Seeparkklinik Bad Bodenteich
- Erwachsenenakutbereich
Die Seeparkklinik Bad Bodenteich ist eine
Akutpsychosomatik für Essstörungen, in einem anderen Beitrag wurde
bereits der akut Bereich für Jugendliche vorgestellt, in diesem geht es
um den Akutbereich für Erwachsene.
Es gibt die Gruppen A1-A6
(aufgeteilt nach Alter für Anorexie & Bulimie), die AB
und AC (ausschließlich für Adipositas Patienten und Binge-Eating Patienten), die AK (eine Akutstation
innerhalb der Akutstation für Patienten mit einem BMI von unter 12) und
die TS (teilstationäre Patienten mit Unterbringung im Ort, Mindest-BMI 17,5).
Es gibt regular Zwei-Bett Zimmer, Privatversicherte Patienten und selbst Zahler können auch Ein-Bett Zimmer bekommen, manchmal hat man auch als Kassenpatient das Glück ein Einzelzimmer zu bekommen.
Das
Konzept ist ähnlich wie auf der Jugendstation. Also wie in dem Beitrag
dazu beschrieben: Individueller Ernährungsplan, Komponentensystem
(Kohlenhydrate, Fette), Stufenplan, Freiheiten kann man sich erarbeiten
usw. (steht ja alles im anderen Post). Dazu kann man noch ergänzen: Das
Wochenziel für Patienten im Untergewicht ist eine Zunahme von
mindestens 0,7kg. Bei jedem nicht erreichten Wochenziel muss der Plan um
mindestens zwei Komponenten erhöht werden. Es gibt
Pflichtlebensmittel, die jeder in seinem Plan haben muss, wie zB
1/2 Brötchn, Sahnejoghurt, Riegel,... Für die Hauptmahlzeiten hat man 30 Minuten
Zeit, für die ZM‘s 15 Minuten. Bei sehr kritischen körperlichen
Zustand oder starkem Bewegungsdrang wird eine Monitorüberwachung
angeordnet.
An Therapien gibt es: Einzeltherapie,
Gruppentherapie, Kunsttherapie, KBT, Tanztherapie, Ernährungsberatung,
Lehrküche, Restaurant-, Einkaufs- & Löffeltraining (portionieren).
Je nach individuellem Bedarf gibt es auch Kunst, KBT und Musik als
Einzeltherapie. Außerdem werden indikative Gruppentherapien, wie
Depressionsbewältigung oder Emotionsregulation, angeboten.
Wenn man im Normalgewicht kommt bleibt man 6 Wochen und kann max. um 2 Wochen verlängern. Bei Patienten im Unter- und Übergewicht wird das individueller gestaltet.
Einsenderin 1 schreibt:
Pro:
Das Personal, individuelles Vorgehen, schöne Umgebung (See), man wird
als Mensch gesehen und nicht als Essstörung, es ist möglich einen
teilstationären Aufenthalt dem vollstationären anzuschließen, kurze
Wartezeit.
Contra: Die Therapiedispo ist manchmal etwas
chaotisch, es gibt viele Triggerfaktoren, am Buffet kann es schonmal
sehr voll und stressig werden.
Einsenderin 2 schreibt:
Pro: Oberärzte, Dienstärzte und Schwestern sind echt klasse, das mit den Triggerfaktoren kann ich nicht bestätigen
Kontra: der Internist hat keine Ahnung wovon er redet
Unterschiede zur Jugendstation: Etwas andere Therapien,
spätere Essenszeiten, man muss sein Gewicht nicht in der Gruppe sagen,
Kontakt zu den Schwestern muss selbstständiger gesucht werden,
Stufenplan richtet sich nach BMI (auf der KiJu nach Perzentilen). Das
sind zumindest die Unterschiede, die ich kenne. Kann sein, dass es noch
weitere gibt.












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