Klinik St. Irmingard in Prien am Chiemsee
Die Klinik St.Irmingard ist eine psychosomatische
Akutklinik mit einem allgemein psychosomatischen Bereich sowie der
Psychotraumatologie. Die beiden Bereiche sind räumlich und in Therapien
voneinander getrennt. Zusätzlich gibt es einen Reha-Bereich Onkologie
und einen Reha-Bereich Kardiologie.
Alle Bereiche teilen sich
den Speisesaal, die Außenanlagen, Therapieräume und Foyer, haben
ansonsten aber nichts miteinander zu tun. Positiv ist, dass die
Psychosomatik-Patient*innen wegen der Reha-Ausrichtung in den Genuss
vieler Annehmlichkeiten kommen. Das Essen wird mittags im Speisesaal wie
im Restaurant serviert, es gibt Buffet, Freizeitangebote,
Veranstaltungen und zB ein Schwimmbad.
Es gibt ausschließlich Einzelzimmer.
In
der Psychosomatik werden prinzipiell alle (psychosomatischen)
Störungsbilder behandelt, wie z.B Depressionen, Angststörungen,
Burnout-Syndrom oder Somatoforme Störungen, ein Schwerpunkt liegt auf
älteren Patient*innen und dem Umgang mit chronischen Erkrankungen. Es
werden aber keine störungsspezifischen Gruppen angeboten. Die übliche
Aufenthaltsdauer liegt bei 6 Wochen. Die Klinik arbeitet mit einem
integrativen Ansatz auf tiefenpsychologisch-psychodynamischer Grundlage.
Therapieangebote Psychosomatik: Gruppengesprächstherapie
(2/Woche), Kunsttherapie, Musiktherapie, Tanztherapie, KBT, Bewegung und
Sport, Psychoedukation, Physiotherapie, Wärmebehandlung,
Morgenbewegung, Einzelgespräche, Yoga, Qi Gong, Sozialberatung,
Selbstsicherheitstraining
Für Patienten mit einer somatoformen
Störung bietet die Klinik diverse Diagnostikmöglichkeiten an wie z.B
EKG, Belastungs-EKG, Lungenfunktion, verschiedene
Ultraschalluntersuchungen einschließlich farbkodierter
Echo-Kardiographie, Magenspiegelung (Gastroskopie), Darmspiegelung
(Coloskopie), etc.
In der Psychotraumatologie werden
ausschließlich diagnostizierte Traumafolgestörungen (auch komplexe
Traumafolgestörungen) behandelt inkl. Dissoziativen Störungen, es gibt
keine reine Frauengruppen, auch wenn oft nur Frauen dort sind.
Aufgenommen werden können nur Patienten die max. 150 km von der Klinik
entfernt wohnen. Wenn zusätzlich eine Essstörung besteht muss der BMI bei mindestens 17 liegen. Es gibt 18
Behandlungsplätze. Es gibt einen vierwöchigen Aufhenthalt zur
diagnostischen Abklärung und Erprobung des Settings sowie einen
12wöchigen Aufenthalt zur Konfrontation. Dort wird u.a mit EMDR
gearbeitet. Im bereich der Traumatherapie gibt es keine
Gesprächs-Gruppentherapie.
Das Konzept basiert auf einer
ressourcenorientierten Traumatherapie und wird ergänzt durch Inhalte aus
der DBT (u.a Skillstraining) und der Ego-State Arbeit. Vor Aufnahme ist
ein Vorgespräch erforderlich. Laut Homepage beträgt die Wartezeit
momentan von Anmeldung bis zu Aufnahme ca. 1-2 Jahre.
Therapieangebote
Psychotraumatologie: Einzeltherapie (2-3x wöchentlich), Körpertherapie,
Kunsttherapie, traumasensibles Yoga, emotionale Kompetenz,
Traumainfogruppe, Imaginationsgruppe, Musiktherapie, Physio, Bewegung,
Skillstraining, Sport- und Bewegungstherapie
Pro: Lage, Natur, Bewegungs- und Kreativtherapien, Einzelzimmer, Essen, kompetente Therapeut*innen
Contra:
lange Wartezeiten im Bereich Trauma, Platzmangel, durch fehlende
Aufenthaltsräume wenig Gruppengefühl, Enge im Speisesaal, keine
Stabilisierung im Bereich Trauma (mehr) möglich, sehr heterogene Gruppen
in der Allgemeinpsychosomatik.
Die Einsenderin schreibt:
Ich
wurde auf beiden Stationen (2015/2018) behandelt und würde die
Traumatologie zur Konfrontation weiter empfehlen, die
Allgemeinpsychosomatik eher für Personen, die aufgrund einer physischen
Erkrankung psychisch belastet sind oder bei mittelschweren Depressionen.
Hauptdiagnosen Essstörung oder Borderline werden meines Wissens nach
nicht behandelt.
![]() |
| (C) Klinik St.Irmingard |
![]() |
| (C) Klinik St.Irmingard |



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen