Montag, 15. September 2025

Schön Klinik Berchtesgadener Land - Abteilung für Zwangsstörungen

 Schön Klinik Berchtesgadener Land -  Abteilung für Zwangsstörungen


 

Die Schön Klinik Berchtesgadener Land hat eine Rehaabteilung für Pneumologie sowie einen Akutbereich für Psychosomatik. Aufgenommen werden in der Psychosomatik Patienten ab 18 Jahren, die unter Angststörungen, Essstörungen, Burn-Out, chronischen Schmerzen, Depressionen (auch chronische, es wird CBASP angeboten), Angststörungen (auch Soziale Phobien und Panikstörungen), Somatoformen Störungen oder Zwangsstörungen leiden.

Einen Beitrag zum Essstörungsbereich gab es bereits, heute geht es um die Behandlung von Patient*innen mit Zwangsstörungen.

Es gibt Einzelzimmer mit eigenem Bad für alle Patienten. 

Das Therapiekonzept arbeitet viel mit Expositionen. Diese werden im Einzel oder auch der Zwangsbewältigungsgruppe erarbeitet, dann eigenständig unter der Woche durchgeführt und in der Protokollgruppe und/oder dem Einzel nachbesprochen. Dadurch challenged man sich Woche für Woche und kann direkt darüber sprechen, was schwierig war. Allerdings setzt die Klinik auch viel auf Medikamente, da wird wirklich viel rumprobiert, welches Medikament passen könnte, weshalb man zT nicht soo gut auf die Therapie konzentriert ist wegen aufretenden Nebenwirkungen (Müdigkeit, ...) 

Therapien: Einzeltherapie (1x 50 Min.), Zwangsbewältigungsgruppe (2x 100 Min.),  täglich Gruppenvisite, Sport (3x 45 Min.), Entspannungsgruppe (Progressive Muskelentspannung oder QiGong),  Problemlösegruppe (quasi eine Art Selbsthilfegruppe mit Therapeut, 2x 90 Min.), Zwangsprotokollgruppe (hier kann man seine Expos mitteilen und wie es lief (symptombezogen)

Außerdem gibt es wöchentlich eine Oberarzt- und Stationsarztvisite (hier können Medikamente, körperliche Beschwerden etc. angesprochen werden) und 1x die Woche muss jeder zum Blutdruck messen und wiegen.

Individuell kann man auch noch an einer Klinikübergreifenden Skillsgruppe teilnehmen, die aber laut Einseinderin sehr oberflächlich ist und gemischt mit allen Krankheitsbildern. 

Die Wartezeit beträgt etwa 3-5 Monaten, der Aufenthalt dauert 12 Wochen, in Ausnahmefällen kann man nochmal um 1-2 Wochen verlängern. Es gibt auch die Möglichkeit einer Intervallbehandlung, sprich man kommt einige Wochen/Monate später wieder (dann allerdings nur noch für 6 Wochen), kann an Erlerntes anknüpfen und intensiver an den Dingen arbeiten, die Zuhause im Alltag vllt (wieder) schwierig waren.

Die Einsenderin schreibt:

Pro:
Einzelzimmer, Kliniklage am Königssee, Zwangsprotokollgruppe, Schwestern/Pfleger sich eig alle nett, Intervalltherapie möglich, Sporttherapeuten alle Top, angemessen viele Therapien (weder zu viel, noch zu wenig), auf körperliche Beschwerden wird schnell eingegangen (zB durch Reiznadelmatte, Massagen, Physio, …)

Kontra:
Sauberkeit in der Klinik, Essen, viele unerfahrene Therapeuten/Ärzte, Verlängerungen werden nur selten gestattet, häufiger Medikamentenwechsel, zT unnötig vergebene Medikamente, zT wirklich unsensible Co-Therapeuten, begleitend andere (psychische) Erkrankungen wie zB Depressionen werden kaum beachtet (obwohl es auch ein Depressionskonzept gibt, welches man zT parallel mitmachen könnte).


(C) Schön Klinik

© Einsenderin

Montag, 8. September 2025

MediClin Klinik an der Lindenhöhe - Erwachsenenpsychiatrie - Station D2

MediClin Klinik an der Lindenhöhe - Erwachsenenpsychiatrie - Station D2 

Versorgungsgebiet: mittleren und nördlichen Ortenaukreis.


