Freitag, 24. September 2021

Seeparkklinik Bad Bodenteich - Erwachsenenakutbereich

 Seeparkklinik Bad Bodenteich
- Erwachsenenakutbereich 


 Die Seeparkklinik Bad Bodenteich ist eine Akutpsychosomatik für Essstörungen, in einem anderen Beitrag wurde bereits der akut Bereich für Jugendliche vorgestellt, in diesem geht es um den Akutbereich für Erwachsene.

Es gibt die Gruppen A1-A6 (aufgeteilt nach Alter für Anorexie & Bulimie), die AB und AC (ausschließlich für Adipositas Patienten und Binge-Eating Patienten), die AK (eine Akutstation innerhalb der Akutstation für Patienten mit einem BMI von unter 12) und die TS (teilstationäre Patienten mit Unterbringung im Ort, Mindest-BMI 17,5).

Es gibt regular Zwei-Bett Zimmer, Privatversicherte Patienten und selbst Zahler können auch Ein-Bett Zimmer bekommen, manchmal hat man auch als Kassenpatient das Glück ein Einzelzimmer zu bekommen.

Das Konzept ist ähnlich wie auf der Jugendstation. Also wie in dem Beitrag dazu beschrieben: Individueller Ernährungsplan, Komponentensystem (Kohlenhydrate, Fette), Stufenplan, Freiheiten kann man sich erarbeiten usw. (steht ja alles im anderen Post). Dazu kann man noch ergänzen: Das Wochenziel für Patienten im Untergewicht ist eine Zunahme von mindestens 0,7kg. Bei jedem nicht erreichten Wochenziel muss der Plan um mindestens zwei Komponenten erhöht werden. Es gibt Pflichtlebensmittel, die jeder in seinem Plan haben muss, wie zB 1/2 Brötchn, Sahnejoghurt, Riegel,... Für die Hauptmahlzeiten hat man 30 Minuten Zeit, für die ZM‘s 15 Minuten. Bei sehr kritischen körperlichen Zustand oder starkem Bewegungsdrang wird eine Monitorüberwachung angeordnet.

An Therapien gibt es: Einzeltherapie, Gruppentherapie, Kunsttherapie, KBT, Tanztherapie, Ernährungsberatung, Lehrküche, Restaurant-, Einkaufs- & Löffeltraining (portionieren). Je nach individuellem Bedarf gibt es auch Kunst, KBT und Musik als Einzeltherapie. Außerdem werden indikative Gruppentherapien, wie Depressionsbewältigung oder Emotionsregulation, angeboten.

Wenn man im Normalgewicht kommt bleibt man 6 Wochen und kann max. um 2 Wochen verlängern. Bei Patienten im Unter- und Übergewicht wird das individueller gestaltet.

Einsenderin 1 schreibt:

Pro: Das Personal, individuelles Vorgehen, schöne Umgebung (See), man wird als Mensch gesehen und nicht als Essstörung, es ist möglich einen teilstationären Aufenthalt dem vollstationären anzuschließen, kurze Wartezeit.

Contra: Die Therapiedispo ist manchmal etwas chaotisch, es gibt viele Triggerfaktoren, am Buffet kann es schonmal sehr voll und stressig werden.

Einsenderin 2 schreibt:

Pro: Oberärzte, Dienstärzte und Schwestern sind echt klasse, das mit den Triggerfaktoren kann ich nicht bestätigen

Kontra: der Internist hat keine Ahnung wovon er redet

Unterschiede zur Jugendstation: Etwas andere Therapien, spätere Essenszeiten, man muss sein Gewicht nicht in der Gruppe sagen, Kontakt zu den Schwestern muss selbstständiger gesucht werden, Stufenplan richtet sich nach BMI (auf der KiJu nach Perzentilen). Das sind zumindest die Unterschiede, die ich kenne. Kann sein, dass es noch weitere gibt.














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