtswald Klinik

Habichtswald Klinik

(C) Habichtswald Klinik

 Die Habichtswald Klinik ist aufgeteilt in zwei Bereiche: in die Habichtswaldprivatklinik, wo Privatpatienten aufgenommen werden sowie die Habichtswaldrehaklinik, wo Kassenpatienten für eine Rehabilitationsmaßnahme aufgenommen werden. Es ist allerdings alles ein Gebäude. Aufgenommen werden Patienten ab 18 Jahren mit verschiedenen psychosomatischen Krankheitsbildern wie z.B Angststörungen, Depressionen oder Somatoforme Störungen. In der Privatklinik werden außerdem ADHS sowie Essstörungen behandelt. Außerdem gibt es in beiden Klinikteilen spezielle Behandlungssetting für komplexe Traumafolgestörungen, Mediensucht sowie junge Erwachsene. Die Einsenderin wurde als Privatpatientin in der Gruppe JET (junge Erwachsene, 18-28 Jahre) behandelt.

Die Klinik ist aufgebaut wie ein Hotel, jeder hat ein Einzelzimmer, die Privatklinikpatienten haben besondere Zimmer z.B auch mit eigenem Fernseher. Es gibt keine richtigen Stationen, man ist aber in Behandlungsgruppen / Behandlungssettings eingeteilt, wie die Einsenderin eben in der Gruppe der jungen Erwachsenen, die Behandlungsgruppen essen getrennt von einander, haben unterschiedliche Therapien etc., weshalb es nicht viele Überschneidungspunkte mit Patienten anderer Gruppen gibt. Die Behandlungssettings sind gemeinsam mit Reha- sowie Privatpatienten belegt.

In der JET Gruppe werden junge Erwachsene von ca. 18 - 28 Jahren aufgenommen, die Krankheitsbilder sind dabei ganz unterschiedlich, der Schwerpunkt liegt auf Adoleszenzkrisen und der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben im jungen Erwachsenenalter (z.B Einstieg in Ausbildung / Beruf, ggf. Auszug)

Therapien: Einzeltherapie (Rehapatienten 1x die Woche, Privatpatienten 2x die Woche), 2x Gruppentherapie, 1x Körpertherapie in der Gruppe, 1x Kunsttherapiegruppe, 1x ärztliche Visite, 1x ärztliches Einzel, 2x Sportgruppe / Gymnastik

Außerdem werden individuell für jeden Patienten noch Sachen angeboten wie z.B Yoga, Qi Gong, Rückengymnastik, Entspannungsverfahren, Massagen, ggf. Ernährungsberatung

Laut Homepage wird außerdem
ein Stressbewältigungs- und Achtsamkeitstraining angeboten.

Die Therapien unterscheiden sich von Behandlungsgruppe zu Behandlungsgruppe, die Traumapatienten z.B haben andere Therapien.

Es gibt einen Fitnessraum, die Kurhessen-Therme (eine Thermal-Sole-Badeanlage) ist durch einen Lichtgang mit der Klinik verbunden und kann von den Patienten kostenlos benutzt werden.

Sein Handy hat man durchgängig, außerhalb der Therapien kann man jederzeit in den Ausgang, um 22.00 Uhr wird die Klinik abgeschlossen.

Pro: Schöner Park direkt neben der Klinik, gut besetztes Pflegepersonal, wo man jederzeit Hilfe bekommen konnte, die Therapeuten haben einen ernst genommen und sind auf einen auf Augenhöhe eingegangen

Kontra: keine Krankheitsbild spezialiserte Therapie in der jung-Erwachsenen Gruppe, es drehte sich hauptsächlich um die Bewältigung der Entwicklungsaufgaben, z.B Traumata oder Essstörungen konnten in dem Setting nicht gut bis gar nicht aufgefangen werden, es ist eher alles in Richtung Reha mit vielen "Anwendungen" auch wenn man als Akutpatient kommt, bei stark ausgeprägten Krankheitssymptomen nicht zu empfehlen

Die Einsenderin würde die Klinik bedingt empfehlen, es gäbe einige gute Angebote, insgesamt sei es aber bei allen etwas schwierigeren Krankheitsbildern nicht hilfreich und hätte ihr langfristig leider gar nichts gebracht.

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