Sonntag, 26. September 2021

Kinder- und Jugendpsychiatrie am Uniklinikum Frankfurt - Station 92-1 (DBT-A)

 Kinder- und Jugendpsychiatrie am Uniklinikum Frankfurt
- Station 92-1 (DBT-A)


(C) Uniklinikum Frankfurt

Die Station 92-1 der KJP Frankfurt behandelt Jugendliche von 13-18 Jahren (bei vorliegen einer Kostenzusage auch bis 21 Jahren) mit Störungen der Impulskontrolle und Emotionsregulation, Selbstverletzendem Verhalten, Suizidalität, Stimmungsschwankungen und Traumafolgestörungen. Eine Essstörung kann wenn sie eine Begleiterkrankung der anderen Symptomatik darstellt auch behandelt werden, wenn eine Essstörung im Vordergrund steht ist eher eine andere Station geeignet. Die Station bietet 12 Plätze in 2-3 Bettzimmern, meistens sind aber nur 10 Patienten auf Station. Es gibt ein Gemeinschaftsbad.

Die Station arbeitet nach dem Konzept der Dialektisch - Behavioralen - Therapie für Adoleszente (DBT-A), welche für Jugendliche mit einem emotional-instabilen Krankheitsbild geschaffen wurde. Alle Patienten müssen täglich eine Diary Card führen (dort wird z.B der Selbstverletzungsdruck; die Suizidalität protokolliert) und ein Stimmungsparometer.

Therapieangebote:
2x Skillsgruppe (wo die DBT Inhalte erarbeitet werden), Ergotherapie, Physio-/ Bewegungstherapie (2x die Woche), Achtsamkeitsgruppe (alle 2 Wochen), Basisgruppe, Einzeltherapie (2x 50 Min.), Frühsport (täglich)

Es gibt außerdem eine Klinikschule.

Minderjährige Patienten müssen um 21.30 Uhr auf dem Zimmer sein, Patienten ab 18 Jahren um 22.30 Uhr.

Das Handy muss abgegeben wird, man darf es aber im Ausgang haben; man kann außerhalb der Therapien von 08.30 - 20.00/21.00 Uhr jederzeit in den Ausgang gehen weshalb man sein Handy trotzdem viel hat.

Am Wochenende findet eine Beurlaubung nach Hause statt.

Pro: Der PED ist im Großen und Ganzen nett und rücksichtsvoll, einige Ärzte sind sehr gut, man hat relativ viel Ausgang, die überschaubare Größe an Patienten, die Skillsgruppe

Kontra: strenge Regelungen wenn man zu spät kommt (Ausgangssperre), Gruppenaktivitäten sind manchmal langweilig, Skills werden teilweise als Allheilmittel angesehen

Die Einsenderin schreibt, dass sie Patienten die wirklich etwas ändern wollen und Therapiemotivation haben die Station auf jeden Fall empfehlen würde

(C) Einsenderin


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