© MediClin

In der Psychiatrie in Offenburg gibt es mehrere Stationen:

Station C0: geschlossene Station bei akuter Eigen- oder Fremdgefährdung
Station C1: Schizophrenie und wahnhafte Störungen
Station C2: Depressionen
Station D0: Gerontopsychiatrie
Station D1: Sucht
Station D2: Angst-, Persönlichkeits-, und Traumafolgestörungen

Die Einsenderin wurde auf der D2 behandelt. 

Aufgenommen werden dort Patienten ab 18 Jahren schwerpunktmäßig mit Persönlichkeitsstörungen (insbesondere Borderline), Traumafolgestörungen, Dissoziative Störungen, Angststörungen, teilweise auch ADHS oder Zwangsstörungen.

Es gibt 9 Doppelzimmer und ein Einzelzimmer (für Privatpatienten).

Der Tag startet um 07.30 Uhr mit dem Frühstück, um 09.00 Uhr gibt es eine Morgenrunde mit den Pflegern und Therapeuten, anschließend hat man individuelle Therapien, um 12.30 Uhr ist Mittagessen, anschließend erneut Therapien, ab 17.00 Uhr findet die sogenannte Therapiemappen Besprechung statt sprich jeder Patient geht zur Pflege und bespricht wie die Anspannung den Tag über war, um 18.30 Uhr ist dann Abendessen.
Eine vegane Ernährung ist möglich.  

Die Station arbeitet nach dem Konzept der DBT, eine Therapieform die sich an Menschen richtet die Probleme mit ihrer Emotionsregulation haben. Es gibt auch einige Plätze für DBT-PTBS, für Menschen die unter der Kombi aus Borderline und (K)PTBS leiden oder einer reinen KPTBS. Es werden auch für Traumapatienten Stabilisierungsverfahren zur Vorbereitung einer Traumaexposition angeboten. Insbesondere bei komplexen Traumafolgestörungen verweist die Station auch oft ans Traumazentrum Durchbach, welches aber eine Privatklinik ist und eine Kostenübernahme individuell geklärt werden muss. 

Bei Aufnahme startet man mit einer Diagnostik- und Stabilisierungsphase, wo eine Diagnostik durchgeführt wird, individuelle Therapieziele erarbeitet werden und an Auslösern und Hintergründen der Erkrankung geguckt wird, bevor die richtige Therapiephase startet. 

Therapien: Einzeltherapie, Ergotherapie, Kunsttherapie, Skillsgruppe, DBT-Basisgruppe, Achtsamkeitsgruppe, SKT, Bewegungstherapie 

Außerdem gibt es inviduelle "freiwillige" Therapien die nicht jeder hat wie Klettern, Nordic Walking, Rückenschule, Akupunktur, Arbeitstherapie, Traumainformationsgruppe, Körperwahrnehmung etc. 

Jeden Donnerstag ist Visite. 

Außerdem der Therapien darf man jederzeit in den Ausgang zwischen 08.00 - 21.00 Uhr, von 06.00 - 23.00 Uhr kann man sich außerdem auf dem Klinikgelände bewegen z.B zum Rauchen.

Ab dem zweiten Wochenende kann man jeweils für eine Nacht zuhause übernachten, wenn man von weiter weg kommt darf man jedes zweite Wochenende nur nach Hause, dafür aber zwei Nächte bleiben. Tagesbeurlaubungen sind auch individuell möglich. 

Im laufe der Therapie kann man auch mal 2x die Woche Zuhause schlafen oder am Ende sogar 3x (nur nicht hintereinander), um sich auf die Entlassung optimal vorzubereiten. 

Die Wartezeit für die Station beträgt etwa 3-6 Monate und ein Aufenthalt geht immer 12 Wochen. 

Sein Handy kann man durchgängig haben, es gibt kostenpflichtiges WLAN. 

Die Einsenderin schreibt:

Pro: nette Pflege, kompetente Therapeuten, guter Oberarzt, viele Freiheiten, man bekommt Unterstützung wenn man danach fragt, gut durchgeplante Tagesstruktur, man lernt viele Skills kennen die man ausleihen darf oder auch abkaufen kann

Kontra: was Problemverhalten angeht wird streng mit Konsequenzen gearbeitet wie z.B Verhaltenanalyse und Time-Out, man hat viel Eigenverantwortung, das Essen ist so mittelmäßig 


© MediClin

© MediClin


Montag, 1. September 2025

ZFP Weinsberg - Station P24

 ZFP Weinsberg -  Station P24

Versorgungsgebiet: Klinik für Allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie West: Stadt- und Landkreis Heilbronn
Klinik für Allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie Ost: nördlichen Landkreis Ludwigsburg, im Hohenlohekreis oder im Kreis Schwäbisch Hall

© Einsenderin

Im ZFP Weinsberg gibt es verschiedene Stationen für Erwachsene ab 18 Jahren:

Intensivbehandlungsstationen: P02 und P03
Geschützte halboffene Station: P16
offene Therapiestationen 
mit differenzierten therapeutischen Angeboten: P09, P17, P18, P19, P20 und P24
Clearing- und Kriseninterventionsstation: P01 

Außerdem gibt es noch Stationen im Bereich Sucht und Gerontopsychiatrie. 

Zur Station P17 gab es vor einiger Zeit schonmal einen Beitrag, heute geht es um die Station P24. 

Auf der Station werden Patienten im Alter von 18-65 Jahren aufgenommen, die an einem Krankheitsbild leiden was in einem offenen psychiatrischen Setting behandelbar ist. Die Einsenderin schreibt während sie dort war waren mehrere jüngere Patienten auf Station.
Die Station ist in einem großen Haus auf dem Gelände gegenüber von einem Cafe und einem Laden wo man alles mögliche kaufen kann, wenn man etwas braucht. Es gibt eine Etage, wo die Männer ihre Zimmer haben und eine Etage darüber die Frauen. Es gibt einen Wäscheraum mit Waschmaschine und Trockner auf Station.

Morgens startet der Tag mit einem Frühstück, was bis 08.00 Uhr geht, bis dahin sollte man spätestens eigenständig aufgestanden sein, anschließend hat man individuelle Therapieangebote bevor es um 11.30 Uhr Mittagessen gibt. Danach hat man nochmal Therapien oder Freizeit, um 17.30 Uhr gibt es Abendessen, zum Abendessen kann man wenn man will sich aber auch etwas vom eigenen Geld auf Station bestellen.

Das Essen wählt man jeden Sonntag aus,man hat drei Auswahlmöglichkeiten beim Mittagessen,zwei nicht vegetarische Gerichte und ein vegetarisches Gericht. Morgens gibt es Brötchen und Abends Brot, beides mit Belag den man auswählen kann.

Jeden Sonntag bekommt man einen individuellen Therapieplan mit seinen Therapien für die Woche.

Therapien: Einzeltherapie (1x die Woche), Arbeitstherapie (entweder  auf dem Bauernhof,der Parkanlage oder bei der Gemüsegärtnerei), Bewegungstherapie, Therapeutisches Boxen, Ergotherapie, Kunsttherapie sowie individuell verordnete Gruppentherapien wie z.B die Schlafgruppe, für Patienten mit Schlafstörungen

Dienstag ist Visite mit dem Oberarzt und Donnerstag ohne bei der man irgendwas ansprechen kann wenn man etwas hat. Montag und Freitag gibt es eine Abendrunde in der man sagt was man die Woche vor hat oder wie die Woche war.

Sein Handy darf man durchgängig haben, aber hat nicht immer guten Internetempfang. Am ersten Wochenende bleibt man auf Station, aber dann darf man auch nach Hause oder einen Tagesurlaub nehmen. Abseits der Therapien kann man jederzeit mit Abmelden in den Ausgang gehen und zum Beispiel spazieren gehen oder die Tiere, die auf dem Gelände leben besuchen. 

Die Einsenderin schreibt:

Leider gibt es sehr wenig Therapie.Es heißt man ist angemeldet aber ich war weder in der Arbeitstherapie,Kunsttherapie noch in der Ergotherapie.Ich hatte zwei Einzelgespräche mit einer Psychologin aber beide sind jung und gerade aus dem Studium raus und das merkt man auch.Der Oberarzt ist einfach unsympathisch und erhöht einfach nur die Medikamente.Die meisten Pfleger sind aber nett und haben im allgemeinen Verständnis. Also wenn man wirklich Therapie machen will und an sich arbeiten will,dann würde ich die Station aufjedenfall nicht empfehlen. Das Essen ist gut für eine Klinik. 


© Einsenderin


© Einsenderin

© Einsenderin